Sonntag, 23. August 2015

Wings of Strength Rising Phoenix -- Gewonnen hat Margie Martin!


Freunde, Landsleute, Römer --- so isses ausgegangen in Texas: Margie Martin hat den 1. Platz belegt beim Rising Phoenix World und ist folglich die Gewinnerin, als Dreingabe gibts den Titel des Best Poser Award, fuffzich Riesen und ein fein hergerichtetes Kraftfahrzeug der Kategorie SUV.

Die Siegerin: Margie Martin.
Ein Kraftpaket - allein
diese Oberschenkel!
 
Die Top Fünf:
1. Margie Martin
2. Helle Trevino
3. Debi Laszewski

4. Yaxeni Oriquen
5. Alana Shipp



Margie Martin  beim Training ---
zwischendurch ein "Selfie-Triptychon" ...

Daran interessant (finde ich) ist, dass das FBB damit erst einmal eine neue Vorzeigelady hat. Eine, die bei der MS. O 2014 noch gar nicht weit vorn war, sondern auf dem 10. Platz landete. Aber eine Athletin, die bereits den Siegestitel bei der WoS in Tampa abgeholt hat. Eine, die sich seit ihrem Beginn als Wettkämpferin vor drei Jahren kontinuierlich verbessert hat, wie die Platzierungen belegen. Die bereits 2012 und 2013 zwo Wettkämpfe gewonnen hat. Und die regelmäßig den Titel der besten Poserin abgeholt hat.


Margie Martin in Abendgarderobe.
Ob der Fotograf den Blick aus
diesen dunklen Augen  überlebt hat
und nicht an einem Herzinfarkt
gestorben ist?
Ihre Wettkampf-Liste:
2012 NPC Los Angeles Championships - 11. Platz
2012 NPC Pacific USA XVIII Championships - Siegerin
2013 NPC USA Championships - Siegerin
2014 IFBB Toronto Pro Supershow - 4. Platz
2014 IFBB Omaha Pro - 2. Platz
2014 IFBB Ms. Olympia - 10. Platz
2015 IFBB Omaha Pro - 7.Platz
2015 IFBB Toronto Pro Supershow - 5. Platz
2015 IFBB Wings of Strength Chicago Pro - 8. Platz
2015 IFBB Wings of Strength PBW Tampa Pro - Siegerin
2015 IFBB Wings of Strength Rising Phoenix World Championships - Siegerin und "Best Poser Award"


Schluck! Solche Beine und dazu solche Hosen ...

Denn die Dauerabonnemont-Siegerin der MS O, Iris Kyle (die in Texas lebt und so keinen sonderlich weiten Weg nach San Antonio gehabt hätte) ist hier nicht gestartet, ebenso wenig die in der Szene seit Jahren gleichsam als Ideal-Aushängeschild des Frauenbodybuilding gehandelte Alina Popa. Die war ja bekanntlich vom Verletzungspech verfolgt, musste ihren Arm und ihr Bein auskurieren und hat zwischendurch noch eine Ausbildung in Sachen Bäckerei- und Konditorenwesen absolviert. 

Gun-Show: Margie Martin
Das sind schlichtweg Super-Bi's,
voll, prall-hart, voluminös und hoch!

Leg-Show: Margie Martin.
Superpralle, dazu knochenhart definierte
Oberschenkel - klasse, findet nicht nur
dieser jugendliche Bewunderer.
I presume: Eins ihrer Kids.

Bleibt abzuwarten, ob eine der beiden wieder antreten wird (Alina wäre es zu gönnen, endlich mal ganz vorn zu sein!) und wie das dann ausgeht. Aber davon ganz unabhänging - das schmälert NICHT die Leistung der Siegerin dieses Abends in San Antonio. Es gibt einfach nun jemanden mehr, den man als Favoriten bei Wettkämpfen des FBB einzustufen hat. Für Fans wie mich kann das nur gut sein! Es wäre daher zu wünschen, dass sich nun die Welt mit Margie Martin befasst - die Frau mit dem entwaffnend offenen und freundlichen Lächeln ist nämlich eher etwas für die Fans als die doch recht zurückhaltend-reserviert wirkende Iris Kyle. Und solch eine offene Art gehört in einem derart Fan-betonten Sport wie dem Bodybuildung meiner Ansicht nach unverzichtbar dazu. Zumal jemand, der das Posing so gut wie sie beherrscht, für mehr Hingucker sorgen dürfte, on stage ebenso wie abseits davon.

Margie Martin und ein Fotograf
mit Blick fürs Wesentliche ...

Zumal sie eine durchaus kurvige Karriere hinter sich hat: Geboren 1979, ist sie bereits eine vierfache Mutter(!); das würde auch die von einem Tattoo kaschierte Narbe am Bauch erklären. Margie Martin lebte von November 2007 bis April 2009 in Urasoe-shi, Okinawa, Japan - als "Human Resource Specialist" für das amerikanische Verteidigungsministerium. Und Bodybuilding? Damit wollte sie sich schon immer befassen, seit sie als kleines Mädchen mit Begeisterung die Wrestlerinnen im Fernsehen gesehen hat; sie war ein Fan von GLOW TV (also  "Gorgeous Ladies of Wrestling"), ausgestrahlt 1986 bis 1990 in Form von 104 Folgen. An der High School begann sie mit Eisenpumpen, als einziges Mädchen in der Gruppe. Heute lebt sie im US-Bundesstaat Georgia. 

Margie Martin
 

Samstag, 22. August 2015

Wings of Strength --- erste ganz kurze Info

So, die ersten Bilder aus San Antonio zur Wings of Strength (WoS) kursieren im Web - jetzt eins davon (von links nach rechts): Gillian Kovack, Shawna Pierce, Virginia Sanchez, Christine Envall und Irene Andersen. Mal gespannt, was bei der Wings of Strength herauskommt und inwieweit sich das etablieren kann. Vor allem auch so, dass die Athletinnen etwas davon haben, eine Plattform, sicher, aber in jedem Falle bitte auch finanziellen Nutzen. Mehr, sobald ich wieder zuhause am eigenen Rechner sitze und Zeit zum Surfen habe ...





Zur WoS habe ich schon früher was geschrieben -- bitte hier klicken.

Was das Besondere ist? Ich hab's oben schon angedeutet: Die Knete, Kohle, Asche, Pinunze. Der Zaster. Soweit ich weiß, ist die von Kristal und Jake Wood organisierte WoS der am höchsten dotierte FBB-Wettkampf überhaupt. Bei der letzten Ms. O (dieses Jahr gibt es keine) ging es um 60,000 Dollar an Preisgeld. In San Antonio stehen stolze 100,000 Dollar auf dem Zettel, die sich so verteilen:

1: $50,000, zuzüglich eines neuen Autos.
2: $25,000.
3: $12,500.
4: $7,000.
5: $5,000.
 
Links Kristal Wood, rechts Jake Wood und
in der Mitte Cory Everson - ein Name, den man
einem Muskelmaedel-Fan nicht zu erklären braucht.
Als Starterinnen sind angekündigt:
- Irene Andersen (Schweden),
- Lisa Cross (GB, trainiert in den USA; Coach: Alina Popa),
- Christine Envail (Australien),
- Monique Jones (USA),
- Gillian Kovack (Canada),
- Debi Laszewski, (USA),
- Margie Martin (USA),
- Yaxeni Oriquen (Venezuela),
- Virginia Sanchez (Spanien),
- Alana Shipp (in Barbados geboren, Amerikanerin, in Israel lebend),
- Shawna Strong (USA),
- Helle Trevino (Dänemark, lebt aber in den USA),
- Isabelle Turrell (USA),
- Aleesha Young (USA).


Debi Laszewski
Monique Jones

Montag, 17. August 2015

Dies und das: Wings of Strength und something completley different


Nextes Wochenende isses soweit. Dann nämlich fährt mancher nicht ins texanische San Antonio, um sich die Basketball-Truppe der San Antonio Spurs oder die Fußballer der San Antonio anzugucken, um am Riverwalk eine Margharita zu schlürfen oder im Buckhorn Saloon & Museum à la Cowboy zu essen --- nein: es geht um die "Wings of Strength - Rise of Phoenix". Der Name ist Programm: Aufstieg des Frauenbodybuilding (hoffentlich!) so, wie es einst der legendäre Phönix aus der Asche tat. Und das ist dann ein gewollter und nicht bloß geduldeter Wettbewerb für Bodybuilderinnen. Mehr dazu gibt es hierUnd das Erfreuliche daran: Der Wettkampf ist finanziell auch anständig dotiert, so dass zumindest die vorderen Plätze auch was davon haben. Mit dabei sind auch diese beiden Ladies - die eine als Starterin: Lisa Cross. Die andere "attending", aber nicht startend, dies infolge ihrer noch nicht allzulange zurückliegenden Verletzungen und einer beruflichen Weiterbildung: Alina Popa. Hier ein aus dem Web gemopstes Bild, das die beiden beim Training zeigt.




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Kann es sein: dass die vorbildliche "Freya"-Website von Lothaire offline ist?
Wäre eine Schande!


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Und dann noch mein (hier und da satirisch-polemischer) Beitrag zum Thema Gender-Debatte (oder soll ich sagen wie Jürgen von der Lippe: "Gender-Sch**ße"?) - munter gibt man im Westen Unmengen an Geld dafür aus, damit (zum Teil) verbeamtete Personen ernsthaft darüber streiten dürfen, wie man sie anredet, ungeachtet ihrers biologischen Geschlechts. In Kalifornien soll sich eine Uni sogar dazu verstiegen haben, dass man bei der Registrierung (von Immatrikulierung will ich da nicht reden) aus sechs (!) Optionen in Sachen Geschlecht auswählen kann. Angesichts der chronisch verschärften Wasserprobleme des Landes am Pazifik sollte man meinen, dass man da andere Probleme hat. Dito in Deutschland, wo die Wissenschaft genug zu tun hätte, um Antworten auf gesellschaftlich relevante Themen wie den künftigen Umgang mit der Einwanderung, dem wissenschaftlichen Fortschritt, der Energie-Wende, dem gesellschaftlichen Wandel und so weiter zu liefern. Und vielleicht auch darauf, warum das Renommee der Wissenschaft stetig sinkt und was man dagegen tun könnte. 

Vielleicht liegt es daran, dass in Kreisen der Akademie die Elfenbeintürmerei schon von jeher ein eigenes Territorium hat. Dass manche Professoren soweit gehen, von ihren Studenten entsprechend gendergerecht Formuliertes zu verlangen, das betrachte ich nicht nur als Verbrechen an meiner Muttersprache, sondern als Angriff auf den gesunden Menschenverstand: Wenn die Form über den Inhalt siegt, haben wir Schwulst, Kitsch und Manierismus, so habe ich das einmal gelernt. Und ich kann auch nicht sehen, was daran falsch sein sollte.

Was das mit Frauenbodybuildinmg zu tun hat? Nun, ganz einfach: Diese akademische Diskussion über "ProfessorX" und geschlechtsneutrale Ampelfiguren zum einen, zum anderen die öffentliche Akzeptanz dessen, was da eine Gruppe von Frauen durchaus unübersehbar in Überschreitung traditionell männlich definierter Geschlechterrollen tut. Was ja auch was mit "Genderismus" zu tun hat und daher Wasser auf die Mühlen der hier tätigen Leutchen sein müsste. Ist es aber nicht. Damit haben wir beim Frauenbodybuilding eine allenfalls in Anführungszeichen zu sehende Akzeptanz, die immer noch nicht selbstverständlich ist, wenn man sich manches hass- und angsterfüllte Posting im Internet unter den jeweiligen Fotos der Muskelmaedels anguckt. Was für mich einfach nur belegt: Der ganze universitär-soziologische Unfug zum Thema Geschlechterforschung ist Lichtjahre von der Realität entfernt. Und er kann über zwei Dinge nicht hinwegtäuschen:

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gliedert sich die Menschheit biologisch in zwei Geschlechter.
Und diese zwei Geschlechter werden sich im übertragenen Sinne aneinander reiben und nicht ohne einander können, solange es die Menschheit gibt. Es geht dabei um Fortpflanzung und Arterhaltung. Denn sonst hören wir als Spezies auf zu leben.

Gott sei Dank ist das aber weder eine schnöde Pflicht noch ein trocken zu debattierendes Politikum.
Es ist wie beim Essen --- es gibt da auch noch den Genuss. Und der ist mitunter für das seelische Wohlbefinden und damit die Gesundheit förderlicher als jede Nahrung, die zwar gesund sein mag, mir aber nicht schmeckt ...
 

Und kombiniere ich mal alles gerade Gesagte, dann ist es bei mir so:
Ich erfreue mich aus erotischer Sicht an Frauen, deren kraftvoller Körperbau die herkömmlichen Geschlechterrollen sprengt. Frauen, die ihre körperliche Überlegenheit bewusst mit weiblicher Tändelei verbinden.
Mir gefällt es, wenn sich da unübersehbar Weibliches mit starken und dazu prachtvoll ausgebildeten Muskeln kombiniert.
Und so werde ich dann auch mal wie die Genderisten biologischen Sexus und grammatisches Genus (in einer an sich nachgerade schwachsinnigen Weise) miteinander gleichsetzen. In Wort und Bild. Das aber ganz ohne ideologischen Hintergrund, sondern nur, weil es für mich in dem Fall - ich wiederhole mich - erotisch konnotiert ist (ich kann auch Fremdwörter ... ;-))

Et voilà: 

Freitag, 19. Juni 2015

Lynn McCrossin 1958-2015


Es läuft gerade im Internet um: Die amerikanische Bodybuilderin Lynn McCrossin ist tot. Und weil ich ein Fan bin, schreibe ich einen kleinen Nachruf, versehen mit einigen Fotos jener Art, mit denen sie sich gern ihren Fans in der ganzen Welt präsentiert hat.

Geboren in Maine (das ist dort, wo Stephen King herkommt und wo die meisten seiner Bücher spielen), war es seit einigen Jahren recht still um sie geworden. Ihre Facebook-Seite beispielsweise hat seit 2012 kein Update mehr erfahren. Das genaue Datum ihres Todes ist mir noch nicht bekannt - jedenfalls hätte sie am 15. Juni Geburtstag gehabt. 



Sportlich konnte Lynn McCrossin auf eine beeindruckende Bodybuilding-Wettkampfkarriere zurückblicken:
AAU 1984 Ms.Old Orchard Beach Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.Maine 2.Platz Leichtgewicht
AAU 1985 Ms.Northern New England Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.East Coast 1. Platz Leichtgewicht
AAU 1985 Ms.North East Gesamtsieg
AAU 1985 Maine Muscle Classic Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.North America 1. Platz Leichtgewicht
NPC 1986 New England’s 2. Platz Leichtgewicht
NPC 1986 South Jersey 3. Platz Leichtgewicht
NPC 1994 Ms.Maine 2. Platz Leichtgewicht
NPC 1995 Ms.Old Orchard Beach 2nd place lightweight
NPC 1997 Ms.Maine Gesamtsieg
NPC 1997 Ms.New England Gesamtsieg
NPC 1997 Nationals 8th Place lightweight
NPC 1998 USA 11. Platz Leichtgewicht
NPC 1998 Nationals 8. Platz Leichtgewicht


Die älteren Fans kennen die Frau mit den dunklen Augen und der - trotz des schottischen Nachnamens - sehr südamerikanisch anmutenden Wallefrisur, die dann im Lauf der Jahre zusehends länger und länger wurde und daüberhinaus auch immer mehr erblondete, um dann schließlich so schwarz wie die Nacht zu werden. Das geschah in Kombination mit einem sichtlich operierten Gesicht - die warmen, dunklen Augen konnte der Operatuer immerhin nicht verändern. Nochmals der schottische Name: Der ist wohl erheiratet, da sie tatsächlich von einer französischen Mama und einem libanesischen Papa abstammte. 



Beruflich hatte sie voll auf das Ausleben eines Helfersyndroms gesetzt. Etwas, vor dem ich immer den Hut vom mehr oder minder lichten Skalp ziehe: Sie arbeitete lange in der Beratung von Drogenabhängigen, war in der Therapie ebenso tätig wie als Betreuerin von Rückfall-Patienten. Auch widmete sie sich als Betreuerin Kindern mit emotionalen Entwicklungsstörungen. Darüberhinaus war sie eine erfahrene Personaltrainerin, die vielen anderen Leuten durch ihr Beispiel eine neue Ausrichtung des eigenen Lebens ermöglichte. Sie beschrieb sich selber als jemand, der viel gibt und der sich voll auf etwas konzentriert.

Schon von Kindesbeinen ein Outdoor-Fan, war sie zeitlebens immer rebellisch - und genau das sollte sie schließlich auch zum Bodybuilding führen.  Und befragt, wie die Leute auf sie reagieren, antwortete sie lächelnd: "Alle dreh'n sich rum!" 


Kein Wunder bei Oberschenkeln von 61 cm Umfang und Bizeps-Muskeln von 38 cm Umfang - was man erst so richtig in seiner Imposanz würdigt, wenn man das in Relation zu einer Körpergröße von gerade mal 1,55 Metern setzt. Und kein Wunder angesichts dessen, mit welcher aufreizenden Souveränität sie diese Muckis und ihre Kurven vorführte. Ich erinnere mich noch an ein - leider nicht mehr auffindbares - Video, auf dem sie mit einem Strohhut und in einem superengen Minikleid in einem speziell für sie angemischten Grünton eine Treppe herunterkommt - ich reagierte bei dem Anblick wie ein Fünfzehnjähriger ... 


Ja, sie war eine der ersten, die ihre erotischen Seiten im Web voll auslebte (vielleicht auch als Reaktion auf eine sehr strikte katholische Erziehung). "The Pec Panther" nannte sie sich da, abgeleitet davon, dass sie gern ihre beeindruckenden Brustmuskeln samt der darüber angebrachten Oberweite hüpfen ließ. Lynn McCrossin liebte es offensichtlich, auf den Fotos ihres Haus- und Hoffotografen Richard Creaturo und bei filmischen Anlässen so sexy wie möglich zu erscheinen. Oder in diversen Fetisch-Streifen, sei es in offen vorgeführter Zweisamkeit mit Männern, sei es mit Frauen.

Wobei sie aber aller demonstrativen, oft mehr als nur lasziven, mitunter durchaus leicht ordinären Offenherzigkeit zum Trotz auch klarmachte, dass sie  privat nicht dem Bild entspräche, das sich mancher gern von ihr mache: "Die meisten Leute glauben, ich schwinge mich von der Decke runter, eine Kerze in der Hand, und tröpfele Wachs auf meine Liebhaber. Ich hab's nie im Auto oder im Fahrstuhl getan. War nie ein Quickie-Mädchen. Quickies sind etwas für Typen, die dann bei ihren Kumpels damit angeben wollen. Ein echter Mann nimmt sich Zeit!"


Passend zu diesem durchaus romantischen Anspruch richtete sie ihre Wohnung in noblen Scottsdale (Arizona) stilbewusst mit Marmorböden, plüschigen Sitzmöbeln und viel exotischer Kunst aus aller Herren Länder ein. Sie liebte schöne Dinge, mochte gute Düfte, kochte gern,  hatte aber auch nichts gegen ein eiskaltes Bier an einem heißen Tag: "Ja, ich trinke dann aus der Flasche!"     

Jenseits all dessen beschreiben ihre Bekannten und Freunde sie als stürmisch-warmherzige Persönlichkeit, um die es in den vergangenen Jahren recht still geworden war. Man kann nun spekulieren, was der Grund war - Rückzug ins Private, erste Stufen einer Krankheit, der sie dann schließlich erlegen ist. Derzeit weiß ich es nicht (Nachtrag 20.6.15: Dem Vernehmen nach ist sie einem Krebsleiden erlegen). Es ist einfach schade, dass jemand so früh gehen muss, auch wenn niemand das ändern kann. Und da es nun mal nicht anders sein kann, erinnere ich mich einfach an ein besonderes Muskelmaedel, eins, das immer extrem sexy auf Bildern und in Filmen rüberkam und das - obwohl mir persönlich unbekannt - immer irgendwie richtig warmherzig vorkam. Und ein bisschen verloren dazu ...



Montag, 15. Juni 2015

Was gefällt einer Bodybuilderin daran, eine Bodybuilderin zu sein, was treibt sie an?


Horror vacui oder die Angst vor dem weißen Blatt Papier - oder weniger vornehm: "Verflixt, mir fällt nichts ein!" Manchmal hilft es aber schon, das mal einfach hinzuschreiben und festzustellen, ob nicht wenigstens doch noch etwas den - um mit Agatha Christie's HerculePoirot zu reden - kleinen grauen Zellen zu entlocken ist. Und siehe da, mit der Hilfe von etwas Surfen im Web fand sich zumindest eine Frage:

Warum ist eine Bodybuilderin eine Bodybuilderin? Was gefällt ihr daran so besonders? Was treibt sie an?


Eine gewisse Berechtigung hat die Frage ja schon. Man überlege einmal: Mehrfach in der Woche unterzieht man sich kräftezehrendem, schweißtreibendem und anstrengendem Training, mitunter auch verbunden mit Verletzungen von leicht bis schwer. Bodybuilderinnen tun dies nun nicht nur in dem Alter, in dem man Sportlichkeit schon fast erwartet, also in der Jugend. Nein, viele von ihnen sind über diese Zeit hinaus - und damit in einem Alter, in dem die gleichaltrigen Freunde und Bekannten ihren Freizeit-Schwerpunkt doch eher aufs Bequeme, Entspannende, Gemütliche setzen. Jetzt im Fast-Sommer etwa besteht die bevorzugte Outdoor-Aktivität der meisten Leute ja nicht aus Joggen, Radfahren oder Ähnlichem, sondern aus Grillen. 


Ernährung ist nun das zweite Kapitel. Aus meinen Kontakten zu Leistungssportlern weiß ich aber, dass es da nirgends so asketisch zugeht, wie bei Bodybuildern in der Wettkampfvorbereitung und nirgends so diszipliniert-verfressen wie in der Masseaufbau-Zeit. Auch das etwas, das fürs Sozialleben nicht gerade zuträglich ist.

Dann ist da immer noch das Grundproblem von Bodybuilderinnen. Nämlich das der gesellschaftlichen Akzeptanz. Sicher, vieles ist besser geworden. Aber noch weit mehr als männliche Leistungs-BB haben es Athletinnen mit einem aus Normalo-Sicht extrem ausgebildeten Body immer noch schwer, zumal ja auch auch noch derzeit die Verbände wieder einmal versuchen, die ganz muskulöse Athletinnen-Art auszurotten (ich schreibe das jetzt malso unverblümt hin). Und für viele Männer ist - zumindest dem üblicherweise Gesagten zufolge - eine Leistungs-Bodybuilderin mit super Muskeln alles andere als sexuell anziehend.

Also, warum?

Eine Frage, die ich immer wieder den diversen Muskelmaedels gestellt habe. Und die Antworten darauf, die kamen überraschenderweise kaum spontan, sondern wirkten verdruckst. Das Wort "überraschenderweise" verwende ich deshalb, weil man doch bei derart intensiv ausgeübtem Sport und derart diszipliniertem Lebenswandel eine entsprechende Selbstsicherheit bezüglich des eigenen Tuns erwarten dürfte. Aber nicht jede Befragte wirkte da so souverän.

 

Was sie alle offen und klar beschrieben, war, wie sie zum BB und damit dem Muskelaufbau gekommen sind und was sie daran begeistert hat.Üblicherweise waren das Bilder in Zeitschriften, vielleicht auch mal ein Film, in dem Bodybuilderinnen zu sehen waren, häufig genannt sind da Rachel McLish, Cory Everson und Lenda Murray. Gefolgt von dem Gedanken: "Das will ich auch!" Und dann ging es eben in ein Fitnessstudio, um dann dieser Sache treu zu bleiben. Eine Variation davon sieht so aus, dass die jeweilige Lady ins Gym ging, um etwas für ihren Körper zu tun. Hier nach längerer Zeit der Inaktivität. Da, um sich durch gezieltes Muskeltraining in einer anderen Sportart zu verbessern. Und manchmal auch nach einem Unfall zwecks Reha. Allen gemeinsam ist dann, dass gleichsam der Appetit mit dem Essen kam.

Aber das beantwortet noch immer nicht die Frage, was nun genau an dem Allen GEFÄLLT und zum Weitermachen animiert? Nur der sportliche Ehrgeiz?

Ich habe mir da mehrere Thesen zusammengelegt. Und einige der da beschriebenen Gründe haben meiner Ansicht nach ihren Sitz im Unterbewusstsein. Und alle sind menschlich.

        1) Bodybuilding hat einen gewissen Suchtfaktor. Wer nicht drin war, kennt das nicht. Man macht auch wegen genau diesem Gefühl weiter. In  meiner aktiven Zeit hatte ich immer den Eindruck, das Rollen des Blutes zu spüren.

        2) Das Selbstbild hat eine Macke. Vielleicht war man vorher zu dick, zu dünn, zu schwach, hatte vielleicht auch Ess-Störungen oder gar Magersucht. Und jetzt hilft das BB vor allem den Frauen, diese unerwünschten Dinge zu kontrollieren - so lange man weitermacht. Damit wäre die Angst auch ein Triebfaktor. So, wie bei allen, die gegen die Zeit, das Alter und den Verfall ankämpfen.

        3) Narzissmus: Auch Frauen dürften empfänglich für das Gefühl der sich steigernden Kraft und der wachsenden Muskeln sein und es schlichtweg mit einer gewissen Selbstverliebtheit genießen. Also durchaus aus einem sexuellen Antrieb heraus. Lisa Lyon (liebe Kinder: das war eine FBB von gaaaaaanz früher) sagte einmal, dass sich das Gefühl des frisch trainierten Körpers anfühle "wie eine Erektion des ganzen Körpers". In dieselbe Richtung marschiert die Britin Lisa Cross: "Ich bin immer dann am meisten erregt, wenn meine Muskeln am größten sind. Denn nichts macht mich so sehr an wie zu sehen, dass sich meine Muskeln unter schwerer Ladung wölben. Was sie sich so aufpumpen lässt, bis sie aussehen, als würden sie in jedem Moment explodieren."

        4) Der Reiz, stärker und muskulöser zu sein als mancher Mann. Ich könnte mir vorstellen, dass die ein oder andere das mit einer gewissen Wollust genießt. Und dann ist da auch dieser Aspekt: Dass manches Muskelmaedel mal früher Missbrauch erlebt hat und sich deshalb stählt, um die damit verbundene Seelenqual zu lindern - "ich bin jetzt stark, das passiert mir nicht mehr!"


         5) Aus dem vorherigen Punkt abgeleitet, aber nicht damit identisch. Es geht bei Punkt 5 um einen feministischen Ansatz - "Wer sagt, dass eine Frau das nicht kann? Ich werde es beweisen!"
 
        6) Der Wunsch, gegen gegen gesellschaftliche Konventionen zu verstoßen und anders als die meisten Leute sein zu wollen. Ja, warum denn nicht? Dieses Recht haben doch nicht nur Künstler und gesellschaftliche Außenseiter wie etwa ehedem die Punks, das gibt es doch auch im Sport! Namentlich einem, der auf eine unübersehbare Änderung der Physis ausgelegt ist.
 
        7) Der Wunsch nach Anerkennung. Das mag nun dem oben Geschilderten bezüglich gesellschaftlicher Akzeptanz widersprechen, tut es aber nicht. Natürlich erhalten ja auch die Muskelmaedels ihre Anerkunng. Sportlich zum einen, zum anderen von den Fans. Und das schilderte Brigita Brezovac - aus der Erinnerung heraus wiedergegeben - einmal so: "Was mir selber am besten daran gefällt, eine Spitzen-Bodybuilderin zu sein? Nun, ich sag's ganz offen. Am meisten Spaß macht mir die Aufmerksamkeit, die ich bekomme."

        8) Die Muskelmaedels tun exakt das, was ihnen gefällt. Sie haben vielleicht verschiedene Sachen ausprobiert und nun mit dieser Art der Betätigung das gefunden, was ihrem Naturell, ihren Wünschen und ihrer Vorstellung entspricht. Und das, ohne dass einer der sechs vorher genannten Punkte da mit hineinspielt. Wobei ich mir das freilich nicht vorstellen kann - zumindest ein bisschen von dem ein oder anderen dürfte schon eine Rolle spielen.

Ist es das? Erklärt es das? Natürlich sind diese Annahmen eben das - Annahmen, Thesen, Theorien. Mancher mag sie als blanken Nonsens empfinden, mancher für zutreffend halten, wenigstens und/oder vielleicht punktuell. Wie auch immer, ich würde mich über Zuschriften und Kommentare hier an muskelmaedels.blogspot freuen, die das Wissen zu dem Punkt mehren!

 

           

Dienstag, 9. Juni 2015

Muscle Dominas und so was


Beim Schreiben dieser Zeilen ist gerade draußen ist später Frühling mit sommerlichen Temperaturen. Da lässt es mit der Mail-Schreiberei an diesen Blog erfahrungsgemäß etwas nach - doch hier ist wieder  eine elektronische Zuschrift, die ich der geneigten Leserschaft von muskelmaedels.blogspot.de auf keinen Fall vorenthalten will. Ehe ich lange drumherum rede, erteile ich dem - ähm, ja, also - dem Verfasser das Wort:

"Sag mal  mattmuskel oder wie du heißt wo sind in dem blog von dir über die muskelmädels die dominas mit muskeln? kennst du keine oder willst du nicht?"

Unterzeichnet war dieses stilistisch-orthographische Meisterwerk mit gar nichts. Zuerst dachte ich, das sei ein klarer Fall für die virtuelle Rundablage. Doch dann dachte ich, ich könnte ja mal nachfragen. Freilich funktioniert die E-Mail-Adresse wohl auch nicht, da meine Antwort mit der höflichen Bitte um einen eklatant präziseren Vortrag des Anliegens mailwendend als "nicht zustellbar" zurückkam. 




Mal abgesehen davon, dass ich mich in den Weiten des Webs derzeit noch nennen darf, wie ich will, weiß ich nun nach Lektüre oben zitierter Mail nur, dass es dem Anonymus um Dominas mit Muskeln geht und er die in meinem Blog vermisst. Was ich nicht weiß, ist, was er von mir will: Will er Auskünfte über mein Intimleben? Oder soll ich ihm solche Damen vermitteln, oder wie? Es tut mir leid, das findet nicht statt - wenn er so was will, soll er bitte zu einer auf das "Topf-Sucht-Deckel"-Problem spezialisierten Internet-Agentur surfen und meinetwegen parshipen. 


Was ich hingegen an dieser Stelle einmal machen kann: Einmal etwas buddeln und dann etwas darüber schreiben, denn das Thema hat schon was. Allein schon deshalb, weil wir uns dabei mitten im Bereich der gegenwärtigen Sexualisierung von Athletinnen, namentlich aus dem FBB-Sektor, befinden, ob nun von außen herangetragen oder selbst gemacht - die ewige Frage nach Huhn oder Ei ...






Domina (lat.: Herrin) - seit den Zeiten von Domenica seligen Angedenkens, seit erfolgreichen Popsongs wie "Master and Servant" von Depeche Mode und dem Wechselspiel ebendieser Sex-Welt mit der Haute Couture weiß wohl jeder, um was es hier geht. Nämlich um das mehr oder minder starke Ausleben von Sadomasochismus und damit auch eine Art von Rollenspiel. Der Mann (ich bleibe mal bei der Hetero-Variante) muss sich der Frau unterordnen, die ihn sexuell lockt, aber nicht lässt, was er gern möchte - oder doch nicht?

Je nach Ausprägung geht das dann soweit, dass der Mann auch diverse zum Teil starke Quälereien und Erniedrigungen über sich ergehen lassen muss. Zum Beispiel Hiebe auf den blanken Allerwertesten, diverse luststeigernde Foltereien, auf allen Knien nackt vor der Domina, die ihr Opfer mitunter auch an der Hundeleine führt. Das sind dann so die wohl noch die klischeemäßig bekannteren Erniedrigungen (wobei die darüber hinaus noch machbaren, extremen Ausprägungen sicher nichts für mich sind)


Apropos Klischees: Gern präsentiert sich die Domina in Schwarz, ob nun Leder, Latex, Spandex, mal hauteng, mal lose fallend, auf jeden Fall immer düster und irgendwie bedrohlich. Oben herum gern mit Nieten und Schnallen, was ebenso dazu passt wie Masken und die wohl ursprünglich aus der Welt der Polizei stammenden Schirmmützen. Lange, enge Handschuhe, dunkle Brillen, Umhänge und Utensilien wie furchteinflößende Peitschen seien auch nicht vergessen. Hinzu kommen hochhackige Schuhe/Stiefel, weil das die Lady natürlich größer und damit imposanter wirken lässt und zudem ihre Beine durch die damit verbundene Muskelanspannung besser konturiert. Schon lange gibt es in dieser Welt auch "Krankenschwestern", "Polizistinnen" und ähnliches mehr.

Fürs Ganze seien als Stichworte "Sklave" und "Herrin"  genannt, szeneintern wohl auch bekannt als "Bottoms" und "Tops". "Kinkster" heißt dann jeder, dessen sexuelles Interesse über die hier üblichen Spielarten hinaus gehen. Apropos Begriffe: Diese Welt hat längst eine eigene, für Außenstehende wie mich zum Teil unverständliche, ja regelrecht verwissenschaftlichte  Terminologie. Aber das grassiert ja seit gut Jahren auch anderswo, es muss dauernd ein neuer Begriff her für etwas, das eigentlich mit dem alten hinlänglich bezeichnet war. "BDSM" heißt man daher heute das, was früher Sadomasochismus (SM) hieß; die vier Buchstaben stehen dann für das Englischsprachige "Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism". 


Nun gut: Alter Wein in neuen Schläuchen. Jeder, wie er's nennen mag. Und wie mag ich es? Ich sehe es so: Optisch machen mich klassische, vor allem eng-knappe Domina-Dresses ebenso sehr an wie das für diese Sparte charakteristische, stolz-souveräne, herrisch-forsche Auftreten - manches vom ansonsten Dargebotenen hingegen ist schlicht nichts für mich.


Nun, um zum Punkt zukommen - naheliegenderweise ist mir wie manchem anderen das wohl auch nicht erst gestern aufgefallen: Die bei vielen Sessions mit Muskelmaedels üblichen Rollenspiele, das Niederringen und die Kraftdemonstrationen (Armdrücken, Lift & Carry usw.) sind de facto ja nichts anderes als eine Abwandlung dessen, was eine "normale" (sprich: nicht muskulöse) Domina auch tut. Ja, selbst eine an sich harmlose Muscle Worship Session mit Bestaunen, Befühlen und vielleicht noch Einölen der so bewunderten weiblichen Muskulatur dürfte noch eine BDSM-Spielart sein. Immerhin geht es ja bei all diesen Treffen von Schmoes (guckst du hier) und Muskelmaedels um Über- und Unterlegenheitsgefühle, um Ausgeliefert-Sein, um das Umkehren der gesellschaftlich sonst üblichen Rollenbilder, um sexuelle Lust, auch um Lustschmerz, um spielerische Unterlegenheitserlebnisse.
 

Die Lust des Schmoes speist sich bei einem einschlägigen Treffen mit einem Muskelmaedel aber nicht nur aus der Erniedrigung, sondern auch aus dem, was die Wissenschaft "Sthenolagnia" und "Cratolagnia" nennt. Also aus der Bewunderung ihrer außerordentlich ausgebildeten Muskulatur in Kombination mit deren physischer Stärke beziehungsweise ihrer außerordentlichen Körperkraft im Vergleich zu der eigenen, geringeren. Wo da der Unterschied liegt, mag jeder selber entscheiden - hier bei dem Bild kann man beides visuell ausleben:



Daher finden sich natürlich längst großflächig Überschneidungen zwischen Muskelmaedels und Dominas. Anders fomuliert: Manche Bodybuilderin und Kraftathletin betätigt sich genau als solche "Dominatrix" oder kurz "domme", ob nun freizeitmäßig zur eigenen Lust und/oder aus Gewinnstreben heraus, um es einmal so zu umschreiben. Entsprechend sind dann auch die Anreden, (Selbst-)Bezeichnungen und Künstlernamen, die ganz oder teilweise der Domina-Welt entnommen sind. Also Begriffe, in denen "Herrin" bzw. "Mistress", "Goddess" bzw. "Göttin" oder "Hoheit" bzw. "Highness" vorkommen.
 

Und selbst wenn nicht: Die auf den eigenen Websites mit Fotos und Video-Streams geübte Selbstdarstellung vieler Muskelmaedels geht sehr, sehr oft exakt in diese Richtung, bei der die Demonstration der körperlichen Überlegenheit sich gleichsam paart mit stark erotisierendem Äußeren/Auftreten. Auch die Heerscharen der in diesem Feld tätigen Fotografen ziehen immer wieder diese Karte.


 
Alles vom Prinzip her nichts Neues. Denn schon seit Jahren hat sich das Thema der dominanten und dabei höchst erotischen Muskelfrau etabliert. Nicht nur bei Fans und den als "Sessions" bekannten Treffen. Sondern auch im künstlerischen Underground-Bereich. In der Gesamtheit umfasst das somit Dinge, die explosionsartig durch das Internet zugenommen haben. 

Vor Jahrzehnten schon gab es hin und weder entsprechende Comics, an denen sich sogar heute gefeierte Größen wie Eric Stanton und Robert Crumb beteiligten. Dann waren da die auf solche Sachen ausgelegten Spezialverlage und -vertriebe, von denen "LH Art" von Larry Heller wohl der bekannteste ist. Lange war "Diana the Valkyrie" ein Tummelplatz der Fans, heute treffen sich Zeichner und Fans vor allem bei "Deviant Art". Verwiesen sei auch auf "Amy's Conquest", eine Website, über welche das alte Thema vom sexy Schulmädchen eine neue Domina-artige Variante erfahren hat. Nämlich das vom sexy, aber auch superstarken Schulmädchen, das seine starken Muskeln zum wollüstig dargebotenen Erniedrigen von Lehrern und Schulrüpeln nutzt - beziehungsweise das Thema der erwachsenen Frau, die hier die Unschuldige mimt und dabei mal eben ihre starken Arme und Schenkel vorführt. 



Muskel-Dominas sind auch bei Underground-Movies feste etabliert. Filme des Mottos "Bodybuilderin zeigt untrainiertem Mann ihre Muckis und ihre Kraft" und damit im weitesten Sinne zum Domina-Thema Gehörendes gibt es bestimmt fast solange, wie es das moderne FBB gibt. Also seit gut 40 Jahren --- Kay Baxter etwa war hier eine der Vorreiterinnen, der solche Filmchen dem Vernehmen nach viel Spaß bereiteten. 




Auch die legendäre Diana Dennis hat sich mit entsprechend herrischer Pose im Lackleder-Dress ablichten lassen, Hochhackiges und Peitsche inklusive. Alles das schießt ebenfalls ins Kraut seit Beginn des Internet-Booms vor gut 20 Jahren und der heutigen Allgegenwärtigkeit von Smartphones mit hochauflösender Kameratechnik sowie immer weiter verbesserter digitaler Film- und Fotoausrüstung: Jeder sein eigener Star, auch Muskelmaedels. Das ist ja hinlänglich bekannt und sei mit einem Verweis auf die üblichen Filmportale und Börsen abgetan


Denn natürlich ist der Underground-Bereich dem Sektor von Filmen mit dominanten muskulösen Ladies in comicartigen Handlungen treu geblieben. Da sei stellvertretend auf die Firma "Awefilms" verwiesen, die auch schon muskulöse Vampirinnen und gigantische Retorten-Muskelmaedels auf die Menschheit losgelassen hat. Und man staune über Filmreihen wie "FemDom", deren Plot zumeist immer so aussieht: Hilfloser Mann gerät an starke, muskulöse Frau, die ihn quält.  Weil sie es kann, weil ihr danach ist, weil es ihr Lust bereitet. 



Und das bis zum bitteren Ende --- Schläge hören sich an wie einst in den Karate- und Italo-Filmen der 1970er Jahre (oft genug knallte dabei die Faust des Geräuschemachers einfach in die Handinnenfläche, gegen ein fettes Steak oder gegen eine Melone, um dann elektronisch verstärkt, variiert und/oder verzerrt zu werden). Dinge wie Rippenbrechen und Schlimmeres (früher mit durchgebrochenen Karotten und Selleriestagen erzeugt) werden unterlegt mit einem ominös krachenden Geräusch, wie es sich wohl im Maul eines Tyrannosaurus Rex bei der Abendmahlzeit anhören dürfte. Ein Sound, der schon so ähnlich in diversen Underground-Comicverfilmungen wie "Ms. Loo" mit der umwerfenden Leilani Dalumpines zum Einsatz kam. 
 


Ich gebe ja gern zu, dass mir die starken Ladies gefallen, auch delektiere ich mich bis zu einem gewissen Grad auch daran, wenn supermuskulöse Maedels in erregender Minimalbekleidung Männer vertrimmen und dazu auch noch verbal fertigmachen (allein schon der Gedanke - hui!). Vor allem geht mir das dann so, wenn ein gewissen Maß an schwarzem Humor bei alledem mitschwingt. Aber die allzu grafische, mitunter arg humorlos-blutrünstige Gewaltdarstellung sowie natürlich die allerletzte, letale Konsequenz in Kombination mit etwas Sexuellem, die gehen mir klar zu weit. Ich betone "mir" - auch hier wieder: Muss jeder selber wissen. 

   

Wer mehr als nur Filmisch/Bildliches erleben will und nun einmal entsprechend stöbert, der findet auch Einschlägiges im Web, sei es nun auf den entsprechenden Kontaktbörsen, auf sozialen Netzwerken wie dem Fressenbuch und natürlich dort, wo die Fans der Muskelmaedels Kontakt aufnehmen - also vor allem und immer noch hier


Und wer in den einschlägigen Hardcore-Segmenten des Web sucht, der entdeckt auch manche äußerst muskulöse Domina bei eindeutig-zweideutigem Tun - zum Teil richtig heftig. Da braucht man sich über die ganzen Alias-Namen nicht zu wundern: Viele dieser Muskelmaedels sind aktive Athletinnen der Spitzenklasse und haben sich daher für ihre mehr oder minder Domina-lastigen Tätigkeiten praktischerweise einen Künstlernamen zugelegt.  
 

Angesichts all dessen scheint mir die These nicht allzu verwegen, dass das Thema "Domina" wohl viele Bodybuilderinnen zu reizen scheint: Sie können ihre Muckis vorführen und spielerisch die ihnen ausgelieferten, vor Lust vergehenden Bürschchen nach Strich und Faden beherrschen. Das, ein ganz spezielles Selbstverständnis und auch durchaus einige historische Kenntnisse zeigen sich etwa in dieser Selbstbeschreibung von "Anna M. Strong", mit der sie sich an "ihre Sklaven" richtet:


"...in prähistorischen Zeiten, wäre ich die wilde Frau gewesen, die mit den Männern um die Beute wetteifert, euch dabei nachts vor wilden Tieren schützend...
...zu Zeiten des Römischen Imperiums wäre ich eine Gladiatorin in der Arena gewesen, meine bloßen Füße auf den Nacken von zahllosen besiegten Kriegern ... und eure Schreie der Erregung hätten selbst den Himmel erzittern lassen ...
...im Mittelalter wäre ich der weibliche Paladin gewesen, der euch gegen Marodeure und Banditen verteidigt hätte, und ihr hättet sicher und und ruhig im Schatten meines Schwertes schlafen können...
...im 19. Jahrhundert wäre ich eine Strongwoman gewesen, die mit unglaublichen Akten ihre Stärke im Zirkus vorgeführt hätte. Ich würde euch mit meiner Kraft beeindruckt und eure Seelen mit Träumen gefüllt haben...
...und heute? Heute bin ich die moderne Verkörperung der Walküre aus diesen Träumen, die euch ohne Gnade mit meinen Eisernen Muskeln unterwirft und besiegt ... Heimlich, ohne Wissen eurer Frauen und Freundinnen wünscht ihr, mir zu dienen und unter meinen Füßen zu enden ...
Und in der Zukunft, in jeder möglichen Zukunft ... ich bin und bleibe die Ewige Amazone, die Unbesiegbare Frau; und ihr alle werdet für immer meine Sklaven bleiben, meine devoten und furchtsamen Diener."





Oder "Dominique Danger". Sie beschreibt sich bei wb270.com selber als "Alpha-Frau-Powerhouse und Mächtige Muse von Zorn und Verführung. Ich bin eine der größten, stärksten, schnellsten und erfahrensten Frauen meiner Zunft mit einer Liste von Referenzen und Zeugnissen, die für sich selber sprechen. Sehr erfahrene Spielerin, sehr versiert in den SM-Künsten für alle Kinkster, Adreanlin-Junkies und Fans von weiblichem Kampf. Ich bin sicher, jedem Klienten, ungeachtet von Alter, Gewicht, Größe oder Fertigkeitsgrad ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis zu bieten. Ich bin üblicherweise darauf aus, alles zu probieren, was Effizienz genug bietet, um meinen Gegner mit minimalem Aufwand zu überwältigen und zu dominieren. Ich bin anmutig, weiblich, freundlich, quirlig, lustig und habe immens viel Gefallen und Solz an und bei dem, was ich tue.
           Ich habe mit einer höchst gemischten Kundschaft zu tun, das reicht vom Muscle Worshiper zum hartgesottenen Masochisten. Ich habe viele Fertigkeiten und Talente und ich kann sie alle in einer einzigen Session mit einbeziehen, um so ein einmaliges Erlebnis zu ermöglichen, bei dem sich Fantasie and Wirklichkeit sich miteinander verweben. Ich bin eine überlegene Frau, die hart trainiert und noch härter spielt. Achtet daher darauf, immer euer Bestes zu geben, weil ich das immer überbieten werde." 




Auf der Suche nach einer Art von besonderem Mann ist wohl "Mistress Treasure", wenn sie unter der Überschrift "Slave Survival Guide" den idealen Sklaven beschreibt. Einerseits mit dem Wunsch zur Aufgabe, andererseits keine "Türmatte", sondern jemand mit "Gehirn und der Fähigkeit zu denken" - Muskeln hin, Sklaven her, diese BDSM-Geschichte ist schon eine eigene Welt.  

Sie selber beschreibt sich so: "Keine Femdom ist gleich. Sicherlich werden wir alle Korsetts, spitze Absätze, Strümpfe und ein Sortiment von Spielzeugen lieben, die euch entweder um Gnade winseln oder vor Entzücken erschauern lassen. Aber ihr seht nicht viele dominante Frauen von meiner Statur mit einem disziplinierten Körper, der ebenso diszipliniert sein kann, wenn beim Training seiner Kuscheltiere, Sklaven und Spielzeuge. Meine starken Biceps' und Beine können euch bewusstlos schlagen oder würgen, aber meine weiblichen Kurven wecken eure Begierde und lassen euch mehr wünschen." 



Und was ist nun von alledem zu halten? Muskelmaedels als Dominas - oh Gott, oh Gott, Sodom und Gomorrha, höchst verwerflich, da dem ach so sauberen Geiste des Sportes zuwiderlaufend? Wieso das denn? Was die Athletinnen auf der Wettkampfbühne abliefern, hat wie bei jedem anderen auch bitte getrennt von dem gesehen zu werden, was die Maedels dann hinter verschlossener Türe mit einem entsprechend geneigten Teil ihrer Anhängerschaft auf gegenseitig freiwilliger und meinetwegen auch pekuniärer Basis tun. Das eine ist Sport, das andere hat damit schlicht nichts zu schaffen. 


Mag sein, dass dann mancher sagt, das gehe aber nicht mit der Vorbildfunktion des Sports für die liebe Jugend überein. Aha. Und diese Vorbildfunktion, die ist in exakt welchen Sportarten besser? Etwa bei Radfahrerhelden wie Lance Armstrong und Jan Ullrich mit ihren Lügereien und Erpressereien beziehungsweise mit Alkoholexzessen? Letztere gibts ja im Fußball immer wieder. Ja sicher, im moralisch so sauberen Fußball mit seinen korrupten Wettkampfvergaben, der Ignoranz von sklavenähnlicher Arbeit, den krummen Wettgeschäften und den armen Teufeln von Schiedsrichtern, die auf Amateurebene immer öfter Prügeln von irregeleiteten Fans ausgesetzt sind. Und wer bestimmt über das moralisch-einwandfreie Bild nach außen - die Funktionäre? Was deren Hauptinteresse ist, das führen die FIFA-Herren ja aktuellerweise aufs Allerfeinste vor. 

Nein: Im Sport lässt sich das sportliche, regelkonforme Ergebnis bewerten und damit aus die Maus. Jegliche privaten Dinge, die damit nichts zu tun haben, haben dann auch hinsichtlich der sportlichen Bewertung nicht im Blick der Funktionäre und Kampfrichter zu sein.


Und sonst? Domination als Dauerlebensstil - für mich nein. Immer als Sklave denken, nee, beim besten Willen nicht! Aber mal gelegentlich an oder in dieser dunklen Welt schnuppern, sozusagen? Aber ja! Man bedenke: Muskelmaedels in dunklen Klamotten, hohen Stiefeln mit supersteilen Absätzen - ja, das gefällt mir, geht voll an die niedrigsten meiner niederen Instinkte. 

Und so richtig passiert das, wenn dazu noch das entsprechende Gehabe kommt: Mit herrisch-strengem Blick breitbeinig und so selbstsicher wie eine antike Kriegerin dastehen und mir befehlen, das zu tun, wonach ihr gerade ist, ja, mich einfach zu packen, mir zu zeigen, dass ich ihr nichts entgegensetzen kann, während sie mich bis zum äußersten stimuliert, um mir dann zu befehlen, den Schweiß von ihren schwellenden Muckis zu lecken, ehe sie sich dann auf mich draufschwingt und ihre Leibesmitte absenkt, Richtung Gesicht, langsam, ganz langsam...

Ach ja.

Die für dieses Posting benutzten Bilder habe ich gemäß dem Anlass in Sachen Beleuchtung und Farben etwas gepimpt. Wie der geneigte Leser gesehen hat, zeigen sie samt und sonders Muskelmaedels im Outfit einer Domina. Darunter wohl auch solche Ladies, die diese BDSM-Tätigkeit betreiben und dafür auch für die Allgemeinheit offen nachvollziehbar werben.



Dienstag, 2. Juni 2015

"Hilfe, ich bin entdeckt" - die Angst der Muskelmadel-Fans: ein paar Gedanken ...


Muskelmaedels mit superharten, venen-
überzogenen und mächtig ausgebildeten
Armen -- doch, doch, da steht mancher
drauf. Zum Beispiel ich. Hier Lisa Cross,
die in den USA grad einen großen
Wettkampf gewonnen hat: congrats!!!

Schmoes - so bezeichnete vor Jahrzehnten die ehedem legendäre Bodybuilderin Pillow Muskelmaedelliebhaber wie mich. Schmoe ist jiddisch und heißt soviel wie Depp. Gemeint war in dem Zusammenhang das aus Sicht der starken Ladies mitunter nervige, ja sicher mitunter auch schmierig wirkende Gehabe, das durchaus unerwünscht voyeuristische Züge trug (und trägt). Warum? Nun, diese Vorliebe war seinerzeit alles andere als socially acceptable. Also blieb nur das heimliche Ausleben, das aus mehr oder minder großer Distanz ausgeübte Anhimmeln, Bilderknipsen und Filmchendrehen. Denn: Man stelle sich vor -- Männer, die auf Frauen mit Muskeln stehen ...

Heute ist alles besser: Im Internet gibts muskulöse Weiblichkeit an allen Ecken und Enden, längst entwickeln sich Dinge wie Crossfit zu allgemeinen Trends, weibliche Promis protzen mit Sixpacks (um mal nur ein paar Dinge zu nennen). Und angesichts von alledem mehren sich auch die Stimmen derer, die da sagen, das mit der Vorliebe für muskulöse Frauen sei längst kein Aufreger mehr.

Hm. Fragt sich nur, warum ich dann immer wieder Zuschriften von Leuten erhalte, die das genau anders herum erleben. So auch dieses Schreiben, das den Anlass dieses Postings bei muskelmaedels.blogspot.de bildet und dessen Inhalt im nächsten Abschnitt wiedergegeben sei:

Im Fall des betroffenen Briefschreibers kam
bei seinen Freunden via Facebook heraus, dass er Bodybuilderinnen mag und ergänzend auch noch solche, die super definiert sind, so dass man alle Venen unter der Haut und auf den Muckis gut erkennen kann. Und eben dieser Leser weiß nun nicht, wie er die für ihn peinliche Situation handhaben soll. Fühlt er sich doch irgendwie "entdeckt", "entlarvt" und wohl auch ausgegrenzt. Zudem mögen seine Freunde und Bekannte keine Muskelmaedels, ja sie finden sie sogar abstoßend. Wie sich also in so einer Situation verhalten?
 

"Unmännlich", wer auf so was
"Unweibliches" steht? Okay ...
bin ich eben unmännlich!

Nochmals "hm". Ich bin nun kein Psychologe, kein Anwalt, kein Mediator und auch kein Pfarrer. Was ich aber bin: Jemand, der sich als vom selben Spleen Befallener, ja mitunter Getriebener oider Geplagter diese Situation gut ausmalen kann und solch eine Szene in der Form auch nicht erleben will. Aber als älterer Mensch habe ich auch eine gewisse Leck-Mich-Einstellung entwickelt, um es mal populär-vulgär auszudrücken. Will heißen: Wer alles andere an mir bislang akzeptiert hat und mich nun nur deswegen nicht mögen sollte, der soll mir mal den Buckel runterrutschen!

An dieser Stelle folgt das, was ich als Antwort gegeben habe, auf dass hier bei Muskelmaedels vielleicht eine Diskussion in Gang kommt und es manchen anderen Betroffenen hilft oder auch eine praktische Anregung fürs entsprechende eigene Handeln gibt:


"Sich zu fühlen als sei man "entlarvt" etc.: Das kann ich sehr gut nachfühlen, das geht mir ähnlich (und ist einer der Gründe für den Blog). Dazu mit allem Vorbehalt das Folgende, da ich weder deine Lebenssituation kenne noch weiß, wie deine Freunde "ticken":

Erst einmal würde ich an dem Thema gar nicht groß rühren und mich auch nicht großartig verteidigen wollen. Ich würde statt dessen versuchen, das getrost an mir "abtropfen" zu lassen. Sinngemäß nach dem Motto: "Ja und? Wir leben 2015 und nicht 600, 700 Jahre früher zu Zeiten der Inquisition! Und die sexuelle Revolution ist auch schon fast 50 Jahre alt!"

Sprich: Ganz normal verhalten.
 

Nicht provozieren lassen, sonst bohrt mancher nur tiefer, weil er da eine Schwachstelle vor sich hat.Das ist nun nichts Geplant-Böses, sondern entsteht oft aus der Situation heraus und ist voll menschlich. Hier hilft souveränes, selbstsicheres Auftreten. Lässt du somit erst gar nicht zu, dass da jemand eine Schwachstelle in deiner Vorliebe sieht, weil du dich nicht reizen lässt, dann wird's auch für den ein oder anderen Spötter uninteressant. Denn er sieht ja nun, dass sein Spott nicht greift. Also lässt er es!


Just wow!!!!

Wenn dich --- falls überhaupt! --- einer drauf anspricht, mit den Schultern zucken, sage "Ja, gefällt mir. Und?"
Und - möglichst locker - auf ein anderes Thema umlenken.Wenn dann einer bohrt, sagen: "Sag mal, hast du nix Wichtigeres im Kopf? Es ist, wie es ist!" Noch mal: Möglichst locker agieren und selbstbewusst.
Und gegebenenfalls auch mit etwas gespieltem Desinteresse, so, als sei das komplett marginal. Ist es ja auch! 2. Motto: So what?

Vielleicht auch mal das Ganze augenzwinkernd kontern - guckst du hier beim alten Kurt Tucholsky:
http://www.textlog.de/tucholsky-wider-die-liebe.html

Himmel Herrgott, es geht ja darum, dass sich ein Erwachsener des einen Geschlechts für andere Erwachsene des anderen Geschlechts interessiert, auch wenn deren Körperbau komplett aus der Reihe des Mainstream-Üblichen fällt.

Und?

Ich muss mein Faible für muskulöse Frauen nicht an die große Glocke hängen (das tue ich auch nicht), kann da jedoch nichts Verwerfliches daran finden. Solange es da um etwas geht, bei dem Erwachsene in gegenseitigem Einvernehmen agieren, ohne dass dabei eine der Parteien zu Schaden kommt (geistig wie körperlich), so lange geht das Außenstehende nichts an. So wie auch alle anderen auf freiwilliger Basis beruhenden, einander nicht schadenden Sex-Sachen zwischen Erwachsenen.

Wichtig scheint mir auch zu sein: Es sind ja deine Freunde.
Und die kennen doch auch deine anderen Seiten, für die sie dich schätzen.
Zählt das nichts mehr?
Nun lernen sie eben noch eine Facette von dir kennen.
Noch mal: So what?



Ah ja, unsexy, sicher ... warum
nur könnte ich dann aus der
Hose hüpfen, wenn ich so einen
Prachtpopo wie bei diesem
Muskelmaedel sehe???

Mag sein, dass der ein oder andere sich nun komisch vorkommt, weil er eine "unbekannte Seite" an einem Freund/Kumpel/Kollegen/Bekannten/Verwandten entdeckt hat.
 

Ja und?
 

Was meinst du denn, wieviele Freunde und Bekannte ebenfalls solche der Außenwelt unbekannten Seiten haben?
Sind sie / bist du deshalb weniger wert?
Bist du deshalb weniger loyal deinen Leuten gegenüber als vorher?
Sicher nicht!

Ja, und wenn das alles nicht fruchtet und du doch über deine Vorliebe diskutieren musst:
Dann würde ich schon drauf hinweisen, dass du deshalb nichts gesagt hast, weil du es
a) als marginal und als nicht groß diskussionswürdig angesehen hast
und
b) weil du schon etwas Angst vor Missachtung und Spott hattest.

Ist ja auch mal etwas, über das mancher nachdenken sollte, wenn er über andere und ihre Macken/Marotten/Spleens/Vorlieben gedankenlos hetzt.

Eins noch:
Wer dir deshalb die Freundschaft aufkündigt, hat meiner Ansicht nach nicht begriffen, dass richtige Freundschaft erst dann beginnt, wenn's mal einem oder gar beiden wehtut. Alles andere ist Schönwetter-Freundschaft. Der oder die ist es dann auch nicht wert: Entweder sie akzeptieren dich mit all deinen (in meinen Augen harmlosen) "Details"oder nicht.

Immer dran denken - die anderen beanspruchen genau dasselbe ja auch für sich."

Soweit meine Antwort (für diesen Beitrag leicht tippfehler- und umbruchkorrigiert und an zwei, drei Stellen sprachlich präzisiert).

Ergänzt sei das noch darum: Keiner von uns hat sich dieses Faible, diesen Fetisch freiwillig ausgesucht. Es ist halt so, dass wir ihn haben!

Zudem bewertet mancher
"erwischte" Schmoe aus Angst vor der Scham meiner Ansicht nach die Bedeutung wohl zu hoch, die die anderen Leute dieser neuen Erkenntnis über diesen Teil des Wesens ihres Freundes/Kumpels/Kollegen/Verwandten beimessen (ich liebe Genitivketten!). Mag sein, dass man sich unter Umständen etwas Spott anhören muss.  Aber wer sich da nicht provozieren lässt, sondern so cool bleibt wie Steve McQueen, der hat es dann auch wohl hinter sich. Denn dann haben die anderen längst was anderes gefunden, das wichtiger ist.  

Und: Jeder Schmoe möge sein Faible für Muskelmaedels genießen. Das Leben ist zu kurz, um sich dann beim finalen Einsteigen in die Kiste mit dem Gedanken zu plagen: "Hätte ich doch bloß mal, als ich noch konnte ..."
Muskelmaedels sind nicht
erotisch --  ja nee, iss klar.
Glaubt es nur weiterhin,
dann bleibt die ganze
Pracht für mich allein ...