Samstag, 20. März 2021
LH-Art: Wieder am Start
Und da sind sie wieder, die Leute von LH-Art, dem amerikanischen Comic-Katalog rund ums Thema "starke Frau versus schwacher Mann". Der Panikmodus auf dieser Seite des Atlantiks war wohl etwas zu früh aktiviert: LH-Art hat sich neu aufgesetzt. Zu finden sind sie nunmehr unter dieser Web-Adresse: https://lhartfemus.com/
Das bis zum heutigen Zeitpunkt veröffentlichte Programm wirkt freilich, hm, stark entrümpelt. Der nach einem Comic-Helden als "Zero Galvan" bekannte Zeichner ist noch da, Martin, LoSarro, CrisShapes (CST) und einiges mehr. Und man kann jetzt sehr bequem durchgucken. Aber, so scheint es mir, da fehlt einiges an Oldies. Da bin ich dann doch mal gespannt, was noch alles an Neuheiten und/oder Ergänzungen kommen wird.
Samstag, 27. Februar 2021
LH-Art --- war's das?
Nix ist für immer --- es sieht so aus, als habe Larry Heller seine Seite LH-Art abgeschaltet respektive, dass sie abgeschaltet worden ist. LH-Art war in den vergangenen ein, zwei Jahren bei Shopify gehostet, das ist eine kanadische, aber von einem gebürtigen Deutschen gegründete Verkaufswebsite (Neudeutsch: e-commerce platform), sprich: Derartige Unternehmen stellen für alle eine Internet-Angebotsmöglichkeit zur Verfügung, für die deren Aufbau und Unterhalt zu aufwändig oder zu kompliziert ist. Wer also dieser Tage dem oben im Bild zu findenden Link gefolgt ist, der sah und sieht sich der Meldung gegenüber, dass wohl irgendwas nicht richtig geklappt haben müsse. Kein Bild, kein nix, was den Schmoe und sein Auge erfreut ...
Wenn das also dauerhaft so sein und damit das Ende von LH-Art sein sollte, wäre das wenigstens für solche wie den Verfasser das Ende einer Ära rund um die Thematiken historischer Muskelmaedels und Fetisch-Comics mit Muskelmaedels. Orrin J. Heller, Vater des LH-Art-Betreibers Larry Heller, war einer derjenigen, der seinen seinerzeit sicher noch völlig ungewöhnlichen Spleen für richtig starke und richtig muskulöse Frauen ausgelebt hat, dies bereits zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Heller senior hat muskulöse Frauen gesucht und sie meist bei Zirkus-Akrobatinnen gefunden. Er hat sie fotografiert und Bilder von ihnen gesammelt. Und er hat Infos zu diesen Frauen zusammengetragen, die dann nach seinem Tod auch undergroundmäßig und da heftweise als "Orrin J.Heller Collection" zu haben waren:
Oh, und nicht zu vergessen, Papa Heller hat in eigenen, zum Teil ungelenken, aber immer unverkennbaren Comic-Zeichnungen sein Faible ausgelegt. Und von all dem gab's Zusammenstellungen (siehe oben drüber und unten; mehr zu Orrin J. Heller findet sich hier):
Sohn Larry hat dann daraus ein Versandgeschäft gemacht, in dem gab es,wie gesagt, Repros besagter Fotos zu kaufen, aber auch jede Menge Comics, alte FemDom- und Bondage-Sachen von heute längst als Kult eingestuften Zeichnern wie Eric Stanton und Gene "Eneg" Bilbrew ebenso wie neu erstellte Zeichnungen,Comics, ja gleich ganze Reihen. In den 1990ern und 2000er gab es hier Comics von Leuten wie David C. Matthews, Lee Burks, LoSarro oder Robin Ator, zum Teil von Profis wie den gerade Genannten erstellt aufgrund von Vorlagen oder Rohskizzen von Larry Heller himself. Auch präsentierte man eigene Comics mit Heldinnen wie "Kyra" und "Kageena". Es gab Comic-Reihen wie "Fem Jocks" oder "All Growth", in denen Frauen zu ihrer eigenen Überraschung (erstens) und Begeisterung (zweitens) sich plötzlich zu Muskelmaedels gewandelt sahen. Zeichner wie Bill Quick mit seinem im Cartoon-Stil gezeichneten Sachen, die immer einen augenzwinkernden Touch aufwiesen.
Und die Comics des Franzosen Elie Xyr, der in atemberaubend detailreicher Pinsel- und Federtechnik Tuschezeichnungen zu ebenso hypermuskulären wie oft auch mythischen Frauen erstellte - mitunter gab's derlei auch in Öl oder Acryl:
Im Lauf der Zeit kamen andere hinzu, etwa Martin mit seinen per Computer erstellten Stories, in denen es meist um Muscle-Dominas und ihre Opfer ging, Zero Galvan mit seinen vollbusigen, sado-sexy männermordenden Pinup-Schönheiten, die Karate-Techniken im Stil von Highkick und Roundhouse-Kick mindestens ebenso gut beherrschten Chuck Norris, aber dabei viel interessantere Sachen ins Auge des Betrachters brachten.
Dann war da Chris Shapes mit seinen ultramuskulösen Männervernascherinnen (Bild siehe eins drunter), Allensandra, RMG oder AOS mit seinen extrem detailreichen Blei- und Buntstift-Zeichnungen von ebenfalls männerdominierenden Muskelmaedels. In den vergangenen zwei, drei Jahren hatte ich den Eindruck, dass sich das Augenmerk mehr und mehr auf das Muscle-Femdom-Ding verengte, der breiter aufgestellte Aspekt mit historischen Sachen und dem Angebot an entsprechenden Portfolios, auch solchen mit Fan-Art, der entfiel.
Sei es, wie es ist: Noch findet sich das ein oder andere bei DeviantArt. Und mal sehen: Vielleicht isses ja auch nur eine technische Panne und es gibt bald wieder was so Schönes zu gucken wie für diesen Glückspilz hier...
Samstag, 22. Dezember 2018
Wie alles begann - keine Zuschrift, aber hier kommt der Post Nr. 9
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| Zirkusartistin der 1940er Jahre beim Flexen ihres mächtigen Biceps' ... |
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| Zirkusathletin um 1905, auch sie hat einen wahren Super-Arm! |
"Orrin Jesse Heller war der Erstgeborene von 6 Brüdern & 2 Schwestern. Geboren in einer Bauernfamilie in Iowa im Jahr 1913. Sein Interesse an muskulösen Frauen fing dem Vernehmen nach an, als er Mitte der 1920er Jahre einen Strongwoman-Akt in einem umherreisenden Jahrmarkt gesehen hatte, aber einst erzählte er mir, er erinnere sich daran, eine Zeitlang, als er noch sehr jung gewesen sei, eine Babysitterin mit sehr starken Armen gehabt zu haben und dass dies Eindruck auf ihn gemacht habe. Zu der Zeit, als er diesen Kraftakt gesehen hatte, hatte er Material über frühe Flugzeuge gesammelt und ging nun dazu über, Material über starke Frauen zu sammeln. Eine Sammelleidenschaft, die für den Rest seines Lebens bestehen blieb.
In den 1930er Jahren war er eine Zeitlang aktiv im Soil Conservation Corps [= bundesstaatliche Arbeitsbeschaffung in den USA] und hier war es, wo er sich einiges von seiner frühen Erfahrung als Ingenieur aneignete, ebenso wie eine feine Sammlung indianischer Pfeilspitzen- und Axtkopf-Artefakte. Bei dem ganzen Umherreisen, das er in den Dreißigern durchführte, ist es erstaunlich, dass er dazu in der Lage war, so viel von seiner Sammlung von Material zu Old Time Strong Women [gemeint sind vor allem Zirkus-Artistinnen auf der Zeit vor dem 20. Jahrhundert, allenfalls aus dem ersten Drittel des letzten Jahrhunderts] zu erhalten.Wenn Sie die zehnte Ausgabe seiner Female Muscleania gesehen haben, haben Sie gelesen, wie er über sein Treffen mit der großen Katie Sandwina in Wisconsin 1941 spricht, als sie ihren Kraftakt in der Nebenschau des Ringling-Bros.-Zirkus vorgeführt hat. Zu der Zeit hatte er schon viel Material zu den frühen starken Frauen zusammengetragen. Diese beiden Souvenirbuttons (unten in der Reproduktion) sind von der aus dem frühen 20. Jahrhundert tätigen Strong Woman namens Charmion. Tatsächlich war sie eine Trapezartistin, die auch eine sehr frühe Form des Stripteas mit Muskel-Flexing durchführte.
Es ist schwer zu sagen, ob es der sehr frühre Einfluss dieses starkarmigen Kindermädchens war oder diese alten Kraftakte mit ihrer Betonung der Oberkörperkraft und des Buzepsflexings, aber OJHs Interesse an Frauen mit Bizepsmuskeln war schon fest verwurzelt zu der Zeit, als der Zweite Weltkrieg ihn in das Army Air Corps [= Vorläufer US-Luftwaffe, die Militärflieger waren anfangs noch Teil des amerikanischen Heeres] als Navigator auf B-17- und 25-Flugzeuge verschlug, von den nördlichen Küsten Südamerikas aus fliegend, um jene Wasserfahrzeuge zu schützen, beladen mit Bauxit [= ein Aluminiumerz] aus den Bergwerken dort. Er kam zurück in die Staaten mit Kisten voller Fotos von jamaikanischen, puertorikanischen & südamerikanischen Frauen beim Vorführen ihrer Muskeln."
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| Die große Sandwina, wie OJH sich das gewünscht hat. |
Soweit dieser Text, der zweierlei klar aufzeigt: Die sportliche und fraglos auch erotische Begeisterung für Muskelmaedels ist nicht ganz neu, ebenso wenig wie das Phänomen der muskulösen Frau an sich. Insoweit war Heller ein Pionier - fragt sich der Betrachter nur, inwieweit er, also Heller, sich selber auch als solcher gesehen haben mag. Und, wie eingangs schon angemerkt: Wer mir über seinen "Werdegang" als Liebhaber von Muskelmaedels schreiben will --- nur zu!
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| Hier zeigt Miss Mara, was OJH schon seinerzeit so begeistert hat wie heute - nun ja - mich ... |




















