Sonntag, September 23, 2012

1. Was Kurzes zur Umfrage (Ms O 2012)
2. Olga Kurkulina & Mother Russia, "Kick-Ass 2"


So --- ein paar Tage sind's noch, dann wissen wir mehr. Interessant: Egal, wo ich im Web auch hingucke - bei Umfragen wie der in "Muskelmaedels" gerade laufenden "Wer sollte Ms O 2012 werden?" führt überall Alina Popa, hier ein Foto Marke "Muskelmaedels". Und das tut Alina Popa mit Abstand. Fragt sich nur eins: Lesen das die für Vegas als Kampfrichter vorgesehenen Funktionäre auch? Das müssten sie eigentlich, sofern nicht so blind wie ehedem Mister Magoo und dazu noch Internet-abhold. Und wenn ja: Beeinflusst es sie, im Guten wie im Schlechten? Fragen über Fragen...

********************************* 


And now for something completely different: Der ein oder andere wird sich noch an den Film "Kick-Ass" erinnern. Richtig, der von Brad Pitt co-produzierte und mitgeschriebene Film, der auf einer von Mark Millar verfassten und John Romita jr. gezeichneten Comicreihe basiert. Inhalt: Es geht um einen Schüler namens Dave Lizewski, der unter dem Namen Kick-Ass als grüngewandeter Superheld unterwegs ist und dabei auch auf andere, ähnlich originell benannte Charaktere trifft. Etwa "Big Daddy", "Hit-Girl", "Johnny G" oder "Red Mist". Die Figuren sind, vorsichtig gesagt, anders: Hit Girl ist eine als Killerin tätige und durchaus "in vulgo" redende Elfjährige. 

Die Kritiker haben das geschlachtet - von wegen ein Kind und so profan und brutal. Aber das Publikum hat's wohl genug geliebt, um Hollywood auf eine nachgerade revolutionäre Idee zu bringen: "Wir drehen einfach einen zweiten Teil, jawoll, und verdienen uns dumm und doof!" Aber diese sensationelle Maßnahme bringt mich zu dem Foto über diesen beiden Abschnitten und damit zum eigentlichen Thema dieses Postings.


Denn im Laufe seiner Fährnisse trifft Kick-Ass auch auf "Mother Russia". Das heißt auf Deutsch so viel wie Mütterchen Russland. Aber mit einem Babuschka-ähnlichen Muttchen hat diese Figur rein gar nichts zu tun, allenfalls schon mit der schwertbewehrten Walküre, die in Putins Reich mancherorts als Denkmal steht, etwa gigantomanisch groß in Wolgograd (siehe Foto). Doch auch die ist ganz anders als die Figur, um die es hier geht. Denn diese Mother Russia ist eine Dame, die so auch nur im Comic existieren und da ungestört agieren kann. Im richtigen Leben wäre sie täglich unter Beobachtung und in den Nachrichten - allein schon wegen ihres Äußeren. 


Das sieht nämlich so aus: Schwarze Wallemähne, einäugig und mit Moshe-Dajan-Gedächtnis-Augenklappe. Flächendeckend und dem Namen gemäß tätowiert - Sowjetsterne auf der Stirn, den Schultern, den Armen, den Oberschenkeln und den Knien, ein Hammer & Sichel-Emblem auf dem Bauch und auf dem Top quer über ihren dicken Dingern die Aufschrift CCCP (das ist kyrillisch und steht um- und ausgeschrieben für "Soyuz Sovetskikh Sotsialisticheskikh Respublik", also das, was wir im Westen als UdSSR kannten). Zudem ist Mother Russia sparsam bekleidet, was bei ihren hüninnenhaften Ausmaßen den Blick auf ihre pralle Oberweite, die mächtigen Oberarme und die breiten Schultern lenkt.


Diese Figur wird als ehemalige Spetsnaz (= Mitglied sowjetischer Spezialeinheiten) und ehemalige KGB-Offizierin beschrieben, die sich als Leibwächterin bei einem der Bösen verdingt hat. Und die (natürlich) auch deshalb böse ist, weil sie es (wieder einmal) gewagt hat, ihre weibliche Figur durch bestimmte Mittelchen muskelmäßig zu verändern, was ja gegen das heilige Gesetz des Gender-Mainstream verstößt. Also so von wegen starker Mann und schwache Frau und was nicht sein kann, das nicht sein darf ...


Äh, ja. So kann man es sehen. Freilich auch so: Wenn nun solch eine Muskeltitanin den um zwei Haupteslängen kürzeren Kick-Ass in souveräner, sexuell wie körperlich überlegener Manier an sich zieht, dann dürften wohl alle Hobbypsychologen darin die grotesk übersteigerte Variante des altbekannten Themas "Reife Frau verführt unerfahrenden Jüngling" sehen. Außerdem ist es natürlich ein Fest für "Muskelmaedels" und damit für Burschen wie mich, denen es gefällt, wenn derart starke Frauen ihre körperliche Majorität gegenüber den Mannsleuten ausspielen, wissend, wie die darauf reagieren ...



Nun, der Film. Teil zwei von "Kick-Ass". Regie führt Jeff Wadlow, die schon im ersten Teil beteiligten Schauspieler Aaron Johnson, Chloe Grace Moretz und Christopher Mintz-Plasse sind wieder dabei. Nun sollte Mother Russia auch rein. Daher musste eine Schauspielerin her, der man diese Rolle auch abnahm. Natürlich hätte man es wie bei der "Unglaubliche Hulk" machen und die Figur per Tricktechnik erstellen und in den Film "hineinrechnen" können. Gott sei Dank wollte man das hier nicht. War wohl zu teuer. Doch brauchte man eine Frau, die Mother Russia körperlich halbwegs nahekam. Das heißt, eine richtig muskulöse Frau von wenigstens einsachtzig Länge. Lechz!


Hier ein Auszug aus dem Casting Call, also dem Besetzungsaufruf: "Klassische Schurkenrolle. Ein [weiblicher] ex-KBG-Offizier, die jetzt von dem schwächlichen Chris bezahlt wird, um in seiner Gruppe zu kämpfen — sie ist mit Abstand am  versiertesten und zudem insgesamt eine erbarmungslose Killerin. Beschrieben als eine Bodybuilderin mit zuviel Steroiden, muss sie physisch extrem imposant und muskulös und dennoch noch als Frau klar zu erkennen sein. So groß wie möglich (nur 6 Fuß und mehr). Geben Sie Ihre Größe bei der Bewerbung an." (Das "weiblicher" in der eckigen Klammer und das Wort "Killerin" sind von mir auf feminin eingedeutscht, da der englischsprachige Originaltext ja bei Begriffen wie "Offizier" und "Killer" keine grammatikalischen Geschlechter kennt.) 


Nun gibt es ja einige große und international bekannte Bodybuilderinnen, die so um einsfünfundsiebzig und größer gewachsen sind. Amber deLuca, Gabrielle Hames, Nicole Pfützenreuter fallen mir da ein. Den Filmleuten hingegen nicht. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht waren ihnen die Maedels zu kurz, zu wuchtig oder zu alt, mindestens zwei haben auch das vierzigste Lebensjahr hinter sich (der Wahrheit die Ehre, auch wenn es uncharmant klingt. Ein Kriterium ist das Alter bei "Äkschn-Fuimen" freilich nicht, sonst hätte "The Expendables II" nicht gerade solch einen Erfolg.) Sei es, wie es sei: Man suchte und fand Olga Kurkulina.


Olga wer? Das ist die kraftvolle blonde Dame, von der die vier Fotos unterhalb der Comics und oberhalb dieses Abschnitts stammen. Nun, sie stammt aus Usbekistan oder aus der Ukraine (je nachdem, wem im Web man glaubt), lebt in Israel und ist auch unter einem anderen Nachnamen aufgetreten - Shirinskaya. Geboren ist sie auch, ich wüsst' freilich gern, wann. Sie ist eine ehemalige Hochspringerin, hat sich im Gewichtheben versucht und ist jetzt Bodybuilderin. Hat diverse Wettkämpfe absolviert. Und ihre im Szenesprech als "stats" bekannten Körpermaße sind entsprechend: Sie ist gertenschlank, also nicht so wuchtig wie eine kleinere Bodybuilderin. 


Ihre Größe? Olga Kurkulina ist (wieder je nach Angabe) einsvier- bis einsachtundachzig groß - die Differenz kann ich mir nur so erklären, dass der Messende vor lauter Aufregung entweder das Maß nicht richtig hat anlegen können oder falsch abgelesen hat. Freilich fand sich auch die Angabe 6,2" - ausgeschrieben: six feet two inches, und da sind umgerechnet ziemlich genau hundertachtundachzig Zentimeter. Offseason wiegt sie (laut einem älteren Text) zwoundachzig Kilo und hat Oberarme von geschätzten siebenunddreißig, achtundreißig Zentimetern. Damit ist sie in jedem Fall größer als ich, muskulöser und stärker sowieso - ich darf mir gar nicht ausdenken, wie das wäre, wenn sie mir in hochhackigen Plateauschuhen entgegenkäme. Das heißt, ich darf mir das schon ausmalen, wer hindert mich ...


Übrigens, Olga Kurkulina hat in definierter Verfassung einen kantigen, scharf ausgeprägten, hoch aufragenden und fraglos steinharten Bizeps zum Anbeten:


Ja, außerdem ist sie blond und trägt eine dieser Kurzhaarfrisuren, wie sie meiner Ansicht nach Frauen mit regelmäßig-markanten Gesichtern so gut stehen. Wie die beigefügten Fotos (Collage von "Muskelmaedels") zeigen, liebt sie es, vor der Kamera zu posieren. Mal als Amazone à la Red Sonya, mal als Dschungelgirl, mal als Polizistin mit Domina-Touch, mal als Bauarbeiterin - und alles das durchaus auch bei Präsentation ihrer unverhüllten, herrlich drallen Brust.  


Wenn man so will, ist sie eigentlich genau die Richtige, um vor einer Kinofilmkamera eine böse Amazone zu spielen, um die im Vergleich zu ihr schwächlichen Bürschchen zu vertrimmen, dabei salzig-süffisante Kommentare abzugeben und mit ihrem harten Muskelbody allen sonstigen Beteiligten die Show zu stehlen --- hoffentlich! 


Nun, wie sie im Web an anderer Stelle mitgeteilt hat, musste sie trotz ihrer unbestreitbaren körperlichen Vorzüge das filmübliche Casting durchlaufen: "Ich trat gegen andere Kandidaten aus Amerika, der Schweiz und Holland an [Holland - da denkt der Unterzeichnete doch gleich an die ähnlich groß gewachsene, muskulöse Niederländerin Maria Carolien Wattel.] Ich verbrachte drei Wochen im Casting, das in den Pinewood-Studios [in England] stattfand. Schließlich sagte mir der Regisseur, ich bekäme die Rolle. Das war eine schwere Zeit, sowohl psychisch wie physisch."


Ende August ging es dann für zirka einen Monat nach Toronto in Kanada zum Außendreh. Danach, so Olga Kurkulina, soll es wieder zurück nach London gehen, um da diverse Stunts im Studio zu drehen: "Zur Zeit trainiere ich hart, lerne neue Bewegungen für Angriff und Verteidigung und arbeite mit Profis an meinem Schauspiel- und Sprech-Training."


Was bisher so an Standbildern aus dem Film an die Öffentlichkeit kam, zeigt aber, dass man Olga Kurkulina nicht haargenau so hergerichtet hat wie im Comic. Allem Anschein nach spielt sie Mother Russia in blond (hier eine von "Muskelmaedels" erstellte Collage) . Damit sieht sie aus wie die Schwester des von Dolph Lundgren in "Rocky III" gespielten Russen-Fieslings Ivan Drago. Freilich eine starke Schwester. Eine, die ihren Bruder ganz nach Laune mit links fertigmachen kann. Wie den Burschen hier im Bild, aber da handelt es sich glücklicherweise nur eine Puppe:

Bleibt noch eins: Der Film soll 2013 ins Kino kommen. "Muskelmaedels" geht mal davon aus, dass es uns alle dann noch gibt. Von wegen Maya-Kalender und so - demnach soll's ja eigentlich bald rum und um sein. Aber der Typ, der damals diese Zeittafel mit Hammer und Meißel verbrochen hat, hat bestimmt nichts von dieser umwerfenden Muskel-Walküre geahnt, sonst wäre sein Kalender garantiert anders ausgefallen ...


Kommentare:

  1. Anonym25/9/12

    Wo nimmst du die immer her? Die Olga ist hauptkrass! Sie ist blond und hat einen Hammer-Stahlbizeps und ist soooo groß! Bei mir ist jetzt auch was soooo groß!

    lovesblonde

    AntwortenLöschen
  2. MarcusAurel26/9/12

    Ja, und?
    Da hätte Matt auch noch 2 Jahre warten können, bis diese Lady zu MM-Ehren kommt...
    mich beeindruckt sie (noch) nicht.

    AntwortenLöschen

--- mattmuscle, der sich über möglichst viele sinnvolle Kommentare und Anmeldungen bei "Wer mitliest - die Muskelmaedel-Community" in der rechten Blog-Spalte freuen würde ...