Samstag, Januar 11, 2014

Female Bodybuilding - was geht 2014?

Alina Popas Bizeps
Ein paar kurze Gedanken und Thesen: Die Zeichen an der Wand scheinen ja eindeutig zu sein. Zugunsten der Physique- und Figure-Klassen ist man bei Verbänden wie der IFBB willens, die Sparte Female Bodybuilding dranzugeben. Was das für auf Wettkämpfe erpichte Athletinnen heißt, ist auch klar (vorausgesetzt, das kommt tatsächlich in dieser Weise): Sie müssen ihre Körper entsprechend den Vorgaben formen, bisherige Bodybuilderinnen sollen dann "downsizen" - das erscheint mir schon jetzt als Unwort des Jahres.

Allem Anschein nach auch ein Trend: Damit mehrere verschiedene Wettkämpfe schneller ablaufen, verzichten manche Veranstalter beim Bodybuilding künftig wohl auf die Kür, so etwa stand es einigen Verlautbarungen nach als Ankündigung zu lesen. Wenn das tatsächlich so eintritt (etwa bei der "Arnold"), dann rasiert es bei diesem Sport so ziemlich genau das weg, wodurch sich der jeweilige Athlet ausdrückt, wodurch er seine Persönlichkeit auf der Bühne darstellt. Damit entfiele das, was vielen Fans beim Bodybuilding am besten gefallen hat. Aber die Funktionäre müssen es ja wissen ...

Nun denn, bleibt abzuwarten, was sonst noch passiert. Etwa, ob 2014 endlich das Jahr von Alina Popa werden wird - die gebürtige Rumänin gilt vielen als ideale Bodybuilderin, nicht nur von der perfekt-muskulösen Figur her, sondern auch wegen ihrer unverkannbar, weiblichen Ausstrahlung, iher Attraktivität, ihrer Intelligenz und nicht zuletzt ihrer Internationalität - sie spricht mehrere Sprachen und wäre allein von der Warte her eine ideale Botschafterin für diesen Sport. Außerdem wäre ihr endlich der Sieg bei der Ms. O zu gönnen, verdammte Hacke!
 

Alina Popa, relaxed ...
Verbände hin oder her - ich mache mir keine Sorgen darum, dass das mit den Muskelmaedels in nächster Zeit drastisch nachlassen wird: Wenn ich mich im Web so umtue, so verstärkt sich jedesmal mein Eindruck, dass es noch nie zuvor dermaßen viele Muskelmaedels gegeben hat. "Muskulös ist das neue Dünn", so lautet ein Motto dieser Sportlerinnen. Zumal selbst solche, die für die "schlankeren" Klassen starten wollen, zum Teil schon so massiv wirken wie die Athletinnen der klassischen Bodybuidling-Klassen. Die Grenzen sind dermaßen fließend, dass ich jetzt schon darauf gespannt bin, wer da wie welche Trennlinien ziehen will - okay, die Lady hier wird nicht in der Bikini-Klasse starten, ist klar ....   


Worauf ich warte, ist, dass endlich eine Bodybuilderin einen eigenen Wettkampf initiiert, der den Interessen der Athletinnen und der Fans gerecht wird. Es gab ja schon einige entsprechende Ankündigungen, jedoch war bislang noch keine in der Lage, diese Hürde auch tatsächlich zu nehmen. Immerhin haben sich inzwischen zig Bodybuilderinnen (auch solche vergangener Zeiten, etwa Joan Lauth) gemeldet und das Vorgehen der Verbände mit scharfen Worten gegeißelt, unter anderem als sexistisch. 

Aber, so scheint es mir, viele dieser Muskelmaedels wollen gar nicht auf die Bühne und klassisch bei welchem Verband auch immer antreten - wozu auch? Die Preisgelder spotten der Anstrengung und dem Aufwand Hohn, der Status innerhalb der Verbände ist meistens geduldet. Nein, diese Ladies suchen sich ihre Plattform selbst - das Internet und da die Sozialseiten wie das Gesichterbuch oder die Videoplattformen, von denen es zunehmend auch immer mehr gibt. Jeder sein eigener Regisseur, Hauptdarsteller und Vermarkter - die Zeiten ändern sich. Und eine Folge scheint mir auch offensichtlich: Die Zahl der Fans wächst!



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--- mattmuscle, der sich über möglichst viele sinnvolle Kommentare und Anmeldungen bei "Wer mitliest - die Muskelmaedel-Community" in der rechten Blog-Spalte freuen würde ...