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Sonntag, 6. Oktober 2013

Ms. Olympia 2013 - eine Nachbetrachtung


So, wieder von unterwegs zurück. Früher ließ es sich nicht einrichten, in diesem Jahr torpedierten Beruf und Technik, dass es hier in Muskelmaedels unmittelbar nach dem Event etwas Ausführliches zu den Ergebnissen aus Las Vegas zu lesen gab. Aber jetzt, mit einer Woche Verzug ...

Schauen wir uns zuerst einmal das Ergebnis der Umfrage danach an, wie die Muskelmaedels-Leser das Ergebnis der 34. Ms. Olympia gern gehabt hätten (und wie es dann ja nicht gekommen ist):

Rita Bello
  10 (8%)
Juanita Blaino
  0 (0%)
Brigita Brezovac
  14 (11%)
Tina Chandler
  2 (1%)
Anne Freitas
  8 (6%)
Monique Jones
  11 (9%)
Tammy Jones
  3 (2%)
Iris Kyle
  7 (5%)
Debi Laszewski
  1 (0%)
Cathy LeFrancois
  2 (1%)
Yaxeni Oriquen-Garcia
  4 (3%)
Alina Popa
  49 (41%)
Jennifer Scarpetta-Abshire
  6 (5%)

Klarer Fall: Fast genau die Hälfte plädierte dafür, Alina Popa den Titel zuzusprechen - die aus Rumänien stammende, für die Schweiz startende und in Colorado lebende Athletin ist die Wunschkandidatin der hier lesenden Muckimaedel-Fans (sofern es die noch gibt :-)). Denn Alina Popa bringt etwas mit, das jeder schon einmal kennengelernt hat, der sie fotografiert hat und sonstwie mal auf sie getroffen ist: Zum ersten ein außerordentlich schönes Gesicht mit großen braunen Augen. Ein Gesicht, das überhaupt nicht leblos, sondern sehr, sehr ausdrucksfähig ist. Und das auf Nicht-Europäer irgendwie exotisch und extrem anziehend wirkt - übrigens nicht nur auf Nicht-Europäer...



Zum zweiten ist das mit Blick auf die Bühne ihre Aura. Alina Popa hat das gewisse Etwas, das sich nicht näher beschreiben lässt, das ihr aber jeder bescheinigt. Ich wiederhole es noch einmal: Um Nachwuchs zu interessieren und die Fans herbeizulocken, wäre Alina Popa gaz sicher die Idealbesetzung für den Titel. Ich sehe das ganz genauso wie die Leser, die für sie votiert haben: Ihre Darbietung war in Sachen Körperbau und Darbietung rundum harmonisch und zudem weit ästhetischer als die so manche ihrer Mitbewerberinnen. Sie hat das, was ein US-Kommentator so beschrieb: die perfekte Balance zwischen femininer Muskulatur und Vorbereitung.



Alina Popa. Fotos: ??? Collage: mattmuscle
Bleibt der sportliche Aspekt. Und damit wären wir beim Blick auf die tatsächlichen Ergebnisse, beim Sichten von Streams und von zig Fotos von Leuten wie Bill Comstock und Israel Hinds. Das führt straightaway zu Iris Kyle, die in der Sympathiewertung der Muskelmaedels-Leser gerade mal sieben Prozent geholt hat. Aber die Score-Card desWettkampf bietet eine völlig andere Ergebnis-Aufstellung:


Iris Kyle also. Die aus Michigan stammende Texanerin mit der herrlichen schwarzen Haut ist eine Sportlerin, deren Vorbereitung jedesmal auf den Punkt genau passt. Man kann sich ihre im Wettkampf gemachten Fotos anschauen; sie ist ja wie alle Athletinnen rundum abgelichtet worden. Nun, mit Blick darauf, was Bodybuilding hervorbringen soll, worin also sein Zweck liegt, ist Iris Kyle sensationell: Sie schaffte es in Vegas, eine makellose Erscheinung auf die Bühne zu stellen: Alle Muskeln tipptopp ausgebildet, dazu eine Definition und eine Symmetrie zum Niederknien - von der Warte ist das perfekt. Übrigens: Die auf Masse setzenden Athletinnen landeten weiter hinten, das Ziel der "Judges" lag klar auf dem, was sie als "Qualität" bezeichnen.

Iris Kyle. Foto: ???
Und das bringt uns zum Thema Bizeps - die waren bei Iris Kyle definitiv besser und höher als bei Alina Popa. Bei ihr habe ich den Eindruck, als habe sich das Volumen ihrer Arme etwas verkleinert - gemessen an dem, was sie früher schon hatte. Ich nehme an, das ist der Einfluss ihrer Trainer, ob das so korrekt ist, sei dahingestellt. An dem Punkt macht Iris Kyle nichts falsch. Überhaupt ist die Ausbildung ihrer Muskeln besser als die manches männlichen Top-Athleten. Somit also scheint es logisch, ihr erneut den Sieg zuzusprechen. 

Interessanter Vergleich zwischen einem
Weltklasse-BB und Iris Kyle: Man achte mal auf
Symmetrie und Fülle der Muckis. Iris hat klar die
besseren, volleren und höheren Bizeps.
Und dann erst ihre Waden!
Iris Kyle avanciert damit zum erfolgreichsten Wettkampf-Bodybuilder überhaupt, ungeachtet des Geschlechts. Wir vergleichen: Die bisherigen Super-Champions Lee Haney, Ronnie Coleman und Lenda Murray brachten es "nur" auf jeweils acht Titel. Damit ist Iris Kyle in eine eigene Liga aufgestiegen, eine, in der nur sie spielt (man darf gespannt sein, ob nun die BB-Medien, namentlich die Zeitschriften, sie mehr wahrnehmen, als sie das bisher taten - "sträfliche Ignoranz" ist hier das Wort der Wahl).

Und noch etwas: Iris Iris Kyle hat ja die Legende Lenda Murray bereits bei der Ms O 2004 geschlagen und so ihren ersten Eig geholt. Für Lenda Murray ein Fanal. Denn es verhinderte ihren neunten Titel und veranlasste sie zum Rückzug vom Wettkampf-BB. Übrigens: Iris Kyle hält noch einen anderen, unter Männern wie Frauen einmaligen Tekord - sie war siebenmal Champion bei der Arnold Classic, bei der Ms. International Champion.

Im Moment sieht es so aus, als sei der Titel der Ms. Olympia untrennbar an ihre Person geknüpft - eine Nachfolgerin gibt es wohl erst dann, wenn sie nicht mehr an- oder zurücktritt.

Hm. Iris Kyle wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Alina Popa wird, wenn ich richtig informiert bin, im Lauf der Woche ihren 35. Geburtstag feiern. Nun ist im Bodybuilding anders als in der Leichtathletik oder im Fußball das Alter eine Sache, das weit weniger zum Erfolg beiträgt. Jugend ist weniger der Schlüssel zum Erfolg. Man denke an Betty Pariso, die mit über 50 noch auf der Bühne stand. Oder an Christa Bauch, die mit 47 Jahren noch bei der Ms. O teilnahm (aber auf einem damals recht unfairen 12.Platz). Das ist nicht nur bei den Frauen so, es sieht bei den Männern ähnlich aus, man denke einfach einmal an Johnny Fuller oder Lou Ferrigno. Also: Sowohl Iris Kyle wie Alina Popa haben vom Alter her noch alle Chancen, auch wenn es da so aussieht, als ob Alina Popa die einzige ist, die Iris Kyle vom Thron kicken kann --- momentan. Wenn also niemand kommt, der noch besser ist.

Geht der Sieg von Iris Kyle also in Ordnung? Sportlich-athletisch, ja. Mit Blick auf die Zukunft des Sports, auf die Ausstrahlung der Athletin, Eleganz und ästhetisches Bewusstsein der Athletin, nein. Da hätte der Sieg ganz klar Alina Popa gebührt. Bleibt die Frage, ob sie genug Elan hat, es 2014 noch einmal zu versuchen oder ob sie es jetzt lässt, einfach, weil zu befürchten ist, dass die Kampfrichter auch 2014 beim Namen und Anblick von Iris Kyle in Ehrfurcht erstarren werden...

Und die Ränge dahinter?

Debi Laszewski. Eine Veteranin der Extraklasse, jemand, der beim Publikum die Funken sprühen lassen kann. Sie hat sich zwar in der Gesamtsymmetrie verbessert, aber die Leibesmitte ... da haperte es auch in diesem Jahr. Und ich kann mir nicht helfen, ihr Oberkörper hat insgesamt einfach nicht die Maße, die eine perfekte Symmetrie wie bei Iris Kyle, Alina Popa, Lenda Murray oder Corinna Everson zulassen.

Brigita Brezovac. Fotos: B. Comstock.
Collage: mattmuscle
Yaxeni Oriquen und Brigita Brezovac - die undankbaren Holzmedaillen-Plätze. Gerechtfertigt? Beide waren adäquat präpariert, beide boten ein solides Nivau. Wobei Brigita Brezovac noch etwas mehr von ihrem im privaten so funkelnden und schnellen Witzes und ihrer anziehend-charmanten Ausstrahlung auf die Bühne bringen sollte: Da geht noch was, dieses für sie so typische, fröhlich-breite Lächeln sollte sie öfters einsetzen. 

Allerdings bezweifle ich etwas, das zu Brigita Brezovac hier und da zu lesen war. Nämlich, dass sie nicht mit dem Blick auf den Sieg auf die Bühne gehe, sondern in dem Bewusstsein, das Bestmögliche getan zu haben, aber nicht gewinnen zu können. Dabei sein ist alles - ich kann's mir nicht vorstellen. Wozu sich dann so quälen? Um von vornherein zu wissen, es reicht nicht für den Sieg gegen eine Iris Kyle, die bekanntlich ab zwo Uhr in der Früh mit zwei- bis dreistündigen Cardio-Einheiten loslegt, über Wochen fast keine Kohlenhydrate zu sich nimmt und normalerweise zweimal am Tag ein Workout absolviert? Also schlicht nicht der Wille, wie ihn Iris Kyle fraglos hat? Ich weiß es nicht, glaube auch nicht, dass es so einfach ist. 

Zum einen das, zum anderen: Vielleicht geht es der entzückenden Slowenin erst einmal darum, sich überhaupt zu etablieren und dann an einem Nach-Vorn-Rücken zu arbeiten. Und im Vergleich zu 2012 hat sie sich klar verbessert, sie ist symmetrischer und gleichzeitig massiger geworden. Und wer auf ihre Platzierungen in den vergangenen Jahren tut, der sieht, dass sie genau das getan hat. Dass sie nun wieder auf Rang fünf gelandet ist und damit zwei Stufen unter dem von 2012 - nun, das hat auch damit zu tun, dass das Niveau der vor ihr Platzierten derart gut war.

Yaxeni Oriquen. Die majestätische Venezolanerin hingegen erlebte bei ihrer inzwischen 16. Ms.-O-Teilnahme nun erneut, dass sie im Vergleich zu ihrer einstigen Hauptkonkurrentin Iris Kyle auf abgeschlagenem Rang landet, sondern auch, dass andere an ihr vorbeiziehen. Und das ist fraglos hart! Zumal sie immer noch einen Body mit sehr guter Qualität und großer Harmonie bietet. Der aber wirkte in diesem Jahr zu flach (dehydriert?). Bleibt aber abzuwarten, ob sie noch einmal richtig hinlangt. Zu wünschen wäre es ihr.

Juanita Blaino. Foto: B. Comstock.
Collage: mattmuscle
Apropos vorbeiziehen. Juanita Blaino, die Einsteigerin. Sie bietet eine sehr ausgewogene Körperstruktur, ließ aber die für "ganz weit vorne" gebotene Ausprägung vermissen, auch wenn sie nicht wenige im Publikum unter den ersten Drei sahen. Wuchtige Arme, toller Hintern, breiter Rücken. Etwas mehr Feintuning sollte sein. Auch bei ihr gilt, dass noch einiges möglich sein sollte. Zumal sie in jüngster Zeit enorm draufgeladen hat. Und auch sie gehört wie Alina Popa und Brigita Brezovac zu den Nachrückerinnen mit reichlich Charme. Größtes Manko: Präsenz und Bühnen-Knowhow. Daran muss sie feilen - es reicht nicht, den Body zu haben, sie muss dessen Vorzüge auch adäquat "rüberbringen" können. Auf manche Beobachter wirkte sie (zu) nervös. Verständlich. Aber der passende Auftritt ist nichts, was sich auf dem Bodybuilding-Niveau nicht lernen ließe. Und die Feuertaufe hat sie ja jetzt hinter sich.

Die nächsten drei - Jennifer Abshire, Monique Jones und Anne Freitas. Alle drei meilenweit vom Top-Niveau weg, das ist amtlich. Ansonsten bot Monique Jones ihren super-wuchtigen Body, den Fans wie ich mögen, der aber aus sportlicher Sicht Definition und an ein paar Stellen gezielte Nacharbeit, benötigt hätte (und vielleicht versteht ja von Flexonline jemand Deutsch: Bitte überprüft mal eure Zuordnungen bei euren Fotos, ihr habt überall die falschen Namen drunter stehen, etwa "Tammy Jones" unter den Fotos von "Monique Jones". Kann passieren, sollte aber nicht so stehen bleiben.) 

Monique Jones. Fotos: Comstock.
Collage: mattmuscle
Anne Freitas: knochenhart, aber irgendwie im Gesamtbild unausgewogen. Und dann die Sache mit ihrem Gesicht. Sie gehört fraglos zu den Frauen, die in Offseason-Verfassung mehr zu runden Formen neigen. In extremer Diät wirkt das Gesicht dann regelrecht ausgezehrt - in diesem Fall für meinen Geschmack viel zu scharf. 

Jennifer Abshire? Da fehlte es ebenfalls an Masse, namentlich Unterarme, und Ausgewogenheit: Ihre Leibesmitte wirkte zu breit für den Rest des Körpers. Ein Problem, das man heute nicht mehr so umgehen kann, wie es Arnold Schwarzenegger getan hat - durch entsprechend geschicktes Posen. Und dadurch, dass er irgendwann anfing, an solchen Stellen richtig gezielt zu arbeiten. Wenn Jennifer Abshire derart vorn mitmischen will, muss sie einiges tun...

Bleiben noch Tina Chandler, Cathy LeFrancois und Maria Rita Bello. Tina Chandler war prall und symmetrisch, hatte damit aber dasselbe Problem wie Monique Jones. LeFrancois hat ein anderes Problem - sie ist (wie Laszwewski) klein, was in einem Line-up gegen größere Konkurrentinnen sicher kein Vorteil ist. Sie sei, so die Auffassung einiger US-Kommentatoren, besser dran, wenn es Gewichtsklassen gibt. Das war wohl auch in diesem Jahr der Fall.

M. R. Bello.
Foto: Comstock
Rita Bello kommt normalerweise wie geschnitzt auf die Bühne. So auch in Vegas. In diesem Jahr aber zeigte sich eine ihrer Schwächen nur zu deutlich - mangelnde Masse bei den Waden, die zudem assymetrisch wirkten. Dito die Taille im Vergleich zum Rest ihrer Erscheinung. Und insgesamt fehlte es an Symmetrie. Alles nichts, was sich nicht verbessern ließe. 

Falls man sie und die anderen richtigen Muskelmaedels lässt. Unser aller Arnie und sein Kumpan, äh, Partner Jim Lorimer haben für 2014 ja schon angekündigt, keine Ms. International mehr in gewohnter Manier zu veranstalten. Nach einem Vierteljahrhundert wird das gehimmelt, zugunsten irgendwelcher unsauber definierter Physique-Kategorien. Wohl auch, weil man glaubt, derlei besser vermarkten zu können - mit Bodybuilding als Chance auch für Frauen, das Machbare auszuloten, hat das dann nichts mehr zu tun.

Fragt sich auch, ob die IFBB dem Vorbild folgen wird oder ob sie dem - auch schon hier bei Muskelmaedels dargestellten - Anliegen der Athletinnen folgt, nämlich ihnen eine Plattform für ihren Sport zu bieten. An entsprechenden Stimmen auf Funktionärsebene fehlt es ja nicht, das ungeliebte Hardcore-Frauenbodybuilding endlich zu Grabe zu tragen...

Und ich will gern wissen, was aus Tammy Jones aus Florida geworden ist. Die alleinerziehende Mutter mit den superbreiten Schultern hat ja den Wettkampf nicht beendet - da bleibt nur zu hoffen, dass keine üblen Dinge passiert sind!
          

Montag, 30. September 2013

Ms. O - die Ergebnisse




Sodele - das kommt vom Leben auf dem Land: Kurz vor Beginn der Ms. Olympia tritt meine Internet-Verbindung in Streik und ist bis heute nicht dazuzubewegen, wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Und mein Computer-Fachmann ist noch ein paar Tage auf Reisen. Daher schreibe ich das hier von unterwegs.

http://www.bodybuilding.com/fun/images/2012/womens-bodybuilding-iris-kyle.jpg

Also: Iris Kyle hat die Ms. O zum neunten Mal gewonnen. Das ist Rekord, ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Klasse beim vom IFBB ausgerichteten Bodybuilding jemandem schon gelungen ist, unabhängig vom Geschlecht. 



Die gute Botschaft für uns Europäer (und alle ihre ungezählten Fans, allen voran mich): Alina Popa hat es auf den zweiten Platz geschafft! Dafür den allerherzlichsten Glückwunsch und ein paar hugs'n kisses aus der Distanz. Brigita hat Brezovac es auf den fünften Platz geschafft - das ist auch klasse, wirkt im Vergleich aber irgendwie undankbar. Juanita Blainos sechster Rang ist ebenfalls eine Überraschung - die Platzierungen von Debi Laszewski und Yaxeni Oriquen hingegen nicht.  



http://nmlifestylemag.com/wp-content/uploads/2011/06/DSC_2831.jpg


Die Platzierungen der Finalistinnen:

1. Iris Kyle
2. Alina Popa
3. Debi Laszewski
4. Yaxeni Oriquen
4. Brigita Brezovac
6. Juanita Blaino
7. Jennifer Abshire
8. Monique Jones
9. Anne Freitas
10. Cathy LeFrancois
11. Maria Rita Bello
12. Tina Chandler
13. Tammy Jones (DNF, also Did Not Finish)

Mehr kommt, sobald mein Webanschluss wieder steht.

Dienstag, 10. September 2013

Miss Olympia 2013 -- wer's wohl werden wird?

Klar ist das Bild älteren Datums und Kim Perez  (r.)
heuer nicht am Start - aber von der Ms O 2013
gibt's begreiflicherweise  ja noch überhaupt nix. Und
Alina Popa (l.) tritt auch in zwei Wochen an ...
Schaut man auf die Ergebnisse des bislang letzten Jahrzehnts, dann scheint die Frage eher akademischer Natur zu sein. Dennoch - hier ein Blick auf die glorreichen Dreizehn, also die Muskelmaedels, die Ende dieses Monats in Las Vegas bei der Ms. Olympia an den Start gehen wollen/werden/müssen/dürfen. Daher hier eine völlig subjektive Umfrage: Wer soll's werden - die Ms O 2013? Wer will, darf das gern unten begründen - die Kommentarfunktion ist aktiviert und steht jedem Leser von muskelmaedels.blogspot.com wie stets zur Verfügung. 

Also, es geht NICHT darum, wer's wahrscheinlich werden wird. Es geht darum, wer es nach dem persönlichen Wunsch des Abstimmers unbedingt werden sollte. Sei es, weil man als Fan da eine verkannte Größe am Start sieht, sei es, weil man die Betreffende mag oder weil man ihre Muckis am umwerfendsten findet oder weil man dieses oder jenes Muskelmaedel anbetet. Und weil wir uns alle gerade so schön ans Abstimmen gewöhnen (Stichtwort Bundestagswahl - häh? "Bundestag", was datt'n?) und um bei der Vergabe der einen erlaubten Stimme das Leben leichter zu machen, sei hiermit ein Blick auf die bisherigen Siegerinnen gewährt: 

Ms Olympia - Die Gewinnerinnen:

2012 Iris Kyle Las Vegas, NV
2011
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2010
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2009
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2008
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2007
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2006
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2005
Yaxeni Oriquen
Las Vegas, NV
2004
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2003
Lenda Murray
Las Vegas, NV
2002
Lenda Murray
Las Vegas, NV
2001
Juliette Bergmann
Las Vegas, NV
2000
Valentina Chepiga (HW)
Las Vegas, NV
 
Andrulla Blanchette (LW)
Las Vegas, NV
1999
Kim Chizevsky
Secaucus, NJ
1998
Kim Chizevsky
Prague, Czech Republic
1997
Kim Chizevsky
New York, NY
1996
Kim Chizevsky
Chicago, IL
1995
Lenda Murray
Atlanta, GA
1994
Lenda Murray
Atlanta, GA
1993
Lenda Murray
New York, NY
1992
Lenda Murray
Chicago, IL
1991
Lenda Murray
Los Angeles, CA
1990
Lenda Murray
New York, NY
1989
Cory Everson
New York, NY
1988
Cory Everson
New York, NY
1987
Cory Everson
New York, NY
1986
Cory Everson
New York, NY
1985
Cory Everson
New York, NY
1984
Cory Everson
Montreal, Canada
1983
Carla Dunlap
Warmister, PA
1982
Rachel McLish
Atlantic City, NJ
1981
Kike Elomaa
Philadelphia, PA
1980
Rachel McLish
Philadelphia, PA

Sonntag, 3. März 2013

Die Ms I 2013 --- die Ergebnisse, da sind sie:

Und wieder einmal hat sie stattgefunden, wieder einmal gab es Ergebnisse - und wieder einmal hätte man kein Prophet sein müssen, um das Ergebnis vorherzusagen. Ich rede von der Ms. International, unter IFBB-Leitung ausgetragen beim Arnold's Sports Festival. Hier die Platzierungen:
  
1. Iris Kyle
2. Yaxeni Oriquen
3. Debi Laszewski
4. Brigita Brezovac
5. Cathy LeFrancois
6. Angela Debatin
7. Kim Buck

8. Olga Puzanova
9. Tazzie Colomb
10. Jeannie Paparone
11. Eleni Kavva



Die Muskelmaedels der ersten vier Plätze sieht man in der von mir, mattmuscle von muskelmaedels.blogspot.de, verbrochenen Collage von vier Jeff-Binns-Fotos. So wie ich das sehe, sind die Ladies unterschiedlich, liegen aber im Niveau sehr, sehr dicht zusammen. Aber ganz richtig finde ich die Bewertung nicht: Es gibt Körperbau und Körperbau, und ich hätte Brigita Brezovac in jedem Fall vor Debi Laszewski gesehen. Aber da mag auch meine persönliche Meinung und damit persönliche Zuneigung eine Rolle spielen. Jedenfalls sei der diesseits der Tastatur bestens bekannten "BB des BB" ganz herzlich gratuliert, ist sie doch die beste Europäerin! Und Iris Kyle? Der Neid muss es ihr lassen, sie war wohl wieder in erstklassiger Form --- allein diese Hammerwaden, die hat sonst keins der vorn platzierten Maedels zu bieten gehabt.

   

Sonntag, 4. März 2012

MS International - hinterher


Nun stehen die Ergebnisse fest:

1. Yaxeni Oriquen
2. Debi Laszewski
3. Alina Popa
4. Cathy LeFrancois
5. Kim Buck
6. Brigita Brezovac

Hier noch die anderen, leider nicht so erfolgreichen Maedels:
Kim Perez 
Geraldine Morgan
Zoa Linsey
Maria Rita Bello
Monique Jones
Alevtina Goroshinskaya
Tina Chandler
Maria Segura

Vorab: Bei alldem war und ist natürlich ein Hauptthema, dass mit der 
wegen einer Beingeschichte ausgefallenen Iris Kyle ausgerechnet diejenige Athletin nicht am Start war, die in den vorausgegangenen Jahren mit einer Art von Dauer-Abonnement bei diesem und anderen FBB-Wettkämpfen beständig ganz vorn gelegen hat. Dass das Fehlen gerade der großen Favoritin das jetzige Ergebnis zum Debattenstoff im Stile von "Was wäre, wenn ..." macht, da kann man dem Franzosen Lothaire von "Freya" nur vollinhaltlich zustimmen. 

Aber auch ohne Iris Kyle gab's mal wieder ein interessantes Resultat, das ich eigentlich nur mit einer gewissen Polemik kommentieren kann. Dass Yaxeni Oriquen-Garcia nicht nur wegen ihres klangvollen spanisch-indianischen Namens seit Jahren zur Top-Spitze gehört, ist in der Szene bekannt. Sie hat einen der besten, weil symmetrisch-muskulösesten "bods"der FBB-Welt. Ihr Zustand war auch 2012 klasse: Super-Definition. Man beachte auf den diversen im Web einzusehenden Bildern die Fülle ihrer Muskeln und blicke auf solche Details wie die zu erkennenden Querstränge ihres inneren Schenkelmuskels. 

Jedoch geht es da schon los: Guckt man da bei Alina hin, dann sieht man, dass diese "Querriefen" auch vorhanden sind. Und zudem dieser Muskel größer und besser zu sein scheint. Auch ist ihr Schneidermuskel von allen drei vorn platzierten Finalistinnen mit Abstand am besten ausgeprägt. Man kann dann aber bei den Oberarmen feststellen, dass die Bizeps von Yaxeni "hügeliger" zu sein und somit etwas prägnanter aufzuragen scheinen. Auch die Unterarme der Südamerikanerin wirken einen Tick voluminöser. 


Sprich: Zwischen den beiden hätte ich mich rein von der körperlichen Verfassung her als Kampfrichter nicht klar entscheiden können. Kein BB dieser Welt ohne Schwächen - so auch hier: Was bei der einen Dame besser ist, ist bei der anderen schlechter. Aber das ist dann an anderen Körperpartien wieder umgekehrt.


Als Fan des Frauenbodybuilding und als jemand, der um Alinas Streben nach Perfektion weiß, sage ich: Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, nichts anderes. Und daher ein nicht ganz korrektes Ergebnis.


Entering Debi Laszewski. Die blonde Dame mit den spitzbübisch blau-grün funkelnden Augen und dem aus meiner Sicht äußerst charakteristisch-attraktiven Charakterkopf ist fraglos das, was die Schauspieler eine "Rampensau" nennen. Und die mit dem Publikum wie auch den Kampfrichtern in herausragender Weise flirten kann: Eine solche Bühnenpräsenz ist nun für einen Bodybuilding-Wettkampf aber ein eminent wichtiges Element. Man will ja bei allem Anspruch an die Muskel-Entwicklung lebendige, individuelle Menschen sehen - und keine seelenlosen plastinierten Objekte in Manier der "Körperwelten"-Ausstellung.   


Aber bei aller Ausstrahlung von Debi - sie ist auch jemand, der es meiner völlig unbescheidenen Ansicht nach von der Grundsymmetrie her weder mit Yaxeni noch mit Alina aufnehmen kann: Dagegen spricht einfach bei ihr das Größenverhältnis von Oberkörper und "Fahrgestell". Und in diesem Fall schlichtweg die Muskelkondition, sprich: Defi und Masse. Ich meine, dass bei Yaxeni und Alina alle großen Oberschenkel-Muckis eindeutig besser ausgeprägt sind als bei ihr. Auch die Arme der Latina und der Swiss-Rumänin sind definitiv besser definiert und voluminöser.


Da hätte ich noch Kim Buck vor Debi gesehen. In jedem Fall aber Kim Buck vor Cathy LeFrancois (so sehr ich die kanadische Veteranin wegen ihrer sympathischen Ausstrahlung auch mag).


Sprich: Wieder mal ein Ergebnis, das mich nicht völlig überrascht und das mir nicht so ganz gefällt. Wobei ich nur anhand der Photos und Filmchen urteilen kann und nicht auf einem Kampfrichterstuhl gesessen habe, nicht die Stimmung auf der Bühne unmittelbar wahrgenommen habe. Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass das Ergebnis nicht ganz richtig ist.


Streiten kann man über die Platzierung von Brigita Brezovac und Cathy LeFrancois. Brigitas Beine waren vielleicht einen Hauch zu glatt, dafür war sie insgesamt symmetrischer (und zudem stehen ihr die langen weißblonden Haare fantastisch - aber das ist jetzt wieder nur meine Partikularmeinung).


Soweit meine Ansicht. 

Und an den Rest der Welt: Wie siehst du das? 

An alle Schreibwilligen: Ihr könnt die Kommentar-Funktion nutzen - an meine Mails komme ich aus diversen Gründen immer noch nicht. Würde zu lang dauern zu erklären, warum ich das im Moment nicht reparieren lassen kann ("das ist halt so", würde es bei der "Sendung mit der Maus" dazu heißen). Außerdem kann man mich auch via Facebook erreichen.

Freitag, 3. Februar 2012

Ms I -- noch vier Wochen bis Columbus

Noch genau vier Wochen, dann ist es soweit: Am 2. März startet im Rahmen der Arnold's die Ms International 2012. Jetzt erst einmal die Liste der Muskelmaedels, die sich qualifiziert haben:

Maria Rita Bello (Argentinien)
Brigita Brezovac (Slowenien)
Kim Buck (USA)

Kim Buck

Tina Chandler (USA)
Alevtina Goroshinskaya (Russland)
Monique Jones (USA)
Iris Kyle (USA)
Debi Laszewski (USA)
Cathy LeFrancois (Kanada)
Zoa Lindsey (Kanada, lebt in Japan)
Geraldine Morgan (Chile)
Yaxeni Oriquen (Venezuela)
Kim Perez (USA)
Alina Popa (bisher für die Schweiz startende Rumänin, lebt in den USA)
Maria Segura (Mexiko)

Maria Segura

Hier mal anhand zweier Beispiele ein kurzer Blick auf das, was die Damen so alles über ihre Vorbereitung verlauten lassen:

Brigita Brezovac bei einem Interview
mit dem slowenischen TV.
Brigita arbeitet an ihrer ersten DVD und teilt darüber hinaus mit: "Ich trainiere härter als jemals und bin froh, solch einen Antrieb und solch eine Motivation zu haben. Ich mag lange und schwere Workouts, gerade das bekommt mir gut. So machte ich zum Beispiel vergangene Woche für meine Quads [= Quadrizeps, also Oberschenkel-Muskeln] 10 Übungen à 4 Sätzen ... ich hob mehr als 25 Tonnen an Gewicht in dem Workout! Habe immer noch nicht das Resultat, das ich will - ich bekomme eher ein gutes "Muskel-Fieber" am nächsten Tag..."


Alina Popa  im Armbrust-Gym,
gelegen im U.S.-Bundesstaat Colorado
Alina teilt mit: "Das ist die beste Vorbereitung, die ich jemals hatte. Ich bin auf dem richtigen Weg, extrem motiviert und die meiste Zeit über in guter Stimmung. Ich kann es kaum erwarten, auf dieser Bühne zu stehen. Die Zusammenarbeit mit Armbrust hat mein Leben verändert. Ich habe so viele Dinge von Dylan gelernt und von der Art, in der auf alle Details achtet. Seine Professionalität ist so motivierend. Ich liebe wirklich die die ganze Atmosphäre im Armbrust-Gym, die Leute sind so hilfsbereit, entgegenkommend und freundlich. Ich habe das Gefühl, ein neues Zuhause gefunden zu haben. (...) Fünf Wochen noch und dann werden all die Ergebnisse der ganzen harten Arbeit in Gang gesetzt:) Was für eine Ehre, mit diesen 15 tollen Maedels in Columbus antreten zu dürfen."

Tja, da warten wir mal, wie sich das entwickelt. Diesen beiden Maedels drücke ich mehr als allen anderen die Daumen - das hat einfach etwas damit zu tun, dass ich Brigita und Alina persönlich kenne und sie sehr schätze. Außerdem sind es (neben Alevtina Goroshinskaya) zwei Europäerinnen - es wäre doch mal nett, wenn die den Vertreterinnen der Neuen Welt zeigen, was eine Harke ist.