Sonntag, 8. April 2012

Es gibt eine neue Story:
Das Web. Das Muskelmaedel. Und ich.


So, und weil mir danach ist, präsentiere ich heute mal wieder eine neue und - wie von dem ein oder anderen gewünscht - auch längere Geschichte. Text und Titel-Artwork stammen von mir, das belegt auch dieser Schriftzug: © by mattmuscle. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

»Schreib’s auf« – so heißt der Rat, den wir an der Journalistenschule bekommen haben. »Was immer du an Besonderem siehst, hörst oder erfährst, schreib’s auf – selbst wenn du keine unmittelbare Verwendung dafür hast, so schult es doch deine Schreibkunst und deinen Umgang mit den verschiedenen Stoffen. Außerdem kommst du so zu einer Stoff- und Themensammlung. Und wer weiß, vielleicht kannst du es ja eines Tages verwenden?«

Nun, das tue ich hiermit. So, wie ich es mal gelernt habe. Ganz im Sinne des Philosophen Schopenhauer: „Gewöhnliche Worte für eine ungewöhnliche Geschichte“. Und ungewöhnlich, das ist sie schon, auch wenn es »nur« um einen Mann und eine Frau geht. Und ungewöhnlich daran ist auch, dass ich der Mann bin und das erlebt habe, ja immer noch erlebe. Ich muss also nur aus mir selber schöpfen, um zu erzählen. Die Frage ist nur: Wie tief kann ich in mir graben, was will ich preisgeben? Auch vor mir selber. Denn zum Schreiben muss man bestimmte Gedanken ganz klar fassen, die sonst nur vage auf einer der tieferen Bewusstseinsebenen liegen oder die man von sich wegschiebt, wenn sie mal auftauchen.

Es geht um mich und die Frau, mit der ich zusammenlebe. Nicht nur, dass sie als Mittvierzigerin deutlich älter ist als ich, der noch ein paar Jahre bis zu seinem vierzigsten Geburtstag vor sich hat. Sondern auch, dass sie durch ihr spezielles Äußeres auffällt.

Denn sie hat außerordentlich stark trainierte und ausgebildete Muskeln. Unter der Haut sieht das aus wie geschnitzt und poliert, so sehr grenzen sich die einzelnen Partien ihres Körpers voneinander ab. Derart, dass sie im Sommer mit leichter Bekleidung durch ihr bloßes Erscheinungsbild sofort und stets Reaktionen auslöst: Nur selten offene Bewunderung, aber fast immer Neid, Verunsicherung, Ablehnung – mitunter sogar Hass. Das alles, weil sie es wagt, derart offen ihren Körper zu trainieren und zum Beispiel Oberschenkel zu haben, deren Form und Ausprägung die entsprechenden Partien aller anderen Frauen und auch die der meisten Männer bei weitem übertreffen. Von der darin steckenden Kraft gar nicht zu reden.

Eine besondere Frau also. Sie verstößt gegen Konventionen, vor allem gegen geschlechtliche. Demnach sind Männer unverrückbar die Starken in unserer Kultur. Wer das anders sieht, stellt die immer noch gängige Rollenverteilung auf den Kopf. Und folglich ist derjenige wohl kein richtige Mann, der solch eine Frau attraktiv findet – das ist das, was unterschwellig bei all diesen Gefühlen mitschwingt, die ihr und vor allem mir immer wieder entgegenkommen.

Deswegen habe ich eigentlich angefangen, dies zu schreiben, um so das präzise herauszuarbeiten, was da in mir steckt. Und daher auch, wie es um meine männlichen Züge bestellt ist und ob diese Anwürfe von außen überhaupt Sinn ergeben. Aber je mehr ich schreibe, desto mehr stelle ich zu meiner Überraschung fest, dass mich das völlig gleichgültig lässt. Mich nicht kümmert, kratzt oder juckt, mir schnurzpiepegal ist – aber so was von. Sollen sie sich die Mäuler zerreißen. Hier geht es um mich. Und ich bin erstmals in meinem Leben glücklich. Sowohl in der Beziehung als solches wie auch in erotischer Hinsicht. Gerade und vor allem in erotischer Hinsicht. Und das, obwohl ihr Körper so ungewöhnlich ist. --- Nein, das ist völlig falsch ausgedrückt. Es muss heißen: gerade weil sie solche Muskeln hat.

- Wenn sie ihren Leib ertüchtigt, ihn durch vielfaches Gewichtestemmen stärkt, ihn durch Yoga, Gymnastik, Tanzen und Ringerübungen geschmeidig und beweglich hält. 
- Wenn sie abends etwa einen Tanga anlegt und ihre kraftvollen Glieder langsam und intensiv mit Öl einreibt. 
- Wenn sie mir ihre Muskeln vorführt und mich dazu auffordert, sie gebührend zu bewundern.
- Wenn sie mich in einen Kraftvergleich nötigt. 
- Wenn sie leise spöttische Bemerkungen darüber macht, wie es denn komme, dass ich als Mann ihr körperlich unterlegen sei. 
- Wenn sie mich mit spielerischer Leichtigkeit niederringt. 
- Wenn ich in ihrer Armbeuge stecke und diese unwiderstehliche Mischung aus Parfüm, Öl und Schweiß rieche.
- Wenn sich ihr klotziger Bizeps so fest wie ein Stück Hartholz an meinen Hals presst. 
- Wenn sie rittlings auf meiner Brust thront und mit einer kraftvollen Hand meine beiden Handgelenke wie im Schraubstock fixiert. 
- Wenn sie schließlich ihren prallen, nackten Hintern auf mein Gesicht senkt und ihre Hände über meinen Bauch wandern, erst in meinen Slip, und dann zu meiner fleischgewordenen Erregung – –  
dann ist für mich der Höhepunkt des Tages erreicht.

Ich genieße es, dieser Frau aussichtslos ausgeliefert zu sein, von ihr nach ihrem Gusto dominiert zu werden und ihre in einen äußerst muskulösen Körper gepackte unbezwingbare Kraft ebenso zu spüren wie ihre mit ausschweifender Phantasie gepaarte enorme erotische Ausstrahlung. Als halbwegs belesener Mensch kann ich über Gunther von den Nibelungen nur lachen. Der hat ja gar nicht gewusst, was er an der starken Königin Brünhild gehabt hat.

Lachen muss ich auch, wenn ich darüber nachdenke, wie meine Geschichte vor gut einem Jahrzehnt begann. Das war nämlich ganz banal. Es fing alles mit eine Diskussion in unserer Clique von Filmverrückten an. Wir debattierten darüber, ob sich die damals immer mehr aufkommenden Internet-Filmchen durchsetzen und vielleicht sogar Fernsehen und Kino Konkurrenz machen könnten. Als erklärter Fan alter Kinosäle mit Riesenleinwänden und Plüschsitzen wehrte ich mich heftig gegen diesen »Kleinkram«. Das tat ich solange, bis einer aus der Runde fragte: »Sag mal, hast du dir das eigentlich überhaupt mal angeguckt?«

Die Frage nahm mir allen Wind aus den Segeln. Nein, ich hatte nicht. Das hatte ich bislang für unter meiner Würde gehalten: »Titanic«, »Tomb Raider« oder »Terminator« nicht auf meterhoher Leinwand, sondern im Maßstab einer Zigarettenschachtel – also, das hielt ich schlichtweg für einen Verstoß gegen die Menschenrechte. Und sagte das auch so oder so ähnlich. Alles lachte. Dann sagte mein Bekannter: »Seh’ ich ähnlich, ganz klar. Aber darum geht’s jetzt nicht. Sondern darum, dass nun jeder zeigen kann, was er will. Und jeder auf der Welt kann’s sehen. Ohne Verleih, ohne Sender. Sind doch ganze neue Möglichkeiten!«

Treffer, versenkt: Das Argument saß. Ebenso das nächste: »Pass mal auf, was wir noch für Sachen zu sehen kriegen. So Sachen, die man nie im Fernsehen oder im Kino sehen würde. Aus allen Richtungen. Ihr werdet es erleben.«

Tja, und das machte mich neugierig. Da traf es sich gut, dass ich seit zwei, drei Monaten  einen nagelneuen Rechner zuhause stehen hatte. Einen Rechner samt Internetverbindung. Etwas, das ich lange abgelehnt hatte, aber nun auch aus beruflichen Gründen brauchte.

Also machte ich mich mal ein paar Abende lang dran, surfte und fand einen unglaublichen Müll: Kleinformatige Kurz-Filmchen, kaum länger als ein Werbespot und zumeist in nicht mehr messbarem Maß schlecht. Es gab da völlig unbegabte Teenies bei »künstlerischen« Darbietungen. Dann unsägliche Familienfeier-Mitschnitte. Filme mit den lieben Kleinen und/oder den lieben Tölen. In allen erdenklichen Fremdsprachen brüllende, schreiende, ja geifernde Politiker. Ansammlungen von (miesen) Einzelfotos, die wie eine Diashow liefen und genauso langweilig waren. Ödes über Randsportarten von Schach bis hin zu Steckenpferdpolo. Schlecht aus dem TV Abgefilmtes. Und natürlich die unverzichtbare Fleischbeschau vom Nacktfoto am Strand bis zum üblen Privatporno.

Das alles bot sich der Welt in einer technischen Qualität, die schlicht unterirdisch war. Extrem grobe Pixel verdarben viele Details. Und je nach Web-Verbindung lief das ganze auch noch mehr oder weniger ruckelig: Es war einfach nur zum Erbarmen.

Aber dann.
Dann kam dieser spezielle Film.
Dieser eine.
Der formal genauso schlecht war.
Aber alles anders machte.

Er begann mit einem Vorspann. Keinem in Kinofilmlänge, sondern einem kurzen und ganz einfach gemachten. Ein blau leuchtendes Feld, auf dem diese – mir unvergessliche – dreizeilige Angabe in unscharfer weißer Schrift stand: »FSP. The CB-Files. Vol. 8«. Das war alles. Und natürlich wusste ich weder, was sich hinter »FSP« verbarg und was hinter »CB« steckte. Immerhin waren mir »Files« und »Vol.« sofort klar: Das war das achte Kapitel, die achte Folge von irgendeiner Serie oder »Akte«.

Ja, und dann fiel mir noch der Bindestrich auf. Der wird ja in der englischsprachigen Welt kaum benutzt, schon gar nicht bei zusammengesetzten Begriffen. Da dachte ich mir: »Das Ding stammt bestimmt aus Deutschland oder Österreich und macht einen auf USA. Hahaha, wie lustig. Mal sehen, was ich da wieder für einen Schrott gefunden habe.«

Der Vorspann hakelte, ein Streifen flirrte. Als es weiterging, gab es erst einmal einen wilden, schnellen Kameraschwenk. Und Stimmen, die unter einem unangenehm lauten Geraschel dumpf und unverständlich klangen. Dann kam der Kameramann zur Ruhe – und zeigte --- sie.

Sie war gerade dabei, sich mit dem Rücken zur Kamera zu drehen. Aber einen Moment lang, da sah man noch ihr Gesicht in Frontal-, dann in Seitenaufnahme. Dieses Gesicht, diesen Kopf, die ich beide seitdem zigtausendfach aus allen Winkeln gesehen habe: Lockiges schwarzes Haar, oben auf dem Kopf üppig wuchernd und ihr vorn fast bis zu den Augen herunter fallend. Aber seitlich auf Höhe der kleinen Ohren und im Nacken bis zur Mitte kurz gestutzt. Große, irgendwie italienisch anmutende braune Augen. Eine ganz leicht gebogene, etwas zu lange Nase. Einen schmalen, lächelnden Mund mit sehr schönen Zähnen.

Aber das war keine junge Frau mehr. Bestimmt Ende Dreißig. Die hatte schon ein paar Falten. Und das Gesicht war zwar insgesamt sehr regelmäßig geschnitten. Aber es hatte ein scharf konturiertes Kinn und hohle Wangen unter klar ausgeprägten Jochbeinen. So wirkte die schmale Physiognomie hager, ja, beinahe eckig. Ich weiß noch haargenau, wie ich beim ersten Hingucken dachte: »Boah, wer will denn noch Weiber in dem Alter im Bikini sehen?«

Denn das trug diese Frau. Dieser Bikini fiel mir als nächstes auf. Roter, glänzender Stoff, aber in Copa-Cabana-mäßigem Ultraknapp: Über der Brust gab es zwei Dreiecke, ungefähr so groß wie eine diagonal durchgeschnittene Toastbrotscheibe. Den Stoff im Schritt hätte man mit einem Salatlöffel verdecken können – mit einem kleinen. Zusammengehalten wurde das durch ein paar dünne Schnüre. Das war’s mit dem Stoffanteil. Kleiner als jedes Taschentuch.

Damit aber lag der restliche Körper frei. Um den ging es auch, um diesen sonnenbraunen Leib. Das heißt, in dieser achten Folge ging es um zwei spezielle Teile davon. Nämlich um ihre Arme. Die hob und drehte sie, mal einzeln, mal zusammen. Aber immer, so dass man sie aus allen erdenklichen Perspektiven sehen konnte und jedes Detail erkennen konnte.

Der Mensch mit der Kamera ging ganz nah ran und machte extreme, zum Teil wackelige Nahaufnahmen, bei denen er erst zoomte und dann die Schärfe korrigierte. Völlig untalentiert und ganz unroutiniert. Aber mein sonst so ausgeprägter Anspruch an die cineastische Güte der Kameraarbeit, an klare, nicht immer wieder von Pixeln beeinträchtigte Bilder war mir mit einem Mal gleichgültig. Völlig egal angesichts dessen, was ich trotz all dieser Fehler sah, als der wilde Schwenk direkt nach dem Vorspann vorbei war:

Die Frau hob da gerade ihren Unterarm und stellte ihn senkrecht.
Als die Hand auf Augenhöhe war, machte sie langsam eine Faust und einen kleinen Ruck.
Und da sprang am Oberarm ein Muskel in die Höhe!
Und was für einer!

Das war nicht nur die mal mehr oder weniger sanfte Rundung, die es bei jedem gibt, der seinen Arm so hält. Nein, sie hatte da einen regelrechten, steil aufragenden Minihügel unter ihrer nussbaumfarbenen, glänzend schimmernden Haut. Eine kantige Erhebung, die sich sowohl zur Armbeuge wie zur Schulter und deren einzelnen Strängen hin klar abtrennte. Am höchsten Punkt sichtlich höher als die ebenfalls weit nach oben gewölbten Schultern. Und so dick, dass die Innenseite des Unterarms die ihm zugeneigte Partie des Muskels berührte.

Der Rest des Armes passte dazu: Die Unterseite des Oberarmes verlief nicht gerade, sondern wölbte sich in einem weiten Bogen nach unten. Das trug natürlich das Seine dazu bei, dass der Oberarm von der Seite her so enorm breit und hoch war. Der Unterarm wiederum wurde vom Handgelenk ausgehend zum Ellbogen hin dramatisch breiter – das sah fast aus wie ein langes, schmales Dreieck mit gebogenen Linien. Bei der Anspannung zeichneten sich unter der Haut nicht nur einige dicke Venen, sondern auch die einzelnen Muskelstränge beinahe so deutlich ab wie in einem Anatomiebuch. Und als die Frau die Spannung erhöhte, hielt die Kamera auch fest, wie das die Muskeln vibrieren ließ: Man musste gar nicht anfassen, um zu wissen, wie sich das wohl anfühlte: Bestimmt ganz fest. Und hart. Sehr, sehr hart!

Nun, natürlich hatte ich vorher schon einmal derart muskulöse Menschen gesehen. Ich bin ja nicht auf einer einsamen Insel aufgewachsen. Das ließ sich allein schon gar nicht vermeiden, wenn man wie ich in den 1980er Jahren den Löwenanteil seiner Zeit im Kino verbrachte. Denn das war die Blüte von Muskelhelden wie Arnie und Sly. Und es war die Zeit, in der überall Bodybuilding-Studios entstanden und in jedem Schwimmbad diese Muskelprotze aufgebläht und breitgereckt herumstolzierten.

Auch ließ es sich damals nicht vermeiden mitzubekommen, dass auch Frauen verstärkt Bodybuilding zu treiben begannen und ihre so erworbenen Muskeln spielen ließen. Ab und zu sah man diese Athletinnen in Magazinen, in Sportsendungen und auch mal in Nebenrollen bei irgendwelchen Trash-Filmen. Hundertmal gesehen, ebenso oft die Achseln gezuckt und jedes Mal aufs Neue den Kopf geschüttelt. Die Frau in diesem Schrottfilmchen war eigentlich auch nur eine weitere Bodybuilderin, einmal mehr eine dem Fleischeskult erlegene Person. Nur noch ein »Hohlkörper«,wie wir das in den achtziger Jahren nannten.

Alles richtig, und dennoch in eben diesem Fall anders: Ich hatte einfach den Eindruck, noch nie solch einen Arm gesehen zu haben. Einen Arm mit einem Bizeps-Muskel, dessen Form und Ausprägung mir einzigartig mächtig vorkamen. So, wie es mir noch nie bei irgendeiner anderen Frau und bei kaum einem Mann aufgefallen zu sein glaubte. Allein schon der schiere Umfang überraschte, ja schockierte mich ebenso, wie er mir vom Fleck weg richtig unanständig vorkam.

Unanständig,
Weil die schwarzhaarige Dame so stolz und ungeniert ihre körperliche Seite präsentierte.
Weil sie offensichtlich so viel Zeit darauf verwandt hatte, diesen Körper zu trainieren und diese Muskeln so unübersehbar gewaltig auszubilden.
Weil sie unübersehbar überhaupt nichts darauf gab, ob ihr Körperbau mit all dem wie stählern anmutenden Fleisch zu einer gängigen Vorstellung von Weiblichkeit passte.
Weil ihre Superarme und damit ihr Äußeres verstörte und provozierte.
Weil sie genau das nach allen Regeln der Kunst zelebrierte.
Weil sie dabei aber mit allen Mitteln weiblicher Tändelei spielte.
Und wie sie das tat!

Sie bot die Arme mit diesen gewaltigen Muskeln mit solch hingebungsvoll-aufreizender Langsamkeit dar, dass man bei jeder Bewegung, bei jedem Zucken spürte, wie sie das genoss.

Aber das war es nicht allein. Denn zum Schluss drehte sie noch leicht den Kopf und schaute durch das Dreieck hindurch, das von Schulter, Bizeps und Unterarm gebildet wurde. Sie schaute direkt in die Kamera, wie das immer so schön heißt. Die großen, fast schwarzen Augen weit geöffnet, ohne Flackern der Augenlider. Und mit einem Gesichtsausdruck, ebenso verlockend wie selbstsicher, ja befehlend: Die Augen, wie gesagt, frank und frei weit offen – und diese feinen, schmalen Lippen mit einem Minimallächeln, so dass die ganz leicht hochgezogenen Mundwinkel durch ihre scharfen Wangenfalten betont wurden.

Ja, ich glaube, das gab den Ausschlag. Der mit unverschämter Souveränität dargebotene Supermuskelarm und der ebenso unverschämt-selbstsichere Gesichtsausdruck: Als das Filmchen vorbei war, saß ich da wie vom Donner gerührt, den Mund sperrangelweit auf, die Augen auf meterlangen Stielen vor dem Kopf. Ich starrte regungslos auf das Schlussbild. Auf das Bild mit ihrem stolzen Blick, ihrem leicht süffisanten Lächeln und diesem wuchtigen Muskelfelsen. Egal, ob ich das eine Sekunde wie in Trance ansah oder tausendmal so lange, danach war das Bild unverrückbar in mein Bewusstsein eingebrannt. Das ist es noch. Hätte ich etwas Zeichentalent, könnte ich das bestimmt ohne Hinzugucken zu Papier bringen.

Als sich diese Schockstarre gelöst hatte, sah ich mir das Filmchen noch mal an. Noch mal. Noch mal. Nochmalnochmalnochmalnochmal – wie viele „Noch Mals“ es an dem Abend gab, ich weiß es nicht. Immerhin kann ich mich daran erinnern, dass ich erst damit aufhörte, als sich meine Heizung längst abgeschaltet hatte und es in meinem Arbeitszimmer empfindlich kalt zu werden begann. Also weit nach ein Uhr in der Nacht. Schließlich erhob ich mich widerstrebend, aber nicht, ohne mir noch die URL von dem Ding aufzuschreiben (das war noch, ehe es auf jedem Rechner eins der vielen Programme zum Film-Download gab).

Im Bett konnte ich erst einmal nicht schlafen. Nicht nur, dass ich die Bilder dieses dilettantischen Filmchens nicht aus dem Kopf bekam. Sondern auch, dass ich verstört darüber war, weil mich das dermaßen in seinen Bann gezogen hatte. Aber so richtig verstört war ich erst am nächsten Morgen. Da stellte ich völlig gerädert fest, dass ich nachts vom Superbizeps dieser Muskellady geträumt --- und wie ein Teenager ganz feucht darauf reagiert hatte. Und zwar mit einem so enormen Erguss, wie ich seit Pubertätstagen keinen mehr erlebt hatte.

Zumal ich direkt beim Wachwerden gleich wieder gekonnt hätte: Kaum dachte ich auch nur an die starke Dame mit den großen dunklen Augen und den zwei sexy Mundwinkelfalten, als sich bei mir die Muskeln der Lust erneut anspannten und sich gegen den unangenehm feucht-klebrigen Pyjamastoff stemmten. Der fast schon schmerzhafte Erregungszustand hielt den ganzen Tag über an – »wie gut, dass ich wieder Single bin«, dachte ich in einem Anfall von Galgenhumor, »ich würde sonst den ganzen Tag lang über meine Jeweilige herfallen.«

Das war der Anfang. Mühsam hielt ich es bis zum Abend aus. Dann begann ich damit, dieser Muskelgöttin im Internet nachzustöbern. Ich fand alsbald auch die anderen Teile von » FSP. The CB-Files«. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei eigentlich um eine Art Video-Dokumentation handelte – nämlich der ihres muskulösen Körpers.

Passend zu diesen mächtigen Armen hatte sie nämlich ein enorm breites, von oben nach unten keilförmiges Kreuz, wuchtige Schultern, eine superschmale Taille und wie geschnitzt wirkende Bauchmuskeln. Ihre Oberschenkel wölbten sich bei jeder Bewegung nach außen. An der Innenseite über dem Knie zeichnete sich eine dicker tropfenförmige Partie ab, von der ich noch gar nicht gewusst hatte, dass es die überhaupt gab. Ihre Waden waren kantig-voluminös und passten sicher nicht in normale Stiefel. Und ihr Popo war gleichzeitig so rund und ausladend, wie er stramm und fest war. Im Vergleich zu dieser mittelalten Athletin mit ihrem Hyperhintern hatte jedes Topmodel eine schlaffe Kehrseite.

In der Folgezeit fand ich auch heraus, was hinter den ominösen Abkürzungen steckte. »CB« – das stand für ihren Namen, Clara Bein. Und hinter »FSP« steckte »Female Supremacy Productions«. Das war wohl ein anonym tätiges Produktionsteam, das sich auf Filme mit derart muskulös austrainierten Frauen verlegt hatte. Es gab Dutzende dieser Streifen, in denen enorm kraftvolle Damen ihre physische Überlegenheit demonstrierten. Wahrscheinlich habe ich mir sie fast alle angesehen. Die Wirkung war meist ähnlich wie bei Clara Bein – aber immer nur fast. Die schwarzhaarige Clara mit ihrem kantig-attraktiven Gesicht, ihren braunen Kulleraugen und ihrem harten Superbody blieb unangefochten meine Favoritin.

Zumal ich bald feststellte, dass sie bei Wettkämpfen von den Fans zwar für ihre extrem ausgeprägten Muskeln und die herrliche Gesamtsymmetrie ihres Körpers bejubelt wurde. Nicht aber von den Bodybuilding-Kampfrichtern. Die verwiesen die Dame aus dem Südwesten Deutschlands aus unerfindlichen Gründen öfters auf einen der hinteren Ränge. Jedoch machte Clara alsbald im Internet eine steile Karriere: Nämlich im virtuellen Untergrund bei den männlichen Verehrern weiblicher Muskeln. Und als ich feststellte, dass es davon nicht nur einen, sondern viele gab, da begann ich mich auch an all dem Material zu Clara zu delektieren – wenn auch nur heimlich.

Weil diese Gemeinde ihr die Treue hielt, versorgte Clara Bein sie im Gegenzug mit einer Flut von Filmchen und Fotos, die sie in unzähligen scharfen Outfits zeigten: Schwarze, hautenge Miniröcke und hochhackige Pumps. Wie auflackiert anliegende Lederhosen und -tops. Durchsichtige Nylon-Leotards. Latex-Bikinis und schneeweiße Ganzkörperbodys. Derlei betonte ihre sinnlich-erregende Muskulosität aus meiner Sicht mehr, als dass sie sie verhüllte.

Sie posierte in Fotostudios ebenso wie in Hotelzimmern. Sie war allein vor der Kamera oder mit Bewunderern, die ihre Muskeln hingebungsvoll einölten und andächtig befühlten. Sie stand in Fetzenjeans im Fitnessstudio und ließ sich beim Aufpumpen ihrer als »Guns« bekannten, venenüberzogenen Bizeps-Muckis ablichten. Sie verwandelte sich mit Riemchensandalen und einem aus Metallringen geflochtenen Brust- und Unterleibsschutz in eine Amazone im Stil der Comic-Heldin Red Sonja. Das entsprechende Video zeigte sie im Abendrot vor einer Felskulisse beim überraschend gekonnten Jonglieren mit einem großen Schwert. Ich habe nie verstanden, warum sie daraufhin nicht in einem Action-Film eine Hauptrolle gespielt hat . Sie hätte sowohl die Physis wie auch die Ausstrahlung dafür gehabt.

Auch stöckelte sie in kaum popolangem, schwarzem Latex und mit ebenfalls schwarzen Plateau-Stilettos verkehrsgefährdend durch Japans Hauptstadt. Dabei spannte sie ihre satt eingeölten Mörder-Bizeps auch in der bekannt langsam zelebrierenden Weise vor drei einheimischen Geschäftsleuten an. Prompt bekamen sich die bebrillten, schmächtigen Kerlchen nicht mehr ein. Sie schubsten und drängelten sich gegenseitig weg, um an ihre Arme zu gelangen. Vergaßen, dass da eine Kamera lief, die alles fürs weltweite Netz festhielt. Das und auch Claras rauchige Stimme in dialektgefärbtem Deutsch und ihren fraglos ungeplanten, aber staubtrockenen Kommentar, der im Web ihren Kultstatus nur noch mehr festigen sollte: »Ui, wie’s aussieht, brauchen die heut’ awwer alle kän Viagra! Ob das die Buxen aushallen?«

Zwischendurch befasste sie sich immer mal mit allerlei Szenekunst. Sie unterstützte eine Gruppe New Yorker Bodybuilderinnen, als die eine Vernissage und eine Show zum Thema »Kraftvolle Frauen in der Gegenwartskunst« zusammenstellten. Sie spielte auch in einigen Performance-Filmen mit. Davon schafften es einer bis zur Documenta nach Kassel und der nächste bis zur Biennale nach Venedig. In diesem posierte, schritt, hüpfte und sprang sie nackt und von Kopf bis Fuß schneeweiß geschminkt herum – der künstlerische Ausdruck des Films wurde ebenso gelobt wie der experimentelle Schnitt der Filmemacher.

Kunst hin, Kunst her – sie war sich auch nicht zu schade dafür, in Underground-Streifen aufzutauchen und da in Minimalgewandung eingeölt und aufgepumpt den ein oder anderen Kerl beim Kräftevergleich und Ringen fertigzumachen. Und sie veranstaltete »Private Appointments«. Also private Treffen, die üblicherweise in der Szene »Muscle Worship Session« heißen: Gegen einen entsprechenden Obulus traf sie sich mit ihren Verehrern, meistens in einem Hotel und immer in einer Aufmachung der Kategorie »männermordend-heiß«. Die Typen konnten da ihre Muskeln bewundern, ihre Überlegenheit spüren und sich auch mal herumtragen und sich von ihr nach Strich und Faden dominieren zu lassen.

Im Lauf der Zeit bekam ich das alles heraus. Ich sammelte jedes Fitzelchen an Information, den ich zu Clara Bein finden konnte. Trug ein Riesen-Archiv an Fotos und Filmen zusammen. Kaufte Bodybuilding-Zeitschriften mit Reportagen über sie. Schrieb sie schließlich sogar mehrfach an, um mir Fotos mit Autogramm zu bestellen, sie zu der ein oder Sache zu befragen und ihr ein paar private Informationen abzuluchsen. Damit erstellte ich dann eine Biographie – die bei Wikipedia ist auch von mir.

Ich recherchierte alles von ihrer Geburt in einem kleinen Dorf nahe der französischen Grenze, über ihre Schulzeit und ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin. Über ihre Ehe, die nach zwei Söhnen und gut fünfzehn Jahren geschieden wurde. Über ihre jugendliche Begeisterung fürs Gitarrespielen, Tanzen, Springreiten und Pistolenschießen. Auch wusste ich alles darüber, wie sie sich nach ihrer Ehe »nicht mehr so flott« fühlte und schließlich in einem Fitnessstudio landete. Wo sie der Betreiber schon nach vier Wochen fragte, ob sie denn nicht einmal an einem Wettkampf teilnehmen wolle, bei den Armen und Schultern? Ich wusste, wie sie da abgeschnitten hatte (Platz eins bei den Heavy Weights) und welche Wettkämpfe noch folgten.

Natürlich kannte ich ihre »Stats«, also ihre Körpermaße: zum Beispiel ihr Körpergewicht von fünfundsechzig Kilo, ihre Körpergröße von knapp Einsdreiundsechzig, den Umfang ihrer Arme und Waden (jeweils einundvierzig Zentimeter), Oberschenkel (sechzig Zentimeter) und Schultern (hundertvier Zentimeter). Ich wusste, dass sie bei der als Bizeps-Curl bekannten Übung für die Oberarme schon mehrfach Hanteln im Gewicht ihres Körpers bewegt hatte. Dass sie bei einem Kraftvergleich-Wettkampf für Frauen bei einem solchen Curl-Durchgang mit sechzig Prozent ihres Körpergewichts fünfundvierzig Wiederholungen schaffte und beim Bankdrücken ihr Gewicht in Eisen dreißigmal hoch wuchtete. Und dass sie da sage und schreibe dreiunddreißig Klimmzüge hinbekam.

Jedesmal, wenn ich Bilder von ihr sah, erlebte ich Frühlingsgefühle und kam mir vor wie ein antiker Fruchtbarkeitsgott. Das ging schließlich soweit, dass ich – von einer Ausnahme abgesehen – zu kaum einer anderen Frau mehr hinfand. Clara Bein war meine Traumfrau. Und das kann man wirklich wörtlich nehmen. Genau deswegen aber schaffte ich es auch nicht, mich in all den Jahren einmal mit ihr für eins ihrer »Private Appointments« zu treffen. Ich hatte einfach Angst, mein Bild von ihr zu zerstören. Freilich kann ich nicht ausschließen, dass ich irgendwann zum Stalker geworden wäre und ihr heimlich nachgestellt hätte. Gut möglich. Dass das nicht passiert ist, das lag ganz einfach daran: Clara Bein kam mir zuvor.

Rein vom Ablauf her war das wieder nichts Besonderes: Eines Abends klingelte es an der Haustür, ich ging hin und öffnete – und da stand sie. Natürlich nicht halbnackt und eingeölt, sondern in knöchellangem Trenchcoat, einer Ledertasche über der Schulter und mit einem Fleece-Schal um Hinterkopf, Hals und Kinn. So, wie sich auch jede andere Frau anzieht, wenn ein kühler Herbstwind durch die Straßen fegt. Zuerst erkannte ich sie nicht. Der Wind zerzauste, was von ihrem Haar vorn unter dem Schal herauslugte. Und auf ihrer Nase saß eine kleine schwarze Hornbrille. Als ich dann den Flitzer aus Zuffenhausen an der Straße und den Zettel in ihrer Hand sah, dachte ich: »Verfahren. Die will nach dem Weg fragen.«

Sie stellte dann auch eine Frage – aber eine andere, als ich erwartet hatte: »Entschuldigen Sie, sind Sie Herr ***? Ja? Dürfte ich dann mal für ein paar Minuten eintreten, bitte?«

Ich war völlig überrumpelt. Wie willenlos nickte ich, trat zur Seite und schloss die Tür hinter ihr. Denn was ihrer Kleidung mit meinen Augen gelungen war, das schaffte ihre Stimme mit meinen Ohren trotz des heulenden Windes nicht: Diesen rauchigen Klang mit dem lustigen moselfränkischen Akzent hatte ich zu oft gehört, um ihn nicht sofort zweifelsfrei zu erkennen.

Sie wartete in meinem Flur, betrachtete die Filmbilder an den Wänden und ignorierte – so hoffte ich – das mittendrin geparkte Bügelbrett. Wie in Trance ging ich vor, öffnete die Tür zu meinem Wohnzimmer und lotste sie zur Couch. Aber sie setzte sich nicht direkt, sondern fragte: »Kann ich kurz ablegen? Mantel un’ Schal sind doch arg warm hier drin!«

Sprach’s, schlüpfte ohne viel Getue aus beidem und drückte mir die Kleidungsstücke sowie die Ledertasche in die Hand. Ich schaffte es tatsächlich, die Sachen ordentlich über einen Stuhl abzulegen, ohne über meine Füße zu stolpern. Sollte ich gehofft haben, sie trüge unter dem Mantel nur so etwas wie einen ultrakurzen Mini, so sah ich mich ge- und enttäuscht. Ihr Oberkörper steckte in einer normalen, bequem geschnittenen Bluse, ihre Beine in modisch verwaschenen Blue-Jeans, ihre Füße in Stiefeletten. Immerhin hatten die ziemlich hohe Absätze. Und die Jeans lagen eng genug an, um unter dem Stoff die schwellenden Muskelpakete mehr als nur erahnen zu lassen.

Aber der Anblick bot sich nur kurz, dann saß sie schon auf der Couch. Und ich ihr gegenüber auf meinem Fernsehsessel, heilfroh, dass ich nicht wie sonst um die Uhrzeit eine verwaschene Pyjamahose samt altem Sweatshirt anhatte. Oder gar eins meiner selbstgemachten T-Shirts mit frivolem Muskelmaedel-Motiv. Das wäre nicht auszudenken gewesen! Nein, ich steckte in einer leichten Cargohose und in einem halbwegs ordentlichen Hemd: Ich war gerade aus dem Kino zurück, wo ich den Stoff für eine meiner Zeitungskolumnen ermittelt hatte; als Feuilletonist lebe ich auch von Filmbesuchen. Ein paar Augenblicke saßen wir so da und schauten uns an, sie durch die schicke Hornbrille, die ihr überraschend gut stand. Sie brach schließlich das Schweigen, wie es in alten Romanen immer heißt: »Ich brauch’ mich Ihnen nit vorzustellen. Ich weiß ja, datt Sie ganz genau wissen, wer und watt ich bin.«

Es wäre die Untertreibung schlechthin, würde ich hier schreiben, ich sei überrascht gewesen. Ich war von den Socken, erschrocken, es hatte mich umgehauen – das trifft es eher. Ich wusste nicht, was ich entgegnen sollte. Vermutlich sah sie mir an, welche Wirkung ihre beiden Sätze bei mir ausgelöst hatten. Denn sie hob die Hand und sagte leise und freundlich mit dieser mir so wohlbekannten, rauchigen Stimme: »Halt, junger Mann, Sie brauchen sich kä’n Sorjen zu machen. Passiert scho’nix. Aber Sie wüssten schon gern, watt ich hier will, stimmt’s?«

Pause. Ich war noch zu verdattert, um etwas zu sagen. Sie lächelte und sagte: »Oh, oh. War wohl nit so gut, Sie so zu üwwerfallen. Also, ich sag’ Ihnen änfach, worum’s geht.«

Das tat Clara Bein dann. Und das, was sie sagte, war mindestens so überraschend wie ihr Erscheinen vor meiner Türe. Denn sie war hier, um ihren »größten Fan« mal persönlich zu treffen. Ihren »nachgewiesenermaßen größten Fan«, wie sie betonte. Mein Gesicht muss wohl ein einziges Fragezeichen gewesen sein, weil sie mich kurz verwundert ansah und dann kurz losprustete: »Oh, Sie wissen ja gar nit, wie ich zu der Ehre komme. Oder besser Sie. Also ...«

Dann erklärte sie mir, wie sie mich aufgestöbert habe. Es habe damit zu tun, dass der Programmierer ihrer Website ein ausgekochter Informatiker sei und für einige Firmen neue Programme entwickelt habe. Alle mit dem Zweck, die Anonymität im Web zu unterwandern, um Hackern und Viren-Verbreitern nachzuspüren: »Genau weiß ich das auch nit. Ich weiß auch nit, ob mir datt gefällt. Eher nit. Na, jedenfalls hat’s watt mit diesen IP-Adressen zu tun. Und halt mit allen Spuren, die’s wohl beim Surfen im Internet immer gibt.«

Um es kurz zu machen: Der Programmierer hatte Claras Website als Versuchsinstrument benutzt. Und als er das gefundene Material nach Häufigkeit sortierte und nach Herkunft entschlüsselte, landete eine Adresse ganz vorn – meine. Neugierig geworden, wandte dieser Bursche seine »Tools« nun auch an anderen Stellen im Internet an. In Video-Kanälen, Diskussionsforen, Blogs, Bilderdiensten und so weiter. Gemeinsames Kennzeichen: Es ging an der jeweiligen Stelle um Clara Bein. Stets fand dieser verhinderte Detektiv meine Adresse häufiger als die von jedem anderen. Und weil das Internet bekanntlich nichts vergisst, dehnte er den Test seiner Programme auch auf die Vergangenheit aus. Mit demselben Ergebnis.

Als versiertem Hacker ermittelte er schnell Namen und Postanschrift zu den stets wiederkehrenden Daten. So, dass ihm niemand auf die Schliche kommen konnte. Natürlich informierte er Clara Bein über seine Forschungsergebnisse. Woraufhin die ihre diversen E-Mail-Eingänge durchforstete --- und als Folge bei nächstmöglicher Gelegenheit packte, in ihren Sportwagen kletterte und die gut fünfhundert Kilometer zu mir herbrauste. Jetzt saß sie mir gegenüber und sagte, dass ihr das sehr, sehr schmeichele, als Athletin ebenso wie als Frau. Aber sie wolle jetzt nur noch eins wissen: »Warum machen Sie datt überhaupt alles?«

Das war sie, die alles entscheidende Frage. Wie ich geantwortet habe? Na, jedenfalls so, dass es ihr gefallen hat. Sehr sogar. Sonst wäre sie ja wohl kaum eine Viertelstunde danach in das Nichts von Minibody und in die Hochhacken geschlüpft, die sie in ihrer Ledertasche mitgebracht hatte: »Vorsorglich. Man kann ja nie wissen.« Und nicht viel später war ich damit beschäftigt, ihren starken Muskeln zu huldigen und ihre Kraft zu testen. Sie nahm es hin, hielt mir lässig stand und machte anzügliche Bemerkungen – ich möge mich mal anstrengen, schließlich sei ich doch ein Kerl und sie nur eine Frau. Immerhin hätten aber selbst solche schwächlichen Männer immer noch ihre Stärken. Sprach’s und spielte in unverschämter Weise damit herum, während sie sich auf meiner Brust fläzte und mich nach dem Dominiert- aufs Vernaschtwerden »vorbereitete«.

Übrigens tut sie das immer noch. Auch nach all den Jahren. Aber das wissen Sie ja – schließlich haben Sie ja den Anfang dieser Geschichte gelesen, oder?

Freitag, 6. April 2012

Und weil's so schön war ...


... gibt's Nachschlag: Noch ein Muskelmaedel, nicht bis zum Anschlag "definiert", sondern statt dessen über ihren imposanten Muskelpaketen angenehm gerundet. Kraft und Weiblichkeit in unschlagbarer Kombination (wie auch all die Leutchen meinen, die mir Entsprechendes und zum Teil sehr Erregt-Erregendes zu dem Thema geschrieben haben). 


Und wieder einmal eine Lateinamerikanerin. Diesmal in goldfarbenem Minikini und dazu in einem Paar Riemchen-Plateauschuhe, die schon im Schaufenster den Ärger der Jugendschützer provoziert haben dürften.An diesen Beinen mit den prallen Waden und den stramm gerundeten Oberschenkeln machen sie sich aber nachgerade perfekt. Zumal sie in einer typisch weiblichen Pose dasteht - aber souverän und lässig Hände an den Schenkeln abstützt und so ihre stark ausgebildeten Oberarme präsentiert... 


Apropos Lateinamerikanerinnen. Die scheinen keine Scheu vor der ausgefallensten, aber knappsten und somit erogensten Bekleidung zu haben. "Ich habe starke Muskeln und bin sehr sexy" - das Motto würde sie so präzisieren: "Auch weil ich starke Muskeln habe, bin ich sehr sexy!" 


Zumal: Miniröcke, High-Heels und String-Tangas kommen doch erst so recht zur Wirkung, wenn die entsprechenden Formen vorliegen. Entsprechende Formen heißt nicht gertenschlank (vulgo: klapperdürr), sondern ausladend, aber straff. Sehr straff. So straff, dass sie vor Kraft regelrecht zu explodieren scheint und bei jeder Bewegung ihrer Umgebung signalisiert, dass hier die Herrin im Ring kommt. 


Das hohe Maß an Körperkraft ist übrigens keine aus Wunschträumen geborene Einbildung. Es ist übrigens auch bei Bodybuilderinnen in Nicht-Bühnenform der Fall - ihre Körperkraft ist eindeutig in dieser Verfassung am allerhöchsten. Das hat mir die ein oder andere nicht nur bestätigt, sondern auch schon eindrucksvolle vorgeführt. Bizeps-Curl mit 70 Kilo Eisen ... ich wollt's kaum glauben, habe es aber gesehen!!!


Sonntag, 1. April 2012

Private Vasquez - mit Muckis gegen Aliens

Private Jenette Vasquez aus dem
zweiten "Aliens"-Teil. Der ernste
Blick ist etwas, das für die Portraits
amerikanischer Frauen immer noch sehr
unüblich ist - normalerweise lächeln die.
Hier aber sollte der ernste Ausdruck
soldatische Professionalität widerspiegeln ... 
Als das moderne Frauenbodybuilding in den 1980ern seine erste große Blüte erlebte, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Kunst und Medien darauf einstiegen. Dachte man. Denn das Echo war verhalten: Einige Frauenrechtlerinnen feierten die Muskeln dieser Maedels als feministische Errungenschaft. Der überwiegende Teil der Öffentlichtkeit hingegen sah darin einen Angriff auf die angeblich ewigen, tatsächlich aber kulturell definierten Geschlechterrollen und damit auf die jeweilige sexuelle Identität. Dementsprechend rar blieben entsprechende Rollen in Kino und TV - von positiver Darstellung der Muskelmaedels in diesen Medien wollen wir erst gar nicht anfangen.

Blieben noch die Sportlerinnen selber. Einige wenige taten dies sicher auch mal aus feministischen Gründen. Aber das erzeugt einfach nicht das, was man braucht, um wirklich beim Eisenpumpen an der Stange zu bleiben - nämlich Begeisterung. Die speist sich aus anderen Antrieben heraus. Und das Faible teilte auch der Teil der Welt, die sich für die muskelstrotzenden Damen begeistern konnten. Also die Fans, ob sie derlei nun einfach aus sportlicher Sicht genossen oder weil sie's sexy fanden oder beides - anyway...



Ob nun der vor allem durch "Terminator", "Titanic" und "Avatar" zu Weltruhm gekommene US-Filmregisseur James Cameron ebenfalls dieser Schar von Anbetern weiblicher Muskeln angehört, sei mal dahingestellt. Aber es fällt auf, dass er mehr als einmal sportlich gestählte Aktricen in klassische Action-Rollen schickte: Unvergessen Linda Hamiltons definierter Bizeps, den sie im zwoten "Terminator" erst 
beim Klimmzüge-Absolvieren am hochkant gestellten Eisenbett und dann in ärmelfreiem kämpferischem Schwarz beim Hantieren mit mächtig großen Schießeisen zur Schau stellte.

Linda Hamilton als Sarah Connor  in "Terminator 2" -
definiert und unübersehbar mit gut trainiertem Bizeps. Wie
schon PFC Vasquez lässt James Cameron auch sie mit
allerlei lustigem Ballerkrempel hantieren. Übrigens:
Schicke Brille - sowas hatte ich auch mal, das war
damals richtig hip!
Aber das war nicht Camerons erster Coup auf dem Gebiet - der kam schon fünf Jahre zuvor. Also 1986. Und er hieß "Aliens - Die Rückkehr". Denn neben der von Sigourney Weaver verkörperten Hauptrolle der Alien-Jägerin Ellen Ripley gab es da noch eine wichtige Frauenrolle: Private First Class (PFC) Jenette Vasquez. Und auch die errang sich zuerst durch Klimmzüge und ihre unübersehbar starken Arme die Aufmerksamkeit der Zuschauer.


Die berühmte Klimmzugszene aus
"Aliens - die Rückkehr". Fraglos die erste
in einem Hollywood-Blockbuster, in der eine
muskulöse Frau ihre Kraft demonstriert und
zudem nicht als Schurkin, sondern als Heldin
dargestellt ist. Und diese kraftvoll ausgeprägten
Arme waren einfach anbetungswürdig! 
Die Soldatin Vasquez gehört zu dem Trupp von im Weltraum eingesetzten GI's, die sich zuerst einmal durch ihre großsprecherischen Reden unangenehm bemerkbar machen. Ihren ersten großen Auftritt beschert Regisseur Cameron ihr, als sie Klimmzüge macht und dabei ein paar sehr gut ausgeprägter, richtig starker Bizeps-Muckis sich nach oben wölben lässt. Dabei flachst einer ihrer Kameraden und fragt sie, ob sie jemals mit einem Mann verwechselt worden wäre. Ihre trockene Antwort: "Nein, du?"

Neben den Power-Armen fiel auch das übrige Äußere von Private Vasquez auf. Sehr kurze schwarze Haare mit roter Bandana drumherum, die prächtig-mächtigen Arme selbstverständlich frei. Und mit Kino-weltraumgerecht übergroßem, in der Realität aber aus Teilen altbekannter Modelle zusammenmontiertem Schießgerät hantierend, unter anderem der berühmten M56 Smart Gun, verziert mit der ominösen Aufschrift "Adios". Inzwischen schon ein Klassiker der Action-Kino-Ausstattung ist auch ihr Körperschutz (chest plate armor) mit der Aufschrift "El Riesgo siempre vive" zu deutsch: "Das Risiko lebt ewig". Und vor den großen Schießereien mit den bösen, schleimigen Außerirdischen sagt sie noch cool: "Let's rock!" - auch das gilt inzwischen als ein klassisches Kino-Zitat.


Private Vasquez beim Hantieren mit Waffen, die prächtigen
Muckis immer gut zu sehen und gut geölt.  
So. Wie gesagt, ich weiß nicht, warum sich James Cameron als treibende Kraft des Films für diese Figurenzeichnung entschieden hat. Ob er muskulöse Frauen cool, ja anziehend findet? Hm. No idea. Unstrittig ist, dass er gern dominante Frauenfiguren hatte - sei es in "Abyss", sei es in "Terminator 2", sei es eben hier in "Aliens". Zumal die Männer durchaus als defizitär gezeichnet sind. 

Mag sein, dass Cameron einfach mal was gegen den Strich bürsten und gängige Klischees aufbrechen wollte. Mag sein, dass er mit seinen Action-Stoffen nicht nur die traditinell männliche Klientel, sondern eben auch die Frauen anlocken und ihnen daher eine Identifikationsfigur bieten wollte. Mag sein, dass seine damalige Lebensabschnittsgefährtin Gale Anne Hurd da wesentlichen Einfluss ausübte. Jedenfalls kam Private Vasquez als coole Action-Figur rüber - eine muskulöse, burschikose und dazu sehr hübsche junge Frau.


Natürlich jubelten die Feministinnen. Hier eine von Anna Blume verfasste Besprechung jener Jahre, die Private Vasquez' Nebenrolle stark hervorkehrt: „Im weiteren Verlauf der Handlung fällt Vasquez dann die Rambo-Rolle zu (auch visuell: Stirnband, nackte Arme und jede Menge dieser lächerlich überdimensionierten Waffen vor dem Körper). Während männliche Soldaten 'weibliche' Reaktionen zeigen, indem sie angesichts der Bedrohung durch die Aliens 'hysterisch' werden, bleibt Vasquez absolut tough.“ 


Im großen Kampf mit den bösen Außerirdischen ...

Nun ja. Kann man so sehen (und grinsend feststellen, dass auch Feministinnen Filme mit harten Soldaten cool finden, solange die das eigene Geschlecht haben - sowas aber auch...) Man kann es aber auch so sehen, dass es eigentlich in Extremlagen weniger auf's Geschlecht, als vielmehr auf bestimmte charakterliche Eigenschaften ankommt. Auch dann lässt sich die Figur von Private Vasquez noch als beispielgebend ansehen.

Jenette Goldstein und Bill Paxton - sieht fast aus
wie der Beginn eines muscle worship ...
Denn gemäß dem seinerzeit noch allgemein gängigen Kinoklischee handeln die Männer, während die Frauen hilflos zusehen. Steven Spielberg und seine Drehbuchautoren haben das im 2. Teil von "Indiana Jones" auf die Spitze getrieben, nachdem viele US-Kritiker die starke und attraktive Frauenrolle der Marion Ravenwood aus dem 1. Teil von "Indiana Jones" heftig kritisiert hatten: Dass das eine voll geplante Absicht war, zeigt schon der Umstand, dass die Rolle der ständig kreischenden blonden Sängerin mit Spielbergs Frau Kim Cattrall* besetzt war. 

(*Korrektur, 6.4.2012: Es muss statt "Kim Cattrall" natürlich "Kate Capshaw" heißen,  wie ein Leser unten in den Kommentaren sehr zu Recht und natürlich dankenswerterweise mitteilt. Was ich eigentlich auch weiß, da ich die Karriere der gebürtigen Texanerin seinerzeit auch etwas mitverfolgt habe. Dennoch habe ich den falschen Namen hingetippt. Fehlschaltung im Gedächtnis, Prä-Altersheimer, keine Ahnung warum.  Anyway: Entschuldigung an alle! Und jetzt wieder zurück zum Text:)


Somit bleibt die besonnene und tapfere Soldatin Private Vasquez immer noch eine besondere Filmfigur. Eine, die man auch sehr gut ohne den feministischen - pardon - Schmonzes wahrnehmen kann.

Die Alien-Crew gab's natürlich auch als Spielzeug,
Private Vasquez steht ganz links, mit durchaus kraftvollen
Armen. Andere Spielzeughersteller verpassten ihrer
Vasquez-Figur nämlich Spargelärmchen --- pfui!
Ich kann nur sagen, dass mir damals auch das ausnehmend schöne Gesicht der unbekannten jungen Darstellerin mit den schicken Muckis gefallen hat. Die ist ja nicht nur stark, so dachte ich, sondern die hat auch noch ein Gesicht zumVerlieben: perfekt! Bestimmt eine schöne Lateinamerikanerin - mit der Annahme aber lag ich völlig daneben: Diese Darstellerin heißt bürgerlich Jenette Goldstein, kam 1960 zur Welt und ist eine Kalifornierin mit jüdischen Vorfahren. 

Weder sind ihre Augen tiefdunkel noch ihr Haar südamerikanisch-schwarz, geschweige denn kurz. Sie ist eher dunkelblond-rötlich, trägt eine wahre Lockenmähne. 
Und ganz sicher hat sie blaue oder blaugrüne Augen, die auf den meisten Portraitfotos von ihr immer schalkhaft funkelnd dreinblicken. Ganz anders als der ernste, taffe Blick von Private Vasquez - dieser Blick aus den großen schwarzen Augen beruht also wohl zu gutem Teil auf Kontaktlinsen. Tja, im Kino ist eben alles Lug und Trug. Und Jenette Goldstein ist auch keine Hünin, sondern von der Körpergröße her regelrecht zierlich. "Petite" heißt das in Übersee.

Die "Alien"-Crew auf einem Standphoto. Jenette Goldstein
alias Private Vasquez steht links hinter Hauptdarstellerin
Sigourney Weaver. Die steht nun hier ganz vorn in der Mitte
und ist eine mit knapp 1,80 Meter eh groß gewachsene Frau.
Dennoch kann man im Vergleich mit den anderen
Darstellern sehen, dass Jenette Goldstein von der Größe
her sehr zierlich gewachsen ist.
Zu den tollen Muskeln kam sie, als sie mit ihrem ersten Mann nach London zog und dort in Hyam's Gym anfing, Eisen zu pumpen und ihren Body zu builden. Sie war schon durch eine Theaterausbildung bestens präpariert, als sie - wieder in Amerika - ihre erste Filmrolle erhielt. Eben Private Vasquez. 

Dazu gibt's eine Anekdote: Jenette Goldstein dachte angesichts des Drehbuchtitels, es handele sich um einen Film über Einwanderer in die USA. Denn "alien" kommt vom lateinischen "alienus" und heißt erst einmal "fremd", "ausländisch", "nicht dazugehörig" - die Bedeutung "außerirdisch" kam erst viel später. Also kam sie in kurzem Rock, hohen Absätzen und ärmelloser Bluse zum Vorsprechen für ihre Rolle. Dabei aber zeigten sich natürlich ihre kräftig entwickelten Arme mit den tollen Muckis. Ideal für den Action-betonten Charakter, den sie tatsächlich zu spielen hatte.

Private Vasquez in Kampfmontur, inklusive ihres
spanisch beschrifteten Körperschutzes. Und obwohl sie
ihre Arme hier nicht anspannt, sieht man, wie gut die
damals trainiert gewesen sein müssen. 
Seitdem hat sie in zig Rollen gespielt - am Theater, im Kino im TV. Vieles davon Nebenrollen. Sie hat das mit der Private Vasquez-Figur mögliche Actionrollen-Thema nicht ausgebaut. Auch hängte sie das Bodybuilding offensichtlich recht früh wieder an den Nagel. Denn in ihren anderen Rollen wirkte sie überhaupt nicht mehr muskulös.  Leider, leider, leider. Zu ihren Nebenrollen gehören die irische Auswanderer-Mutter aus "Titanic" (wieder unter Cameron) und eine Mutter in "Terminator 2" (wieder Cameron). Wobei es sich bei der Titanic-Sache wohl um einen Insider-Gag handelt - jetzt endlich spielte sie ein Alien, eine Auswandererin. 

Jenette Goldstein heute: Eine Frau mit
sehr freundlichem, ansteckendem Lächeln -
aber völlig anders als die von ihr verkörperte
straff-taffe Weltraumsoldatin. 
Heute sieht sie ganz anders aus als zu "Alien"-Zeiten. Wer ihren Namen nicht kennt und keinen Kino-Spleen hat, der hätte nie im Leben von den "Private-Vasquez"-Fotos und Filmausschnitten darauf geschlossen, dass diese muskulöse Akteurin und diese Dame ein- und dieselbe Person sind. So sehr hat sich Jenette Goldstein gewandelt. Heute ist sie im mittleren Alter, eine Frau mit einer imposanten Lockenpracht, einem breiten, augenscheinlich extrem ansteckenden Lächeln, lustig funkelnden Augen und einer unübersehbar üppigen Oberweite. Die wiederum führte auch zu ihrem Geschäft Jenette Bras - da geht es um BH's in Übergrößen.


Ich weiß noch gut, wie sehr mir damals dieses Gesicht
mit dem klaren, ernsten Ausdruck gefallen hat - und dazu
diese dunklen Augen: Zum Hineinfallen. Heute weiß ich:
leider, leider -- nur Kontaktlinsen ... 
Nun - ein individuelles, hoffentlich reiches und schönes Leben. Trotzdem mag man mir nicht böse sein, wenn ich angesichts dieses Namens eben immer an die junge Frau denke. Die mit dem schönen, ernsten Gesicht, mit den tollen dunklen Augen, mit dem roten Stirnband und dem attraktiven Kurzhaarschnitt. Und damit die junge Dame, die in einer Runde von Möchtegern-Machos und in einer dampfig-schwülen Atmosphäre völlig souverän beim Klimmzüge-Machen ihre imposant entwickelten Oberarmmuskeln vorführt ...

Freitag, 23. März 2012

Lisa Cross: Solche Cover wünsch' ich mir!

Eine Super-Aufnahme, auf der sich die britische Muskellady Lisa Cross in einer - aus meiner Sicht - supersexyheißen Pose präsentiert. Ihr schönes nordeuropäisches Gesicht mit den blonden Haaren in typischem Model-Ausdruck. Ihren mächtigen Arm mit dem anbetungswürdigen 43,5-Zentimeter-Bizeps lässig in der Hüfte abgestützt. Und ihre prallen Brüste unter dem halb durchsichtigen Netzteil stolz nach vorn gereckt ...

Das alles auf dem Cover der altehrwürdigen Zeitschrift GQ...


Es wäre ja hübsch, wenn wir derlei wirklich öfter sehen dürften: Eine schöne Frau, die halt über kraftvolle Muskeln verfügt. Und diese auch auf einem Zeitschriftencover der "general interest media" präsentieren kann. Aber ohne dass irgendwelche Gender-Neurotics gleich den Untergang der angeblich natürlich gewollten Unterschiede zwischen Mann und Frau beschreien. 


Diese Unterschiede gibt es. Sonst säße ich nicht hier und ränge mir diese Zeilen ab. Auch wäre mein Leben sonst fast ein halbes Jahrhundert ziemlich lang uninteressant gewesen. Aber diese Unterschiede mal vor allem an der Ausgeprägtheit der Muskulatur festmachen zu wollen, nun, das halte ich für Stuss. Ich jedenfalls werde mich, solange ich das kann, an Muskelmaedels und all ihren typisch weiblichen Charaktereigenschaften erfreuen. Denn das eine interessiert mich nicht ohne das andere. 


Und vielleicht ist es eines Tage auch tatsächlich allgemein etwas mehr üblich und akzeptiert als heute - und führt dann wirklich zu Titelgestaltungen wie der oben, die ich übrigens hier in Lisas Blog gefunden habe!



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ACH JA: Man kann mir wieder mailen - ich habe das
mit meiner E-Mail endlich in den Griff bekommen!!!



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Donnerstag, 22. März 2012

The Ageless Wonder: Dee Lazard

Wow! Ein Hammer-Arm!

Vielleicht liegt's daran, dass sie in Texas was anderes zu essen bekommen als hierzulande. Egal wie - liebe Mitlesende (sofern es euch da draußen überhaupt noch gibt): Schaut euch mal diesen Arm an. Das ist ja wohl einmal ein Bizeps! Hoch aufragend, höher als die harten, definierten Schultermuskeln. Dazu richtig kantig und eckig. Und zudem klar ausgeprägt und scharf abgesetzt vom Rest des starken Oberarmes.

  
Hart, stark, definiert - so soll's
wohl aussehen.

Ein Bizeps also, wie ihn mancher von uns mehr oder minder untrainierten, verfetteteten, dünnen oder insgesamt schwächlichen Kerlchen gern einmal hätte. Oder wie wir ihn zumindest gern einmal befühlen würden, lässig hingehalten von seiner stark-stolzen Besitzerin. Dann spüren, wie er beim Anspannen sich in unserer Hand zu einer hartholz-ähnlichen Kugel zusammenballt...


Nun, wie gesagt: Texas. Das ist dann auch die Heimat der Bodybuilderin Dee Lazard. Merkwürdig, das Gesicht, mag da mancher sagen. Klar: Das ist ja auch keine junge Dame mehr. Diese Besitzerin zweier superkonturiert ausgeprägter "Guns" ist sage und schreibe 67 Jahre alt. Kein Tippfehler, kein Zahlendreher: 67 Jahre!



Hier sieht man deutlich , warum das "Biceps"
heißt, also "zweiköpfiger Muskel"...

Und die von der Größer her eher zierliche Person mit der 66-Zentimeter-Taille und den Bizepsen zwischen 36 und 37 Zentimetern Umfang hat nicht als Jüngste angefangen: Sie trainiert seit 1994, Wettkämpfe bestreitet sie seit 1998 - also erstmals als Mittfünfzigerin. Und das seitdem gleich dutzendweise: "Mindestens 40, ich mache wenigstens bei dreien pro Jahr mit". Auch hat sie als Kampfrichterin gearbeitet und AthletInnen aus allen Sparten trainiert - von Bodybuilding bis Basketball.


Der Auslöser für das alles: Wie so viele Farbige im US-Süden stammt auch Dee Lazard aus einer Familie mit lauter sehr übergewichtigen Mitgliedern. Und sie schaffte es zeitlebens, nicht in die Fettsucht abzurutschen: "Ich wollte meine Bewegungsfreiheit erhalten um genau das zu tun, was ich tun will."



Solch klar definierte und dazu voluminöse
Oberarme hätte nicht nur manches
andere Muskelmaedel gern ...
 

Ihre Mitstreiterinnen reagieren mit Respekt und Bewunderung. Die übrigen Muskelmaedels nennen Dee Lazard "The Ageless Wonder", also "Das alterslose Wunder". Was wiederum kein Wunder ist, wenn man sich vor Augen führt, wie sie lebt. Diesen Lebenstil empfiehlt sie jedem: "Kommt hoch von der Couch, geht trainieren, hebt Gewichte und esst mäßig". Dann kann man die Uhr vielleicht ein bisschen anhalten... 


Das sagt uns (solange gesund) eins: It's never too late...

Mittwoch, 21. März 2012

Kashma und der verpasste Sieg

Ergänzend zu meinem vorvorvergangenen Posting und der kühnen RTL-These vom aussterbenden FBB dies: Das Foto zeigt Kashma Siana Maharaj aus Trinidad und Tobago. Die junge Dame landete in dieser spitzenmäßigen Verfassung auf GAR KEINEM Platz bei den Amateuren in der Arnolds. Das ist weniger das Bemerkenswerte als vielmehr der Umstand, dass die überhaupt Platzierten zum Teil um Lichtjahre SCHLECHTER waren.

Nochmal: Wenn es um Muskelentwicklung und Körpersymmetrie geht, dann sollte das auch bewertet werden und nicht irgendwelche amorphen Kriterien der Weiblichkeit. Schlimm genug? Nö, denn es geht noch schlimmer. Denn schon gar nicht sollten irgendwelche besch*ssenen Verbandsquerelen Athletinnen die Karriere versauen. Genau das ist passiert, als Kashma deswegen die Teilnahme verwehrt und damit die Aussicht auf einen sicheren Sieg und ihre Pro-Card genommen worden ist. Im Folgenden das, was Kashma Maharaj selber in einem US-Forum dazu geschrieben hat:



"I was informed on the morning of the prejudging that I would not be allowed to compete due to an unresolved dispute between myself and my country of birth, Trinidad and Tobago, who's national bodybuilding federation stepped in and requested my registration to be voided.
I was heart broken because I was all ready to step on stage and claim that first place and my pro card. The other girls were o competition in comparison.
Still dealing with the disappointment and frustration of this ordeal.
Just trying to get through the weekend and finish up some photo and video shoots.
Hope you had a great time at the shows and got a chance to check out the expo!
Thanks for checking up on me!"  



Was glaubt man in Trinidad & Tobago eigentlich, wieviele Bodybuilderinnen in Weltklasseform man in dem kleinen, nicht gerade reichen Land haben kann? Zumal eine, der alle Fachleute über ihre Sportlichkeit hinaus ein gewinnendes Wesen, eine große sportliche Ausstrahlung und eine hohe Attraktivität bescheinigen. Eine junge Dame unter 30 also, die durchaus das Zeug hat, das neue Gesicht, einer der neuen Stars des Frauenbodybuilding zu werden.

Was denkt man in den USA beim Hauptverband, wie man diese Qualität und diesen Leistungswillen ignorieren kann? Man hätte die Courage haben müssen, sich gegen das Ansinnen des T & T-Verbandes zu stellen und klar zu machen, dass die Athletinnen Vorrang vor ihnen unbekannten Verbandsquerelen haben müssen. Ich bin sicher, das Publikum hätte lautstark zugestimmt.


Jedenfalls standen da ein paar Teilnehmerinnen auf der Bühne, die eigentlich schon so Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre von Patsy Chapman oder Lisa Lyon locker auf die Plätze verwiesen worden wären. Einige hatten sogar noch eine mehr als nur deutliche Fettrolle am Bauch, von Muskelteilung war da keine Spur! Das beweist die Teilnahme von Caroline Byrd aus North Carolina. Was die Dame als Aktive bei so einer Veranstaltung zu suchen hatte, entzieht sich meinem Verständnis. Man fragt sich, ob die judges bei der Sichtung alle keine Ahnung haben, bekifft, bedröhnt oder hackedicht waren, einfach nicht hingucken oder das Ding mit Absicht in die Grütze reiten wollten. Anyway: So wird diese Amateur-Klasse nur zu einer in keinster Weise ernstzunehmenden Lachnummer. Und das ist schade: Da geht's schließlich um den sportlichen Nachwuchs!


Was ich damit sagen will: Mag sein, dass manche Maedels nicht mehr in den Physique-Klassen starten wollen. Wegen angeblicher Vermännlichung und so. Aber vor allem sind es meiner Auffassung nach die Verbände, die entsprechend ambitionierten Teilnehmerinnen in spe jeglichen Elan nehmen, um da überhaupt erst mitzumachen. Verbände, deren Funktionäre jahrelangen Trainingsfleiß mit Füßen treten. Die nicht nur den Wunsch der entsprechend ambitionierten Athletinnen, sondern auch die Ansichten der Fans ignorieren. Sprich: Schafft die Rahmenbedingungen, tragt Verbandsstreit nicht auf dem Rücken der SportlerInnen aus und bewertet so, wie sich das gehört. Dann werden die muskulösen Maedels auch kommen. Solche wie Kashma. Denn das war ein winner-body und nichts anderes!


And now something completely
different: Diese Beine sollte der liebe
Gott als Muster für die künftige
Serienfertigung nehmen!

Samstag, 17. März 2012

High Heels: Wenn die Maedels ihre Muckis höher legen

Danach war der Fotograf blind ---
Habe ich schon mal gesagt, dass High Heels und Sport einander NICHT auschließen? Im Gegenteil: Gerade beim Frauenbodybuilding gehören sie unverzichtbar dazu: Die Absätze fordern eine bestimmte Haltung, welche die Waden erst recht so richtig betont, aber ebenso auch Spannung auf Oberschenkel und Popo bringt. Außerdem, so habe ich mir sagen lassen, seien einigermaßen trainierte Bauchmuskeln eine Grundvoraussetzung, um mit solchen Schuhen überhaupt so gehen zu können, dass es auch nach etwas aussieht - im Bild die entzückende Rückansicht von Jody Foster in sehr hohen Lackleder-Schuhen:

Jody Foster. Perfekte Beine!
Natürlich kann ich das als Mann auch nur aus männlicher Sicht beurteilen - die mag nun auf manche Frau chauvinistisch wirken. Aber das ist mir egal. Ich stehe da voll drauf: Ob schmal geschnittener Schuh in Lackleder oder Riemchenwicklung à la altem Rom - Hauptsache, an den Füßen der Jeweiligen gibt es im Fall der Fälle hohe, steile und am bestem spitze Absätze des Typs High Heel oder Stiletto. Und da ist es mir auch gleich, ob man das auf Englisch oder auf Italienisch sagt ...

Das ist eine traumhafte Aussicht ...

Ich lasse mir von niemandem verbieten, das sexy und erotisch stimulierend zu empfinden. Gerade bei Muskelmaedels. Ich wüsste auch nicht, worin sonst der Zweck solcher Schuhe liegen sollte - bei all ihrem ästhetischen Reiz sind sie ja nun schlichtweg unbequem. Aber der Uralt-Spruch "Wer schön sein will, muss leidern" gilt hier mit voller Berechtigung.


Einfach nur "wuff"!
Also, wie genau funktioniert das mit dem Reiz? Natürlich über die Augen, Männer sind nun mal Augentiere. Aber wie genau? Was passiert da? Dazu mal meine unsortierten Ansichten, illustriert durch einige Bilder von Frauen, die das auf das Beste demonstrieren:

Wie Stilettos die Waden betonen:
Ich könnt's ewig angucken.
Erstens formen solche Schuhe die Beine und den Popo von Frauen bei der Bewegung in einer Weise, die ich äußerst sexy finde. Aber vor allem wirken sich diese Schuhe auf die Waden aus. Denn die spannen sich unter der durch das Höherbringen der Ferse bedingten Belastung an. Und gerade bei richtig trainierten Frauen wird der Muskel eckig-kantig, so dass er die Form eines umgekehrten Herzens annimmt.

Diese Füße einer FBB sehen in Stilettos perfekt aus.
Zweitens formen die High Heels ja nicht nur die Beine, sondern auch den Fuß in besonderer Weise: Der so erzeugte Bogen wirkt auf Männer nun einmal schlichtweg sexy - bei vielen Bodybuilderinnen sind die Füße zudem mit Venen überzogen, was noch einen Anziehungspunkt bildet. Muss ja auch was dran sein, sonst gäbe es weder so viele Fußfetischisten noch Frauen, die sich laufend derart bewehrte Schuhe kaufen.


Klasse Muskelteilung,
durch die hochhackigen
Schuhe betont: yummy!


Drittens weidet sich mein Auge gern an Frauen, die wissen, wie sie in solchen Schuhen zu laufen haben. Wer aber, wenn nicht ein rundum trainiertes Muskelmaedel, hat jede Partie seines Körpers so unter Kontrolle, dass das auch perfekt aussieht?

So sieht's aus, wenn
ein Muskelmaedel die
Beine perfekt kreuzt...
Viertens haut es micht jedesmal um, wenn eine entsprechend muskulös gebaute Frau weiß, wie sie die damit bestückten Extremitäten übereinander zu schlagen hat, so dass die Waden gespannt bleibt - und sich eine davon durch den Kontakt mit dem darunter liegenden Bein besonders auffällig-prächtig nach außen hervorwölbt.


Perfekte Frauen-Muckiwaden - und dann
diese Schuhe ...
Fünftens mag ich einfach das mit solchen Absätzen verbundene Geräusch. Nicht nur das Auge, auch das Ohr "isst" in dem Fall mit (Pardon für den schiefen Vergleich): Das Klick-Klack ist mindestens ebenso stimulierend wie der Anblick der entsprechend bekleideten Füße.


Sechstens macht es die Frauen körperlich größer, was für längere Burschen wie mich in der ein oder anderen Situation nicht ganz unangenehm ist:


Alina in ganz groß...

Siebtens ist es für mich auch ein Signal dafür, dass die Frau selber Spaß am Spiel hat. Und nein, das ist nun nicht gleichzusetzen mit der nonverbalen Einladung, wie der Hecht über die Karpfen im Teich über sie herfallen zu dürfen. Das wäre angesichts der oft  nicht nur sehr ausgeprägten und voluminösen, sondern auch ultrastarken Muskeln unserer Maedels eh nicht zu empfehlen. Es sei denn, man steht darauf, fertig gemacht zu werden. Obwohl -- soll's ja einige geben ...


Just perfect!
Ach ja: Was für die High Heels und die Muskelmaedels gilt, das trifft da auch für den String-Tanga zu. Aber dazu, liebe Kinder, kommen wir ein anderes Mal.    


Mittwoch, 14. März 2012

Pralle Muckiherrlichkeit ...

Anne Freitas zeigt, wieso sich
Bodybuilding und latein-
amerikanische Gene bestens
vertragen: Ihr Sex Appeal ist
gerade wegen ihres vor
Muckis berstenden Superbodys
so unwiderstehlich erregend!
(Das Bild ist von mir bearbeitet; ich 
habe den unruhigen Hintergrund
abgesoftet und so das Hauptmotiv 
betont. An den ausladenden Formen
der starken Schönen habe ich nichts 
gemacht - dies ist kein Morph!)

Apropos:

"Vermännlichung".

So hieß es in dem besprochenen Beitrag von RTL - einmal mehr als wohlfeiles Argument gegen das FBB aufs Tapet gebracht. (Mehr dazu im Post eins tiefer.) 

Da hätte ich noch etwas, das meiner Auffassung nach bei manchem in dem TV-Beitrag Befragten fraglos andere Aussagen gezeitigt hätte als Martin Schoellers künstlerische Fotos von Athletinnen in superharter und  knochentrockener Wettkampfdefinition.

Hier haben wir mit der blonden Brasilianerin Anne Freitas ein Muskelmaedel, das bei mir einfach nur sämtliche Hormone zum Kochen und eine fast schon schmerzhafte Spannung auf die Hose bringt! Sie hat nämlich beides: unübersehbare, üppig-weibliche Kurven und dazu pralle, pralle, pralle Muckis - dieses dralle Powerweib ist schlichtweg zum Niederknien! 

All diese Herrlichkeit präsentiert sie in einem echten Killer-Outfit. Nämlich hauteng und supersexy. Oben herum so geschnitten, dass man(n) förmlich im tiefen Tall zwischen den dicken Dingern zu versinken droht. In der strammen Leibesmitte mit einem breiten Gurt und darunter mit einem sich hauteng um das straffe Rund der Hüften spannenden Minirock. Ganz unten schließlich mit hochhackigen Riemchensandalen, die ihre drallen Waden betonen und so richtig Power auf ihre wuchtigen Oberschenkel bringt. 

Wie sie da steht, so selbstsicher, die Schultern stolz breit gereckt, den Rücken angespannt, so dass sich die Arme abwinkeln. Überhaupt die Arme. Die sehen so aus, als habe sie - Abendgarderobe hin oder her - unmittelbar vor dieser Aufnahme mal eben noch einen Hunderter-Pumpsatz absolviert. 

Sie steht da, so dermaßen stark-prall, als würde sie vor Sex wie Kraft gleichermaßen bersten und sich wie nichts aus ihrer Kleidung sprengen können. Und als würde dieser unglaubliche Body nicht reichen, präsentiert sie das mit einer derart lässigen, lateinamerikanischen Selbstsicherheit, als würde sie genau wissen, dass sie wirklich jeden Kerl in ihrer Umgebung haben kann - wenn die sich denn trotz ihrer Stielaugen überhaupt an sie herantrauen.

Das ist dann echte weibliche Dominanz: Die Begierde bis zum Geht-Nicht-Mehr anstacheln und sie mit reichlich Furcht paaren und die jiepernden Männlein auf Distanz halten. Und wenn das einmal nicht reicht, dann einfach demonstrieren, warum Göttinnen den Menschen auch körperlich so überlegen sind... 

Diese blonde Wucht aus dem Land der Copa Cabana ist eine extreme Bodybuilderin. 
Unübersehbar. 
Als solche ist sie natürlich völlig vermännlicht. Das geht ja gar nicht anders. Sagen die im Glotzomat. Die müssen es ja wissen, die sind ja gescheit.

Ich wohl nicht.

Ich gucke mir nämlich das Bild da an und fühle mich wie ein Fruchtbarkeitsgott und denke mir: Wenn ich schon auf das Bild so abfahre, wie wäre das erst in der Realität? Wenn sie mir so gegenüberstünde, mich so herausfordernd-souverän ansähe und mit maliziösem Lächeln ihren Blick von oben nach unten schweifen ließe und sähe, wie ich auf sie reagiere ... 
Und so ziehe ich hier und jetzt meinen Schluss:
Wenn vermännlicht so aussieht, dann bin ich sehr dafür!

Kunst gleich Realität???

Christine Roth mit normal
wirkendem Gesichtausdruck
Christine Roth von Schoeller ...

und auf der Bühne...


Die drei Bilder mit Christine Roth stehen aus einem bestimmten Grund übereinander: Gerade habe ich das von Jana Linke-Sippl bei Youtube eingestellte Video gesehen, das die RTL-Sendung mit Nazan Eckes zum Thema Martin Schoellers Frauenbodybuilding-Fotografie beinhaltet. Darin ist auch ein Interview mit Jana und eins mit Susanne Bock.


So weit, so gut.

Freilich kann ich die in dem TV-Beitrag aus Susanne Bocks Erklärungen abgeleitete These nicht teilen, das Extrem-Frauenbodybuilding sei so gut wie tot und Schoellers Buch eine Art Manifest an eine vergangene Ära. Mag sein,dass es in Deutschland weniger wird, mag auch sein, dass die Verbände die FBB-Wettkämpfe killen (werden/wollen). Aber Deutschland ist nicht der Nabel der Welt, auch wenn wir diese Attitüde haben. Und auch die Verbände entscheiden nicht darüber, wer welchen Sport wie betreibt. Es gibt immer noch Nachwuchs auf dem Gebiet. Ich glaube, das wird so bleiben. Einfach, weil es Maedels gibt, die riesige und starke Muskeln haben wollen.Auch in Zukunft.

Außerdem kann ich die These mit der Vermännlichung nur ansatzweise nachvollziehen: Wieder einmal wurde auf Basis der Bilder Schoellers geurteilt (der sich selber übrigens mit solchen Urteilen klar zurückhält und statt dessen die Hingabe der Maedels betont). Aber Schoellers Bilder zeigen das Antlitz der jeweiligen Dame immer UNMITTELBAR vor einem Wettkampf.

Das heißt, die so konterfeiten Muskelmaedels sind extremst auf Diät. Und dementsprechend "scharfkantig" wirken auch die Gesichter. Die wiederum sind auf Bühnenwirkung hin geschminkt, oft künstlich tiefgebräunt, damit das zum ebenfalls gebräunten Body passt. Beides hat damit zu tun, dass Bühnenlicht sonst zuviel Konturen "wegfrisst". Der Tiefbräuner ist dazu da, die Konturen klar herauszustellen. Ist aber der Körper tiefbraun, das Gesicht hingegen weiß, sieht das völlig unnatürlich aus. Die Szene nennt das "Gespenstergesicht". Also schminkt man das Gesicht auch dunkel.

Was aber auf der Bühne als passender Hautton wirkt, erscheint in normalem Licht völlig überzogen dunkel - selbst die am längsten befahrenen Piraten der Karibik hätten im Vergleich dazu wahrhaft blass und wie lichtscheue Stubenhocker ausgesehen.

Fotografiert man alles das aber nun aus allernächster Nähe, mit dem Einsatz entsprechender Objektive, Brennweiten und Blickwinkel sowie unter Rückgriff auf kunstvolle akzentuierte Schärfen, dann wirken die Gesichter solcher Maedels auf mich logischerweise VERFREMDET. Ich habe einige der abgebildeten Damen life gesehen, auf Messen, bei Wettkämpfen, bei Fotosessions, bei Muscle Worships, zum Teil so nah, wie sich Menschen nun mal kommen können. Von Tausenden Bildern in Magazinen und im Web einmal gaz zu schweigen. Und ich habe sie fast alle erst einmal auf Schoellers Fotos NICHT wiedererkannt.




Clint Eastwood. Seit Kindesbeinen einer
meiner Leinwandheroen. Meisterlich aufgenommen,
aber eben verfremdet. So, wie es Martin Schoeller
sieht. Was auch völlig okay ist. Aber eben nur
bedingt Realität widerspiegelt: Habe ich Herrn
Eastwood so in Erinnerung?  Nein. Ist das
Kunst? Ja, sicher.

Schoeller macht Kunst. Und das macht er ausgezeichnet, handwerklich wie stilistisch. Ich habe sein Buch, und es ist klasse. Aber seine Fotos bilden aus meiner Sicht NICHT unbedingt die Realität ab. Man betrachte sich einfach einmal seine Gesichts-Fotos diverser Hollywood-Prominenter. Diese Portraits wirken auf mich immer irgendwie verfremdet.


Ich halte genau diese Verfremdung für Schoellers völlig zu Recht bestehendes und verwendetes Stilmittel. Aber, ich wiederhole mich, das spiegelt nur ansatzweise die Realität wieder.

Die meisten Bodybuilderinnen sehen übers Jahr natürlich nicht so aus, als haben sie gerade eine mehrmonatige Fastenzeit absolviert und sich dabei 24 Stunden am Tag in der Sahara nackend der Sonne hingegeben. Auch schminken und tönen sie sich nicht so, als sei ihr Visagist im Farbenrausch. Nochmal: Fast alle Fotos in dem Buch zeigen ein BÜHNEN-Make up. Auch eine derart angepinselte und mahagonidunkel getönte Nicht-Bodybuilderin würde auffallen, auf der Straße und erst recht so ganz nah fotografiert.  

Die meisten Bodybuilderinnen, die ich getroffen habe, waren mehr oder minder in off season, dezent geschminkt und hatten Gesichter, die ihrem Alter (Ende Zwanzig bis Ende Vierzig) entsprochen haben. Sprich: Mit Falten und all den Unregelmäßigkeiten, die nun einmal zur menschlichen Individualität dazugehören.

Aber aus Momentaufnahmen zum Zwecke der KUNST allgemeingültige Rückschlüsse auf's tägliche LEBEN abzuleiten, das halte ich dann doch für arg vermessen. Idealisierung, Stilisierung, Verfremdung - das sind alles Mittel, die der Künstler zum Ausdruck seines Anliegens benötigt. Aber dann spiegeln solche Werke die allgemeine Realität und die übrige Wahrnehmung eben nur in Ansätzen wieder.

Mag sein, dass mancher solche Unterscheidungen für beckmesserisch hält. Aber für mich ist das wesentlich. Kunst ist essentiell für uns Menschen, weil sie neue Blickwinkel eröffnet, unser Gefühl für Ästhetik, Harmonie und Perfektion anspricht, uns konfrontiert, uns den mehr oder minder dauerhaften Beleg der menschlichen Kreativität beschert. Aber sie ist eben auch immer ein HÖCHST INDIVIDUELLER Ausdruck einer Person (oder mehrerer, wenn das Werk von mehreren geschaffen wurde. Wobei man dann von so etwas wie Gruppenindividualität sprechen müsste - auch wenn das Wort in sich widersprüchlich ist: das sollen dann aber die Sprachwissenschaftler und Semantiker klären.)

In breve: Die prächtigen Fotos Schoellers sind vor allem eines - Ausdruck seines künstlerischen Schaffens. Er benutzt dazu prominente Individuen oder eben wie in unserem Fall, Hochleistungssportlerinnen. Aber der Anspruch auf Künstlerisches führt dazu, dass es eben KEIN normaler Blick auf diese Personen ist. Ergo kann man daraus auch nur sehr bedingt Aussagen zur Realität in die Welt setzen.

Lenda Murray - wie Martin Schoeller sie sieht.
Ein tolles Kunstwerk, ohne Frage.
Aber wird das ihr komplett gerecht?
Ich sage: Nein.
Kommentar ist aktiviert - bitte nutzen. Ich schreibe das von unterwegs, nicht von zuhause. Kämpfe zZ mit meinen Rechnern an allen Fronten. Kann noch etwas dauern. Oder geht nach Facebook. Sollte nicht so schwer sein, mich da zu finden. Danke!

Donnerstag, 8. März 2012

Mal wieder etwas Gemaltes: Buff Beach Babes


Ab und zu überkommt es mich und ich greife zu Stift und Farbe. Haben die Ergebnisse etwas mit Muskelmaedels zu tun, dann stelle ich die auch schon mal vor - wie jetzt diese drei hier: Es zeigt  muskelstarke Frauen am Strand; das sind drei von mehreren Bildern dieses Sujets, das ich zwischenzeitlich "verbrochen" habe (ich habe auch noch einiges nicht ganz Fertiges in der berühmten Schublade). Ich nenne die Reihe "Buff Beach Babes". So wie diese Dame hier:




Warum ich das hier einstelle? Ich habe schon vor längerem eine Anfrage danach gehabt. Die anderen Zeichnungen findet hier. Wünsche viel Spaß damit!




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In eigener Sache: Bin ab heute bis Mitte kommender Woche wegen einiger unaufschiebbarer Dinge unterwegs. Es ist also gut möglich, dass es ein paar Tage dauert, bis hier wieder was Neues steht. Bis dahin bleibt mir bitte gewogen! Dann habe ich hoffentlich auch die Zeit, alle die derzeit anliegenden computertechnischen Probleme zu beheben. Wer mir schreiben will: Nutzt bitte die Kommentar-Funktion oder guckt bei Facebook. 

Sonntag, 4. März 2012

MS International - hinterher


Nun stehen die Ergebnisse fest:

1. Yaxeni Oriquen
2. Debi Laszewski
3. Alina Popa
4. Cathy LeFrancois
5. Kim Buck
6. Brigita Brezovac

Hier noch die anderen, leider nicht so erfolgreichen Maedels:
Kim Perez 
Geraldine Morgan
Zoa Linsey
Maria Rita Bello
Monique Jones
Alevtina Goroshinskaya
Tina Chandler
Maria Segura

Vorab: Bei alldem war und ist natürlich ein Hauptthema, dass mit der 
wegen einer Beingeschichte ausgefallenen Iris Kyle ausgerechnet diejenige Athletin nicht am Start war, die in den vorausgegangenen Jahren mit einer Art von Dauer-Abonnement bei diesem und anderen FBB-Wettkämpfen beständig ganz vorn gelegen hat. Dass das Fehlen gerade der großen Favoritin das jetzige Ergebnis zum Debattenstoff im Stile von "Was wäre, wenn ..." macht, da kann man dem Franzosen Lothaire von "Freya" nur vollinhaltlich zustimmen. 

Aber auch ohne Iris Kyle gab's mal wieder ein interessantes Resultat, das ich eigentlich nur mit einer gewissen Polemik kommentieren kann. Dass Yaxeni Oriquen-Garcia nicht nur wegen ihres klangvollen spanisch-indianischen Namens seit Jahren zur Top-Spitze gehört, ist in der Szene bekannt. Sie hat einen der besten, weil symmetrisch-muskulösesten "bods"der FBB-Welt. Ihr Zustand war auch 2012 klasse: Super-Definition. Man beachte auf den diversen im Web einzusehenden Bildern die Fülle ihrer Muskeln und blicke auf solche Details wie die zu erkennenden Querstränge ihres inneren Schenkelmuskels. 

Jedoch geht es da schon los: Guckt man da bei Alina hin, dann sieht man, dass diese "Querriefen" auch vorhanden sind. Und zudem dieser Muskel größer und besser zu sein scheint. Auch ist ihr Schneidermuskel von allen drei vorn platzierten Finalistinnen mit Abstand am besten ausgeprägt. Man kann dann aber bei den Oberarmen feststellen, dass die Bizeps von Yaxeni "hügeliger" zu sein und somit etwas prägnanter aufzuragen scheinen. Auch die Unterarme der Südamerikanerin wirken einen Tick voluminöser. 


Sprich: Zwischen den beiden hätte ich mich rein von der körperlichen Verfassung her als Kampfrichter nicht klar entscheiden können. Kein BB dieser Welt ohne Schwächen - so auch hier: Was bei der einen Dame besser ist, ist bei der anderen schlechter. Aber das ist dann an anderen Körperpartien wieder umgekehrt.


Als Fan des Frauenbodybuilding und als jemand, der um Alinas Streben nach Perfektion weiß, sage ich: Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, nichts anderes. Und daher ein nicht ganz korrektes Ergebnis.


Entering Debi Laszewski. Die blonde Dame mit den spitzbübisch blau-grün funkelnden Augen und dem aus meiner Sicht äußerst charakteristisch-attraktiven Charakterkopf ist fraglos das, was die Schauspieler eine "Rampensau" nennen. Und die mit dem Publikum wie auch den Kampfrichtern in herausragender Weise flirten kann: Eine solche Bühnenpräsenz ist nun für einen Bodybuilding-Wettkampf aber ein eminent wichtiges Element. Man will ja bei allem Anspruch an die Muskel-Entwicklung lebendige, individuelle Menschen sehen - und keine seelenlosen plastinierten Objekte in Manier der "Körperwelten"-Ausstellung.   


Aber bei aller Ausstrahlung von Debi - sie ist auch jemand, der es meiner völlig unbescheidenen Ansicht nach von der Grundsymmetrie her weder mit Yaxeni noch mit Alina aufnehmen kann: Dagegen spricht einfach bei ihr das Größenverhältnis von Oberkörper und "Fahrgestell". Und in diesem Fall schlichtweg die Muskelkondition, sprich: Defi und Masse. Ich meine, dass bei Yaxeni und Alina alle großen Oberschenkel-Muckis eindeutig besser ausgeprägt sind als bei ihr. Auch die Arme der Latina und der Swiss-Rumänin sind definitiv besser definiert und voluminöser.


Da hätte ich noch Kim Buck vor Debi gesehen. In jedem Fall aber Kim Buck vor Cathy LeFrancois (so sehr ich die kanadische Veteranin wegen ihrer sympathischen Ausstrahlung auch mag).


Sprich: Wieder mal ein Ergebnis, das mich nicht völlig überrascht und das mir nicht so ganz gefällt. Wobei ich nur anhand der Photos und Filmchen urteilen kann und nicht auf einem Kampfrichterstuhl gesessen habe, nicht die Stimmung auf der Bühne unmittelbar wahrgenommen habe. Aber irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass das Ergebnis nicht ganz richtig ist.


Streiten kann man über die Platzierung von Brigita Brezovac und Cathy LeFrancois. Brigitas Beine waren vielleicht einen Hauch zu glatt, dafür war sie insgesamt symmetrischer (und zudem stehen ihr die langen weißblonden Haare fantastisch - aber das ist jetzt wieder nur meine Partikularmeinung).


Soweit meine Ansicht. 

Und an den Rest der Welt: Wie siehst du das? 

An alle Schreibwilligen: Ihr könnt die Kommentar-Funktion nutzen - an meine Mails komme ich aus diversen Gründen immer noch nicht. Würde zu lang dauern zu erklären, warum ich das im Moment nicht reparieren lassen kann ("das ist halt so", würde es bei der "Sendung mit der Maus" dazu heißen). Außerdem kann man mich auch via Facebook erreichen.

Donnerstag, 1. März 2012

Ms I -- morgen geht's los

Am 2. März startet im Rahmen der Arnold's die Ms International 2012. Fehlen wird Iris Kyle, sie hat sich eine Beinverletzung zugezogen. Mitmachen werden diese 14 Muskelmaedels:

Maria Rita Bello (Argentinien)
Brigita Brezovac (Slowenien)
Kim Buck (USA)

Tina Chandler (USA)

Alevtina posing on stage

Alevtina Goroshinskaya (Russland)
Monique Jones (USA) Cathy LeFrancois (Kanada) 
Debi Laszewski (USA) 

Zoa Lindsey (Kanada, lebt in Japan)


Zoa at pumping

Geraldine Morgan (Chile)
Yaxeni Oriquen (Venezuela)

Kim Perez (USA)


Kim showing her mighty guns


Alina Popa (bisher für die Schweiz startende Rumänin, lebt in den USA) 
Maria Segura (Mexiko)


Alina working out
Alina Popa teilt mit, sie sei besser präpariert als je zuvor und könne es kaum erwarten, auf dieser "beeindruckenden" Bühne in Columbus zu stehen. Wie die anderen Teilnehmerinnen dürfte sie schon am gestrigen Mittwoch eingetroffen sein. Hier ein Foto, das der Fotograf  Brett Seeley geschossen hat.


Brigita lifting heavy
Brigita Brezovac hat als bislang Letztes vorgestern hören lassen, sie säße in Washington fest und warte auf ihren Anschlussflug. Aber sie reist wohl sehr gern, so dass sie das nicht sonderlich stresst, weil es ihr Freude macht (die Glückliche!). Und sie sei so "glücklich und selig", diese Einladung nach Columbus erhalten zu haben. Auch von ihr ein Foto, das sie bei Dreharbeiten zu einem Interview für den ORF zeigt.

Wem ich die Daumen drücke? Wer hier öfters mitliest, dürfte das wissen, warum mein Herz für Alina und Brigita schlägt!

Und: Habe immer noch Ärger mit dem Mail-Programm. Wer was sagen will: Bitte nutzt die Kommentar-Möglichkeit. Danke!