Freitag, Dezember 25, 2009

X-mas for Schmoes - ein Weihnachtsmärchen


Eigentlich habe ich’s nicht so sehr mit Weihnachten, die Kombination von Konsumterror, Gefühlsduselei und religiöser Heuchelei regt mich nur auf. Und an den Weihnachtsmann glaube ich nicht mehr, seit ich als Fünfjähriger meinen Eltern heimlich beim Verpacken der Geschenke zugesehen habe. Um so mehr überraschte mich das, was heute in der Früh geschehen ist. Geschehen ist es wohl. Glauben kann ich’s immer noch nicht. Nein, bestimmt nicht.

Aber am besten fange ich vorne an.

Es war noch ziemlich dunkel, als ich es plötzlich in meiner Wohnung rumpeln hörte. Schlaftrunken rappelte ich mich von meinem Bett auf, streifte schnell Shirt und Pulli sowie ein paar Trainingshosen über und tappte barfuß durch den Flur, der Quelle des Geräuschs entgegen.

Unterwegs im Dämmerlicht ein schneller Blick zur Tür: Der Schlüssel steckte, die Kette lag vor – definitiv zu. Sonst gab es aber keinen Zugang ins Apartment. Erleichterung machte sich breit. Kein Einbrecher. »Wahrscheinlich«, so dachte ich, »ist irgendwo etwas runter gefallen. Oder der verdammte Kater hat mal wieder was angestellt.«

Nichts hätte falscher sein können. Als ich an meine Wohnzimmertür kam, stand ich wie erstarrt, angesichts dessen, was sich da vor meinen Augen abspielte. Fahlblaues Licht fiel durchs Mansardenfenster, auf meine Couch, auf den Tisch und --- auf jemanden.

Jemand, der da bestimmt nicht hingehörte, ich lebe seit längerem allein. Jemand, der eigentlich nicht hier sein konnte. Wie gesagt, die Türe war von innen verschlossen. Jemand, den es gar nicht gab, wie ich seit dem Vorfall mit dem Geschenke-Einpacken wusste. Jemand, der dennoch ganz anders aussah, als ich es mir je hätte vorstellen wollen.

Klar, es war alles da: Mütze, Handschuhe, Stiefelchen, Kleidung – alles feuerrot und alles mit weißem Pelz besetzt. Nur, dass das definitiv nicht die Kleidung des Weihnachtsmanns war. Dazu war vor allem das Material am Körper viel zu knapp bemessen. Eine Art Ledercorsage. Sie reichte oben nicht, sie reichte unten nicht. Bei weitem nicht.

Das aber ließ den ungehinderten Blick auf den Körper frei. Ihren Körper. Denn das war auch kein Weihnachtsmann mit Bart und Bauch, sondern eine junge Frau. Unübersehbar. Ein klassisch schön geschnittenes Gesicht mit vollen roten Lippen, blauen Augen und darüber einer Wolke rotbraunen Haares. Ihr Busen füllte das miederartige Kleidungsstück prall und voll aus und ließ einen tiefen Blick auf ein üppiges Dekolletee zu. Und ihr Prachtpopo, so stramm und drall, zeigte sich nur ansatzweise von Stoff und Pelz bedeckt.

Jedoch war ihr übriges Äußeres nicht gerade entsprechend der üblichen Männermagazin-Normen geformt. Nein, das traf bestimmt nicht zu. Hatte sie doch den Körper einer Superathletin: Mächtige Schultern, bestimmt doppelt so breit wie ihre Taille und dazu natürlich das passende, weit ausladende und sich dramatisch nach unten verjüngende Kreuz!

Ich konnte es kaum glauben, als ich kapiert hatte, was ich da sah – quasi die jüngere Schwester von Santa Claus, aber mit Muskeln, Muskeln und noch einmal Muskeln. Starke, straffe, stattliche Muskeln, die insgesamt von ihrer weiblichen Überlegenheit kündeten.

Überlegenheit? Aber sicher. An ihren Armen zum Beispiel ballten sich Kraftpakete in einem Ausmaß, wie ich es in meinen kühnsten Träumen nicht für vorstellbar gehalten hätte. »Wie Grapefruits. Und zwar dicke Grapefruits«, das war das, was mir zu Form und Umfang ihrer Bizeps-Muckis durch den Kopf schoss.

Und angesichts ihrer voluminösen Oberschenkel blitzte sofort die Frage auf, ob das alte Achtzig-Zentimeter-Maßbandstück in meiner Küchenschublade einmal drumherum gereicht hätte oder ob es für die Umfangmessung viel zu kurz ausgefallen wäre.

Das alles wirkte jetzt nicht etwa plump oder klotzig. Als sie nun auf mich zukam, mit der Pelzmütze neckisch schräg über einem Auge und dem zur Seite abgewinkelten, wippenden Mützenzipfel, da bewegte sie sich so geschmeidig, dass dagegen mein Kater ungelenk gewirkt hätte. Hinzu kam, dass all diese eindrucksvollen Muskeln wohl proportioniert waren. Sowohl in ihrer Abstimmung zueinander, als auch im Verhältnis zu ihrer Größe.

Apropos Körpergröße. Diese Frau in Rot war schlicht und einfach riesig! Sie überragte mich glatt um einen Kopf, daran änderten auch die Absätze ihrer glänzenden Stiefelchen nicht viel. Nun bin ich mit gut einssiebenundachtzig alles andere als klein! Ängstlich bin ich normalerweise auch nicht gerade – aber ich war es in dem Moment, als sie auf mich zukam.

Gemessenen Schrittes rückte sie vor, wobei die gigantischen Oberschenkelmuskeln unter ihrer sommerbraunen, wie geölt glänzenden Haut auf und ab spielten und die mächtigen Schultern sich hin und her wiegten. Dabei schaute sie mich unverwandt und direkt an, leicht lächelnd, die großen blauen Augen weit geöffnet, ohne dass sich die Lider auf und ab bewegten. Ein Blick, so klar und kühl wie der Nordpol. Die reinsten Eiswürfelaugen.

Da rutschte mir das Herz in die Hose! Meine Kehle trocknete schlagartig aus, meine Hände zitterten und meine Stirn bedeckte sich mit Schweiß. Als sie die ersten zwei, drei Schritte getan hatte, begann ich auch zu gehen. Rückwärts. Mit – wahrscheinlich – sperrangelweit aufgerissenen Augen und ebensolchem Mund tappte ich rückwärts, bis mich die Wand bremste.

Im Nu war sie heran. Was sie dann tat, war auch nicht das typische Verhalten für jemand, der rote Kleidung mit weißem Pelzbesatz trug. Sie drängte sich ganz nah an mich. Presste sich förmlich gegen mich. Klemmte mich ein zwischen der Wand und ihrem majestätischen Body. Ließ mir keine Bewegungsfreiheit. Ich spürte durch ihren Ledereinteiler hindurch ihre Körperwärme, die stählerne Härte ihrer vibrierenden Bauchmuskeln und die weiche Prallheit ihrer üppigen Brüste.

Ihre Augen blickten von oben auf mich herab, schienen regelrecht zu leuchten im Dämmerlicht des frühen Morgens. Und lähmten mich. Ich tat nichts, außer nach oben zu blicken und sie anzustarren.

Da stützte sie eine behandschuhte Hand auf ihrer wohlgerundeten Hüfte ab, während sie den anderen Arm mit dem Ellbogen neben meinem Kopf gegen die Wand stemmte und sich lässig mit der Hand an die Schläfe fasste. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sich bei dieser Bewegung ihr Bizeps in angsteinflößender Weise wölbte.

»Nun? Waren wir auch brav, ja?«
Eine Stimme, samtig und warm und angerauht.
Sie presste sich wieder gegen mich. Schob ihren Oberschenkel zwischen meiner Beine. Leicht reibend. Sehr bestimmend, sehr wissend und sehr, sehr angenehm.

Ich reagierte.
Und wie ich reagierte!
In einem lange nicht gekannten Ausmaß!
Und ohne Zweifel voll und ganz unübersehbar!
Schließlich trug ich ja nur die Sporthose und nichts darunter.

Da schaute sie wieder auf mich herab.
Ihr dicker, kantiger, unüberwindlicher Bizeps mit der dicken Ader drauf zuckte ein-, zweimal auf und ab. Gleichermaßen Angst- wie Lust-erregenderweise.

Ich schluckte und spürte, was die leichte Reibung ihrer festen Hüfte bewirkte. Ich ächzte etwas. Und spürte, wie mir immer wärmer wurde. Ja, regelrecht heiß.
»Nun? Bitte, ich hätte ganz gern eine Antwort.«
Bitte?
Ich war verblüfft. Und fand schließlich meine Sprache wieder, wenn auch nur stammelnd: »Brav? Ich weiß nicht. Ich hab niemand was getan, oder so. Eigentlich ganz sicher nicht. Mag ich nicht. Sonst? Ich weiß nicht.«

Sie lachte. Lehnte sich etwas im Kreuz zurück und von mit weg. Wieder diese samtig-rauhe Stimme, die mir durch und durch ging. Bis in die Leibesmitte. Direkt hinein in den Schritt.
»Nun, das stimmt alles. Sonst wäre ich heute nicht hier. Aber ich will etwas anderes wissen. Es gab keine sündigen Taten? Nichts Verwerfliches? Keine heißen Gedanken? Keine doch recht unzüchtigen Taten mit ganz speziellen Frauen? Nein?«

Ich stutzte. Was wird das denn für eine Fragerei? Inquisition an Weihnachten und Gedankenleserei noch dazu? Wusste sie etwa ...? Unmöglich, dachte ich. Niemand weiß davon. Und überhaupt, wen geht’s was an?

»Willst du mir denn nichts sagen? Nichts erzählen von deiner Vorliebe für starke Frauen mit großen Muskeln? Frauen, denen du körperlich ganz unterlegen bist, während sie dich gleichzeitig so sehr erregen? Willst du denn nichts von deinen Wünschen erzählen? Wie sollen sie denn dann jemals in Erfüllung gehen?«

Ich zuckte zurück. Wurde wahrscheinlich kreidebleich. Woher wusste sie von meiner Vorliebe? Ja, und dann fehlte ja noch immer die Antwort auf die Frage, wie sie eigentlich hier herein gekommen war ...

»Auf dem klassischen Weg, Kleiner. Durch den Schornstein.«

Schornstein .... ?

»Aber«, sagte sie sanft und mit endloser Geduld in der Stimme, »du hast mir immer noch nicht meine Frage beantwortet. Du hast mir immer noch nichts erzählt, wie sehr du kraftvolle und kolossale Weiblichkeit schätzt. Muskelmaedels, so sagst du dazu wohl? Und ein Schmoe, das bist du? So ist es doch, nicht?«

Da schließlich brach es aus mir heraus. Dass alles stimme, was sie sage. Dass ich tatsächlich mehr als alles andere auf solche Frauen stünde, dass ich mich an diesem Mix aus weiblicher Verführung und urgewaltiger Kraft regelrecht und endlos berauschen könne – mit Fotos, Filmen, Zeichnungen, Zeitschriften, Websites und ab und zu einem kleinen Tête à Tête – schön, aber meist viel zu kurz und vom Geld gar nicht zu reden. Und dann stellte ich die erste der zwei wesentlichen Fragen: »Aber woher wissen Sie das alles?«

Sie lächelte: »Nun, wir sind dazu da, zu wissen, wer sich was wünscht. Und das erfüllen wir dann. Unter bestimmten Bedingungen.«
Ich hatte es immer noch nicht verstanden. Und nichtsahnend kam meine zweite Frage: »Erfüllen? Wie erfüllen?«

Da presste sie sich wieder an mich, hob den Arm vor der Hüfte, winkelte ihn direkt vor meinen Augen an und ließ das majestätische Muskelmassiv tanzen. Dann senkte sie den Arm wieder und bewegte die Hand aus meinem Blickfeld. Freilich blieb mir nicht lange verborgen, was sie dann damit tat. Denn es ließ mich zusammenzucken, mit welcher Kraft und Sinnlichkeit sie an meiner empfindlichsten Stelle zupackte.

Vor allem, als sie dann auch noch sagte: »Nun, kleiner Schmoe, ICH bin dein Weihnachtsgeschenk! Und wie ich gerade spüre, freust du dich sehr darüber. Oh, und wie! Willst du dein Geschenk denn nicht endlich auspacken und damit spielen?«

Wie gesagt. Ich kann es immer noch nicht glauben. Wäre da nicht mein völlig ermatteter und durchgewalkter Körper, wäre da nicht ein Zimmer voller weiblicher Wärme und Gerüche, ein zerwühltes Bett. Wäre da nicht die Erinnerung daran, wie ihre unüberwindlichen Muskeln nach Lust und Belieben mit mir verfahren sind.

Viele Stunden. Viele herrliche Stunden voller unvergleichlicher Muskellust und weiblicher Dominanz und meinem männlichen Begehren.

Wie sie mich hochhob und stemmte, ganz nach Belieben. Wie ich ihr bei jeder körperlichen Übung unterlag. Wie sie auf mir drauf saß. Wie ihr Popo mir den Atem raubte, während sie sich auf mir rieb. Wie sie mich verspottete und lachte. Wie ich ihren göttlichen Leib bewundern durfte. Wie ich sie anbeten musste, befühlen, erkunden, einölen, streicheln, massieren. Und wie sie mich dann streichelte und massierte und einölte und dann nach allen Regeln der Kunst – und das immer wieder --- na, Sie wissen schon.

Aber all das könnte ich geträumt haben. Könnte ich. Nicht aber die Mütze, die ich jetzt gerade in der Hand halte. Rot. Oben und unten mit weißem Pelz. Und natürlich mit einem Zipfel.


*********


Na, denn in diesem Sinne: Frohes Rest-Fest und ansonsten bis 2010!

Kommentare:

  1. marcusaurel5/1/10

    LOL. Eine 2m große Muskel-Weihnachtsfrau.... was hast Du der bezahlt dass sie dich besuchte?? :-D

    AntwortenLöschen
  2. Nix. Das war ja der Clou der Sache!

    AntwortenLöschen
  3. Also Deine Geschichten sind wirklich allererste Sahne - will auch von so einer Weihnachtsfrau besucht werden (ok, muss nicht 2m groß sein, 1,70 reicht ;-)

    AntwortenLöschen

--- mattmuscle, der sich über möglichst viele sinnvolle Kommentare und Anmeldungen bei "Wer mitliest - die Muskelmaedel-Community" in der rechten Blog-Spalte freuen würde ...