Sonntag, Dezember 24, 2006

Was macht eigentlich Michelle Maroldo?

Als ich dieses Foto vor ein paar Jahren zum ersten Mal sah, da schluckte ich, dann schaute ich und schaute und schaute ...

Denn Michelle Maroldo zeigte sich mit derartig starken, extrem ausgeprägten Armen, wie sie nur wenige Muskelmaedels zu bieten hatten. Ihre Bizeps-Muckis waren schlichtweg göttlich!

Sie ließen bei wahnsinnig anmutenden Ausmaßen eine schier unglaubliche Härte erahnen (das spricht meiner Erfahrung nach immer für sehr, sehr viel Kraft). Zudem war MM mit gesegneten Genen ausgestattet, weil ihre wuchtigen Bizeps in angespanntem Zustand diese tolle, weil hoch aufragende Form hatten und nicht eher lang und schlank ausfielen.

Tja, außerdem war da noch diese blonde Wallemähne und dieser Eiswasser-Blick, der mich direkt zum Träumen brachte.

Und dann? Irgendwann wohl verschwand Michelle Maroldo von der Bühne und aus dem Licht der Öffentlichkeit, in dem sie aus Sicht eines FBB-Anhängers nur allzu kurz gestanden hatte. Wo immer sie auch sei, sie ist nicht vergessen. Diese Muskeln! Diese Arme! Sensationell!
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Jedes Jahr um diese Zeit packt mich die Sinnkrise. Wieder ein Jahr älter, wieder der Konsumwahnsinn, wieder diese unseligen Verpflichtungen, wieder zu viel gegessen und das auch noch falsch und das schon gleich am ersten Tag.

Und wieder stelle ich fest, dass ich nicht dort bin, wo ich eigentlich hin sollte. (Dazu sollte ich aber auch mal wissen, wo das wäre - ich weiß nur, es ist nicht da, wo ich jetzt bin.)

Einmal beim Katzenjammern, stellt sich mir im Jahrendbereich wieder einmal auch die Frage, inwieweit denn mein Fetisch für die Muskelmaedels mir inzwischen einen veritablen Hau besorgt hat. Manchmal grenzt das schon an eine Sucht -- da sind dann Faible oder Tick zu schwach als Begriff. Dann verflucht man das Ganze, sinnt über die Zeit nach, die man damit verbracht hat, stellt sie in Relation dazu, was da alles an sinnvollem Tun möglich gewesen wäre.


Z
umal das Ganze sich ja großenteils auch noch als Fantasieprodukt darstellt, nicht aber als echte Beziehung zwischen mir und einem Muskelmaedel aus Fleisch und Blut. Über sowas denkt man natürlich auch mal wieder nach. Und erkennt, dass man den Spleen nicht so schnell loswerden wird. Und dass man inzwischen auch ganz und gar keine Lust mehr hat, die Marotte irgendjemand anderem zu erklären, schon gar nicht einer Frau, und sei sei noch so nett und verständnisvoll.

Hoffentlich ist diese Jahresendsinnkrisenphase bald vorüber!


Solange träume ich davon, wie es wäre, wenn Santa Clausine zu mir käme, in hochhackigen roten Stiefelchen und einem kurzen roten Röckchen mit weißem Pelz und blonden Haaren und Muskeln, die die Nähte des knappen Röckchens zu sprengen drohen. Und wie es wäre, wenn sie mir zu Weihnachten ein hardcore-training mit schweren Gewichten schenken würde, gefolgt von einem stundenlangen, sehr öligen muscle worship und einer gründlichen gegenseitigen Massage, kombiniert mit einem niedlichen Rollenspielchen und etwas domination und ...


Uff! Ich höre jetzt besser hier auf.


Trotzdem: Allen gleichgesinnten Fans muskulöser Frauen wünsche ich ein Frohes Fest.
Nun gut, ich will mal nicht so sein: Den anderen meinetwegen auch.

Dienstag, Dezember 19, 2006

Traum? Realität? Und das Muskelmaedel ...

Eigentlich weit mehr als nur eine Vorliebe. Direkt eine Obsession. Ja, regelrecht eine Sucht.

Was?

Das hatte er längst glasklar analysiert.

Er mochte Frauen mit Muskeln.
Er hielt sie für sexy und erotisch.
Er zog solche Frauen jeder anderen Frau vor.

Doch gab es dabei ein Problem. Denn er behielt seine Vorliebe für sich und das, seitdem er sie entdeckt hatte.

Warum?

Nun, er hatte Angst, dass man sich über ihn lustig machen würde. Wobei das Wort »man« für seine Verwandten, für seine Freunde, seine Bekannten und Kollegen steht. Allzu oft hatte er ihre Meinung gehört, wenn die Rede auf Themen wie Frauenbodybuilding oder Gewichtheben für Damen kam, ganz zu schweigen von Frauenboxen oder gar Ringen. Er konnte es im Schlaf hersagen: »Das sind doch alles keine richtigen Frauen mehr« oder »Wer das mag, der steht doch gleich auf Kerle!«

Kurz: Es ging ihm um den Verlust seines Ansehens als Mann. Also blühte seine Leidenschaft im Verborgenen. Blühte. Wuchs. Und gedieh.

Am Anfang war es noch harmlos. Als Jugendlicher malte er kleine, comicartige Bildchen von starken Frauen. Die sahen noch gar nicht so richtig muskulös aus, sondern hatten riesige Brüste und endlos lange Beine. Stark ja, sicher, aber nicht mit großen und gut ausgeprägten Muskelpaketen. Er dachte, so eine Frau gäbe es gar nicht. Daher sahen seine gezeichneten Amazonen und Superheldinnen immer schön und stolz aus, doch entsprach ihr Körperbau noch nicht dem späteren Ideal. Freilich vertrimmten sie in seinen hausgemachten comic-strips jeden Mann, der ihnen mit unlauterer Absicht in den Weg trat.

Dann entdeckte er etwas, das ihm wie eine konzentrierte Injektion von Viagra in den Unterleib fuhr: Nach einem mittäglichen Kurs saß er in einer Cafeteria mit anderen Teilnehmern bei einer Cola zusammen. Und müßig blätterte er in einer der ausliegenden Zeitschriften, als er plötzlich eine besondere Geschichte entdeckte. Eine Fotoreportage. Mehrseitig. In Schwarzweiß. Mit hartem Licht ausgeleuchtete und ziemlich grobkörnige Aufnahmen.

Doch die Motive waren klar zu erkennen: Frauen, die in knappsten Bikinis auf der Bühne standen und stolz einem zumeist männlichen und offensichtlich begeisterten Publikum ihre bestens trainierten, starken und deutlich sichtbaren Muskeln präsentierten. Vor allem die Bizepsmuskeln und die Waschbrettbäuche waren zu sehen, da aus allen Blickrichtungen aufgenommen.

Minutenlang stierte er auf die Fotos. Mit dem letzten Rest an Selbstbeherrschung wahrte er einen gleichgültigen Gesichtausdruck und tarnte seine plötzliche Erektion, in dem er die Beine übereinander schlug. Er schaffte es nur mit Müh und Not, gleichgültig weiterzublättern und das Heft hinzulegen.

Immerhin hatte er noch einen Blick aufs Titelbild geworfen und festgestellt, dass es sich da um eine bereits mehrere Wochen alte Ausgabe handelte. Daher wollte er das Heft mitgehen lassen – doch kaum hatte er sich abgewandt, als die Bedienung es auch schon beim Abräumen der Gläser an sich nahm und damit verschwand.

Er schaffte es mit Müh und Not nach Hause.
Er schaffte es noch, die Tür seines Zimmers abzuschließen.
Er schaffte es nicht, sich zu beherrschen.

Danach war »am Haken«, wie er das selber nannte. Er ging auf die Suche nach Magazinen, die solche Frauen zeigten. Eine andere Möglichkeit hatte er nicht. Zwar gab es schon Fitness-Studios, doch dafür fehlte ihm das Geld. Und die Frauen, die dort ein- und ausgingen, sahen zwar sportlich aus, aber nicht so extrem muskulös wie auf den Schwarzweiß-Fotos.

Immerhin verbesserte sich bald schon die Lage auf dem Zeitschriftenbereich. Er entdeckte, dass die Amerikaner eigene Magazine nur über muskulöse Frauen druckten. Schon bald war er ein Stammleser davon. Er hortete diese Journale und hütete sie wie einen Schatz.

Und als er mit den Jahren auch das ein oder andere Mal etwas weiter herumkam, sah er auch manche Frau, die einen gut geformten Körper, starke Arme und kräftige Waden aufwies. Er wurde Kunde in mehreren Fitness-Studios, trainierte auch tüchtig, doch hielt er mit seiner Vorliebe hinter dem Berg. Er hatte den Eindruck, sich dafür schämen zu müssen. Und Angst, sich zu blamieren, wenn er einer Frau sagte, er fände sie vor allem wegen ihrer extremen Muskulatur scharf.

Also blieb er allein.
Na, jedenfalls fast. Ab und zu traf er sich mit anderen Frauen.

Doch seine stille Leidenschaft blieb. Und manchmal konnte er sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Heimlichkeit den Genuss noch verstärkte. Das gab noch einmal einen Extra-Kick, wenn er beispielsweise heimlich einer Muskelbraut beim Wadentraining zusah oder sich so setzte, dass er bei ihrem Armtraining ungehindert auf ihre schwellenden, schweißüberströmten Bizeps blicken konnte.

Dann kam das Internet. Und plötzlich entdeckte er, dass auch andere diese Vorliebe hatten. Doch machte es ihm die Anonymität dieses Mediums nur allzu leicht, sein Inkognito zu wahren. Allerdings gestattete sie ihm auch, seine Phantasien weiterzuentwickeln und zumindest in Wort und Bild auszuleben. Er sammelte Fotos und Filme, Comics und Kurzgeschichten, speicherte sie auf Disketten, CD’s und Festplatten. Übte sich in Bildbearbeitung und hängte sich selbstgemachte Poster von seinen heißgeliebten Muskelamazonen auf.

Auch seine Vorstellungen wandelten sich. Nach wie vor ergab er sich in seinen Mußestunden ergab er verlockenden Vorstellungen. Doch sahen die zu Anfang noch recht harmlos aus.

Etwa, wie er im an einem verregneten Tag im vollgestopftem Bus stand, neben einer an und für sich ganz normalen Frau im Regenmantel.
Wie er sich mit einem Blick ins angelaufene Fenster die Krawatte richtete.
Wie der Bus genau in dem Augenblick plötzlich bremste.
Wie er erschreckt nach einem Halt griff und ihn auf ihrem Oberarm fand.
Wie seine Hand durch den dünnen Ärmelstoff --- überraschend harte Muskeln spürte.
Wie sie ihn ansah, ohne eine Miene zu verziehen.
Wie sich der Bizeps plötzlich unter seiner Hand nach oben zu wölben schien.
Wie sich der olivgrüne Stoff des Regenmantels ruckartig spannte und in den Nähten knackte.
Wie er unwillkürlich über die ganze Pracht tastete und »boah« sagte.
Wie sie augenzwinkernd entgegnete: »Tja, da staunen Sie. Sie sollten mal den Rest sehen.»

Später wurden seine Illusionen konkreter. Da saß er beim hellsten Sonnenschein auf einer Parkbank inmitten grüner Rasenflächen. Stets zur gleichen Tageszeit und stets darauf wartend, dass etwa diese aus seinen Magazinen bekannte, »lateinamerikanische Wucht« mit den extrem definierten
(so hieß das in Bodybuilderkreisen; den Slang dieser Subkultur beherrschte er im Schlaf)
Schenkeln vorbeijoggte.

Und dass sie dann eines Tages nicht zur gewohnten Zeit vorbeikäme.
Und er enttäuscht in die Runde blickte.
Und sein Fernglas zusammenpackte.
Und dann stünde sie vor ihm: in einem ultrakurzen, einteiligen, figurbetonten Hosenanzug aus beigefarbenem Stoff, hochgeschlossen, mit langen Ärmeln, aber unten so kurz, dass der Stoff noch nicht einmal ihre Pobacken komplett bedeckte.

Und wie um ihre schon enormen Muskeln noch gesondert zu betonen, trüge sie an den Füßen ein paar Plateauschuhe mit extrem hohen Absätzen.
Und dann bliebe sie vor ihm stehen.
Und zöge den eh schon super knappen Stoff in ihrem Schritt noch höher.

Und präsentierte ihm mit Dreh-, Beuge- und Anspannbewegungen ihre extrem harten Beinmuskeln unter der dünnen, von einem Geflecht von Adern durchzogenen Haut.
Und die Sonne glänzte auf dem Kokosölfilm, der ihre nussbaumfarbene Haut bedeckte.
Und die Frau fragte ihn: »Na, Kleiner, gib’s schon zu, dir gefällt das doch!«
Und wie sie sich dann mit einem verwegenen Lächeln zu ihm herunterbeugte.
Und wie dann ihre starke Hand ihm mit einem entschlossene, sicheren Griff in den Schritt packte.
Und wie sie durch den Stoff seiner dünnen Sommerhose seine unübersehbare Erektion knetete.
Und wie es zum finalen Fiasko kam – mitten in aller Öffentlichkeit.

Und wie egal ihm das war.
Und wie egal ihm das ist.
Immer noch.

Na, jedenfalls in seinem Traum.

Schließlich aber wurde es ihm zu bunt. Immer allein. So lange, lange, lange. Nie so zu zweit, wie er sich das in seinem tiefsten Inneren doch eigentlich immer wünschte. Da ging er in die Offensive. Er ging zu mehreren Bodybuilding-Wettkämpfen, machte sich mit einigen der Damen bekannt. Buchte auch mehrere Sessions. Und traf schließlich eine nette, witzige, kluge und zudem erotische Frau mit enormen Muskelpaketen, die genau auf jemanden wie ihn gewartet hatte. Die zu ihm passte.

Sie trafen sich.
Und blieben seitdem zusammen.

Auch ein Traum?
Alles Hirngespinste eines leicht versponnenen Schreibers?
Na, das können Sie so sehen.

Er aber sieht das nicht so. Er weiß ja, dass es stimmt. Er hat im Moment nur ein Problem. Er muss beim Schreiben dieser Zeilen aufpassen, dass er die Tastatur nicht zu sehr mit dem Öl und der Hautfarbe verkleckert, die noch an seinen Fingern klebt.

Das Öl und die Hautfarbe, die er gerade auf ihren extraharten, superstarken Körper aufgetragen und einmassiert hat. Einen Körper, den sie ihm jetzt gleich in neuer, eigens für ihn gekaufter Lederkleidung präsentieren wird.

Denn sie kennt seine Vorliebe. Seine Obsession. Seine Sucht.
Sie mag es, wenn er angesichts ihrer breiten Schultern, der Arme mit den mächtigen Bizeps, des prallen Popos und der wuchtigen Schenkel so verrückt wird wie der sprichwörtliche Hund in der Pfanne.

Und dann macht sie mit ihm ...

Ui!
Oh! Oh!
Also, das erzählt er ein anderes Mal, denn jetzt --- ah, ah, ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Und dazu eine Figur wie aus Bronze ...

... so steht’s in dem Fall mal nicht in der Annonce. Stattdessen betrifft es die Homepage des aus Dänemark in die USA emigrierten Künstlers Niels Andersen, der als Trophäen konzipierte Tischfiguren kreiert. Und außer typisch amerikanischen Heldenmotiven und männlichen Athleten stellt der gute Mann auch das her, was uns so brennend interessiert. Nämlich Statuen von Muskelmaedels: das Sortiment von Andersen umfasst nämlich auch posierende Bodybuilderinnen und trainierende Gewichtheberinnen --- cool!

Die Figuren sind je nach Ausführung zwischen 19 und 61 cm hoch. Laut seiner Homepage produziert er die Statuen aus sehr hartem und robustem Poly-Resin, also einem Kunststoff-Gießharz (wenn ich das richtig verstanden habe). Dann überzieht er sie mit einer Bronzeschicht und verleiht ihnen ein antikes Äußeres, so wie bei einer alten Statue. Ich finde seine Muskelmaedels klasse, das gilt sowohl für die Bodybuilderinnen – man beachte den schwellenden, gut konturierten Bizeps (Bild oben) – als auch die Powerlifterinnen. Hier rechts im Bild eine junge Dame im Gewichtheber-Gurt, im hautengen, knappen Trikot und mit einer schweren Hantelscheibe in den starken Händen und noch mehr davon unter ihrem Fuß ...

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Die Inspiration meiner neuen Story


Die Idee für meine Geschichte mit dem Titel "Die junge Starke" kam durch diese Zeichnung. Super, wie gut der Zeichner die selbstbewusste Haltung des Muskelmaedels und dazu die äußerst erogene Bekleidung eingefangen hat!
Ich habe aber zu meinem Leidwesen vergessen, woher ich das Bild habe oder wer es gezeichnet hat. Das liegt schon seit Jahren in meinem Rechner. Es gehört auch zu den ersten, die ich mal via Bildbearbeitung verfeinert habe. Aber da ich nicht weiß, von wem das Bild stammt, möchte ich dem Zeichner auf diesem Weg unbekannterweise sagen, dass ich die Arbeit toll finde! Sehr gern würde ich den Künstler hier einmal vorstellen.

Neue Story, frisch vom Tisch: Die junge Starke


Die junge Starke

Sie können vielleicht mal dumm fragen! Nach was sieht es denn aus, diese blauen Flecken, hier und hier und hier? Und ein Veilchen? Nach was sieht das wohl aus?

Wer? Ich wüsste nicht, was Sie das angeht. Lassen Sie mich in Ruhe, hören Sie!

Okay, okay, es ist ja gut. Ich habe es ja verstanden. Wenn Sie mir so kommen, dann muss ich ja wohl. Oh Gott, oh Gott! Was für eine Blamage! Wie geht’s jetzt weiter? Alles? Von Anfang an? Na, Sie müssen es ja wissen.

Also, es war so. Es begann alles mit diesem Typen mit der Glatze.

Er kam mir zuerst vor wie ein älterer Mann. Als er erzählte, hielt ich ihn bald für schmutzigen alten Mann– und mich dazu. Für schmutzig, meine ich, denn ich bin ja noch nicht alt. Schmutzig nenne ich das deswegen, weil es in seiner Geschichte darum ging, ein junges Mädchen zu bespitzeln, das es ihm angetan hatte. Allerdings eins, das aus der Art fiel. Doch dazu kommen wir ja dann noch.

Wie ich den getroffen habe? Ja, nun, ich stehe als Barkeeper hinter der Theke, bin dazu da, den Leuten Getränke zu verkaufen, die sie sich im Laden für viel weniger Geld zulegen könnten. Doch das wäre nur die halbe Sache. Denn der andere Teil meines Jobs besteht darin, den Leuten auf der Seite gegenüber etwas nicht mit Händen Greifbares zu vermitteln. Nennen Sie es Stimmung. Den einen das Gefühl, sie seien etwas besonderes, weil ich ihnen den Drink ihres gerade aktuellen Wunsches perfekt zubereite und kredenze. Den nächsten die Chance, sich in angenehmer Atmosphäre zu entspannen.

Der Typ, also dieser Glatzkopf, von dem ich rede, gehörte aber nicht zu diesen beiden Sorten. Der fiel in die dritte Kategorie. Die suchen eine Gelegenheit, um zu reden, Dinge loszuwerden und so Druck von der Seele zu nehmen. Wir Barkeeper sind sozusagen die billige Alternative zum Psychiater – und besser schmecken tut es bei uns auch noch.

Okay, ist ja gut. Bei der Sache bleiben. Also, wie gesagt, er war schon älter und wirkte irgendwie schmierig. Nicht dreckig. Ich meine eher, wie er sich verhielt, wenn er um sich blickte. Das wirkte schmierig. Als müsse er das heimlich tun, weil er etwas Unanständiges zu verbergen habe. Er schaute nach jungen Frauen. Er tat es so, dass sie es nicht sahen, wenn er sie anschaute. Sobald sie seine Blicke bemerkten und reagierten und sich umblickten, hatte er seine Pupillen längst schon wieder in eine neutrale Zone gelenkt. Die Mädels fühlten sich dann üblicherweise unbehaglich, wussten aber nicht warum.

Ich hielt mich da raus. Ich erkannte schnell, was da lief. In meinem Beruf bekommt man eine Antenne dafür. Doch wusste ich nicht, inwieweit es nur um eine unbewusste Angewohnheit ging. Etwas, das schnell falsch interpretiert wird. Zumal er nie weiter ging. Immer nur schauen, und den Blick schon wieder woanders hingelenkt haben, wenn das – meist weibliche, junge und attraktive – Gegenüber das spürte.

Jedenfalls saß er an diesem Abend da und schaute um sich. Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht hatte er bemerkt, dass ich ihm beim Zuschauen zuschaute, keine Ahnung. Jedenfalls blieb er sitzen und süffelte einen harten Drink nach dem anderen. Und als wir allein waren –er vor, ich hinter meinem hochglanzpolierten, schlagfest lackierten Ebenholztresen – da sprach er mich mit schon leicht schwerer Zunge an. Unvermittelt.

»Wunders’ dich über mein Gucken, Brillenschlange, was?«

Das mit der »Brillenschlange« galt meinen Augengläsern. Ich sehe nun mal nicht gut. Früher hasste ich Brillen, doch dann akzeptierte ich mein Schicksal. Inzwischen trage ich schwarze Brillen, so wie früher Buddy Holly. Mein Haarschnitt passt ebenfalls dazu. Doch sonst habe ich mit Rock’n Roll nichts am Hut – für mich nur Hiphop.

Jedenfalls zuckte ich die Achseln, lächelte möglichst nichtssagend zu ihm hinüber und hantierte weiter an meinen Flaschen. Das Gebrabbel eines Betrunkenen, bedeutungslos. Doch er gab nicht auf und nuschelte weiter: »Wunderst dich, he? Brauchs’ nicht zu sagen. Seh’s doch, daste d’ch wunderst. Denks’, der alde Lustmolch glotz’ nach die jungen Dingers? Der geilt sich heimlich auf an den schicken Bräuten, das denks’ du doch?«

Uff! Ein Spinner. Und ein Spanner.

Doch war ich kurz vor Feierabend nicht mehr zum Diskutieren aufgelegt. Ich versuchte es mit einem »Wie meinen?« abzublocken. Doch machte er weiter, als ob ich nichts gesagt hätte: »Aber das is’ mir völlig juck, wassu denks’. Ich guck, jawoll, unn’ ich guck schnell. Sons’ erwischense mich. Will kein’n Ärger. Nich’ wie vor swei Jahrn. Da hatte mich dieses scharfe junge Gör bei uns inner Schraße daswischen. Nach Strich unn’ Fad’n vermöbelte die mich.«

Vermöbelte? Ich muss geguckt haben wie ein Autobus. Klar, er war schon was älter, komplett kahl und wirkte recht unsportlich, aber er sah nicht so, als ob ihm ein Mädel im Teenageralter körperlich über wäre. Wie gesagt, ich guckte wohl ziemlich überrascht. Da erzählte er von diesem Mädchen, so unglaublich stark und dabei so sexy, eine Geschichte, die mich abstieß und mich faszinierte und mich nicht mehr losließ. Und jetzt erzähle ich sie, damit Sie verstehen, wie es dazu kam:

Seine Geschichte begann in einer schäbigen Gegend. Verfallene Häuser mit hohen Sperrholzzäunen voller Graffitis, vernagelte Fenster, zerschmissene Fensterscheiben, kaputte Gehsteige, verbeulte Autos, illegale Einwanderer, Drogensüchtige und Säufer in jeder Ecke. Und dazwischen lauter kriminelles Gelichter. Nachts knallten auch schon mal Schüsse, und dann glitzerte da wieder am nächsten Morgen irgendwo die Blutlache von jemandem, der die Flugbahn einer oder Kugeln gekreuzt und Pech gehabt hatte. Sie kennen die Ecke? Na, dann wissen Sie es ja.

Mitten in all dem lebte er allein, in seinem Haus. Er hatte nicht viel, aber für ihn reichte es massig. Er hielt sich für sich, blieb unauffällig und achtete darauf, nicht mit den harten Jungs aneinander zu geraten. Die waren sowieso nicht sein Fall. Ihn interessierte nur eins. Mädels, junge und knackige, aber das aus der Distanz. Anscheinend hatte er sich nie im Leben rangetraut. Immer nur aus der Entfernung, da nimmt es nicht Wunder, wenn man irgendwann schräg drauf ist.

Jedenfalls stand er im Sommer gern hinter seinem brusthohen Holzzaun und schaute. Er wohnte strategisch günstig – zwischen Schule, Eisdiele, Schwimmbad und U-Bahnstation, da sah er reichlich. Und stand hinter seinem Zaun mit den blickdicht vernagelten Latten und spannte und ... Was »und«? Was er da tat? Na, was wohl!

Ja, und dann »entdeckte« er das Girl: »Sone Brünette war das. Lange glatte Haare. War so um die siebzehn. Sah auf den ersten Blick zierl’ch aus, wie’n niedliches Ding.«

Und er begann ihr nachzusteigen und sich möglichst unauffällig nach ihr zu erkundigen. Bald wusste er einiges über sie. Sie hatte demnach eine harte Jugend hinter sich. Die Mutter lange schon weg, der Vater fast immer berufsmäßig auf Achse, so dass sie auf sich gestellt war. Zudem lebte sie in dieser schäbigen Gegend: »’S wunderte mich mich ers’ma, wie sie da klarkam. Jung unn’ knusprig, das zieht bei dies’n Gangburschen normal ja so wie Goldke’ch’n und Brillies für gratis.«

Doch dann sah er, wie sie eines Tages im heißen Sommer über den Bürgersteig ging und ihr einer von diesen Typen entgegenkam. Und nachdem, was sie da anhatte, passte sie voll ins Beuteschema – ein schwarzes Superminiröckchen, einen knappen rosa Bikini und dazu ein paar »schwatte Treter, so Dinger mit Riemen und hohen Absätz’n unn’ so.«

Ein megascharfes Äußeres also, das sie zudem, so sagte mein Gast, mit ölglänzender Haut, stolz gereckter Brust und schwingenden Hüften noch besonders hervorgehoben habe. Dennoch habe der Gangsta-Typ keine Anstalten gemacht, sie anzugraben. Ganz und gar nicht, er sei nämlich in einem weiten Bogen um sie herumgegangen!

Dieser Vorfall machte den alten Spanner neugierig. Das Gefühl steigerte sich noch, als sich danach noch öfters ähnliche Vorfälle ereigneten. Die ansonsten gar nicht zimperlichen Straßenrowdys ließen unsere Kleine ganz offensichtlich in Ruhe, obwohl sie gerade an diesen heißen Tagen stets nur mit Minimalbekleidung durch die Straßen lief.

Schließlich löste sich das Rätsel: »Die konnde Kung-Fu oder Karate oder wie’se das Kampfzeug da aus China unn Japan nenn’n.« Seiner umschweifigen Erzählung nach zu schließen, demonstrierte sie das an einem Burschen, der drei, vier Jahre älter war als sie. Ein langhaariger Kerl in Schlabberjeans und einem rotes T-Shirt mit einem Schriftzug vorn drauf: »Bad Boy« oder so etwas. Ein Rüpel. Laut, groß, kräftig und mit einer Wampe, einer, von dem der Alte erzählte, er sei ein Schläger und habe schon vorm Richter gestanden, weil er in einer Keilerei einen anderen böse zugerichtet hatte.

Der Spanner: »Tja, der zogse jed’s Mal mit den Augen aus, wenn sie vorbeikam. Und an dem Tag stann’er ihr im Weg. Wolld’ grapsch’n.«

Daraufhin, so reimte ich mir zusammen, muss sie dem Rüpel ansatzlos ein paar verpasst haben, zuerst einen Highkick, also einen Tritt mit dem Fuß hoch an den Kopf . Und dann kam noch eine nach mit der blanken Faust, wie mein Gast berichtete, »voll auffe Sswölf. Ich seh’s noch, wie der Kopf ruckt. So nach hinten. Wie die Augen glasig werden. Dann sackd’er runner, bis er auff’m Gehsteig saß, Rücken anner Wand.«

Mit blutiger Nase, ganz erschrocken und völlig verängstigt habe der Rowdy zu ihr hochgeschaut, wie sie vor ihm stand, eine Hand auf der Hüfte und die andere über ihm an der Wand. Sie lächelte dominant. Sie war klar die Chefin im Ring, sozusagen. Und was den besiegten Schläger ängstigte, das war eine Aktion nach dem Gusto von meinem Gegenüber – eine junge Frau, die einen solchen Rüpel mit links fertigmachte, und jetzt vor ihm stand, das Becken vorgeschoben, die Brust gereckt: »Die sah so scharf aus, so scharf!«

Und dabei fiel meinem Gast erstmals auch auf, dass sie irgendwie anders aussah. Zuerst wusste er nicht, was es war, weil er sich nicht konzentrieren konnte. Kein Wunder, dachte ich, wenn die wirklich immer mit so wenig am Leib durch die Gegend lief. Doch das war es nicht, wie der Spanner erklärte. Denn dann sah er, was weder der dünne, rosafarbene BH noch der superknappe, nicht einmal bis zum Oberschenkelansatz reichende Faltenminirock bedeckte: »Die hadd’ vielleich’ Muskeln, sach’ ich dir! Richt’ch dick und so schdark! Gans schdark!«

Dabei deutete er mit der gekrümmten Hand an seinem Oberarm eine Form an, die mir so groß vorkam wie eine Pampelmuse.

Muskeln? So große Muskeln? Bei einem jungen Mädchen im Teenageralter? Und das alles noch sexy? Ich wollte es nicht glauben, hörte aber gebannt zu, wie er trotz seines ständig steigenden Pegels ganz anschaulich schilderte, wie das da unter ihrer schweiß- und ölglänzenden Haut zuckte und arbeitete. Er verglich das mit vibrierenden Brückentrossen, mit straffen Stahlseilsträngen und starken Schiffstauen. Das ließ ihn nicht mehr los, so dass er sich in den nächsten Tagen an ihre Fersen heftete.

Bald fand er heraus, wieso sie so stark war: »Die drainierde im Keller, mit so japan’schen Tritten unn’ Schlägen gegen’n Ledersack. Sie hob auch G’wichte unn’ so was. Die haddse wohl von ihrm Vadder. Der kam ja vom Sirkus und hatte die ganzen Schdangen und Kugeln unn’ so. Also vom Sirkus, Sirkus, ja. Ja, sie drainierde damit. Unn’ jedz komms’, Jungchen, sie drainierde immer in ihrm Miniröggchen unn’ dem Winz-Behah!«

Das ging so lange gut, bis sie ihn eines Tages zu seiner Überraschung in seinem Garten aufsuchte. Ich mache es kurz. Sie sagte ihm auf den Kopf zu, sie wissen, dass er ihr nachsteige, und dass er nun dafür die Quittung bezahlen müsse. Und dann klärte sie ihn darüber auf, dass er keine Angst zu haben brauche. Sie werde ihn bloß so vermöbeln, dass es ordentlich weh tue, ohne ihn dabei ernsthaft zu verletzen. Und dann bezog er so richtig Dresche.

Aber das, so erzählte der alte Bock, sei nicht das Besondere gewesen. Es war die Art, wie sie sich dabei verhalten hatte. Von wegen entrüstet oder empört – die Kleine sei regelrecht wollüstig und anzüglich gewesen. Habe ihn mit Bedacht und Genuss durch die Mangel gedreht und ihm ihre eigens eingeölten Muskeln präsentiert – stolz, stark und sexy: »Da hadd ich gladdwech beim Verprügeldwern einen steh’n. Unn’ wass für ein’n, sach ich dir, so hart und dick war der mir nich mehr, seit ich vonner Schule runner bin.«

Zu dem Zeitpunkt war ich rettungslos verloren. Mir ging es nämlich nicht viel anders. Wie? Na, ich hatte nämlich allein schon wegen dieser Erzählung auch einen. Was? Deutlicher werden? Na gut. Wenn Sie’s so wollen. Ich hatte – äh, ja, also – ich hatte eine wahnsinnige Erektion. Uff. Dass ich so was mal in so einer Umgebung sage, das glaube ich jetzt nicht. Aber es war so. Und das nur von dem, was der alte Geier da vor mir erzählte.

Jedenfalls reifte mein Plan in Sekundenschnelle: Ich wollte mir dieses Girl selber mal anschauen, zumindest aus der Distanz, nur mal so. Also feststellen, wo sie wohnte. Das war leicht. Denn der Alte hatte seine Brieftasche auf die Theke neben seinen Ellbogen gelegt. Da stand sicher irgendwo seine Adresse drin. Und hatte ich die erst mal, war der Rest ein Kinderspiel. Bald war er so voll, da hätte er selbst den atomaren Erstschlag nicht mehr mitbekommen. Da klappte ich die Brieftasche auf. Gleich als erstes sah ich seine Fahrerlaubnis und einige Visitenkarten, beide auf den gleichen Namen. Ich nahm eine Karte und legte die Mappe wieder zurück.

Wie, Sie glauben das nicht? Doch, das war so. Wie, nachhelfen, ich weiß nicht, was Sie meinen. Mittelchen? Was für Mittelchen? --- Ach, die Flasche da. Jaaaaa. Die habe ich für Extremfälle in der Tasche. K.O.-Tropfen, geruchs- und geschmacklos. Aber ganz milde. Ob ich ihm die reingemischt habe? Für wie doof halten Sie mich, so etwas zuzugeben? Ich doch nicht. Glauben Sie was Sie wollen. Mir können Sie gar nichts.

Wie? Jetzt hört’s aber auf! Geklaut. Ich. Nein, nein, nein. Damit das klar ist: Ich habe in die Brieftasche gelinst, um die Adresse zu finden. Geld oder so was habe ich nicht genommen. Nein. Echt nicht. Ich nahm die Karte und legte ihm die Mappe wieder hin.

Schon gleich am nächsten Tag zog ich los und spionierte die Gegend aus. Schnell stellte ich fest, dass der Alte weit genug weg wohnte, um mich nicht gleich beim ersten Mal zu erspähen. Ihre Wohnung fand ich auch bald. Allerdings brauchte ich ein paar Anläufe, bevor ich sie dann erstmals selber zu Gesicht bekam. Und als ich sie da sah, konnte ich schon verstehen, warum sie so eine Wirkung hatte.

Wie sie so die Straße herunter kam, da fiel sie mir als erstes wegen ihres Ganges auf. Gehen ist eigentlich das falsche Wort, sie schritt. Wie eine Herrscherin. Die totale Selbstsicherheit. Alle Leute in der Straße machten ihr sofort und unaufgefordert Platz. Wobei sie sich nicht steif bewegte, nein, das war alles sehr, sehr geschmeidig. Das Verblüffende daran war, dass sie nicht gerade majestätisch angezogen war, sondern so, dass jeder pubertierende Jüngling sofort die nächste stille Ecke zum Herablassen der Hose aufgesucht hätte, wenn Sie verstehen, was ich meine. Tun Sie. Na denn.

Nun, sie trug nicht so wenig, wie es mir mein alter Spanner erzählt hatte. Angesichts des kühlen, windigen Novemberwetters wäre so etwas auch nur schlecht möglich gewesen. Nein. Sie war schon von oben bis unten angezogen. Aber wie!

Oben rum einen dicken, weißen Strickpulli, knapp nabellang und mit einem Kragen bis zu den Ohren. Unten ein paar wadenhohe schwarze Stiefel mit hohen Absätzen und so weiten, faltigen Schäften. Und dazwischen so ein einteiliges Hosending. Wie soll ich das beschreiben? So eine Art Ganzkörperanzug, einer, in den man von oben einsteigt. Keine Reißverschlüsse oder Knöpfe. Das Teil war auch schwarz und leicht glänzend und so hauteng, dass man quasi mehr sah, als wenn sie nackt die Straße heruntergelaufen wäre.

Denn die Kleidung brachte ihren Körperbau prima zur Geltung. Selbst der dicke Pulli konnte das nicht komplett verbergen. Ich meine ihre weit ausladenden Schultern und die massiven Arme, ach ja, und natürlich ihre unübersehbaren Möp..., äh, Brust, wollte ich sagen, Brust. Und unter dem Stoff des Hosenanzugs wölbten sich ihre Oberschenkel. Schlank, aber sehr, sehr muskulös. Man konnte richtig sehen, wie die unter dem Stoff bei jeder Bewegung spielten, so gut ausgeprägt und entwickelt waren die. Und erst ihr Popo! Perfekt! So ein richtig prachtvoller runder, strammer Popo ....

--- Wie? Ich wollte es ja nur ganz genau sagen. Das habe ich? Aber ich muss schon sagen dürfen, dass ich mich auf dem Fleck sofort in diesen Popo verliebt habe, oder? Ich stellte mir nämlich sofort vor, wie es wäre, dahinter zu knien, ihn zu kneten und zu küssen, oder sogar wie es wäre, wenn ich auf dem Rücken läge und sich dieses Prachtstück ganz langsam zu meinem Gesicht heruntersenk ...

--- Nur nicht aufregen. Ist ja gut, ist ja gut, gut. --- Aber wenn ich mal was sagen darf. Sie wollten ja wissen, wie’s gekommen ist. Nein, ich werde nicht frech, aber ist doch wahr.

Was dann passiert ist? Na, ich hängte mich an sie dran, das ist doch wohl klar. Das tat ich nicht nur da, sondern auch in den nächsten Wochen und Monaten. Seitdem kenne ich jedes Detail ihrer Wohnung. Ich fand raus, wo ich am besten in ihren Keller sehen konnte, um sie beim Training zu sehen. Oh, wenn ich daran nur denke!

Ja, und auch oben konnte ich in die Wohnung spähen. Ins Schlafzimmer und so. Da gibt es nämlich gegenüber eine Feuertreppe mit so einem Vordach drüber. Da sitzt man sehr geschützt im Schatten. Von bisschen weiter weg kaum zu sehen. Und ich habe ein Fernglas und eine Kameras mit prima Zoom und sehr lichtstark. Das gab Material! Ich sage Ihnen, wenn ich da von einer meiner Gucktouren heimkam ...

Ist ja gut. Okay, okay. Aber Sie können mir schon glauben, dass sie enorm stark war. Wie? Ich? Mannweiber? Na, ich hätte auch nie geglaubt, dass mir so was gefällt. Und das ist kein Mannweib, obwohl sie derart vor Kraft strotzte und über solche imposante Muskelpakete verfügte. Aber diese Kombination von Sex und Muckis und Dominanz machte mich schon beim Zuhören scharf, was meinen Sie, wie’s mir jetzt erst beim Zuschauen ging? Na, wenn Sie meinen. Gehen Sie mal hin und dann sehen Sie’s ja.

Ihre Körperkraft wie Geschmeidigkeit war der Wahnsinn. Das fand ich schon nach einigen Tagen heraus, als ich ihr beim Training zusah. Ja, oder das da neulich. Da stand sie abends vor der Tür und bat so einen Typen in ihrem Alter, ihr beim Hochtragen mehrerer großer Mineralwasser-Kisten zu helfen. Ein neuer Bekannter. Machte sich wohl Hoffnungen.

Also. Wollte sich ja nicht blamieren, als jugendlicher Möchtegern-Macho. Da griff sich dieser dünne Kerl zwei der Kisten, nahm einen in jede Hand und begann die erste der vielen Treppen zu ihrem kleinen Apartment zu erklimmen. Doch schon nach ein paar Stufen musste er pausieren und die Kästen abstellen, um durchzuschnaufen und seine verkrampften Finger und Unterarme zu lockern.

Da hörte ich von weitem ihre Stimme: »Lass mal. Ich trag sie schon selber.«

Sprach’s, ergriff beide Kisten und trug sie ohne eine einzige Pause nach oben, über sieben Treppen. Dann wiederholte sie mit den acht anderen Wasserkisten kommentarlos diese Prozedur. Der Typ trottete hinterdrein, rauf und runter. Als sie schließlich beim letzten Mal oben ankamen, zeigte mir mein Fernglas, dass sich lediglich leichter Schweiß auf ihrer Stirn. Aber sonst schien ihr das Gewicht nichts auszumachen. Und bevor sie die schweren Kisten absetzen konnte, sagte der Typ irgendwas, was ich nicht hören konnte.

Sie lachte, tätschelte ihm die Wangen, sagte etwas wie: »Pass mal auf, Kleiner, ich zeig dir was« und legte direkt vor ihrer Apartmenttür mit jedem der Mineralwasser-Kästen je achtzehn Bizepscurls hin. Achtzehnmal rauf und runter! Ich habe es genau gezählt. Und das dann noch je dreimal. Dann setzte sie die Dinger ab, winkelte ihren rechten Arm an. Als Folge davon wölbte sich unter dem weißen Leinenstoff ihres Blusenärmels ein äußerst stattlicher Muskel nach oben.

»Das ist der Bizeps«, sagte sie mit Verschwörermiene.

Und sichtlich stolz auf ihre Kraft, spannte sie ihren Arm voll an – wenn ich so dran denke, glaube ich, dass das dünne Leinen beinahe kurz vorm Platzen war.

»Hach,« sagte sie mit übertriebener Miene, während sie mit dem Zeigefinger der anderen Hand an den knallharten Bizeps tippte, »du glaubst gar nicht, wie cool es ist, wenn man so richtig stark ist! Vor allem als Frau! Wie stark bist du? Na, du Würstchen, ich hab dich was gefragt!«

Ich konnte wieder nicht hören, was der Typ sagte. Ich sah aber, dass er den Kopf schüttelte und abwehrend die Hände hob. Ich nehme an, sie wollte, dass er sich auch mal an dieser Übung versuchen sollte. Er tat es wohl nicht.

Na, ich probierte das dann zuhause aus. Kaufte mir zwei der gleichen großen Mineralwasserkisten, stellte mich hin, atmete durch und legte los. Tja. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Nummer nicht hinbekam. Nicht einmal. Da schämte ich mich – und hatte allein schon beim Gedanken an ihre Überlegenheit wieder einen ..

Ja, ja, ja. Ist ja gut. Ich sag’s nicht mehr!

Was ich sonst noch rausfand? Sie hielt sich diesen Burschen wohl als so eine Art Diener. Der folgte ihr jedes Mal in der Wohnung wie ein Hündchen. Sie, ich sage Ihnen, der zitterte richtig und konnte doch nicht von ihr lassen. Richtig unterwürfig war der und gleichzeitig so spitz wie Nachbars Lumpi. Woher ich das weiß? Na, das war unübersehbar!

Sie ließ ihn aber nie ran. Lachte statt dessen über ihn, tätschelte ihm die Wange, kniff ihn in den Po und so was. So richtig von oben runter, während sie sich gleichzeitig in den knappsten Sächelchen vor ihm räkelte und ihm ihren Prachtbody vorführte. Die genoss regelrecht, dass sie so viel mehr Kraft besaß als er. Sie konnte ihn nämlich an einem Bein und an der Hüfte fassen und dann hochstemmen, genau wie es die Akrobaten im Zirkus tun. Wie nichts. Doch, echt!

Und einmal sah ich, wie sie völlig verschwitzt von ihrem Training hochkam. Da setzte sie sich in ihren Sessel und gab ihm ein Kommando. Da brachte er ihr was zu trinken, Milch oder so. Während sie an ihrem Getränk nippte, musste er ihr die Schuhe und die durchweichten Socken ausziehen. Dann knetete er ihre Füße, die Waden und die Oberschenkel, was ihr sicher gefiel.

Aber sie tat dabei so, als sei er überhaupt nicht da. Dann streifte er ihr die Klamotten ab und folgte ihr in die Dusche. Das konnte ich leider nicht sehen, stellte mir aber vor, wie er sie wohl von Kopf bis Fuß einseifte, sie abbrauste und ihr die Badetücher parat hielt.

Aber dann! Sie wickelte sich ein Tuck als Turban um das feucht eHaar. Dann musste er vor ihr knien und ihr den seidenen String-Tanga so hinhalten, dass sie direkt hineinsteigen konnte. Anschließend schlüpften ihre Füße in ein paar hölzerne Badelatschen, dann schritt sie ins Wohnzimmer.

Und während sie wortlos einen Zigarillo oder so was auf eine weiße Spitze steckte – kein Witz, ein Ding so lang wie man Arm –und genüsslich paffte, musste er den straffen Leib, die kleinen Brüste, die strammen Schenkel und die kräftigen Arme ganz langsam und sehr gründlich eincremen. Und obwohl er mindestens eine so große Beule in der Hose hatte wie ich, durfte er immer noch nicht ran. Der arme Kerl, hähä.

Was sollte es dem auch besser gehen wie mir? Ich wurde ja schon draußen auf meiner Feuerleiter beim Zuschauen verrückt. Wie sie ihn heiß machte, wie sie ihn dann hängen ließ, einfach, weil sie wusste, er kann ihr ja nicht im mindesten das Wasser reichen. Tja. Und ich kam mehr als einmal von der Feuerleiter runter und hatte feuchte Ho...

Widerlich? Ekelig? Was ist daran ekelig? Ich kann es ja nur wiederholen: Sie haben gefragt, selber schuld, wenn Sie so was hören müssen. Gibt ja andere Berufe, oder? ---- Aua! Was fällt Ihnen ein? Sie können mir doch nicht einfach eine runterhauen!

Wie?

Aua, aua, aua!

Ist gut, ist gut! Bitte, bitte, aufhören! Bitte! Ich habe es ja verstanden.

Wie’s weiterging. Tja. Nicht mehr viel. Geht jetzt ganz schnell. Ich komme also wieder zu meiner Stelle auf der Treppe, nehme mein Glas und schaue in ihre Wohnung. Ich sehe sie aber nicht. Tja, und dann hörte ich über mir Schritte auf der Leiter. Dieses hohle Geräusch. Spüre, wie der Stahl vibriert. Schaue hoch. Und dann der Schock!

Da steht sie. Direkt vor mir. Mit einem roten Tuch um den Kopf und Wanderschuhen. Schwarze, Lederhandschuhe. Ja, und in eine zerfetzte Jeans-Shorts und ein verschwitztes und zerrissenes Trägerunterhemd. Mehr Löcher als Stoff und die noch fest am Leib klebend. Die Haut voll Öl. Glänzend, schimmernd. Darunter diese Muskeln, fest, stark, unüberwindlich, der Wahnsinn! Und dann noch, wie sie da steht. Breitbeinig, die Fäuste in die Hüften gestemmt. Schaut auf mich runter wie die Herrin der Welt.

An all das erinnere ich mich ganz genau, auch wenn ich es nur ganz kurz gesehen habe. Denn bevor ich mich rühren konnte, war sie an mir dran. Riss mich mit einem unglaublichen Ruck auf die Beine. Griff mir ganz selbstsicher in den Schritt. Knetete mich da. Fest und hart. Ich nehme mal an, dass ich laut gestöhnt habe.

Sie lächelte.
So richtig böse.
Sagte: »Gefalle ich dir, du Spanner?«

Sie ließ mich los. Hob ihre Arme und zeigte mir, wie sich beim Anspannen ihre Supermuckis hochwölbte. Ich glotzte. Glotzte und glotzte.

Dann ging’s sehr schnell. Sie zog mich an sich. Stemmte mich hoch. Doch, das war so! Hoch! Und sie warf mich hin. Nahm mich in den Schwitzkasten, quetschte mich mit den Beinen, bis ich japste. Schließlich ließ sie mich aus. Und als ich wieder auf den Beinen war, da kam dann ihre Faust mit dem schwarzen Leder drumrum. Ansatzlos.

Und dann? Nichts mehr und dann. Weg. Licht aus.

Als nächstes kriege ich mit, dass ich auf dieser Pritsche liege. Und ich sehe Sie und die anderen Polizistinnen hier. Kann ich jetzt gehen? Nein? Was heißt das? Äh, wieso gehen denn Ihre Kolleginnen raus?

Was grinsen Sie so, Gnädigste? Und was soll das mit den Handschuhen? Ob mir was aufgefallen ist? Ihre Figur? Äh. Ja klar. Natürlich. Sie sind auch – äh – extrem sportlich, wie mir scheint. So durchtrainiert. Wie? Liegt in der Familie? Was für eine Familie? Die große Schwester? Was für eine große ---?

Das ist jetzt aber nicht wahr, oder? Ein Spaß, ja? Nicht?

Oh, nein!

Neiiiiiiiiin!


© by mattmuscle 2006. Alle Rechte vorbehalten.

Sonntag, Dezember 03, 2006

Neue Story: Die starke Rowena

Um es ganz genau zu sagen - neu ist diese Geschichte in dem Sinn, dass sie hier erstmals erscheint. Doch tatsächlich handelt es sich dabei um mein Erstlingswerk, geschrieben Ende des letzten Jahrtausends. All den Fans von Muckimaedels, die das Werk noch nicht kennen, wünsche ich, dass sie hoffentlich viel Spaß beim Lesen haben.

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Ein Fan weiblicher Muskeln lernt unverhofft seine Traumfrau kennen


Ich kann nichts dafür: Nichts auf der Welt finde ich so sexy und aufregend wie Frauen mit Muskeln. Schon als Kind dachte ich mir Stories aus, in denen starke Mädchen vorkamen, die sich selbst helfen konnten und über stramme Brüste genauso wie über pralle Bizeps verfügten. Als ich in die Pubertät kam, träumte ich von knapp geschürzten Mädels mit sonnenbraunen Gliedern voller Kraft und Saft, welche ihre meist männlichen Gegner mit schlangengleichen Bewegungen niederrangen.

Zu meinen liebsten Comic-Heldinnen zählten Sheena und Wonder Woman, weil diese Figuren genau meinem weiblichen Ideal entsprachen. Sie waren schön, trugen immer superenge Klamotten und mitunter auch hohe Stiefel. Im alltäglichen Leben trugen so etwas nur die Huren, die ich gelegentlich aus dem Schulbus heraus erspähte. Als dann die Frauen in Männerdomänen wie Kraftdreikampf vorstießen, sie mit Bodybuilding anfingen und die ersten Zeitschriften sich auf diese harten Frauen spezialisierten, da bot dies genug Vorlage für – Sie wissen schon.

Selber betrieb ich nicht viel Sport, zumindest in der Schule. Da gab es ja nicht viel: Ein paar leichtathletische Übungen, Geräteturnen und Ballsportarten aller Art. Mit den üblichen Fußballkünstlern konnte ich nicht mithalten, Geräteturnen war mir ein Greuel. Nur Leichtathletik machte mir etwas Spaß. Ich war ein mittelprächtiger Läufer auf Distanzen zwischen einem und fünf Kilometern, sprang auch nicht schlecht. Aber für das Kugelstoßen und Speerwerfen fehlte mir die Kraft.

Meinen Sportlehrern war das egal. Die verteilten ihre Noten und sagten »gut« zu denjenigen, die eh alles konnten. Die anderen hörten das Wort »schlecht« und blieben links liegen. Das gleiche war bei der Armee. Nirgends kam einer auf die Idee, mal was anderes als die gängigen Sportarten auszuprobieren.

Und so wurde meine Kondition nach Schule, Militärdienst und Studium schlechter und schlechter, bis ich wegen Kreuzschmerzen zum Arzt, in dem Fall eine Ärztin, musste. Die Orthopädin musterte mich und sagte: »Sie haben ein paar kräftige Verspannungen, weil ihre Oberkörpermuskulatur ziemlich degeneriert ist und sie einen Bauch bekommen. Das geht aufs Kreuz. Wir kurieren erst mal die Schmerzen aus. Danach würde ich Ihnen raten, ein paar mal pro Woche zielgerichtet zu trainieren. Sie sind zu jung für einen Bandscheibenvorfall.«

Sie gab mir eine Adresse und so landete ich erstmals in einem Fitness-Studio. Dort gab es einen freundlichen Trainer, der sich mein Problem anhörte und mir ein entsprechendes Programm zusammenstellte. Nach ein paar Wochen bekam ich Geschmack an der Sache und ging regelmäßig hin, um ein bisschen zu trainieren. Und ganz langsam baute ich auch ein paar Muskeln auf.

Aber meine insgeheim gehegte Hoffnung erfüllte sich nicht: Ich traf hier keine starken Mädels und Muskelweiber, sondern nur ganz normale Frauen, die einen nett und lieb, die anderen weniger – wie überall anders auch. Zu den weiblichen Kunden gehörte auch ein Mädchen Ende Zwanzig, das mir zuerst wegen etwas ganz anderem auffiel: Sie redetete mit einem drolligen englischen Akzent und kam wohl aus Leeds oder Manchester. Sonst war da nichts besonderes. Sie war ziemlich groß und reichte mir bis zu den Augenbrauen – in Schuhen mit hohen Absätzen würde sie mich knapp überragen. Das Mädel besaß graue Augen und hatte mittellange braune Haare, welche sie praktischerweise zu einem Pferdeschwanz zusammengesteckt hatte. Meist trug sie eine Brille mit silberfarbenem Gestell. Ihre Figur konnte man unter den dunklen, recht weiten Trainingshosen und dem total ausgeleierten Sweatshirt nur erahnen.

Zuerst beachtete ich sie nicht weiter. Sie war halt auch nur jemand, der sich da auf dem Ergometer eine halbe Stunde lang abstrampelte, wobei sie oft genug noch in irgendeiner Zeitung las. Wahrscheinlich, so dachte ich, eine Emanze, die auch nichts für ihre weibliche Eitelkeit kann. Bestimmt gibt sie sich mit den typisch weiblichen Übungen ab: Crunches, Drehen auf dem Teller, seitliches Beinheben, Beinscheren und Ausfallschritte. Alles, um die Hüften und Beine schlanker zu bekommen. Aber da hatte ich mich geirrt, wie sich eines Tages zeigen sollte.

Irgendwann einmal hatte ich mittags frei und konnte zu der Zeit ins Gym. Bankdrücken stand auf dem Programm. Da hatte ich in den Monaten seit meiner Anmeldung etwas Kraft gewonnen: Siebzig Kilo konnte ich an einem guten Tag bewegen – heute sollten es fünf mehr werden. Ein Stückchen näher zu meinem Ziel. Denn eine Hantel von fünfundsiebzig Kilogramm ist genau vier Kilo leichter als mein Körpergewicht. Mein Ziel hieß also 80 Kilogramm: Dann würde ich eine Hantel drücken, die schwerer war als ich selbst. Zuerst aber wärmte ich mich sorgfältig auf, trat eine halbe Stunde lang in die Pedale und machte so lang Dehnübungen, bis ich leicht zu schwitzen anfing.

Als ich mir einen Schluck Wasser gönnte, schaute ich mich das erste Mal für diesen Tag bewusst um – außer mir war kaum jemand da. Der Coach saß hinten in seinem Büro und tippte irgendwas zusammen, wie man durch die große Glasscheibe zwischen Studio und Büro erkennen konnte. Hinten im Bereich mit den Bauchbrettern und Drehtellern waren einige Frauen Anfang bis Mitte dreißig, die dort gegen ihre Fettpölsterchen und gegen zu schlaffe Pobacken kämpften. Na, ich führte mein eigenes Gefecht gegen Wohlstandsbäuchlein und Hühnerbrust. Sie unterhielten sich in aller Ruhe, übten in aller Ruhe und kümmerten sich sonst um nichts – außer, dass sie sich ab und zu umschauten und dann giggelten wie Teenager auf dem Schulhof.

Ich stellte die Wasserflasche wieder zurück in die Sporttasche, warf die Trageriemen über die Schulter und ging die Treppe hinunter in die Abteilung mit den freien Gewichten, den „schweren Brummern“, wie die Gym-Mitglieder sagten. Dieser Bereich bestand aus zwei Räumen. Vorn standen nebeneinander fünf Drückerbänke. Dann gab es da eine völlig mit Spiegeln zugehängte Wand mit einer lose eingehängten Tür ohne Schloß: Dahinter war der Raum mit den Curlpulten, den Beinpressen und den Klimmzugstangen. Allem Anschein nach war ich allein, zumindest vorn.

Das war mir sehr recht. So blieb ich von den üblichen Kraftmeiern verschont. Das einzige, das etwas störte, war die Orgelmusik aus den Lautsprechern – der Gymbesitzer liebte Bach und Händel. Dieses Faible konnte er nur ausleben, wenn das Studio ziemlich leer war. Sonst hört man immer nur Hiphop, Rap oder anderes Zeug aus der Rhythmusmaschine. Ich ließ mich von den kräftigen Orgeltönen nicht beirren und suchte mir eine Bank aus, schob Platten auf die Hantelstange und legte mich drunter. Dann absolvierte ich meine Sätze: Zuerst 40 Kilo, dann 45 Kilo, dann 50, d55, 60, 65 und schließlich 70 Kilogramm. Immer schön mit zehn Wiederholungen.

Dann machte ich eine Pause, atmete tief durch und schob auf jeder Seite noch mal zweieinhalb Kilo drauf. Ich legte mich wieder unter die Stange, versuchte mich zu konzentrieren und hob die Stange aus den Halterungen der Bank. Meine Arme zitterten, als sich der belastete Eisenstab senkte und hob. Einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal, sechsmal, siebenmal, achtmal, neun... – nur halb, es ging nichts mehr. Die Stange kam runter wie ein Fallbeil. Ich konnte sie gerade so abbremsen, sonst wäre sie mir aufs Brustbein gekracht. Aber wie ich mich auch mühte und stöhnte, ich bekam die Hantel nicht mehr hoch.

Da spürte ich einen leichten Windzug und sah aus den Augenwinkeln jemand hinter mich huschen. Eine Hand schob sich in die Mitte der Stange und dann hört ich nur das Wort: »Push!«

Ich tat, wie mir geheißen, und tatsächlich, das Ding ging hoch. Die leise, rauchige Stimme sagte: »Noch mal, come on! Und noch mal. Ja, komm, push, push!«

Nach der elften Wiederholung krachte die Stange scheppernd in ihre Halterung. Ich lag da und japste, dann befühlte ich meine Brust.

»Na, gut aufgepumpt? Oh, a little bit. It look pretty good.«

Ich setzte mich auf und drehte mich um. Da stand die Engländerin, wie üblich in ihren schlabberigen Bequemklamotten. Ich dagegen hatte unten im Keller abgelegt und trug nur noch meine neue Spandex-Hose und ein weißes Unterhemd ohne Ärmel, alles sehr eng. Schließlich hatte ich in der letzten Zeit etwas Masse zugelegt und wollte das auch sehen und zeigen. Ab und zu baute ich mich dann vor dem Spiegel auf und probierte einige typische Bodybuilder-Posen aus.

Ich sagte: »Danke. Ich hätt’ ja nicht mehr geglaubt, dass ich das noch packe.«
Das Mädel lachte und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht: »Oh, das ist alles ein Problem vom Kopf.«

»Vom Kopf?« Ich verstand nicht. »Was heißt das?«
Sie sagte: »Ganz einfach. Die meisten Leute haben mehr Kraft, als sie meinen. Und wenn sie da an ein neues Gewicht herangehen, dann packen sie es oft nicht, weil sie Angst davor haben. Sie fürchten sich, dass sie sich zuviel zumuten und dass sie sich verletzen könnten.«

Diese Sichtweise war mir neu. Das Mädel sah, dass ich mir darüber noch nicht viele Gedanken gemacht hatte. »Hast Du denn keinen Trainingspartner? Der ist für so etwas wichtig. Denn der eine hilft dem anderen bei den schweren Gewichten. Nur so kann man sich richtig steigern.«

Ich sagte: »Das ist ja alles ganz schön. Nur habe ich leider unregelmäßige Arbeitszeiten, da findet sich so leicht niemand, der immer mitkann, wenn ich ins Gym will. Aber woher weißt Du soviel darüber?«
Sie lächelte wieder. »Ich habe Psychologie studiert und trainier auch schon ein bisschen.«

Psychologie? Das passte! Nur ein völlig vergeistigter Mensch kann auf dem Ergometer noch in Zeitschriften lesen, wie sie es immer tat. Da holte mich ihre Stimme wieder zurück in die Realität. »Willst Du noch mal dieses Gewicht drücken? Oder sollen wir erhöhen?«


Rasch entgegnete ich: »Nein, erhöhen noch nicht. Erst mal muss ich ja das hier sicher bewältigen können.«

Gesagt, und mit ihrer Hilfe auch getan. In der nächsten Viertelstunde erklärte sie mir noch andere Übungen für die Brust: Fliegende Bewegung, Kurzhanteldrücken und Barrenstütz. Da kam natürlich bei mir nicht mehr viel. Ich hing in den Holmen und schaffte mit Ach und Krach zwei, drei Wiederholungen.


Aber das registrierte ich gar nicht so. Denn ich fühlte mich so aufgepumpt wie Arnold Schwarzenegger und wollte weitermachen. Aber die Engländerin bremste meinen Elan: »Genug für den Anfang. Du solltest dich nicht überschätzen. Zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig. Für heute ist es genug! Go home and relax – but, stop! Here’s an idea. Du könntest mir helfen, so wie ich dir geholfen habe!«

Eigentlich wollte ich nicht. Um ganz ehrlich zu sein, ich war beleidigt. Ich ein Anfänger? Sicher,75 Kilo sind nicht die Welt, aber nicht jedermann kann so ein Gewicht drücken. Aber sie sah mich bittend an, und da sie mir so nett geholfen hatte, dachte ich, warum nicht? Und dann kam die größte Überraschung meines Lebens.

Sie ging durch die Tür hindurch in die hintere Abteilung zu den Curlpulten und Klimmzugstangen. In der Ecke lag ihr Sportzeug. Sie war wohl hier zugange gewesen, als sie mein Malheur mit der Hantel mitbekommen hatte. Ich schaute sie mit erneutem Respekt an. Denn diese Abteilung war eigentlich das Reich der Hartgesottenen. Hier lagen die schweren Kurzhanteln ab zwölf Kilogramm aufwärts, hier gab es diese komischen, zickzackförmigen Langhanteln und gleich drei Maschinen nur zum Bizepstraining. Die Engländerin blickte mich über die Schulter an und sagte: »Ich bin hier bei den Pull-ups.«

Das Wort kannte ich nicht. Aber sehr schnell wurde mir klar, was sie meinte. Sie ging zur Klimmzugstange, fasste sie in einem weiten Griff und zog sich nach oben – eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn. Dann hörte sie auf, blies sich eine Haarsträhne aus der Stirn und zählte laut bis dreißig. Mit einem fröhlichen »Let’s go« ergriff sie die Stange erneut und wiederholte das Ganze!

Mir blieb die Spucke weg. Klimmzüge hatte ich immer gehasst. Mehr als fünf oder sechs mit mittelweitem Griff waren einfach nicht drin. Und ich musste dabei immer wenig elegant mit den Beinen in der Luft strampeln und rudern, um überhaupt meinen Körper in die Höhe zu wuchten. Die Engländerin aber hatte eine vorschriftsmäßige Haltung. Ihre Beine blieben völlig ruhig. Die Unterschenkel hatte sie nach hinten abgewinkelt., so dass sich die Sprunggelenke kreuzten. Und dabei zog sie sich das so leicht hoch, als wäre das Ganze die einfachste Sache von der Welt.

Nachdem sie ihren vierten Satz absolviert hatte, griff sie in ihre Tasche und sagte sie zu mir: »So, jetzt könnte ich etwas Hilfe brauchen.«

Sie zog einen alten, naturfarbenen Gewichthebergürtel aus Leder hervor, der vom Schweiß völlig dunkel gefärbt war. Hinten drauf stand in großen schwarzen Buchstaben der Name »Rowena«. Das Mädel legte den Gürtel um, hielt beide Seiten fest und sagte: »Kannst Du mir jetzt die Hantelscheibe geben? Die da, mit der Schlinge. Yes, that’s it. So, jetzt die Schlinge in meinen Gürtel. Danke.«

Während ich mich erhob, schnallte sie den Gürtel zu. Die 15-Kilo-Hantelscheibe hing vor ihrem Schoß in der Schlinge herab. Mir fielen fast die Augen heraus, als Rowena erneut die Stange ergriff und mit dem nächsten Satz Klimmzüge begann – wieder zehn Wiederholungen! Und ich muss wohl ziemlich dämlich geschaut haben, als sie die Prozedur noch dreimal wiederholte.

Dann öffnete sie den Gürtel ab und ließ das Gewicht zwischen ihren Beinen zu Boden plumpsen. »So, das ist genug Rückentraining für heute. Was guckst du so?«

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Von einer Frau mit so viel Kraft hatte ich immer fantasiert. Und jetzt stand eine vor mir – nur sah sie ganz anders aus, als ich mir das gedacht hatte. Aber das konnte ich ihr doch nicht direkt ins Gesicht sagen. Also druckste ich herum und stammelte etwas von: »Wie machst Du das?«

Rowena meinte nur kurz : »Alles Übung. Come on, ich tu’ jetzt was für die Arme. Und da brauche ich Dich. Sobald ich was sage, hilfst du mir bitte mit den Fingerspitzen.«

Ich nickte und war gespannt. Sie fing erst mit einer 20-Kilo-Stange an und hob die Stange 20mal hoch und runter. Ich schwitzte vom Zusehen. Dann ergriff sie eine Hantel von 30 Kilo, dann eine von 40 Kilo, womit sie 15 Widerholungen hinlegte. 40 Kilo! Aber Rowena war noch nicht am Ende, nahm eine 50-Kilo-Version aus dem Hantel-Ständer und begann zu curlen. Mit dem Gewicht musste auch eine so starke Person wie sie kämpfen. Bei Wiederholung Acht zischte das Wort »jetzt« hervor, woraufhin ich ihr noch bei vier weiteren Pumpbewegungen half.

Sie setzte ab, wischte mit dem Ärmel über ihre Stirn und sagte. »Danke. Das war es für heute. Hey, was hast du?«

Ich platzte heraus: »Wie machst Du das? Ich bin sicher nicht der Stärkste, aber auch nicht der Schwächste. Aber das hier könnte ich nicht. Hast mich eben verkohlt oder bist Du tatsächlich Psychologin? Du kennst Adler und Freud...«
»… und Marcuse und Fromm, ja.«, unterbrach mich Rowena lachend. »No, that’s all right. Aber ich mache auch von Kindesbeinen an Sport. Ballett, Tanzen und Schwimmen. Einige Jahre habe ich auch Powerlifting und Bodybuilding gemacht, mit Wettkämpfen und so.«

Als sie das sagte, bekam ich von einer Sekunde auf die andere eine mordsmäßige Erektion. Das hieße ja, dass da unter dem weitem Trainingszeug der Körper einer Athletin stecken musste! Ich schluckte, wischte mir den Schweiß ab und drehte dann so unauffällig wie möglich meinen Körper weg, um die Latte in der engen Hose zu verdecken.

Aber dann schaute ich sie wieder an, und konnte es kaum glauben. Denn sie trug diese Brille und hatte nicht gerade das Gesicht von jemand, der viel körperliche Arbeit verrichtet. Das waren nicht die kantigen Gesichtszüge, wie man sie von Hochleistungssportlern kennt. Im Gegenteil: Ihre runden Wangen ließen eher auf Pubertätsspeck schließen als auf Muskeln.

Rowena schien meine Gedanken zu lesen: »Ach, Du glaubst das nicht? Nun, das können wir ändern. Wir sind noch etwas allein, ehe der Rummel losgeht. Setzt dich hin, Du bekommst jetzt eine kostenlose Show!«

Mit diesen Worten nahm sie ihre Brille ab, löste den Gürtel und streifte ihr Sweatshirt über den Kopf. Dann stellt sie sich ganz entspannt hin und präsentierte mir einen wundervollen Torso. Sie war nicht so braun wie ein Bodybuilder auf der Bühne, sondern hatte eine eher alabasterfarbene Haut. Definiert wie beim Wettkampf war sie ebenfalls nicht, sie hatte also noch etwas Fett auf den Rippen. Das stand ihr gut, denn ihr milchig-weißer Sport-BH beherbergte zwei mittelgroße, aber pralle Brüste, deren dunkle Warzen sich unter dem dünnen, durchgeschwitzten Stoff deutlich abzeichneten. Ihre Taille war schmal, ihr Bauch flach. Wenn sie einatmete, konnte man die Muskeln unter der schweißnassen Haut arbeiten sehen. Ich ächzte. Sie lächelte: »Gefällt dir das? Nun, wie ist es hiermit?«

Rowena stemmte ihre Hände in die Hüften, so dass links und rechts ihr großer Rückenmuskel hervortrat - es sah aus, als wüchsen ihr Flügel. »Das nennt man eine Latissimuspose«, sagte sie, »und von hinten sieht das noch besser aus.«

Sie drehte sich um. Tatsächlich, der muskelbepackte Rücken wirkte wie ein großes V. Eine Wirkung, die durch die schmale Taille und die Schultern mit den halbkugelförmigen Deltoid-Muskeln noch dramatisch verstärkt wurde. »Na, da staunst Du? Alles Arbeit, sonst nichts.«

Sie wandte den Kopf herum und sah meinen belämmerten Gesichtsausdruck. »Bleib ruhig, mein Freund, Du hast ja noch nicht alles gesehen.«
Mit einer eleganten Pirouette wirbelte sie herum. Dann bückte sie sich aufreizend langsam, so dass ihre Möpse fast aus den Körbchen hüpften. Dabei zog sie erst den linken, dann den rechten Außenreißverschluß ihrer Trainingshose auf, die leise raschelnd zu Boden fiel.

Das erste, was ich sah, war ihr Slip. Sie trug ein zum BH passendes Teil, dessen Frontpartie kaum so groß war wie eine Zigarettenschachtel. Ich schlug die Beine übereinander, um mich nicht zu verraten. Rowena tat auch etwas mit ihren Beinen: Wie eine Ballerina stand sie plötzlich auf den Zehenspitzen und spannte so jeden Muskel ihres Unterkörpers an. Ihre Oberschenkel wölbten sich fast schon halbkreisförmig nach außen, an den Innenseite direkt unterhalb der Scham berührten sich die Beine. Die Frau stand immer noch auf den Zehenspitzen und trippelte jetzt im Kreis herum. »Siehst Du my calves? In der Mitte geteilt und wie ein umgekehrtes Herz, findest Du nicht?«

Ihre Waden waren in der Tat enorm rund und voll – live hatte ich so etwas noch nie gesehen. Bevor ich reagieren konnte, hörte ich wieder die rauchige Stimme mit dem lustigen Akzent: »Kommen wir zu meinem Po. Na?«

Ich konnte dazu gar nichts sagen. Da sie nur einen Tanga trug, konnte ich die ganze Pracht ohne Hülle genießen. So groß und rund und prall, beide Hälften rosig schimmernd und richtig schön fest. Rowena drehte sich wieder um: »My friend, letzte Lektion. Richtige Muskeln gibt es nur durch schwere Arbeit. Nur das macht sie stark und hart. Warte, ich zeig dir, was ich meine.«

Mit diesen Worten trat sie einen Schritt an mich heran, und beugte sich so vor, dass ich ihr Gesicht von der Seite sah. Dann beugte sie ihren Arm und winkelte ihn ab, so dass man den Liebling von jedem Muskelfreak sah – den Bizeps. Und was für einen! Kugelförmig, mit dem Einschnitt in der Mitte, hoch aufragend, rund, von einer großen, leicht bläulichen Ader überzogen. »Hier, fühl mal.«

Ich fasste zaghaft hin – um dann zurückzuzucken: »Mein Gott, das ist ja so hart wie Marmor!«

Dann fasste ich noch mal hin: So hart, ja, aber warm und pulsierend. Und als sie den Arm streckte und erneut beugte, spürte ich, wie der Muskel in meiner Hand unaufhaltsam in die Höhe zu wachsen schien.

Da Rowena so dicht vor mir stand, konnte ich sie auch riechen. Ihren Schweiß, der sich mit einem Hauch Parfüm mischte und dazu etwas von dem herrlichen Aroma aus ihrem Schritt - ich hatte das Gefühl, aus der Hose springen und sie augenblicklich vernaschen zu müssen. Unwillkürlich streckte ich meine Hände aus, um sie um die Taille zu fassen und zum mir zu ziehen. Aber die Engländerin ahnte wohl meine Gedanken. »Hey, my friend, langsam!«

Dabei ergriff sie meine Handgelenke, ganz sanft. Sie drückte meine Arme eng an meinen Körper und zog mich hoch, bis ich mit meinem Bauch fest an ihrem lag. In ihren stählernen Muskeln steckte eine solche Kraft, dass ich meine an den Leib gepressten Arme nicht mehr rühren konnte.

Sie drängte nun ganz langsam ihren muskulösen Oberschenkel in meinen Schritt. »Ah, ich wusste es. Du magst Frauen mit Muskeln, isn’t it?«

Ich nickte stumm.
Sie bewegte ihr Bein an meinem Ständer weiter auf und ab. »Nun, die Amerikaner nennen Typen wie Dich Schmoe. Du bist also ein Schmoe. Wahrscheinlich hast Du mit anderen Frauen nicht viel gehabt. Stimmt’s?«

Wieder nickte ich. Da warf sie ihren Kopf zurück und lachte. Sie ließ meine Handgelenke los, und nahm mich in ihre Arme: »Das ist heute ein Glückstag für Dich und mich. Ich mag nämlich Männer wie dich, keine blöden Muskelhelden, sondern solche, die auch noch was im Kopf haben und Adler und Marcuse kennen. Hey, nun küß mich schon. Aber bitte mit Zunge.«

Was ich auch tat.

Allerdings hatte ich immer noch die enorme Erektion. Und langsam begann das Glied zu schmerzen. Ich machte eine Bemerkung dazu, worauf Rowena mir mit einer Hand an die Stange griff, sie zart knetete und schallend lachte – Gott sei Dank drang aus den Lautsprechern immer noch laut Bach’sche Orgelmusik, so dass niemand es hörte. Sie sagte: »Komm, packen wir zusammen und gehen zu mir, dann kannst Du dich erleichtern. Körperlich wie geistig.«

Ich schlüpfte in meinen Trainingsanzug und zog gerade den Reißverschluss meiner Jacke zu, als die Tür zur Treppe aufging. Herein stiefelte einer von den Muskeltypen, die ich auf den Tod nicht leiden konnte – Haare voller Gel, buntes Trägerhemd, sonnenbankbraun und Goldkettchen um Hals und Handgelenk. Er kam gerade recht, um noch einen Blick auf Rowenas üppig gefüllten BH und ihre strammen Oberarme zu werfen, ehe das Sweatshirt alles verdeckte.

Mit einem Blick erfasste er die Situation. Dann tat er das, was sich selbst der größte Rüpel normalerweise bloß denkt, aber nicht sofort ausspricht: »He, Puppe, du wirst dich doch nicht mit diesem schwächlichen Würstchen einlassen. Dein geiler Body passt doch viel besser zu meinem!« Und dazu ließ er seine Brustmuskulatur spielen.

Ich bin zwar kein Rambo, aber sicher nicht feige und wollte gerade etwas Passendes loslassen. Aber ich kam nicht dazu. Wie der Blitz fuhr Rowena hoch, drückte ihm den Unterarm an die Gurgel und presste ihn an die Wand: »So, wir passen zusammen? Das wollen wir doch sehen.«

Sie ließ ihn abrupt los, streifte mit einer Bewegung wieder ihren Pullover ab und kniete sich hinter eine Drückerbank. Dann setzte sie ihren rechten Ellbogen auf dem Kunstlederbezug auf. »Come here, Buddy!«

Der Kerl grinste. »Ach, du willst Armdrücken? Kannst du haben!«
Er kniete sich ebenfalls hin, stützte seinen Arm auf und ergriff ihre Hand. Der Mann hatte enorme Kräfte, das sah man an seinen großen Muskeln. Und er strengte sich ungeheuer an, das zeigte die dicke Ader auf seiner Stirn. Aber er hatte keine Chance gegen meine Rowena.

Ihr Bizeps wölbte sich in die Höhe und zwang den Arm des Gegners langsam, aber unwiderstehlich herab. Sie ließ ihm keine Chance zum Luftholen und baute auch noch den anderen Arm auf: »Du willst doch sicher Revanche?«

Der Mann nickte mechanisch. Aber auch in seinem linken Arm steckte nicht genug Mumm, um dem englischen Mädel standzuhalten. Rowena erhob sich, nahm ihr Sweatshirt und meinte: »Sieht so aus, als würden wir doch nicht zueinander passen.«

Sie zog das Teil über, gab mir die Hand und sagte: »Gehen wir.«

Anderthalb Stunden später lag ich dann total entspannt mit Rowena in ihrer riesigen Badewanne und war endlich den Druck und die Schmerzen los, die in der Leibesmitte, wenn Sie verstehen, was ich meine.

Und drei weitere Stunden später liefen auch Rowenas Fernseher und Computer wieder. Es gibt eben doch Dinge, die ein Mann einfach besser beherrscht als eine Frau.

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Auch hier gilt: © by mattmuscle