Montag, 25. November 2013

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Und Muskelfrauen, wie sie noch kein Mann zuvor sah ...

Hätten die Comics früher so ausgesehen und solche Inhalte gehabt --- dann wären sie so gewesen, wie ich mir heute vorstelle, dass ich sie damals als junger Spund hätte haben wollen. Also irgendwie abenteuerlich. Und mit einem kühnen Hauptakteur, der auf gewundenen Wegen in lauter spannende Enqueten gerät und dabei immer auch auf sehr, sehr starke Ladies mit außerordentlich ausgebildeten Muskelpaketen trifft. Diese Frauen haben erstens kein Problem mit ihren Muckis und zweitens sind sie auch gerne stark (und zwar immer vielmehr als die Männer) und drittens natürlich stets ultra-erotisch. 

Trotzdem, muss ich hier anfügen. 

Wenn mal in Bildergeschichten solche Frauen auftraten, waren sie immer als auf Seiten des Bösen stehende abschreckende Mannweiber, gern mit lesbischen Tendenzen, gezeichnet. Mein Traum aber waren Muskelmaedels, die in entsprechend-ansprechender Bekleidung und im Kampf für die Gerechtigkeit und für das Gute ihre Muskeln präsentieren und die dabei zumindest meinem "Stellvertreter" den Kopf verdrehen. Und amüsiert zur Kenntnis nehmen, was sich da in dessen unteren Leibesregionen abspielt, sobald er ihrer ansichtig wird. 

So habe ich dieses alte Comic-Titelblatt aus den späten 1940er Jahren mal etwas überarbeitet und mit einem neuen Text versehen --- ein Weltraumreisender, der von diesen hochgewachsenen, superkraftvollen Amazonen am Ende der Galaxie gehört hat. Von souveränen Frauen, deren mächtige Muskeln jedem Feind Respekt einflößen, weil sie so voller Power sind. 

Und so erreicht er nach vielen Gefahren und langen Reisen durch Zeit, Dimension und Raum schließlich auch diese Außenstation, auf der es gerade eine Rebellion gibt und auf der er als Fremder sofort in Ketten gelegt wird. Doch gerade, als man ihn hinrichten will, materialisiert sich aus dem Nichts dieses Raumschiff, aus dem jemand an einer Art Strickleiter nach unten klettert und ihn einfach aus der Mitte seiner endgalaktischen Häscher heraushebt. Ihn, den schweren Kerl, einfach so - mit einem Arm! 

Und während dieses Raumschiff sich wieder davonhebt, während dessen Besatzung und die Leute auf der Station aus ihren Waffen Blitz, Donner und Vernichtung entsenden, hindert ihn nichts als dieser kraftvolle Arm davor, in die Tiefe des Raumes zu stürzen. Entsetzt schaut er auf das Inferno unter und um ihn, bis er dann diese Stimme hört. Zwar versteht er kein Wort, aber er hört den Klang, eine rauchig-warme Stimme mit freundlichem, aber sehr selbstbewusstem Klang. Eine Stimme, die jeden Kerl verrückt machen kann. 

Er schaut nach oben, sieht ihr wallendes Haar, ihre blitzblauen Augen, ihr schönes Gesicht -- und ihre prallen Brüste, bedeckt von einem Schutz aus einem goldähnlichen Material gefertigten Material. Und dann fällt sein Blick auf die Muskeln, die erstens ihn und zweitens sie beide an der Leiter halten - so straff wie Stahlstränge gespannt, so hart wie aus Meteoritengestein geschnitzt, wölben sie sich prall wie Bälle bei der Beugebewegung, mit der sie ihn und sich selbst nun nach oben zieht. Mit einer Leichtigkeit, als wöge er nichts und als bedeute das heftige Fernwaffengefecht um sie herum keinerlei Gefahr. 

Und während sie das tut und diese imposanten Muskeln unter der intergalaktisch gebräunten Haut spielen und er sie hört und sieht, da beginnt sich bei ihm etwas zu strecken - etwas, das sich unter dem hautengen, aber jeder Bewegung völlig nachgebenden Stoff der Hose seines Weltraumanzugs sofort dramatisch abzuzeichnen beginnt. Und weil seine Arm und Fußgelenke in Ketten liegen, kann er auch nichts tun, um die fraglos unübersehbare Wölbung zu verdecken. 

Das aber ist eine Reaktion, von der er nicht weiß, wie sie darauf reagieren wird. Er hatte sich ja ihr erstes Zusammentreffen ganz anders vorgestellt - er würde sich, im Schutze seiner Reiseerlaubnis formell vorgestellt haben, um sie dann in aller Ruhe kennen zu lernen und sie zu studieren und dann, nach angemessener Zeit, vielleicht ... Etwas, das so nun nicht geschehen wird. Seine ihn als friedfertigen Wissenschaftler ausweisenden Dokumente sind unwiderbringlich weg, verloren, als man ihm in seiner  Gefangenschaft den Ring mit all den in dessen Speicher abgelegten Reiseunterlagen, Lebensdaten, Forschungsberichten, Gesprächen und sonstigen Bild- und Tonaufzeichnungen vom Finger gerissen hat.  All das verloren, all die Mühe seiner langen Reise, verloren an seine Feinde auf dem nun kaum noch sichtbaren Außenposten da unten.

Nun also entfällt dieses formelle Kennenlernen, statt dessen geschieht das alles sehr abrupt. Vor allem,weil diese Frau, in deren ölglänzendem, muskelstrotzenden Arm er nun hängt, dermaßen anziehend wirkt, das hat  er sofort beim Klang ihrer Stimme erkannt. Aber was, wenn sie wie jene legendären Amazonen aus der Antike seines Heimatplaneten sind, jene antiken Kämpferinnen, die für Männer wenig übrig hatten? Diese superstarken Weltraumastronautinnen haben doch den alten Namen nicht umsonst erhalten - wenn sie nun auch ...? 

Solche Gedanken zucken wie Lichtblitze durch sein Hirn, während die kraftvolle Hünin sie beide nach oben in das rasend schnelle Raumschiff hievt. Folglich wächst mit jedem Millimeter, den die Einstiegsöffnung näher kommt, seine Angst davor, was mit ihm geschieht, wenn er erst einmal in das galaktische Gefährt eingestiegen und damit in ihrer Gewalt sein wird. Er erkennt klar, dass er ihr in keiner Weise standhalten kann, selbst ohne die Ketten an Füßen und Händen. Seine Haut schwitzt, seine Pulse hämmern, seine Finger und seine Lippen zittern - und gerade deswesen reckt sich seine Männlichkeit derart ins schwarze Nichts des Alls ...

***************

War eine lange berufsbedingte Pause - ich hoffe, das wird in der kommenden Zeit wieder etwas besser, und ich werde etwas mehr Zeit zum Bloggen haben.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Jana Linke Sippl im TV

Unendliche Weiten - die
starke Jana darf jetzt
hoch hinaus: Pilotenschein,
Repekt!

So, und hier der angekündigte TV-Beitrag zu Jana - den eigentlichen Sendetermin habe ich umständehalber leider verschwitzen müssen. Daher jetzt ein Link zur Mediathek des Senders

Bei 10:40 Minuten fange man an.


Wie zu hören war, ging es um Janas Pilotenschein, darüber hat muskelmaedels ja schon hier berichtet. Den hat sie in den USA absolviert. Ursprünglich wollte RTL die Prüfung mitfilmen, aber dann kam der Bostonmarathon-Terroranschlag, es folgte eine hohe sicherheitswarnung, das Filmteam wurde nicht mehr zugelassen. Also hat man jetzt die Sache nachgefilmt. Es war, so der Auszug aus einer Mail von Janas Lebensgefährten Chris, "ein guter Bericht, nur positiv. ... keine blöden Sprüche."
Da heben die Fans ab - ganz
ohne Flugzeug ...
Na denn, viel Vergnügen!

Montag, 14. Oktober 2013

Ms O.: Brigita Brezovac Warum ich aufhöre


Brigita Brezovac stand in Super-Form in Vegas auf der Bühne, klar besser als im vergangenen Jahr und dennoch schlechter platziert. Was einen Hinweis auf das gestiegene Niveau der Teilnehmerinnen bietet. Jetzt, gut drei Wochen später, verkündet sie in ihrem Blog ihren Ausstieg aus dem Wettkampfsport - muskelmaedels.blogspot war so frei, das zu übersetzen und hier einzustellen, verbunden mit dem Wunsch, dass sie uns Fans auch künftig gewogen bleibt, und natürlich, dass sie auch fürderhin ihren Lebensweg erfolgreich beschreiten möge:  

"Ich habe seit August nichts mehr geblogged. Ich dennoch sehr viel zu tun und habe Neuigkeiten für Euch!

Zuerst habe ich allen meinen lieben Fans für die großartige Unterstützung tzu danken, für Worte der Ermunterung und beste Wünsche über die vergangenen Monate und Jahre. Das bedeutet mir mehr, als ich in ein paar Worten ausdrücken kann.


Ich habe diesen August und diesen September zuhause in Maribor verbracht und mich dabei auf den am 27. September in Las Vegas, Nevada, stattfindenden Ms. Olympia-Wettkampf vorbereitet. Dieser Wettkampf war die Bündelung jener Träume, die ihren Anfang nahmen, als ich als Mädchen im Teenager-Alter erstmals ein Gym betrat und damit anfing, Gewichte zu heben. Ich war sofort begeistert und begann, das Ziel zu verfolgen, Profi zu werden. Mit Personen wie Lenda Murray und Cory Everson als meinen Vorbildern, sah ich die Richtung, in die ich gehen wollte. Die ultimative Leistung damals wie heute in diesem Sport besteht in dem Schritt auf die heilige Ms. Olympia.-Bühne. Die Folgejahre waren angefüllt mit harter Arbeit, Diät und Training, mit acht Jahren Wettkampf als Amateur und dem Erlangen von Titeln in allen Bodybuilding-Verbänden. Und dann geschah es ...




Mein 2010 sollte sich zu einem der außerordentlichsten und unglaublichsten Jahre entwickeln, die ich je hatte. Ich durchlief meinen ersten Profiwettkampf (IFBB Tampa Pro PWB Championship Tampa, Florida) and gewann! Ich gab mein Bestes, um meine Form zu halten, und nur eine Woche später bestritt ich meinen zweiten Profiwettkampf (IFBB Pro Europa Battle of Champions Hartford, Connecticut) und siegte auch da!  Diese zwei Siege in so einer kurzen Zeit waren fast zu viel, um es zu glauben, aber sie reichten, um mich für meine erste Ms. Olympia zu qualifizieren! Ich war auf dem Weg zur größten Bühne in diesem Sport, und ich war so aufgeregt!

Ich hatte seitdem das Glück, an vier Ms. Olympia-Shows teilnehmen zu dürfen. Die jüngste Ms. Olympia war aus einer Reihe von Gründen besonders. Zuerst, wie bei allem, das man lang genug tut, lernt man was geht und was nicht, und man verbessert sich.. Ich brachte meine beste Form überhaupt auf die Bühne der Ms. Olympia 2013, und diese Form ist der lebende Beweis meiner Ansicht zu Diät und Training. Zusammen mit Zmago Karner (Coach With Approach) bekamen wir das hin ohne Hungerdiät und ohne endloses Cardio-Training, statt dessen mit dem Ansatz einer gesünderen Diät und sehr intensivem Erspüren dessen, was der Körper braucht. Ich bin zudem nicht das einzige Beispiel unserer Trainingsstrategie, da unser Wettkämpfer-Team belegte, wie gut es funktioniert -- sie alle hatten bei einem Wettkampf genau eine Woche nach der Ms.Oylmpia Erfolg. Der zweite Grund, warum diese Ms. Olympia etwas Besonderes ist, liegt darin, dass ich glaube, nachdem ich die vergangenen 20 Jahre meine Träume verwirklicht habe, mein Potential als Wettkämpferin ausgeschöpft zu haben. Ich werde diese als meine Ms. Olympia und als meinen letzten Wettkampf bezeichnen.


Ich bin sehr froh und zufrieden mit dieser Entscheidung. Ich habe so viele Pläne für die Zukunft, so viel Wissen und Erfahrung, welche ich gern teilen würde. Ich weiß, das ist die richtige Zeit, um eine neue Seite aufzuschlagen und das nächste Kapitel meines Lebens zu starten. Ich werde definitiv im Sport des Bodybuilding bleiben (und verkaufe gerade jetzt mein "posing suit" für einen Kampfrichter-Anzug:) ). Ich liebe meine Muskeln  and werde nicht aufhören, Gewichte zu heben ... niemals!


P.S. Und bleibt auf Empfang für ein Fotobuch von Vegas und Kalifornien :)"



Sonntag, 6. Oktober 2013

Ms. Olympia 2013 - eine Nachbetrachtung


So, wieder von unterwegs zurück. Früher ließ es sich nicht einrichten, in diesem Jahr torpedierten Beruf und Technik, dass es hier in Muskelmaedels unmittelbar nach dem Event etwas Ausführliches zu den Ergebnissen aus Las Vegas zu lesen gab. Aber jetzt, mit einer Woche Verzug ...

Schauen wir uns zuerst einmal das Ergebnis der Umfrage danach an, wie die Muskelmaedels-Leser das Ergebnis der 34. Ms. Olympia gern gehabt hätten (und wie es dann ja nicht gekommen ist):

Rita Bello
  10 (8%)
Juanita Blaino
  0 (0%)
Brigita Brezovac
  14 (11%)
Tina Chandler
  2 (1%)
Anne Freitas
  8 (6%)
Monique Jones
  11 (9%)
Tammy Jones
  3 (2%)
Iris Kyle
  7 (5%)
Debi Laszewski
  1 (0%)
Cathy LeFrancois
  2 (1%)
Yaxeni Oriquen-Garcia
  4 (3%)
Alina Popa
  49 (41%)
Jennifer Scarpetta-Abshire
  6 (5%)

Klarer Fall: Fast genau die Hälfte plädierte dafür, Alina Popa den Titel zuzusprechen - die aus Rumänien stammende, für die Schweiz startende und in Colorado lebende Athletin ist die Wunschkandidatin der hier lesenden Muckimaedel-Fans (sofern es die noch gibt :-)). Denn Alina Popa bringt etwas mit, das jeder schon einmal kennengelernt hat, der sie fotografiert hat und sonstwie mal auf sie getroffen ist: Zum ersten ein außerordentlich schönes Gesicht mit großen braunen Augen. Ein Gesicht, das überhaupt nicht leblos, sondern sehr, sehr ausdrucksfähig ist. Und das auf Nicht-Europäer irgendwie exotisch und extrem anziehend wirkt - übrigens nicht nur auf Nicht-Europäer...



Zum zweiten ist das mit Blick auf die Bühne ihre Aura. Alina Popa hat das gewisse Etwas, das sich nicht näher beschreiben lässt, das ihr aber jeder bescheinigt. Ich wiederhole es noch einmal: Um Nachwuchs zu interessieren und die Fans herbeizulocken, wäre Alina Popa gaz sicher die Idealbesetzung für den Titel. Ich sehe das ganz genauso wie die Leser, die für sie votiert haben: Ihre Darbietung war in Sachen Körperbau und Darbietung rundum harmonisch und zudem weit ästhetischer als die so manche ihrer Mitbewerberinnen. Sie hat das, was ein US-Kommentator so beschrieb: die perfekte Balance zwischen femininer Muskulatur und Vorbereitung.



Alina Popa. Fotos: ??? Collage: mattmuscle
Bleibt der sportliche Aspekt. Und damit wären wir beim Blick auf die tatsächlichen Ergebnisse, beim Sichten von Streams und von zig Fotos von Leuten wie Bill Comstock und Israel Hinds. Das führt straightaway zu Iris Kyle, die in der Sympathiewertung der Muskelmaedels-Leser gerade mal sieben Prozent geholt hat. Aber die Score-Card desWettkampf bietet eine völlig andere Ergebnis-Aufstellung:


Iris Kyle also. Die aus Michigan stammende Texanerin mit der herrlichen schwarzen Haut ist eine Sportlerin, deren Vorbereitung jedesmal auf den Punkt genau passt. Man kann sich ihre im Wettkampf gemachten Fotos anschauen; sie ist ja wie alle Athletinnen rundum abgelichtet worden. Nun, mit Blick darauf, was Bodybuilding hervorbringen soll, worin also sein Zweck liegt, ist Iris Kyle sensationell: Sie schaffte es in Vegas, eine makellose Erscheinung auf die Bühne zu stellen: Alle Muskeln tipptopp ausgebildet, dazu eine Definition und eine Symmetrie zum Niederknien - von der Warte ist das perfekt. Übrigens: Die auf Masse setzenden Athletinnen landeten weiter hinten, das Ziel der "Judges" lag klar auf dem, was sie als "Qualität" bezeichnen.

Iris Kyle. Foto: ???
Und das bringt uns zum Thema Bizeps - die waren bei Iris Kyle definitiv besser und höher als bei Alina Popa. Bei ihr habe ich den Eindruck, als habe sich das Volumen ihrer Arme etwas verkleinert - gemessen an dem, was sie früher schon hatte. Ich nehme an, das ist der Einfluss ihrer Trainer, ob das so korrekt ist, sei dahingestellt. An dem Punkt macht Iris Kyle nichts falsch. Überhaupt ist die Ausbildung ihrer Muskeln besser als die manches männlichen Top-Athleten. Somit also scheint es logisch, ihr erneut den Sieg zuzusprechen. 

Interessanter Vergleich zwischen einem
Weltklasse-BB und Iris Kyle: Man achte mal auf
Symmetrie und Fülle der Muckis. Iris hat klar die
besseren, volleren und höheren Bizeps.
Und dann erst ihre Waden!
Iris Kyle avanciert damit zum erfolgreichsten Wettkampf-Bodybuilder überhaupt, ungeachtet des Geschlechts. Wir vergleichen: Die bisherigen Super-Champions Lee Haney, Ronnie Coleman und Lenda Murray brachten es "nur" auf jeweils acht Titel. Damit ist Iris Kyle in eine eigene Liga aufgestiegen, eine, in der nur sie spielt (man darf gespannt sein, ob nun die BB-Medien, namentlich die Zeitschriften, sie mehr wahrnehmen, als sie das bisher taten - "sträfliche Ignoranz" ist hier das Wort der Wahl).

Und noch etwas: Iris Iris Kyle hat ja die Legende Lenda Murray bereits bei der Ms O 2004 geschlagen und so ihren ersten Eig geholt. Für Lenda Murray ein Fanal. Denn es verhinderte ihren neunten Titel und veranlasste sie zum Rückzug vom Wettkampf-BB. Übrigens: Iris Kyle hält noch einen anderen, unter Männern wie Frauen einmaligen Tekord - sie war siebenmal Champion bei der Arnold Classic, bei der Ms. International Champion.

Im Moment sieht es so aus, als sei der Titel der Ms. Olympia untrennbar an ihre Person geknüpft - eine Nachfolgerin gibt es wohl erst dann, wenn sie nicht mehr an- oder zurücktritt.

Hm. Iris Kyle wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Alina Popa wird, wenn ich richtig informiert bin, im Lauf der Woche ihren 35. Geburtstag feiern. Nun ist im Bodybuilding anders als in der Leichtathletik oder im Fußball das Alter eine Sache, das weit weniger zum Erfolg beiträgt. Jugend ist weniger der Schlüssel zum Erfolg. Man denke an Betty Pariso, die mit über 50 noch auf der Bühne stand. Oder an Christa Bauch, die mit 47 Jahren noch bei der Ms. O teilnahm (aber auf einem damals recht unfairen 12.Platz). Das ist nicht nur bei den Frauen so, es sieht bei den Männern ähnlich aus, man denke einfach einmal an Johnny Fuller oder Lou Ferrigno. Also: Sowohl Iris Kyle wie Alina Popa haben vom Alter her noch alle Chancen, auch wenn es da so aussieht, als ob Alina Popa die einzige ist, die Iris Kyle vom Thron kicken kann --- momentan. Wenn also niemand kommt, der noch besser ist.

Geht der Sieg von Iris Kyle also in Ordnung? Sportlich-athletisch, ja. Mit Blick auf die Zukunft des Sports, auf die Ausstrahlung der Athletin, Eleganz und ästhetisches Bewusstsein der Athletin, nein. Da hätte der Sieg ganz klar Alina Popa gebührt. Bleibt die Frage, ob sie genug Elan hat, es 2014 noch einmal zu versuchen oder ob sie es jetzt lässt, einfach, weil zu befürchten ist, dass die Kampfrichter auch 2014 beim Namen und Anblick von Iris Kyle in Ehrfurcht erstarren werden...

Und die Ränge dahinter?

Debi Laszewski. Eine Veteranin der Extraklasse, jemand, der beim Publikum die Funken sprühen lassen kann. Sie hat sich zwar in der Gesamtsymmetrie verbessert, aber die Leibesmitte ... da haperte es auch in diesem Jahr. Und ich kann mir nicht helfen, ihr Oberkörper hat insgesamt einfach nicht die Maße, die eine perfekte Symmetrie wie bei Iris Kyle, Alina Popa, Lenda Murray oder Corinna Everson zulassen.

Brigita Brezovac. Fotos: B. Comstock.
Collage: mattmuscle
Yaxeni Oriquen und Brigita Brezovac - die undankbaren Holzmedaillen-Plätze. Gerechtfertigt? Beide waren adäquat präpariert, beide boten ein solides Nivau. Wobei Brigita Brezovac noch etwas mehr von ihrem im privaten so funkelnden und schnellen Witzes und ihrer anziehend-charmanten Ausstrahlung auf die Bühne bringen sollte: Da geht noch was, dieses für sie so typische, fröhlich-breite Lächeln sollte sie öfters einsetzen. 

Allerdings bezweifle ich etwas, das zu Brigita Brezovac hier und da zu lesen war. Nämlich, dass sie nicht mit dem Blick auf den Sieg auf die Bühne gehe, sondern in dem Bewusstsein, das Bestmögliche getan zu haben, aber nicht gewinnen zu können. Dabei sein ist alles - ich kann's mir nicht vorstellen. Wozu sich dann so quälen? Um von vornherein zu wissen, es reicht nicht für den Sieg gegen eine Iris Kyle, die bekanntlich ab zwo Uhr in der Früh mit zwei- bis dreistündigen Cardio-Einheiten loslegt, über Wochen fast keine Kohlenhydrate zu sich nimmt und normalerweise zweimal am Tag ein Workout absolviert? Also schlicht nicht der Wille, wie ihn Iris Kyle fraglos hat? Ich weiß es nicht, glaube auch nicht, dass es so einfach ist. 

Zum einen das, zum anderen: Vielleicht geht es der entzückenden Slowenin erst einmal darum, sich überhaupt zu etablieren und dann an einem Nach-Vorn-Rücken zu arbeiten. Und im Vergleich zu 2012 hat sie sich klar verbessert, sie ist symmetrischer und gleichzeitig massiger geworden. Und wer auf ihre Platzierungen in den vergangenen Jahren tut, der sieht, dass sie genau das getan hat. Dass sie nun wieder auf Rang fünf gelandet ist und damit zwei Stufen unter dem von 2012 - nun, das hat auch damit zu tun, dass das Niveau der vor ihr Platzierten derart gut war.

Yaxeni Oriquen. Die majestätische Venezolanerin hingegen erlebte bei ihrer inzwischen 16. Ms.-O-Teilnahme nun erneut, dass sie im Vergleich zu ihrer einstigen Hauptkonkurrentin Iris Kyle auf abgeschlagenem Rang landet, sondern auch, dass andere an ihr vorbeiziehen. Und das ist fraglos hart! Zumal sie immer noch einen Body mit sehr guter Qualität und großer Harmonie bietet. Der aber wirkte in diesem Jahr zu flach (dehydriert?). Bleibt aber abzuwarten, ob sie noch einmal richtig hinlangt. Zu wünschen wäre es ihr.

Juanita Blaino. Foto: B. Comstock.
Collage: mattmuscle
Apropos vorbeiziehen. Juanita Blaino, die Einsteigerin. Sie bietet eine sehr ausgewogene Körperstruktur, ließ aber die für "ganz weit vorne" gebotene Ausprägung vermissen, auch wenn sie nicht wenige im Publikum unter den ersten Drei sahen. Wuchtige Arme, toller Hintern, breiter Rücken. Etwas mehr Feintuning sollte sein. Auch bei ihr gilt, dass noch einiges möglich sein sollte. Zumal sie in jüngster Zeit enorm draufgeladen hat. Und auch sie gehört wie Alina Popa und Brigita Brezovac zu den Nachrückerinnen mit reichlich Charme. Größtes Manko: Präsenz und Bühnen-Knowhow. Daran muss sie feilen - es reicht nicht, den Body zu haben, sie muss dessen Vorzüge auch adäquat "rüberbringen" können. Auf manche Beobachter wirkte sie (zu) nervös. Verständlich. Aber der passende Auftritt ist nichts, was sich auf dem Bodybuilding-Niveau nicht lernen ließe. Und die Feuertaufe hat sie ja jetzt hinter sich.

Die nächsten drei - Jennifer Abshire, Monique Jones und Anne Freitas. Alle drei meilenweit vom Top-Niveau weg, das ist amtlich. Ansonsten bot Monique Jones ihren super-wuchtigen Body, den Fans wie ich mögen, der aber aus sportlicher Sicht Definition und an ein paar Stellen gezielte Nacharbeit, benötigt hätte (und vielleicht versteht ja von Flexonline jemand Deutsch: Bitte überprüft mal eure Zuordnungen bei euren Fotos, ihr habt überall die falschen Namen drunter stehen, etwa "Tammy Jones" unter den Fotos von "Monique Jones". Kann passieren, sollte aber nicht so stehen bleiben.) 

Monique Jones. Fotos: Comstock.
Collage: mattmuscle
Anne Freitas: knochenhart, aber irgendwie im Gesamtbild unausgewogen. Und dann die Sache mit ihrem Gesicht. Sie gehört fraglos zu den Frauen, die in Offseason-Verfassung mehr zu runden Formen neigen. In extremer Diät wirkt das Gesicht dann regelrecht ausgezehrt - in diesem Fall für meinen Geschmack viel zu scharf. 

Jennifer Abshire? Da fehlte es ebenfalls an Masse, namentlich Unterarme, und Ausgewogenheit: Ihre Leibesmitte wirkte zu breit für den Rest des Körpers. Ein Problem, das man heute nicht mehr so umgehen kann, wie es Arnold Schwarzenegger getan hat - durch entsprechend geschicktes Posen. Und dadurch, dass er irgendwann anfing, an solchen Stellen richtig gezielt zu arbeiten. Wenn Jennifer Abshire derart vorn mitmischen will, muss sie einiges tun...

Bleiben noch Tina Chandler, Cathy LeFrancois und Maria Rita Bello. Tina Chandler war prall und symmetrisch, hatte damit aber dasselbe Problem wie Monique Jones. LeFrancois hat ein anderes Problem - sie ist (wie Laszwewski) klein, was in einem Line-up gegen größere Konkurrentinnen sicher kein Vorteil ist. Sie sei, so die Auffassung einiger US-Kommentatoren, besser dran, wenn es Gewichtsklassen gibt. Das war wohl auch in diesem Jahr der Fall.

M. R. Bello.
Foto: Comstock
Rita Bello kommt normalerweise wie geschnitzt auf die Bühne. So auch in Vegas. In diesem Jahr aber zeigte sich eine ihrer Schwächen nur zu deutlich - mangelnde Masse bei den Waden, die zudem assymetrisch wirkten. Dito die Taille im Vergleich zum Rest ihrer Erscheinung. Und insgesamt fehlte es an Symmetrie. Alles nichts, was sich nicht verbessern ließe. 

Falls man sie und die anderen richtigen Muskelmaedels lässt. Unser aller Arnie und sein Kumpan, äh, Partner Jim Lorimer haben für 2014 ja schon angekündigt, keine Ms. International mehr in gewohnter Manier zu veranstalten. Nach einem Vierteljahrhundert wird das gehimmelt, zugunsten irgendwelcher unsauber definierter Physique-Kategorien. Wohl auch, weil man glaubt, derlei besser vermarkten zu können - mit Bodybuilding als Chance auch für Frauen, das Machbare auszuloten, hat das dann nichts mehr zu tun.

Fragt sich auch, ob die IFBB dem Vorbild folgen wird oder ob sie dem - auch schon hier bei Muskelmaedels dargestellten - Anliegen der Athletinnen folgt, nämlich ihnen eine Plattform für ihren Sport zu bieten. An entsprechenden Stimmen auf Funktionärsebene fehlt es ja nicht, das ungeliebte Hardcore-Frauenbodybuilding endlich zu Grabe zu tragen...

Und ich will gern wissen, was aus Tammy Jones aus Florida geworden ist. Die alleinerziehende Mutter mit den superbreiten Schultern hat ja den Wettkampf nicht beendet - da bleibt nur zu hoffen, dass keine üblen Dinge passiert sind!
          

Samstag, 5. Oktober 2013

Jana im TV - demnächst

JLS at her best ...
Habe soeben von unterwegs bei einem Essensstopp mal meine Nachrichten abgefragt und da gerade folgende E-Mail gelesen:

"jana hat die letzten tage in la mit rtl gefilmt...
wird in rtl explosiv ausgestrahlt"
 
Schnappschuss von der wie stets
starken Jana und einem irgendwie
schwächlich wirkenden Arnie bei
einem früheren Dreh - was wohl
dieses Mal zu sehen sein wird?
Ausgeschrieben heißt das, dass die unter uns Muskelfans als Oberkult geltende Jana Linke-Sippl in der Stadt der Engel war. Also im kalifornischen Los Angeles. Zu Filmaufnahmen für die RTL-Sendereihe "Explosiv". Mal abwarten, was rauskommt. Hoffentlich was Gutes und nichts, was Muskelmaedels per se abwertet. Wir werden's erleben. Was auch noch fehlt, ist die Angabe, auf welchem Sendetermin der Beitrag schließlich liegen wird - sobald muskelmaedels.blogspot Näheres weiß, wird's gepostet. 
Man stelle sich vor, Jana in der Haltung, in
dem Outfit und an dem Ort zu begegnen - und
frage sich, was dann wohl mit einem passiert...
Zumindest hätte ich dieses tolle Foto
gern in der größtmöglichen Auflösung!
 

Montag, 30. September 2013

Ms. O - die Ergebnisse




Sodele - das kommt vom Leben auf dem Land: Kurz vor Beginn der Ms. Olympia tritt meine Internet-Verbindung in Streik und ist bis heute nicht dazuzubewegen, wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Und mein Computer-Fachmann ist noch ein paar Tage auf Reisen. Daher schreibe ich das hier von unterwegs.

http://www.bodybuilding.com/fun/images/2012/womens-bodybuilding-iris-kyle.jpg

Also: Iris Kyle hat die Ms. O zum neunten Mal gewonnen. Das ist Rekord, ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Klasse beim vom IFBB ausgerichteten Bodybuilding jemandem schon gelungen ist, unabhängig vom Geschlecht. 



Die gute Botschaft für uns Europäer (und alle ihre ungezählten Fans, allen voran mich): Alina Popa hat es auf den zweiten Platz geschafft! Dafür den allerherzlichsten Glückwunsch und ein paar hugs'n kisses aus der Distanz. Brigita hat Brezovac es auf den fünften Platz geschafft - das ist auch klasse, wirkt im Vergleich aber irgendwie undankbar. Juanita Blainos sechster Rang ist ebenfalls eine Überraschung - die Platzierungen von Debi Laszewski und Yaxeni Oriquen hingegen nicht.  



http://nmlifestylemag.com/wp-content/uploads/2011/06/DSC_2831.jpg


Die Platzierungen der Finalistinnen:

1. Iris Kyle
2. Alina Popa
3. Debi Laszewski
4. Yaxeni Oriquen
4. Brigita Brezovac
6. Juanita Blaino
7. Jennifer Abshire
8. Monique Jones
9. Anne Freitas
10. Cathy LeFrancois
11. Maria Rita Bello
12. Tina Chandler
13. Tammy Jones (DNF, also Did Not Finish)

Mehr kommt, sobald mein Webanschluss wieder steht.

Mittwoch, 25. September 2013

Alles Gute zum Geburtstag, Brigita Brezovac!

Und bitte immer wacker abstimmen, oben bei der bis 26./27. 9. '13 laufenden Umfrage danach, wer Ms. O werden soll.

******************** 
 
BBBB = Big Biceps, Brigita Brezovac!

Heppi börsdai, oder wie das auf Englisch heißt, zudem mit einem Tag Verzug: Also, alles Gute, liebe Brigita Brezovac! Ich wünsche dir, dass du gut gefeiert haben wirst. Auch wenn das direkt vor dem großen Wettkampf eher unwahrscheinlich ist. Da ist man als FBB einfach platt, weil die extrme Phase der Diät erreicht ist und die Athletinnen um ihre Kräfte ringen müssen...

Nochmal ein Blick auf BB's Superarm, garniert
mit diesem bezaubernden Lächeln und
einem Blick aus diesen grünen Augen ...

Ich wünsche dir zum Geburtstag, dass du dieses Mal eine bessere und vor allem gerechtere Platzierung als im vergangenen Jahre erreichen mögest. Und nichts gegen die Leistung von Iris Kyle, sportlich ist das unangreifbar, zumal sie jedes Mal eine atemberaubende Verfassung präsentiert. Aber, ist das alles für eine Athletin, die wie in jeder Sportart mit ihrem Sieg ja auch automatisch eine Vorbildfunktion überrnimmt? Denn sie soll ja auch Werbung machen für diesen Sport, als Attraktion für den Nachwuchs dienen und das Bodybuilding nach außen vertreten...



BB - kameraffin ist sie auch. Und wie! Was
nicht unwichtig ist für jemand, der
als Aushängeschild des Bodybuilding dient!

Da fehlen mir in den vergangenen Jahren die Impulse.
Aber ich bin ja auch nur ein Fan.
Ich weiß auch nicht, was die zuständigen Funktionäre reitet, stets so zu entscheiden. Und dann staunen zu müssen, dass jegliche neue Impulse in diesem Zweig der Körperkulturistik ausbleiben. Ist es Geld? Krankhafter Nationalismus? Wie gesagt: Ich verstehe es nicht.

BB - sie macht sich einfach gut vor der Kamera:
Muskeln über Muskeln, kombiniert mit diesem
berühmten "weiblichen Etwas": umwerfend!

Ich glaube daher, dass Muskelmaedels wie du (und auch Alina Popa) da eine andere Wirkung entfalten könnten. Zumal du dich bei den beiden bisherigen Teilnahmen augenscheinlich auch mit der dir eigenen Mischung aus Fröhlichkeit, Charme, Witz und Intelligenz präsentiert hast. Und das ist - jenseits des muskulösen Bodys - etwas, das schlichtweg anziehend wirkt. 

Man sieht's an den Haarfarben und-längen, dass es
schon eine Weile her ist - aber das ist ein schöner
Schnappschuss von BB und Alina Popa, die jetzt am
Wochenende in Vegas miteinander wetteifern werden. 

Ich könnte mir daher etwas sehr viel Schlechteres vorstellen als das, dass du den Titel nimmst und folglich einfach durch deine unverstellte, offene Art mit diesem ansteckenden Lachen und mit deinen schönen grünen Augen für einen anderen Anschub beim Frauenbodybuilding sorgt. Iris Kyle ist nicht das falsche Rollenmodell aus sportlicher Sicht oder weil sie hässlich wäre - beides ist absolut falsch. Aber Ausstrahlung, die sehe ich bei ihr nicht, das hat die auf Messen stets freundliche, leise Amerikanerin meinem Dafürhalten nach einfach nicht
.  



BB - wie war das mit der Kamera-Affinität? Ich habe
Dutzende von BB abgelichtet, aber BB gehört sicher zu
denjenigen, die das Spiel mit der Kamera perfekt
beherrschen. Nicht unwichtig für jemanden, der in
diesem Sport an der Spitze unterwegs ist.  

Daher wünsche ich dir für das kommende Wochenende, dass du dieses Mal FAIR platziert werden wirst und natürlich auch, dass deine Vorbereitung punktgenau und damit perfekt auf den Wettkampfabend abgestimmt sein möge!  
 

Sonntag, 22. September 2013

Knigge für Fans: Bewunderung oder Stalking?

Und vor allem anderen: Wer noch nicht hat - bitte bei der oben stehenden Umfrage "Wer soll Ms. O werden?" abstimmen (bis Ende September 2013)!

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In der letzten Zeit fällt mir beim Lesen in den berühmten sozialen Netzwerken eins auf - nämlich die Vorstellung, die sich anscheinend der ein oder andere vom Leben eines Muskelmaedels macht. Demzufolge sind unsere verehrten Biceps Babes ununterbrochen am Pumpen, haben nichts anderes im Kopf als das nächste Gewicht, die nächste Übung, die nächste Pose vorm Spiegel. 


Halt - natürlich, da ist noch etwas. Natürlich machen unsere starken Weiber nichts lieber, als zwischen den ganzen "Pump-das-Eisen"-Einheiten sich sofort von Kopf bis Fuß einzuölen oder - noch besser - einölen zu lassen, um sich dann in ein paar High Heels und eine in Sachen Stoffmenge wirklich nicht wesentliche Bekleidung zu werfen. Um sich dann vom Schatz zu Hause gebührend bewundern zu lassen, während sie ihn im Gegenzug dominiert und so richtig scharf macht und ihm zeigt, was für ein Schwächling er ist und dabei geflissentlich zu ignorieren scheint, dass der Stoff seiner Unterhose kurz vorm Wegfliegen ist ... 



Natürlich gebe auch ich mich liebend gern solchen Tagträumen hin, phantasiere vor mich hin, wie es wohl wäre, wenn mich diese oder jene Dame träfe und wenn man mal mehr als nur die berühmte Session-Stunde Zeit für dies oder das hätte, wenn man mal zusammen genüsslich und geruhsam seine und ihre Wünsche erkunden könnte. Und natürlich ist da auch immer die Nummer mit dem Öl, mit dem Worship, mit dem erotischen Spiel von Über- und Unterlegenheit und dem Vorführen von Weiblichkeit in Kombination mit diesen stahlharten, schwellenden, straffen Super-Muckis ...



So - und jetzt mal was aus dem richtigen Leben, und deswegen auch nur als Text und ohne animierendes Bilderwerk: Die meisten Muskelmaedels leben in einer Beziehung, ob nun mit Trauschein oder ohne, ob nun hetero oder sonstwie, ob nun kurz oder lang. Und wie in jeder Beziehung geht es da eben NICHT nur um das eine - in diesem Fall das vom Wecken bis zum Schlafen-Gehen dauernde Muscle Worship - sondern um das Miteinander zweier Menschen. 

Zwei Personen, die sich sehr mögen oder gar lieben. Die sich dennoch täglich zusammenraufen müssen -wegen tausenderlei Differenzen. Zum Beispiel, weil er immer die Socken liegen lässt, wo er sie auszieht, während sie kategorisch die Zahnpasta- und Tomatenmark-Tuben schon halb entleert zum Müll gibt. Zwei Menschen, die zusammenleben, weil sie einander verstehen, wissen, wann der eine Trost braucht und Zuspruch und wann einen Tritt in den Allerwertesten. Und die vielleicht auch Verantwortung haben für die gemeinsamen Kinder oder ein zusammen betriebenes Geschäft. Die gucken müssen, ob am Ende des Geldes noch genug Monat übrig ist oder ob es glücklicherweise mal anders herum läuft. Und die sich freuen, wenn ihre Clique zum gemeinsamen Spiele-Abend vorbeikommt und der Schwiegervater endlich, endlich die lange versprochenen Reparaturen am Balkongeländer durchführt ...

Warum ich das hinschreibe? Das scheinbar alles öffentlich machende, jedes Privatissimum abschaffende "Fratzenbuch" hat leider eine alte Unsitte verstärkt - nämlich sich das als harmlose Fanbewunderung gebende Internet-Stalking. Da fabuliert man öffentlich, aber anonym ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten der Auserkorenen über deren Körpermaße und wie es wohl mal wäre, wenn man sie befühlen, einölen dürfe oder gar - Traum der Träume - ihre Stärke vorgeführt bekäme, natürlich so, dass sie unmissverständlich sehen könne, was man deswegen gerade aber auch für ein Hammergerät in der Hose hat...

Noch mal: Ich träume auch von so etwas, auch ich flirte liebend gern mit Muckimaedels online, wobei es immer um virtuelles Worship geht. Bekanntlich nutze ich auch gelegentlich die Chance auf entsprechende Sessions, die sich mir bieten (wenn der Kontostand mitspielt). Hallo, das alles sind mit die Hauptgründe für diesen Blog. Ein anderer war und ist mir aber auch wichtig: Ich habe immer versucht, bei Portraits etwa von Muskelmaedels auch die Person vorzustellen, ihre sonstigen Interessen, ihren Charakter und so weiter. Denn für mich gibt es das eine nicht ohne das andere. Und somit meine ich auch, dass man die muskulösen Athletinnen nicht immer nur zum Objekt seiner Phantasien machen darf. Oder dass man zumindest so verfährt, die Phantasien für sich zu behalten und sie nicht unaufgefordert, aber aufdringlich der Betroffenen aufnötigen zu wollen. Sprich: Ich muss natürlich Rücksicht nehmen - was heißt müssen: Das gehört sich einfach so! 

Also, ohne Wenn und Aber: Tabu ist es, jedes toll gebaute Muskelmaedel mit mehr oder minder eindeutigen Phantasien zu nerven. Vor allem dann nicht, wenn eine Minimalrecherche in älteren Postings oder auf ihrer Website oder einfach im Web schon klar zeigt, dass die Betreffende NICHTS dergleichen haben will und sich regelrecht genervt von solchen versteckten Avancen fühlt. 

Klar, man kann nun argumentieren, "selber schuld, warum zeigt sie diese vielen Fotos mit ihren Pracht-Bizepsen und ihre massiven Schenkeln" - kann man so sehen. Aber das ist im Prinzip absolut dasselbe, wenn das Vergewaltigungsopfer selber Schuld an dem an ihm verübten Verbrechen sein soll und der Täter feige die Verantwortung für das eigene Tun von sich schiebt. Das ist jetzt sicher eine harte Ansage. Soll es auch: Vielleicht klingelt es ja jetzt mal bei dem ein oder anderen "Fan" laut und deutlich zwischen den Ohren!

Merke: Manch eine Bodybuilderin zeigt einfach deshalb ihre Muckis her, weil sie stolz darauf ist, stolz auf das, wofür sie sich monatelang geschunden hat, sie ist also stolz aus sportlicher Sicht. Und NUR so!  Und sie postet die Fotos und Filme, weil sie - wie Millionen anderer Menschen auch - via sozialem Netzwerk mit Gleichgesinnten in aller Welt schreiben, fachsimpeln, sich austauschen und vielleicht auch rumblödeln will. Und all das, OHNE dauernd von Fremden schmierig angemacht zu werden.

Übrigens: Natürlich gibt es auch Ladies, mit denen man online, im Chat oder per Skype solche virtuell-erotischen Spielchen veranstalten kann. Das ist dann aber eine klare Sache, bei der man das von vornherein weiß, ehe man sich mit zittrigen Fingern über die Tastatur her macht.  (Klar ist ja wohl auch, dass es sich da fast immer um eine geschäftliche Transaktion handeln wird.) Bei Muskelmaedels, bei denen man das nicht weiß, kann man allenfalls allerhöflichst anfragen - sollte dann aber auch genug Cojones haben, wenn es trotz der formvollendeten Anfrage eine deftige Abfuhr gibt: Vielleicht hat die Betreffende nämlich überhaupt keine Lust mehr, dauernd solches Zeug ihr völlig unbekannter notgeiler Typen mit ihr völlig verquer vorkommenden Vorlieben zu beantworten.

Sollte man auch mal aus dem Blickwinkel betrachten.
Und sich entsprechend verhalten.

Samstag, 21. September 2013

Comics, Political Correctness + Muskelmaedels: einige unsortierte Gedanken ...


VORM LESEN: BITTE BEI DER UMFRAGE (läuft bis 27.9.'13) ABSTIMMEN - DANKE!


Da gibt es doch tatsächlich Leute, die im Internet darüber diskutieren, dass die Superheldinnen in den Comics immer unrealistischer werden würden. Superschlanke Beine, grazile Hüften, aber unglaublich prall ausladende Möpse, dabei sichtlich extrem sportlich und so was alles. Da würden, so die Argumentation, den Jugendlichen die falschen Leitbilder geliefert - den Jungen, weil sie demanch ihre Vostellungen von Weiblichkeit ableiten. Und den Mädchen, weil sie diesen Bildern nachzueifern versuchen. Ja, noch schlimmer, in den Comic-Büchern und -Heften seien die Anliegen des Feminismus verloren gegangen, und die übermäßige Sexualisierung der Heldinnen befremde die Frauen.



Ah ja. Natürlich sind die Figuren von Superheldinnen und -helden nicht so wie die des normalen Bürgers - das ist ein Grund dafür, warum es Superheldin heißt und nicht Normalfrau. Hier geht es um eine Idealisierung, nicht um die Abbildung der Realität. Es dreht sich um "Eskapismus", also um Flucht aus der Wirklichkeit und damit um etwas, das die Philosophen und Literaturtheoretiker vor gut einigen Jahrzehnten hingebungsvoll gegeißelt haben. Denn es würde ja nur die geknechteten Sklaven des kapitalistischen Systems kurzfristig über ihr kümmerliches Dasein hinwegtrösten und sie so wieder bereit machen, sich weiter ausbeuten zu lassen - das ist die zugegebenermaßen leicht polemische Kurzfassung dieser Ansicht, die sich natürlich auch auf den Sport erstreckte. Und jetzt sind es Feminismus und falsche Leitbilder, gegen die verstoßen wird respektive die da vermittelt werden.  

Hallo, Erde an alle anderen - geht's noch? Nicht jeder sitzt bequem im Lehnstuhl der frommen Denkungsart und kann - gegen Bezahlung und voll abgesichert - über den Sinn des Daseins sinnieren. Die meisten müssen statt dessen ran, wohl wissend, dass ihr Tun weit von dem weg ist, was man sich mal erträumt hatte. Und natürlich braucht es da ein Korrektiv, damit man bestehen kann - da liegt der eigentliche Sinn von aller Arten von Utopia. Und damit auch derjenige der Comics.
 
Was genau sollen solche Comics voller fliegender Männer und starker Frauen mit Wunderlassos? Ihr Zweck liegt natürlich haargenau in dem, was hier kritisiert wird. Es geht um reinrassige Traumbilder, um nichts anderes. Superheldinnen mit extremst knapp bekleideten Figuren, von denen Halbwüchsige und viele Erwachsene phantasieren - und natürlich wissen, dass das nicht real ist, aber beim "Was wäre wenn?" einen Heidenspaß macht. 



Wer das aber fürs wirkliche Leben hält, der hat natürlich einen Schlag weg. Der verwechselt auch die aufregenden und haarsträubenden Auto-Zertrümmerungsorgien in Manier von "Alarm für Cobra 11" mit dem tatsächlichen und großteils völlig langweiligen Alltag eines Polizisten. Will man sich den im Fernsehen angucken, sehen, wie er stundenlang Berichte tippt, Akten wälzt und sich mit Formalkram herumärgert, so wie wir anderen alle auch? Nein. Aber will man spannende Action mit symathischen Helden aus einem irgendwie unkaputtbaren Stoff, Helden, die jeden Autocrash dekorativ lädiert, aber nie ernsthaft verletzt überstehen und die das Böse immer klein halten. Auch wenn wir alle wissen, dass das in Wirklichkeit so nicht passiert (und es mindestens genauso spannend ist zu spekulieren, wie "die im Fernsehen" denn diesen oder jenen Stunt absolviert haben)? Klar!

Es ist aus meiner Sicht komplett abwegig und überflüssig, diesen Comics ihren mangelnden Realitätssinn, ihre betont sexualisierte Darstellung vorzuwerfen und permanent den Verstoß gegen den derzeitigen heiligen Gral der öffentlichen Meinung anzuprangern - die politische Korrektheit mit seiner Zweigrichtung des Feminismus. Ja, Herrgottsakra, die dicken Dinger der Superheldinnen SIND das, was ein Großteil der Kundschaft haben will. Und man halte die Teenager nicht für dööfer, als sie es sind (war ja auch mal einer!) - natürlich wissen die ganz genau, dass das Phantasie ist und nicht das Leben. Wir haben ja in dem Alter auch darüber geredet und uns auch schon mal über Batman und Spiderman und Wonder Woman lustig gemacht - aber die Hefte eben auch genossen. Zumal ja auch die an den Zeichner-Nachwuchs adressierten Comic-Lehrbücher klar darauf hinweisen, wo und warum man was übertrieben darzustellen hat und somit klarmachen, wo die Realität aufhört und die Fiktion beginnt.



Wenn man schon von Rollenmodellen redet, die den jungen Leuten viel näher sind, weil es offensichtlich und nicht zu leugnende Menschen sind und keine Comic-Figuren aus per PC-Programm kolorierter Tusche, dann sind das Models. Die laufenden Kleiderständer. Und die Wirkung der permanent propagierten Hungerhaken halte ich für viel gefährlicher als die der Comics - aber das ist ein anderes Thema undnicht das dieses Blogs.

Freilich fragt es sich, wie die Apostel der politischen Korrektheit auf das reagieren, was ICH will - nämlich Comics mit starken, muskulösen und sexy Heldinnen. Solche, deren kleidsame Spandex-Anzüge die gewaltigen Proportionen noch betonen und sie nicht kaschieren. Solche, die sich einen Spaß daraus machen, die Mannswelt zu vertrimmen und körperlich zu dominieren. Aber eigentlich interessiert mich die Antwort auf die Frage nach den Ansichten dieser PC-Jünger nicht - ICH habe das Recht auf MEINE Phantasiewelt. Und, ja, die ist entsprechend sexualisiert, da gibt es superstarke, supermuskulöse Frauen, die herzeigen, was sie haben, und tun was sie wollen, mit wem sie wollen. So what? 



Der Blick ins Internet mit entsprechenden Suchbegriffen im "Gockel" zeitigen übrigens auch eine Fülle entsprechender Ergebnisse. Sprich: Ich bin nicht allein - was wiederum eine Antwort auf eine andere Frage liefert: Es muss ja einen Grund dafür geben, warum so viele Jungen und Männer supermuskulöse Frauen mögen - und zwar mehr Männer und Jungen als früher. Das hängt sicher mit dem im vergangenen Jahrzehnt regelrecht explodierten Angebot an Fotos und Filmen zusammen, aber nicht nur. Es ist meiner Ansicht nach auch eine Auswirkung gesellschaftlicher Prozesse und damit das, was ich einmal psychoszial nennen will.

Also, eine Websuche mit Worten wie "hypermuscular woman" macht schnell klar, dass a) viel mehr Leute als auf den ersten Blick angenommen solche Heldinnen in den Comics wollen. Und b), dass das selbst am Mainstream der Superheldinnen-Comics vorbeigeht - und der ist aber das, worüber sich die obengenannten Stimmen ereifern. Und c) dass das ja dann eigentlich wieder pc sein müsste - was es aber nicht tut und worauf zumindest ich auch verzichten kann.

Nun, ich habe in diesem Blog mehr als einmal gegen sozialwissenschaftlichen Käse angeschrieben - und dazu zähle ich es auch, wenn man versucht, selbst die Fluchträume unserer Phantasie zu reglementieren und den Leuten ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, wenn sie sich einmal einigen Tagträumereien hingeben. Und zu diesen Tagträumereien gehört auch unser Faible für Muskelmaedels.

Und weil das so ist und weil der Mainstream das ignoriert, läuft derzeit übrigens auch hier diese Aktion namens "Hollywood Rewrite". Es ist nichts Großes oder gar Wichtiges, aber ich finde das einfach nur mal witzig. Das Anliegen: Sich einmal zu überlegen, wie ein Film wohl wäre, wenn mal eine großartige muskulöse Frau am Steuer wäre. Mit Geschichten, Animationen und Zeichnungen.

Mal gespannt, was da rauskommt.

Wie es wohl wäre, wenn Marion Ravenwood zum Tempel des Todes ginge, um Indiana Jones zu retten? Oder Conan beim Armdrücken gegen Red Sonja verliert? Wenn Catwoman die Stadt rettet, nicht aber Batman und Robin? Oder wenn Jane lässig einarmig an der Liane hängt, Tarzan im Arm? Und natürlich ist da immer die Frage danach, was geschähe, hätte Lois Lane Superkräfte und nicht Clark Kent ...

David C. Matthews und seine
Vorstellung der FBB Melissa Coates
als Supergirl: yummieeee..

Und weil ich eh ein Faible habe für Superhelden, die gerade mit extrem starken Frauen zu tun bekommen und bei denen sich die Verhältnisse ins Gegenteil kehren, habe ich dieses Posting auch zum Teil entsprechend illustriert - mit alten Covern, zeitgenössisch abgewandelt. Die Quelle davon entspringt hier. Viel Spaß beim Gucken!