Sonntag, 23. September 2012

1. Was Kurzes zur Umfrage (Ms O 2012)
2. Olga Kurkulina & Mother Russia, "Kick-Ass 2"


So --- ein paar Tage sind's noch, dann wissen wir mehr. Interessant: Egal, wo ich im Web auch hingucke - bei Umfragen wie der in "Muskelmaedels" gerade laufenden "Wer sollte Ms O 2012 werden?" führt überall Alina Popa, hier ein Foto Marke "Muskelmaedels". Und das tut Alina Popa mit Abstand. Fragt sich nur eins: Lesen das die für Vegas als Kampfrichter vorgesehenen Funktionäre auch? Das müssten sie eigentlich, sofern nicht so blind wie ehedem Mister Magoo und dazu noch Internet-abhold. Und wenn ja: Beeinflusst es sie, im Guten wie im Schlechten? Fragen über Fragen...

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And now for something completely different: Der ein oder andere wird sich noch an den Film "Kick-Ass" erinnern. Richtig, der von Brad Pitt co-produzierte und mitgeschriebene Film, der auf einer von Mark Millar verfassten und John Romita jr. gezeichneten Comicreihe basiert. Inhalt: Es geht um einen Schüler namens Dave Lizewski, der unter dem Namen Kick-Ass als grüngewandeter Superheld unterwegs ist und dabei auch auf andere, ähnlich originell benannte Charaktere trifft. Etwa "Big Daddy", "Hit-Girl", "Johnny G" oder "Red Mist". Die Figuren sind, vorsichtig gesagt, anders: Hit Girl ist eine als Killerin tätige und durchaus "in vulgo" redende Elfjährige. 

Die Kritiker haben das geschlachtet - von wegen ein Kind und so profan und brutal. Aber das Publikum hat's wohl genug geliebt, um Hollywood auf eine nachgerade revolutionäre Idee zu bringen: "Wir drehen einfach einen zweiten Teil, jawoll, und verdienen uns dumm und doof!" Aber diese sensationelle Maßnahme bringt mich zu dem Foto über diesen beiden Abschnitten und damit zum eigentlichen Thema dieses Postings.


Denn im Laufe seiner Fährnisse trifft Kick-Ass auch auf "Mother Russia". Das heißt auf Deutsch so viel wie Mütterchen Russland. Aber mit einem Babuschka-ähnlichen Muttchen hat diese Figur rein gar nichts zu tun, allenfalls schon mit der schwertbewehrten Walküre, die in Putins Reich mancherorts als Denkmal steht, etwa gigantomanisch groß in Wolgograd (siehe Foto). Doch auch die ist ganz anders als die Figur, um die es hier geht. Denn diese Mother Russia ist eine Dame, die so auch nur im Comic existieren und da ungestört agieren kann. Im richtigen Leben wäre sie täglich unter Beobachtung und in den Nachrichten - allein schon wegen ihres Äußeren. 


Das sieht nämlich so aus: Schwarze Wallemähne, einäugig und mit Moshe-Dajan-Gedächtnis-Augenklappe. Flächendeckend und dem Namen gemäß tätowiert - Sowjetsterne auf der Stirn, den Schultern, den Armen, den Oberschenkeln und den Knien, ein Hammer & Sichel-Emblem auf dem Bauch und auf dem Top quer über ihren dicken Dingern die Aufschrift CCCP (das ist kyrillisch und steht um- und ausgeschrieben für "Soyuz Sovetskikh Sotsialisticheskikh Respublik", also das, was wir im Westen als UdSSR kannten). Zudem ist Mother Russia sparsam bekleidet, was bei ihren hüninnenhaften Ausmaßen den Blick auf ihre pralle Oberweite, die mächtigen Oberarme und die breiten Schultern lenkt.


Diese Figur wird als ehemalige Spetsnaz (= Mitglied sowjetischer Spezialeinheiten) und ehemalige KGB-Offizierin beschrieben, die sich als Leibwächterin bei einem der Bösen verdingt hat. Und die (natürlich) auch deshalb böse ist, weil sie es (wieder einmal) gewagt hat, ihre weibliche Figur durch bestimmte Mittelchen muskelmäßig zu verändern, was ja gegen das heilige Gesetz des Gender-Mainstream verstößt. Also so von wegen starker Mann und schwache Frau und was nicht sein kann, das nicht sein darf ...


Äh, ja. So kann man es sehen. Freilich auch so: Wenn nun solch eine Muskeltitanin den um zwei Haupteslängen kürzeren Kick-Ass in souveräner, sexuell wie körperlich überlegener Manier an sich zieht, dann dürften wohl alle Hobbypsychologen darin die grotesk übersteigerte Variante des altbekannten Themas "Reife Frau verführt unerfahrenden Jüngling" sehen. Außerdem ist es natürlich ein Fest für "Muskelmaedels" und damit für Burschen wie mich, denen es gefällt, wenn derart starke Frauen ihre körperliche Majorität gegenüber den Mannsleuten ausspielen, wissend, wie die darauf reagieren ...



Nun, der Film. Teil zwei von "Kick-Ass". Regie führt Jeff Wadlow, die schon im ersten Teil beteiligten Schauspieler Aaron Johnson, Chloe Grace Moretz und Christopher Mintz-Plasse sind wieder dabei. Nun sollte Mother Russia auch rein. Daher musste eine Schauspielerin her, der man diese Rolle auch abnahm. Natürlich hätte man es wie bei der "Unglaubliche Hulk" machen und die Figur per Tricktechnik erstellen und in den Film "hineinrechnen" können. Gott sei Dank wollte man das hier nicht. War wohl zu teuer. Doch brauchte man eine Frau, die Mother Russia körperlich halbwegs nahekam. Das heißt, eine richtig muskulöse Frau von wenigstens einsachtzig Länge. Lechz!


Hier ein Auszug aus dem Casting Call, also dem Besetzungsaufruf: "Klassische Schurkenrolle. Ein [weiblicher] ex-KBG-Offizier, die jetzt von dem schwächlichen Chris bezahlt wird, um in seiner Gruppe zu kämpfen — sie ist mit Abstand am  versiertesten und zudem insgesamt eine erbarmungslose Killerin. Beschrieben als eine Bodybuilderin mit zuviel Steroiden, muss sie physisch extrem imposant und muskulös und dennoch noch als Frau klar zu erkennen sein. So groß wie möglich (nur 6 Fuß und mehr). Geben Sie Ihre Größe bei der Bewerbung an." (Das "weiblicher" in der eckigen Klammer und das Wort "Killerin" sind von mir auf feminin eingedeutscht, da der englischsprachige Originaltext ja bei Begriffen wie "Offizier" und "Killer" keine grammatikalischen Geschlechter kennt.) 


Nun gibt es ja einige große und international bekannte Bodybuilderinnen, die so um einsfünfundsiebzig und größer gewachsen sind. Amber deLuca, Gabrielle Hames, Nicole Pfützenreuter fallen mir da ein. Den Filmleuten hingegen nicht. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht waren ihnen die Maedels zu kurz, zu wuchtig oder zu alt, mindestens zwei haben auch das vierzigste Lebensjahr hinter sich (der Wahrheit die Ehre, auch wenn es uncharmant klingt. Ein Kriterium ist das Alter bei "Äkschn-Fuimen" freilich nicht, sonst hätte "The Expendables II" nicht gerade solch einen Erfolg.) Sei es, wie es sei: Man suchte und fand Olga Kurkulina.


Olga wer? Das ist die kraftvolle blonde Dame, von der die vier Fotos unterhalb der Comics und oberhalb dieses Abschnitts stammen. Nun, sie stammt aus Usbekistan oder aus der Ukraine (je nachdem, wem im Web man glaubt), lebt in Israel und ist auch unter einem anderen Nachnamen aufgetreten - Shirinskaya. Geboren ist sie auch, ich wüsst' freilich gern, wann. Sie ist eine ehemalige Hochspringerin, hat sich im Gewichtheben versucht und ist jetzt Bodybuilderin. Hat diverse Wettkämpfe absolviert. Und ihre im Szenesprech als "stats" bekannten Körpermaße sind entsprechend: Sie ist gertenschlank, also nicht so wuchtig wie eine kleinere Bodybuilderin. 


Ihre Größe? Olga Kurkulina ist (wieder je nach Angabe) einsvier- bis einsachtundachzig groß - die Differenz kann ich mir nur so erklären, dass der Messende vor lauter Aufregung entweder das Maß nicht richtig hat anlegen können oder falsch abgelesen hat. Freilich fand sich auch die Angabe 6,2" - ausgeschrieben: six feet two inches, und da sind umgerechnet ziemlich genau hundertachtundachzig Zentimeter. Offseason wiegt sie (laut einem älteren Text) zwoundachzig Kilo und hat Oberarme von geschätzten siebenunddreißig, achtundreißig Zentimetern. Damit ist sie in jedem Fall größer als ich, muskulöser und stärker sowieso - ich darf mir gar nicht ausdenken, wie das wäre, wenn sie mir in hochhackigen Plateauschuhen entgegenkäme. Das heißt, ich darf mir das schon ausmalen, wer hindert mich ...


Übrigens, Olga Kurkulina hat in definierter Verfassung einen kantigen, scharf ausgeprägten, hoch aufragenden und fraglos steinharten Bizeps zum Anbeten:


Ja, außerdem ist sie blond und trägt eine dieser Kurzhaarfrisuren, wie sie meiner Ansicht nach Frauen mit regelmäßig-markanten Gesichtern so gut stehen. Wie die beigefügten Fotos (Collage von "Muskelmaedels") zeigen, liebt sie es, vor der Kamera zu posieren. Mal als Amazone à la Red Sonya, mal als Dschungelgirl, mal als Polizistin mit Domina-Touch, mal als Bauarbeiterin - und alles das durchaus auch bei Präsentation ihrer unverhüllten, herrlich drallen Brust.  


Wenn man so will, ist sie eigentlich genau die Richtige, um vor einer Kinofilmkamera eine böse Amazone zu spielen, um die im Vergleich zu ihr schwächlichen Bürschchen zu vertrimmen, dabei salzig-süffisante Kommentare abzugeben und mit ihrem harten Muskelbody allen sonstigen Beteiligten die Show zu stehlen --- hoffentlich! 


Nun, wie sie im Web an anderer Stelle mitgeteilt hat, musste sie trotz ihrer unbestreitbaren körperlichen Vorzüge das filmübliche Casting durchlaufen: "Ich trat gegen andere Kandidaten aus Amerika, der Schweiz und Holland an [Holland - da denkt der Unterzeichnete doch gleich an die ähnlich groß gewachsene, muskulöse Niederländerin Maria Carolien Wattel.] Ich verbrachte drei Wochen im Casting, das in den Pinewood-Studios [in England] stattfand. Schließlich sagte mir der Regisseur, ich bekäme die Rolle. Das war eine schwere Zeit, sowohl psychisch wie physisch."


Ende August ging es dann für zirka einen Monat nach Toronto in Kanada zum Außendreh. Danach, so Olga Kurkulina, soll es wieder zurück nach London gehen, um da diverse Stunts im Studio zu drehen: "Zur Zeit trainiere ich hart, lerne neue Bewegungen für Angriff und Verteidigung und arbeite mit Profis an meinem Schauspiel- und Sprech-Training."


Was bisher so an Standbildern aus dem Film an die Öffentlichkeit kam, zeigt aber, dass man Olga Kurkulina nicht haargenau so hergerichtet hat wie im Comic. Allem Anschein nach spielt sie Mother Russia in blond (hier eine von "Muskelmaedels" erstellte Collage) . Damit sieht sie aus wie die Schwester des von Dolph Lundgren in "Rocky III" gespielten Russen-Fieslings Ivan Drago. Freilich eine starke Schwester. Eine, die ihren Bruder ganz nach Laune mit links fertigmachen kann. Wie den Burschen hier im Bild, aber da handelt es sich glücklicherweise nur eine Puppe:

Bleibt noch eins: Der Film soll 2013 ins Kino kommen. "Muskelmaedels" geht mal davon aus, dass es uns alle dann noch gibt. Von wegen Maya-Kalender und so - demnach soll's ja eigentlich bald rum und um sein. Aber der Typ, der damals diese Zeittafel mit Hammer und Meißel verbrochen hat, hat bestimmt nichts von dieser umwerfenden Muskel-Walküre geahnt, sonst wäre sein Kalender garantiert anders ausgefallen ...


Dienstag, 18. September 2012

Vor der Ms Olympia: Profi und Amateurin - ein paar Gedanken


Wer will noch mal, wer hat noch nicht - noch sind's ein  paar Tage bis zum Abstimmungsende der Umfrage. Aber es zeichnet sich schon ein interessantes Ergebnis ab: Favorisiert werden hier eindeutig die zwei Europäerinnen Alina Popa und Brigita Brezovac. Auf dem dritten Rang liegt Sarah Hayes. Und die ist nun eindeutig keine Europäerin, sondern kommt aus Texas. Nun, auch beachtenswert der Umstand, dass die zwei "usual suspects" für diesen Titel in der Gunst der Muskelmaedels-Leserschaft recht abgeschlagen liegen. Warten wir mal ab, was das Endergebnis sagen wird.

So. Übrigens mal ein Blick auf die Szene. Egal wer da nun gewinnt oder auf dem Rang "ganz hinten" landet - eins sollte man immer bedenken: Alle Maedels haben mächtig hart dafür arbeiten müssen, um überhaupt auf dieser Bühne zu stehen und sich im Zweifelsfall die Buh-Rufe des Publikums anhören zu müssen und sich auch den mitunter nicht ganz objektiven Begründungen der nahezu ausschließlich männlichen Schiedsrichter und Funktionäre ausgesetzt zu sehen. 

Manche hat da auch schon etwas gemunkelt, dass da viele Entscheidungen schlichtweg nach sexueller Attraktivität und nicht nach dem tatsächlichen Leistungsstand fallen. Da liegt dann auch einer der Gründe, warum so manche nach einer Saison die ganze Profi-Wettkämpferei (nicht das Bodybuilding!) wieder aufgibt. 

Ein anderer liegt beim Geld. Wie schon mehrfach hier ausgeführt, sind die Preisgelder beim Frauenbodybuilding alles andere als üppig. Das reicht selbst für die Erstplatzierte kaum, um alle übers Jahr auflaufenden "expenses" abzudecken. Üblicher- und damit widersinnigerweise aber müssen diese vom Verband als professionell klassifizierten Athletinnen Flug- und Hotelkosten selber berappen - viele Amateurinnen hingegen werden diesbezüglich gesponsert.

Gerade für die Europäerinnen ist das hart: Wer eine der "pro cards" haben will, muss möglichst viele der wichtigen Wettkämpfe mitmachen. Die aber laufen fast ausschließlich in den USA. Das heißt Reisen - in dem Fall Fliegen. Die da anfallenden Kosten sind das eine, Sachen wie Jet-Lag und daraus folgend Akklimatisierung das andere: Das aber kostet ja noch mal. 

Hier liegt denn auch der Grund, warum Sportlerinnen wie Alina Popa nach Amerika übersiedeln: Hier sind die Trainingsbedingungen besser, die Reisewege kürzer, das Beziehungsgeflecht enger, die am FBB interessierte Szene größer und damit die Karrierechancen insgesamt höher.

Und das sind, wohlgemerkt, Profis. Folgerichtig wechselt manche eben wieder vom "P"- zum "A"-Status zurück. Und manche "P"-Dame muss trotzdem noch nebenher arbeiten, gängig ist hier eine eher regelmäßige Tätigkeit als "personal trainer" und - je nach Äußerem - eine gelegentliche als Fotomodell. Ich schreibe "gängig", weil die Maedels natürlich auch in allen anderen Berufen zu finden sind. 

Jeder Vollzeit-Berufstätige sollte nun nachvollziehen können, was für eine Disziplin und was für eine Begeisterung die Ladies für's BB haben müssen - denn die äußeren Widerstände und die blöden Bemerkungen  über "Mannweiber" und anderes, die bleiben ja auch noch!   

Samstag, 15. September 2012

Umfrage zu Ms. Olympia


Es ist ja nicht mehr lange hin bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Reihe von extrem muskulösen Mädels ihre gestählten Leiber mit den prallen Schenkeln, den kantigen Waden, den breiten Rücken, den brettharten Bäuchen und den volumig-kantigen Oberarmen zur Schau stellen und auf einer Bühne in Las Vegas darum antreten, wer von ihnen den Titel der Ms. Olympia mit nach Hause nehmen darf.

Und um die Vorfreude ein bisschen anzustacheln, habe ich oben eine kleine Umfrage installiert - ich würde mir eine rege Beteiligung wünschen. Ich habe mal die Namen der Maedels so hingeschrieben, wie sie mir eingefallen sind -- bin mal gespannt, was als Ergebnis nachher herauskommt. Denn: Bitte nicht abstimmen, wer es wahrscheinlich werden wird (dann sind wir wieder bei Iris Kyle oder Yaxeni Oriquen), sondern diejenige auswählen, der ihr den Sieg wünschen würdet und/oder von der ihr glaubt, dass sie bisher falsch beurteilt worden ist.

Montag, 10. September 2012

Female Muscle Worship - was denkt die Welt?

Allein über die Frage als solches kann man gleich schon reden. Ist mit "Welt" die Gesamtheit der öffentlichen Meinung gemeint? Oder der Teil der Welt, der einmal weiß, dass es so etwas wie Female Muscle Worship überhaupt und eigentlich gibt? Nun, die Frage ist so gemeint, wie sie da steht. Folgerichtig schließt es beides ebenso ein wie auch die Ansichten derer, die an diesem Tun gebend wie nehmend beteiligt sind.

Female Muscle Worship. Ja. Also - um es klar zu benennen: Es geht hier darum, es als Mann erregend zu finden, wenn man eine sehr muskulöse und starke Frau vor sich hat, zumeist handelt es sich um Bodybuilderinnen (englisch: "female body builder", abgekürzt zu FBB). Und daher ihren mit kraftvollem Fleisch bepackten Body zu bewundern, ja anzubeten. Ich habe das in diesem Beitrag mal mit entsprechenden und meiner Meinung nach passend beschrifteten Bilderchen auszudrücken versucht (schließlich sind wir hier ja nicht im psychologischen Uni-Seminar - es soll ja auch noch Spaß machen ...)

Das wiederum geschieht - grob unterteilt - in zweierlei Weise:

Zum einen direkt. Mann begegnet solch einer Frau und tut, was gerade beschrieben. Für solche Treffen hat sich der Begriff "Session" eingebürgert, oft noch um die Tätigkeit ergänzt, deretwegen man sich trifft. Neben Female Muscle Worship ist das auch alles vom Training über Wrestling, Armdrücken und Lift and Carry (= Hochgehoben- und Getragenwerden) bis hin zu Photo und Video. Was man halt aus- und abgemacht hat. Unter anderem. 

Zum anderen ist da auch der indirekte Weg. Nämlich der aus der Distanz: Das Worshipping findet statt anhand von Bildern und Videos, seit Beginn des Internet-Zeitalters im Web in mehr als erschöpfender Fülle dargeboten. 

Seit neuerem kommen noch soziale Netzwerke hinzu, allen voran das "Gesichtsbuch". Längst ist das ein Tummelplatz, auf dem sich die Worshipper (Szeneslang: Schmoe) mit ihren angebeteten Muskelmaedels virtuell treffen können. Die wiederum stellen Bilder und Filmchen von sich ein, vorzugsweise natürlich mit prominent in Szene gesetzten Muskeln. Ob sich die Dame nun so beim Training vor einer Meisterschaft noch durch ihre Fans motivieren lässt, ob sie Urlaubsfotos einstellt oder launige Kommentare über Gott und die Welt abgibt - nichts, was nicht ginge.


Und weil nun zum praktischen wie indirekten Muscle Worship mindestens zwei gehören, nutzen viele der Muskelmaedels diese Web-Plattformen auch dafür, um den Kontakt zu ihren Fans zu pflegen und um Werbung in eigener Sache zu machen. Nicht alle, die das tun, lassen sich auch von wildfremden Kerlen beworshippen. Längst nicht alle. Aber die, die das tun, können so auf sich aufmerksam machen. Denn das Veranstalten solcher Sessions geschieht ja zumeist nicht aus Freundschaft heraus. Was dem einen eine Stunde der Verzückung bereitet, ist - bei aller gegenseitigen Sympathie - für die andere die Chance, da einiges an Geld zu verdienen. 

Kein Einzelfall, sondern für viele Muskelmaedels eine Einnahmequelle. Je nach Beliebtheit von den Fans frequentiert und gut dotiert und fast immer fest einkalkuliert: Bodybuilding ist ein aufwändiger Lebensstil, der seinen Betreibern neben einem Höchstmaß an Fleiß, Einsatz, Disziplin und Anstrengung auch reichlich Geld abverlangt. Und sei es nur fürs ausgewogene Essen. In der Wettkampfszene kommen dann noch die üblichen Spezialsachen dazu.

Leider aber geht das, was sich da offiziell durch Preisgelder, Werbeverträge und anderes verdienen lässt, in der Regel nicht im mindesten mit dem Aufwand einher. Also bleibt da der genannte Weg, über direkten Kontakt mit den Fans das Salär aufzuzustocken: Muscle Worship, richtiges wie spielerisches Ringen, Fantasy-Spielchen, den Fan in die Mangel nehmen und ihm die eigene Kraft demonstrieren - all das, und ab und zu kommt's wohl auch zum Äußersten ...

Was denkt die Welt? Das habe ich oben drüber geschrieben, ich greif's auf und blicke erst mal auf die Maedels, die das Worship nicht nur per Web, sondern eben auch praktisch, tatsächlich und körperlich empfangen. Was denken die über die ganze Sache? Nun, ich habe in den vergangenen fünf, sechs Jahren bestimmt zwei Dutzend Sessions hinter mich gebracht. Und jenseits der - auf mich unglaublich wirkenden - Anziehungskraft dieser Frauen auch versucht herauszufinden, ob sie das alles nur der Kohle wegen machen.

Die Antworten waren durchaus gemischt und sehr oft ausweichend. Verständlicherweise. Etwas, das ich den Ladies auch hoch anrechne - "Kerle wie du kommen doch her, um hier eine schöne Zeit zu haben. Da geht's darum, dass ihr eure Illusion, euren Traum einmal ein bisschen auslebt. Das möchte ich doch nicht kaputt machen", so eine gängige Antwort.

Eine andere besteht darin, zu betonen, dass man (also das Muskelmaedel) selber für diese Sessions natürlich in eine Rolle schlüpfe, weil man nur so die Erwartung bedienen kann. Eine Erwartung, die viele Fans selber gar nicht richtig artikulieren können. Das zeigen zig Zuschriften, die ich seit Betreiben dieses Blogs erhalten habe. Also muss das jeweilige Maedel nur allzuoft raten und versuchen, das zu tun, von dem sie denkt, dass ihr Gegenüber es von ihr erwartet. "Da gehört etwas von meiner Seite etwas Mysteriöses dazu", so die Erklärung, "das steigert die Spannung und ist Teil der Illusion. So kann jeder vermuten, was denn nun dahinter steckt. Und wie ich wirklich bin? Nun, nicht böse sein, aber das ist dann privat."

Und dann sind da noch die, die schlichtweg Spaß bei dem haben, was sie da tun. Die es genießen und auskosten, wenn jemand mit großen Augen und vor Aufregung kühlen, zitternden Fingern ihre Muskeln berührt, befühlt, betastet, streichelt und massiert. Muskeln, die sie ihm voller überlegenem Stolz, ja mitunter erhabener Souveränität vorführt, sich dabei an seiner offensichtlichen Bewunderung und seiner Scham über seine Unterlegenheit weidend. Denn natürlich ist das ein (erotisches) Spiel. Es geht um - die zwei Begriffe seien aufgegriffen - Überlegenheit ihrer- und Unterlegenheit seinerseits. 

Einige Muskelmaedels geben das auch offen zu: "Die Jungs zu besiegen und es ihnen zu zeigen, das hat mir schon immer gefallen. Hach! Ich habe das von jeher mit Hingabe getan und liebe das nach wie vor ." Und betonen dann lächelnd, dass es ihnen "natürlich" auch größtes körperliches Vergnügen bereitet, wenn sie so angebetet werden. Was sich ja dann auch an der ein oder anderen körperlichen Reaktion direkt ablesen lässt.
 

Andere sagen zu ihren diesbezüglichen Empfindungen und Meinungen - wie ausgeführt - nichts. Aber es gibt ja auch Zwischenmenschliches, das man ohne verbale Erklärungen  einschätzen kann: Man spürt, dass die jeweilige Lady auch ihr Vergnügen hat. Und sollte es mal entgegen dem gewonnenen Eindruck anders sein - nun, dann kann man vor so viel Professionalität nur den Hut ziehen.

Natürlich gibt es auch die, die fleißig sagen "Ja, macht viel Spaß", aber denen man vor, während und nach der Session anmerkt, dass das nur so dahin gesagt ist. Da geht es dann nur ums Finanzielle. Man kann verstehen, dass die Ladies irgendwann "abgewichst" sind, wie ein mir bekannter alter Boxtrainer das genannt hätte. Die haben dann so viele Typen erlebt, dass es ihnen schlicht gleichgültig ist.


Was sagt die Welt - jetzt der Rest? Zuerst einmal wundert man sich. Dann passiert mitunter (man beachte dieses Adverb!) das, das die meisten Betroffenen fast immer vermuten: Man versucht oft, es ins Lächerliche zu ziehen - und das ist der Punkt, vor dem die allermeisten Beteiligten die meiste Furcht haben. Nämlich vor dem, was man in China "Gesichtsverlust" nennt: Nicht auszudenken, was die Verwandten, Freunde und Kollegen sagen und tun, wenn sie herausbekommen, auf was der Bruder/Vater/Onkel, der Kumpel und der Mitarbeiter/Vorgesetzte tatsächlich stehen.


Hier regiert ganz klar die Angst. Weswegen kaum jemand unter Klarnamen in der Szene unterwegs ist. (Um die aufkommende Frage gleich zu beantworten: Das tue ich auch nicht, man muss den Ärger nicht provozieren. Einerseits. Andererseits gehe ich ihm aber auch nicht aus dem Weg, wenn er denn mal kommt: Hey, das ist immer noch MEINE Sache!)

Diese Anonymität sorgt übrigens auch dafür, dass der berühmte "Mainstream" kaum etwas von der Sache mitbekommt. Und längst nicht alle reagieren so, wie so mancher schuldbewusste Schmoe annimmt. Vielen ist es nämlich schlicht egal - doch, es gibt tolerante Leute: "Ist zwar nicht mein Ding, ich find's auch mehr als nur schräg, aber eigentlich ist das doch harmlos. Bizarr sicher, aber harmlos. Da gibt's doch anderen Fetischkram, bei dem es weit mehr zur Sache geht."


Wie eine kleine Googelei ergab, hat sich das bei den Journalisten aus der Welt des Boulevard längst herumgesprochen. Und die zucken die Achseln. Zumal mancher darauf verweist, dass das längst um einige Nummern grotesker ginge. Etwa bei den Comics um völlig unrealistisch muskulöse Hüninen mit Melonen-großen Bizepsen, wie sie sich in der Welt des "Female Muscle Growth" niederschlagen. Also in Underground-Comics zu hochhausgroßen Muskelgigantinnen. Stories, wie es sie übrigens schon seit Jahrzehnten gibt. Und in der Form der per Morphing veränderten Fotografien und Filme, die seit einigen Jahren zunehmend an Popularität gewinnen. Und das ist eher neu.

Anfangs oft eher unbeholfen und stümperhaft ausgeführt, kommen da inzwischen derart meisterlich manipulierte Fotos und Filme zutage, dass man als Außenstehender nicht mehr weiß: "Ist das nun echt oder falsch?" Nicht wenige dieser Manipulationen haben auch schon als - natürlich falscher - Beleg dafür herhalten müssen, wie extrem sich das Bodybuilding inzwischen entwickelt habe und wie pfui das doch alles sei.


Damit kommt nun die Rede auf all die Personen, die am lautesten gegen muskulöse Frauen und damit auch implizit gegen das Muscle Worship wettern: "Ein Kerl. Das ist ein Kerl", heißt es angesichts der Fotos oder Filmchen mit einem Muskelmaedel. Oder "Sieht aus wie 'ne Transe." Oder: "Überhaupt nichts Weibliches. Wer so was mag, ist schwul." Das ist dann der immer wieder gern genommene Hauptvorwurf. Der manchen Betroffenen quält. Aber der nur allzuoft von Leuten kommt, deren Ablehnung allzu ostentativ wirkt und so gut wie immer anonym daher kommt. 

Das sind dann so die Web-Surfer, bei denen man sich fragt: "Wenn sie das alles so furchtbar finden, so eklatant gegen alles, was sie für männlich und weiblich halten - warum schauen sie es sich dauernd an, warum wettern sie ständig darüber, statt einfach weiter zu völlig anderen Dingen durchs Web zu surfen? Das drängt sich doch die Vermutung auf, dass das in Wirklichkeit mit der so gern gezeigten Ablehnung nicht weit her ist und dass sie die entsprechenden Seiten gezielt ansteuern."

Was denkt die Welt? Um bei "schwul" zu bleiben - gibt man mal "muscle worship" in eine Internet-Suchmaschine ein und stellt die auf "Bilder anzeigen" um, dann tauchen da beim Gros der Fälle nur sehr muskulöse Männer auf, die sich dann fast immer von anderen Herren, seltener von Damen betasten und bewundern lassen. Sollen die Jungs dürfen, ist aber nicht meine Sache und auch nicht die dieses Blogs.



Ab und zu kommen bei dieser Suchbegriff-Vorgabe auch einmal Muskelmaedels zum Vorschein. Mit angespanntem Bizeps oder prallen Waden und drallem Popo - aber kaum beim Einölen seitens Männerhand. Wenn man denn mal ein Muscle Worship an einer Bodybuilderin sieht, ist es oft durch eine andere Frau, ob nun ähnlich trainiert oder nicht. Was sagt uns das? Das sagt uns, dass es auch in dieser Welt  homosexuelle Frauen gibt. Oder, was in vielen Fällen wohl eher richtig ist: Die Muskelmaedels tun so als ob und bedienen damit die Erwartung so mancher Fans, die halt auf Frau-Frau-Action stehen. 

Ja und? Lesbische Frauen finden sich sonstwo auch, ohne dass es irgendjemanden (zu recht) noch kümmert. Aber das ist jetzt gerade nicht das Thema. Sondern nur die eine Erkenntnis: Das Muscle Worship von (oft schwächlichen, allenfalls normal trainierten) Männern an extrem muskulösen Frauen ist eine totale Randerscheinung und daher vielen Leuten schlichtweg nicht bekannt. Zumindest lässt das das Ergebnis vermuten, das meine diesbezüglichen Suchen im Web ergeben haben.

Folglich lautet auch eine Erkenntnis: Weil das so selten und ausgefallen ist, sollte man sich auch nicht wundern, wenn das Gegenüber im Fall der Fälle völlig verwundert, verdattert, befremdet oder ablehnend reagiert: Mit unserer Szene nicht vertraute Personen müssen das ja auch für sich erst einmal sortieren dürfen, ja müssen. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man mal bei einer ablehnenden Reaktion auf die einem zustehende Toleranz pocht.

Und ansonsten: Es ist mein Leben. Und da ich nun mal so bin, wie ich bin, gönne ich mir da auch ab und zu etwas Spaß, indem ich die extrem ausgeprägten Muskeln einer richtig starken und zudem sexy gekleideten Frau bewundere und mir ihre Kraft demonstrieren lasse. Was die Welt davon denkt, ist mir eigentlich völlig egal.

Wie heißt noch mal einer dieser Sponti-Sprüche aus dem Web? "Schwache Frauen sind für Weichlinge. Starke Frauen sind für Männer ..."  

          

             

Samstag, 8. September 2012

Das Kraftmädchen - Power Girl

Muskelmaedels in Comics, das klingt eigentlich wie ein naheliegendes Thema. Denn in der Welt der gezeichneten und kolorierten Sprechblasen-Stories sind ja Dinge möglich, die im richtigen Leben (leider) schlichtweg unmöglich sind. 

Etwa sehr sparsam bekleidete Damen mit dem umwerfenden Äußeren von Schönheitsköniginnen in High-Heel-Stiefeln und mit übernatürlichen Kräften. Also Maedels, die mal eben von hier nach da fliegen, um zuerst einen Trupp Verbrecher oder Terroristen lässig-sexy zu vermöbeln, ehe sie völlig mühelos mit Betonstücken in Fußballplatzgröße werfen, Felsen stemmen oder die verriegelten Türen von Banktresoren wie nichts aus den Angeln reißen.



Für all das braucht die Heldin also Superkräfte. Und die sollten sich natürlich auch im Körperbau niederschlagen - liebe Leser, ihr wisst schon: breites Kreuz, mächtige Schenkel, voluminöse Oberarme. Also all das, was vielen Comic-Heroinen bisher komplett abgeht respektive allzu lang gefehlt hat. Aber seit einiger Zeit wendet sich das Blatt allmählich. Das illustriert nichts besser als die Comic-Figur mit dem Namen Power Girl.



Power Girl? Für alle Novizen auf dem Gebiet: Das ist die Blondine im roten Umhang und dem weißen Body. Die mit dem wohl tiefsten Dekolletee in der Welt der Comic-Heldinnen, was auch den ein oder anderen Zeichner zu atemberaubend praller Doppelfülle inspiriert hat.




Natürlich gibt es für diese Offenherzigkeit einen Grund. Der ist in der verwickelten Biographie der Heldin zu suchen, die diese blonde Wucht im Multiversum zu einer Art Nebenerde (Earth-Two) geführt hat und ihr - je nach Politik des DC-Verlags - eine durchaus wechselnde Ahnengalerie beschert hat. Mal stammt sie von Helden aus Atlantis ab, mal - so wie derzeit wieder - ist Power Girl eine Verwandte von Superman. (Wer mehr zu der verworrenen Publikations-Geschichte dieser Figur und zu dem daraus folgenden Hin und Her bei der Herkunftsgeschichte von Power Girl wissen will, gehe zu dieser englischsprachigen Website.)



Also, laut der aktuell gültigen Version kommt sie auch vom Planeten Krypton und müsste folglich das legendäre S-Wappenemblem über ihren dicken Dingern tragen. Warum sie das nicht tut? Dazu gibt es diese Story: Obwohl von Superman alias Clark Kent erzogen und zu einer Superhelden-Karriere angeleitet, beschloss sie irgendwann, sich von ihrem berühmten Verwandten zu distanzieren. Sie blieb ihrer Ambition als Superheldin treu, legte aber das Familien-Wappen ab.


Und dann. Tja. Vielleicht liegt es am kühlend ins tiefe Tal ihrer weiblichen Prallheit vorstoßenden Luftzug, den sie bei jedem schnellen Flug verspürt. Jedenfalls beschloss sie, die Lücke oben im Outfit nicht zuzunähen. Und nutzt das auch ganz unverschämt, um sich den ein oder anderen Vorteil über ihre Gegner zu verschaffen. Egal wie - die Leser freut's. Die müssen sich freilich von ihr immer wieder ermahnen lassen, ihr in die Augen zu sehen und ihr nicht eine Etage tiefer in die Auslagen zu starren. Die Texter und Zeichner machen sich schon seit Jahrzehnten einen Spaß daraus, entsprechende Gags in die Stories einzubauen - hier eine kleine Auswahl (beim ersten noch mit anderem Kostüm):










Da verwundert es natürlich nicht, wenn unsere süße blonde Starke ab und zu auch mal mächtig grimmig guckt...


Nun, wieder zurück zu unserem eigentlichen Thema - Maedels mit Muckis. Ja, und beim Namen Power Girl sollte man eigentlich auch erwarten, dass es da neben der atemberaubenden Oberweite auch die entsprechenden Zeugnisse von Körperkraft gibt. Doch nichts da: Wie oben schon gesagt, war sie am Anfang - also bei ihrem Debüt in Heft Nr. 58 der Reihe All Star Comics vom Januar/Februar 1976 - schlichtweg skinny. Sprich: zu dünn, abgesehen von den zwei bekannt-prallen Ausnahmen. 


Aber seitdem muskelte sie sich auf. Vielleicht machte sie mit ihrem Cousin Supie Armdrücken. Vielleicht trainierte sie ihre Kraft auch durchs Stemmen von Meteoriten oder dem Herumwerfen des ganzen Eisen-, Keramik- und Elektroschrotts, der sich so in der Erdumlaufbahn tummelt. Jedenfalls kamen in den 1980ern auch schon mal sichtbar gestählte Bauchmuskeln dazu: 



Und schließlich wurden auch die Arme zusehends stärker. 



Inzwischen hat sie nicht nur ihre eigene Serie, sondern ist von allen Mainstream-Superheldinnen wohl eine derjenigen mit der besten Muskulatur (Okay, She-Hulk ist sicher imposanter, aber die ist ja auch von vornherein als übernatürlich große Hünin konzipiert worden). Natürlich hängt die Darstellung von Power Girls Bizepsen auch vom jeweiligen Zeichner ab. Es gibt auch nach wie vor welche, die das anders handhaben. Und sogar solche, die Power Girl gleich ganz karikaturhaft darstellen. Die meisten aber nehmen das Sujet ernst und produzieren mitunter Phantastisches - wie das hier: 



Insgesamt aber, so kommt's zumindest mir vor, hat Power Girl Masse aufgebaut. Vor allem an den Armen. Und das nicht nur bei den darauf erpichten, etwa bei deviantart.com versammelten Underground- und Hobby-Zeichnern (die natürlich mit dem Sujet zum Teil in sehr schlüpfriger Weise spielen - etwa, wenn Supergirl und Power Girl die Ausmaße ihrer Oberweiten vergleichen, wenn der zuletzt Genannten das Kostüm an der Stelle wegplatzt oder wenn sie sich mit Superhelden beiderlei Geschlechts verlustiert). Aber deren Qualität und Können sind zum Teil exzellent (hier vier Beispiele, von oben: mir leider unbekannt, Yatz, Buchemi und PowerBook125 + Nebaroth): 







Und da kommt noch ein anzügliches
Wortspiel hinzu: Natürlich
geht es hier mal nicht um die zwei
Zeugnisse ihrer Weiblichkeit,
sondern um die ihrer Kraft ...

Nein, das mit Armmuckis gilt auch für die eigentliche "Heimat" unserer in den US-Nationalfarben gewandeten Comic-Figur, sprich: den DC-Verlag. Meines Wissens nach ist Power Girl die einzige Comic-Heldin, von der die Merchandising-Abteilung ihres Verlages eine Figur mit stolzer Bizeps-Pose entwickelt hat. Das ist inzwischen sogar schon so etwas wie das Markenzeichen von Power Girl geworden, wie die Fotos dieser Büsten und Statuetten zeigen.







Ich kann dazu nur eines sagen. Nämlich das hier: Jaaaa! Ich will mehr davon! Und zwar viel mehr! 


Okay: Auf dem Bild ist sie nicht sooo muskulös,
wie ich's gern hätte. Aber vom Gestalterischen
her finde ich diese Zeichnung schlichtweg
herausragend und wollte sie daher
unbedingt mit in dieses Posting eingliedern.

Das Bild stammt von Comic-Star Adam Hughes.