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Sonntag, 27. Dezember 2020

Ms O 2020 - einige Worte danach

Sodele, 'rum isser, der Wettkampf Ms Olympia 2020, abgehalten in Orlando, Florida und dortselbst im Orange County Convention Center. Gewonnen wurde auch:

Und, wie? Mein Eindruck? Iris Kyle trotz vorheriger Comeback-Gerüchte nicht am Start, als Grund wurden gesundheitliche Probleme angeführt (hoffentlich nichts Ernstes). Margie Martin hatte die besten Oberschenkel, mit Abstand, Weltklasse, sollte man in Erz gießen und vor meiner Tür aufstellen. Andrea  Shaw kam von oben nach unten mit herausragender Symmetrie, nehme mal an, das gab dann den Ausschlag zu ihren Gunsten. Bühenpräsenz? Die ist, wie mir diverse Videos der vergangenen zwei, drei Jahre verkünden, wohl bei beiden Damen hinlänglich gegeben, zumal sie beide über je ein Lächeln verfügen, mit dem sich Säle erhellen lassen. Interessant auch: Ich glaube, erstmals liegen damit zwei Amerikanerinnen mit afrikanischen Wurzeln auf den vorderen zwo Plätzen. Aber: Theresa Ivancik auf Platz 14 - nö, das erschint mir nicht in Ordnung, Super Rücken, super Schultern, Top-Symmetrie und Spitzen-Defi. Aber nun, ich bin kein Kampfrichter, ich muss es nicht verstehen.

Und wie sah man's vor Ort? Dazu keine Geringere als Alina Popa, die zu einem Foto von Andrea Shaw beim Wettkampf ganz besondere und sehr persönliche Worte gewählt hat:

"Dies ist ein Bild unserer neuen Ms Olympia Andrea Shaw, @mzprettymuscle, aufgenommen nach ihrer Einzelroutine beim Prejudging. Sehen Sie dieses Lächeln: der gesamte Ausdruck, die Freude, die echte Feier davon, dass sie einfach hier ist und tut, was sie liebt. Ich bewundere es jedes Mal, wenn ich schöne Menschen mit positiver Energie und einer wirklich großartigen Lebenseinstellung sehe. Nichts ist geschenkt in diesem Leben, aber wir wären auch nicht in der Lage, ohne den anderen etwas zu erreichen. Sprich: Unsere Einstellung zueinander (Ich meine nicht die Art, in der wir uns dem anderen gegenüber ausdrücken, weil das vorgetäuscht sein kann, aber die Art und Weise, in der wir uns gegenseitig tief im Herzen betrachten und dies dementsprechend zeigen.) Wenn ich bodenständige Leute ohne Anspruchshaltung sehe, dann rühme ich den Geist, der sie animiert, und ich preise sie dafür, dass sie im Leben die richtigen Entscheidungen gefällt haben. Die noblen und positiven Dinge beim Treffen von Entscheidungen zu wählen führt schließlich zu dem guten Ergebnis, nach dem wir alle suchen. Andrea Shaw ist die Verkörperung davon, so sehe ich das. Bitte ändere dich niemals, Andrea. Du bist fantastisch."     


Sportsgeist? Oh, den gibt's auch noch, hier dazu das Beispiel von Marvelous Margie Martin, der Zweiplatzierten:

"Ich wurde Zweite in der vergangenen Nacht, wofür ich dankbar bin, denn die Konkurrenz war scharf. Ich gab mein Bestes, sah so gut wie möglich aus und das ist für mich großartig. Ich habe es bereits gelernt, mit Hingabe Ziele anzustreben und zu verfolgen, ohne mich am Ausgang festzumachen. Wie Ihr Leute wisst, mag ich auf eine gewisse Weise Andrea Shaw @mzprettymuscle, sie ist eine großartige Wettkämpferin, herzliche Glückwünsche 🍾🎈🎊, du bist wunderbar. Aber viel wichtiger: Wir haben Bodybuilding wirklich klasse aussehen lassen. Danke dem @mrolympiallc Team dafür, mir diese Gelegenheit gegeben zu haben, die Olympia-Bühne zu schmücken. Die Queen of Quads kommt wieder, um ein anderes Gefecht zu schlagen."

Na, und darauf sollten wir uns freuen!

Sonntag, 25. Oktober 2020

Super Biceps: The Guns of Andrea


Andrea Shaw hat mal ihre mächtigen Arme vermessen - und das Ergebnis lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Guns! 

Denn das Maßband kam bei zirka 18 Inches einmal rundherum, sieh Bild unten. 18 Inches! Hört sich viel an, oder? Das ist es auch: Umgerechnet ergibt das gut 45, 46 Zentimeter - beim Umfang des Oberarms stellt das einen Wert dar, auf den mancher männliche Fitnessstudio-Jünger schon mal richtig stolz wäre, aber sowas von ...    

18 Inches Biceps! Es gibt nicht viele Frauen, deren Arme in den Bereich hineinreichen. Damit reiht Andrea Shaw sich ein in die Riege der Super-Biceps-Ladies, etwa Laura Binetti (die war sozusagen die Pionierin bei Super-Duper-Armen, auch wenn ihr Oberarmumfang "nur" bei zirka 17 Inches lag), Aleesha Young und natürlich Renne Toney, die nach wie vor den Referenzwert liefert mit ihrem Oberarmumfang von sage und schreibe 20,5 Inches oder 52 Zentimetern. Ich würde auch noch zum Club der Super-Guns Marja Lehtonen hinzuzählen wollen, weil sie
auf 17 Inches (43 Zentimeter) kam, was bei ihrer Größe von zirka 1,54 Meter aber einfach nur exorbitant wirkte. Und ob bei "Marvelous" Margie V. Martin auch schon das Maßband bei den stolzen 18 Inches spannt - möglich wär's ja, aber ich konnte (noch) keine entsprechenden Daten finden.

Mal gespannt, was da noch geht ... 



 

Freitag, 16. Oktober 2020

Kleiner Tribut an Margie Martin

Stellt sich die Frage angesichts all der ganzen Wettkampfklassen mit gleichsam im Format abgespeckten Bodybuilderinnen - gibt's noch welche, die die Fahne hochhalten, auf maximalen Mucki-Umfang gehen, bei gleichzeitiger Top-Symmetrie und Spitzen-Defi? Doch, gibt es. Hier hätten wir the leader of the pack --- Margie Martin. Die Frau mit den Super-Kanonen! Und sie hat auch noch etwas anderes: Wenn sie lächelt, wird es im Raum heller ...
 


Sonntag, 9. September 2018

Rising Phoenix: Alina Popa siegt - herzlichen Glückwunsch!


Oooookay - die Ergebnisse vom diesjährigen Rising Phoenix (was das ist, steht im Posting unter diesem hier) liegen vor. Gewonnen hat Alina Popa, zweite ist Margie Martin, dritte Sheila Bleck. Platz vier belegt die Kanadierin Nicole "Nicki" Chartrand, dann folgt die Vorjahressiegerin Helle Trevino.


Ein für manchen durchaus überraschendes Resultat, zu dem - auch aus Sympathie zu der mir persönlich bekannten Athletin heraus - Alina Popa aufs Herzlichste gratuliert sei. Zumal sie damit ihre aktuelle Siegesserie fortsetzt, wie ja auch schon in meinem Posting vom 5. August 2018 ausgeführt (guckt hier hier). 

Damit hat die gebürtige Rumänin zweierlei erreicht: Nachdem sie sich mehrfach an Iris Kyle "gerieben" hat, hat sie nun nach Jahren hartnäckigen Ringens endlich eine Siegesserie hingelegt und damit die ihr immer wieder attestierte Favoritenrolle bestätigt. Und sie hat eine der eisernen Regeln des Bodybuilding gebrochen - nämlich das "Never Comeback". Denn Alina Popa war aus dem aktiven Wettkampfgeschehen eigentlich seit einigen Jahren raus. Zudem hatte sie zwischendurch mit den finanziellen wie körperlichen Folgen von unfallbedingten Verletzungen zu tun. Doch ist sie nun in die Fußstapfen von Vorgängerinnen wie der legendären Holländerin Juliette Bergmann geschlüpft, die diese Regel bei der Ms. O schon gebrochen hat.  Oh, und nicht zu vergessen: Damit ist nun endlich mal wieder ein europäisches Muskelmaedel die Siegerin.




Mancher mag nun unken, dass das eher ein Geschenk an die Hartnäckigkeit und Langlebigkeit von Alina Popas Karriere sei als das Ergebnis der Verfassung, die sie gestern in der Wüste von Arizona auf die Bühne gebracht hat. Vielleicht, so mag mancher vermuten, trug auch der Umstand dazu bei, dass die Rumänin mit dem ebenso schönen wie lebendigen Gesicht und ihrer unübersehbaren weiblichen Ausstrahlung ein ideales Rollenmodell fürs Frauenbodybuilding abgibt. Dass man in ihr jemanden sieht, der die verlorengegangenen Fans zu den Wettkämpfen zurückholt. 

Jedenfalls, so die Theorie einer solchen Argumentation, dürfte sie das besser können als manche ebenso verdiente Athletin, der man aber zum Beispiel in Sachen Gesicht nicht diese Anziehungskraft zutraut. Sowas mag sich böse anhören, ist aber etwas, das sicher hinter den Kulissen diskutiert wird: Wettkämpferinnen, die da zwischen Haaransatz und Kinnspitze zu hart aussehen, also als zu maskulin empfunden werden (mitunter nur eine Frage der Kombination von Alter und enorm scharfer Definition), die werden im Frauenbodybuilding nicht siegen. 

Wie gesagt, solche Aspekte mögen da allesamt mitgeschwungen haben. Aber ich sehe das nicht nur so, bei weitem nicht. Denn ich habe mir viele verfügbare Fotos angeguckt und halte das für einen Sieg, bei dem die Gesamtverfassung der Siegerin das Tüpfelchen auf dem i war.   

Hier ein mal schnell zusammengestellter Vergleich auf Basis von hervorragenden Fotos von Dan Ray. Ein Vergleich, der aber wie immer bei Fotos nur bedingt repräsentativ sein kann - der jeweilige Auslösemoment der Kamera "erwischt" die eine oder andere Athletin zum Beispiel mit Armen und Beinen, die gerade oder noch nicht angespannt sind, so dass sie weniger definiert wirken als die einer Konkurrentin. Hier hilft es nur, viele Fotos zu betrachten oder einen halbwegs tauglichen Filmals Beurteilungsgrundlage  zu haben (falls man nicht vor Ort war und da in der ersten Reihe gesessen hat - das ist natürlich das Optimum). 


Nun, anhand eben dieser Quellen erdreiste ich mich zu Folgendem (das natürlich unter Berücksichtigung der Netiquette wie immer sehr gern zur Diskussion steht): Also, die "Rundumansichten" zeigen ein hervorragend austrainiertes Spitzentrio. Ich kann dazu klar sagen, dass ich diese Entscheidung nicht hätte fällen mögen. Eine Entscheidung, die ja auch binnen kurzer Zeit zu treffen ist und anders als beim Fußball keine "Video-Schiedsrichterei" mit ihrer Möglichkeit des ständig wiederholbaren Vergleichs als Basis hat. 

Denn Margie Martin und Alina Popa lagen nur um Haaresbreite auseinander, auch wenn das nach der ersten Betrachtung anders wirkt. Sicher, Margies Guns sind ohne Zweifel höher und voller, ihre Oberschenkel definitiv viel wuchtiger, ja klotziger und schärfer noch dazu. Das ist allerdings etwas, das in meiner Collage täuscht. Denn auf dem einen dafür gewählten Bild wirken Alinas Beine viel weicher, schmäler und weit weniger scharf. Aber es kommt auf den zig Fotos von dem Abend schon raus, dass auch Alinas Beine extrem ausgebildet sind. 

Doch nun mein Punkt: Insgesamt wirkt Margie Martin unsymmetrischer als Alina, sozusagen irgendwie "gestaucht", die Oberschenkel nicht in Relation zum Rest der Physis und nicht stimmig zur Gesamtgröße der Athletin.  Ja, und dann das, auch wenn's sich uncharmant liest: Die Größe der Implantate passt nicht zu der vom Torso.

Nun, Masse-Fans mögen das anders sehen. Namentlich die Anhänger von Marvelous Margie mit ihrem umwerfenden Lächeln (damit kann man ganze Säle illuminieren) werden womöglich ihren Unmut bekunden. Aber beim Wettkampf-Bodybuilding spielt auch die Gesamtsymmetrie eine Rolle. Die war bei Alina besser. Das mag auch eine Sache ihres Körperbaus an sich sein und nicht nur eine Folge des entsprechenden Trainings. Und bei Sheila Bleck hatte ich den Eindruck, dass vor allem ihre hinteren Oberschenkel nicht das Level an Defi hatten wie bei Margie Martin und Alina Popa. 

(Dass aller Wettkampfkonkurrenz zum Trotz auch zwischen den Bodybuilderinnen freundschaftliche Beziehungen bestehen, zeigt dieses wunderbar sympathische Selfie, das Sheila Bleck von ihr und Alina Popa direkt vor dem Wettkampf gepostet hat - ich bin so frei, das einfach mal hierher umzuleiten. Die beiden backstage hier um die Wette strahlenden Maedels traten bei der Mr.0 2011 bis 2014 gegeneinander an, dito bei der Rising Phoenix 2016 und gestern abend erneut ...)

 
Aber zurück zum Thema Symmetrie: Hier war von den Spitzenplatzierten Nicki Chartrand aus meiner Sicht ganz klar die Beste - es fehlte aber etwas (ich betone: etwas!) an der Muskelhärte. Jedenfalls hatte ich die Kanadierin mit dem französischen Namen überhaupt nicht auf dem berühmten Zettel. Jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass sich das bei Fans wie mir demnächst ändert. Hier sei sie zum Abschluss vorgestellt:


Samstag, 8. September 2018

Heute im Livestream: Rising Phoenix



So, heute ist es wieder so weit - der FBB-Wettkampf "The Rising Phoenix Women’s Bodybuilding World Championship" in Phoenix (Arizona) findet statt. Der Clou daran: Zum zweiten Mal in Folge wird es die kurz als The Rising Phoenix bekannte und von Wings of Strength ausgerichtete Meisterschaft live als Streaming Webcast geben, übertragen von DigitalMuscle.com.



Wie der Co-Organisator Jake Wood betont: "Im letzten Jahr war der Webcast ein großer Erfolg. Unser Ziel ist es stets, diesen inspirierenden Athletinnen soviel Aufmerksamkeit wie möglich zu verschaffen. Der Webcast von Digital Muscle macht es uns möglich, Zuschauer rund um die Welt zu erreichen. Und es gibt jedem der, damit etwas zu tun hat, die Möglichkeit, den Event nach seinem Ablauf wieder zu erleben, viele Jahre lang."


In Zusammenarbeit mit  der FBB-Organisation Arizona Women’s Pro wird der Tagesevent ein ausschließlich weibliches Aufgebot an dern Profi-IFBB-Klassen Bodybuilding, Fitness, Bikini, Figure und Physique bieten. Kürzlich Wild Horse Pass Hotel & Casino verlegt, wartet ein Preisgeld von $100,000 zusammen mit einem brandneuen Sportwagen des Typs Corvette - hier im Bild und auf dem Fahrersitz des schnellen Hockers die legendäre Lenda Murray, die immer noch einen zum Hinknien und Einölen anbetungswürdigen Arm hat, wie das Bild beweist:



Hier nun der Link zu dem Stream (in der Hoffnung, dass er "funzt", da gab es heute morgen mir mal wieder mir leider unerklärliche Probleme):

https://www.digitalmuscle.com/bodybuilding/rising-phoenix-live-webcast-watch-here/

Da das ganze Bikini-Gedöns sicher auch toll ist, aber nicht das, um was es hier geht, konzentrieren wir uns mal aufs Wesentliche, also auf die Hardcore-Muskelmaedels. Ganz oben im Bild sehen wir Sheila Bleck, Margie Martin, Alina Popa und Helle Trevino (letztere die Titelverteidigerin) - wer nun die besten Schangsen hat? Der Rising Phoenix macht dank seiner Organisation das Vorab-Platzieren der Athletinnen schwer, so dass es bislang immer keine klare Favoritin gegeben hat, was wiederum dem Wettkampf und seiner Spannung nur gut tun kann.


Es wird wohl einige Comeback-Versuche geben, darunter Alina Popa, dieserseits der Tastatur sehr geschätzt, aber bei Wettkämpfen mit Blick aufs allerhöchste Treppenstüfchen lange glücklos und - es sei angesprochen - auch infolge einer bösen Verletzung vor einigen Jahren auch leicht gehandicapt, wie der Blick auf ihre Waden zeigt. Aber: Sie ist enorm ehrgeizig und will es in den Tagen vor ihrem gerade anstehenden 40. Geburtstag sicher noch einmal wissen. Auch Margie Martin comebackt - und wenn die so wieder kommt, wie sie 2016 schon einmal ausgesehen hat (siehe dazu das Bild über diesem Absatz), dann: uiuiui!

Teilnehmen (soweit mir bekannt und in den üblichen Foren im Gespräch) sind Alina Popa, Helle Trevino, Sheila Bleck, Margie Martin, Jay Fuchs, Jill Blondin, Jay Fuchs, Isabelle Turell,Virginia Sanchez, Wendy McCready und Pauline Nelson.

Nachtrag (ungefähr sechs Stunden nach Einstellen dieses Postings): Und wie das zwischenzeitlich entdeckte Scoresheat mit dem Lineup, also der Wertungszettel mit der Teilnehmerinnenliste, zeigt, stehen noch ein paar mehr Muskelmaedels drauf, als ich ursprünglich angegeben habe, unter anderem Maryse Manios, Angela Rayburn oder Maria Mikola. 



Und zum Schluss noch diesen Eyecatcher in Gestalt zweier Super Guns - Rising Phoenix 2017, Virginia Sanchez ...


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Oh - und was ganz anderes: Einen Leserbeitrag zum Thema "Wie alles anfing" habe ich noch, ich muss noch dazu - wie gebeten - nach Bildern suchen. Apropos: Die Leser von Muskelmaedels.blogspot sind herzlichst gebeten, ihre Stories aufzuschreiben, genauer: ihre Erinnerungen an jene denkwürdige Erkenntnis, dass man auf Muskelmaedels steht und wie man damit umgegangen ist.

Sonntag, 11. September 2016

Rising Phoenix - Wings of Strength: Wettkampf-Report


Vorbei ist die große Show Rising Phoenix innerhalb der Wings of Strength, die wohl "in Zusammenarbeit" mit der IFBB diesen Wettkampf organisiert hat. Und gekürt auch die Siegerin, in diesem Falle --- Margie Martin. Eine Show für die Fans, die den (oder das?) Event vorab und währenddessen mächtig gelobt haben, als beste Show im Frauenbodybuilding ever. Nun, das sei dahingestellt, weder war ich da, noch kenne ich wirklich alle anderenVeranstaltungen dieses Typs so intensiv, um einen solchen Superlativ zu rechtfertigen. 

Fraglos ist aber, dass die WoS das Potential haben, um der bei der IFBB offiziell aufs Abstellgleis geschobenen Sparte des Frauenbodybuilding eine neue Spur zu geben; 2013 hatte man ja die Ms.International und im Folgejahr die Ms. O komplett gewippt. Warum man nun dennoch bei der WoS mitmischt, dafür gibt's bestimmt Gründe (sicherlich pekuniärer, aber auch organisatorischer Art), allein mir fehlt's da am Verständnis: Zum einen stellt die IFBB renommierte Wettkämpfe ein, um sich dann bei diesem aber breit und fett draufzusetzen. Wenn ich bösartig wäre (bin ich bösartig?), würde ich sagen: Risiko abgeben, aber den Daumen oben drauf behalten wollen ...

Free Posing - rechts die vorderen drei sind Alina
Popa, Margie Martin und Sheila Bleck. Man achte
einmal auf Margies Beine und Arme ...

Das dadurch absehbare Orga-Chaos führte dann auch gleich wieder zu einigem Zoff. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören (sprich: auf den entsprechenden Websiten, FB-Postings und Blog-Einträgen zu lesen war), habe sich auch mit Iris Kyle die Rekord-Lady des Frauenbodybuilding um eine Teilnahme bemüht. Und sei nicht genommen worden. Nun. Kann sein, vielleicht war Miss Kyle nur zu spät an. Wenn nicht und wenn ihrerseits alle Regularien eingehalten worden sind, nun, dann war das nicht okay: Wie gesagt, wenn das stimmt, worauf Iris Kyle selber verlinkt hat ...

Für mich sieht's so aus: Es gab da einen Clash der Regelwerke - die der IFBB und die der WoS. Anscheinend nutzt die WoS einiges an Strukturen der IFBB (oder andersrum), es gibt aber in den hier wichtigen Abschnitten jeweils andere Regeln. Und da ist Iris Kyle dazwischen geraten. Demnach hätte sich Iris Kyle durch Teilnahme an einem früheren WoS-Wettkampf für Rising Phoenix qualifizieren müssen, laut den IFBB-Offiziellen wäre das mit ihrer Vorgeschichte als Rekordtitelhalterin nicht nötig gewesen. Meine Ansicht: Man hätte da eine Ausnahmeregelung finden und vertreten können.

Auch das ist etwas wert: Man hat den
Wettkampf offensiv beworben, wie dieses
mannshohe Plakat an einer Bushaltestelle
in Phoenix beweist. Es hat schon den
Eindruck, dass DIESE Organisatoren
wirklich an einem Wettkampf für
Bodybuilderinnen interessiert sind.
Selbst wenn alles absolut einwandfrei gelaufen sein sollte: Das Ganze hinterlässt den bitteren Beigeschmack, dass man die nachgewiesenermaßen erfolgreichste FBB der Welt nicht hat mitmachen lassen wollen. Und das ist sch...e, weil es auch den Erfolg der anderen schmälert und wieder einmal einen Schatten auf den ganzen Sport und dessen Leistungsspitze wirft. Zumal mehr als eine Athletin im Vorfeld außerordentlich lobenswerte Worte zur Organisation, zur betont familiären Atmosphäre der WoS gefunden hat. Und dazu, wie sehr man sich hier um einen Wettkampf für die Maedels mit den wirklich großen Muskeln bemüht, wie sehr man sich hier den sprichwörtlichen Allerwertesten aufreißt, um einen Wettkampf zu veranstalten, in dem man nicht wie bei der IFBB etwas sieht, mit dem man eigentlich nichts anzufangen weiß und das man eigentlich lieber heute als morgen los werden würde. 

Vielleicht wäre es auch gut, die IFBB mal GANZ RAUS zu lassen. Ich wiederhole mich: GANZ RAUS! Entweder will der Vier-Buchstaben-Verein oder er will halt nicht. Just my 5 Cents.


Lisa Cross (l.) mit ihrer Trainerin und Mitbewerberin
Alina Popa (r.), hier beim Athleten-Meetung. Cross
betonte, wie familiär die Atmosphäre bei
dem Wettkampf abgelaufen sei, das sei
das Beste, was sie diesbezüglich je erlebt habe.


Top-Muskelmaedels waren jedenfalls genug da. Und das in guter Verfassung, auch wenn man zwecks Masse auf der Bühne auch einige Ladies zugelassen hat, die nicht zur ersten Garde zu zählen sind, aber auch durch ihren zum Teil überbordenden Enthusiasmus bestechen, wie im Vorfeld allenthalben zu lesen war. Und mir ist (wie überhaupt im Leben) jeder mit einer gesunden und ehrlichen Begeisterung lieber als einer, der zwar alles prima kann, es aber ohne Elan erledigt. Und Begeisterung, die braucht es auch in einem auf Zuschauer angewiesenen Sport. Denn merke: Begeisterung strahlt aus, färbt ab, steckt an, lockt herbei, macht sympathisch, wirkt vorbildlich. Also WoS, an der Stelle alles richtig gemacht.

Margie Martin holte, wie gesagt, den Titel, bewehrt mit einem Paar klotziger Bizeps, angesichts derer mir die Luft wegbleibt. Zu diesen anbetungswürdigen Armen kamen dann auch ihre Beine, die oberhalb der Knie in eine Art zerklüftetes, aber immer noch zur Gesamtanmutung passendes Fleischmassiv übergingen und deren Umfang ich mal gerne gemessen hätte - 70 Zentimeter? Dazu gab es dieses Margie-Martin-Lächeln, mit dem man selbst dunkelste Höhlen taghell erstrahlen lassen kann. Beste Poserin wurde Sheila Bleck, die Lady mit der ebenfalls irgendwie immer lebensbejahend-fröhlichen Ausstrahlung (und das, obwohl sie einiges an Schicksalsschlägen hinter sich hat). Sie landete denn auch verdient auf Platz zwei. 

Die Wettkampf-Bewertungsliste
Auf Platz drei fand sich dann nach gut zweijähriger, berufs-, aber auch verletzungsbedingter Pause Alina Popa, mit einer nachgerade atemberaubend guten Mischung aus Muskelfülle, -härte und -symmetrie, den schönen Kopf zudem filmreif hergerichtet, den Body in einem Posing-BH in eigens für sie entwickeltem Grünton (der sich dann auch im Make-up rund um die Augen wiederfand). Dass das nach zwo Jahren Abstinenz noch nicht auf Anhieb klappen konnte, liegt auf der Hand, aber Alina sollte einmal in ihrer Karriere noch einen der großen Titel holen --- lieber Gott, haste ditte nu jehört? Mit ihrer Ausstrahlung und der Mischung aus Eleganz und Schönheit auf der Bühne wäre sie einfach das Top-Aushängeschild, das das Frauen-Bodybuilding so dringend braucht. Beim nächsten Mal etwas härter und bitte mit etwas mehr Details in den Oberschenkeln und mehr Fülle in den Waden, dann sollte es passen. Aber unbedingt wieder bitte mit diesem sensationell ausgebildeten Rücken: Hammer!

Der direkte Vergleich zeigt die Fülle der Muskeldetails bei
Popa, Martin und Bleck (von links gesehen). So sehr
ich ein Fan von Alina Popa bin, so sehr muss ich sagen,
dass die Beine der beiden anderen besser anmuten.
Vierte wurde Helle Trevino, fünfte Yaxeni Oriquen. Damit haben wir drei Nicht-US-Amerikanerinnen auf den Rängen drei bis fünf. Moment, mag man sagen, die Scorecard schreibt bei Trevino aber "Venice California", oder? Gut aufgepasst. Aber: Auch wenn die Scorecard Helle Trevino so gelistet hat --- die Gute stammt immer noch aus Sønderborg und das liegt in Hamlet-Country, will sagen: Dänemark. Mancher mag sie noch mit dem Geburtsnamen kennen, als Helle Nielsen. Daher gehört sie nach meiner unmaßgeblichen Ansicht unter den Euro-Muskelmaedels aufgelistet. Zu den Euro-Teilnehmerinnen zählten auch die Schweizerin Jacqueline "Jay" Fuchs und Lisa Cross; letztere vermeldet mit der ihr eigenen, sehr britischen Tendenz zur Selbstironie, sie sei nun von Rang neun auf Rang sieben der weltbesten FBB vorgerückt, habe also nun die Nummer 007 ... für eine Britin passt das dann ja.

Ohne nun Marvelous Margie Martins (verdienten!) Erfolg schmälern zu wollen, drängt sich wieder einmal im Hinterkopf ein fieser Verdacht auf. Nämlich, dass bei einer US-Veranstaltung eine US-Amerikanerin zu gewinnen hat.  Ist das so? Oder ist es nur ein Verdacht?

Jedenfalls war die Spitze bei diesen Wettkampf schon recht dicht, dass ich mich mit einer Urteilsfindung zur Besten richtig schwer getan hätte. In Sachen Masse bei gleichzeitige Symmetrie lag Margie Martin sicher vorn, auch hatte sie eine Super-Teilung etwa an den Beinen (weit besser als bei ihren zwei Verfolgerinnen). Aber trotz ihrer Fehler wirkte Alina Popa auf mich irgendwie harmonischer, gesehen auf das Verhältnis Muskeln und Körpergröße. Aber vielleicht bin auch nur beckmesserisch...

Die drei Maedels von hinten gesehen: Meinem Dafürhalten
nach hat Alina Popa den besten Rücken, wegen der
Kombi von Fülle und Teilung. Der von Martin (M.) ist am
kurvig-breitesten, hat aber nicht alle Details. Und Bleck
 (r.) wirkte flacher. Aber bitte: Das ist die Kritik an
einem sehr hohen Niveau. Und kurvig, das ist die
gesamte Margie Martin, von oben bis unten ...
Was nun aus meiner Laien-Distanzsicht geschehen sollte: Das Hickhack um die Qualis klären, rapidamente, damit nicht noch einmal eine der nachgewiesenermaßen besten Bodybuilderinnen dieser Erde von der Teilnahme ausgeschlossen ist und man sich an einer Stelle einen Skandal beschert, wo man schlicht keinen braucht. Am besten die IFBB ganz kegeln und das ganze Organisatorische neu aufsetzen. Und das runter bis in die regionalen Ecken, damit auch von unten her Qualifikationen ausgeführt werden können: Ich weiß, ich weiß, das wäre ein Mammutjob, weil man eine komplette neue Orga-Struktur bräuchte. 

Oh Gott --- wenn ich das live gesehen hätte! Alina
sieht zum Verlieben aus. Und Bizeps-Fans: Guckt
mal auf den Arm von Margie Martin...


Okay, es hat mir keine Ruhe gelassen:
Ausgeschnitt genommen, alles andere graublau
gefärbt, auf dass dieser SUPER-ARM perfekt
zu sehen ist. Und dazu auch noch dieses
herrlich strahlende Lächeln ...
 

Samstag, 2. Juli 2016

Muskelmaedels mit Kindern --- ein paar Gedanken

Lorna Biggam mit Töchterchen Quinn

Kinder --- leider nein, soweit ich das weiß, habe ich keine. Und das, obwohl ich durchaus geübt habe. Daher war das hier nie Thema (auch deshalb nicht, weil dieser Blog ja vor allem einmal auf die freiwilligen, erotischen Beziehungen unter Erwachsenen gemünzt ist).

Frauenbodybuilding und Kinder. Das war immer etwas, bei dem man nicht groß nachgedacht hat. "Man" heißt hier "die Gesellschaft" (es lebe die Pauschalierung!). Man nimmt fast schon automatisch an, dass das nicht geht. Die "Gründe" für diese steile These sind mehr oder minder unbewusster Natur und werden so gesellschaftlich gern auch dargestellt: Frauen mit Muskeln = Vermännlichung und damit Entweiblichung. Folglich seien die Betroffenen auch unfähig, Kinder zu bekommen, so die Annahme. Hinzu kommt, dass vielen Muskelmaedels - ebenfalls unterschwellig - homosexuelle Tendenzen unterstellt werden, warum sollten sie sonst "so" aussehen wollen?

So. Das mit der Homosexualität sollte heute kein Thema mehr sein, kein Aufreger. Wenn also eine Frau Frauen liebt, dann mag ich als Mann das traurig finden, vor allem dann, wenn mir die Betreffende gefällt und ich vor lauter Gefallen schon nicht mehr laufen kann. Aber das ist dann eben so, aus die Maus. Dass auch homosexuelle Frauen Kinder bekommen können und haben, sollte sich ja inzwischen herumgesprochen haben. What else is new?
 
Nach der Geburt ihres Jungen zu schwer, nahm Jenny
Clark satte 50 kg ab und wurde Wettkampf-BB - hier
albert sie mit ihrem Sohnemann herum ...

Bleibt das mit der Vermännlichung. Oh, das ist das Thema, das in unserer ach so offenen und toleranten Gesellschaft immer noch und immer wieder gern genommen wird, um jemanden zu bashen, der nicht zu dem passt, was man im Körperlichen bereit ist zu tolerieren. Gender, Transgender und Sonst-Was-Gender, alles gut und schön, aber es gibt aller behaupteten Toleranz (meine Interpretation: aller moralischen Selbstgefälligkeit) zum Trotz noch genug in Sachen Körperlichkeit, über das man sich gleichsam mit gesamtgesellschaftlichem Segen aufregen kann. 

Maedels mit extremen Muskeln gehören dazu. Man warte einfach, bis der nächste Bildband zu dem Thema rauskommt und lese dann die Rezensionen. Ich kann mich noch gut erinnern, als die Bücher von Martin Schoeller und Bill Dobbins erschienen sind - und an das, was dazu im deutschen Blätterwald erschienen ist. Eigentlich nicht viel anders als vor gut 200 Jahren, als man auch den friedfertigsten Herrn mit Zweifel an seiner Männlichkeit oder Ehre in ein Duell treiben konnte.
 
Hier demonstriert die hochschwangere Meghan Leatherman,
dass Frauen auch in der Schwangerschaft hart trainieren
können. Und dass die Antwort auf die Frage, ob das denn
geht, am besten sie selber geben können!

Und hier führt die Athletin Katja Herjanne vor,
was einer Schwangeren körperlich so alles möglich ist!
Nun. Wenn körperlich starke Frauen mit Muskeln vermännlicht sind, sind dann schwächliche Männer mit unansehnlichen Muskeln weiblich? Die in der Frage implizierte Antwort sollte schon zeigen, wie viel Bullshit in vielen gesellschaftlichen Konventionen steckt. Vor allem dann, wenn die jeweiligen Konventionen eindeutig überholt sind und für die jeweilige Lebensrealität keine Geltung mehr haben. Und das betrifft auch das westliche Verhältnis von Mann und Frau (zumindest solange man an das westliche Wertesystem glaubt und nicht an die Scharia --- Polemik aus). Und daraus folgt auch zwingend, dass man (sprich: die Gesellschaft) es zu akzeptieren hat, wenn eine Frau sich wuchtige, harte Muskeln antrainiert, weil IHR das gefällt.

Deswegen ist sie aber nicht unweiblich. Hier muss man mal eins klarstellen: Viele extrem hart trainierende Leistungsportlerinnen mit extrem niedrigem Fettanteil (nicht nur Bodybuilderinnen) haben - so habe ich das auch von entsprechenden Athletinnen erklärt bekommen - zeitweise keine oder unregelmäßig auftretende Regelperioden. Das aber normalisiert sich, sobald sich das fordernde Training reduziert und sich der Fetthaushalt normalisiert. Mitunter mag es auch helfen, das ein oder andere Mittelchen abzusetzen (das wiederum gilt nicht nur für Bodybuilderinnen) - ich rede von Empfängnisverhütung, an was habt ihr denn gedacht?

Als Judy Miller diese Super-Guns herzeigte, da war
sie schon Großmutter ...
Und immer wieder werden selbstverständlich auch Bodybuilderinnen Mütter. Die einen nach ihrer Karriere, siehe Bev Francis, siehe Brigita Brezovac mit ihrem wunderhübschen, propperen Töchterchen Lucy. Die anderen sind es schon vor ihrer Karriere. So war es bei der diesseits der Tastatur nach wie vor hochgeschätzten Christa Bauch. Bei Judy Miller. Und ich glaube, das ist so bei Margie Martin und Irene Andersen. Und die anderen mittendurch und zwischendrin.

Etwa die Schottin Lorna Biggam: Sie trainierte während ihrer kompletten Schwangerschaft, sechs Stunden pro Woche  (ohne jegliche Medis), drückte auf der Bank 100 Kilo noch am Tag der Geburt ihres Kindes. Des vierten,wohlgemerkt. Zehn Monate nach der Geburt ihrer Tochter via Kaiserschnitt qualifizierte sie sich für die British Female Bodybuilding Finals.


Frau Biggam im Job


Vier Kinder, dazu beide Eltern im Job - das ist fraglos stressig. Zumal dann, wenn die Mutter auch noch hauptberuflich als Feuerwehrfrau arbeitet und nach wie vor hingebungsvoll trainiert (wie auch ihr Angetrauter).

Oder die Britin Mia Warwick: Die wollte Mutter werden. Also hörte sie auf zu qualmen. Heute ist sie Mutter --- und Bodybuilderin dazu. 


Mia Warwick strahlt mit der Tochter um die Wette.
Wie's kommt? Sie haben vor allem einer Person vertraut - sich selber.
 
Extrem, mag man sagen. Aber das gilt für jede Art von Leistungssport. Und überhaupt für alles, was außerhalb der vom Mainstream gesellschaftlich "definierten" Normen liegt. Aber solange sie, ihr Männe und ihre Kinder glücklich und gesund sind, so lange geht es auch niemanden etwas an, ob sie nun - ich spinne jetzt mal - vor oder nach dem Stillen noch schnell einen Bizeps-Supersatz macht.

Zumal die Kinder von Mia Warwick und Lorna Biggam wohl außerordentlich stolz auf ihre Mütter zu sein scheinen, wenn man dem Internet mal glauben schenken darf. Denn ansonsten wird es in den Familien wohl zugehen wie in allen anderen auch.

Also sortiere man den Großteil dessen, was man zum Thema Weiblichkeit von Muskelmaedels hört, dorthin, wo es hin gehört. Und übrigens: Das Aussortieren überholter Ansichten betrifft dann auch den Themenbereich der Schwangerschaft - vorbei die Zeiten, in denen man den werdenden Müttern immer nur Schonung empfohlen hat ...  

Die Familie Biggam
 

NACHTRAG, 28. Juli 2016:



Das Foto habe ich gerade stibitzt - ich hoffe, liebe Brigita, dass das okay ist: Ich finde es einfach nur herrlich - da ist die Mama beim Training, die kleine Tochter natürlich auch, und alle im Studio sind begeistert. Vielleicht zeigt das Bild einfach nur, dass unsere Muskelmaedels viel mehr sind als nur Muskelmaedels. Und sicher nicht das, was sich die ein Klischee nach dem anderen bemühende öffentliche Meinung dazu einbildet.

     

Sonntag, 23. August 2015

Wings of Strength Rising Phoenix -- Gewonnen hat Margie Martin!


Freunde, Landsleute, Römer --- so isses ausgegangen in Texas: Margie Martin hat den 1. Platz belegt beim Rising Phoenix World und ist folglich die Gewinnerin, als Dreingabe gibts den Titel des Best Poser Award, fuffzich Riesen und ein fein hergerichtetes Kraftfahrzeug der Kategorie SUV.

Die Siegerin: Margie Martin.
Ein Kraftpaket - allein
diese Oberschenkel!
 
Die Top Fünf:
1. Margie Martin
2. Helle Trevino
3. Debi Laszewski

4. Yaxeni Oriquen
5. Alana Shipp



Margie Martin  beim Training ---
zwischendurch ein "Selfie-Triptychon" ...

Daran interessant (finde ich) ist, dass das FBB damit erst einmal eine neue Vorzeigelady hat. Eine, die bei der MS. O 2014 noch gar nicht weit vorn war, sondern auf dem 10. Platz landete. Aber eine Athletin, die bereits den Siegestitel bei der WoS in Tampa abgeholt hat. Eine, die sich seit ihrem Beginn als Wettkämpferin vor drei Jahren kontinuierlich verbessert hat, wie die Platzierungen belegen. Die bereits 2012 und 2013 zwo Wettkämpfe gewonnen hat. Und die regelmäßig den Titel der besten Poserin abgeholt hat.


Margie Martin in Abendgarderobe.
Ob der Fotograf den Blick aus
diesen dunklen Augen  überlebt hat
und nicht an einem Herzinfarkt
gestorben ist?
Ihre Wettkampf-Liste:
2012 NPC Los Angeles Championships - 11. Platz
2012 NPC Pacific USA XVIII Championships - Siegerin
2013 NPC USA Championships - Siegerin
2014 IFBB Toronto Pro Supershow - 4. Platz
2014 IFBB Omaha Pro - 2. Platz
2014 IFBB Ms. Olympia - 10. Platz
2015 IFBB Omaha Pro - 7.Platz
2015 IFBB Toronto Pro Supershow - 5. Platz
2015 IFBB Wings of Strength Chicago Pro - 8. Platz
2015 IFBB Wings of Strength PBW Tampa Pro - Siegerin
2015 IFBB Wings of Strength Rising Phoenix World Championships - Siegerin und "Best Poser Award"


Schluck! Solche Beine und dazu solche Hosen ...

Denn die Dauerabonnemont-Siegerin der MS O, Iris Kyle (die in Texas lebt und so keinen sonderlich weiten Weg nach San Antonio gehabt hätte) ist hier nicht gestartet, ebenso wenig die in der Szene seit Jahren gleichsam als Ideal-Aushängeschild des Frauenbodybuilding gehandelte Alina Popa. Die war ja bekanntlich vom Verletzungspech verfolgt, musste ihren Arm und ihr Bein auskurieren und hat zwischendurch noch eine Ausbildung in Sachen Bäckerei- und Konditorenwesen absolviert. 

Gun-Show: Margie Martin
Das sind schlichtweg Super-Bi's,
voll, prall-hart, voluminös und hoch!

Leg-Show: Margie Martin.
Superpralle, dazu knochenhart definierte
Oberschenkel - klasse, findet nicht nur
dieser jugendliche Bewunderer.
I presume: Eins ihrer Kids.

Bleibt abzuwarten, ob eine der beiden wieder antreten wird (Alina wäre es zu gönnen, endlich mal ganz vorn zu sein!) und wie das dann ausgeht. Aber davon ganz unabhänging - das schmälert NICHT die Leistung der Siegerin dieses Abends in San Antonio. Es gibt einfach nun jemanden mehr, den man als Favoriten bei Wettkämpfen des FBB einzustufen hat. Für Fans wie mich kann das nur gut sein! Es wäre daher zu wünschen, dass sich nun die Welt mit Margie Martin befasst - die Frau mit dem entwaffnend offenen und freundlichen Lächeln ist nämlich eher etwas für die Fans als die doch recht zurückhaltend-reserviert wirkende Iris Kyle. Und solch eine offene Art gehört in einem derart Fan-betonten Sport wie dem Bodybuildung meiner Ansicht nach unverzichtbar dazu. Zumal jemand, der das Posing so gut wie sie beherrscht, für mehr Hingucker sorgen dürfte, on stage ebenso wie abseits davon.

Margie Martin und ein Fotograf
mit Blick fürs Wesentliche ...

Zumal sie eine durchaus kurvige Karriere hinter sich hat: Geboren 1979, ist sie bereits eine vierfache Mutter(!); das würde auch die von einem Tattoo kaschierte Narbe am Bauch erklären. Margie Martin lebte von November 2007 bis April 2009 in Urasoe-shi, Okinawa, Japan - als "Human Resource Specialist" für das amerikanische Verteidigungsministerium. Und Bodybuilding? Damit wollte sie sich schon immer befassen, seit sie als kleines Mädchen mit Begeisterung die Wrestlerinnen im Fernsehen gesehen hat; sie war ein Fan von GLOW TV (also  "Gorgeous Ladies of Wrestling"), ausgestrahlt 1986 bis 1990 in Form von 104 Folgen. An der High School begann sie mit Eisenpumpen, als einziges Mädchen in der Gruppe. Heute lebt sie im US-Bundesstaat Georgia. 

Margie Martin
 

Samstag, 20. September 2014

Ms O 2014: Iris Kyle zum Zehnten!
Plus: Die übrigen Platzierungen


So schnell kann's gehen mit den Voreindrücken --- gerade habe ich meine veröffentlicht, da kommt die Meldung durch: Iris Kyle hat erneut gewonnen! Daher ihr erst einmal herzlichen Glückwunsch für diese in Bodybuilding-Kreisen beider Geschlechter fraglos rekordmäßige Leistung!
 

Ersten Gerüchten zufolge war's das aber dann auch für sie. Nach dieser sportlich einmaligen Karriere hängt sie demnach wohl den berühmten Gürtel auf. Bleibt nur zu hoffen, dass Muskelmaedels wie Alina Popa nun dran bleiben und dass wir auch im nächsten Jahr überhaupt noch Frauenbodybuilding im Rahmen dieses Wettkampfes erleben. Wäre es nach den Fans gegangen, hätte Alina Popa schon im vergangenen und wohl auch in diesem Jahr gewinnen müssen. 

Und das schreibe ich nicht nur deshalb hin, weil ich Alina Popa mehrfach getroffen habe ("kennen" wäre zu viel behauptet), sondern weil ich in den vergangenen Stunden rauf und runter und quer rüber gelesen habe. Ja, selbst die ehemalige Rekord-Ms O, Lenda Murray, ist nach eigenem Bekunden kein Fan von Iris Kyle, weil sie ihr nicht die geeignete Persönlichkeit und überhaupt keine Ausstrahlung bescheinigt, um zahlungskräftiges Publikum für diesen Sport anzuziehen.

Ganz anders hingegen Alina Popa --- ich kann es nur wiederholen: Das wäre eine, auch international "vermarktbare" Botschafterin, wie sie das Female Bodybuilding dringend braucht. Sie hat die Persönlichkeit, den Charme und das Auftreten. Und dass sie zudem ein schönes Gesicht hat, das dürfte ja auch nicht schaden.


Aber vielleicht liegt ja genau hier der (Bewertungs-)Hase im Pfeffer...

Mehr dazu, sobald mehr dazu zu finden ist.

Die Ergebnisliste der Ms Olympia 2014 zeigt sich so:
1. Iris Kyle
2. Alina Popa
3. Debi Laszewski
4. Alana Shipp
5. Yaxeni Oriquen-Garcia
6. Anne Freitas
7. Sheila Bleck
8. Jennifer Sedia
9. Maria Rita Bello
10. Margie Martin
11. Christine Envall
12. Lisa Giesbrecht
13. Simone Oliveira 

Zum Schluss noch das Bild ganz unten - auch das gehört für mich zum Bodybuilding und ist etwas, das man den vergangenen Jahren viel zu selten gesehen hat: Fröhlichkeit, schließlich zeigt man doch voller Stolz einen tollen Body, für den man lange hart gearbeitet hat. 

Ich als alter Kerl kann mich noch an die Anfänge des Female Bodybuilding erinnern, als man diese fröhlich lächelnden, zum Teil sogar breit grinsenden Muskelmaedels öfters gesehen hat (und als die Posing-Küren zum Teil origineller wirkten - aber da mag die Erinnerung verklärend wirken). Also, genau so eine gute Laune strahlt ab, wirbt für Sympathie und damit auch sportlichen Nachwuchs. 

Wie diese unverwechselbar weibliche Fröhlichkeit aussieht, das zeigt einmal mehr Sheila Bleck mit ihrem ansteckenden Lächeln, das sämtliche Glühbirnen-Fassaden von Vegas übertrumpft - dafür hätte sie einen Extra-Preis verdient:

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