Sonntag, September 27, 2009

Zum 5. Mal: Iris Kyle ist Ms. Olympia

Ihre, gemessen am restlichen Muckileib, enorm schmale (und damit verbesserte) Taille wird ebenso wie die im Vergleich zu 2008 deutlich optimierte Definition wohl den Ausschlag gegeben haben, dass sich Iris Kyle zum fünften Mal den Titel hat holen können. Damit wirkte sie gerade bei den Rückenposen enorm! Außerdem sind auch, finde ich, ihre Arme schlichtweg megamäßig!

Freilich sahen wohl einige Fans Heather Armbrust auf dem allerersten Platz, da sie wieder einmal mit ihren legendär ausgeprägten Oberschenkelmuskeln und überhaupt wuchtigen Muskelpaketen aufwartete. So belegte sie Platz zwo.


Der dritte ging an Debi Laszewski.

Der vierte an Dr. Lisa Aukland.

Der fünfte an Yaxeni Iriquen-Garcia (das halte ich für eine Überraschung, da sie und IK in den letzten Jahren die Haupt-Titelaspirantinnen waren).

Der sechste Platz ging an Betty Pariso - das macht mir Hoffnung, noch mal sportlich im Leben was zu werden: Die Dame ist stolz 53 Jahre alt und damit noch eine Ecke älter als ich.


Hier noch mal alle aus der Abteilung "Womens Bodybuilding":

1. Iris Kyle
2. Heather Armbrust
3. Debi Laszewski
4. Lisa Aukland
5. Yaxeni Oriquen
6. Betty Pariso
7. Kristy Hawkins
8. Dayana Cadeau
9. Betty Adkins
10. Tina Chandler
11. Rosemary Jennings
12. Nicole Ball
13. Gale Frankie

Und - nicht zu vergessen - die "Fitness"-Klasse:

1. Adela Garcia (zum dritten Mal!)
2. Tanji Johnson
3. Tracey Greenwood
4. Julie Palmer
5. Tina Durkin
6. Myriam Capes
7. Shannon Meteraud
8. Nicole Duncan
9. Regiane DaSilva (einen besonderen Glückwunsch!)
10. Trish Warren
11. Mindi O'Brien

Freitag, September 25, 2009

Zwei Sachen: Miss Olympia - jetzt! /
Was kostet eine Session?






Wen interessieren (eigentlich und überhaupt) die Wahlen in Deutschland, wenn er die Wahl hätte, bei der Wahl zur Ms Olympia in Las Vegas dabei zu sein? Denn die findet genau jetzt statt, vom 24. bis 27. September in dem Spielerparadies von Nevada.

Qualifiziert sind:

Heather Armbrust (USA)
Dr. Lisa Aukland (USA)
Nicole Ball (Canada)
Dayana Cadeau (Canada)
Tina Chandler (USA)
Gale Frankie (USA)
Kristy Hawkins (USA)
Rosemary Jennings (USA)
Iris Kyle (USA, dies die Siegerin der vergangenen drei Jahre)
Debi Laszewski (USA)
Cathy LeFrancois (Canada)
Yaxeni Oriquen-Garcia (Venezuela)
Betty Pariso (USA)
Isabell Turell (USA)
Betty Viana-Adkins (Venezuela)



















Sehr schönes Aufgebut mit richtig tollen Muskelmaedels, vor allem Betty Viana (diese Beine! und dazu äußerst sexy!), Kristy Hawkins (Super-Arme!), Betty Pariso (tolle Symmetrie. Außerdem ist ihre Verfassung schon deshalb sensationell, weil sie ja schon ein paar Tage älter ist!) und Debi Laszewski (ich mag das Lachen und überhaupt den Body!).

Mal gespannt, wer gewinnt. In den letzten Jahren haben das ja interessanterweise immer Nicht-Weiße unter sich ausgemacht, die tolle Iris Kyle ist Afro-Amerikanerin, die ebenos tolle Yaxeni Oriquen mW mindestens zum Teil indianischer Abstammung. Fragt sich, ob Frau Kyle noch einen Titel holt -- dann nähert sie sich langsam dem Super-Level der herausragenden Lenda Murray. Ich habe (die von der Körpergröße her zierliche) Iris Kyle einmal auf eine Messe gesehen und fotgrafiert: Die Symmetrie und die Muskelhärte waren schlicht atemberaubend. Und die Dame war insgesamt sehr nett und posierte lachend und geduldig vor meiner Kamera.

Aaaaaaaber: Was auffällt: Das ist eine rein pan-amerikanische Veranstaltung. Keine einzige europäische Bodybuilderin, die da mitmischt. Dabei hat die alte Welt doch genug, die da meiner Ansicht nach Paroli bieten könnten. Jedoch habe ich in dem ein oder anderen Gespräch, in manchem Artikel und angesichts so manches Wettkampf-Videos erfahren, dass das, was die Richter entscheiden, sich meilenweit von dem entscheidet, was die - durchaus sachkundigen - Fans geurteilt haben.

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So. Und dann noch was: Ich bin in der letzten Zeit öfters nach den Preisen gefragt worden, die für eine Session mit einer FBB anfallen. Nun bin ich da nicht der Maßstab, erlaube mir aber, als Faustregel (und ohne wertenden Kommentar) folgendes anzugeben: Pro Stunde 250 Euro. (Das kann also mehr oder weniger sein, je nachdem, was man mit der jeweiligen Dame abmacht und welches Programm man verabredet hat.)

Wer mehr zu solchen Treffen, zu Etikette, Planung und Ablauf, wissen will, klicke in meiner Label-Leiste auf Sessions. Da stehen einige grundsätzliche Artikel wie auch einige meiner Erfahrungsberichte. Viel Spaß damit.

Sonntag, September 13, 2009

Ein Bild und das Nachrichtenmagazin

"Fakten, Fakten, Fakten und an den Leser denken" --- richtig: Das Nachrichtenmagazin Focus, das ich (es sei zugegeben) lange Jahre viel gelesen habe.

Es ist sicher nicht die wichtigste Meldung des Tages und der Website und somit auch nur in einer Bildstrecke zu finden. Was aber die Redakteure der Online-Redaktion des Blattes geritten hat, dies hier zu der gezeigten Reuters-Aufnahme zu schreiben, das entzieht sich mir: "Hier geht es nicht um Schönheit. Die Brasilianerin Anne Luis Becker zeigt auf der Südamerikanischen Bodybuilding-Meisterschaft in Lima ihren Oberkörper."

Schöner Beitrag. Halten wir fest: Bei einem Bodybuilding-Wettkampf geht es nicht um Schönheit, indeed, sondern um Sport. Aber niemand käme auf die Idee, unter ein Bild von, sagen wir, Birgit Prinz beim Toreschießen oder Susi Kentikian beim Boxen zu schreiben, es ginge hier nicht um Schönheit. Da steht die athletische Leistung im Vordergrund.

Gott sei Dank, muss man inzwischen sagen, denn angesichts der beiden genannten und völlig zu Recht weithin populären Vorzeigevertreterinnen ihrer jeweiligen Disziplin denkt man kaum noch daran, dass sowohl Frauenfußball als auch Frauenboxen noch vor gar nicht allzulanger Zeit überhaupt nicht als comme il faut galten. Auf deutsch (oder das, was heute so dafür angesehen wird): als socially acceptable.

Also, wenn das so ist: Was soll dann das Gefasel von der Schönheit bei einem Sportfoto? Ist doch wohl absolut abwertend und überheblich. Kommt doch immer wieder gut, nur den Mainstream zu loben und alles, was da nicht reinpasst, zu verreißen. Das ist echt mal investigativ!

Aber andererseits, das mit der Schönheit. Ist ja wohl eine Geschmacksfrage. Und das ist es seit altersher, auch wenn sich in jedem Zeitalter die Geschmäcker wandeln. Ohne jemand auf die Füße steigen zu wollen, würde ich mal annehmen, dass heute die gepuderten Perücken, die weiß geschminkten Gesichter mit den rot bemalten Backen aus dem 18. Jahrhundert weniger Fans haben als seinerzeit.

Und so ist es eben, dass da im Lauf der Zeit immer wieder andere durchaus extreme Sachen aufkommen: Heute etwa die superdünnen Models, die heute die Modestege bevölkern und für viele Mädchen ein Rollenvorbild darstellen. Und eben die muskulösen Damen, die ihren gestählten Leib mit den breiten Schultern, den starken Armen und den brettharten Bauchmuskeln in Wettkämpfen präsentieren.

Wie gesagt: Jeder Zeit das ihre. Und jedem seinen Geschmack. Sollte man tolerieren. Und damit die Leutchen in München beim Focus das auch kapieren, schreibe ich's groß: TOLERIEREN.

Abschließend noch was zum Thema Schönheit. Die bemisst sich ja unter anderem auch in der Symmetrie des Gesichtsaufbaus und in einem entsprechenden Körperwuchs, oder? Insofern geht es beim Bodybuilding natürlich auch um Schönheit. Denn nicht nur Muskeln allein sind es, die beim BB aufgebaut werden sollen - ein symmetrischer Körperbau ist mindestens ebenso wichtig.

Insofern ist die obige Aussage nach allen Richtungen daneben - weil einerseits intolerant und andererseits sachlich falsch. Wie war das mit den Fakten?

Übrigens: Das Foto von Enrique Castro-Mendivil fand sich auch auf anderen Seiten aus aller Welt. Da aber ohne derart überflüssigen, weil abwertenden Beigeschmack! Und außerdem weniger stark zurechtgeschnitten - das Foto hier ist wohl die komplette Aufnahme.


Sonntag, September 06, 2009

Ein paar Gedanken, zum Thema

... Und dann, wenn sie erst die titanischen Kräfte ihrer prächtigen Muskeln vorführt. Etwa, indem sie dich beim Ringen binnen Sekunden eine ausweglose Situation nötigt. Oder dich beim Armdrücken binnen Sekunden besiegt, obwohl du alles gibst, was du hast und sie gar nicht richtig bei der Sache zu sein scheint, weil sie dich mit der einen Hand wie mit hydraulisch wirkendem Druck niederzwingt, während sie mit der anderen Hand gelangweilt in einer Zeitschrift blättert.
















Kein Wunder, bei solchen Armen! Die kraftvollen, vibrierenden Muskeln der Unterarme von einem regelrechten Flussdelta an Adern überzogen. Die Trizeps so ausgeprägt, dass sie aussehen wie überdimensionale Hufeisen. Die Bizeps so rund und voll und prall, dass diese Muskelhügel zwei Pampelmusen ähneln – doch bloß im Umfang, weil sie angespannt viel, viel härter sind, nämlich so fest wie geschnitztes und poliertes Hartholz. Und schon unglaublich eindrucksvoll und angsteinflößend, wenn sie dann nach ihrem Sieg mal aufsteht, den Arm infolge der Anstrengung aufgepumpt --- und man das aus sitzender Position bewundert, all die Muskeln direkt vorm Auge ...

Zu all dem passt natürlich der Rest dieses spektakulären Leibes. Weibliche Oberschenkel so dick und fest bepackt, dass selbst Jeanshosen so stramm anliegen, dass sie bei jeder Bewegung in den Nähten knacken und ächzen. Waden so klotzig und eckig, dass sie bei jeder Bewegung das Leder von Stiefeln zu sprengen drohen, vor allem, wenn hohe Absätze dazu beitragen, den Muskel erst so richtig anzuspannen und seine kantigen Umrisse zu betonen.

Natürlich gibt es in der Leibesmitte kein Fette. Die Taille ist stattdessen so schlank und hart, dass die breiten Schultern und der ausladende Rücken schier doppelt so breit wirken. Und auch dem Popo verhelfen austrainierte starke Muskeln für die drallen und runden und voluminösen Formen.

Und das ist alles andere als alltäglich oder gar von der Gesellschaft akzeptiert. Wer darauf steht, nun, der ist kein richtiger Kerl, so heißt es. Ach ja. Denn manchmal frage ich mich, wer das festlegt.

Etwa all die Typen, die unter FBB-Videos bei Youtube und in zig anderen Foren – immer hübsch feige, weil anonym – ihre Ansichten zum Thema »männlich« und »weiblich» hinschreiben? Bei denen habe ich immer den Eindruck, dass sie sich insgeheim zumindest ein kleines bisschen in die eigene Tasche lügen. Oder all die Stil- und Zeitgeist-Päpste? In früheren Jahren habe ich mir deren Elaborate angetan, man wollte ja mit der Zeit gehen. Inzwischen gebe ich darauf gar nichts mehr: Ein Gutteil dessen ist nichts anderes als schlichtes Diktat und einfach nur Gleichmacherei. Sozusagen socially correctness.

Oder etwa Geschichte und Biologie des Menschen? Klar, da blickt man gern auf all die Ergüsse von bürgerlichen Schreibern der letzten 400 Jahre. Der Beleg dafür, dass es auch außerhalb des kleinen Unterschiedes weibliche und männliche Welten gibt. Nur, dass diese Trennung künstlich und kulturbedingt war. Und auch, dass diese Großbürger nie den Großteil der Gesellschaft ausgemacht haben. Das waren die Kleinbürger und die Bauern. Und da musste eine Frau im Zweifelsfall auch die Arbeit vom Mann verrichten. Dass da keine weiblichen Schwächlinge herauskamen, die bei jedem Luftzug in Ohmacht fielen, das erscheint klar.

Klar sollte es auch sein, dass es in einer Zeit, in der Frauen vieles und das selbstverständlich tun, was noch vor einer Generation undenkbar war, eben auch die ein oder andere ihre Muskeln stählt. Und das bis zum Extrem, wie manche Männer auch. Extreme aber bilden nie den Querschnitt ab. Deswegen rufen sie bei der breiten Masse meiner Ansicht nach auch solche starken Reaktionen hervor.

Die aber sind großenteils von Neid gespeist. Neid darauf, dass sich der oder die es traut, so extrem seine Muskeln auszubilden und damit seine Körperlichkeit zu betonen. Gerade letzteres ist in unserer hedonistischen Zeit, in der Spaßgesellschaft, anscheinend immer noch ein Problem: Hier schlägt das frühchristliche, von Körperfeindlichkeit geprägte Erbe durch, dass sich durch viele der aus dem Vorderen Orient stammenden Religionen (und auch einen Teil der dortigen Philosophie) zieht.

Da war der Alte Fritz mit seinem »Es möge ein jeder nach seiner Fasson seelich werden« deutlich weiter. Weil das so richtig ist, tue ich das auch. Und solange sich diese Denkweise mit Blick auf Muskelmaedels aber noch nicht verallgemeinert hat, solange hat das für mich einen Vorteil: Es bleiben mehr für mich übrig.

Okay, das ist jetzt Wunschdenken ...