Mittwoch, Dezember 01, 2010

"Frauen: Ran an die Hantel ..."

Zumindest ein klein wenig, so darf ich vermuten, hat mein unlängst, genauer: am 30. Oktober dieses Jahres, veröffentlichter Beitrag mit der von mir als provokant angesehenen Überschrift "Frauenbodybuilding ist tot" gewirkt; es gab mehrere Kommentare und einige Zuschriften: Danke - so viel Wider- und Zuspruch bitte öfters, traut euch (wer will, darf natürlich immer noch seine Ansicht dazu schreiben - bitte etwas weiter auf der Seite nach unten scrollen).

Eine davon sei hier veröffentlicht, da sich da jemand intensiv Gedanken zu diesm Thema gemacht hat und das einmal mit Blick auf die von der Menschheitsgeschichte beeinflusste Evolution darstellt. Die Wiedergabe des Aufsatzes erfolgt erst einmal ohne Namen - der Verfasser möge mir bitte noch mitteilen, was ich da gegebenfalls drunterschreiben soll - vielen Dank auch dafür (Nachtrag 20.12.2010: Der Name des Verfassers lautet Daniel Haubel). Hier aber nun der Text - viel Erkenntnis und viel Vergnügen:

 
Jana: Ganz Frau. Und ganz Muskeln.
Halt eben so, wie es ihr gefällt. 

Muskulöse
Körper?




Ja, aber nur für ihresgleichen (Männer). So oder ähnlich denkt/fühlt der funktional (wegen Kinderkriegen) religiös konditionierte Kleingeist in der Regel. Gleichzeitig sondert er abfällige Äußerungen ab, wie diese: Frauen seien zweite Klasse und sowieso nur zum Fi..., Vö..., ... da. Frauen aller Klassen kennen das.

Dass sie das "schwache Geschlecht" seien, ist nur ein weiterer Love-Akkord auf der kunterbunten Klaviatur von Blöd- und FrechschwätzerInnen.

X-Tausend Jahre patriarchiale Kultur und Indoktrination, von Männern erfunden und vielen (zu vielen) Frauen mitgetragen, haben wahrscheinlich zur heute etablierten Körperform geführt, die zwangsläufig entstehen musste, als von Jagd und Sammeln auf Feuerstelle, Herd, Wäscheplatz, Haus und Hof umgestellt wurde.

Irgendwann nahm selbst der wildeste Gen-Mix diese Eingrenzung dynamischer Bewegungs- und Aktionsspielräume auf Terrains von der Größe kleiner Tennisplätze als bare Münze und gestaltete das gengesteuerte Tuningprogramm der einen Menschheitshälfte - in unserem Falle der mit dem XX-Chromosomenpaar - rigoros neu. Und siehe: die Frau wurde zur Fraufrau: Weniger Muskeln, weniger Knochenmasse. Das ist Evolution. Und das ist sie noch heute. Tendenz, wegen Verblödung und Menschheit nichts dazugelernt: steigend.

Sexy, weil stark. Und stark, weil sexy! 














Interessanter Vergleich: Im Tierreich der höher entwickelten Säuger gibt es, was den Fett- und Muskelanteil betrifft, keine derart große Differenz der Physique zwischen Tiermann und Tierfrau (Beispiele? Löwe - Löwin; Tiger - Tigerin; Kuh - Bulle, Hase - Häsin; Hengst - Stute; usw.), wie das beim Menschen sich heute darstellt.

Was könnte uns das eindeutig sagen? Dass es eine Gegensetzlichkeit, wie wir sie heute in unserer menschlichen Gesellschaft zwischen den Körpern von Mann und Frau sehen, in der frühesten Vergangenheit der Menschheit nicht gegeben hat. Frauen, die sportlich aktiv sind und die entsprechende Ernährung konsolidieren, werden wenig Fettanteil besitzen, je nach dem, wie sie das Training der Muskeln etablieren.Männer? Na, das selbe. Aber mal plastisch - für diejenigen, die dem Manne gerne das Alleinanspruchsrecht für Muskeln & Co zusprechen.

Kennt ihr keine Männer mit Pommesarmen, Pommesbeinen, Wabbelbauch und, und? Fällt euch nicht auf, dass das, mal abgesehen vom Geschlecht, immer nach Nichtstun, Faulheit, Nachlässigkeit, Genießen, irgendwie schnöde aussieht?

Muskeln gibt's zuerst durch Training.
Und nur dadurch. Das Prinzip gilt
für beide Geschlechter. 
Ich will gar nicht bestreiten, dass große Mengen von Fett, die vielleicht von Muskeln und starken Knochenbau gehalten werden, Reize ausüben können - keine Frage. Aber: ist das wirklich DER Körper?

Bei aller Umtriebigkeit - der echte Körper bleibt, weil hart erarbeitet, der: harte, sehnige, drahtige, androgyne, gerippte (Mehrzahl von ripped in english, I don´t no), fettfreie ist das wohl Kernig- und Knackigste - und Provozierendste -, was die menschliche Spezies bringen kann.

Ob das gesund oder nicht ist, sei hier dahingestellt. Dass Frauen - womit sie ihren Körper auch modelieren mögen - ihren Körper nach Vorlieben stählen, darf nur eine Frage ihrer Einstellung zu sich selbst sein.


Und selbst, wenn sie auf den ersten Blick aussähe wie Mann, dann ist das für den Entdecker und Reisenden in die Welt muskelweiblicher Körperwelt geradezu Kickfaktor und Reizmotiv Number One! Wie das Verwandeln langweiliger Familienautos in Sportflitzer. Oder von Dorfzicken in Fight- oder Runningmuscle-Girls.

Also gut, wegen mir so: Frau zu Monstermuskelfrau und Mann zu Monstermuskelmann! Für mich - da macht das Reisen wieder Spaß – gilt: sehnig-drahtig, androgyn und trocken. -Frauen!

Der starke Arm - das Symbol ihrer Kraft macht die
muskulöse Frau in Kombination mit ihrer
Weiblichkeit unwiderstehlich. Auch wenn es
viele Kerle nicht zugeben wollen. 



















Wie erreicht man das in einer Welt, wo das Normale, das Kranke, das Schnöde, das Triviale vorherrscht und stets in den verschiedensten Formen von Gewalt - nicht zu sich in Form von Selbstdiziplin und Selbstkontrolle, sondern zu anderen, zumeist gegen Schwache und Andere - großen Unfug anrichtet?

DURCH UMDENKEN. Und nur DADURCH. Jetzt seid ihr dran, liebe Frauen. Ran an die Hantel, auf die Aschenbahn oder wo sonst.

Es gibt viele Männer, die es auch wollen (siehe oben!). Packen wir's an.

Kommentare:

  1. Anonym10/12/10

    nach viel anregender (und erregender) lektüre deiner blogs drängt es mich auch mal zu kommentieren:

    zunächst: deine faszination und deinen respekt für die muskelmädels teile ich voll und ganz.

    die beschreibung der körper als hart, sehnig, drahtig, androgyn und fettfrei ist klasse! doch fehlt noch massig. ohne muskelmasse keine attraktivität. und der begriff „ripped“ umfasst all die genannten adjektive.

    die leicht männliche ausstrahlkraft ist in der tat der klick- und reizfaktor unsereins in die muskelweibliche körperwelt.

    aber im vergleich zum muskelMANN zeigen die frauen doch deutlich mehr symmetrie. ich finde gut austrainierte körper bei frauen deutlich ästhetischer als bei männern. lieber iris kyle oder merle mohr als markus rühl. männerbodybuilding ist nur noch im amateurbereich (minus schwergewicht) symmetrisch bzw. ästhetisch.

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--- mattmuscle, der sich über möglichst viele sinnvolle Kommentare und Anmeldungen bei "Wer mitliest - die Muskelmaedel-Community" in der rechten Blog-Spalte freuen würde ...