Sonntag, 18. Oktober 2015

Selfie goes muscle oder:
Smart Selfies. Ein kleiner Guide.

Comic-Künstler Siberianar schuf dieses
"Selfie" eines Fitness-Girls.


Man könnte auch sagen: Hilfe, es reicht!

Ich schreib' das jetzt mal, auch wenn ich mir dabei vorkomme wie der Rufer in der Wüste - laut, aber so allein wie Adam vor der Entnahme der Rippe und daher so ungehört wie "Atemlos durch die Nacht" bei abgeschaltetem Ton (süß, sexy und witzig finde ich die schöne Helene trotzdem). 

Hätte sie den Rechner zugeklappt
oder weggetan, hätte das ein
hervorragendes Selfie werden
können: Klasse Frau, tolles Outfit,
schräger Blickwinkel. Aber der
gleißend helle Schirm des
Rechners überstrahlt alles.

Natürlich ist es toll, dass das multifunktionelle, transportable Fernsprechgerät auch eine Kamerafunktion beinhaltet, angesichts deren prinzipiell möglicher Aufnahmequalitäten noch vor gut einer Generation jeder Profifotograf ausgeflippt wäre. Auch klasse, dass man sich zu jeder Zeit selber ablichten und das Ergebnis dieser Selbstportrait-Unternehmungen sofort begutachten kann - mache ich auch gerne.



Lenka Ferencukova - aus
meiner Sicht ein gutes Selbst-
portrait: Frische Farben,
auch auf eine frische Art
unschuldig-sexy. Und
doch als Schnappschuss
zu erkennen: passt!

Aber muss man das wirklich immer und immer wieder ins Internet stellen? Stellt euch mal vor: Irgendjemand entwickelt für Facebook die "Lösch-Alle-Selfies!"-Funktion - was bliebe denn dann noch an Bildern übrig, gerade im Bereich der Muskelmaedels? Na? Eben
.


Schöne Frau mit beneidenswertem, wunderschönem
Mucki-Body. Nur: Was krabbelt da für ein Alien
links an ihrem Bein hoch???

Vielleicht ist es so besser? Der
Ausschnitt isses bestimmt, der Alien
ist weg. Das Übrige? Meine
Dreingabe. Sicher kann man
darüber streiten. Aber  nicht
darüber, dass man
wenigstens gucken sollte,
was da für Bilder der
eigenen Person online gehen.

Warum ich diese Kritik hier schreibe? Nun, aus Überdruss, ganz einfach: Ich kriege das ja vorgesetzt. Hey, ich bin ein Fan, aber von Muskelmaedels, bestimmt nicht von "public facilities"!

Hier stimmt das Licht, auch der Ausschnitt
ist okay. Ambiente? Nu ja. Aber schade,
liebe Rachel Plumb, dass das Bild
insgesamt verwackelt ist.
 
Die Verwackelung habe ich nicht
ganz rausbekommen. Aber auch hier
half ein Bildbeschnitt zumindest
etwas weiter.

Denn Überdruss, den erzeugt diese Flut an Selbstportraits. Eventuell zu verzeichnender und so dokumentierter sportlicher Fortschritt, ein gerade spür- und sichtbarer Pump, das ist ja der eine Aspekt - aber die andere Seite ist eine ermüdende Flut von Fotos in immer den gleichen Posen, notgedrungen, weil das Handy ja irgendwie gehalten werden muss, auch mit Distanzhalterung. So kommt der Mensch dann nicht daran vorbei, dass man sich die Hand mit dem Smartphone nicht mal eben unter den Beinen hindurch schieben kann, bis sie oben im Genick rauskommt, um sie dann umzudrehen und sich von hinten oben aufzunehmen. Geht von unserer biologischen Grundkonstruktion her nun mal nicht. Also sind die möglichen Posen beschränkt, da von Länge und Bewegungsspielraum unserer Arme abhängig. Und das erzeugt Posen, die in der Summe des immer Gleichen langweilig werden.


Witzige Idee mit dem Selfie per Spiegel
und der Präsentation des Super-Bizeps
von hinten. Aber: Das Motiv ist völlig
überstrahlt, dafür sorgt das von
links einfallende Licht.  Außerdem
ist der Hintergrund arg unruhig.
Immerhin nix, was der eigenen
Reputation schadet. Aber etwas, das
man einfach ein paar
Mal probieren sollte, ehe man's
in die Welt raushaut ...

Hinzu kommt eine aus fotografischer Sicht und in der Masse nachgerade schauderhafte Qualität. Derlei ist mal statthaft - bei ansonsten originellen und/oder einmaligen Schnappschüssen. Da geht es dann vor allem ums Dokumentarische. Auch arbeitet mancher Künstler damit - aber das ist dann gewollt und auch zu sehen.


 
Man kann Personen beim Knipsen und
Filmen  "beschneiden" - aber da gibt es
Sehgewohnheiten, die man berücksichtigen
sollte. Füße abschneiden gehört nicht
dazu. Interessant ist hier auch der
links unten einfallende Lichtstreif mit
dem Staub. Prinzipiell ein schöner Effekt, aber
hier sieht's aus, als sei das Bild
schmutzig: Trotz des bezaubernden
Motivs ist das Bild als Bild nicht gut.

Bei allen anderen aber kommt es geballt zu grobkörnigen Aufnahmen, falsch gesetztem Licht, "verrutschten Farben", also Farbstichigkeit. Und von Sachen wie Bildaufteilung oder Goldener Schnitt will ich jetzt ebenso wenig anfangen wie von dem Problem der Hintergründe: Nichts gegen tolle Muskeln, aber doch bitte nicht vor einem Hintergrund, der an einen Messie-Haushalt denken lässt (so wie zZ bei mir: wochenlange Wochenendabwesenheit und - schwupps: Chaos!) Auch nichts so ganz passend sind Toilettenschüsseln und Ähnliches, die sicher an sich auch Gestaltungswillen verraten, aber in diesem Kontext einfach nur deplaziert, ja unappetitlich wirken. Dito Küchen, die so sind wie derzeit meine: unaufgeräumt und nicht ganz so sauber, wie das etwa eine meiner Ex und meine Mutter gern gesehen hätten.




Drei tolle, entzückende Frauen - aber, Ladies:
Guckt bitte  beim nächsten Mal bitte auf den
Hintergrund! Diese  WC-Bildserie ließe
sich endlos fortführen;  drei Fotos davon
mögen genügen.


Die Lösung?

 - Mal einfach das Smartphone JEMAND ANDEREM  in die Hand drücken.Vielleicht sogar jemandem, der ein bisschen fotografieren kann. Dann kann man sich auf seine Übung oder seine Pose konzentrieren und das, was man "rüberbringen" will - jemand anderes erledigt dann den technischen Teil.

- Mal einfach überlegen, ob man sich nicht ein SMARTPHONE-STATIV besorgt. Mal einfach bei dem allseits bekannten Internet-Versender gucken, dessen Name irgendwie so klingt, also ob der Firmengründer auch ein Faible für muskulöse Kriegerinnen hat. Kostet doch sicher? Aber sicher datt - doch wer's ganz günstig haben will, ist da schon mit weniger Geld dabei, als man für ein paar Proteinshakes im Fitnesstudio bezahlt. Oder die Offseason-Variante: Weniger als zwei Pizzen beim Lieblings-Neapolitaner. Die Dinger sind sperrig? Bestimmt nicht so, dass sie nicht neben dem sonst vorhandenen, mysteriösen weiblichen Allerlei noch Platz in einer großen Tasche finden würden.

Die Stärken im Selfie-Feld sind solche
Aufnahmen des eigenen Körpers - nah ran,
perspektivisch originell und sexy: Da verzeiht man
dann  auch kleine technische Fehler wie den
kleinen Reflex  links vom Fuß...

 - Gucken, was man da eigentlich veröffentlicht. Also nicht nur darauf achten, ob der Bizeps klasse aussieht und die Vene oben drauf gut zu sehen ist - auch auf den Hintergrund der Aufnahme gucken: Überquellende Küchenspülen oder jedwedes Toilettenambiente wirken allenfalls auf Sielratten attraktiv. Auch im eigenen Interesse und der eigenen Darstellung nach außen sollte man die veröffentlichten Bilder doch etwas steuern, auf dass man nicht ungewollt als unappetitlicher, weiblicher Voll-Honk "rüberkommt", auch wenn man das nicht im mindesten ist. (Wobei das für Männer natürlich gleichermaßen gilt, aber das ist hier nicht mein Thema.)


Von der sensationellen Nicole Savage: Super
Close-up (ich denke mal, dass das ein Selfie
ist ...). In jedem Fall ist das mal ein
originelles, freches Motiv!

- Wer nun nicht immer hinterher feststellen will, dass das Motiv zwar gut ist, aber das Ambiente übel, der sollte sich VORHER umgucken, wo sich gerade der Arm mit dem Smartphone ausstreckt und was die Kamera HINTER der werten eigenen Person noch so alles erfasst. Dazu hilft es, sich einfach mal umzudrehen ..
.


Bauchmuskeln zum Träumen
und  Einölen-Wollen -- aber
das  giftgrüne Fibo-Dingen
vor dem  Höschen
stört. Deshalb ...
... etwas Bildbearbeitung,
um das störende Bildteil
zu retuschieren. Wer das
für einen Verstoß an der
Realität hält - bitte.
Aber das Auge konzentriert
sich nun mehr auf das,
was gezeigt werden
soll - die Super-Abs.

- Hat man dennoch ein gutes Motiv, aber einen beschizzenen Hintergrund erwischt? Dolles Bild, die Schultern breit gereckt, der Bauch flach, zwischen den Päckchen jede lot- und waagerechte Teilung gut zu sehen, die Brüste prall, der BH knapp und schick, die Brustmuckis scharf konturiert? Prima Licht? Alles scharf? Blöd nur, dass im Hintergrund die Müllabfuhr mit ihren unübersehbaren Autos in Signalorange zu sehen ist. Hier hilft Bildbearbeitung. 



Die Bildbearbeitung hier war nix Großes, ist auch
nicht perfekt, aber sie hat nicht länger
als sieben, acht Minuten gedauert: Die Figur
herausgearbeitet, den Hintergrund abgedämpft.
Und für einen Display-Reflex auf dem Gesicht war
auch noch Zeit: Mit etwas Muße und Geduld kann
man so etwas richtig tunen - nicht alles, was nicht
korrekt geknipst ist, entspricht allein
schon deshalb der Realität.

Ach nein, es muss nicht die neueste Version von Photoshop sein, die man sich monatlich für wirklich teures Geld MIETEN muss. Längst gibt es künstigere oder sogar kostenlose Programme, die locker dasselbe leisten, was Photoshop in einer der alten Versionen konnte. Gimp und Magix seien stellvertretend genannt. Kriegt man wo? Mal einfach nach Begriffen wie "kostenloses Bildbearbeitungsprogramm" googeln: Manche Computerzeitschrift hält so etwas auch zum Gratis-Download bereit.

 

Das ist witzig und sexy dazu!
Aber eine Tonwertkorrektur und das Schrauben
an ein, zwei Parametern nutzen schon etwas, oder?

- Und: Man nehme sich etwas Zeit zum Fotografieren oder Filmchendrehen. Gucke aufs Umfeld und das Drumherum, das nachher mit auf dem Bild zu sehen sein soll. Denke übers Motiv nach, indem man sich vorzustellen versucht, wie man's gern hätte. Probiere herum. Lösche das Misslungene und behalte das Gelungene. Experimentiere auch mal mit den Outfits, auf dass man nicht mit prallen Muckis, aber im verwaschenen Lieblingsslip mit Benjamin-Blümchen-Motiv dasteht. Denn: Wer immer nur mies Gemachtes von sich publiziert, setzt sich ja auch irgendwo - unterschwellig - selbst herab. Klingt psychologisch und ist auch so gemeint. Denn man sollte das, was die Leute außer der gewünschten Aussage eines Bildes noch so alles wahrnehmen, NICHT unterschätzen.


Okay, es darf auch mal düster
sein und  etwas schmutzig.
Da passt dann auch der dunkle
Blaustich des Bildes
zu den imposanten "Guns"
von Musclemaria. Aber:
Hier ist der Bild-
ausschnitt auf das
wirklich Wesentliche
beschränkt, kein
störendes Element lenkt
ab: Find ich gut!



Aber ein bisschen probieren
wollt' ich doch mal. Da
habe ich die Tonwertkontrolle
genutzt. Siehe da, es bleibt
düster, ist aber klarer.
Ob's der Stimmung nutzt?
Geschmackssache.

 - Der wichtigste Hinweis: Immer auch dran denken, wie das jeweilige Bild nicht nur auf einen selbst, sondern auch auf einen möglichen Betrachter wirken kann.  


Wieder: Sexy und witzig! Solche Selfies
erfreuen das Auge und nerven nicht!

Daher, liebe Muskelmaedels, steuert das doch einfach ein bisschen. Es muss keine Kunst sein, aber man sollte schon beachten, was man da veröffentlicht. Es hat übrigens auch den Vorteil, dass man damit Profi-Fotografen von den eigenen Qualitäten jenseits des Sportlichen überzeugen kann: "Die sieht gut aus, die weiß sich herzurichten, die achtet auf ihre Motive, die kann sich vor der Kamera bewegen, die kommt sexy/geheimnisvoll/aggressiv/witzig/kokett/verspielt rüber! Und guck mal, wie sie ihre Augen betont!" All das zeigt den Profi-Lichtbildnern, dass man da jemanden hat, den man auch mal für eine Bildsession o.ä. buchen kann, bei der man jemanden nicht erst umständlich anlernen muss.


Manchnmal wirkt das Bild flau, der Kontrast ist
zu schwach.  Es gibt kleinere störende Elemente.
Was zum Bleistift  ist das für ein gelbes Teil links
unten? Ich will es nun eigentlich gar
nicht so genau wissen! Daher ...

... auch hier wieder etwas Bildbearbeitung: Was
spricht gegen das Verwenden eines Bild-
ausschnittes, der alles Unwichtige entfernt?
Nichts. Ich behaupte nicht, dass das hier das
Nonplusultra ist, will aber anregen, damit
einfach mal zu spielen, ehe man dem Auge der
Welt  seine Elaborate zumutet. Auch wollte ich
die Farben "frischer"machen. Da aber
ist man auch etwas den Farbeinstellungen
des eigenen Rechners ausgeliefert.

Und jenseits des gerade Gesagten: Das ist selbstverständlich KEIN Appell gegen ALLE Selfies! Auch nicht gegen Spontanes und Unmittelbares, das das Leben zeigen will, wie es ist. Bitte weiterhin Selfies! Und ist da wirklich mal was nicht auszuräumendes Unpassendes im Hintergrund, dann hilft auch mal ein launiger oder selbstironischer Kommentar unter dem Bild weiter. Aber bitte das Ganze etwas steuern - oder zeigt ihr euch selber eure Muckis immer nur auf der Toilette, nach dem (hoffentlichen) Händewaschen?



Die Comic-Zeichner spielen
schon länger mit dem Thema:
Hier zeigt She-Hulk, wie ein
Bizeps auszusehen hat ...
  

... und hier sorgt Batgirl, dafür,
dass Badgirl  ein fraglos
unvergessliches Erinnerungs-
foto bekommt!

Samstag, 29. August 2015

Fundsache: Lego goes Female Muscle Worship / Etwas zum Thema Stories über Muskelmaedels

Was man heutigentags so alles im Web findet - hier auf muskelmaedels.blogspot.de hatten wir schon aufgemuskelte Barbie-Puppen (ganz unten ein Bild von "Area Orion"), Zinnfiguren und Comic-Heldinnen. Und jetzt die Figuren auf Basis der bunten dänischen Bauklötzchen, mit denen ich schon vor ewigen Zeiten Jahre meiner Kindheit verbracht habe, ehe ich mich dann anderen Dingen zugewendet habe. Darunter auch mein Faible für muskulöse Frauen. Und jetzt haben wir hier ein Bildlein, das diese beiden Dinge verknüpft: Etwas Phantasie vorausgesetzt, sehen wir hier ein Strand-Szenario und darin zwei Bürschlein, welche einer deutlich größeren Frau gegenüberstehen, die ihre Hände selbstsicher-dominant in den Hüften gestützt hat. Und zwar einer Frau, die enstprechend muskulös zu sein scheint ...

Mag sein, dass das nicht von Lego direkt stammt, sondern der Vorstellung und dem Wunschdenken eines konstruktiv begabten Muskelmaedel-Liebhabers entsprungen ist. Jedenfalls wollte ich es der Welt nicht vorenthalten, weil ich es einfach nur herrlich finde!


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Ach ja, eins noch: Ich erhalte gelegentlich  Zuschriften von Leuten, die meine Stories kommentieren und kritisieren, ob nun negativ oder positiv. Und immer wieder erhalte ich dabei Zuschriften mit der Bitte, zu dieser oder jener Story doch eine Fortsetzung zu schreiben.

Dazu wollte ich kurz Folgendes sagen: Als nicht von diesen Stories leben müssender Autor entstehen diese Geschichten rein aus persönlicher Muße heraus, nicht auf Kommando (wollte Gott, das könnte ich). Leben muss ich von anderen Dingen rund ums geschriebene Wort, Sachen, die so gut wie immer im Zusammenhang mit professionellem Zeitdruck entstehen.

Daher nehme ich mir an der Stelle die Freiheit, diese Stories nach Neigung zu schreiben und sie auch als persönliches, schreiberisches Trainings-Feld zu sehen. Und ich will, soweit wie möglich, hier auch immer etwas inhaltlich Neues angehen. Daher tue ich mich mit Fortsetzungen recht schwer, mag auch lieber in sich geschlossene Geschichten.

Was nicht heißt, dass nicht mal ein Sequel oder Prequel (unmögliches Wort!) zu einer Story kommt, aber ich will es weder versprechen noch gar auf einen bestimmten Termin hin festlegen. Außerdem muss ich erstmal das alles zu reaktivieren versuchen, was auf einer meiner Festplatten liegt - und zwar auf der, die mir im Frühjahr ihren Dienst aufgekündigt hat ...
   
Vorlage: Aosland - ich hoffe, das ist okay ...

Sonntag, 23. August 2015

Wings of Strength Rising Phoenix -- Gewonnen hat Margie Martin!


Freunde, Landsleute, Römer --- so isses ausgegangen in Texas: Margie Martin hat den 1. Platz belegt beim Rising Phoenix World und ist folglich die Gewinnerin, als Dreingabe gibts den Titel des Best Poser Award, fuffzich Riesen und ein fein hergerichtetes Kraftfahrzeug der Kategorie SUV.

Die Siegerin: Margie Martin.
Ein Kraftpaket - allein
diese Oberschenkel!
 
Die Top Fünf:
1. Margie Martin
2. Helle Trevino
3. Debi Laszewski

4. Yaxeni Oriquen
5. Alana Shipp



Margie Martin  beim Training ---
zwischendurch ein "Selfie-Triptychon" ...

Daran interessant (finde ich) ist, dass das FBB damit erst einmal eine neue Vorzeigelady hat. Eine, die bei der MS. O 2014 noch gar nicht weit vorn war, sondern auf dem 10. Platz landete. Aber eine Athletin, die bereits den Siegestitel bei der WoS in Tampa abgeholt hat. Eine, die sich seit ihrem Beginn als Wettkämpferin vor drei Jahren kontinuierlich verbessert hat, wie die Platzierungen belegen. Die bereits 2012 und 2013 zwo Wettkämpfe gewonnen hat. Und die regelmäßig den Titel der besten Poserin abgeholt hat.


Margie Martin in Abendgarderobe.
Ob der Fotograf den Blick aus
diesen dunklen Augen  überlebt hat
und nicht an einem Herzinfarkt
gestorben ist?
Ihre Wettkampf-Liste:
2012 NPC Los Angeles Championships - 11. Platz
2012 NPC Pacific USA XVIII Championships - Siegerin
2013 NPC USA Championships - Siegerin
2014 IFBB Toronto Pro Supershow - 4. Platz
2014 IFBB Omaha Pro - 2. Platz
2014 IFBB Ms. Olympia - 10. Platz
2015 IFBB Omaha Pro - 7.Platz
2015 IFBB Toronto Pro Supershow - 5. Platz
2015 IFBB Wings of Strength Chicago Pro - 8. Platz
2015 IFBB Wings of Strength PBW Tampa Pro - Siegerin
2015 IFBB Wings of Strength Rising Phoenix World Championships - Siegerin und "Best Poser Award"


Schluck! Solche Beine und dazu solche Hosen ...

Denn die Dauerabonnemont-Siegerin der MS O, Iris Kyle (die in Texas lebt und so keinen sonderlich weiten Weg nach San Antonio gehabt hätte) ist hier nicht gestartet, ebenso wenig die in der Szene seit Jahren gleichsam als Ideal-Aushängeschild des Frauenbodybuilding gehandelte Alina Popa. Die war ja bekanntlich vom Verletzungspech verfolgt, musste ihren Arm und ihr Bein auskurieren und hat zwischendurch noch eine Ausbildung in Sachen Bäckerei- und Konditorenwesen absolviert. 

Gun-Show: Margie Martin
Das sind schlichtweg Super-Bi's,
voll, prall-hart, voluminös und hoch!

Leg-Show: Margie Martin.
Superpralle, dazu knochenhart definierte
Oberschenkel - klasse, findet nicht nur
dieser jugendliche Bewunderer.
I presume: Eins ihrer Kids.

Bleibt abzuwarten, ob eine der beiden wieder antreten wird (Alina wäre es zu gönnen, endlich mal ganz vorn zu sein!) und wie das dann ausgeht. Aber davon ganz unabhänging - das schmälert NICHT die Leistung der Siegerin dieses Abends in San Antonio. Es gibt einfach nun jemanden mehr, den man als Favoriten bei Wettkämpfen des FBB einzustufen hat. Für Fans wie mich kann das nur gut sein! Es wäre daher zu wünschen, dass sich nun die Welt mit Margie Martin befasst - die Frau mit dem entwaffnend offenen und freundlichen Lächeln ist nämlich eher etwas für die Fans als die doch recht zurückhaltend-reserviert wirkende Iris Kyle. Und solch eine offene Art gehört in einem derart Fan-betonten Sport wie dem Bodybuildung meiner Ansicht nach unverzichtbar dazu. Zumal jemand, der das Posing so gut wie sie beherrscht, für mehr Hingucker sorgen dürfte, on stage ebenso wie abseits davon.

Margie Martin und ein Fotograf
mit Blick fürs Wesentliche ...

Zumal sie eine durchaus kurvige Karriere hinter sich hat: Geboren 1979, ist sie bereits eine vierfache Mutter(!); das würde auch die von einem Tattoo kaschierte Narbe am Bauch erklären. Margie Martin lebte von November 2007 bis April 2009 in Urasoe-shi, Okinawa, Japan - als "Human Resource Specialist" für das amerikanische Verteidigungsministerium. Und Bodybuilding? Damit wollte sie sich schon immer befassen, seit sie als kleines Mädchen mit Begeisterung die Wrestlerinnen im Fernsehen gesehen hat; sie war ein Fan von GLOW TV (also  "Gorgeous Ladies of Wrestling"), ausgestrahlt 1986 bis 1990 in Form von 104 Folgen. An der High School begann sie mit Eisenpumpen, als einziges Mädchen in der Gruppe. Heute lebt sie im US-Bundesstaat Georgia. 

Margie Martin
 

Samstag, 22. August 2015

Wings of Strength --- erste ganz kurze Info

So, die ersten Bilder aus San Antonio zur Wings of Strength (WoS) kursieren im Web - jetzt eins davon (von links nach rechts): Gillian Kovack, Shawna Pierce, Virginia Sanchez, Christine Envall und Irene Andersen. Mal gespannt, was bei der Wings of Strength herauskommt und inwieweit sich das etablieren kann. Vor allem auch so, dass die Athletinnen etwas davon haben, eine Plattform, sicher, aber in jedem Falle bitte auch finanziellen Nutzen. Mehr, sobald ich wieder zuhause am eigenen Rechner sitze und Zeit zum Surfen habe ...





Zur WoS habe ich schon früher was geschrieben -- bitte hier klicken.

Was das Besondere ist? Ich hab's oben schon angedeutet: Die Knete, Kohle, Asche, Pinunze. Der Zaster. Soweit ich weiß, ist die von Kristal und Jake Wood organisierte WoS der am höchsten dotierte FBB-Wettkampf überhaupt. Bei der letzten Ms. O (dieses Jahr gibt es keine) ging es um 60,000 Dollar an Preisgeld. In San Antonio stehen stolze 100,000 Dollar auf dem Zettel, die sich so verteilen:

1: $50,000, zuzüglich eines neuen Autos.
2: $25,000.
3: $12,500.
4: $7,000.
5: $5,000.
 
Links Kristal Wood, rechts Jake Wood und
in der Mitte Cory Everson - ein Name, den man
einem Muskelmaedel-Fan nicht zu erklären braucht.
Als Starterinnen sind angekündigt:
- Irene Andersen (Schweden),
- Lisa Cross (GB, trainiert in den USA; Coach: Alina Popa),
- Christine Envail (Australien),
- Monique Jones (USA),
- Gillian Kovack (Canada),
- Debi Laszewski, (USA),
- Margie Martin (USA),
- Yaxeni Oriquen (Venezuela),
- Virginia Sanchez (Spanien),
- Alana Shipp (in Barbados geboren, Amerikanerin, in Israel lebend),
- Shawna Strong (USA),
- Helle Trevino (Dänemark, lebt aber in den USA),
- Isabelle Turrell (USA),
- Aleesha Young (USA).


Debi Laszewski
Monique Jones

Montag, 17. August 2015

Dies und das: Wings of Strength und something completley different


Nextes Wochenende isses soweit. Dann nämlich fährt mancher nicht ins texanische San Antonio, um sich die Basketball-Truppe der San Antonio Spurs oder die Fußballer der San Antonio anzugucken, um am Riverwalk eine Margharita zu schlürfen oder im Buckhorn Saloon & Museum à la Cowboy zu essen --- nein: es geht um die "Wings of Strength - Rise of Phoenix". Der Name ist Programm: Aufstieg des Frauenbodybuilding (hoffentlich!) so, wie es einst der legendäre Phönix aus der Asche tat. Und das ist dann ein gewollter und nicht bloß geduldeter Wettbewerb für Bodybuilderinnen. Mehr dazu gibt es hierUnd das Erfreuliche daran: Der Wettkampf ist finanziell auch anständig dotiert, so dass zumindest die vorderen Plätze auch was davon haben. Mit dabei sind auch diese beiden Ladies - die eine als Starterin: Lisa Cross. Die andere "attending", aber nicht startend, dies infolge ihrer noch nicht allzulange zurückliegenden Verletzungen und einer beruflichen Weiterbildung: Alina Popa. Hier ein aus dem Web gemopstes Bild, das die beiden beim Training zeigt.




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Kann es sein: dass die vorbildliche "Freya"-Website von Lothaire offline ist?
Wäre eine Schande!


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Und dann noch mein (hier und da satirisch-polemischer) Beitrag zum Thema Gender-Debatte (oder soll ich sagen wie Jürgen von der Lippe: "Gender-Sch**ße"?) - munter gibt man im Westen Unmengen an Geld dafür aus, damit (zum Teil) verbeamtete Personen ernsthaft darüber streiten dürfen, wie man sie anredet, ungeachtet ihrers biologischen Geschlechts. In Kalifornien soll sich eine Uni sogar dazu verstiegen haben, dass man bei der Registrierung (von Immatrikulierung will ich da nicht reden) aus sechs (!) Optionen in Sachen Geschlecht auswählen kann. Angesichts der chronisch verschärften Wasserprobleme des Landes am Pazifik sollte man meinen, dass man da andere Probleme hat. Dito in Deutschland, wo die Wissenschaft genug zu tun hätte, um Antworten auf gesellschaftlich relevante Themen wie den künftigen Umgang mit der Einwanderung, dem wissenschaftlichen Fortschritt, der Energie-Wende, dem gesellschaftlichen Wandel und so weiter zu liefern. Und vielleicht auch darauf, warum das Renommee der Wissenschaft stetig sinkt und was man dagegen tun könnte. 

Vielleicht liegt es daran, dass in Kreisen der Akademie die Elfenbeintürmerei schon von jeher ein eigenes Territorium hat. Dass manche Professoren soweit gehen, von ihren Studenten entsprechend gendergerecht Formuliertes zu verlangen, das betrachte ich nicht nur als Verbrechen an meiner Muttersprache, sondern als Angriff auf den gesunden Menschenverstand: Wenn die Form über den Inhalt siegt, haben wir Schwulst, Kitsch und Manierismus, so habe ich das einmal gelernt. Und ich kann auch nicht sehen, was daran falsch sein sollte.

Was das mit Frauenbodybuildinmg zu tun hat? Nun, ganz einfach: Diese akademische Diskussion über "ProfessorX" und geschlechtsneutrale Ampelfiguren zum einen, zum anderen die öffentliche Akzeptanz dessen, was da eine Gruppe von Frauen durchaus unübersehbar in Überschreitung traditionell männlich definierter Geschlechterrollen tut. Was ja auch was mit "Genderismus" zu tun hat und daher Wasser auf die Mühlen der hier tätigen Leutchen sein müsste. Ist es aber nicht. Damit haben wir beim Frauenbodybuilding eine allenfalls in Anführungszeichen zu sehende Akzeptanz, die immer noch nicht selbstverständlich ist, wenn man sich manches hass- und angsterfüllte Posting im Internet unter den jeweiligen Fotos der Muskelmaedels anguckt. Was für mich einfach nur belegt: Der ganze universitär-soziologische Unfug zum Thema Geschlechterforschung ist Lichtjahre von der Realität entfernt. Und er kann über zwei Dinge nicht hinwegtäuschen:

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gliedert sich die Menschheit biologisch in zwei Geschlechter.
Und diese zwei Geschlechter werden sich im übertragenen Sinne aneinander reiben und nicht ohne einander können, solange es die Menschheit gibt. Es geht dabei um Fortpflanzung und Arterhaltung. Denn sonst hören wir als Spezies auf zu leben.

Gott sei Dank ist das aber weder eine schnöde Pflicht noch ein trocken zu debattierendes Politikum.
Es ist wie beim Essen --- es gibt da auch noch den Genuss. Und der ist mitunter für das seelische Wohlbefinden und damit die Gesundheit förderlicher als jede Nahrung, die zwar gesund sein mag, mir aber nicht schmeckt ...
 

Und kombiniere ich mal alles gerade Gesagte, dann ist es bei mir so:
Ich erfreue mich aus erotischer Sicht an Frauen, deren kraftvoller Körperbau die herkömmlichen Geschlechterrollen sprengt. Frauen, die ihre körperliche Überlegenheit bewusst mit weiblicher Tändelei verbinden.
Mir gefällt es, wenn sich da unübersehbar Weibliches mit starken und dazu prachtvoll ausgebildeten Muskeln kombiniert.
Und so werde ich dann auch mal wie die Genderisten biologischen Sexus und grammatisches Genus (in einer an sich nachgerade schwachsinnigen Weise) miteinander gleichsetzen. In Wort und Bild. Das aber ganz ohne ideologischen Hintergrund, sondern nur, weil es für mich in dem Fall - ich wiederhole mich - erotisch konnotiert ist (ich kann auch Fremdwörter ... ;-))

Et voilà: 

Freitag, 19. Juni 2015

Lynn McCrossin 1958-2015


Es läuft gerade im Internet um: Die amerikanische Bodybuilderin Lynn McCrossin ist tot. Und weil ich ein Fan bin, schreibe ich einen kleinen Nachruf, versehen mit einigen Fotos jener Art, mit denen sie sich gern ihren Fans in der ganzen Welt präsentiert hat.

Geboren in Maine (das ist dort, wo Stephen King herkommt und wo die meisten seiner Bücher spielen), war es seit einigen Jahren recht still um sie geworden. Ihre Facebook-Seite beispielsweise hat seit 2012 kein Update mehr erfahren. Das genaue Datum ihres Todes ist mir noch nicht bekannt - jedenfalls hätte sie am 15. Juni Geburtstag gehabt. 



Sportlich konnte Lynn McCrossin auf eine beeindruckende Bodybuilding-Wettkampfkarriere zurückblicken:
AAU 1984 Ms.Old Orchard Beach Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.Maine 2.Platz Leichtgewicht
AAU 1985 Ms.Northern New England Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.East Coast 1. Platz Leichtgewicht
AAU 1985 Ms.North East Gesamtsieg
AAU 1985 Maine Muscle Classic Gesamtsieg
AAU 1985 Ms.North America 1. Platz Leichtgewicht
NPC 1986 New England’s 2. Platz Leichtgewicht
NPC 1986 South Jersey 3. Platz Leichtgewicht
NPC 1994 Ms.Maine 2. Platz Leichtgewicht
NPC 1995 Ms.Old Orchard Beach 2nd place lightweight
NPC 1997 Ms.Maine Gesamtsieg
NPC 1997 Ms.New England Gesamtsieg
NPC 1997 Nationals 8th Place lightweight
NPC 1998 USA 11. Platz Leichtgewicht
NPC 1998 Nationals 8. Platz Leichtgewicht


Die älteren Fans kennen die Frau mit den dunklen Augen und der - trotz des schottischen Nachnamens - sehr südamerikanisch anmutenden Wallefrisur, die dann im Lauf der Jahre zusehends länger und länger wurde und daüberhinaus auch immer mehr erblondete, um dann schließlich so schwarz wie die Nacht zu werden. Das geschah in Kombination mit einem sichtlich operierten Gesicht - die warmen, dunklen Augen konnte der Operatuer immerhin nicht verändern. Nochmals der schottische Name: Der ist wohl erheiratet, da sie tatsächlich von einer französischen Mama und einem libanesischen Papa abstammte. 



Beruflich hatte sie voll auf das Ausleben eines Helfersyndroms gesetzt. Etwas, vor dem ich immer den Hut vom mehr oder minder lichten Skalp ziehe: Sie arbeitete lange in der Beratung von Drogenabhängigen, war in der Therapie ebenso tätig wie als Betreuerin von Rückfall-Patienten. Auch widmete sie sich als Betreuerin Kindern mit emotionalen Entwicklungsstörungen. Darüberhinaus war sie eine erfahrene Personaltrainerin, die vielen anderen Leuten durch ihr Beispiel eine neue Ausrichtung des eigenen Lebens ermöglichte. Sie beschrieb sich selber als jemand, der viel gibt und der sich voll auf etwas konzentriert.

Schon von Kindesbeinen ein Outdoor-Fan, war sie zeitlebens immer rebellisch - und genau das sollte sie schließlich auch zum Bodybuilding führen.  Und befragt, wie die Leute auf sie reagieren, antwortete sie lächelnd: "Alle dreh'n sich rum!" 


Kein Wunder bei Oberschenkeln von 61 cm Umfang und Bizeps-Muskeln von 38 cm Umfang - was man erst so richtig in seiner Imposanz würdigt, wenn man das in Relation zu einer Körpergröße von gerade mal 1,55 Metern setzt. Und kein Wunder angesichts dessen, mit welcher aufreizenden Souveränität sie diese Muckis und ihre Kurven vorführte. Ich erinnere mich noch an ein - leider nicht mehr auffindbares - Video, auf dem sie mit einem Strohhut und in einem superengen Minikleid in einem speziell für sie angemischten Grünton eine Treppe herunterkommt - ich reagierte bei dem Anblick wie ein Fünfzehnjähriger ... 


Ja, sie war eine der ersten, die ihre erotischen Seiten im Web voll auslebte (vielleicht auch als Reaktion auf eine sehr strikte katholische Erziehung). "The Pec Panther" nannte sie sich da, abgeleitet davon, dass sie gern ihre beeindruckenden Brustmuskeln samt der darüber angebrachten Oberweite hüpfen ließ. Lynn McCrossin liebte es offensichtlich, auf den Fotos ihres Haus- und Hoffotografen Richard Creaturo und bei filmischen Anlässen so sexy wie möglich zu erscheinen. Oder in diversen Fetisch-Streifen, sei es in offen vorgeführter Zweisamkeit mit Männern, sei es mit Frauen.

Wobei sie aber aller demonstrativen, oft mehr als nur lasziven, mitunter durchaus leicht ordinären Offenherzigkeit zum Trotz auch klarmachte, dass sie  privat nicht dem Bild entspräche, das sich mancher gern von ihr mache: "Die meisten Leute glauben, ich schwinge mich von der Decke runter, eine Kerze in der Hand, und tröpfele Wachs auf meine Liebhaber. Ich hab's nie im Auto oder im Fahrstuhl getan. War nie ein Quickie-Mädchen. Quickies sind etwas für Typen, die dann bei ihren Kumpels damit angeben wollen. Ein echter Mann nimmt sich Zeit!"


Passend zu diesem durchaus romantischen Anspruch richtete sie ihre Wohnung in noblen Scottsdale (Arizona) stilbewusst mit Marmorböden, plüschigen Sitzmöbeln und viel exotischer Kunst aus aller Herren Länder ein. Sie liebte schöne Dinge, mochte gute Düfte, kochte gern,  hatte aber auch nichts gegen ein eiskaltes Bier an einem heißen Tag: "Ja, ich trinke dann aus der Flasche!"     

Jenseits all dessen beschreiben ihre Bekannten und Freunde sie als stürmisch-warmherzige Persönlichkeit, um die es in den vergangenen Jahren recht still geworden war. Man kann nun spekulieren, was der Grund war - Rückzug ins Private, erste Stufen einer Krankheit, der sie dann schließlich erlegen ist. Derzeit weiß ich es nicht (Nachtrag 20.6.15: Dem Vernehmen nach ist sie einem Krebsleiden erlegen). Es ist einfach schade, dass jemand so früh gehen muss, auch wenn niemand das ändern kann. Und da es nun mal nicht anders sein kann, erinnere ich mich einfach an ein besonderes Muskelmaedel, eins, das immer extrem sexy auf Bildern und in Filmen rüberkam und das - obwohl mir persönlich unbekannt - immer irgendwie richtig warmherzig vorkam. Und ein bisschen verloren dazu ...



Montag, 15. Juni 2015

Was gefällt einer Bodybuilderin daran, eine Bodybuilderin zu sein, was treibt sie an?


Horror vacui oder die Angst vor dem weißen Blatt Papier - oder weniger vornehm: "Verflixt, mir fällt nichts ein!" Manchmal hilft es aber schon, das mal einfach hinzuschreiben und festzustellen, ob nicht wenigstens doch noch etwas den - um mit Agatha Christie's HerculePoirot zu reden - kleinen grauen Zellen zu entlocken ist. Und siehe da, mit der Hilfe von etwas Surfen im Web fand sich zumindest eine Frage:

Warum ist eine Bodybuilderin eine Bodybuilderin? Was gefällt ihr daran so besonders? Was treibt sie an?


Eine gewisse Berechtigung hat die Frage ja schon. Man überlege einmal: Mehrfach in der Woche unterzieht man sich kräftezehrendem, schweißtreibendem und anstrengendem Training, mitunter auch verbunden mit Verletzungen von leicht bis schwer. Bodybuilderinnen tun dies nun nicht nur in dem Alter, in dem man Sportlichkeit schon fast erwartet, also in der Jugend. Nein, viele von ihnen sind über diese Zeit hinaus - und damit in einem Alter, in dem die gleichaltrigen Freunde und Bekannten ihren Freizeit-Schwerpunkt doch eher aufs Bequeme, Entspannende, Gemütliche setzen. Jetzt im Fast-Sommer etwa besteht die bevorzugte Outdoor-Aktivität der meisten Leute ja nicht aus Joggen, Radfahren oder Ähnlichem, sondern aus Grillen. 


Ernährung ist nun das zweite Kapitel. Aus meinen Kontakten zu Leistungssportlern weiß ich aber, dass es da nirgends so asketisch zugeht, wie bei Bodybuildern in der Wettkampfvorbereitung und nirgends so diszipliniert-verfressen wie in der Masseaufbau-Zeit. Auch das etwas, das fürs Sozialleben nicht gerade zuträglich ist.

Dann ist da immer noch das Grundproblem von Bodybuilderinnen. Nämlich das der gesellschaftlichen Akzeptanz. Sicher, vieles ist besser geworden. Aber noch weit mehr als männliche Leistungs-BB haben es Athletinnen mit einem aus Normalo-Sicht extrem ausgebildeten Body immer noch schwer, zumal ja auch auch noch derzeit die Verbände wieder einmal versuchen, die ganz muskulöse Athletinnen-Art auszurotten (ich schreibe das jetzt malso unverblümt hin). Und für viele Männer ist - zumindest dem üblicherweise Gesagten zufolge - eine Leistungs-Bodybuilderin mit super Muskeln alles andere als sexuell anziehend.

Also, warum?

Eine Frage, die ich immer wieder den diversen Muskelmaedels gestellt habe. Und die Antworten darauf, die kamen überraschenderweise kaum spontan, sondern wirkten verdruckst. Das Wort "überraschenderweise" verwende ich deshalb, weil man doch bei derart intensiv ausgeübtem Sport und derart diszipliniertem Lebenswandel eine entsprechende Selbstsicherheit bezüglich des eigenen Tuns erwarten dürfte. Aber nicht jede Befragte wirkte da so souverän.

 

Was sie alle offen und klar beschrieben, war, wie sie zum BB und damit dem Muskelaufbau gekommen sind und was sie daran begeistert hat.Üblicherweise waren das Bilder in Zeitschriften, vielleicht auch mal ein Film, in dem Bodybuilderinnen zu sehen waren, häufig genannt sind da Rachel McLish, Cory Everson und Lenda Murray. Gefolgt von dem Gedanken: "Das will ich auch!" Und dann ging es eben in ein Fitnessstudio, um dann dieser Sache treu zu bleiben. Eine Variation davon sieht so aus, dass die jeweilige Lady ins Gym ging, um etwas für ihren Körper zu tun. Hier nach längerer Zeit der Inaktivität. Da, um sich durch gezieltes Muskeltraining in einer anderen Sportart zu verbessern. Und manchmal auch nach einem Unfall zwecks Reha. Allen gemeinsam ist dann, dass gleichsam der Appetit mit dem Essen kam.

Aber das beantwortet noch immer nicht die Frage, was nun genau an dem Allen GEFÄLLT und zum Weitermachen animiert? Nur der sportliche Ehrgeiz?

Ich habe mir da mehrere Thesen zusammengelegt. Und einige der da beschriebenen Gründe haben meiner Ansicht nach ihren Sitz im Unterbewusstsein. Und alle sind menschlich.

        1) Bodybuilding hat einen gewissen Suchtfaktor. Wer nicht drin war, kennt das nicht. Man macht auch wegen genau diesem Gefühl weiter. In  meiner aktiven Zeit hatte ich immer den Eindruck, das Rollen des Blutes zu spüren.

        2) Das Selbstbild hat eine Macke. Vielleicht war man vorher zu dick, zu dünn, zu schwach, hatte vielleicht auch Ess-Störungen oder gar Magersucht. Und jetzt hilft das BB vor allem den Frauen, diese unerwünschten Dinge zu kontrollieren - so lange man weitermacht. Damit wäre die Angst auch ein Triebfaktor. So, wie bei allen, die gegen die Zeit, das Alter und den Verfall ankämpfen.

        3) Narzissmus: Auch Frauen dürften empfänglich für das Gefühl der sich steigernden Kraft und der wachsenden Muskeln sein und es schlichtweg mit einer gewissen Selbstverliebtheit genießen. Also durchaus aus einem sexuellen Antrieb heraus. Lisa Lyon (liebe Kinder: das war eine FBB von gaaaaaanz früher) sagte einmal, dass sich das Gefühl des frisch trainierten Körpers anfühle "wie eine Erektion des ganzen Körpers". In dieselbe Richtung marschiert die Britin Lisa Cross: "Ich bin immer dann am meisten erregt, wenn meine Muskeln am größten sind. Denn nichts macht mich so sehr an wie zu sehen, dass sich meine Muskeln unter schwerer Ladung wölben. Was sie sich so aufpumpen lässt, bis sie aussehen, als würden sie in jedem Moment explodieren."

        4) Der Reiz, stärker und muskulöser zu sein als mancher Mann. Ich könnte mir vorstellen, dass die ein oder andere das mit einer gewissen Wollust genießt. Und dann ist da auch dieser Aspekt: Dass manches Muskelmaedel mal früher Missbrauch erlebt hat und sich deshalb stählt, um die damit verbundene Seelenqual zu lindern - "ich bin jetzt stark, das passiert mir nicht mehr!"


         5) Aus dem vorherigen Punkt abgeleitet, aber nicht damit identisch. Es geht bei Punkt 5 um einen feministischen Ansatz - "Wer sagt, dass eine Frau das nicht kann? Ich werde es beweisen!"
 
        6) Der Wunsch, gegen gegen gesellschaftliche Konventionen zu verstoßen und anders als die meisten Leute sein zu wollen. Ja, warum denn nicht? Dieses Recht haben doch nicht nur Künstler und gesellschaftliche Außenseiter wie etwa ehedem die Punks, das gibt es doch auch im Sport! Namentlich einem, der auf eine unübersehbare Änderung der Physis ausgelegt ist.
 
        7) Der Wunsch nach Anerkennung. Das mag nun dem oben Geschilderten bezüglich gesellschaftlicher Akzeptanz widersprechen, tut es aber nicht. Natürlich erhalten ja auch die Muskelmaedels ihre Anerkunng. Sportlich zum einen, zum anderen von den Fans. Und das schilderte Brigita Brezovac - aus der Erinnerung heraus wiedergegeben - einmal so: "Was mir selber am besten daran gefällt, eine Spitzen-Bodybuilderin zu sein? Nun, ich sag's ganz offen. Am meisten Spaß macht mir die Aufmerksamkeit, die ich bekomme."

        8) Die Muskelmaedels tun exakt das, was ihnen gefällt. Sie haben vielleicht verschiedene Sachen ausprobiert und nun mit dieser Art der Betätigung das gefunden, was ihrem Naturell, ihren Wünschen und ihrer Vorstellung entspricht. Und das, ohne dass einer der sechs vorher genannten Punkte da mit hineinspielt. Wobei ich mir das freilich nicht vorstellen kann - zumindest ein bisschen von dem ein oder anderen dürfte schon eine Rolle spielen.

Ist es das? Erklärt es das? Natürlich sind diese Annahmen eben das - Annahmen, Thesen, Theorien. Mancher mag sie als blanken Nonsens empfinden, mancher für zutreffend halten, wenigstens und/oder vielleicht punktuell. Wie auch immer, ich würde mich über Zuschriften und Kommentare hier an muskelmaedels.blogspot freuen, die das Wissen zu dem Punkt mehren!