Sonntag, April 04, 2010

Female Muscle Worship - hier mal die Sicht von jemand anderem aufs Lieblingsthema

Ab und zu findet man Texte, aus denen hervorgeht, dass man nicht allein ist in diesem Teil der virtuellen Welt. Dem Teil mit all den Websites, Fotos und Stories zu extrem muskulösen Frauen und ihrer erotischen Faszination. Und nicht allein in dem Bemühen, seine Gedanken zu der ganzen dadurch verursachten Pein und Lust niederzuschreiben. Der im folgenden zu lesende Text stammt von einem Mann namens Neil Boorman, gefunden im Online-Lifestyle-Magazin Phamous 69 und da wohl vor einigen Jahren veröffentlicht.

Ich bin sicher nicht mit allem einverstanden, auch denke ich, dass die Lage sich in der alten Welt durchaus anders darstellt als von ihm geschildert – aus meiner Sicht verhält es sich eher so, dass die Frauen weniger Bodybuilding treiben als noch vor einigen Jahren. Sprich: Früher waren es mehr und jüngere Muskelmaedels. Denn es scheint es mir auch, als würden die Leistungsträgerinnen des Sports in der westlichen Welt zusehends älter. Und natürlich startete mein Fetisch schon um einiges früher als bei diesem Herrn. Dennoch – in vielen Punkten gehe ich mit ihm völlig überein. Gut und klar geschrieben ist das eh, daher verdient es eine Wiedergabe. Die Übersetzung stammt von mir.
Trainiere, Baby!

Es gibt dreckige Geheimnisse, und es gibt dreckige Geheimnisse. Was so viel heißen soll wie dass Macken im modernen Leben akzeptiert werden, solange es sich dabei um die richtigen handelt. Frauentausch, Analverkehr und leichter Sadismus sowie Masochismus sind okay, Quälereien, »Wasser-Sport« und Transvestismus so halb-halb. Wie ist es aber mit dem Bewundern weiblicher Muskeln (auf Englisch: female muscle worship)? Frauen mit Bizeps’ dicker als Ihr Oberschenkel? Ja, es ist absonderlich, ja, es ist schwer zu verstehen, aber es ist da, wie ich zugeben muss. Definierte Waden, Waschbrettbauch, fettarme Bizeps’ und Trizeps’. Ich mag das.


















Los ging das alles mit Linda Hamilton in Terminator II (oben eine Bildcollage). Die fettarmen, athletischen Arme, die regelrecht aus einer Militär-Weste hervorsprangen und ein AK-47 (= sowjetisches Militärgewehr des Typs Kalaschnikow) festhielten. Alles änderte sich seitdem. Hier war eine unglaubliche Kombination feiner weiblicher Wesenszüge und gut proportionierter Muskeln in einer harten Hauptrolle. Diese brach aus der Tradition der üblicherweise nur unterwürfigen weiblichen Anhängsel in Science-Fiction-Filmen. Diese Szene, in der sie in ihre Irrenhauszelle Klimmzüge absolviert, während der Schweiß über ihren Rücken läuft? Junge, Junge.

Von da verlagerte sich die Faszination zum Sport. Stabhochspringerinnen, 400-Meter-Läuferinnen und Dreisprung-Athletinnen in winzigem Lycra-Dress, die im Fernsehen trainierten. Doch die Kamera richteten ihren Fokus für meinen Geschmack nie lang genug darauf, und das führte zu zehn frustrierenden Jahren mit dem einen Blick auf einen hinteren Oberschenkel hier und dem gelegentlichen Trapezius-Muskel dort. Dann sprang das Internet in die Bresche, und wie bei den anderen traurigen männlichen Fetischisten öffnete sich die Welt.

Heran schwemmte das Web Fan-Seiten, Wettkampf-Seiten, Modell-Seite und Softporno-Seiten, die alle Frauen mit unterschiedlichem Grad an Muskulosität zum Inhalt hatten. Seiten wie »Muscle Elegance«, »Buffchicks« und »Lean Ladies« gehören zu Hunderten von anderen, die die spektakulären Ergebnisse harten Trainings, strikter Diät und jeder Menge Posing-Öl dokumentierten.














(Hier im Bild ein Screenshot der heißen She-Muscle-Seite http://www.shemuscle.com/, die Brian Moss seit Jahren mit viel Elan betreibt - der Glückspilz, der ...)

Der den Ungläubigen vertraute Extremauswuchs dieser Welt bilden die starken Mamas, die Schwergewichts-Bodybuilderinnen. Lage um Lage von mit Steroiden vollgepumpten Muskeln, hervortretenden Venen und übergroßen Adamsäpfeln. Um so mehr Eisen und Anabolika sie pumpen, um so mehr ähneln sie Männern, und es überrascht kaum, dass 99,9 Prozent der Männer und Frauen sie als Freaks ansehen, was sie ziemlich oft auch sind (ein interessanter Punkt: fortdauernder Steroidmissbrauch führt bei der weiblichen Klitoris zu drastischem Wachstum, so dass sie zu kleinen Penissen werden.)

Jenseits all dieses Testosteron hat man aber die Fitness- und Physique-Maedels, leicht gebaut, immer noch sehr feminin, die im Gym aber richtig hinlangen können. Wie ein 80-Jahre-Schönheitswettkampf mit ein paar Protein-Shakes dazwischen, harte Barbie-Puppen mit ernsthaften Aerobic-Gewohnheiten. Das sind die Mädchen, die ich als Teenager an die Wand meines Schlafzimmers gepinnt hätte, wäre es gesellschaftlich nicht dermaßen geächtet gewesen.

Alles an diesen Frauen macht mich verrückt. Samtweiche, fettlose, gebräunte Haut, gespannt über fest gerundeten Muskeln, die die einzigartigen Kurven eines weiblichen Körpers hervorheben. Gewöhnlich waren es immer die Beine – ein Paar gut definierter Waden und Oberschenkel in einem Minirock und mit hochhackigen Schuhen (auf Englisch: high heels) die Straße hinabstolzierend – die mich wie ein starker Magnet anzogen und von den täglichen Pflichten ablenkten.

Dann begann die Bauchmuskel-Obsession vorzuherrschen. Ein ansehnliches Six-Pack, zu sehen unterhalb eines abgeschnittenen T-Shirts und tiefsitzenden Jeans, wie es sich bei der Unterstützung der körperlichen Bewegung sanft anspannte. Jetzt sind es die Arme. Wenn Sie ihre Arme mit niedrigen Gewichten und einer hohen Wiederholungszahl trainieren, werden die Muskeln nicht groß, nur fest und schlank. Derartige Schultern, Bizeps- und Trizeps-Muskeln bei einer Frau sind unerhört; wenn Sie die britische Weitspringerin Jade Johnson in Aktion gesehen haben, wissen Sie, was ich meine.

Es ist eine einsame, stille Qual, wenn man diese Macke hat und in England lebt. Großbritannien nahm Muskeln nie in dem Maße an, wie das die Vereinigten Staaten von Amerika taten, und unsere Fitnsss-Studios sind meistens voller Schlampen, welche die Folgen der Alkopop-Sauftouren von letzter Woche bekämpfen. Selbst die Maedels, die willens sind, gegen den Schwabbel anzugehen, werden da aufhören, wenn es um Muskelentwicklung geht. Für den einsame Mann, der nach schrägen Baucmuskeln und strammen Popos Ausschau hält, führt die Suche unausweislich ins Ausland.

Eine seit drei Jahrzehnten krankhaft fettsüchtige Nation hat eine Generation von Maedels hervorgebracht, die in Käfigen am Strand (gemeint ist wohl Muscle Beach in Venice, links ein Foto von einer Frau mit Traumbody - danke Rob C.!) ihre Muskeln spielen lassen, die mit ihren Rollerblades über den Bürgersteig flitzen und die landauf, landab bei Schönheitswettbewerben posieren; der Ort ist voller Muskelmaedels, und bei einem so viel mehr akzeptierten Körperimage lassen sie es auch viel mehr raus.
In unserer frauenfeindlichen Welt gibt es eine andere große Diskussion, die um die Furcht vor der bildlichen Darstellung dominierender Weiblichkeit und die negativen Effekte unterwürfiger weiblicher Sexualität, wie sie die Männermagazin-Kultur wieder verstärkt hat. Aber das ist keine politische Webseite, daher sei das hier nicht weiter verfolgt.

Zurück im schwabbeligen, bierseligen Britannien, findet sich Trost für Spinner wie mich auf den Seiten der Frauenfitness-Magazine und den nächtlichen Zwei-Uhr-Sendungen auf Eurosport. Ab und zu läuft ein Paar Waden in Stiefeletten vorbei, sieht man ein Paar natürlich ausgeprägter Schultern auf der Tanzfläche. Aber solange, bis die Schwestern ihre Angst vor Gewichten nicht abschütteln und nicht akzeptieren, dass weibliche Muskulatur etwas Bewundernswertes ist, solange ist das Leben ein Endloswiederholung von Sarah Connors Bauchmuskeltraining. Können Sie sich vorstellen, dass man sie aus »Terminator III« rausgeschrieben hat?











Hier noch ein paar Links, die Boormann empfiehlt (Achtung, nicht alles jugendfrei):
www.imagesofvenus.com
www.leanladies.com
www.shemuscle.com
www.shreddedbabes.com

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