Montag, 26. Dezember 2011

Santa Schmoe




Heda, Meister, Er da hinter dem Schenktisch! Bringt mir einen Rum mit Butter und Zimt, aber hinfort und hurtig! Das habe ich jetzt nötig. Denn alles schmerzt mir, nachdem diese Frau mich so ... --- Was soll das heißen, »unhöflich«? Was wagt Ihr? Das mir! Seit über zweihundert Jahren hat sich niemand so erdreistet!

--- Wie? Ob ich was will? Das Wort habe ich doch heute schon einmal gehört. Und es nicht glauben wollen. Denn es klingt sehr, sehr schlüpfrig. Darin steckt doch ein volkstümlicher Begriff für »Gesäß«, nicht wahr? Und es soll wohl heißen, dass ich Euch auf den Arm nehme?

Aha. Das habe ich mir doch gedacht.

Nun, Ihr mögt euch bitte etwas ziemlicher zu Worte lassen. Und nehmt geflissentlich zur Kenntnis, dass ich Euch nicht auf den Arm nehme. Ich BIN so alt, wie ich gesagt habe. Allein mein weißer Bart und mein ebensolches Haar sollten doch schon für die meinem Alter gemäße Ehrerbietung sorgen, oder? Und mein Beruf erst recht. Als Kinder konntet Ihr und Euresgleichen mein Erscheinen schließlich gar nicht abwarten. Und seht, wie abschätzig Ihr mich jetzt behandelt!

--- Wie? Aber natürlich. Und ob ich das sagen will. Ich BIN, wofür Ihr mich haltet. Also, um genauer zu sein: Ich bin einer davon. ---Wieso mir dann alles fehlt? Ich ahne schon, worauf ihr gerade Euer Augenmerk gerichtet habt. Meinen roten Anzug mit dem weißen Pelz und den Stiefeln. Den Sack mit den Geschenken. Und das Rentier Rudolph und der Schlitten, habe ich recht geraten?

Nun ja. Das ist eine lange Geschichte. Ich säße nicht bei dieser Eiseskälte in diesem Leinenhemd vor Euch, wäre sie nicht geschehen. Wollen wir es damit bewenden lassen, dass sie geschehen ist. Nun, seid aber daran erinnert, dass ich Euch eine Order erteilt habe. Für Rum. Mit Butter und Zimt.

Ihr kennt das Rezept dazu nicht? Ihr als Wirt dieser Taverne? Potztausend! Nun, es sei erklärt: Ihr verrührt eine kleine Menge braunen Zucker mit einer Prise Zimt in einem Eurer Zinnbecher. Wie, habt Ihr nicht? Nun, dann nehmt meinetwegen einen dieser kleinen Tonkrüge da. Zucker und Zimt, jawohl, so. Darauf gebt Ihr nun Rum. Noch etwas mehr. So ist es gut. Eine Flocke Butter hinein. Nun noch heißes Wasser darauf. Am besten sprudelnd heiß. Ich sehe ein, dass Ihr das erst kochen müsst. Schneller Wasserkocher? Wenn Ihr meint. Oh, tatsächlich, das geht ganz schnell. Darüber gießen – halt, das ist hinlänglich genug. Nun umrühren und kredenzen. Na, also. Wie das duftet! Wie lange ich das nicht mehr gehabt habe!

--- Pardon? ... Zahlen, ja. Moment, ich muss nur noch meine Börse zücken. Aua, aua, pardon, mir tut alles weh. Kann mich kaum bewegen. Börse, ja. Ich bin das gar nicht mehr gewohnt, für etwas bezahlen zu müssen. Die Börsen sind nämlich nur für Notfälle und für die Leute, die Geld anstelle von Sachgeschenken erhalten. Wir selber haben ja keine Bedürfnisse, wenn wir diesen Anzug tragen und unterwegs sind. Und in unserer Welt haben wir alles, was wir brauchen. Es ist einfach alles da und kostet nichts. Aber, oh jemine, wo ist denn die Börse? Da nicht. Und da auch nicht. Ach ja, ich vergaß. Diese Frau. Sie hat ja jetzt alles ...

--- Wie? Wie nennt Ihr mich? Zechpreller? Der Vorwurf trifft mich jetzt aber ins Mark. Ja, er erzürnt mich regelrecht. Denn das trifft nicht zu. Ich kann nicht zahlen, soweit habt Ihr recht. Aber ich will mich nicht ungesehen ins Freie stehlen und Euch um euren Lohn betrügen. Das wäre doch das eigentliche Prellen! Nein, ich muss auf Eure Milde hoffen. Auf Eure Barmherzigkeit. Bedenkt doch, jetzt ist die Zeit der Liebe und ...

---Was, nichts da? Und was soll das heißen, Ihr habt den Kaffee bis oben hin auf? Guter Mann, so redet doch verständlich. Ich weiß ja gar nicht, was Ihr meint mit dem Kaffee. Wie war noch mal der drollige Ausdruck? --- Was wollt ihr mit dem Schlegel? Baseball-Schläger. Meinethalben auch das. Aber bitte, legt das weg. Ihr seid doch nicht unser Knecht Rupprecht! Wollt Ihr mir drohen? Mir?

Lügner? Papperlapapp, ich BIN, was ich gesagt habe. Warum ich dann hier sitze, nur in der Leinenhose und im Hemd? Da habt Ihr eine empfindliche Saite berührt. Es ist ja schon schlimm genug, dass Ihr mich überhaupt seht. Wenigstens seid Ihr der einzige. --- Wie, kein Wunder? Natürlich sind an diesem Abend alle zuhause. Das gehört sich doch wohl so. Da geht man nicht in die Taverne. Und Euer Zuhause? Hier? Und Eure Frau? Weg? Oh pardon, ich wollte nicht zu nahe treten. Das ist keine erfreuliche Kunde.

Halt, nicht den Knüppel! Bitte. Wartet. Nur Ihr und ich hier? Das bringt mich auf einen Gedanken. Ich mache Euch ein Angebot, das Ihr nicht ablehnen könnt. Hört mich bitte an: Wie wäre es mit noch einem solchen Rum? Dafür erzähle ich dann meine Geschichte. Nein, keine Weihnachtsgeschichte. Obwohl. Eigentlich schon. Aber anders. Ja? Nun gut.

Wo anfangen? Am besten am Anfang, nicht? Also, Ihr wisst, was ich bin? Nun, dann wisst ihr auch, was ich tue? --- Das ist korrekt. Nur, wie ich schon sagte: Ich bin nicht der einzige. Das überrascht Euch? Aber bedenkt doch: Es gibt immer mehr Menschen. Immer mehr feiern Weihnachten. Und immer mehr wird verschenkt. Das Ausliefern aber ist für einen meiner Art allein gar nicht mehr zu schaffen. Also hat man unsere Zahl im Lauf der vielen Jahre erhöht und jedem seinen Wirkungskreis zugewiesen. Und den abzuarbeiten, das erfordert immer noch einen ganz knapp kalkulierten Zeitplan. Das kann ich Euch aber sagen!

Nun denn. --- Wie wir leben? Gut leben wir. Wir haben in unserem Teil der Welt nämlich keine Ansprüche und Wünsche. In keinerlei Hinsicht. Auch interessiert es uns nicht im mindesten, was sich an Neuem tut und wie das wiederum auch bei euch Menschen neue Wünsche weckt. Wir sortieren im Lauf des Jahres die Geschenke, beladen gemütlich unsere Schlitten. Und ist die Zeit gekommen, spannen wir unsere Rentiere vor. Meines heißt übrigens nicht Rudolph, sondern Barzilai. Wenn die Zeit gekommen ist, dann fliegen wir los und bringen Freude unter die Menschen. Und so ist dann das passiert.

Ja, so. Hm. Erst einmal eine Stärkung. So. Nun. Hm.

--- Ihr habt recht. Ich habe Schulden zu begleichen und werde daher erzählen. Also. Es war vor einigen Stunden, als ich da über diesem Haus landete. Barzilai hielt über dem verschneiten Dach an, direkt neben dem Schornstein. Ich packte den Sack, schaute auf den Durchmesser und Zustand des Schlotes. Dann verkleinerte ich mein Gepäck und mich mit meinem Minimator und rutschte hinunter. Minimator? Das Gerät heißt nun einmal so.

Ärgerlich war dabei schon gleich, dass ich nicht in einem offenen Kamin, sondern in einem geschlossenen Ofen ankam. Feuer? Natürlich, aber das kann mir nichts anhaben. Die Schwierigkeit liegt an anderer Stelle. Denn ich habe noch einen alten Minimator, der nur bis zu einem gewissen Maß verkleinert. Um es kurz zu machen: Ich kam nicht aus der Ofentür heraus. Es ging um Haaresbreite nicht.

Was tun? Nun, unser Handbuch kennt dafür eine Ausnahmeregel. Nämlich noch einmal hoch in den Schlot. Alles ausziehen und erneut versuchen. Aber recht hurtig, mein Schutz gegen Feuer und Hitze hält ohne den Anzug nur für eine begrenzte Zeit. Zuerst den Geschenkesack ins Freie, dann die Kleidung und dann man selber hinterher. Ist man erst mal draußen, wächst man selber und alles andere wieder auf Normalgröße. Das geht im Handumdrehen.

Bei dem Verfahren gibt es nur einen Nachteil: Ich bin ohne meinen Anzug sichtbar. Und auch zu hören. Beides also so wie jetzt hier. Ich empfinde übrigens auch schlagartig wieder wie ein normaler Mensch, der ich ja einmal gewesen bin. Und zwar so, wie es meinem einstigen Menschenalter entspräche. --- Wie? Wie alt? Oh, das meint Ihr. Nun, ich stand seinerzeit im einundvierzigsten Lebensjahr. Das beste Mannesalter, wenn ich das sagen darf. Ach ja, das waren noch Zeiten, damals ...

--- Wie meinen? Recht habt Ihr. Also, ich steckte im Ofen. Spähte herum. Das Zimmer war dunkel. Und ich sah niemanden. Schob den Sack hinaus, wo er sich sofort auf Normalgröße zurückverwandelte. Dito die Kleidung, dito meine werte Person. 

Vielleicht lag es daran, dass der Ausstieg aus dem Ofen ohne den Anzug nicht ohne Geräusch vonstatten ging, obwohl ich bestimmt leiser voran machte als selbst einer Eurer Meistereinbrecher. Ich weiß es nicht. Kaum war ich draußen, kaum hatte ich den Stiefel in der Hand – da ging eine Türe auf. Und dann wurde es schlagartig hell in dem Raum. Und ich sah, wer gekommen war. Eine Frau. Und damit mein Schicksal.

Ja, Ihr lacht. Aber ich sage Euch, die Geschichte nimmt nicht die Wendung, an die Ihr jetzt begreiflicherweise denkt. --- Wie? Eine Hexe? Was meint Ihr damit? Eine alte, hässliche Frau? Pfui, wie unhöflich! Nein, sie war nicht alt. Im Gegenteil. Sie war noch recht jung. Sie hatte ganz kurzes blondes Haar, nicht ganz hell, aber ungefähr so in der Farbe von Honig. Oder wie dieser Rum hier. Und sie hatte grüne Augen. --- Der Rest? Ach, Ihr meint das übrige Äußere. Ja, nun, wie soll ich das beschreiben?

Ha, das trifft es: Wisst Ihr heutigentags noch, was eine Walküre ist? Bravo. Jawohl, guter Mann, Wotan ist richtig. Eine Walküre bringt die gefallenen Krieger nach Walhalla. Wenn man denn an derlei glaubt. Nun, jedenfalls bezeichnet man mit Walküre auch Frauen von hohem, stattlichem Wuchs. Ah, das tut man heute auch noch? Na, jedenfalls sah ich sofort, dass diese Frau all das war. Also hochgewachsen und stattlich. Und fraglos auch kraftvoll. Sehr, sehr kraftvoll!

Jetzt denkt Ihr, woher ich das weiß? Nun, das war unübersehbar. Denn ihre Kleidung war sehr spärlich. Um nicht zu sagen schamlos unzüchtig. Sie bestand oben nur aus einem weißen Hemdfetzen. Da waren die Ärmel abgerissen. Und auch am Rumpf gab es kaum Stoff. Dieser Rest von Hemd reichte hinten höchstens bis zur Hälfte des Rückens. Und vorn hätte sie es gar nicht zuknöpfen können, weil es für ihren üppigen Busen gar nicht genug Stoff gegeben hätte. Daher hatte sie das, was von dem Leinen übrig war, unter der Brust verknotet.

Dann trug sie noch eine Art von ganz kurzer schwarzer Hose. Die war nicht viel breiter war als meine Hand. ---Was? So ein Aufzug und nicht unzüchtig? In jedem Badehaus? Was für Zeiten sind das denn heute? Nun, ich will fortfahren. Die Füße. Daran hatte sie ein paar Schuhe mit merkwürdig spitzen und hohen Absätzen. Damit wirkte sie noch größer, als sie es an sich schon war. Und man sah genau, dass sie sehr stark sein musste.

Sie war nämlich von sehr sehnigem, nervigem Körperbau, wobei ihre Muskeln aber gleichzeitig bei jeder Bewegung enorm zu schwellen schienen. Ich sah, wie jeder einzelne von ihnen unter der Haut spielte, sah jede Faser beim Bewegen und beim Atmen. Es sah aus, als sei ihr Körper geschnitzt.

All das sprach dafür, dass sie die Kraft eines Zyklopen haben musste. Ihre Beine schienen dazu geschaffen, selbst einen Atlas zu beschämen. Ihre Schultern quollen links und rechts regelrecht aus dem Hemdfetzen hervor, während hingegen ihre Leistengegend bestimmt um die Hälfte schlanker geraten war. Und dann erst ihre Arme! Das, was sich da wölbte, das war bestimmt so dick wie ... wie ... nun, wie einer von diesen Bierkrügen da. Und wie fest und unwiderstehlich das war, das stellte ich bald fest.

Ehe ich mich aufrichten konnte, stand sie vor mir. Sie stellte sich hin mit gespreizten Beinen, die Hände in die Hüften gestützt. So, wie es Herrscher vor ihren Untertanen tun. Bei ihr sorgte das dafür, dass ihr Rücken sich in schier unglaublichem Maße nach beiden Seiten ausdehnte. Und ich sah das Spiel der kolossalen Arme.

Sie blickte von oben auf mich herab. Mit so einem kleinen Lächeln, aber eher spöttisch als freundlich. Und dann sagte sie mit einer klangvollen, leicht heiseren Stimme: »Habe ich mich doch nicht verhört bei meinem Posing. Wer sind Sie denn? Und was machense hier?«

Wie Ihr euch denken könnt, tat ich mein möglichstes, um die Situation zu beruhigen und den Frieden zu wahren. Für solche Zwecke haben wir eigens einen würdevollen Tonfall eingeübt, den wir mit unserer tiefsten Stimmlage vortragen: »Gute Frau, ich bin das, wofür ihr mich haltet.«

Was hätte ich auch anderes sagen sollen? Es war doch alles offenbar: der schwere, große Jutesack. Der rote, mit Pelz verbrämte Anzug, die ebensolche Mütze. Der breite Gürtel und meine schwarzen Stiefel. Ja, und dazu mein Äußeres. Wer, mit Verlaub, hätte ich denn sonst sein sollen?

Es lag also, wie man so schön freimütig sagt, nur eine einzige Möglichkeit auf der Hand.
Jedenfalls sah ich das so. Die starke junge Dame hingegen nicht. Mit ihren nervigen Fäusten in der schlanken harten Taille schaute sie ungläubig auf mich herab. Dann fragte sie mich, ob ich sie wohl verhohnepipeln wolle. --- Wie? Nein, sie sagte das nicht ganz so. Sie benutzte das Wort, über das wir ganz zu Anfang unseres Gesprächs geredet haben. Ja. Das mit dem Gesäß.

Nun stand ich vor der Frage, was sie mit dem Wort meinte. Ich wusste ja nicht um seine Bedeutung. Also fragte ich in unserer typisch-ruhigen Art, ob sie mich denn nicht erkennen würde. Sie entgegnete, während sie sich geschmeidig bückt, meine Mütze aufhob und sie wie im Spaß aufsetzte: »Ich sehe schon, was du da mithast. Auf die Idee muss man erst mal kommen. Clever, richtig clever. Lässt sich ’nen langen Bart wachsen. Und an diesen Tagen hier wird niemand so einen wie dich aufhalten und kontrollieren. Und das, was du da alles in dem Sack hast.«

Diese Reaktion verblüffte mich nun sehr. Sie schien mich nicht zu erkennen. Im Gegenteil, sie hielt mich wohl für einen Einbrecher. Ich wollte ihr nun noch einmal genauer erklären, wer ich war. Und dass ich wie immer durch den Kamin gekommen sei. Aber dazu kam ich gar nicht. Denn sie deutete auf das Fenster gegenüber an der Wand. Mein Blick folgte ihrem Fingerzeig. Und sah, dass das Fenster zur Hälfte nach oben geschoben war.

»Da bist du wohl durch. Bist bestimmt draußen anner Regenrinne und den Steinfugen rauf. Geht richtig gut, hab ich auch schon ausprobiert. Ich trainiere nämlich nicht nur mit Gewichten, ich bin auch Freikletterin. Aber Respekt. Dass du das in dem Alter und mit dem dicken Bauch überhaupt noch hinkriegst.«

Sie machte eine Pause. Ihre Erklärung entbehrte nicht der Schlüssigkeit – sieht man einmal von dem Umstand ab, dass wir in jedem Fall durch den Kamin müssen. Vorschrift für unsere Zunft. Daran ändern offene Türen und Fenster nichts. Das ist selbst dann so, wenn eine Wand vom Haus fehlen oder ein Loch im Dach sein sollte. 

Als ich zu einer Erwiderung ansetzte, hob sie ihre Hand von der Hüfte und gab mir so zu verstehen, dass sie noch nicht alles gesagt habe: »Aber das mit dem Einbrechen ist ja wohl nicht alles. Bist von der ganz schrägen Sorte, was? Kommst heimlich in meine Wohnung und reißt dir die Klamotten runter. Was ich da wohl von halten soll, was? Ey, Alter, bist wohl auch noch ’n Spanner, oder wie?«

Nun, Meister Schankwirt, das verschlug mir nun vollends die Sprache! Mich für einen Dieb zu halten, das ist schon beschämend genug. Aber dann noch das Ansinnen, ich sei bei ihr eingedrungen, um ... nun, Ihr wisst schon. Nein, das durfte so nicht in der Welt bleiben. Ich musste diesen Irrtum aufklären. Also machte ich Anstalten, mich zu erheben und ihr noch einmal den tatsächlichen Grund für meine Anwesenheit zu erklären.

Doch so weit kam es nicht.

Denn ehe ich mich versah, hob sich ihr rechtes Bein ... und Sohle und Absatz ihres Schuhes landeten auf meiner Brust. Wie ich schon sagte, ließen die ausladenden Formen auch und gerade ihrer anstößig nackten Schenkel auf ein außerordentlich hohes Maß an Körperkraft schließen. Eine Kraft, der ich mich zuerst zu widersetzen versuchte. Das aber ließ sie lachen: »Ja, du Wicht, probier es nur. Aber du bleibst jetzt erst mal schön unten.«

Mit diesen Worten verstärkte sie ihren Druck. Ich sah, wie sich die Muskeln noch etwas mehr wölbten und dabei noch fester zu werden schienen. Und ob ich’s wollte oder nicht – ich sank auf den Rücken.

So lag ich nun da, mit ihrem Schuh auf der Brust. Der harte Druck ihres Beines presste mir die Sohle und den Absatz ins Fleisch. Vor allem den Absatz spürte ich. Und wie ich den spürte! Das waren nämlich Schmerzen! --- Wie, na klar? Guter Mann, oder soll ich sagen, ungläubiger Thomas? Das war das erste Mal seit vielen, vielen Jahrzehnten, dass ich derlei gespürt habe! Unsereins ist nicht mehr von dieser Welt und kennt das nicht. Und daher, hm. Also, nun, ich stöhnte. Und betrüblicherweise bestimmt nicht leise.

Die Hände immer noch in den Hüften, lachte sie auf mich herab. Das lenkte meinen Blick zu dem ihren. Vorbei an dem Schuh nach oben – und erst einmal zu ihrer Wade. Mein lieber Freund, was das für eine Wade war! Ihr Fleisch spannte sich unter der Haut hart, ja nachgerade kantig. Aber es sollte doch wohl möglich sein, ihren Unterschenkel zu packen und dann...

»Kannste gern probieren.«
Jetzt wandte sich mein Blick dem ihren zu.
Aus ihren Augen funkelte es eisig-grün.
»Nur zu. Fass mich an und versuch, mich runterzubekommen. Trau dich!«

Nun, der Worte waren genug gewechselt. Jetzt waren Taten gefragt. Schließlich musste ich aus dieser misslichen Lage heraus und in meinem Anzug samt Sack zurück zu Barzilai auf’s Dach. Sonst würde das dumme, arme Rentier da bis in die Ewigkeit warten. Nicht, dass man ihn oder ein anderes von unseren Schlitten-Rens sehen könnte. Das könnt ihr nämlich nicht. Aber ich hatte noch einen Gutteil meines Pensums zu bewältigen.

So legte ich meine Hände an ihren Unterschenkel. Direkt oberhalb ihres wohlgeformten Knöchels an der schlanken Fessel. Dann hob ich das Bein an. Also, zumindest versuchte ich es. Doch ließ sich ihr Fuß nicht von meiner Brust wegheben. Ich lag da, als sei ich an den Boden gekettet. Sie lachte. Da änderte ich meinen Griff und packte sie oben an der Wade, um so vielleicht aus dieser entwürdigenden Position zu entrinnen.

Moment. Ich muss etwas trinken. So. Hm, wie das mundet. Und wie das in mir glüht! Herrlich, einfach nur herrlich!

--- Wie meinen? Ob das alles war? Ja, alles. So war das. --- Roter Kopf? Wer hat einen roten Kopf? Und überhaupt, wenn ich da unbeweglich auf dem Boden lag, wie bin ich dann hierher gekommen? Nun, das ist eine gute Frage. Aber Verehrtester, wollen wir es dabei nicht bewenden lassen? Wie, sonst – nein, nicht den Knüppel! Ich füge mich der Gewalt und erzähle weiter.

Aber zuvörderst, guter Mann, bedenkt bitte meine Lage, ehe ihr euch einen falschen Eindruck macht. Ich war vor meiner langen, langen Zeit in diesem außerirdischen Gewerbe ein Mann von gut vierzig Lenzen. Ein gesunder Mann, wie ich anfügen möchte. Mit rotem Blut in den Adern. Und bedenkt auch: gut zweihundert Jahre!

Ich änderte also meinen Griff und packte ihre Wade. Diesen prallen Muskel unter dieser warmen, glatten Frauenhaut, die sich mir da so offenherzig ohne jede Bedeckung zeigte. Das war schön. Das fühlte sich derart angenehm an. Ich gewann den Eindruck, es gäbe nun nichts Schöneres als das Befühlen dieses kraftstrotzenden Frauenschenkels. --- Ihr lacht. Aber bedenkt noch mal: zweihundert Jahre sind eine lange Zeit. Und überlegt, wie sich dann Euer Körper verhielte. Nun, meiner verhielt sich so, wie sich der Körper eines Mannes von vierzig Jahren nun einmal verhält.

Das war mir natürlich außerordentlich peinlich. Eine derart anstößige Situation war mir in all den Hunderten von Jahren noch nicht widerfahren. Ich lag da unter ihr und spürte, wie sich meine Männlichkeit erregte und aufrichtete. Das hatte ich lange nicht gekannt und auch überhaupt nicht vermisst. Doch, das ist so. Aber als es jetzt passierte, war es mir aller Peinlichkeit zum Trotz auch nicht unangenehm. Im Gegenteil, ich genoss es, endlich wieder einmal dieses Gefühl zu erleben. Dieses Prickeln in den Lenden, wie die Dichter sagen.

Und so lag ich da, ihrer Kraft hilflos ausgeliefert und gleichzeitig nicht in der Lage, ihre dermaßen unanständig offenbare Blöße zu übersehen. Es war sogar noch schlimmer: Selbst wenn ich mich hätte abwenden können, hätte mein Blick an ihr geklebt.

Sie strahlte so etwas aus, was Raubtiere in der Wildnis haben. Diese Geschmeidigkeit in der Bewegung. Dieses völlig unbezweifelbare Vertrauen in die eigene Kraft und das eigenen Können. In ihrem Fall: Ihre unüberwindliche Kraft. Und dann diese Weiblichkeit, die aus jede Pore strahlte. Schließlich hatte sie ein äußerst anziehendes Gesicht. Ja, und dann ragten ihr Busen und ihr Derrière unübersehbar und prall und rund in die Welt, während sich unter diesem Nichts von Hose alles abzeichnete, was ich so lange nicht mehr gesehen hatte.

Also lag ich da, während es in meiner Leibesmitte in lange nicht gekannter Weise pulsierte und pochte. Ja, Meister Schankwirt, da könnt Ihr noch so schmierig grinsen. Aber ich gebe unumwunden zu, dass zu meinem Entsetzen und Entzücken ein Erguss unmittelbar bevorstand.

Doch in dem Augenblick sah sie wohl die, hm, Erhebung. Und da bückte sie sich, fasste mich ohne viel Federlesens unter den Armen und wuchtete mich hoch! Einfach so! Nun war ich zu meiner Zeit schon nicht der Längste – sie aber war so groß und trug noch dazu diese hohen Schuhe. Ich hing also in ihren Armen, hilflos wie ein Säugling!

Doch das Gefühl dauerte nicht lange. Schon einen Moment später hatte sie mich an die Wand gerammt und mir ihren knüppelharten Unterarm unter den Kiefer gelegt. Ehe ich mich versah, drückte sie mich etwas nach oben. Mit nur einem Arm! Und der andere, Meister Schankwirt, den hatte sie sozusagen zu ihrer freien Disposition. Was sie nun tat, das könnt ihr Euch denken.

Nun, ich bekam zwar keine Luft, ächzte und krächzte unter diesem Würgegriff. Aber gleichzeitig verspürte ich ihre kundige Hand an meinen edelsten Teilen, erst tastend, dann knetend und schließlich so fest, dass es beinahe schmerzte, aber alles blieb, wo es war. Ich wand mich und quälte mich und war doch wie im siebten Himmel.

Schließlich ließ sie mich ab, schmiegte sich an mich, so dass ich das volle weiche Rund ihrer Brüste spürte und die metallene Härte ihres Bauches. Dann legte sie mir die eine kraftvolle Hand auf die Schulter, während die andere sich weiterhin einige Etagen tiefer verlustierte. Und während sie mich unter gesenkten Lidern heraus ansah, sagte sei wieder mit diesem mokanten Lächeln: »Wusste ich’s doch. Du bist nicht nur ’n Einbrecher und ’n Spanner, sondern auch noch ’n Schmoe. Einer mit Mucki-Fetisch, was?«

Ich wusste nicht, was ich ihr darauf entgegnen sollte. Ich kenne ja immer noch nicht dieses Wort. Was, bei Barzilais Zügel, ist ein Schmoe? Und was ist ein Mucki-Fetisch? Und so blieb mir nur, meine noch verbliebene Würde zu sammeln und mit größtmöglicher Ruhe zu entgegnen: »Meine Teuerste, Ihr müsst mir glauben, ich bin tatsächlich der, der ich zu sein vorgebe. Ihr befindet Euch in einem Irrtum, wenn Ihr glaubt, ich sei etwas anderes.«

Da kam sie ganz nahe an mich heran. Und plötzlich konnte ich nicht nur ihre Wärme spüren, sondern auch ihren Duft riechen – nach Blüten ebenso wie nach Schweiß und nach ihr. Und während sie mit ihrer Linken fest packte, was ihr da entgegenragte, fragte sie: »Ach ja, du nachgemachter Santa Claus, und was habe ich da in meiner Hand? Die Rute von Knecht Rupprecht, oder wie?«

Nun muss ich sagen, dass ich eine solche Frau noch nie gesehen, geschweige denn so nahe an mir gespürt hatte. Diese völlige Ignoranz der Scham, mit der sie sich so offenherzig vor mir präsentierte. Ihr wohlgeformter Leib. Und diese unglaublich kraftvollen Muskeln, die so unüberwindlich und gleichzeitig so erregend auf mich wirkten.

Das Gefühl wich auch nicht von mir, als sie sich vor mir aufbaute und sagte, sie werde mir mal jetzt eine kleine Vorführung geben. Das sei ja lachhaft, dass ich kein Schmoe sei. Wenn ich keiner sei, wer dann?

Ich konnte sie nur fragend anblicken. Freilich war ich alsbald begeistert von dem, was sie dann tat. Sie spannte in äußerst kunstvoll graziöser Weise ihren Körper an. Sie nahm dabei verschiedene Haltungen an und führte mir die Muskeln ihrer einzelnen Körperteile vor. Ihre breiten Schultern. Ihr Rücken, der sich wie ein Keil von oben nach unten verjüngte. Ihre Arme, auf denen sich das Fleisch so wölbte, als wüchse da jeweils ein dicker Stein unter der Haut in die Höhe. Ihre Beine, für deren Umfang auch die Hände eines Titanen nicht gereicht hätte. Sie ließ mich das alles auch berühren und erfühlen. Und verhinderte ihrerseits mit gezieltem Griff die drohende Befleckung.

Dann machte ich einen Fehler und fragte, ob sie so stark sei, wie sie aussähe und wie sich das wohl anfühle. Da lachte sie, warf die Mütze ab und fiel über mich her. Meister Schankwirt, ringt man heute noch? Ja? Nun, sie war darin eine Meisterin und führte mir eine Unzahl verschiedener und sehr schmerzhafter Griffe vor. Sie bog und drehte und warf mich, ganz wie sie das wollte. Sie bezwang mich nicht nur durch ein zweifelsohne oft geübtes Können, sondern auch durch die schiere Kraft ihres Körpers. Und ich glaube, dass ich mich bei all dem Hin und Her und Rauf und Runter grün und blau geschlagen habe. Jedenfalls schmerzt mir mein gesamter Leib bereits beim leisesten Zucken.

Schließlich thronte sie wieder auf mir, mit dem Rücken zu mir. Und das dralle Gesäß direkt vor mir. Ich begann es zu befühlen, zu kneten. Und dann? Das wollt Ihr nicht hören. Ihr wollt? Meister Schankwirt, wenn Ihr vorher noch die Güte hättet, mir noch einen Rum einzuschenken? Einfach einen puren Rum? Danke. ---Aaaaah! Grrrrr! Der zieht aber durch!

Nun denn. Also, ich lag unter ihr auf ihrer Wohnung Teppich. Meine Hände spielten mit ihrem kolossal straffen Gesäß. Und sie? Sie zog schließlich den Hosenstoff weg und brachte ins Freie, was da alles herumstand: »Soso, du bist kein Schmoe! Das sehe ich ja gerade.«

Und dann schnippte sie einmal mit dem Finger sacht dagegen. Das reichte. Und wie das reichte!

Ihr lacht. Ich habe mir gedacht, dass ihr das tun werdet. Aber stellt Euch vor: zweihundert Jahre Pause für einen gesunden Mann um die Vierzig. ---Wie, das habe ich schon gesagt? Nun, aber wenn es doch wahr ist.

Nun, mein Zeitplan ist völlig aus den Fugen geraten. Natürlich ist das ein Problem, aber keins, das wir nicht lösen können. Denn tatsächlich werden andere die Lücke längst geschlossen haben, das läuft stets so wie bei einem Uhrwerk. Ich weiß nicht, was geschieht, wenn ich zurückkomme. Wenn ich überhaupt zurückkomme. Denn seht Ihr, da gibt es mehrere Schwierigkeiten zu überwinden.

Zum einen benötige ich ja meinen Anzug, den Sack und alles andere. Ohne den Anzug kann ich nicht nach oben und finde Barzilai nicht mehr wieder. Denn mein Rentier kann ich im Augenblick nicht sehen, genauso wenig wie jeder andere Mensch auf Erden. Und zum Zweiten – ja zum Zweiten. Wie soll ich’s sagen? Mich bedrängt die Idee, gar nicht mehr zurückzugehen.

Einfach hier zu bleiben. Den Bart ganz abzuschneiden, die Haare so ratzekurz schneiden wie die Euren. Ich biete die Wette an, dass ich dann viel jünger aussehe. Ja, ich möchte meinen: anziehend. Und dann würde ich einfach leben wollen. Wie, weiß ich nicht. Aber mit dieser starken Frau. Allein schon der Gedanke, jeden Tag in dieses tiefe Dekolletee blicken zu können und dann diese kraftvollen Armmuskeln zu streicheln und schließlich mit ihr und in ihr ... ich könnte viel nachholen. Ganz viel.

So, nun seid Ihr im Bilde. Das ist meine Geschichte. Wie gesagt. Auch weihnachtlich. Aber anders. Nur eins quält mich noch: Ich möchte erfahren, was das ist. Ein Schmoe.

--- Wie, was? Meister Wirt, Ihr sprecht in Rätseln! Bitte, erklärt es mir in Gänze. Ob ich weiß, was ein Smartphone ist? Natürlich, ich habe ja unzählige davon unter Euch Menschen verteilt. Wie sie funktionieren, was sie können? Äh, nein, ich muss gestehen, nein. Funkwellen? Speicherchip? Internet? Ich fürchte, ich weiß nicht ...

---Wie meinen? Ihr könnt darin wie in einem Konversations-Lexikon nachsehen? In dem kleinen Gerät? Nun, wenn Ihr das sagt. Aber was wollt ihr denn nachschauen? Ach so. Schmoe. Es tröstet mich, dass Ihr als Teil der heutigen Welt den Terminus auch nicht kennt.

--- Oho. Das ist aber nicht sehr fein. Und, potztausend, steht das wirklich so da, so unfein und unverblümt? Bei allen Heiligen, was sind die Menschen dann heutzutage offenherzig! Das ist ja schon fast wie Sezieren!

Aber habe ich das richtig verstanden? Ein Schmoe ist jemand, der von der Welt nicht sehr geachtet wird. Denn er gilt als schwacher, ja fast schon verachtenswerter Mann, weil er durch das Befühlen weiblicher Muskeln erregt wird. Und der jemand ist, der sich von der Besitzerin solch eines kraftvollen Leibes gern dominieren lässt. Aha. Dominieren, ist das so etwas wie, ja, wie spielerisch-erregendes Unterjochen? Ja?

Na, was kümmern mich nach zweihundert Jahren Konventionen jedwelcher Art. Potzblitz, dann bin ich eben ein Schmoe!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Stichwort: Offseason


Alina Popa: "... große solide Muskeln und so viel Kraft ..." 

Vielleicht liegt’s an der vetrackten Vorweihnachtszeit und daran, dass man da (noch) mehr isst als das, was sich sonst schon als zu viel und als völlig verkehrt erweist. Jedenfalls habe ich im Moment so einen kleinen Spleen mit Muskelmaedels der Kategorie „Offseason“.

Hart. Voluminös. Rund. Stark, sehr stark. Und sehr oft sexy, very sexy.

Wie, sind denn die Muskelmaedels nicht immer so stark, hart, voluminös? Und was ist der Unterschied zu ..., ja, zu was überhaupt? Das alles sei dem Laien kurz erklärt (denn vielleicht liest ja auch mal der ein oder andere Novize hier mit – und die berühmte Voraussetzungsfreiheit gilt ja als eine hohe Tugend beim Schreiben).

Colette Guimond: stark, sexy
und mit Ideal-Popo...

Vereinfacht ausgedrückt, lassen sich beim Bodybuilding zwei körperliche Verfassungen unterscheiden: „definiert
 und „Offseason“.

Unter „definiert“ versteht man den Zustand, bei dem der Athlet und damit auch unsere starken Maedels das Körperfett so weit wie möglich, vertretbar und notwendig vermindert haben. Also nach Einhalten einer entsprechenden Diät und dem verstärkten Durchführen aerobischer Übungen. Der Zweck: Die Muskeln werden so unter der Haut besser sichtbar. Am besten: jeder Strang, jede Unterteilung und jede unter der Haut liegende Vene. Optimal ist das alles, wenn zu dem fettfreien Zustand gleichzeitig eine pralle, harte und symmetrische Muskulatur zu sehen ist.

Dies ist der Zustand, den auch unsere Muskelmaedels für einen Wettkampf annehmen. In der Ringersprache nannte man solch eine Gewichtsreduktion ehedem „abgekocht“ (was daher kommt, dass die Jungs früher in warmem Salzwasser gelegen haben – heute wegen der Gefahr für den Kreislauf verboten).

Vorm Wettkampf geht es bei der Definition oft um Stunden, weil sich diese Verfassung in ihrem Extrem natürlich nicht sehr lange bewahren lässt. Auch wenn für den Laien die Eisenschinderei als größte Herausforderung im BB gilt, ist das wohl nicht ganz so – Diät und Definitionsphase sind oft noch härter, da großenteils reine Willenssache.

So bewundernswert das alles ist, so hat das doch einen Begleitumstand. Und der trägt nicht wenig dazu bei, gerade das Frauenbodybuilding in ein falsche Licht zu setzen. Das Fett und das subkutane Wasser verschwinden nicht nur am Body, sondern auch aus dem Gesicht. Mit der Folge, dass die Gesichtszüge sehr hager aussehen – eben wie gemeißelt. „Markante Gesichtzüge“ heißt so etwas bei den Literaten, wenn sie kühne Abenteurer beschreiben. Im Allgemeinen gilt derlei bei Frauen weithin als unerwünscht, weil unweiblich.

Die Fans sehen das natürlich anders, für viele gehört das dazu. Ja, mancher findet gerade das attraktiv. Es gibt auch Muskelmaedels, bei denen bildete das einen Anziehungspunkt – Christa Bauch war so jemand. Und mit Blick auf die Weiblichkeit ist es jedoch schlichtweg Unsinn, hier nur von männlich oder weiblich zu reden. Denn es hat vor allem etwas mit dem Fett- und Wasserhaushalt zu tun. Der senkt sich auch in Notlagen ab – ungeachtet des Geschlechts werden dann die Gesichtszüge schärfer.

Was aber stimmt: Das eher Gerundete gilt allgemein als weiblicher. Davon darf man jetzt halten, was man will, aber es ist so. Da sind wir nun wieder an dem Punkt, über den ich zu diesem Posting gekommen bin. Denn so sehr ich hart definierte Muskelfrauen mag, so sehr liebe ich auch die berühmten weiblichen Formen. Auch und gerade im Gesicht. Und da mag ich es eben im Moment mal wieder etwas runder. Es gibt nämlich einen Unterschied: Hohlwangigkeit mit messerscharfen Falten rund um den Mund ist das eine – aber sich etwa beim Flirten zeigende, entzückende Grübchen in einem gesund wirkenden Gesicht sind das andere ...

Colette Nelson - stark und prall

Überhaupt bin ich im Moment in so einer Phase, in der ich mir einmal wieder Gedanken über nicht ganz so definierte Muskelfrauen mache. Also nicht gerade solche im Rubens-Format. Aber eben doch so, dass man unter der Rundung die entsprechenden Muskel-Konturen und stattlich-imposant-kraftstrotzenden Wölbungen noch erkennen kann. Und für mich ist das vor allem anderen der Po: Wenn der sich bei jeder Bewegung herausfordernd drall und rund und straff und stark unter dem Kleidungsstoff abzeichnet, dann fange ich an zu lechzen und zu hecheln. Und wenn dazu noch ein breites Kreuz und stählerne Arme kommen ...

Damit sind wir wieder bei dem Wort „Offseason“. Das heißt auf Deutsch nichts anderes als „außerhalb der Saison“, in diesem Fall die Wettkampf-Saison. Die Phase, in der sich die Muskelmaedels also nicht „definiert“ oder gar „shredded“ präsentieren – der Szene-Jargon von der „geschredderten“ oder „zerschnitzelten“ Verfassung liefert schon die dazu passende Assoziation (zumindest bei mir). In der „Offseason“-Zeit aber kann auch die Athletin beim Essen etwas sündigen. Wobei es da natürlich solche und solche gibt: Manche gehen in Offseason auf wie ein Hefeteig. Andere achten auch da etwas auf sich. Oder haben die entsprechende Veranlagung, insgesamt nicht so zuzulegen. Und genau von denen rede ich.

Gina Davis zeigt, dass sich bei Offseason
pralles Volumen und klare Kontur
nicht ausschließen: Was für ein Arm!
 

Das große Plus dieser Zeit ist natürlich auch der Umstand, dass nun die Körperkraft am höchsten ist. Denn Fett ist ein Energielieferant. Wer stark abnimmt und beim Essen eine extreme Diät hält, der vermindert auch seine Kraft. Folgerichtig gehört in diese Offseason-Zeit auch die des Muskelaufbaus (man kann das je nach Lehrmeinung auch als eigene Phase ansehen). Aber Tatsache bleibt: Jetzt ist die Kraft am größten.

Alina Popa hat es mal so ausgedrückt: „Offseason fühlt sich prima an. Große solide Muskeln und so viel Kraft. Ich liebe es.“

Denn gerade da wirken die Muskeln am voluminösesten – auch dank des Fetts. So einfach geht das beim Abnehmen natürlich nicht, nix da mit „Fett weg, Rest bleibt“. Beim Abnehmen büßt man auch Muskelumfang ein. Ein top trainierter Athlet natürlich weniger als ein untrainierter Normalo. Ich weiß, von was ich rede, ich habe das auch schon mal erlebt.

Jedenfalls sind bei vielen Muskelmaedels die Konturen jetzt am wuchtigsten: Sie wirken nun schlichtweg prall – also mit gerundeten und gleichzeitig sehr festen Konturen. Und das strahlt unüberwindliche Kraft ebenso aus wie enorme weibliche Anziehungskraft. Diese Mischung zwischen physischer Stärke und fraulicher Ausstrahlung bildet für mich den Reiz – natürlich verstärkt durch die unübersehbare Größe der Muskulatur. Wird die nun von ihrer Trägerin entsprechend präsentiert, dann hängen Burschen wie ich am Haken.

Wie präsentiert? Nun, selbstbewusst-dominant, augenzwinkernd-fröhlich oder schüchtern-leise – das kommt ganz auf das jeweilige Muskelmaedel und sein Können auf dem Gebiet der Tändelei an ...

Donna Mangano zeigt "Offseason"
in der wohl schönsten Form.
Das Foto ist unter Fans längst Kult.  

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Demnächst: "Live Amazons - The Event".
Im kommenden Februar. In Deutschland.

So, und für alle, die mal gern mit starken Maedels rumbalgen, die mal gern ihre Hände stramme Muckis unter warmer straffer, vielleicht sogar geölter Haut erkunden lassen, während deren Besitzerinnen einen gekonnt in die Mangel nehmen - für all diese Burschen gibt es jetzt vielleicht etwas, das ihren Wünschen entgegenkommt: Am 11./12 Februar 2012 findet in Troisdorf nahe Köln unter dem Stichwort "Live Amazons" ein Wrestling Event statt. Also endlich mal wieder auf deutschem Boden und nicht im ebenso schönen, aber halt "Fahrtkosten-intensiveren" Ausland.

Veranstaltet von Tiafighting und Femwrestle, kann der interessierte Besucher dort folgenden Damen begegnen: Antscha, Jane, Kyra, Mary, Tia, Viktoria, Suzy, OrsiB und Ola. Zugegeben, alles keine Mädels in der Mucki-Liga einer Alina Popa oder Kashma Maharaj, aber alles erfahrene Session-Wrestlerinnen, die fraglos wissen, was sie tun. Außerdem sehen sie alle ganz hübsch aus.

Es gibt Tickets für Besucher, sowohl für einen wie für beiden Tage. Das rangiert zwischen 150 bis 450 Euro. Und je nachdem, was man berappt, ist eine Session drin sowie Sonderkurse für weitere. Für Speis und Trank sei gesorgt, sagen die Organisatoren, auf Wunsch gebe es auch einen Shuttle Service.

Wer mehr wissen will, der klicke hier bei den Veranstaltern. Auf der Seite finden sich auch die Zahlungsmodalitäten erklärt. Ich habe keine Ahnung, was alles dahinter steckt. Jedenfalls muss es wohl einiges an Organisation gekostet haben, den Platz zu finden, alle Maedels unter einen Hut zu bekommen - von der Traute mal ganz abgesehen. Wollen wir hoffen, dass es klappt und viele Fans kommen! Und allen, die hinfahren, seien zwei tolle Tage gegönnt!


Freitag, 9. Dezember 2011

E-Mail an mich: "Muckiheldin verdrischt Superhelden. Und warum das sexy ist."

Wenn Superhelden keine Chance gegen
die Muskeln ihrer sexy-Mitstreiterinnen
haben - Spidey in Nöten. Das Bild stammt von
"ritualist" und ist an dieser Stelle zu finden.
Elektro-Post bekomme ich ja nun öfters. Aber nicht jedesmal handelt es sich da um eine Zuschrift wie die folgende. Darin spricht der Leser "Bernie78" in selten entstpannter Offenheit über seine Vorlieben und das damit verbundene Drumherum. 

Wunschgemäß habe ich die Rechtschreibung (und die Grammatik) geprüft und korrigiert. Aber nur dort, wo nötig und wie bei allen anderen hier veröffentlichten Zuschriften auch. An der Ausdrucksweise habe ich nichts gemacht. Erstens ist das etwas Höchsteigenes. Und zweitens ist dieser Text schon, hm, sehr eigenwillig formuliert. Aber eben auch sehr direkt und offen. Und das finde ich gut.   


In dem Zusammenhang eine große Bitte: Leutz, setzt mehr Absätze! Am besten mit einer leeren Zeile dazwischen. Es liest sich am Bildschirm einfach besser. Wer alles in einem Block von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung durchschreibt und dann noch Probleme mit den Kommata hat, der macht es für seine Leser richtig schwer. (Ich komme mir schon vor wie ein Lehrer...) 



Ein Tip: Mal den Links zu "deviantart" bei den von mir ausgesuchten Cartoons folgen und dort weiterstöbern. Da sollte sich manches finden, was mit unterlegenen Kerlen und starken Frauen zu tun hat (Englisch sollte man aber verstehen).
  

Ach ja, von mir vorab dies als Antwort auf eine Frage aus dieser Zuschrift: Natürlich mag ich sexy Comic-Heldinnen in knappest-möglichen Kostümen und mit prallen, harten Muckis - hallo, das ist genau einer der Gründe dafür, warum es diesen Blog überhaupt gibt!

Nun aber den Text der E-Mail:

"Also, ich lese diesen Blog auch regelmäßig. Muss sagen: total gut! Das trifft oft voll meinen Geschmack. Nicht immer, aber oft. Jetzt wollte ich mich mal dranmachen und dir, Mattmuscle, auch was schreiben über das, was mir gefällt. Ich hoffe, das nervt dich nicht. Am besten wäre, es geht dir auch wir mir. Weil, dann weißt du, was ich meine.

Also, besonders gefallen mir die Geschichten und die Beiträge über Comics. Ich meine so Comics, in denen es um Muckisuperfrauen geht, die den ganzen Spacken einheizen. Am geilsten finde ich Comics, bei denen die Superheldinnen unübersehlich starke Muckis haben und dann diese angeblich so kräftigen Superhelden verdreschen. Das mag ich schon, als ich noch in der Schule war. Weiß nicht, warum. 


Ich habe ja hier viel gelesen und kann sagen: Ich habe da nie drunter gelitten. Das war für mich immer nur geil. Aber anderen Ärger hatte ich. 
Am Anfang haben ein paar drüber gelacht, als sie das rausgekriegt haben. Ich habe mich sogar mal mit so einem Asi gehauen deswegen. Heute rede ich nicht mehr drüber. Wenns trotzdem jemand merkt, okay. Aber ich mach mich deswegen nicht zum Horst oder red drumrum. Das ist mein Ding und fertig. Macht mir halt einfach Spaß. Ich kann das auch gut trennen vom richtigen Leben und den echten Frauen und so. 

Bei diesen Bildern und Stories. Da will ich vor allem von den Bildern und dem Text dazu so richtig heiß angemacht werden. Das heißt knappe Uniformen mit so Masken und roten Umhängen und Stiefel mit hohen Absätzen und hautenge glänzige Anzüge, wo man oben tief auf die dicken Dinger guckt und wo hinten der Mucki-Arsch freibleibt. Ey, und die ganzen anderen Muckis, die sieht man natürlich auch, dick und kantig, aber schon noch ästhetisch. Sie muss auch nicht viel größer sein als der Typ, aber manchmal macht es mich auch voll an, wenn die Muskelfrau den Typen auch noch überragt. Muss aber nicht immer sein.


Ich fahr aber immer voll drauf ab, wenn die Muckiheldin über dem besiegten Superhelden steht und er sich unter ihr windet. Voller Schmerzen und so. Er hat verloren. Wenn er nicht mehr kann und von ihr niedergehalten wird. Sie ist über oder auf ihm drauf, sexy und stark. Und sie weiß, dass sie sexy und stark ist. Super selbstbewusst und alles ganz easy von ihr. Was ich auch voll geil finde, ist, wenn er beherrscht wird von ihren Muskeln und sie das total langweilt. Ach ja, und Armdrücken. Wo er macht und tut, aber keine Chance hat gegen ihren Hammerarm. 


Bei solchen Bildern und Geschichten, da kriege ich immer ein Mörderding. Bombe! Wie ich so was zum ersten Mal gesehen habe, so ein Comicbild, zufällig beim Surfen auf einem Laptop von jemand anders, boey, ich hatte sofort eine Megalatte. Von jetzt auf gleich. 
Ich habe das Bild den ganzen Tag nicht aus dem Kopf gekriegt. Und musste ca. 6 Stunden warten, bis ich endlich allein war. Was da los war, als ich die Hose runter hatte! Ich sage nur: zweimal direkt hintereinander, und eine Stunde später wieder!  

Heute ist es nicht mehr ganz so krass. Ich bin ja ein paar Jahre älter jetzt. Ich stelle mir jetzt immer vor, wie das wäre, wenn ich von so einer Bodybuilding-Frau unten gehalten würde, wenn sie so auf mir drauf ist, die Muckis eingeölt und glitschig und warm. Und wenn sie dann sieht, was mir das für ein Ding macht! Das werde ich auf jeden Fall noch ausprobieren, wenn ich wieder flüssig bin.


Ich habe mal von meinem Rechner ein Bild rausgesucht. Ich weiß nicht, von wem es ist. Das habe ich vor ungefähr einem Jahr online gekriegt. Da wird das aber so gezeigt, wie ich es gern habe. Der Superheld ist unten. Und sie steht über ihm. Ganz lässig. Ein Fuß von ihr steht bei ihm zwischen seinen Beinen drauf. Sie hat gewonnen. Der Typ wird ihre Beute, wie sie es will. Total gut gemacht. 


Das ist das von "Bernie78"
an seine E-Mail angehängte Bild -
da kann man nur sagen: autsch! Und
eine sehr souveräne Superheldin,
noch dazu mit Muckis.
Was ich noch sagen will, ist: Es gibt für meinen Geschmack leider viel zu wenig von so Muskelfraustorys, bei denen es um Superhelden geht und wo die Typen es dann richtig abkriegen. Was ich aber nicht mag, sind diese Sachen, wenn dann zwei Muckigirls es miteinander machen. Gibts auch als Videofilme bei youtube und so. Mit dem Lesbenzeug hab ich es nicht so. Eigentlich gar nicht. Klar, das ist jedem seine Sache. Aber meine nicht. 

Ich will die Frau den Mann besiegen sehen, das geht mir ab. Und zwar mit ordentlich Muckis bei der Frau und einem scharfen Kostüm. Und von solchen Zeichnungen und Geschichten machen sie zu wenig. Daher wäre es mir nicht ungelegen, wenn du, Mattmuscle, das veröffentlichst. Prüf aber bloß die  Rechtschreibung und mach die Fehler weg, bitte. Ich habe das leider nicht so 100 Pro drauf. Ich bin aber dran, dass es echt besser wird.  


Vielleicht werden ja noch andere Menschen gefunden, die auch so Comics und Sachen mögen? Die können ja gern einen Kommentar schreiben, das kann man ja in dem Blog von dir machen. Ich würde nämlich wirklich gern mal wissen, wer sich da alles außer mir dafür interessiert. Lasse aber meinen wirklichen Namen und die Mail-Adresse weg. Bitte. Schreib einfach "Bernie78", dann weiß ich, ich bin gemeint."


Der israelische Cartoonist "Yatz" hat diese Szene festgehalten:
Supie hat wohl keine Chance gegen die entspannt-lässige
Wonderwoman und ihren mächtigen Arm ...
Das Bild findet sich unter diesem Link.


Sonntag, 4. Dezember 2011

Elena Shportun: IFBB, NAC und WABBA ...

Hui --- eigentlich wollt' ich vergangene Woche schon was drüber schreiben - Elena Shportun bei der NAC in Hamburg. Das war wohl die Überraschung in der Physique-Klasse, wo die schöne Frau mit dem elegant-schlank-muskulösen Leib hinter der wie stets burschikos wirkenden, aber hammerhart definierten Monia Gioiosa den zweiten Platz belegt hat. Elena nunmehr mit blonden Locken (steht ihr super) und einem neckischen Metallgeklingel um die schlanken, festen Hüften.

Nun, sei es, wie es war - im Lauf der vergangenen Woche kündigte sie dann via Facebook an, nach Alzey zu fahren: "Hallo meine Freunde! Heute mache ich mich auf den Weg nach Alzey. Samstag nach dem Wettkampf bin ich in Mannheim zur Eroefnung des neuen Best Body Shop. Drueckt mir die Daumen. Ich versuche noch haerter auf der Buehne stehen als letztes WE in Hamburg." 

So. Alzey. Da gab es seit gestern bis heute den Wettkampf "W.A.B.B.A. Mr./Ms. Universe für Fitness und Bodybuildung", ausgelobt waren als Preisgeld 10000 Einheiten der derzeit nicht so ganz stabilen US-amerikanischen Währung. Hinfahren konnte ich aus privaten Gründen leider nicht, und Ergebnisse stehen zZ noch nicht online (das scheint auch bei der W.A.B.B.A. zu dauern - die Website ist bei der Sache noch auf dem Stand von 2010 - aber das wäre dann mal ein anderes Thema). Sobald ich mehr weiß, tue ich's hier draufstellen (wie das neulich so ähnlich mein Neffe in nonchalanter Missachtung der deutschen Grammatik ausgedrückt hat).

Was mich dabei auch interessiert, ist das Heckmeck um das leidige Thema, dass mancher BB-Verband sich gleichsam der Auftritte "seiner" Athleten exklusiv versichert. Da stehen ja in den Regelwerken lustige Sachen dazu drin, so mit diversen Erlaubnissen und anderem mehr. Und es ist, so war ebenfalls Elena Shportuns Bereich bei Facebook zu entnehmen, wohl zu einigem Ärger gekommen:

"Guten Tag alle zusammen.Wegen den vielen Kommentaren in den Internetforen nehme ich heute ein mal Stellung zu meinem Start bei der "Ms. Universum"
Ich bin bis heute nicht gesperrt von IFBB, es ist meine freie Entscheidung bei NAC zu starten.
Alleine der Umgang mit mir wegen eines Gastauftrittes von einer Person des IFBB hat zu dieser Entscheidung geführt. Es zeigt dass der Athlet keinen wert hat.
Ich bin nach wie vor BB Athletin mit Leib und Seele. Und möchte mein Kunst, mein können meinen Fans und anderen menschen da zeigen. Ich freue mich sehr auf die Wettkampfstage.
Viele liebe Grüsse
Euere Elena Shportun" 


Ich finde das Handeln von Elena Shportun die einzig richtige Vorgehensweise. Zum ersten, weil sie sich ihren Fans bei Wettkämpfen zeigen will, so oft wie möglich. Zum Zweiten: Man schaue sich doch einmal die Frauenklassen an bei den einzelnen Verbänden - da wird doch überall seitens diverser Funktionäre abgeknapst. Die extrem massig bepackten Muckimaedels sind unerwünscht (wobei ich Elena Shportun mit ihrem vergleichsweise schlank-symmetrischen Körperbau nicht zu der Klasse zähle - aussehen tut sie dennoch sensationell). 

Klar, nun schocken ja schon die eher "schmäleren" Bodies so manchen unbedarften Betrachter, das passiert dann erst recht bei den echt massiven Maedels. Aber ist das nur beim FBB so? Das geschähe doch auch bei dem Körperbau einer wuchtigen Hammerwerferin, wenn sie ähnlich sparsam bekleidet, eingeölt und im gleißenden Licht auf der Bühne stünde. Jedenfalls will man die Präsenz der massigen Maedels seitens der Verbände beschneiden - mit Blick auf mehr Weiblichkeit. 

Nichts Neues. Ich habe das ja schon mehrfach hier dargestellt: Schon vor gut drei Jahrzehnten gab es die Diskussion in den Verbänden. Ein Ergebnis war die berühmte Bizeps-Pose mit offener Hand - das wirke angeblich weiblicher. Sprich: Hier ging es nur um das Befolgen vorhandener gesellschaftlicher Konventionen - dabei war Leistungs-Bodybuilding aber immer konventionensprengend, vor allem das der Frauen an sich. Aber das wichtigste bei alldem: Die Muskelmaedels, die die Extreme ausreizen, tun das ja, weil sie es wollen. Sie selber. Und natürlich wollen sie die Ergebnisse der Schinderei dann auch auf der Bühne zeigen, ist doch logisch.

Früher gab es die umstrittenen Kampfrichterentscheidungen - die alten Säcke unter meinen Lesern werden sich noch an einen Wettkampf anno 1992 erinnern - die Ms International: Im Jahr zuvor hatte eine sehr massige Bev Francis den Saal gerockt - der Sieg ging dennoch an Lenda Murray (die im übrigen mit nachgerade sensationellem Body aufwartete).1992 kam dann die Regel, die Maedels sollten "nicht zu groß" sein. Und entsprechend wurde geurteilt.

Die blonde schwäbische Wucht Anja Schreiner siegte - eine sehr schöne Frau mit sichtlich Muskeln, und dazu charmant, telegen, intelligent, wortgewandt und wunderbar ins neue gewünschte Schema passend. Gleich groß und ebenfalls eine nordeuropäische Blondine war Paula Bircumshaw - nur mit ungefähr 15 Kilo mehr Muckis. Der Saal tobte, als sie rauskam. Erst recht steppte der Bär, als man dann nicht die üblichen 10 Besten zum Outcall aufrief, sondern nur die ersten sechs. Paula Bircumshaw aber hatte man auf Platz acht wegsortiert. Sie kam dann raus, als das Publikum unüberhörbar nach ihr verlangte.   


Heute macht man es sich ganz einfach: Man rechnet die Teilnehmerinnenzahlen runter. Oder man erfindet Klassen, welche die stark bepackten Maedels gleich außen vor lassen. Angesichts dessen aber mutet es wie eine Frechheit an, wenn man den solcherart gegängelten Sportlern die Startmöglichkeiten bei  anderen Verbänden zu beschneiden versucht. (Apropos Gängeln: Seit den 1960er Jahren ist es für viele Prominente normal, sich für Pressephotos ganz auszuziehen - das war Bodybuilderinnen bestimmter Verbände noch mindestens in den 1980er Jahren verboten und wurde per Sperre geahndet. Irgendwann hat man dann aber gemerkt, dass man sich damit vollends lächerlich macht). 
 
Eigentlich müsste sich ein Verband mal dieser Lücke annehmen und versuchen, genug richtige Muskelmaedels auf die Bühne bekommen. Aber das hängt natürlich alles vom Geld und von den auszupreisenden Siegprämien ab. Auch davon, dass mancher Verband gerade im fürs BB enorm wichtigen Amiland an den Schaltstellen sitzt. Und davon, dass ein Start bei diesem Verband eben immer noch wie ein Ritterschlag (na, fast jedenfalls) wirkt. Damit aber will sich keiner anlegen - zumal, und das lässt sich ja nicht von der Hand weisen, Trupps wie die IFBB enorm viel für die Popularität dieses Sportes getan haben.

Dennoch sage ich als Fan: Ich will auch die richtige muskulösen Maedels auf der Bühne sehen. Ich habe nichts gegen die "leichteren" Klassen. Im Gegenteil. Da kann eine Diversifizierung (um's mal ökonomisch zu sagen) nur gut sein. Schafft mehr Möglichkeiten, schafft mehr Starts. Aber: Die wirklich muskulösen Damen haben auch ein Anrecht darauf, dass man sie zu sehen bekommt - dafür haben sie ja geschuftet.

Und noch was: Die Boxer kriegen das längst hin - die verbandsübergreifenden Titel (auch wenn da bei den festgesetzten Zeiten für die Titelverteidigungen viel gehubert und gepokert wird, siehe Klitschko). Aber das Prinzip ist doch gut, weil es allen Beteiligten zusätzliche Aufmerksamkeit beschert. Warum also nicht auch im Bodybuilding? 

Samstag, 26. November 2011

Kashma Maharaj - Newcomerin aus der Karibik

Es war dieses Bild, das diesen Post ausgelöst hat. Der Schnappschuss mit einer jungen Dame drauf, die entspannt und freundlich in die Kamera blickt. Ein hübsches, sehr attraktives Gesicht, dessen Züge auf die Südsee verweisen. Eine tief dekolletierte, ärmellose Bluse in Rosa, in der Taille gegürtet. Darunter ein weißer Minirock, der sich - so zeigt der Faltenwurf - straff um die stramme Hüfte spannt. An den Füßen ein paar schicke, sehr spitze Pumps.

So. Alles in allem sehr wenig Stoff. Folglich bleibt sehr viel frei. Und das was da frei liegt, das ist atemberaubend: Breiteste Schultern, pralle, harte Arme, straffe Brustmuskeln. Aber dann: Diese Schönheit hat Wahnsinns-Oberschenkel. Man blicke nur mal darauf, wie weit sich (im Bild links) die Muskeln nach außen wölben. Und wie stark der innere Schenkelmuskel (das ist der über dem Knie nach innen gehende) ausgeprägt ist. Von dem schieren Umfang dieser Beine einmal ganz zu schweigen: Wow!  

Diese Super-Beine gehören Kashma Maharaj. Das ist eine 27 Jahre alte Bodybuilderin aus Trinidad & Tobago, also in der Karibik. Nix mit Südsee? Aber sicher doch - die schöne Frau stammt ursprünglich wohl von den Philippinen, lebt aber nun in der Karibik.

Ich sage das mal in ehrlicher Bewunderung ganz offen: Das wirkte bei mir wie eine Testosteron-Direktinjektion!

Sie hat dort auch im Juli die heimischen Meisterschaften gewonnen und sich für die Central American Championships qualifiziert. Auch für die NPC-Meisterschaften in  Florida hat sie dieser Tage trainiert. Das war ihre erste Meisterschaft überhaupt. Denn sie ist noch ein Bühnen-Newbie. Dementsprechend, so sagt sie, sei sie extrem nervös gewesen. Und froh darüber, dass ihr ein paar Freundinnen hinter der Bühne mit Schminken, Einölen und Frisur-Richten geholfen hätten: "Ich sagte meine Gebete auf, ging auf die Bühne und versuchte, eine gute Darbietung zu bringen." 


Etwas Neues war das auch für ihre anwesenden Familienmitglieder und Freunde: "Die haben mich noch nie im Bikini gesehen", lacht sie, "die kennen mich nur in Joggingshorts und Polo-Hemd."



Kashma Maharaj: starke Arme, zum Niederknien ...


Training und Diät vor dem Wettkampf waren für sie eine harte Sache - sie war wohl mehrfach nahe am Aufgeben, hat sich aber durchgebissen. Kein Wunder: Drei Monate lang trainierte sie zweimal am Tag. Und die dann einsetzende, salz- und zuckerreduzierte Diät schlug ihr aufs Gemüt: "Ich bin meistens eine fröhliche Person, die oft lacht. Aber bei dieser Diät, da war ich gereizt. Die Mahlzeiten waren nicht die schmackhaftesten."

Ihr Training ist hart, sie trainiert wie ein Kerl und mit Männern. Aber sie macht sich keine Sorgen um ihre feminine Note: "Das ist alles in Balance". Oh ja, das kann man nur unterstreichen!

Auch ein schöner Rücken kann entzücken -
ist das mal ein breites, starkes Kreuz!


Nicht nur die Freizeit und das Training, sondern auch den Job verbringt sie in der Fitness-Branche, wie so viele andere auch als Trainerin und als Betreiberin eines Drogeriemarktes. Sie ist entsprechend ausgebildet. Zudem hat sie sich an der Universität wirtschaftswissenschaftlich und marketingbezogen qualifiziert. Einen entsprechenden Job hat sie aber zugunsten ihrer muskulären Aktivitäten drangegeben: "Geld ist nicht alles."
Noch nicht genug gesehen von Kashmas
Rücken? Hier kann man noch mal einen
Blick darauf werfen. Und auf ihre Super-
Schultern und die Bizeps-Hügel auch ...

Ihre sportlichen Erfolge sind durchaus familienbedingt: Die Mama läuft Marathon, der Papa ist an der Schule ein Trainer für Cricket, Football und Leichtathletik. Dementsprechend wuchs sie auch sportorientiert auf. Sie begann mit Gewichten ihre Muckis zu trainieren, als ihr ein Freund erstmals ein Paar Fünf-Kilo-Hanteln in die Finger drückte. Aber es gibt da jenseits alles anderen auch einen ausgeprägten gesundheitlichen Aspekt: "Ich habe zu viele Familienmitglieder durch Krebs, Diabetes und Bluthochdruck verloren. So beschloss ich, aktiv Fitness zu betreiben und das mit Familie und Freunden zu teilen."


Ihre Ziele? "Ich trainiere seit 2009 als Bodybuilderin und liebe es, groß, stark und kraftvoll zu sein und die Änderungen an meinem Körper zu sehen. Auch liebe ich es, auf die Böhne zu gehen und zu posen. Mein Ziel ist es, die künftige Miss Olympia zu sein und den Sport mit neuem Look und neuer Haltung umzukrempeln. Ich will mehr Frauen ermutigen, bei Wettkämpfen teilzunehmen und den Bodybuilding-Lebensstil anzunehmen. Und ich will für alle Leute ein Rollenmodell, ein Vorbild bei einem gesunden Lebenswandel sein." 

Wer das schöne Muskelmaedel mal treffen sollte - sie legt bei Männern Wert auf klassischen Benimm. Also Türe aufhalten, Mantel hinhalten, Stuhl zurechtrücken und so was alles.


Noch mal diese Beine ... schluck! Und dazu
dieses bezaubernde Lächeln in diesem
männermordenden Outfit!

Wenn ich's mal ganz recht bedenke, so kann dieses Verhalten bei Frauen insgesamt nicht schaden ... 


Wer mehr sehen 
will: 
Hier ist ihr Facebook-Eintrag.
Und hier ihre LiveCam.





Freitag, 25. November 2011

Bodybuilding mit Mitte 70: Ernestine Shepherd

Dass es Muskelmaedels in (fast) allen Altersklassen gibt, das ist in diesem Blog ja schon das ein oder andere Mal dargelegt worden — ich verweise stellvertretend mal auf Wanja Sjödin oder auf die dieserseits der Tastatur sehr verehrte Christa Bauch.

Auch die hier mehrfach genannte Amerikanerin Ernestine Shepherd aus Baltimore in Maryland gehört in diese Kategorie: Sie ist Mitte 70 und so fit wie der sprichwörtliche Turnschuh. Kein Wunder: Sie lebt extrem gesund und trainiert täglich stundenlang (Gymnastik, Aerobisches, Hanteltraining). Ja, sie gibt im eigenen Gym wohl auch noch Kurse.

Inzwischen steht die bekennende Verehrerin von Sylvester Stallone sogar als älteste aktive Wetttkampf-Bodybuilderin der Welt im Guiness-Buch der Rekorde. Worauf sie nicht wenig stolz ist...

Was wiederum eins zeigt -- man ist nie zu alt (vorausgesetzt, der Körper gibt's noch her...): Respekt!


Derzeit steht bei Stern-online eine Bildstrecke zu Ernestine Shepherd; die Bildzeilen dazu kommen zwar mal ohne die übliche Häme gegenüber Muskelmaedels aus. Was vermutlich auch daran liegt, dass die schlanke Ernestine Shepherd nun weiß Gott nicht aussieht wie eine um 40 Jahre gealterte, aber immer noch hypermuskulöse Iris Kyle. Aber eine gewisse Herablassung ist schon zu spüren. Halt typisch deutsch — was einem fremd ist, kann man auf die Art und Weise spöttisch und abwertend behandeln.

Oder wie soll man diese Überschrift hier sonst werten: "Aktiv-Omi träumt von Sylvester Stallone". Sehr schön. Oder besser: Hübsch hässlich. Diskreditiert alte Damen ebenso wie Sportlerinnen.

Es ist doch klasse, wenn jemand in dem Alter noch solch eine Physis hat statt im Altersheim den Rollator zu schieben (das kommt eh noch früh genug — für Frau Shepherd, für mich und auch für die Leute vom Stern, wenn wir alle alt genug dafür werden). Ich könnte ja, wenn ich wollte, auch was in der Manier schreiben: "Stern-Schreiberling publiziert Bullsh*t" zum Beispiel. Wie gesagt: Wenn ich wollte. Nun ja. Wer trotzdem gucken will, klicke hier.

Ernestine Shepherd geht nicht nur sportlich mit der Zeit, sondern auch technisch — ihre Website findet sich an dieser Stelle.
 

Freitag, 18. November 2011

Die Muskel-Rockerbraut


Die Muskellady auf dem Bike
ist Desiree Ellis (www.desireeellis.com

(Vorbemerkung von mattmuscle: Geschrieben von einer wilden amerikanischen Dame, die eine Begebenheit aus ihrem abenteuerlichen Leben schildert. Gefunden irgendwo im Internet. Übersetzt und etwas poliert, damit die Story auch auf Deutsch voll dorthin geht, wo sie hin soll – ist ja eh alles nur Phantasie, oder? Oder? Euch kann ich es ja sagen: Insgeheim befürchte ich, dass diese Amazone in dem abgerissenen, superknappen Lederkostüm und den silberverzierten Stiefeln eines Tages vor meiner Tür steht und mir mit ihrem arroganten Lächeln ihre tätowierten, unüberwindlich starken Zweiundvierzig-Zentimeter-Oberarme unter die Nase hält ...)

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Könnt ihr euch eine achtzig Kilogramm schwere Bodybuilderin im Sattel einer Harley vorstellen? Tja, das bin ich. Ich heiße »Danger« (also: Gefahr), und ich bin eine Rockerbraut. Schon immer hat mich das aggressive Verhalten von Rockern beeindruckt. Ich wollte dazugehören. Ihr solltet mich sehen, wenn ich mit meiner Harley ausreite. 

Ich sehe so gefährlich aus. 
Gefahr, dafür lebe ich. Deswegen werde ich ja auch Danger genannt. 
Ich bin groß, stark und hart. 
Ich fürchte mich vor nichts und niemandem. 
Ich bin gut einszweiundachtzig groß.
Und ich habe einen unglaublichen Body.

Meine Bizeps-Muckis messen rundherum zweiundvierzig Zentimeter, genauer: zweindvierzigeinhalb Zentimeter. Und sie sind sehr, sehr fest. Wenn ich mit meiner Harley bei heißem Wetter durch die Gegend fahre, trage ich immer mein Tank Top Shirt aus schwarzem Leder. Ich habe die Ärmel mit einem Taschenmesser vom Hemd abgeschnitten, um ihm dieses raue, derbe Aussehen zu geben. Ich liebe es über alles, den Lenker von meiner Harley beim Fahren so richtig fest anzupacken. So bleiben meine Bizeps und Trizeps dauerhaft angespannt und aufgepumpt.

Ich trage meine schwarzen Ledershorts, dazu Netzstrümpfe und ein paar Stiefel mit silbernen Spangen und düse los in den Sonnenuntergang. Meine Quadrizepsmuskeln lasse ich weit gespreizt, wenn ich mit meiner Harley fahre, und ihr solltet mal erleben, für welches Aufsehen ich sorge. Ich habe muskulöse vierundsechzig Zentimeter Umfang an meinen Oberschenkeln, noch dazu extrem definiert. Während ich auf meiner Harley sitze, pumpen sich meine Quadrizeps-Muskeln so dermaßen auf. Ich kann fühlen, wie die Hitze von meinem Bike sie aufheizt. Sie bekommen dann dieses sensationell heiße Brennen. Es erinnert mich daran, in die Mucki-Bude zu gehen und in der Beinpresse zwohunderfünfundachtzig  Kilo zu drücken.

Auch meine Waden schwellen beim Harley-Fahren an, auch die sind hart und riesig. Sie sind der Teil an meinem Körper, der am besten definiert ist. Ich habe schon Leute nur dadurch eingeschüchtert, dass sie einen Blick auf meine Waden warfen. Die sehen aus wie gemeißelt.

Mein Lederhemd hat auch einen V-artigen Ausschnitt, der meinen dicken Rücken ideal zur Geltung bringt. Meine Brust und meine Schulter messen rundherum satte hundertzwölf Zentimeter. Ich habe extrem breite Schultern, mit sehr gestreiften Deltoid-Muskeln. Sie sind so rund und prall, und meine Brustmuskulatur ist so hoch und hart. Ich habe einen tiefen, scharfen Einschnitt in der Mitte meiner Pectoralis-Muskeln. Ich spanne immer meine Brustmuckis für den Rest der Rockerclique an, wenn wir mal wieder beschließen, die Muskeln zu vergleichen. Ich messe mich immer mit den Burschen, ringe auch gern mit ihnen.

Ich habe diesen wirklich coolen Rocker-Ehemann. Sein Name ist »Razor« (also: Rasierer). Er ist völlig abgefahren. Wir kämpfen dauernd miteinander. Liebend gern brechen wir aus dem nichtigsten Anlass einen Streit vom Zaun. Einmal balgten wir uns darum, wer hinten auf der Harley sitzen und wer das Gerät reiten würde. Also stieg Razor auf das Motorrad und machte sich fertig, um loszufahren. Ich kam hinter Razor. Ich schlang meinen hoch aufragenden Bizeps um seinen Hals. Ich hatte Razor in einem Neck-Lock-Ringergriff, quetschte seinen Hals. Und sagte zu Razor, er möge verdammt noch mal von dem Motorrad steigen, weil ich fahren wolle.

Dabei quetschte und quetschte ich weiter und hielt meinen Bizeps hart gegen seine Gurgel gepresst. Immer wenn wir aneinander geraten, kämpfen wir hart gegeneinander. Razor strampelte und wand sich, um meinem Griff zu entkommen, und konnte kaum atmen. Er wollte aber nicht von dem Motorrad herunter. So brüllte ich ihn an: »Zum Donnerwetter, Kerl, wirst du nun endlich absteigen?«

Razor weigerte sich, mir zu gehorchen. Also ergriff ich mit meiner freien Hand diejenige, die um seinen Nacken lag. Dieses Mal presste ich seine Gurgel wieder und wieder zu. Er wehrte sich so sehr gegen meinen Griff, dass er von dem Motorrad sprang. Ich wollte Razor aber immer noch zeigen, wer hier der Boss ist. Also hielt ich meine Arme fest um seinen Hals und sprang auf seinen Rücken. Er hörte auf zu atmen, und ich wusste, er konnte leicht ersticken. Razor wand seinen riesigen Leib von einer Seite zur anderen, so ruppig er nur konnte, und warf mich ab. Ich stand auf und spannte meine Bizeps-Muckis vor den anderen Rockern an, und sie alle johlten vor Begeisterung. Razor würgte und hustete und war knallrot.

Dieses Foto von Cathy LeFrancois und diejenigen
von zig anderen Muskelmaedels  gibt es unter:
http://www.wpwmax.com/
Ich blickte in den Spiegel meiner Harley und legte etwas von meinem dunkelbraunen Lippenstift auf. Dann bewunderte ich mein Äußeres. Ich habe langes, pechschwarzes Haar und ein Paar dunkler, mysteriöser Augen, die immer mit schwarzem Eyeliner betone. Ich rückte meine schwarze Bikermütze zurecht. Da fühlte ich einen harten Stoß in meinem Rücken. Der Hieb brachte mich geradewegs auf den Boden, und ich war verblüfft.

Razor beugte sich herab und schickte sich an, meine Beine zu spreizen. Rasch schlang ich meine muskulösen Oberschenkel um seine Taille. Razor hat eine ziemliche Wampe. Ich verschränkte meine Fußknöchel, spannte meine Quadrizeps an und gab es ihm. Alles, was ich hören konnte, war sein Kreischen. Die anderen Biker johlten und feuerten uns an. Sie riefen im Chor: »Mehr, mehr«. Ich quetschte Razor so fest, dass er bewusstlos wurde. Er landete schließlich in einem unserer Lieferwagen, bis er sich erholt hatte.

Ich stieg auf die Harley. Und winkte diesem wirklich scharfen Rocker-Knaben namens Timmy. Er war ziemlich neu in der Rockerclique. Ich wollte ihn noch vor den anderen einbrechen. Das ist eins der Dinge, die ich am Dasein als Rockerbraut liebe. Ich kann Razor haben und mich an jeden anderen Kerl heranmachen, den ich will. Razor kümmert das nicht. Er hat die gleichen Rechte in bezug auf Mädels.

Wir waren startklar. Passanten hielten an und starrten zu uns herüber. Wir hatten unsere Harleys alle in einer Reihe aufgestellt. Wir waren zirka zwanzig Personen und sahen zum Fürchten aus, alle in Schwarz gekleidet und überall mit Tätowierungen. Ich mag es, meinen gewaltigen Körper tätowiert zu bekommen. Für mich ist es die ultimative Herausforderung. Wir donnerten los, und ich hatte diesen jungen, heißen Timmy hinter mir.

Ich konnte seine heißen Arme an meiner Sechzig-Zentimeter-Taille spüren. Er kam nicht drumherum, meine Bauchmuskeln zu fühlen. Ach, ich habe ja so einen tollen Waschbrettbauch. Jedenfalls brannte die Sonne so, dass wir schwitzten und meine Abdominal-Muskeln glitschig vor Schweiß waren. Ich hielt sie die ganze Zeit über angespannt, und ich genoss das Gefühl, wie Timmys eifrige Hände meine harten Bauchmuckis streichelten.

Er erzählte mir dabei, er könne es gar nicht erwarten, ein bisschen von dieser Danger zu kosten. Ich musste lachen. Denn Timmy hatte überhaupt keine Ahnung, was ihm bevorstand. Ich würde wetten, dass noch keine Frau zuvor ihn je völlig unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Ich wollte es ihm aber gebührend beibringen.

Wir hielten irgendwo im Freien an, um da die Nacht zu verbringen. Ich sagte Timmy, wir könnten uns die Beine vertreten. Wir gingen los, und ich setzte mich dann auf einen Felsen. Ich saß da ganz still, weil ich sehen wollte, was er tun würde. Er sah ein bisschen so aus, als würde er sich vor mir fürchten, und ich wusste warum. Er hatte ja mitbekommen, auf welch gnadenlose Weise ich Razor fertig gemacht hatte. Er hatte aber immer noch keine Idee davon, in was er da hinein geraten war. Ich wusste, ich sah aus wie eine fleischgewordene Teufelin. Ich saß da auf dem Fels, ganz in Schwarz gekleidet, mit pechschwarzem Haar und einem geheimnisvollen Make-up.

Schließlich war ich es leid, darauf zu warten, bis Timmy nah genug herangekommen war. Ich rückte an ihn heran, so dass ich ihn erreichen und hochreißen konnte. Ich kam hoch und streckte meinen einsachtzig langen Body. Dann riss ich mir das Top und die Shorts vom Leib und stand vor Timmy in meinem schwarzen Posing-Tanga. 


Ich spannte meinen kolossalen Körper für ihn an. 
Dabei flexte ich so fest, dass mein Body vibrierte. 
Ich weiß, dass ich wie eine Gigantin ausgesehen haben muss. 
Ich brachte meine harten Brustmuskeln für Timmy in Position, und sie wölbten sich. 
Wie gesagt: Meine Pectoralis sind ja so muskulös.

Timmy blieb mit weit aufgerissenen Augen stehen. Ich begann, meine Oberschenkel anzuspannen, streckte sie vor ihm aus. Dabei achtete ich darauf, dass es aussah, als wollten meine Muskeln jeden Moment von meinem Bein platzen. Wieder streckte ich mich und glitt zu ihm hinüber. Ich bewegte mich sehr schnell. Timmy wollte vor mir weglaufen, aber da legte ich schon eine Hand unter seine Brust, die andere unter seinen Bauch und hob ihn hoch. Timmy wog ungefähr siebenundsiebzig Kilogramm. Ich streckte meine Arme und hob ihn ganz einfach hoch. Timmy war so schockiert, dass er mich fragte, was ich da tue.

Alles, was ich tat, war zu lachen. Ihr wisst schon, so ein gemeines, kehliges Lachen. Ich wollte Timmy richtig erschrecken. Da kein Fitness-Studio in der Nähe war, beschloss ich, ihn zu stemmen, wie beim Nackendrücken. Ich senkte und hob Timmy wieder und wieder, alles in allem acht Wiederholungen. Timmy begann sich zu entspannen und sagte dann, er hätte sich schon gedacht, dass ich so stark und voller Kraft sei.

Ich stellte Timmy auf seine Füße und lächelte ihn verführerisch an. Ich leckte meine Lippen, und er dachte, ich wollte ihn. Ich wollte ihn auch haben, aber nicht so, wie er sich das vorstellte. Timmy streckte die Arme aus, um mich zu umarmen. Ich dachte, was für eine Weichei-Nummer, und ließ ihn seine Arme um mein gewaltiges Kreuz legen. Dabei legte ich es darauf an, dass er merkte, wie fest mein Rücken war.

Schließlich war ich der Meinung, er habe genug gefühlt. Nun umarmte ich ihn. Als ich meine Arme um seine Taille legte, drückte ich meine Bizeps-Muckis in seine Seiten. Dann quetschte ich ihn hart, immer und immer wieder. Ich beugte meine Knie ein wenig und gab es ihm richtig. Dieser Kerl heulte, ich möge aufhören. Aber ich konnte nicht, da ich so viel Spaß dabei hatte. Als ich ihn genug gedrückt hatte, stieß ich ihn hart gegen seine Brust. Er fiel hin. Ich sprang auf ihn, und er wollte weg von mir. Er starrte mich dabei an, als sei ich verrückt. Ich sagte zu ihm: »Timmy. Ich heiße nicht umsonst Danger.«

Dann saß ich mit meinem großen runden Popo auf seinem Gesicht. Ich beherrschte ihn mit meinem Hintern. Er versuchte natürlich, mich wegzustoßen. Da spannte ich die Muckis in meinem Allerwertesten so stramm an, wie ich konnte. Ich saß dabei so, dass ich seine Beine im Blick hatte. Meine Oberschenkel waren beiderseits von ihm gespreizt. Ich langte hin und griff mir seine Beine, zog seinen Unterkörper zu mir, nahe zu meiner Brust.

Ich hatte seine Beine nun richtig in der Luft. Ich legte meine Bizeps-Muskeln um seine Leibesmitte und drückte sie in einem Bear-Hug-Griff zusammen. Noch nie hatte ich jemand in dieser Stellung gehabt. Ich war so begeistert davon, das einmal endlich ausprobieren zu können. Ganz fest quetschte ich seinen Rumpf. Er schrie unentwegt: »Danger, Danger, lass mich aus!«

Ich hatte Timmy in einer für ihn äußerst unbequemen Position. Ich wollte ihn so lange drücken, bis er das Bewusstsein verlieren würde. Also hielt ich meinen Hintern weiter gespannt und seinen Unterleib gegen mich gepresst, seine Beine in der Höhe. Dann kam ich von seinem Gesicht hoch. Ich stand da, beide Beine über Timmys Gesicht gespreizt, ihn aber mit beiden Armen an seiner Taille haltend. Ich liftete ihn hoch, bis er mit seinem Bauch auf meiner Schulter lag, sein Hintern auf Höhe von meinem Gesicht.

Dann ging es mit mir durch. Ich klatschte ihm mit meiner freien Hand fest auf die Kehrseite. Ich ließ ihn mich anflehen, ihn loszulassen. Ich schlug ihn hart. Jedesmal, wenn ich ihm eins drüber gab, pumpte sich mein Bizeps noch mehr auf. Ich begann, Timmy zu fragen, ob er zugeben wolle, wer hier alles unter Kontrolle habe, wer stärker sei. Er sagte: »Du, Danger, du.«

Ich ließ ihn noch mal feststellen, dass ich hier alles unter Kontrolle hatte, das ich stärker sei. Timmy sagte, sein Hintern schmerze entsetzlich. Irgendwie schaffte er es dann, mir zu entwischen: Er fiel auf die Erde. Bevor ich ihn aber wieder zu fassen bekam, rannte er fix zu unserer Rockerbande zurück. Ich setzte ihm nach, doch er war zu schnell. Da blieb ich stehen und schaute ihm beim Weglaufen zu. Ich stand da und lachte laut. Ich brüllte wie eine Löwin. Ich spürte, da war nicht einer, der mich hätte schlagen können. Ich bin ja so stark.

Als ich in das Lager zurückkam, hatte Timmy sich versteckt. Alle Rocker lachten und sagten, ich sei eine wirklich taffe Bodybuilderin. Ich wollte sie etwas unterhalten, also begann ich damit anzugeben, wie ich Timmy fertig gemacht hatte. Ich brachte jeden dazu, ihn zu hänseln und ihn als Schwächling zu verspotten.

Und hier auf dem Bike: die tolle Jana Linke-Sippl,
wie immer mit ehrfurchtgebietenden Armen.
Mehr unter: rippedprincess.com
Erinnert ihr euch noch an Razor? Also, er war schließlich noch wachgeworden und sagte mir, wie toll ich das mit Timmy hingekriegt hätte. Er war so stolz darauf, dass ich Timmy beigebracht hatte, wer hier das Sagen habe. Dann griff Razor mich unvermittelt bei den Haaren. Er hatte nicht den grausamen Headlock-Griff vergessen, in dem ich ihn zuvor gehalten hatte. Razor nahm mich nun in so einen Griff und verdrehte meinen Kiefer. Und er hat wirklich dicke Arme. Ich wusste, dass er wieder etwas Respekt von den anderen Rockern zurück haben wollte. Tja, ich war nicht dazu geneigt, dass er den auf die Tour bekam.

Als er so meinen Kiefer quetschte, riss ich seine Beine so rasch hoch, dass er hinfiel. Er versuchte meinen Kopf wieder in seine Finger zu bekommen. Das war aber nicht nach meinem Sinn. Ich raffte mich auf. Kaum versuchte er, mich wieder niederzureißen, als ich auch schon seinen Arm ergriff und fest verdrehte. Ich drehte immer weiter, gleichzeitig presste ich seine Finger zusammen. Er war auf seinen Knien. Er schüttelte seinen Kopf hin und her, mich bittend, doch aufzuhören. Er sagte, er wisse, dass er schwächer sei als ich. Ich ignorierte sein Flehen und verstärkte meinen Druck. Ich sagte zu ihm, er müsse die magischen Worte sage, sonst würde ich seinen Arm brechen. Er zögerte, also drehte ich noch ein bisschen. Da brüllte er aus voller Lunge: »Danger, du bist stärker als ich!«
»Und was noch?«
»Und ich bin nur ein Schwächling.«

Nachdem sein Gedächtnis nun wieder aufgefrischt war, ließ ich seinen Arm zu Boden fallen. Dann stellte ich meinen Fuß darauf und spannte meine mächtigen Bizeps-Muskeln an: Hatte ich doch einmal mehr bewiesen, dass ich weit und breit die wohl gemeinste Rockerbraut war.

© der deutschen Übersetzung bei mattmuscle, muskelmaedels.blogspot.com 

Montag, 14. November 2011

Sie redet Klartext: Lenda Murray


Lenda Murray gehört fraglos zu den besten Bodybuilderinnen aller Zeiten. Die Afro-Amerikanerin aus Michigan mit dem super-symmetrischen, von klaren Linien gekennzeichneten Muskelbody und dem elegant-schönen Gesicht hat insgesamt acht Ms-Olympia-Titel eingefahren. Das ist ein Rekord. 


Ihr Körperbau mit den breiten Schultern und dem enorm ausladenden Rücken über der schmalen Taille und den dazu passenden starken Beinen setzte bis heute Maßstäbe im Frauenbodybuilding.

Heute mit ihrem Mann Urel McGill in Kalifornien wohnhaft, ist Lenda Murray dem BB immer noch verbunden. Allerdings nicht mehr als Aktive, aber als TV-Kommentatorin ebenso wie als Promotorin und Veranstalterin. Zusammen mit ihrem Mann, einem Ex-Master Sergeant des U.S. Marine Corps und ausgewiesenem Fitness-Spezialisten,gründete sie die "Operation Boot Camp".
  
Darüberhinaus ist sie jemand, der offen redet. So hat sie vor einigen Jahren ein Interview gegeben, das auch mal einen sehr deutlichen Blick hinter die Fassade gestattet – im folgenden die Übersetzung (das englischsprachige Original steht hier).

Zum besseren Verständnis noch einige Eckdaten. Lenda Murray wurde 1962 in Detroit geboren. In ihrem Heimatstaat Michigan hat sie als Läuferin wie als Cheerleader brilliert (außerdem erwarb sie einen Uni-Abschluss in Politikwissenschaften). Ernsthaft mit dem Bodybuilding begann sie 1985. Sie gewann 1990 bis 1995 die Ms O in Folge, unterlag dann zweimal Kim Chizevsky. Dann erklärte sie ihren Rücktritt. Jedoch nur vorläufig. Denn 2002 war sie wieder da und holte sich den Titel erneut, ebenso im Jahr darauf. 2004 siegte sie in der Schwergewichts-Klasse der Ms O. Dann ging sie erneut in die Ruhestand.

Für Fans wie mich sind diese Äußerungen von Lenda Murray ein sehr knapp formulierter, aber sehr mutiger, weil schonungslos offener Einblick in die tatsächliche Seele einer Bodybuilderin. Diese Sätze bilden den Beleg dafür, dass die von Burschen wie mir so vergötterten Muskelmaedels nämlich Menschen sind wie wir alle, mit allem Positiven und Negativen. Daran sollte man sich ab und zu mal selber erinnern, ehe man jemanden auf ein Podest stellt, auf das der (oder besser die) gar nicht hinauf will ...

Also, nun sei Lenda Murray das Wort überlassen:


„Ich wuchs in der wirklich rauen South Side von Detroit auf, als ältestes von sechs Mädchen. Ich wurde in Schlägereien verwickelt, und das war – beinahe – normal für Detroit. Du warst gezwungen, dich selbst zu verteidigen. Wenn du das aber ein paar Mal getan hattest, dann wussten die Leute, dass man sich besser nicht mit dir anlegen sollte.

Da ist etwas, was ich nie öffentlich gemacht habe: Ich wurde mit 15 Jahren schwanger. Das war wirklich schlimm für mich, weil ich offenkundig das Kind nicht bekommen habe. Aber danach beschloss ich, den Kurs meines Lebens zu ändern, und begann, Sport zu treiben.

Cheerleading änderte mein Leben.

Meine Cheerleading-Trainerin war für mich wie eine Mutter. Sie ließ keine Unordnung zu. Sie verlangte, dass ich gute Noten schaffen müsse, um ins Team zu kommen. Und so kam es schließlich, dass ich hineinkam und aufs College ging.

Mein Traum war es, ein Cheerleader der Dallas Cowboys [= texanischer Football-Clubzu werden. Aber ich hatte natürlich den Körperbau einer Sprinterin oder Turnerin. Folglich verbrachte ich einen Gutteil meiner Zeit im Gym mit dem Versuch, einiges an Muskeln loszuwerden. Ich traf da einige Profi-Bodybuilder. Sie sagten, ich hätte das Zeug zur Bodybuilderin, aber das war nicht meine Sache. Es sah langweilig aus! In Dallas schaffte ich es unter die letzten 45 Mädchen, aber ich fühlte mich körperlich furchtbar. Und als die Trainerin mir sagte, sie wolle mich sogar noch schlanker, da wusste ich, das [Profi-Cheerleading] ist nichts für mich. Ich fuhr heim und begann, wie eine Bodybuilderin zu trainieren.

Ich bekomme immer noch einen Spagat hin.


Meine erster Bodybuilding-Auftritt war eine Katastrophe! Ich nahm die Diät nicht ernst, verstand nicht den Unterschied zwischen Fettabbbau und Muskelabbau. Und ich verlor mein Top im Posedown!

Mein größtes Vorbild war zu Anfang Cory Everson. Ich sah ihren Body in einer Fernsehsendung namens „Body Shaping“. Ihre Kurven waren fantastisch.

Viele Leute nehmen an, Bodybuilderinnen seien lesbisch. Und deswegen versuchte ich zu Beginn meiner Karriere, mich um jeden Preis zu verheiraten. Es war, als sei ich auf einer Mission, befasst mit dem Versuch zu beweisen: „Schau her, ich bin eine Frau, ich bin verheiratet mit einem Ehemann.“


Von meinen acht Olympia-Siegen war der siebte der schönste. Ich kam nach einer langen Unterbrechung zurück, in besserer Form als je zuvor und siegte wieder im Alter von 40 Jahren. Es war eine andere Lenda Murray. Ich war gereifter, zuversichtlich und ich wusste genau, wie man Ms Olympia wird.

Meine Cheerleading-Erfahrungen halfen mir mit Bodybuilding. Ich wusste, wie wichtig das Äußere ist, Frisur und Makeup tipptopp und dabei immer lächeln – Cheerleaders lächeln oft! Ich war außerdem in der Lage, meinen Körper in einer anderen Art und Weise zu präsentieren und so meine Stärken herauszustreichen und meine Schwächen zu verbergen.

In den Wettkämpfen gibt es einige Frauen, die keine Bodybuilderinnen sein sollten. Manche eignen sich besser für’s Powerlifting (= Kraftdreikampf). Ich sage nicht, das Training mit Gewichten eigne sich nicht für sie – diese Art von Training eignet sich für jedermann. Aber wenn du Anabolika nehmen musst, weil du nur schwer Masse aufbaust, dann bist du im falschen Sport.


Ich schaffe beim Bankdrücken immer noch viermal 135 pounds (= 61 Kilo).

Als ich meinen dritten Ms-Olympia-Titel gewonnen hatte, da begann ich, den Spaß am Alkohol auf andere Weise zu entdecken. Ich begann, mich darauf zu stützen. Selbst in den Diätphasen hatte ich keinen Jieper auf Haferkekse, statt dessen hätte ich für einen Martini sterben können. Es wurde zu meinem kleinen dunklen Geheimnis. In diesem Jahr ging ich nun erstmals zu den Anonymen Alkoholikern und bin jetzt an einem wunderbaren Platz angelangt.“

Auch der berühmte Fantasy-Maler Boris Vallejo hat
Lenda Murray schon mit Pinsel und Farbe auf die
berühmte Leinwand gebannt ...