Mittwoch, März 21, 2012

Kashma und der verpasste Sieg

Ergänzend zu meinem vorvorvergangenen Posting und der kühnen RTL-These vom aussterbenden FBB dies: Das Foto zeigt Kashma Siana Maharaj aus Trinidad und Tobago. Die junge Dame landete in dieser spitzenmäßigen Verfassung auf GAR KEINEM Platz bei den Amateuren in der Arnolds. Das ist weniger das Bemerkenswerte als vielmehr der Umstand, dass die überhaupt Platzierten zum Teil um Lichtjahre SCHLECHTER waren.

Nochmal: Wenn es um Muskelentwicklung und Körpersymmetrie geht, dann sollte das auch bewertet werden und nicht irgendwelche amorphen Kriterien der Weiblichkeit. Schlimm genug? Nö, denn es geht noch schlimmer. Denn schon gar nicht sollten irgendwelche besch*ssenen Verbandsquerelen Athletinnen die Karriere versauen. Genau das ist passiert, als Kashma deswegen die Teilnahme verwehrt und damit die Aussicht auf einen sicheren Sieg und ihre Pro-Card genommen worden ist. Im Folgenden das, was Kashma Maharaj selber in einem US-Forum dazu geschrieben hat:



"I was informed on the morning of the prejudging that I would not be allowed to compete due to an unresolved dispute between myself and my country of birth, Trinidad and Tobago, who's national bodybuilding federation stepped in and requested my registration to be voided.
I was heart broken because I was all ready to step on stage and claim that first place and my pro card. The other girls were o competition in comparison.
Still dealing with the disappointment and frustration of this ordeal.
Just trying to get through the weekend and finish up some photo and video shoots.
Hope you had a great time at the shows and got a chance to check out the expo!
Thanks for checking up on me!"  



Was glaubt man in Trinidad & Tobago eigentlich, wieviele Bodybuilderinnen in Weltklasseform man in dem kleinen, nicht gerade reichen Land haben kann? Zumal eine, der alle Fachleute über ihre Sportlichkeit hinaus ein gewinnendes Wesen, eine große sportliche Ausstrahlung und eine hohe Attraktivität bescheinigen. Eine junge Dame unter 30 also, die durchaus das Zeug hat, das neue Gesicht, einer der neuen Stars des Frauenbodybuilding zu werden.

Was denkt man in den USA beim Hauptverband, wie man diese Qualität und diesen Leistungswillen ignorieren kann? Man hätte die Courage haben müssen, sich gegen das Ansinnen des T & T-Verbandes zu stellen und klar zu machen, dass die Athletinnen Vorrang vor ihnen unbekannten Verbandsquerelen haben müssen. Ich bin sicher, das Publikum hätte lautstark zugestimmt.


Jedenfalls standen da ein paar Teilnehmerinnen auf der Bühne, die eigentlich schon so Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre von Patsy Chapman oder Lisa Lyon locker auf die Plätze verwiesen worden wären. Einige hatten sogar noch eine mehr als nur deutliche Fettrolle am Bauch, von Muskelteilung war da keine Spur! Das beweist die Teilnahme von Caroline Byrd aus North Carolina. Was die Dame als Aktive bei so einer Veranstaltung zu suchen hatte, entzieht sich meinem Verständnis. Man fragt sich, ob die judges bei der Sichtung alle keine Ahnung haben, bekifft, bedröhnt oder hackedicht waren, einfach nicht hingucken oder das Ding mit Absicht in die Grütze reiten wollten. Anyway: So wird diese Amateur-Klasse nur zu einer in keinster Weise ernstzunehmenden Lachnummer. Und das ist schade: Da geht's schließlich um den sportlichen Nachwuchs!


Was ich damit sagen will: Mag sein, dass manche Maedels nicht mehr in den Physique-Klassen starten wollen. Wegen angeblicher Vermännlichung und so. Aber vor allem sind es meiner Auffassung nach die Verbände, die entsprechend ambitionierten Teilnehmerinnen in spe jeglichen Elan nehmen, um da überhaupt erst mitzumachen. Verbände, deren Funktionäre jahrelangen Trainingsfleiß mit Füßen treten. Die nicht nur den Wunsch der entsprechend ambitionierten Athletinnen, sondern auch die Ansichten der Fans ignorieren. Sprich: Schafft die Rahmenbedingungen, tragt Verbandsstreit nicht auf dem Rücken der SportlerInnen aus und bewertet so, wie sich das gehört. Dann werden die muskulösen Maedels auch kommen. Solche wie Kashma. Denn das war ein winner-body und nichts anderes!


And now something completely
different: Diese Beine sollte der liebe
Gott als Muster für die künftige
Serienfertigung nehmen!

1 Kommentar:

  1. dongonzor27/3/12

    Ihre Sperrung durch ihren Heimatverband hatte meines Erachtens damit zu tun, dass sie sich zuhause keinem Dopingtest unterzogen hat. Ist natürlich zunächst mal schlimm und traurig für Kashma, dass sie nicht gegen ihre amerikanischen Konkurrentinnen antreten durfte - aber der wahre Skandal ist doch, das in Trinidad und Tobago härtere Dopingrichtlinien durchgesetzt werden als in den USA!

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--- mattmuscle, der sich über möglichst viele sinnvolle Kommentare und Anmeldungen bei "Wer mitliest - die Muskelmaedel-Community" in der rechten Blog-Spalte freuen würde ...