Freitag, 10. Juni 2011

Neue Story: Die Supersexymuskelkrankenschwester

Wahrscheinlich sucht noch heute ein kleiner Junge seine rote Lieblingsmurmel. Oder eine junge Schönheit trauert dem Verlust einer Perle aus ihrem Collier nach. Vielleicht war es aber nur ein Kleinteil aus einem Kugellager, einem Handwerker aus seiner Werkzeugkiste gehüpft. Wem oder zu was es gehört haben mag – dieses kleine, runde Ding bildete den Auslöser dafür, was dann in jener unglaublichen Nacht geschah.

Diese Perle, diese Murmel, dieses Kügelchen. Was es auch immer war, es geriet jedenfalls unter meinen Absatz. Es brachte erst diesen und infolgedesssen mich zum Rutschen. Und weil ich gerade dabei war, flotten Schrittes eine Treppe hinunter zu steigen, hatte das fatale Folgen: Ich drehte mich in der Luft in die Horizontale, verlor den Halt und ---

fiel.

Fiel alle Stufen hinab. Rumpelte und polterte die lange Treppe hinunter. Schlug mir fast alle Knochen an. Knallte mit dem Kopf mehrfach gegen die Kanten des harten, polierten Marmors, bis ich unten ankam. Ich hörte ein lautes Knacken in den Sprunggelenken. Das Einsetzen der Schmerzen blieb mir erst mal erspart, weil mir nun schwarz vor Augen wurde.

Was ich dann als nächstes spürte, waren aber nicht meine gebrochenen Knochen, sondern ein feines, scharfes Pieksen im Oberarm. Ich wusste sofort, dass ich gefallen war und mir etwas gebrochen hatte, dennoch wollte ich aufstehen. Da spürte ich zwei warme Hände auf meiner Schulter, die mich mit ganz behutsamem Druck unten hielten.

»Ruhig. Bleiben Sie liegen. Es geht Ihnen gleich besser.«

Eine Frauenstimme, freundlich und irgendwie so – rauchig. Ich öffnete die Augen, das heißt, ich versuchte es. Meine Augenlider flatterten und wogen mit einem Mal mehr als eine Tonne. Doch einen kurzen Moment lang erspähte ich, was sich um mich tat: Direkt über mir waren die Köpfe zweier weiß und rot gekleideter Personen.

Rettungssanitäter. Ein Adam- und Eva-Team. Ein Arzt. Ernster Typ mit Dreitagebart und Brille. Und eine Pflegerin mit schwarzen Locken. Sie lächelte, als sie auf mich heruntersah. Schwarze Augen in tiefbraunem Gesicht. Und eine Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen. Und wieder hörte ich ihre rauchige Stimme: »Ruhig, bleiben Sie ruhig. Es wird schon alles gut. Die Spritze wird gleich wirken.«

Spritze? Was für ...?
Meine Augen fielen zu.
Müde, so müde.
Erneute Schwärze.
Dann Weiß. Das Weiß des Verbandmaterials. Das Weiß der Laken im Krankenhaus. Und des Hemdchens, in das sie mich gesteckt hatten.

Es war in der ersten Nacht, in der ich wieder ansatzweise klar denken konnte. In der ersten Nacht, in der ich, wohl des Liegens überdrüssig, nicht durchschlafen konnte. Und daher auch die erste Nacht, in der ich wieder mitbekam, was um mich vorging.

Ich lag in einem der üblichen Krankenhauszimmer. Dank des eingeschalteten Lichts sah ich: Zwei Betten, aber nur eines belegt, nämlich mit mir. (Es muss ja einen Vorteil haben, wenn man privatversichert ist.) Wobei übrigens »belegt« nicht ganz das richtige Wort ist: Ich saß halb aufgerichtet, so dass ich die Übersicht hatte. Man hatte mich nach dem Abendessen sozusagen hochgeklappt. Sie sagten, das sei besser für meinen Kreislauf und meinen Rücken. Aber ich war immer noch fertig, lag mehr da, als ich saß, wurde nicht richtig wach und döste.

Aufstehen konnte ich nämlich nicht, da meine zwei Haxen eingegipst und ans Bett fixiert waren. Meine Arme waren fast unbeweglich, die Schultern angeknackst, ein Ellbogen lädiert, all das entsprechen bandagiert und in einem Arm die Kanüle für die Infusionen drin. Und oben um den Kopf trug ich genug Stoff, um jeden Turbanträger neidisch zumachen. Ich saß oder lag da, so beweglich wie ein Krebs auf dem Rücken, nicht müde, nicht wach.

Ich sah zwischen den Phasen des Dösens, dass die Wände um mich und mein Bett herum hell gestrichen waren, pastellfarben. Links von mir der Kleiderschrank, natürlich nicht abschließbar. Ich konnte nur hoffen, dass in der Zwischenzeit niemand meine Brieftasche und mein funkelnagelneues Handy stibitzt hatte. Direkt vor mir hing an der Decke eine Art schwarzer Drehkran und an ihm ein Uralt-Fernseher. Schräg darunter stand ein grauer Resopaltisch mit eingeschalteter Leselampe, drumherum einige bunte Stühle aus Kunststoff. Und auf einem etwas Unförmiges, Weißes. Auf einem zweiten --- sie.

In weißem Leinen. Logisch: eine Nachtschwester. Es musste wohl recht heftig sein, wenn so jemand bei mir im Zimmer saß.

Bei den ersten zwei, drei Wachphasen zwischen all dem Dahindämmern nahm ich aber nur wahr, dass sie völlig entspannt dasaß. Unter ihrem aufgesteckten, weißen Häubchen mit dem Roten Kreuz drängten sich schwarze, lockige Haare hervor. Ich war nicht lang wach, zum Reden fehlte mir jede Lust. So schaute ich nur mal zu ihr hin. Das bekam sie wohl gar nicht mit. Trotz meiner Blicke reagierte sie nicht. Saß auch weiterhin ganz ruhig da, in einer Zeitschrift blätternd und die tief gebräunten Beine lässig übereinander geschlagen. Irgendetwas kam mir daran falsch vor, aber dann döste ich wieder weg.

Bei meiner nächsten Wachphase sah ich ihr Gesicht direkt über mir. Energische, aber sehr regelmäßige Züge, schwarze Haare, schwarze Augen und ein üppiger, sehr roter Mund. Und ich hörte eine sehr rauchige Stimme: »Na, sind Sie wieder wach? Wie geht’s Ihnen denn?«

Ich weiß nicht mehr, was ich sagte, wahrscheinlich etwas wie »Geht so.«

Sie lachte und sagte: »Ich bin die ganze Nacht hier. Sie können sich ja nicht helfen. Falls was sein sollte. Außerdem muss ich Ihnen ab und zu eine andere Flasche anhängen.«

Also ...
Diese Stimme!
Diese Zahnlücke!
Beides kannte ich doch!

Da kehrte ein winziges Teilchen meine Lebensgeister wieder. Und mit allergrößter Mühe gelang es mir, die Frage zu formulieren und sie dann auch zu stellen: »Waren Sie dabei?«
Sie: »Dabei? Wo dabei? Oh, ja, richtig. Wir haben Sie hierher gefahren.«
Dann dämmerte ich wieder weg.

In der – ich vermute – vierten oder fünften Wachphase nahm ich als erstes wahr, dass es jetzt recht dunkel im Zimmer war. Nur das Lämpchen auf dem Tisch brannte, der Lampenschirm war nach oben gedreht. So leuchtete das Licht waagerecht in den Raum. Auf Sie. Sie stand da und schien sich zu dehnen und strecken. Dabei fiel mir wieder auf, dass mich etwas an ihr befremdete. Nachdem ich unter halb offenen Lidern länger zu ihr hingeblickt hatte, dämmerte es mir. Natürlich. Ihre Kleidung.

Die war zwar antiseptisch weiß, soweit okay. Aber das, was sie da trug, war ganz bestimmt nicht die ordnungsgemäße Tracht für eine Nachtpflegerin. An den Füßen ein paar schneeweiße Korksandalen und oben herum ein gebügelter und gestärkter Kittel – soweit okay. Aber diese Sandalen zeigten sich im Bereich ihrer Fersen als fast schon unanständig hoch. Und beim Schneidern ihres Kittels war man mit dem Stoff sehr, sehr sparsam umgegangen. Der war nämlich allenfalls hüftlang, am Rücken tief ausgeschnitten und hatte so gut wie keine Ärmel. So konnte ich die Farbe ihrer Schenkel erkennen, ihrer Schenkel, die doch eigentlich in ... wieder dämmerte ich weg.

Der nächste Übergang von Schlaf- zu Wachphase begann mit dem Stapeln von Porzellan. In einer Küche. Das Küchenmädchen räumte die sauberen Teller weg, wobei es jedes Mal leicht klirrte. Es war unglaublich viel Geschirr, denn das Klirren dauerte, dauerte, dauerte und dauerte. Es gab nur kleine Pausen. Aber dann rollten immer wieder neue Geschirrwägen voller Porzellan an, und das Küchenmädchen begann erneut mit dem Wegstapeln. Wobei interessanterweise die Schränke immer so leer blieben wie zu Beginn. Was, wieso ...?

Da öffnete ich die Augen. Es dauerte einen Moment, dann erkannte ich, dass ich immer noch im Krankenhaus war, nicht in einer Küche. Ach so, ein Traum, klar. Aber halt --- es klirrte doch immer noch ganz leicht. Woher? Ich drehte meinen Kopf und sah sie.

Sie stand noch da, in der Mitte des Raumes, neben dem immer noch unbelegten Bett. Augenscheinlich hatte sie nicht bemerkt, dass ich wieder wach geworden war. So machte sie weiter mit dem, was sie wohl schon die ganze Zeit getan hatte. Mit dem, was das Klirren verursacht hatte. Nur hatte mein Gehirn die falsche Assoziation erzeugt. Denn mit Porzellan hatte das Geräusch nichts zu tun. Statt dessen aber mit Stahl. Und der befand sich in Form von Metallscheiben an zwei Dingern, die ich als Nichtsportler erst nach längerem Hinschauen als Hanteln erkannte. Kurzhanteln, solche wie aus dem Fitnessstudio.

Im Licht der dämmerigen Tischlampe blitzten sie immer gelblich auf, wenn ihre Hände diese Folterdinger hoben und senkten. Die Reflektionen ließ vermuten, dass diese Geräte aus verchromtem Metall bestanden. Sowohl die Griffstäbe wie auch die von zwei Halterungen fixierten Stahlscheiben, die links und rechts auf diesen Stäben stecken. Viele Stahlscheiben, wie mir schien. Und große. Bestimmt so breit im Durchmesser wie meine Handspanne.

Sie bewegte diese ungefügen, schweren Hanteln im Wechsel auf und ab. Das schien sie mit zunehmender Zahl von Wiederholungen durchaus anzustrengen. Denn im Licht der Lampe glitzerte leichter Schweiß auf ihrer sonnenbraunen Stirn. Und an ihren Armen. Auf denen traten außerdem unter der Belastung die Adern hervor. Und es schwollen die Muskeln.

Bei jedem Anheben eines der angsteinflößenden Gewichte wölbte sich am betroffenen Oberarm ein Muskel in dramatischer Weise zu einer halbrunden Kuppel. Dies in einem Umfang, wie ich es noch die gesehen hatte, schon gar nicht bei einer Frau. Meine eigenen Muskeln waren nicht der Rede wert. Legte ich die Hand um den gespannten Oberarm, kam ich unten mit dem Daumen und oben mit den Fingern über die Hälfte herum. Bei diesen Armen aber hatte ich den Eindruck, als würden meine Fingerspitzen gar nicht erst bis ganz nach oben und unten reichen.

Ich schluckte.
Was musste sie stark sein!
Eine Frau und solche Kraft!
Und diese Muskeln!

In dem Moment fiel mir es mir wie Schuppen von den Augen. Ich erkannte, was ich da zuvor wegen meines dösigen Zustandes nicht hatte klar als Gedanken fassen können. Und was mich erschreckt hatte. Es ging um die Einstufung dessen, was ich da gesehen hatte und jetzt noch sah. Mich hatte nämlich ihr Body mit diesen voluminösen Keulenarmen weniger befremdet als vielmehr der Umstand, dass ihre Äußeres nicht dem entsprach, was fraglos an ihrem Arbeitsplatz als regulär galt. Ihre Kleidung bestand ja nur aus den Sandalen und dem knappen, fast ärmellosen Kittel. Ach ja, und dem auf der schwarzen Haarpracht festgesteckten Häubchen.

Ihre Beine hingegen waren genauso nackt und bloß wie ihre Arme: Sie hatte zugunsten dieses Minikittelchens der Bequemlichkeit halber einfach ihre normale Schwesterntracht abgelegt; das war das unförmige weiße Zeug auf dem anderen Stuhl.

Das aber gab dem Auge einen nahezu ungehinderten Blick auf ihren Körperbau frei. Das weiße, vorn geknöpfte Ding erlaubte die Feststellung, dass ihre Taille sehr schmal und ihre Schultern sehr breit waren. So breit, dass sie den Kittel oben herum gar nicht schließen konnte. Das wiederum gab tiefe Einblick frei in ihr Dekolletee und seine sonnenbraunen, prallen Rundungen. Unten rum hatte sie den Kittel übrigens auch nicht zugeknöpft. Sonst hätte sie nämlich keine großen Schritte machen können. Der Stoffsaum reichte allenfalls bis zum Ansatz ihrer Oberschenkel.

Ich muss wohl nicht groß betonen, dass die Beine der Krankenschwester zum Rest ihrer Figur passten. Sie waren nämlich ebenso sonnenbraun. Und ebenso bepackt. Bei jedem Atemzug und bei jedem durch das Auf- und ab der Hanteln verursachten, leichten Wippen des Oberkörpers spannten sich die fast schon halbkreisartig nach außen gewölbten Muskeln der Oberschenkel. Und das so, dass man unter der Haut die einzelnen Stränge erkennen konnte.

Doch ehe ich meine Augen zu ihren Waden schweifen und sie auf diesen eckig-ausladenden Muskeln verweilen lassen konnte, ging sie geschmeidig und mit – ich erkannte es entsetzt: zu meinem großen Bedauern – artig geschlossenen Beinen in die Hocke. Da setzte sie mit einem »Puh!« die Hanteln auf dem gebohnerten Boden ab. Das machte sie ganz langsam und ganz leise, um mich nicht zu wecken. Sie wähnte mich also noch schlafend.

Nur so ist zu erklären, was sie nun tat. Sich völlig unbeobachtet glaubend, richtete sie sich wieder auf, dann drehte sie sich herum. Und gewährte mir dabei den Blick auf ihren straff von dünnem weißen Leinen umhüllten Popo. Den wohl knackigsten und dabei rundesten Po, den ich je in meinem Leben in Natura gesehen hatte. Ihr Blick wiederum ging nun nach vorn zu dem Spiegel, der da an der pastellfarbenen Wand hing. Und dann hob sie ihren Arm. Nun spannte sie den Muskel an, so dass sich da machtvoll das Zeugnis ihrer Kraft erhob. Dann tat sie dasselbe mit dem anderen. Und brachte Spannung auf beide Oberarme.

Mächtig viel Spannung, wie mir schien. Denn es gab ein leises ratschendes Geräusch, als würden die Nähte reißen. Ich hatte ja die kurzen Ärmel ihres Kittelchens erwähnte. Und deren Saumumfang konnte mit dem ihrer gespannten Arme wohl nicht mithalten. Ebenso wenig waren Garn und Stoff auf Dauer der Belastung gewachsen, die sich durch ihre Rückenmuskeln ergab. Durch das Anheben der Arme schienen die nämlich nach links und rechts explosionsartig hervorzuschnellen. Ein Kreuz, das bestimmt doppelt so breit war wie ihre Hüftpartie. Ich staunte und schluckte und reagierte und ärgerte mich über die Reaktion.

Nun, das mit dem Stoff schien ihr aber ebenfalls leichte Sorgen zu bereiten. Denn die rauchige Stimme sagte leise: »Pass auf Maedel, pass auf. Nicht, dass du schon wieder einen Kittel zerfetzt. Aber, hach, gut sehen sie aus, meine zwei Lieblinge!«

Sprach’s und erhöhte langsam noch etwas mehr die Kraft, mit der sie ihren Muskel sich weiter erheben und wölben ließ. Wobei »wölben« fast schon das falsche Wort ist: Dabei denkt man immer an runde Formen. Aber was hier auf ihrem Arm nach oben ragte, war kantig, eckig und fraglos mindestens so hart wie die Scheiben ihrer Hanteln.

Schließlich senkte sie ihre Arme, schüttelte sie leicht aus. Und mit einem »Es ist Zeit. Mal sehen, was der arme Teufel macht« zu mir um. Ich schaffte es noch gerade so, die Augenlider zu senken. Aber nur soweit, dass ich zwischen den Wimpern hindurch spähen konnte.

Sie kam näher.
Noch näher.
Ganz nah.

So nah, dass ich in ihren Ausschnitt hineinblicken konnte. Ich sah die kleinen, aber prallen und vom Stoff nach oben gedrückten, nussbaumfarbenen Brüste. Die Nippel, die sich stolz und ungeniert gegen das Leinen stemmten. Den Schweiß, der zwischen den Brüsten über ihre Haut lief. Kein Wunder nach der Kraftanstrengung, die hätte jeden anderen auch mächtig erhitzt. Denn dass sie erhitzt war, das spürte ich. Eine Woge an Wärme ging von ihr aus. Und in der Woge war etwas, das meine Nase erreichte, auch wenn ich es nicht als Geruch wahrnahm. Aber meine Nase leitete es weiter ans Gehirn. Das übersetzte es in Information und Bewertung. Und beides lautete: »Unwiderstehlich!«

Die Erkenntnis kam wie ein Lichtblitz. Dunkel gebräunte Haut, braune Augen und schwarze Haare: Diese Frau hatte nicht nur einen vor Kraft strotzenden, imposanten Körperbau. Sie besaß zudem ein regelrecht männermordendes, südländisches Flair, verstärkt durch ihr markantes Gesicht und bestimmt nicht abgeschwächt durch diese Zahnlücke.

Ich weiß nicht, wie ich im normalen Leben auf sie reagiert hätte. Ich bin als dünner, knapp mittelgroßer Mann nicht der Attraktivste. Daher beachten mich extrem erotische Frauen meist gar nicht. Kommt mir so eine Wucht nahe, werde ich meistens unruhig und nervös. Nun, nicht in dieser Lage. Denn da fiel es nicht schwer, ruhig zu bleiben. Ich war ja buchstäblich ans Bett gefesselt, noch dazu voller Medikamente und daher nicht völlig bei Bewusstsein. Daran änderte auch das nur recht wenig, was mich die letzten Minuten so in Staunen versetzt hatte. Also ließ ich einfach meiner Lider wieder sinken und stellte mich schlafend.

Sie wiederum drehte sich kurz weg. Dann sah ich, dass sie das Klemmbrett mit den Krankenpapieren geholt hatte. Sie legte es vorsichtig auf meine Bettdecke. Als nächstes spürte ich ihre Finger am linken Handgelenkpuls. Mit Mühe verkniff ich mir ein Zucken.

»Hm, hm. Dafür, dass er schläft, ist er ganz schön munter unterwegs. Mal unbedingt aufschreiben. Und weiter kontrollieren.«
Das Brett hob sich; ich hörte das Kratzen eines Schreibstifts. Dann spürte ich ihre Hand auf der Stirn. Warm, trocken, stark.
»Erhitzt. Das Kerlchen schwitzt ja. Nun, das tue ich auch. Kann aber nur gut sein. Bei ihm und bei mir. Aber das schreibe ich auch mal auf.«

Wieder wegbeugen. Und wieder über mich neigen. Eine neue Wolke von moschusartiger Wärme. Der Blick auf die straff gespannte Knopfleiste und ihre sonnenbraune Haut. Ein Tropfen Schweiß, der nach unten fiel. Pures Erotikkonzentrat, direkt auf meine Lippen. Dann ihre Hand, die mir mit einem feuchten Lappen sacht übers Gesicht fuhr.

»So, mein Lieber«, sagte die rauchige Stimme leise und freundlich, » ich nutzte die Zeit und pumpe noch etwas meine Muckis auf. Die brauchen das. Du aber schlaf schön. Das nämlich brauchst du. Erhole dich. Und träume was Schönes.«

Sie drehte sich weg, um sich wieder zu ihren Hanteln zu beugen. Doch da stutzte sie. Dann hörte ich ihr Lachen: »Oh, er träumt tatsächlich was Schönes! Na so was! Auferstehung des Fleisches um Mitternacht!«

Und als nächstes spürte ich, wie ihre Hand zupackte. Dort, wo sich die Bettdecke erhoben hatte, als Folge dessen, was ich gesehen hatte. Augenscheinlich hatte das Zeug in meinen Adern und Venen diese elementare Körperfunktion nicht beeinflusst. Auch war ich zum einen so von ihr abgelenkt, zum anderen noch so dösig, dass ich das gar nicht so recht mitbekommen hatte. Genauer gesagt: Ich hatte das natürlich gespürt, aber nicht daran gedacht, dass ich ja so gut wie nackt unter der dünnen Decke lag. Und so war da nichts, was meine Männlichkeit bei ihrem Aufwärtsdrang gebremst hätte.

Sie befühlte mich mit echtem Forscherdrang. Fest und doch sanft.

»Doch, ja. Ordentlich. Ui. Sehr ordentlich. Herrlich warm, hart und dick. Genau passend für mein feines Döschen. Hach, Kleiner, wenn du wach wärest und gesund. Solche zierlichen Kerlchen mag ich ja. Und so ein Mordsding! Du glaubst ja gar nicht, wie das ist, wenn so eine Muskelbraut wie ich dich mal unter und zwischen sich hat und dich mal so richtig ...«

Dieses Mal konnte ich mir ein Zucken aber nicht vermeiden. Es ging beim besten Willen nicht anders. Aber all die Bandagen verhinderten, dass sie das richtig deutete. Statt dessen hielt sie das für eine Reaktion im Schlaf. Völlig unerschrocken ließ sie auch nicht los, sondern drückte noch mal beherzt zu. Und mit der anderen Hand berührte sie meine Wange.

Während ihre Fingernagelspitzen ganz, ganz sanft über meine Haut kratzten, spürte ich plötzlich wieder ihre Wärme direkt bei mir. Und hörte ihre Stimme ganz nahe bei meinem Ohr: »Schlaf, mein kleiner großer Mann. Schlaf und werde gesund. Denn wir zwei, wir haben ja noch oft miteinander zu tun. Hier und dann bei deiner Reha. Und dann wollen wir mal sehen, was wir zwei Hübschen noch miteinander anfangen können. Ohhhhh ja!«

Ein letztes Tätscheln, dann ließ sie los. Trat zu ihren Hanteln und streckte mir beim Bücken erneut ihren strammen Popo entgegen. Nun vernahm ich wieder ihr leichtes Stöhnen und das Klirren der verchromten Stahlscheiben. Ich sah ihr beim Stemmen der schweren Geräte zu, voller Neid, aber mit mindestens ebensoviel Bewunderung. Dabei wirbelte es in meinem Kopf, nicht nur wegen der Medikamente.

Und während ich an diesem und an den folgenden Tagen meiner langsamen Genesung entgegendöste, fragte ich mich wiederholt, wieso ich gerade das so schön fände, also eine Frau mit solchen Muskeln. Schließlich war ich von mir selber genervt. Und antwortete mir darauf: Das ist eben so. Sei lieber froh, dass du lebst und dass du noch so was fühlst und überhaupt noch so ein dickes Ding bekommen kannst. Wenn’s dir gefällt, ist das okay. Vergiss doch einfach, was die anderen sagen. Oder sagen könnten. Falls überhaupt. 

Außerdem, dachte ich, ist sie nicht nur fürsorglich, sondern einfach superscharf. Ich bin mal gespannt, wie das wird. Einerseits voller Angst. Andererseits kann ich’s kaum abwarten, dass ich mal meine Arme bewegen kann. Um mal mit meinen Händen diese riesigen Bizeps-Muskeln zu berühren! Und diesen Hintern!

Blieben nur noch zwei Fragen, um die mein Denken in der nächsten Zeit kreiste. Nämlich:
»Wenn sie wüsste!«
oder doch:
»Weiß sie es?«
Ob ich eine Antwort bekam?
Wer weiß es?

Sonntag, 5. Juni 2011

Tracy Trask - Muskelschurkin im Comic

Comics, namentlich die mit den Superhelden, sind bei Licht betrachtet oft nichts als eine grotesk übersteigerte Reaktion auf den Alltag. Ist auch logisch, woher sonst nimmt die Phantasie ihre Anregung? In diesem Falle heißt das: Es geht um ein Muskelmaedel im Comic. Der Name der Guten, äh, der Bösen: Tracy Trask (ein Hoch der Alliteration).

Und sie ist die Superheldencomic-Reflektion auf das Bodybuilding im richtigen Leben: Tracy Trask verdankt ihre Muskeln nämlich einem Titan-Serum (im richtigen Leben hieße das: Sie hat gedopt). Das lässt nicht nur ihre Muckis explodieren, sondern verhilft ihr auch dazu, dass sie sich zusammen mit ihrem chemisch ähnlich bemuskelten Bruder und gesteuert von einem geheimnisvollen Mann im Hintergrund den Weg zur Gewaltherrschaft einschlägt...

Soweit, so gut - aber es ist mal wieder typisch: Dicke Muckis bei Frauen heißt im amerikanischen Comic-Wesen eigentlich immer, dass da etwas schiefgelaufen ist. Sprich: Diese Maedels sind böse. Vor allem dann, wenn es sich da um eine Nebenfigur in einem Superheldencomic handelt. Denn die darf ja nur dann mehr Muckis als der stattliche Hauptheld aufweisen, wenn sie erstens böse und/oder zweitens absehbar vom Zeichner und vom Verfasser zum Tod verurteilt worden ist. 

(Auf She-Hulk und Powergirl passt all das nicht - das sind die Chefinnen in ihrem eigenen "Universum". So heißt die jeweils dargestellte Phantasiewelt im Superheldencomic-Bereich ganz unbescheiden. Daher sind die Muckis vor allem der grünen Dame logischerweise auch keine Ausnahme der gerade genannten Regel.)

Tracy Trask ist eine Figur aus dem Batman-Universum. Sie ist (wie ihr Bruder Terry) als durchgeknallte Punkerin mit Irokesen-Schnitt angelegt. Also als etwas, das dem durchschnittlichen Mittelklasse-Amerikaner als moralisch verwerflich, da nicht mainstream und ergo als böse gilt. Deswegen sieht man es auch in den Comics vergleichsweise selten positiv sieht (und das, obwohl die Punk-Bewegung inzwischen auch schon gut 35 Jahre alt ist und viele ihrer ursprünglichen Vertreter längst alte Leute sind).

Die Figur der Tracy Trask entstammt einer aktuellen Gemengelage von PC-Spiel und Comic; es geht um das, was nach Batmans bislang letzten Kampf gegen den Joker geschah. Und um die merkwürdigen Pläne, aus Arkham Asylum Arkham City zu machen. Nicht ganz ohne, wie die Batman-Fans wissen. Denn in diesem abgeschotteten Slum ist ja laut Handlungsführung aller krimineller Psychopathen-Abschaum von Batmans Welt zusammengefasst. In einer Art Superknast also. Veranlasst hat das niemand Geringeres als der Bürgermeister von Batmans Heimatgemeinde Gotham City - und natürlich im Knast prompt den Bock zum Gärtner gemacht ...

Auch das ist wieder ein übersteigerter Reflex aufs wirkliche Leben.  Nämlich die überfüllten Gefängnisse der USA. Und in den zum PC-Spiel gehörenden, gedruckten Comics geht es um das, was danach folgt. (So habe ich das zumindest verstanden. Wer's genauer weiß: Gern, die Kommentarfunktion ist aktiviert.)

Zeichner des Ganzen ist Carlos D'anda, der Autor heißt Paul Dini (nicht gerade ein Unbekannter). Gedruckt gibt es das Comic hierzulande wohl noch nicht, wohl aber in den USA. Jedoch soll es später als Teil der Sammler-Version des Spiels zu erhalten sein. Auch erhält man das wohl schon online und als DC-Comics-App (doch, das gibt es) für die diversen Geräte mit dem kleinen "i" in der Modellbezeichnung.  

Jedenfalls fällt da Frau Trask und ihrem Bruder das entsprechende muskelsteigernde und noch böser machende Serum in die Finger. Mit den unausweichlichen Folgen: So präsentiert sich die Figur alsbald mit mächtigen Muskeln und im knappen Leibchen und so richtig fies-sexy. Aber im Lauf der Story scheint, das lassen die beigefügten Ausschnitte vermuten,  die Muskulatur wohl ins Groteske zu wachsen. Eben wegen des unheilvollen Serums, so die mir bekannten Infos. Wieder der Blick auf die Vorlage des wirklichen Lebens: Das ist sozusagen die Comic-Variante dessen, was man in BB-Kreisen als "steroid-rage" kennt ...

Unser Fledermaus-Held bekommt mit Tracy Trask und ihrem Bruder Terry alle Hände voll zu tun. Und mit der geheimnisvollen Figur eines Doktor im Hintergrund --- Doktor Mabuse lässt grüßen.

Wie gesagt: Tracy Trasks Lebensdauer ist allem Dafürhalten nach begrenzt. Nun ja, solche Schurken haben es in diesem Gegenentwurf zu der wirklichen Welt vielleicht auch nicht anders verdient. Und Batman-Fans wollen schließlich, dass ihr Held mit dem Spitzohrcape die Welt vor dem Bösen bewahrt. Das ist ja auch gut so, weil es immer noch eine klare moralische Botschaft hat. Derzufolge hat das Böse dem Guten zu unterliegen. Natürlich bedeutet das dauerhafte Auseinandersetzung (die aber im wirklichen Leben mehr psychisch als derart physisch wie in der Welt der Tusche-Zeichnungen und der Kolorierung per Bildbearbeitungsprogramm sein dürfte. Aber ich schweife ab).

Bleibt nur ein Wunsch: Es wäre eigentlich an der Zeit, mal eine positive Muskelmaedelfigur in einem mainstreammäßigen Superhelden-Comic einzuführen. Aber: Habe ich das nicht schon mal geagt? Und ob ich das noch erleben darf?       

Samstag, 4. Juni 2011

Review der Review - Venus with Biceps

Manchmal kommt Resonanz aus einer Ecke, von der aus man sie nie erwartet hätte. In diesem Fall hat mich mit David L. Chapman niemand anderes als einer der beiden Autoren des tollen Buches "Venus with Biceps" angeschrieben und sich für die Besprechung seines Buches bedankt. Wer mehr dazu wissen will, der klicke hier und lese mein Posting. Was wiederum mir zur Ehre gereicht, Herr Chapman ist ja in der BB-Journalistenwelt nicht gerade ein Unbekannter.

Und unbescheiden wie ich bin, sei diese Mail hier veröffentlicht. Dies allerdings auch dehalb, weil Herr Chapman auf ein anderes Buch hinweist, das sich mit Muskelmaedels im Zirkus befasst. Hier sein Text (der übrigens auf Deutsch ankam - wieder einmal der Beleg dafür, dass das Klischee der nur englischsprachigen Amerikaner einfach nicht stimmt; ich kenne so viele, die mehrsprachig sind):

"Ich habe Ihren Artikel über mein Buch Venus with Biceps gelesen, und ich will danken Ihnen für die interessante und nachdenkliche Kritik. Ihr Blog ist auch sehr interessant, und ich gratuliere Ihnen zu seinem Inhalt und Aussehen. Ich will einen Auszug von Ihrem Artikel übersetzen und ihn dem Verleger schicken.


Übrigens, kennen Sie Stephanie Haerdle? Sie schrieb ein anderes ausgezeichnetes Buch über die Geschichte der starken Frauen im Zirkus. Der Titel ist "Amazonen der Arena: Zirkusartistinnen und Dompteusen."


Entschuldigen Sie bitte mein schreckliches Deutsch. Ich bin sicher, dass Ihr Englisch viel besser als mein schlechtes Deutsch ist. Zu meinem Glück ist es leichter vom Deutschen ins Englische zu übersetzen!


Best wishes from America, and thank you again for the review.
David Chapman"
 
(Nachtrag: 24. Juno: Hier der Link zur Seite von Mr Chapmans Verleger - ich fühle mich schon ein bisschen geschmeichelt...) 

Ja, mein Englisch. Danke sehr für die Blumen, Herr Chapman. Aber da ich das auf der Straße und nicht ordungsgemäß in Schule und Studium gelernt habe, ist es dementsprechend. Lesen ist okay; ich habe ja nun auch schon einiges übersetzt. Auch hat es gereicht, um mich mehrfach durch diverse Ecken der USA zu bringen. Aber perfekt geht nun wirklich anders. Nun ja. Es kann nicht jeder alles können. Aber das, tja, das könnt' ich schon gern a bisserl besser ... 

Na, auf jeden Fall hier mal das Buchcover von "Amazonen der Arena". Der Tipp sei, wie eingangs gesagt, natürlich an all meine Leser weitergegeben. Ich werde es mir demnächst jedenfalls auch beschaffen. So etwas muss man ja unterstützen.

Das Cover sieht sieht sehr hübsch aus. Und erschienen ist es samt dem ganezn Buch dahinter hier im Wagenbach-Verlag.
 
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Momentan bin ich wider Erwarten beruflich wie privat bis über beide Ohren "eingedeckt". Daher kam ich in den vergangenen Wochen nicht in der Weise zum Blog-Betreuen, wie ich das hätte tun sollen. Aber es ging einfach nicht anders. Und manchmal ist halt einfach die Luft raus, manchmal haben auch andere Dinge Präferenz. Das war gerade so, es ist aktuell so, und es wird in den kommenden Wochen auch nicht groß anders sein. Aber ich versuche, spätestens nach den Feiertagen etwas mehr Zeit zu erübrigen und hier zu investieren.

Nun, demnächst gibt's mal wieder eine Story, dem einen zum Leid, dem anderen zur Freud.

Anyway. Erfreut euch solange an dem, was auch mich erfreut - hier eine kleine Erinnerung aus längst vergangener Zeit. Wenn ich nur schon drauf gucke, wird mir ganz anders - was für ein toller Muskelmaedelarm!

 

Freitag, 13. Mai 2011

Muskeln von der Stange: eine neue Story

So, nach stundenlangem Hochladeversuch (ein "Hoch" der neuen Software!!!) nun - hoffentlich - mal wieder eine neue Story. Von mir. Anbei nun gleich ein das Geschehen illustrierendes Foto. Weiter unten eine Illu von mir. Und die Zeichnung stammt vom Atelier eG, koloriert habe ich sie. Also, ohne große Fisimatenten direkt in medias res:

Wie soll ich sagen – es war alles Zufall. Nach dem Zugausfall und dem verpassten Anschlussflug saß ich fest. In einem fremden Land. In dieser Stadt. Auf dieser Bank am Schienenstrang. Saß da mit meinem Koffer und meinem Rucksack und wusste nicht weiter. Ob ich nun wegkäme oder ob ich mir nicht doch besser ein Zimmer nehmen sollte. So saß ich da auf dieser Bank und überlegte. Gott sei Dank herrschte wenigstens schönes, heißes Sommerwetter, alles andere hätte noch gefehlt.

Wie ich so vor mich hinsinniere, sehe ich über die Bahnschienen hinweg zwischen einigen Bäumen hindurch in einen ummauerten Hof. Zuerst nahm ich das gar nicht bewusst wahr. Es war einfach nur die Szenerie, die sich jedem darbot, der auf dieser Bank saß und in diese Richtung blickte. Was mein Auge dahinlenkte, war wohl dieses blaue Viereck, das da mitten auf dem roten Backsteinboden lag. Ich weiß nicht, ob es der Farbkontrast war. Jedenfalls rätselte ich in meiner Muße einige Minuten lang. Fragte mich, was das wohl sein könnte, dieses blaue Ding. Aber dann geschah etwas, das meinen Blick weit mehr fesselte.

Eine Frau kam in den Hof. Eine junge Frau. Und wie gesagt: schönes warmes Sommerwetter. Daher trug diese junge Dame auch nicht viel. Nämlich nur ein blauviolettes Unterhemd. So eins, das die Bekleidungsindustrie Achselhemd nennt. Also ohne Ärmel, nur mit Trägern über die Schulter. Dieses Teil war eindeutig nicht das Neueste. Auch war es ihr auf jeden Fall zu weit. Deswegen hatte sie es um die Taille mit einem ultrabreiten Ledergurt gerafft. Zu lang war das Achselhemd auch. So konnte sie es wie einen Minirock tragen. Freilich wie einen sehr kurzen. Denn vorn reichte das Gewand genau bis zur Schrittunterseite. Hinten hingegen fiel es bis zur Mitte des Gesäßes.

Eine junge Frau. Derart knapp bekleidet. Das reichte schon für einen sehr interessierten Blick meinerseits – und weckte die Erinnerung. Die Erinnerung an die kleine Kamera ganz oben in meinem Rucksack. Die mit dem leistungsstarken, aber zierlichen Teleobjektiv. Ein schneller Reißverschlussratsch. Einen Lidschlag später linste ich schon durch den Sucher des kleinen Geräts und zoomte mich ganz nah an »mein« Motiv heran.

Als erstes erkannte ich nun, dass das Achselhemd eine verwaschene, völlig löchrige Angelegenheit darstellte und auch einen offenherzigen Blick auf ihre kleinen, aber straffen Brüste gestattete. Als zweites stellte ich fest, dass der Gürtel wohl kein modisches Accessoire war. Statt dessen handelte es sich da um offensichtlich starkes Leder, das ihre Lendenpartie stützen sollte.

Wo hatte ich das schon mal gesehen? Aber ja: Zuhause bei dem dicken Mann, der früher immer die Bierfässer in dem Gasthaus nebenan abgeliefert hatte. Und vom Fernsehen kannte ich diese Art von Gürtel auch. Das war etwas, wie es Gewichtheber tragen. Kaum war die Assoziation da, sah ich auch, dass dieser Gurt mindestens ebenso intensiv gebraucht war wie das Hemd. Er hatte nämlich durch Schweiß eine fleckige Patina erhalten.

Eine junge Frau, in einem sehr luftigen Gewand und mit einem robusten Gurt für ganz starke Leute? Das machte mich neugierig, ja, es ließ mich nachgerade staunen. Was war das denn für eine?

Das Gefühl verstärkte sich alsbald durch das, was sie tat. Sie stand nun mitten im Hof, ließ ihre Schultern kreisen, machte gymnastische Übungen. Minutenlang. Dabei zeigte sie eine sehr ausgeprägte Beweglichkeit. Ich konnte nur darüber staunen, dass sie im Sitzen mühelos die Beine ausstrecken und ihren Oberkörper komplett nach vorn abwinkeln konnte. Aber, so dachte ich grinsend, das können Frauen sowieso besser. Die haben in der Leibesmitte ja von Natur aus einige Extragelenke ...

Dann stand sie wieder da. Reckte ihre Arme nach oben und hüpfte etwas in die Höhe – ah, der dunkle Querstrich da, das war wohl eine Eisenstange. Jedenfalls hielt sie sich da fest. Dann winkelten sich ihre Unterschenkel ab. Sie hing nun nur noch an den Händen, mit schulterbreitem Griff.

Die Position für Klimmzüge.
Damit begann sie dann auch.
Ich dachte, okay, mal sehen, ob sie einen schafft.
Einen?
Sie führte fünf Stück durch, ganz langsam.
Mühelos, wie mir schien.

Dann ließ sie aber nicht etwa los.
Oh, nein!
Ohne Pause steigerte sie ab Numero sechs das Tempo.
Schnell hoch, schnell runter, aber alles kontrolliert.
Wieder.
Und immer wieder.
In einem atemberaubenden Tempo.
Bestimmt zwanzigmal!

Sie machte eine kleine Pause.
Dann sprang sie wieder an diese Stange.
Und wiederholte die Übung.

Ließ los. Wieder eine Pause. Und wieder hoch. Aber dieses Mal fasste sie die Stange anders, das sah ich. Ihre Hände lagen nahe zusammen. So ging die Zugbewegung nun viel stärker auf die Arme als auf den Rücken. Das wusste ich noch von meinem Sportunterricht her.

Natürlich ging es auch dieses Mal in zweistelliger Wiederholung rauf und runter. Natürlich führte sie auch diese Übung nicht nur einmal durch. Dreimal war angesagt.

Ich war platt!

Diese junge Frau hatte ja da in der kurzen Zeit mehr Klimmzüge absolviert als ich in meinem ganzen Leben! Jedenfalls kam es mir fast so vor.

Schließlich ließ sie endgültig los, landete federnd auf den bloßen Sohlen. Machte einen ansatzlosen Hechtsatz hinüber zu diesem blauen Ding (eine Turnmatte, wie ich nun sah). Sie rollte sich in einem halben Purzelbaum ab. Ging in den Handstand – aber nur mit einer Hand!

Mit einer Hand!
Sie blieb da einen Moment stehen.
Sehr zu meiner Überraschung.
Und zu meiner wachsenden Begeisterung.

Denn in der Position rutschte natürlich der Stoff ihres violetten Shirts nach unten. Das zeigte mir, dass sie untenrum nur einen weißen Stringtanga trug. Und es gab mir den ungehinderten Blick auf ihren Hintern frei.

Ihr Hintern. Der pralle Wahnsinn. Eine sensationell konturierte Doppelrundung. Ihre beiden Hälften wölbten sich stolz, ja regelrecht herausfordernd nach hinten. Ihre ausladenden und dabei vollen, perfekt gerundeten Formen belegten, wie präzise die junge Dame die dazugehörige Muskulatur trainiert haben musste.

Und nicht nur die!

Denn je länger ich da hinsah, desto mehr erkannte ich, dass es sich da um eine Athletin handeln musste. Eine, die nicht nur ihre Kraft ständig steigern wollte, sondern auch den Umfang ihrer Muskeln!

Wenn ich nur daran denke, wie sie nach dem Auf-Die-Füße-Kommen da stand. Die Hände leger in die Hüften gestützt, so dass ihre Schultern sich schier endlos reckten und ihre Rückenmuskeln sich beiderseits hervorwölbten. Dann ging sie ein paar Mal auf die Zehenspitzen und wieder hinunter. Die damit verbundene Anspannung ließ die Oberschenkelmuskeln unter der sonnenbraunen Haut zucken.

Und wie sie zuckten! Selbst aus dieser Distanz sah ich, dass sie sich da jedes Mal in weitem Rund nach außen zu biegen schienen. Und ich konnte klar sehen, wie klar die Muskeln sich abzeichneten, diese umfänglichen Oberschenkel und ihrer trotz des Volumens klare Muskelteilung.

Ebenso diese unglaublich weit ausladenden Schultern. Und natürlich diese Arme! Ich schaute, starrte, stierte, glotzte, als sie nun mit beiden Händen an ihr üppiges blondes Haar fasste, es erst aus der Stirn strich und dann spielerisch zerzauste.

Solche Oberarme!
Massig. Und wie massig!
Dabei scharf konturiert.
Und mit nachgerade unanständig-klotzigen Bizeps.

Wie diese imposanten Muckis bei dieser Wuschelbewegung auf- und abzuckten. Sich bei jeder Spannbewegung mächtig und gebieterisch in die Höhe reckten, während ihre harten Formen noch deutlicher hervortraten. Fast schon schien es mir, als ob die Lady ihre Muskeln gezielt trainierte und sie mir ebenso gezielt zur Schau stellte ...

Meine Augen, so kam es mir vor, traten vor den Kopf.
Und auch in anderen Körperregionen reckte und streckte es sich.
Ich nahm es wohlwollend zur Kenntnis.

Genau in dem Moment setzte jenes ohrenbetäubend-laute, schrill brüllende Signalgeräusch ein, das in diesem Teil der Erde immer einen Zug ankündigt. Und da kam er auch schon angerattert. An der Lok hingen natürlich Waggons. Alle voll beladen mit Kohle und Eisen und auch einigen Frachtcontainern. Und – ich sah es mit Entsetzen – nicht einer, nicht zwei, sondern viele. Dutzende.

Und gemäß der Sitte aller Transportzüge passierte auch dieser meine Position mit jenem unglaublich langsamen Tempo, das jeder vom enervierenden Warten am Bahnübergang kennt. Jenes Tempo, das nur darauf angelegt zu sein scheint, die Leute in den Autos beiderseits der Schranke zur Weißglut zu treiben. Und dieser Zug war riesig! Es waren bestimmt über hundert Anhänger an der Maschine.

Natürlich fluchte ich. Versperrten mir all diese Waggons doch die Sicht auf das hochgradig erregende Motiv in diesem Hinterhof auf der gegenüberliegenden Seite. Minutenlang klapperte und schepperte ein Waggon nach dem anderen vorbei, begleitet von dem dabei üblichen Signalklingeln. Auch so etwas, das nur dazu dient, die Leute zu ärgern, so dachte ich und fluchte noch mal.

Endlich.
Nach bestimmt vier oder fünf Minuten waren all die Waggons weg.
Das starke Muskelmaedel in dem löchrigen Hemdchen freilich auch.

Sonnenbeschienen, hell und leer lag der Hof mit dem roten Backsteinboden da.
So ruhig und still wie zuvor.

Und ich saß da und fragte mich einen Moment, ob es sich bei der geschmeidig starken Athletin bloß um eine Fata Morgana gehandelt hatte. Aber das war ja Unsinn. Schließlich hatte ich ja den Beweis für ihre Existenz in der Hand. Meine Kamera. Denn natürlich hatte ich nicht nur gespäht und gezoomt, sondern auch auf den Auslöser gedrückt. So oft und so schnell es nur eben ging. Ich brauchte ja nur mal den Bildbetrachtungsmodus zu aktivieren und aufs Display zu gucken ...

Gedacht, getan.
Ich klickte mich langsam durch. Und staunte wieder einmal über die Leistungsfähigkeit dieses kleinen Instruments. Denn die Bilder schienen gut geworden zu sein, soweit ich das auf dem Display sah. Endgültig würde ich das aber erst wissen, wenn ich diese Fotos zuhause auf dem Bildschirm hatte. Zusammen mit all den anderen, die ich unterwegs gemacht hatte. Tausende. Ich war eigentlich nur am Knipsen gewesen während dieser Tour – aber soviel wie in diesen Minuten hatte ich noch nicht auf die Speicherkarte gebannt ---

»Na, sind sie was geworden?«

Die Stimme direkt neben mir schreckte mich hoch. Ich hatte niemanden kommen hören. Dabei stand nun eine Frau neben meiner Bank. Ich blickte hoch, konnte sie aber gegen das gleißende Sonnenlicht im ersten Moment nicht richtig sehen.

Sie fragte: »Darf ich mal sehen?«
Ich sagte: »Wie? Was?«
Sie: »Sehen, sagte ich. Ich will mal sehen.«
Voller Entrüstung ich: »Entschuldigung, aber sicher nicht!«
Lachend darauf sie: »Wieso nicht? Wo ich doch ein so schönes Fotomodell bin.«

Sprach’s und setzte sich neben mich.
Da war sie.
Die junge Frau aus dem Hof.

Nun trug sie eine leichte Bluse. Eine hautenge, modisch zerfetzt-löchrige Jeans. Und Stiefel, deren weite Schäfte sich unterhalb ihrer Waden knitterten. Und während sie neben mich rutschte, sagte sie: »Beim Klimmzugmachen habe ich einen ganz guten Blick nach oben zu dieser Bank hier. Und da sehe ich doch jemanden mit einer Kamera, die in meine Richtung zeigt. Das wollte ich dann doch näher wissen.«

Natürlich. Und während der Zug in diesen Minuten an mir vorbeigerattert und ich in die Bildbetrachtung versunken war, hatte sie flugs etwas anderes angezogen und sich auf den Weg zu meiner Bank gemacht. Ganz einfach.

Ich saß da wie zur Salzsäule erstarrt.
Niemand wird gern als Spanner enttarnt. Und sei es auch nur als einmaliger.
Niemand von niemandem.

Bestimmt nicht von einer jungen Frau mit einer Wolke krausen rotblonden Haares, seegrünen, mutwillig blitzenden Augen und jeder Menge Sommersprossen in dem attraktiven, sehr lebendigen Gesicht und auf der frechen Stupsnase.

Und schon gar nicht von jemanden, dessen Oberarmmuskeln sich unheildrohend unter dem dünnen Leinen spannen und so dick sind wie Pampelmusen und aussehen, als seien sie aus tropischem Holz geschnitzt. Und zwar aus extrahartem.

»Na?«

Ich reagierte noch immer nicht. Da langte sie einfach hinüber und nahm mir lässig die Kamera aus der Hand. Fachkundig bediente sie das Gerät und klickte sich durch. In aller Seelenruhe.

Ich traute mich nicht, etwas zu sagen. Denn diese Bluse lag an den Armen straff und fest an und offenbarte deren imposanten Umfang. Und was da an Kraft drin steckte, hatte ich ja gerade gesehen. Auch konnte der Jeansstoff nicht kaschieren, was für straffe und voluminöse Oberschenkel sie besaß.

Fraglos war sie stärker als ich. Viel stärker.
Ich hatte Angst.
Und ich genoss es.

»Sind doch ganz gut geworden,«, sagte sie und gab mir die Kamera zurück.
»Ich hätte die aber gern auch. Auf meinen Rechner. Sie müssten also mal mitkommen.«
Dies in einem Ton, der keine Widerrede duldete.

Ich glaubte mich verhört zu haben. Andererseits. Was konnte ich verlieren? Ich saß ja hier erst einmal für längere Zeit fest. Zug ausgefallen. Flug verpasst. Und genau das sagte sie mir dann auch. Schließlich wohnte sie ja am Bahnhof und wusste, dass da wegen einer aus dem Gleis gehüpften Lok der Fahrplan völlig aus den Fugen geraten war.

So stand ich denn auf. Nahm mein Gepäck und trottete neben ihr her. Und blickte – verstohlen, wie ich meinte – auf ihren knackigen und doch unübersehbar runden Popo, der sich bei jeder Bewegung provokativ unter dem verwaschenen Denim hob und senkte.

Schließlich waren wir in ihrer Wohnung. Sie lag hinter dem Hof in dem Backsteingebäude. Eine ehemalige Fabrik. Sie hatte da eine ganze Flucht von Zimmern. Verglichen mit meinem Zuhause der reine Luxus. Und dazu der ganze dekorative Backstein, den sie mit reichlich Zimmerpflanzen noch verschönert hatte. Es gefiel mir sofort.

Ich begann mich zu entspannen. Und als sie um den Speicherchip bat, gab ich ihr den in aller Ruhe. Sie ging damit zu einem aus eine Palette improvisierten Schreibtisch mit ihrem Laptop drauf, um den Chip einzuschieben und die Bilder zu sichern.

Dazu aber beugte sie sich über den Tisch, statt sich zu setzen. Als Folge aber streckte sich ihr sensationelles Hinterteil in all seiner athletisch-trainierten Pracht in meine Richtung. Und ich? Nun, ich habe Augen, und die schauen. Das taten sie auch in diesem Fall. Sie schauten, schauten und schauten. Und leiteten die so empfangenen Reize direkt an meinen Unterleib weiter.

Plötzlich fuhr sie auf und drehte sich geschmeidig wie eine Tänzerin auf dem Absatz herum. Und mit einem »die sind ja richtig gut und dazu recht sexy« hielt sie mir den Chip wieder hin. Ich nahm ihn und griff automatisch in meine Hosentasche, um die zum Chip gehörige Plastikschutzhülle herauszunehmen und das Speichermedium hineinzupacken.

Da war nur ein kleines Problem.
Oder besser: ein großes.

Das hatte sich nämlich genau dorthin gereckt, wo ich nun mit meiner Hand hin musste. Meine Finger konnten aber nur nach unten in die Tasche zu der Schutzhülle, wenn sie sich unter dem – tja, also – durchschoben. So wölbte sich das in absolut unübersehbarer Weise noch weiter vor; ich trage nämlich gern enge Hosen. Aber wie das so ist, ich bekam das im ersten Moment gar nicht mit. Wohl aber sie.

Lachend sagte sie: »Ich will gar nicht erst anfangen mit dem alten Spruch von der Pistole in der Hose oder der Freude, mich zu sehen. Aber ich denke mir mal, du willst auch mal gern aus der Nähe sehen, was du aus der Distanz geknipst hast.«

Und kam ganz nahe an mich heran. Noch näher. Nahm meine Hand. Zur Eröffnung bekam ich einen stählernen Händedruck, der mich in den Knien einsacken und im Schritt noch härter werden ließ. Dann gab sie meine schmerzenden Finger frei, trat einen Schritt zurück und legte mit aufreizender Langsamkeit die Bluse ab - »sonst reißt der Stoff«, wie sie augenzwinkernd meinte.

Darunter trug sie nichts. Sie absolvierte eine Reihe von Posen. Bei denen führte sie mir ihre mächtigen Schultern, ihren breiten Rücken und ihre gigantischen Armmuskeln vor. Sie spannte ihre harten, konturierten Bauchmuskeln an, während sich mir ihre kleinen Brüste samt ihren stramm stehenden Nippeln stolz entgegen reckten.

All das begleitet von einem allgegenwärtigen, selbstsicheren, ja spöttisch zu nennenden Lächeln. Ich muss so gestaunt haben wie der kleine Junge im Spielzeugladen. Denn sie kommentierte meine Reaktion mit einigen unschuldigen Kulleraugenblicken und koketten Schmollmündern. Und als ich schließlich meinem Herzen einen Ruck gab, und vorsichtig meine Hand auf ihren warmen, kraftstrotzenden und so unglaublich harten Arm legte, da quittierte sie das mit mokantem Lächeln und engelsgleichem Augenaufschlag.

Bei der einen Berührung blieb es nicht. Was aber blieb, war ich.

Als der Zug schließlich kam, fuhr er ohne mich – und ohne mir erneut die Sicht zu nehmen. Denn dieses Mal stand ich auf der anderen Seite des Gleises. Die Kamera vor dem Auge und im Blick, wie sie gerade Kniebeugen mit einer Hantel absolviert, die mehr als anderthalb mal so viel wiegt wie ich.

Das war gerade eben. Nun werde ich hinübergehen, die Kamera ablegen und das Fläschchen aufnehmen. Das Fläschchen mit dem Öl, das ich nun auf der braunen, glatten Haut ihrer kolossalen Oberschenkel verreiben werde ...

Donnerstag, 5. Mai 2011

Muskelmaedel from the past: Renee Casella


















Heute möchte ich mal an eine meiner Lieblingsbodybuilderinnen vergangener Jahre erinnern. Eine von der ich lange nichts mehr gehört habe – aktiv ist sie meines Wissens nicht mehr, war es aber eine lange Spanne von der Mitte der 1980er Jahre bis kurz nach der Jahrhundertwende. 

Dabei hat sie 1987 die IFBB World Amateur Championships und 2000 die Masters Olympia Pro gewonnen und zwischendurch mal mehr oder minder erfolgreich bei diversen Wettkämpfen mitgemacht, meist unter den vorderen zehn. Ihr letzter Wettkampf war meines Wissens 2001 die Teilnahme bei der Ms Olympia.

Die Rede ist von Renee Casella aus Kalifornien. Wer so tickt wie ich und je ihre Fotos gesehen hat, dem dürfte der Atem gestockt haben, angesichts ihres Bodys. Die Beine waren durchaus auffällig-muskulös, aber das eigentliche Phänomen bei Renee Casella waren ihre Schultern und vor allem: 


--- ihre Arme. Mächtig. Stark. Groß.
 

Die waren nämlich überproportional muskulös entwickelt. Jeder Grobschmied wäre blass vor Neid geworden, wenn sie mal zum Vergleich der Muckis gefordert hätte und mit dem Flexen losgelegt hätte. 

Und dass es ihr schon vor allem auf ihren Oberkörper ankam, das zeigen diverse Posing-Videoclips: Sie präsentierte bevorzugt ihre imposanten Arme, dann ihren Rumpf, gefolgt von den Beinen und ganz zum Schluss den Popo.

Das Beeindruckende an ihren Armen war dies: Ihre Muskeln waren prall und voluminös, wirkten dabei aber unglaublich konturiert: Die Bizeps zeigten jede Kante, jeden Einschnitt, wenn sie die Arme nur schon hob. Die Dicke ihrer Trizeps war schlichtweg außerordentlich. Und all die klare Ausprägung war da, ohne dass sie sich in einer extremen Definition befand. 

Das ist schon enorm – es wäre es auch heute. Mitte der 1980er Jahre galt sie als einer der muskulösesten Frauen überhaupt. Und wenn sie heute anträte und etwas mehr Wert auf ihre Beine legen würde – also, zumindest ich sähe sie dann ganz vorn.



Sonntag, 1. Mai 2011

Red Sonja goes Mixgetränk

Das hier sei sozusagen als Ergänzung zur Liste mit den Muckimaedels im Film nachgereicht. Gefunden habe ich das gerade hier. Die Firma Residenz Getränke Zentrum aus Karlsruhe vermarktet unter dem Namen der amerikanischen Comic-Heroine ein neues Mixgetränk - dazu dieses Zitat:
"Schon die Aufmachung von RED SONJA steigert die Neugierde auf das neue Mischgetränk.

Herausfordernd blickt die feurige Amazone mit ihrem Schwert und der rot flammenden Mähne vom Etikett lässt Erinnerungen an die Comic-Figur und den Kultfilm der 80er Jahre wach werden. Saftige Blutorangenhälften und prickelndes Weizenbier haben die Heldin stark und attraktiv gemacht. So weit die Legende…."

Was an der fraglos mehr als nur skurrilen Werbekampagne Typen wie mir nun aber positiv auffällt: "Stark und attraktiv" - das bildet mit Blick auf Frauen keinen Gegensatz mehr, zumal das Wort "stark" hier eindeutig im physischen Sinne verwendet wird. Als Werbefigur dient eine mit typischem Fantasyschwert bewehrte Amazone im knappen Ledermini, die gestählten Arme und Oberschenkel zwecks besser Beweglichkeit und Betrachtbarkeit (neues Wort von mir. Ha!) von keinerlei hinderlichem Material bedeckt. 

Interessant auch, dass die Werbefigur ihre Ähnlichkeit zu der von Brigitte Nielsen verkörperten Red Sonja-Version nicht verleugnen kann. Ich nehme einmal an, dass eine stärker an die Comics angelehnte Red Sonja-Figur (also mit Wallemähne und ultraknappem Kettenhemd-Bikini) unter Umständen Ärger mit dem US-Verlag Dynamite Entertainment heraufbeschworen hätte.

Blutorangensaft und Weizenbier? Ich bin sehr gespannt, wie das wohl schmeckt. Klingt interessant. Vielleicht macht's auch mich (wieder) stark und attraktiv?

Samstag, 30. April 2011

Venus with Biceps: Neues Buch

Muskelmaedels - sie sind in der aktuellen Form sicherlich ein Phänomen der vergangenen drei, vier Jahrzehnte. Und wurden möglich gemacht durch intensives Training, entsprechende Ernährung und eine insgesamt andere Einstellung zum Themenbereich Frau und Sport.
     Was nicht heißt, dass es früher keine muskulösen Frauen gegeben hat; das war ja auch schon in den vergangenen Jahren des öfteren Gegenstand diverser Postings in diesem Blog.
     Nun, jetzt gibt es ein neues Buch, das sich anhand historische Bildzeugnisse mit diesem Themenbereich befasst. Sein Titel: "Venus with Biceps. A Pictorial History of Muscular Women". Verfasst haben das David L. Chapman und Patricia Vertinsky.
      Chapman hat sich bislang vor allem in gut einem Dutzend Büchern mit männlichen Bodybuildern aus homoerotischer Sicht befasst und ist überhaupt ein Fachmann für Kraftsport, sowohl als Sportler wie als Journalist. Vertinsky wiederum ist Professorin, spezialisiert auf soziologische Aspekte betreffs des menschlichen Körpers.
      Das Verfasserduo stellt in diesem 360 Seiten starken Werk vor, wie sich das Image der körperlich starken, selbstbewussten und muskulösen Frau gewandelt hat. Dass solche Frauen Gegenstand von Ablehnung, Faszination wie sexuellen Träumereien waren. Oft wurden diese Frauen als erregende Domina, als geschlechtsloses Fotoobjekt oder als Freak in irgendwelchen Shows gezeigt.
      Das Buch präsentiert zig Versionen von Bildern: Fotos, alte Zirkusplakate, Magazinillustrationen, alles in allem wohl um die 200 Illustrationen. Wer da aber nur extrem muskulöse Frauen erwartet, der wird enttäuscht sein: Es gibt auch reichlich Karikaturen und ähnliches. Anbei drei von mir gefertigte Fotos, die einen kleinen Einblick in das Buch geben sollen. 
     Viele der gezeigten Frauen sind im heutigen Sinne nicht muskulös, ja, haben noch nicht einmal einen besonderen Muskeltonus. Aber der Umgang mit Hanteln und das Ambiente, in dem sie sich dem Fotografen oder Künstler stellten, waren aus damaliger Sicht skandalös, da ein Affront gegen die Geschlechterrollen. Daher ist die Aufnahme in das Buch völlig korrekt, da nur so der Werdegang der muskulösen Frau und der - präzise beschriebene - Wandel des dazugehörigen Imagesin den vergangenen hundert Jahren nachvollziehbar wurde.
      Etwas, das die beiden Autoren sehr gut lesbar, knapp und durchaus mit Humor hinbekommen haben.
      Auf dem Titel sieht man die Vaudeville-Artistin Charmion alias Laverie Vallee, über die ich ja auch schon die Ehre hatte, zu berichten.
      Ich halte das für ein gutes Buch. Nicht nur für historisch interessierte Fans von Muskelmaedels, sondern auch für jeden, der sich für die mit dem Sport verbundenen solziologischen Aspekte interessiert. Für jeden, der sich mit der Geschichte des Zirkus', des Sports befasst. Und natürlich für alle, die ein Faible für alte Fotos, Illustrationen und Poster haben - angefangen von der Zeit, als die Franzosen die Guillotine erfanden, über die Ära des deutschen Kaisers und die der Wilden Zwanziger bis hin zu den 1970er Jahren.
      Die ISBN lautet 978-1-55152-370-5, erschienen bei Arsenal Pulp Press. Das Buch hat ein Softcover und sehr gutes Papier, auf dem die Photos gut "stehen", wie das im Grafikgewerbe heißt. Preis: 20,99 Euro bei Amazon.

Freitag, 29. April 2011

Bodybuilderin für Kurzfilm gesucht
















Wer mal bei hier bei FunFairFilm klickt und etwas auf der Seite nach unten scrollt, findet da in der Überschrift genannten Aufruf. 

Laut Website ist das Projekt so geplant: "Der Film zeigt ein Portrait über eine Bodybuilderin, welche nach Anerkennung und Erfolg strebt und dabei die Hindernesse des Alltags zu überwinden versucht. Der Film soll ein authentisches Bild dieser Sportart wiedergeben mit Hilfe einer witzigen und dramatischen Inszenierung."

Die FFF-Crew braucht also eine "Athletin, (aktiv oder inaktiv), die sich gerne vor der Kamera bewegt. Gerne auch jemanden der sich das erste Mal vor einer Kamera präsentieren möchte.
Alter: 15 – 45 Jahre
Sprache: Deutsch
Falls du Interesse hast in unserem Kurzfilm die Hauptrolle zu übernehmen, oder du jemanden kennst, der genau für diese Rolle richtig wäre, dann melde dich doch bitte bei uns!
Wir freuen uns dich kennenzulernen!
Lisa & Philipp
office@funfairfilms.com"

Na, da bin ich ja mal auf das Ergebnis gespannt. Ich sitze auch gern nachher in der ersten Reihe, im schicken Anzug und mit einem Glas guten Sekts in der Hand ...