Sonntag, September 11, 2016

Rising Phoenix - Wings of Strength: Wettkampf-Report


Vorbei ist die große Show Rising Phoenix innerhalb der Wings of Strength, die wohl "in Zusammenarbeit" mit der IFBB diesen Wettkampf organisiert hat. Und gekürt auch die Siegerin, in diesem Falle --- Margie Martin. Eine Show für die Fans, die den (oder das?) Event vorab und währenddessen mächtig gelobt haben, als beste Show im Frauenbodybuilding ever. Nun, das sei dahingestellt, weder war ich da, noch kenne ich wirklich alle anderenVeranstaltungen dieses Typs so intensiv, um einen solchen Superlativ zu rechtfertigen. 

Fraglos ist aber, dass die WoS das Potential haben, um der bei der IFBB offiziell aufs Abstellgleis geschobenen Sparte des Frauenbodybuilding eine neue Spur zu geben; 2013 hatte man ja die Ms.International und im Folgejahr die Ms. O komplett gewippt. Warum man nun dennoch bei der WoS mitmischt, dafür gibt's bestimmt Gründe (sicherlich pekuniärer, aber auch organisatorischer Art), allein mir fehlt's da am Verständnis: Zum einen stellt die IFBB renommierte Wettkämpfe ein, um sich dann bei diesem aber breit und fett draufzusetzen. Wenn ich bösartig wäre (bin ich bösartig?), würde ich sagen: Risiko abgeben, aber den Daumen oben drauf behalten wollen ...

Free Posing - rechts die vorderen drei sind Alina
Popa, Margie Martin und Sheila Bleck. Man achte
einmal auf Margies Beine und Arme ...

Das dadurch absehbare Orga-Chaos führte dann auch gleich wieder zu einigem Zoff. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören (sprich: auf den entsprechenden Websiten, FB-Postings und Blog-Einträgen zu lesen war), habe sich auch mit Iris Kyle die Rekord-Lady des Frauenbodybuilding um eine Teilnahme bemüht. Und sei nicht genommen worden. Nun. Kann sein, vielleicht war Miss Kyle nur zu spät an. Wenn nicht und wenn ihrerseits alle Regularien eingehalten worden sind, nun, dann war das nicht okay: Wie gesagt, wenn das stimmt, worauf Iris Kyle selber verlinkt hat ...

Für mich sieht's so aus: Es gab da einen Clash der Regelwerke - die der IFBB und die der WoS. Anscheinend nutzt die WoS einiges an Strukturen der IFBB (oder andersrum), es gibt aber in den hier wichtigen Abschnitten jeweils andere Regeln. Und da ist Iris Kyle dazwischen geraten. Demnach hätte sich Iris Kyle durch Teilnahme an einem früheren WoS-Wettkampf für Rising Phoenix qualifizieren müssen, laut den IFBB-Offiziellen wäre das mit ihrer Vorgeschichte als Rekordtitelhalterin nicht nötig gewesen. Meine Ansicht: Man hätte da eine Ausnahmeregelung finden und vertreten können.

Auch das ist etwas wert: Man hat den
Wettkampf offensiv beworben, wie dieses
mannshohe Plakat an einer Bushaltestelle
in Phoenix beweist. Es hat schon den
Eindruck, dass DIESE Organisatoren
wirklich an einem Wettkampf für
Bodybuilderinnen interessiert sind.
Selbst wenn alles absolut einwandfrei gelaufen sein sollte: Das Ganze hinterlässt den bitteren Beigeschmack, dass man die nachgewiesenermaßen erfolgreichste FBB der Welt nicht hat mitmachen lassen wollen. Und das ist sch...e, weil es auch den Erfolg der anderen schmälert und wieder einmal einen Schatten auf den ganzen Sport und dessen Leistungsspitze wirft. Zumal mehr als eine Athletin im Vorfeld außerordentlich lobenswerte Worte zur Organisation, zur betont familiären Atmosphäre der WoS gefunden hat. Und dazu, wie sehr man sich hier um einen Wettkampf für die Maedels mit den wirklich großen Muskeln bemüht, wie sehr man sich hier den sprichwörtlichen Allerwertesten aufreißt, um einen Wettkampf zu veranstalten, in dem man nicht wie bei der IFBB etwas sieht, mit dem man eigentlich nichts anzufangen weiß und das man eigentlich lieber heute als morgen los werden würde. 

Vielleicht wäre es auch gut, die IFBB mal GANZ RAUS zu lassen. Ich wiederhole mich: GANZ RAUS! Entweder will der Vier-Buchstaben-Verein oder er will halt nicht. Just my 5 Cents.


Lisa Cross (l.) mit ihrer Trainerin und Mitbewerberin
Alina Popa (r.), hier beim Athleten-Meetung. Cross
betonte, wie familiär die Atmosphäre bei
dem Wettkampf abgelaufen sei, das sei
das Beste, was sie diesbezüglich je erlebt habe.


Top-Muskelmaedels waren jedenfalls genug da. Und das in guter Verfassung, auch wenn man zwecks Masse auf der Bühne auch einige Ladies zugelassen hat, die nicht zur ersten Garde zu zählen sind, aber auch durch ihren zum Teil überbordenden Enthusiasmus bestechen, wie im Vorfeld allenthalben zu lesen war. Und mir ist (wie überhaupt im Leben) jeder mit einer gesunden und ehrlichen Begeisterung lieber als einer, der zwar alles prima kann, es aber ohne Elan erledigt. Und Begeisterung, die braucht es auch in einem auf Zuschauer angewiesenen Sport. Denn merke: Begeisterung strahlt aus, färbt ab, steckt an, lockt herbei, macht sympathisch, wirkt vorbildlich. Also WoS, an der Stelle alles richtig gemacht.

Margie Martin holte, wie gesagt, den Titel, bewehrt mit einem Paar klotziger Bizeps, angesichts derer mir die Luft wegbleibt. Zu diesen anbetungswürdigen Armen kamen dann auch ihre Beine, die oberhalb der Knie in eine Art zerklüftetes, aber immer noch zur Gesamtanmutung passendes Fleischmassiv übergingen und deren Umfang ich mal gerne gemessen hätte - 70 Zentimeter? Dazu gab es dieses Margie-Martin-Lächeln, mit dem man selbst dunkelste Höhlen taghell erstrahlen lassen kann. Beste Poserin wurde Sheila Bleck, die Lady mit der ebenfalls irgendwie immer lebensbejahend-fröhlichen Ausstrahlung (und das, obwohl sie einiges an Schicksalsschlägen hinter sich hat). Sie landete denn auch verdient auf Platz zwei. 

Die Wettkampf-Bewertungsliste
Auf Platz drei fand sich dann nach gut zweijähriger, berufs-, aber auch verletzungsbedingter Pause Alina Popa, mit einer nachgerade atemberaubend guten Mischung aus Muskelfülle, -härte und -symmetrie, den schönen Kopf zudem filmreif hergerichtet, den Body in einem Posing-BH in eigens für sie entwickeltem Grünton (der sich dann auch im Make-up rund um die Augen wiederfand). Dass das nach zwo Jahren Abstinenz noch nicht auf Anhieb klappen konnte, liegt auf der Hand, aber Alina sollte einmal in ihrer Karriere noch einen der großen Titel holen --- lieber Gott, haste ditte nu jehört? Mit ihrer Ausstrahlung und der Mischung aus Eleganz und Schönheit auf der Bühne wäre sie einfach das Top-Aushängeschild, das das Frauen-Bodybuilding so dringend braucht. Beim nächsten Mal etwas härter und bitte mit etwas mehr Details in den Oberschenkeln und mehr Fülle in den Waden, dann sollte es passen. Aber unbedingt wieder bitte mit diesem sensationell ausgebildeten Rücken: Hammer!

Der direkte Vergleich zeigt die Fülle der Muskeldetails bei
Popa, Martin und Bleck (von links gesehen). So sehr
ich ein Fan von Alina Popa bin, so sehr muss ich sagen,
dass die Beine der beiden anderen besser anmuten.
Vierte wurde Helle Trevino, fünfte Yaxeni Oriquen. Damit haben wir drei Nicht-US-Amerikanerinnen auf den Rängen drei bis fünf. Moment, mag man sagen, die Scorecard schreibt bei Trevino aber "Venice California", oder? Gut aufgepasst. Aber: Auch wenn die Scorecard Helle Trevino so gelistet hat --- die Gute stammt immer noch aus Sønderborg und das liegt in Hamlet-Country, will sagen: Dänemark. Mancher mag sie noch mit dem Geburtsnamen kennen, als Helle Nielsen. Daher gehört sie nach meiner unmaßgeblichen Ansicht unter den Euro-Muskelmaedels aufgelistet. Zu den Euro-Teilnehmerinnen zählten auch die Schweizerin Jacqueline "Jay" Fuchs und Lisa Cross; letztere vermeldet mit der ihr eigenen, sehr britischen Tendenz zur Selbstironie, sie sei nun von Rang neun auf Rang sieben der weltbesten FBB vorgerückt, habe also nun die Nummer 007 ... für eine Britin passt das dann ja.

Ohne nun Marvelous Margie Martins (verdienten!) Erfolg schmälern zu wollen, drängt sich wieder einmal im Hinterkopf ein fieser Verdacht auf. Nämlich, dass bei einer US-Veranstaltung eine US-Amerikanerin zu gewinnen hat.  Ist das so? Oder ist es nur ein Verdacht?

Jedenfalls war die Spitze bei diesen Wettkampf schon recht dicht, dass ich mich mit einer Urteilsfindung zur Besten richtig schwer getan hätte. In Sachen Masse bei gleichzeitige Symmetrie lag Margie Martin sicher vorn, auch hatte sie eine Super-Teilung etwa an den Beinen (weit besser als bei ihren zwei Verfolgerinnen). Aber trotz ihrer Fehler wirkte Alina Popa auf mich irgendwie harmonischer, gesehen auf das Verhältnis Muskeln und Körpergröße. Aber vielleicht bin auch nur beckmesserisch...

Die drei Maedels von hinten gesehen: Meinem Dafürhalten
nach hat Alina Popa den besten Rücken, wegen der
Kombi von Fülle und Teilung. Der von Martin (M.) ist am
kurvig-breitesten, hat aber nicht alle Details. Und Bleck
 (r.) wirkte flacher. Aber bitte: Das ist die Kritik an
einem sehr hohen Niveau. Und kurvig, das ist die
gesamte Margie Martin, von oben bis unten ...
Was nun aus meiner Laien-Distanzsicht geschehen sollte: Das Hickhack um die Qualis klären, rapidamente, damit nicht noch einmal eine der nachgewiesenermaßen besten Bodybuilderinnen dieser Erde von der Teilnahme ausgeschlossen ist und man sich an einer Stelle einen Skandal beschert, wo man schlicht keinen braucht. Am besten die IFBB ganz kegeln und das ganze Organisatorische neu aufsetzen. Und das runter bis in die regionalen Ecken, damit auch von unten her Qualifikationen ausgeführt werden können: Ich weiß, ich weiß, das wäre ein Mammutjob, weil man eine komplette neue Orga-Struktur bräuchte. 

Oh Gott --- wenn ich das live gesehen hätte! Alina
sieht zum Verlieben aus. Und Bizeps-Fans: Guckt
mal auf den Arm von Margie Martin...


Okay, es hat mir keine Ruhe gelassen:
Ausgeschnitt genommen, alles andere graublau
gefärbt, auf dass dieser SUPER-ARM perfekt
zu sehen ist. Und dazu auch noch dieses
herrlich strahlende Lächeln ...
 

Samstag, September 03, 2016

Kleine Ode an Christa Bauch


»Content-Hygiene«, so heißt das gelegentliche Pflegen alter Web-Inhalte. Daher auch hier bei diesem Beitrag von Muskelmaedels.Blogspot über Christa Bauch ein Update, Datum 3. September 2016 um 10:15 Uhr: Das Folgende, in diesem Gelbton Abgesetzte, habe ich am 23. Juni 2009 um 8:45 Uhr erstmals gepostet. Jetzt habe ich diese damals von mir farblich gepimpten Bilder vor mir: Sofort träume ich ... wie mich tiefdunkle Augen aus ernstem, klarem, schönen Gesicht unverwandt anblicken, während da sensationelle, harte, kantige, starke Bizeps-Hügel schwellen, ein Knackpopo warm auf meiner Brust und diese superstarken Schenkel straff und stramm auf meinen Schultern und an meinen Ohren, ich sehe mich mit einer Massageölflasche in meinen Händen da liegen und fühle mich grad wieder wie Dschinghis Khan in jener Nacht, deren Folge sieben Kinder waren ...
 

Jeder hat so seine Methoden, mit denen er dem alltäglichen Druck begegnet. Eine von meinen besteht darin, mir Bilder und Videos von Christa Bauch zu betrachten. Wenn es mir so richtig übel geht, wenn ich einen richtig anstrengenden Tag hinter mir habe, wenn ich völlig frustriert bin und wenn ich mich frage, was das alles soll und ob ich nicht irgendwo irgendetwas Elementares verpasse, während ich gerade spürbar altere – dann hilft mir so manches Mal der Anblick dieser Aufnahmen weiter. 

Ich kann auch nicht bis zur Neige ergründen, warum das bei mir ausgerechnet so und nicht anders ist. Aber ein paar Gründe liegen aus meiner Sicht auf der Hand.

Christa Bauch ist
ich lasse das einmal im Präsens stehen, obwohl sie sich inzwischen (wohl auch altersbedingt) aus dem extremen Muskelsport und damit von der eigenen Website zurückgezogen hat eine extrem erotische Dame, ohne Wenn und Aber (und ohne ihr zu nahe getreten sein zu wollen – obwohl ...). Und Fotos wie die hier von mir künstlerisch verfremdete Aufnahme bestätigen das, zumal Christa Bauch durch die gewählte Bekleidung ihre sinnliche Anziehungskraft noch betont. Und erotisch ist sie auch noch – nächster Grund – als reife Frau, oder vielleicht gerade deswegen.

Sexy ist das eine, aber Christa Bauch ist auch sehr muskulös. Sie hat es als Bodybuilderin verstanden, sich auch noch Jahre nach dem Ende ihrer Wettkampf-Zeit in einer regelrechten Turnier-Verfassung zu erhalten. Denn lange danach besaß sie einen gestählten Körper, dessen »Muskelqualität« man nur als traumhaft beschreiben konnte, sowohl in Form und Symmetrie als auch in Tonus und Volumen – man staune einfach einmal angesichts dieser prächtig gerundeten, straffen Bizeps-Muskeln. Und so beschert mir der Anblick von Aufnahmen mit dem Motiv dieser schwarzhaarigen Dame mit den schönen tiefdunklen Augen nahezu jedes Mal fast schon priapische Gefühle ...

Doch jenseits davon begründet sich meine Faszination für Christa Bauch auch in etwas ganz anderem. Denn mir imponiert ihr Lebensweg außerordentlich. Trotz DDR-Herkunft, Neuanfang im Westen, Kindererziehung und Beruf hat sie es geschafft, nebenher als Enddreißigerin eine international beachtete und gefeierte Bodybuilding-Karriere einzuschlagen – und dann dem Eisensport fast ein Vierteljahrhundert lang treu zu bleiben.

So bin ich hin und wieder so frei, mich am und durch den spektakulären Anblick dieser tollen Muskellady zu erfreuen, mich von ihr (auch für's eigene gelegentliche Sporteln) inspirieren und – gerade fürs tägliche Leben – anspornen zu lassen. Und über all das ein paar Worte zu verlieren, die sie vielleicht einmal liest und die ihr vielleicht auch gefallen und sie so erfreuen, wie es ihre Fotos bei mir bewirken. 


Auch heute noch, obwohl das Muskel-Phänomen C. B. langsam mehr und mehr in die Vergangenheit rutscht, so wie wir alle anderen auch. Aber die Bilder sind noch da und sagen damit unausgesprochen jedem, warum es diesen Blog auch gibt ...



Sonntag, August 07, 2016

Wings of Strength Tampa Pro - und, wie isses?

So isses: Sheila Bleck hat gewonnen, dies im Vergleich mit (der von der unvergleichlichen und diesseits der Tastatur äußerste geschätzten Alina Popa trainierten) Lisa Cross von den Brexit Islands; ich hoffe, die Farbführung ist eindeutig - für Farbenblinde: Lisa links, Sheila rechts:

Als nächstes nun eine Front- und eine Rückenansicht - in diesem Falle Janeen Lankowski, Virginia Sanchez, Tischa Thomas, Irene Andersen und Judy Gaillard. Irene Andersen ist dank ihrer Größe am gewaltigsten, aber am bepacktesten erscheint mir Virginia Sanchez (man vergleiche mal die Mitte des oberen Rückens der beiden). Auch Tischa Thomas ist super detailliert, ihre Waden sehen schärfer aus als die der übrigen, auch wenn Janeen Lankowski dir wuchtigsten Beine zu haben scheint, es ihr aber an Schärfe wieSymmetrie etwas fehlt. Da geht die Wertung schon in Ordnung.





Ach ja, die Wertung: Die vom Chef-Judge Steve Weinberger gegengezeichnete Scorecard sah abschließend wie jetzt abgebildet aus, die beiden Europäerinnen Irene Andersen (hier auch schon mal vorgestellt) und Virginia Sanchez (das spanische Bizeps-Wunder; Bild ganz unten) auf den unverdächtigen Plätzen sechs und sieben:


Ein Foto, das die Siegerin im Vergleich zu den anderen Ladies zeigt. Man achte auch auf die Medaillen. Die sehen aus wie Kuchenteller, da ist Olympia mit seinem Edel- und Bronzelegierungen gar nichts dagegen --- was macht man nach so einem Wettkampf eigentlich mit all den Trophäen, wo tut man die hin? Und dann --- Sheila trägt sogar ein Krönchen (ich frage mich immer, wieso derlei ausgerechnet im basisdemokratischen Amerika immer wieder bei Beauty Contests und sportlichen Wettbewerben an Frauen vergeben wird). Anyway, es sei ihr gegönnt!



Und dann gab es auch die entsprechende Pinunze für die starke, schöne Siegerin, hier mit Al Auguste:



Was das nun heißt? Sheila Bleck schickt sich an, ganz nach vor zu gehen. Gerade bei der Tampa Pro ist sie eine der besten, hat sie da doch schon zweimal gewonnen und ist das dritte Mal Zwote geworden. Wenn sie jetzt noch bei der Ms O. weiter nach vorn gekommen wäre als 2010 bis 2014 mit den Plätzen vier, sechs (zwei Mal hintereinander) und sieben, dann ...


Lisa Cross ist fraglos eine der besten international und damit auch außereuropäisch startenden Bodybuilderinnen geworden. Sie hat sich eklatant verbessert, wirkt ersichtlich symmetrischer in der Gesamtanmutung und viel besser definiert als früher, ohne dabei weniger muskulös zu sein. Alina Popa hat da eine gute Arbeit als Trainerin geleistet! 


Was einen erschrickt, ist die Arrangement des Wettkampfs WoS Tampa Pro insgesamt: Posing ist etwas, das wesentlich ist für das Wettkampf-Bodybuilding, weil es das Individuell-Künstlerische bei der Mucki-Präsentation betont. Es kann jemand noch so toll aussehen, wenn er auf der Bühne so steif wie ein Stock und so ungelenk wie ein Krauss-Maffei-Panzer rüberkommt, dann wird er auch nicht überzeugen, weder beim Publikum noch bei den Kampfrichtern. Warum also die Organisatoren die Posing Awards abgeschafft haben, das verstehe ich nicht; abgesehen davon hat man auch diverse Wettkampf-Klassen bei Weibsen und Männers gestrichen. Keine Ahnung warum, kann mir nicht vorstellen, dass es an möglichen Teilnehmern gelegen hat.

Virginia got her guns ...

Freitag, August 05, 2016

Wings of Strength Tampa Pro --- erste Impressionen

Heute und morgen geht sie im inzwischen auch Zika-geplagten Florida über die Bühne - die Tampa Pro Show innerhalb der Wings of Strength. Und wie die ersten Bilder bei der Anmeldeprozedur zeigen, feiern die Maedels da auch fröhliches Wiedersehen ... eigentlich so, wie Sport sein soll: Man achtet bei aller sportlichen Konkurrenz das Gegenüber!

Hier ein schönes Bild von Victoria Sanchez (links, in Schwarz) und Lisa Cross (rechts, in Gelb -- ich hoffe, die "Ausleihe" ist genehm):


Und hier noch die Liste der Teilnehmerinnen aus der Klasse der in Augen wie den meinen richtigen Muckimaedels, abzulesen aus dem Ergebnislisten-Vordruck (= scorecard):



Warten wir mal ab, was dabei herauskommt! 




Hier die (auch im vorangegangenen Posting genannte und gezeigte) Selma Labat aus Brasilien auf einem Foto von Dan Ray (alle seine Aufnahmen der Männlein und Weiblein vom Check-In gibbet hier).

Übrigens: Es gibt dort in Tampa auch lustige Preise zu gewinnen --- einer davon: Ein Abendessen mit der achtfachen Miss Olympia und zu Recht als Sportlegende gefeierten Lenda Murray, unten auf einem Photo des legendären Photomeisters Bill Dobbins. Ach ja, könnte mir auch gefallen: Das sind doch mal Ideen und Anregungen, die man auch hierzulande aufgreifen könnte. Es würde manchen Fan zum Wettkampf ziehen, wenn er die Chance hätte, so einen schönen Abend mit einem seiner weiblichen Muskelidole in gepflegter Atmosphäre zu verbringen - und die Rechnung wird auch noch vom Veranstalter übernommen ... wann geht der Flug? 




Freitag, Juli 29, 2016

Copa Bicepsana --- Muskelmaedels aus Brasilien

Selma Labat

Rio de Janeiro, Brasilien --- das ist dort in der Riesenstadt am Zuckerhut, wo man in der Freizeit keine Tauben im Park füttert, sondern Kaimane in einem der vielen Wasserläufe. Die Stadt, in der demnächst die Olympischen Spiele stattfinden, mit jeder Menge Sand im Getriebe, was man so hört, politisch, finanziell und ökologisch (hoffentlich nicht auch noch terroristisch). Dabei ist das aus 26 Bundesstaaten zusammengesetzte Land eins der größten Länder der Welt. Und damit sicher eins, das mehr ist als nur Mojito, Asado, Samba und Karneval in Rio. 


Gracyanne Barbosa

Freilich - denkt man an Brasilien, dann dominiert in der westlichen Welt entweder das Bild schreiender sozialer Ungerechtigkeit (Stichwort: Favela) oder das Klischee des lebensfrohen Südländers. Dass ein solches Riesenland sicher mehr ist als nur diese zwei Aspekte, das dürfte auf der Hand liegen. Aber das hier ist Muskelmaedels.Blogspot --- daher seit dem zuletzt genannten Klischee nun an dieser Stelle auch einmal ungeniert etwas gefrönt. Also, Brasilien: Das Land, in dem die Frauen bei schwülheißen Temperaturen nur minimalbekleidet durch die Gegend laufen und dabei ihre Optimal-Figuren herzeigen. Vor allem in genanntem Karneval, der so ziemlich alles verkörpert, was diversen islamistischen Terroristen und auch so manchem westlichen Moralpostel ein Dorn im Auge sein dürfte.


Issis Fabiana Silvestre

Ob es sich bei alldem nur um ein touristisches Klischee handelt? Möglich. Tatsache aber ist, dass Brasilien (wie überhaupt Lateinamerika) einiges an Bodybuilderinnen hervorgebracht hat. Und die zeichnen sich nicht nur durch eine selbst durch das Web immer noch spürbare Sinnen- und Lebensfreude aus, die man eigentlich auf Dosen ziehen und verkaufen müsste. 

Anne Freitas


Die "fisiculuturistas" aus Pelés Heimat haben zudem ein anderes Plus - nämlich ihre Muckibeine. Um es einmal zu pauschalieren: Lateinamerikanische und damit brasilianische FBB verfügen oft über Beine, angesichts derer mir die Spucke wegbleibt. Das alte Trainermotto für starke Beine "Ass to Gras" scheint da nicht in Vergessenheit zu sein. Die Oberschenkel dieser Damen haben daher oft ein Volumen, an dem sich viele Muskelmaedels, ja auch mancher Kerl aus dem Norden ein Beispiel nehmen können - selbst in den Fitness-Klassen trainiert man ungeniert auf hohen Muskelumfang. Der natürlich- typisch Lateinamerika - immer noch irgendwie sexy sein muss.

Ach ja ....
Sexy - das sind auch die Popos aus dem Süden. Auch ohne Bodybuilding treibt man in Länderen wie Brasilien und Venezuela einen mir sehr genehmen Kult um den weiblichen Derrière. Logisch, dass das dann vor dem Frauenbodybuilding nicht halt macht. Und dass das auch zu den hier bei muskelmaedels schon sattsam beklagten Implantations-Auswüchsen führt ...


Ana Claudia Pires
Grace Kelly Bom Bom

Jetzt ist mir das mal egal. Ich wollte einfach mal nur das Auge auf einige von Brasiliens Muskelmaedels lenken, etwa Anne Freitas mit ihren wie fleischgewordener Fels wirkenden Oberschenkeln, wie Simone de Oliveira mit ihrem prallen Mucki-Body, wie Gracyanne Barbosa, die zeigt, dass Karneval, Sex und Muckis sehr wohl zusammengehen können --- viel Spaß! Und uns allen sowie den Brasilianern im Speziellen der Wunsch, dass die Olympischen Spiele friedlich vonstatten gehen mögen!


Simone de Oliveira

Samstag, Juli 23, 2016

Female Muscle Worship, Strong Female vs Weak Man --- Comic Style ...


Moment der Wahrheit, Augenblick vor der Niederlage ...

Und mal wieder einige Muskelmaedels, die es nicht im richtigen Leben gibt, sondern die der Vorstellung ihres Zeichners entsprungen und per entsprechendem Bildbearbeitungsprogramm gezeichnet worden sind - Ritualist heißt der gute Mann und seine Sachen findet man bei Deviant Art.

So hätte man es denn gern ...


Wie viele zeichnerische Begabte fertigt er auch das an, was in der Deviant-Art-Szene "Commission" heißt, also Illus, Comic-Strips oder komplette Stories nach Vorgabe ihrer Fans, Freunde und/oder Kunden. Macht mancher gratis und aus Lust und Laune, andere wiederum nehmen Bares dafür, weil sie damit ihren Verdienst aufbessern. Egal wie, jeder wie er mag oder  wie es nottut --- neu ist das nicht, schon der im Fetisch-Bereich weltbekannte Zeichner Eric Stanton hat so die ein oder andere Story erstellt.

Ohne Worte
Ein Thema, das Ritualist gelegentlich (neben vielen anderen Dingen) mit seinem wie schnell ausgeführt wirkenden, prägnant-groben Strich und immer mit einer Prise Selbstironie ausführt, ist das Thema "Female Muscle Worship", also das Bewundern weiblicher Muckis durch Männer, in dem Fall immer schwächere Männer. Etwas, das ich nur zu gut kenne und das ich den ganzen Tag tun könnte, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, die Hände voller Öl...

Wenn's Schulzeugnis mies ist und
Mutti noch voll aggro beim Pumpen ist


Junge trifft Muskelfrau und bewundert ihre Super-Guns...



Ein paar Jahre später, als junger Mann, trifft er sie wieder...
Oder Frauen, die schwächlichen Männern ihre starken Muskeln vorführen, sie auch gern mal vertrimmen. Und dabei salzige Bemerkungen vom Stapel lassen, die die Niederlage noch demütigender machen - und für den Betrachter erregender ... 

 

Nicht fehlen dürfen selbstverständlich jene Powerfrauen, die mit ihren Superdupermuskeln die bösen Jungs auch gleich hordenweise aufmischen und dabei natürlich total mit Bustier, Mini und High Heels sexy und selbstbewusst und stark rüberkommen, aber sowas von ...



Nun, Ritualist hat - so stellt sich mir das dar - ähnliche Gelüste wie auf dieser Seite des Tastenfeldes mattmuscle von muskelmaedels.blogspot.de, die er aber mit (im übertragenen Sinne) Stift und Pinsel auslebt. Und das tut er, wie oben bereits angedeutet, mit Humor. Was wiederum aus meiner Sicht bei jeder Art von Erotik unbedingt dazugehört ...

Tja, Fußball mal anders ...


     
 

Samstag, Juli 02, 2016

Muskelmaedels mit Kindern --- ein paar Gedanken

Lorna Biggam mit Töchterchen Quinn

Kinder --- leider nein, soweit ich das weiß, habe ich keine. Und das, obwohl ich durchaus geübt habe. Daher war das hier nie Thema (auch deshalb nicht, weil dieser Blog ja vor allem einmal auf die freiwilligen, erotischen Beziehungen unter Erwachsenen gemünzt ist).

Frauenbodybuilding und Kinder. Das war immer etwas, bei dem man nicht groß nachgedacht hat. "Man" heißt hier "die Gesellschaft" (es lebe die Pauschalierung!). Man nimmt fast schon automatisch an, dass das nicht geht. Die "Gründe" für diese steile These sind mehr oder minder unbewusster Natur und werden so gesellschaftlich gern auch dargestellt: Frauen mit Muskeln = Vermännlichung und damit Entweiblichung. Folglich seien die Betroffenen auch unfähig, Kinder zu bekommen, so die Annahme. Hinzu kommt, dass vielen Muskelmaedels - ebenfalls unterschwellig - homosexuelle Tendenzen unterstellt werden, warum sollten sie sonst "so" aussehen wollen?

So. Das mit der Homosexualität sollte heute kein Thema mehr sein, kein Aufreger. Wenn also eine Frau Frauen liebt, dann mag ich als Mann das traurig finden, vor allem dann, wenn mir die Betreffende gefällt und ich vor lauter Gefallen schon nicht mehr laufen kann. Aber das ist dann eben so, aus die Maus. Dass auch homosexuelle Frauen Kinder bekommen können und haben, sollte sich ja inzwischen herumgesprochen haben. What else is new?
 
Nach der Geburt ihres Jungen zu schwer, nahm Jenny
Clark satte 50 kg ab und wurde Wettkampf-BB - hier
albert sie mit ihrem Sohnemann herum ...

Bleibt das mit der Vermännlichung. Oh, das ist das Thema, das in unserer ach so offenen und toleranten Gesellschaft immer noch und immer wieder gern genommen wird, um jemanden zu bashen, der nicht zu dem passt, was man im Körperlichen bereit ist zu tolerieren. Gender, Transgender und Sonst-Was-Gender, alles gut und schön, aber es gibt aller behaupteten Toleranz (meine Interpretation: aller moralischen Selbstgefälligkeit) zum Trotz noch genug in Sachen Körperlichkeit, über das man sich gleichsam mit gesamtgesellschaftlichem Segen aufregen kann. 

Maedels mit extremen Muskeln gehören dazu. Man warte einfach, bis der nächste Bildband zu dem Thema rauskommt und lese dann die Rezensionen. Ich kann mich noch gut erinnern, als die Bücher von Martin Schoeller und Bill Dobbins erschienen sind - und an das, was dazu im deutschen Blätterwald erschienen ist. Eigentlich nicht viel anders als vor gut 200 Jahren, als man auch den friedfertigsten Herrn mit Zweifel an seiner Männlichkeit oder Ehre in ein Duell treiben konnte.
 
Hier demonstriert die hochschwangere Meghan Leatherman,
dass Frauen auch in der Schwangerschaft hart trainieren
können. Und dass die Antwort auf die Frage, ob das denn
geht, am besten sie selber geben können!

Und hier führt die Athletin Katja Herjanne vor,
was einer Schwangeren körperlich so alles möglich ist!
Nun. Wenn körperlich starke Frauen mit Muskeln vermännlicht sind, sind dann schwächliche Männer mit unansehnlichen Muskeln weiblich? Die in der Frage implizierte Antwort sollte schon zeigen, wie viel Bullshit in vielen gesellschaftlichen Konventionen steckt. Vor allem dann, wenn die jeweiligen Konventionen eindeutig überholt sind und für die jeweilige Lebensrealität keine Geltung mehr haben. Und das betrifft auch das westliche Verhältnis von Mann und Frau (zumindest solange man an das westliche Wertesystem glaubt und nicht an die Scharia --- Polemik aus). Und daraus folgt auch zwingend, dass man (sprich: die Gesellschaft) es zu akzeptieren hat, wenn eine Frau sich wuchtige, harte Muskeln antrainiert, weil IHR das gefällt.

Deswegen ist sie aber nicht unweiblich. Hier muss man mal eins klarstellen: Viele extrem hart trainierende Leistungsportlerinnen mit extrem niedrigem Fettanteil (nicht nur Bodybuilderinnen) haben - so habe ich das auch von entsprechenden Athletinnen erklärt bekommen - zeitweise keine oder unregelmäßig auftretende Regelperioden. Das aber normalisiert sich, sobald sich das fordernde Training reduziert und sich der Fetthaushalt normalisiert. Mitunter mag es auch helfen, das ein oder andere Mittelchen abzusetzen (das wiederum gilt nicht nur für Bodybuilderinnen) - ich rede von Empfängnisverhütung, an was habt ihr denn gedacht?

Als Judy Miller diese Super-Guns herzeigte, da war
sie schon Großmutter ...
Und immer wieder werden selbstverständlich auch Bodybuilderinnen Mütter. Die einen nach ihrer Karriere, siehe Bev Francis, siehe Brigita Brezovac mit ihrem wunderhübschen, propperen Töchterchen Lucy. Die anderen sind es schon vor ihrer Karriere. So war es bei der diesseits der Tastatur nach wie vor hochgeschätzten Christa Bauch. Bei Judy Miller. Und ich glaube, das ist so bei Margie Martin und Irene Andersen. Und die anderen mittendurch und zwischendrin.

Etwa die Schottin Lorna Biggam: Sie trainierte während ihrer kompletten Schwangerschaft, sechs Stunden pro Woche  (ohne jegliche Medis), drückte auf der Bank 100 Kilo noch am Tag der Geburt ihres Kindes. Des vierten,wohlgemerkt. Zehn Monate nach der Geburt ihrer Tochter via Kaiserschnitt qualifizierte sie sich für die British Female Bodybuilding Finals.


Frau Biggam im Job


Vier Kinder, dazu beide Eltern im Job - das ist fraglos stressig. Zumal dann, wenn die Mutter auch noch hauptberuflich als Feuerwehrfrau arbeitet und nach wie vor hingebungsvoll trainiert (wie auch ihr Angetrauter).

Oder die Britin Mia Warwick: Die wollte Mutter werden. Also hörte sie auf zu qualmen. Heute ist sie Mutter --- und Bodybuilderin dazu. 


Mia Warwick strahlt mit der Tochter um die Wette.
Wie's kommt? Sie haben vor allem einer Person vertraut - sich selber.
 
Extrem, mag man sagen. Aber das gilt für jede Art von Leistungssport. Und überhaupt für alles, was außerhalb der vom Mainstream gesellschaftlich "definierten" Normen liegt. Aber solange sie, ihr Männe und ihre Kinder glücklich und gesund sind, so lange geht es auch niemanden etwas an, ob sie nun - ich spinne jetzt mal - vor oder nach dem Stillen noch schnell einen Bizeps-Supersatz macht.

Zumal die Kinder von Mia Warwick und Lorna Biggam wohl außerordentlich stolz auf ihre Mütter zu sein scheinen, wenn man dem Internet mal glauben schenken darf. Denn ansonsten wird es in den Familien wohl zugehen wie in allen anderen auch.

Also sortiere man den Großteil dessen, was man zum Thema Weiblichkeit von Muskelmaedels hört, dorthin, wo es hin gehört. Und übrigens: Das Aussortieren überholter Ansichten betrifft dann auch den Themenbereich der Schwangerschaft - vorbei die Zeiten, in denen man den werdenden Müttern immer nur Schonung empfohlen hat ...  

Die Familie Biggam
 

NACHTRAG, 28. Juli 2016:



Das Foto habe ich gerade stibitzt - ich hoffe, liebe Brigita, dass das okay ist: Ich finde es einfach nur herrlich - da ist die Mama beim Training, die kleine Tochter natürlich auch, und alle im Studio sind begeistert. Vielleicht zeigt das Bild einfach nur, dass unsere Muskelmaedels viel mehr sind als nur Muskelmaedels. Und sicher nicht das, was sich die ein Klischee nach dem anderen bemühende öffentliche Meinung dazu einbildet.