Samstag, 22. Juni 2013

Hey, IFBB: Wir wollen die Ms. International und das FBB behalten!

Brigita Brezovac (Posting eins tiefer) hat nicht als einzige mit klaren Worten auf die Ankündigung reagiert, bei der Arnold's die Ms. International zu kippen und durch noch einen (obskuren) Männerwettkampf zu ersetzen. Ich habe mal gesucht und weitere Stimmen anderer Bodybuilderinnen zu dieser Entscheidung gefunden. Die habe ich ins Deutsche übersetzt (Ergänzungen in eckigen Klammern stammen von mir).

Ich hätte nie gedacht, dass mein als reines Austoben eines persönlichens Spleens gedachte Blog Muskelmaedels einmal derart politisch werden würde. Doch das ist er eigentlich immer wieder gewesen (gemäß dem alten journalistischen Grundsatz, dass alles irgendwann politische Dimensionen annimmt). Und jetzt ist er es wieder. Also - wollen wir Fans etwas tun, dann das: Verbreitet diese Nachricht und votiert, zum Beipiel HIER AN DIESER STELLE, gegen diesen völlig kommerziell-sexistischen Beschluss. Was nicht gilt, ist mit "Nutzt ja eh nichts" abzuwinken. Wer sowas tut, hat schon verloren. 

Hier die Ansichten einiger betroffener Muskelmaedels (und ungeklärt bleibt hier das Mysterium, warum die Software dieses Blog-Programms die Bild-Wort-Abstände derart willkürlich und unbeeinflussbar festlegt...)   
 
Wendy Watson: Ich bin eine stolze Bodybuilderin und kann nicht verstehen, warum wir in diesem Sport nicht ebenso als Athleten angesehen werden wie die Männer. Das ist allerdings mehr als Bodybuilding. Es geht um Gleichheit im Sport. Uns wurde gesagt, wir seien nicht populär, weil wir zu männlich aussähen. Sie wollen sexier wirkende Frauen wie [diejenigen der] Bikini[-Klasse]. Ich habe nicht erkannt, dass der Sport zum Verkauf steht und wir genauso geworden sind wie die [Wrestling-Organisation] WWE ... Fake und Unterhaltung für Männer, die T&A zwischen ihren großen Männern mögen [T&A steht für "tits and ass"]. Wir haben Fans, wir sind Athleten, und wir verdienen den Respekt wie andere Athleten desselben Kalibers. Wenn Sie Männer auch dafür belohnen, ihren Körper nur halb zu entwickeln wie in der Physique, dann hätten Sie den Sport komplett verdreht. Sie haben nicht nur die wirklichen Athletinnen nicht respektiert, sondern auch dem gesamten Sport des Bodybuilding einen schlechten Dienst erwiesen. Es ist so übel, dass die gesellschaftlichen Stereotypen, wie wir als Frauen aussehen sollten, den Sport beeinflusst haben. Entschlossen, diszipliniert und hingebungsvoll zu sein, sollte nicht als nicht erstrebenswert eingeschätzt werden. Unsere Fans denken nicht so, und es ist eine Schande, dass die Personen in unserem Sport das tun. Ich persönlich werde keine andere Arnold mehr besuchen.

Samantha Bourassa: Ich bin seit fünf Jahren eine Wettkampf-Bodybuilderin. Es ist ein Teil von dem, was ich bin & meiner Identität als Athletin & als Frau. Ich wäre sehr traurig, sollte ich nicht wieder auf eine Bühne gehen und Bodybuilding-Posen einnehmen können! 







 
  



Johanna Dejager: Ich habe fast 20 Jahre meines Lebens dem Bodybuilding gewidmet und schließlich meinen Profistatus erreicht. Ich glaube an das Women's Bodybuilding und unterstütze es, so, wie viele andere es auch tun. Anders zu sein ist gut...










Judy Gaillard: Ich bin seit fast 20 Jahren eine Wettkampf-Bodybuilderin. Das FBB legte das Fundament für die heutigen Athletinnen. Es ist solch eine Schande, gerade diesen Teilabschnitt des Sports abzuschaffen.










Helle Nielsen: Bodybuilding ist ein großartiger Sport! Ich bin eine Profibodybuilderin, und ich hätte gern die Gelegenheit, den Körperbau/die Statur vorzuführen, welche ich innerhalb von 20 Jahren aufgebaut habe. Ich weiß, dass ich andere motiviere und inspiriere, bitte lassen Sie mich und meine Kolleginnen damit fortfahren. Ich weiß, dass Female Bodybuilding viele Fans hat. Es gibt viele Kategorien, wer kann sagen, welche wichtiger ist? Wie alle haben etwas zu geben. Ja, unser Aussehen folgt nicht dem des Mainstream, aber das ist nicht die Idee des Bodybuilding. Bodybuilding ist extrem, aber es ist das Extreme, das begeistert und verzückt und das Publikum mit offenem Mund staunen lässt! Lasst uns die "wilde" Seite des Sports bewahren! :)



Emery Miller: Es ist alles, was ich habe und wofür ich die vergangenen 16 Jahre meines Lebens gegeben habe.












  
Wendy McCready: Bin eine Wettkampfbodybuilderin, die nun immer weniger Möglichkeiten hat, an Wettkämpfen teilzunehmen.



 
Tamara Makar: Ich bin eine Bodybuilderin und glaube, Frauen sollten dieselben Rechte haben wie Männer. Es ist ein Sport, der von vielen unterstützt und geliebt wird.











 Und abschließend kommt doch noch ein Mann zu Wort:  

Bill Dobbins: Ich bin ein Autor und Fotograf, der sich auf Bodybuilderinnen spezialisiert hat. Sie vom Wettkampf auszuschließen, ist ein furchtbares Beispiel für geschlechtliche Diskriminierung.










Und wer sich nun als Fan unserer Muskelmaedels einmal selber abreagieren und die zuständigen Funktionäre auf ihren Fehler hinweisen will, der kann das hier tun (die Telefonvorwahl für Kanada ist meines Wissens dieselbe wie für's Amiland, also 001):

International Federation of Bodybuilding & Fitness (IFBB)
2875 Bates Road, Montreal, Quebec, Canada H3S 1B7
Tel: 514-731-3783
Telefax: 514-731-7082
E-Mail: info@ifbb.com 


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Mittwoch, 19. Juni 2013

Kommt das Ende des FBB?
Brigita Brezovac spricht Klartext

Vorbemerkung: Es stand hier bei muskelmaedels.blogspot schon öfter zu lesen, dass von interessierter Seite heftig am Frauenbodybuilding gesägt wird. Sei es aus geschäftlichen Gründen, sei es aus sexistischer Motivation oder aus vorgeblicher Fürsorge heraus, sei es aus Angst vor Virilismus oder der sexuellen Revolution oder was weiß denn ich warum. Jedenfalls gab und gibt es Leute an den Schaltstellen, die die extremen Muskelladies am liebsten vom Erdboden tilgen würden. Denn die passen ihnen nicht in den Kram. 

Nun scheinen diese Kräfte mit dem Hinweis auf's ewig Finanzielle den ihnen genehmen Hebel gefunden zu haben - wobei nonchalant darüber hinweg gegangen wird, dass man zur aktiven Förderung des FBB in der vergangenen drei Jahrzehnten noch nie wirklich viel getan hat. Liegt also der Fehler bei den supermuskulösen Damen und der Reaktion, die sie hervorrrufen? Oder doch darin, dass man diesen Extremsport und damit seiner Vertreterinnen nur als Parias betrachtet und dementsprechend unterm Scheffel hat stehen lassen - sprich: kein Marketing dafür getrieben und so auch keine aktive Fankultur aufgebaut hat? Keine, die man über die entsprechenden Medien etwas füttern und steuern kann, die auch wieder etwas zurückgibt - nämlich Loyalität? Statt dessen hat man auf die in diesem Vakuum logischerweise entstandene und fraglos stark sexualisierte Subkultur geschimpft. Ja, man hat auch die zum Anlass genommen, mancher Athletin das Leben schwer zu machen. Oder?

Das sind dann so meine Gedanken.
    
Ich sage es noch einmal: Was fehlt, ist ein Wettkampf von und für Muskelmaedels. In einem anderen Verband. In einem neuen Verband? Würde am Anfang sicherlich nicht viel abwerfen, aber mit der Zeit ... Zumindest wäre es ein Anfang und damit auch ein Podium für die richtigen Muskelmaedels, die sich sportlich vergleichen und messen wollen.

Nun - das sind meine Gedanken. Andere haben auch noch welche. Und das mit weit mehr Recht als ich. Denn ich bin ja nur ein außenstehender Fan, nicht aber jemand, der aus diesem und für diesen Sport lebt. In diesem Fall handelt es sich um die bezaubernde Brigita Brezovac, die sich in ihrem Blog ihre Gedanken zu dem Umstand gemacht hat, dass man die Ms. International sang- und klanglos abgeschafft hat. Und die sich fragt, ob das nun das Ende des Frauenbodybuilding, also der Wettkämpfe für die wirklich muskulösen Ladies ist und damit auch das Ende für einen Lebensstil. 

Ich habe ihren Text ins Deutsche übersetzt. Wer ihn im englischen Original lesen will, der klicke hier, um in Brigitas Blog zu landen. Also, ich übergebe das Wort an ---> Brigita Brezovac:



Vor zwei Jahren kamen die ersten Gerüchte auf ...die Leute, die es laut sagten, tat man halt als Gegner dieses Sports ab...für viele war das nur etwas Geschäftliches. Wir beruhigten uns unterdessen damit, dass der Himmel schon nicht einstürzen werde. Und er fiel direkt auf unsere Köpfe. Die unter euch, die keine merkwürdigen Bodybuilding-Foren lesen oder ihre Zeit mit Female Bodybuilding verbringen - ich informiere euch hiermit, dass die Arnold- oder Ms. International Female Bodybuilding Show abgesagt worden ist. Noch genauer: Sie wurde durch den Wettkampf 212 Men's Bodybuilding ersetzt. Keine Petition wird helfen, diese Show zu retten. Unterzeichnet nichts im Internet und teilt eure Infos nicht mit Fremden.

Irgendwo unterwegs haben wir es verloren...wo, wie...wer trägt Schuld? Die Wettkämpferinnen? Weil wir alle gewinnen wollten? Medien-Unterstützung und -Veröffentlichungen, weil es die so gut wie nicht gab? Oder vielleicht Sponsoren, weil wir nicht zum Business gehörten? Oder die Öffentlichkeit, die nicht zu unseren Shows kamen, weil da für ein Paar "normaler" Augen nichts mehr zu sehen war von Weiblichkeit und Schönheit...können wir die Schuld bei den Kampfrichtern suchen, weil sie die Latte ein bißchen zu hoch gelegt haben? Die Ms.O bildet den Standard, den wir alle zu erreichen versuchen, indem wir noch muskulöser werden, noch mehr definiert...natürlich wollen wir alle Ms.Olympia werden! Der Traum vom Titel begleitet uns durch die harten Zeiten der Vorbereitung für die Show und das Endergebnis oder die Spitzenform (peak shape), wie wir es nennen, ist das Aussehen, das die Leute verprellt. Fraglos ist die Wettkampf-Form eine außerordentliche Leistung und der Beleg für Hingabe und Disziplin...aber ist es auch der richtige Look, um einen großen und gesunden Sport zu repräsentieren? Dasselbe gilt für das Männer Bodybuilding, das ebenfalls mehr und mehr in die Freak-Ecke abgleitet.        

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Bodybuilding ist der beste Sport, der dich die größte Disziplin und Hingabe lehrt. Du erkennst, welch ein mächtiges Werkzeug dein Gehirn darstellt, deine Willenskraft bewegt in jedem Workout Tonnen an Gewicht, du machst Diät und leidest für einen höheren Zweck, treibst deinen Körper durch physischen und mentalen Stress... Ja, du bist schon irgendwie etwas Besonderes, wenn du das alles überstehst:)


Warum das FBB einstellen? Der Grund, heißt es, sei geschäftlicher Natur. Es blieben uns nicht mehr viele Shows, nur einige, für die sich einige Leute bloß aus persönlicher Hingabe an den Sport eingesetzt haben. Es ist wahr, FBB's haben nicht viele Leute bei den Shows, da unser Fankreis klein ist; wir verbringen nicht viel Zeit in der Familie, weil wir unserem Trainingsplan folgen, sauber essen und hart trainieren müssen...wir gehen nicht zu allen Geburstagsfeiern in der Familie und haben nicht immer Zeit für unsere Freunde...und unser Kreis wird kleiner. Alles, was du stets hast, sind die Gewichte und der nächste Wettkampf, für den du kämpfst. Was zu der jeweiligen Zeit auch völlig genug ist. Wenn du in der Bodybuilding-Mühle steckst, an der Wettkampf-Spitze stehst, dann lässt sich nur schwer erfassen, was tatsächlich vor sich geht...du must einfach Manches akzeptieren und es ein bisschen tolerieren...und vielleicht registrierst du das nach einer Weile sogar gar nicht mehr...es geht einfach so weiter...  

Sie haben einmal den Sport zu retten versucht...mit der berüchtigten "20 Prozent weniger"-Regel, die aber nie richtig umgesetzt wurde. Ich denke, das könnte gehen. Man könnte das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße limitieren, neben Muskulosität und dem Körperfettanteil könnten die Siegkriterien auch in Symmetrie, Weiblichkeit und Bühnenpräsenz bestehen...Und hier sind wir bei der Physique-Klasse, die sich langsam zu einer Art Female Bodybuilding Light wandelt. Diese Maedels sehen toll aus.

Aber da draußen gibt es viele Frauen, die Bodybuilding wirklich mögen und die nun nicht die Gelegenheit haben, um ihre Leistungen und ihre harte Arbeit zu präsentieren. Nicht bei jeder Frau eignet sich der Körperbau dazu, um ihn in Richtung Physique zu minimieren. Was bleibt für diese Frauen?
Lässt sich das Female Bodybuilding retten?


Es ist etwas Geschäftliches, das verstehe ich.

Aber stimme ich zu? Wen kümmert es...



Samstag, 15. Juni 2013

Muskelmaedels und Sexismus


Reden wir mal drüber. Wird ja auch Zeit.

Denn das Thema brennt - zumindest in den Kreisen der FBB und ihrer Fans - immer wieder auf den sprichwörtlichen Nägeln.

Aber da muss man a bisserl untergliedern (und das alles auch bitte mit Humor - daher die eindeutig-zweideutigen Cartoons).


1) Sexismus und die Fans
Das ist das Thema, bei dem wir mit alle mit dem Faible, der Macke, dem Spleen oder dem Fetisch gern weggucken. Ist doch harmlos, oder? Wir wollen doch nur spielen. Wir gucken doch nur. Sicher, sicher - und mehr als einer reduziert dabei diese athletischen  Frauen völlig auf ihren muskulösen Körper. 

Gut möglich, dass der ein oder andere sich auch dafür interessiert, wie das jeweilige Muskelmaedel denn als Mensch ist, was für eine Persönlichkeit es hat und was für Vorlieben, Interessen, Neigungen, Abneigungen, Wehwehchen etcetera. Aber: Wenn ich mir als leider nicht mehr junger Kerl ansehe, mit welchen Schwierigkeiten ich noch vor knapp 20 Jahren kämpfen musste, um an entsprechendes Bildmaterial zu kommen, dann staune ich nur noch über die heute per Mausklick verfügbare Bilderflut. 

Einmal "Female Bodybuilding" in den Gockel eingeben und mehr Fotos bekommen, als man früher in Schubern voller (sauteurer) Magazine gehortet hatte. Und niemand mache mir weis, diese Fotos seien nur aus dokumentarischen Gründen im Web. Nein: Hier geht's auch und gerade um's Sexuelle und um das Zur-Verfügung-Stellen von männlicherseits entsprechend genutztem Bildmaterial. 

Um jetzt die Kurve wieder zu bekommen: Das ist aus meiner Sicht nichts Schlechtes, das sagt ja schon der Text im oben stehenden Logo meines Blogs. Aber ab und zu mal drüber nachdenken, was wir Fans da tun und warum welche FBB allergisch auf allzuviel offensichtlich sexuell motivierte Bewunderung reagiert - das kann nicht schaden. 



2) Sexismus seitens der Verbände
Da wird es dann richtig heftig. Um es kurz zu sagen: Das war seit dem Moment, als es erste Wettkämpfe mit und für muskulöse Frauen gab, ein Thema. Klar, zum einen hat es was mit der Gesellschaft zu tun. Man muss keiner dieser (in meinen Augen weithin unnützen) Genderforschern sein, um zu sehen, dass ein extrem muskulöser Körperbau bei Frauen als unweiblich abgelehnt wird. 

Woher es kommt? Das hatten wir schon mehrfach - daher die Kurzfassung: Gesellschaftliche Traditionen kombiniert mit Auswüchsen des Patriarchats - demnach ist das Schönheitsideal für Frauen immer weithin männlich definiert gelegentlich variierend (je nach Ära und je nach Region), aber äußerst selten so, dass man schwellende Bizeps', stahlharte Trizeps' und breit ausladende Latissimi bei Frauen allgemein gefeiert hätte. Das verträgt sich, so wird unterschwellig kolportiert, nicht mit der Rolle der Frau als Lebensspenderin. Ist natürlich Quark, weil sonst so manches Muskelmaedel ja nie Mutter geworden wäre.

Dennoch unterstellt die Gesellschaft den extrem muskulösen Maedels den Verlust von Weiblichkeit. Da aber die meisten dieser Frauen darauf ebenso viel Wert legen wie wir Kerle auf unsere Männlichkeit, aber ein selbstbestimmtes Leben nach IHREN Wünschen führen und daher ihren Körper nach IHREN Vorstellungen formen wollen, ist diese Unterstellung sexistisch.

Die Bodybuilding-Verbände jedenfalls versuchen immer wieder, den Sport nach den gesellschaftlichen Erwartungen zu formen. Das begann mit der Bizepspose mit der offenen Hand anstatt der Faust, erfunden ausgerechnet von einer FBB-Pionierin und -Funktionärin, Doris Barilleaux. Und dann die Beschränkungen: Vor rund 20 Jahren hielt die IFBB die Kampfrichter an, Athletinnen schlechter zu bepunkten, wenn sie "too big" waren, also zu muskulös. Pünktlich zur Jahrtausendwende kam dann erneut eine entsprechende Regeländerung. Und vor acht Jahren erwischte es dann die Teilnehmerinnen der Ms. International: 20 Prozent(!) Muckis WENIGER waren gewünscht, um mitmachen zu können.

Bei den Männern gibt es selbstredend keine solchen Einschränkungen. Dabei ist die gesellschaftliche Akzeptanz der Muskelberge hier sicher genauso wenig vorhanden. Zumal sich seit den Zeiten von Arnold Schwarzenegger, Franco Columbu, Frank Zane, Robby Robinson, Reg Park oder Steve Reeves ja wohl doch einiges geändert hat: Ich wage mal die These, dass alle diese Burschen heute keinen Stich mehr machen würden. Heute stehen Männer auf der Bühne, deren Äußeres noch weit extremer ausgerägt ist - und gesellschaftlich sicher nicht allgemein akzeptiert.

Halten wir fest: Extremst-Bodybuilding ist gesellschaftlich sicher nicht allgemein akzeptiert, weder bei Männern noch bei Frauen. Aber: Jeder nach seiner Fasson, was auch richtig ist und natürlich auch für den Eisensport gilt. Um es zu präzisieren: Die Gesellschaft AKZEPTIERT es nicht, aber sie TOLERIERT es, sonst gäbe es den Muckikult überhaupt nicht. Wenn aber dann in diesem Sport nur die Frauen mit Verweis auf die gesellschaftliche Akzeptanz Verbands-Regulierungen unterliegen, nicht aber die Männer, obwohl eben diese Akzeptanz auch bei ihnen fraglich ist - ja, dann ist solch eine Regelung sexistisch, Punkt.

Und das mal mindestens genauso wie der Umstand, dass die Athletinnen nur einen Bruchteil der Preisgelder einfahren wie die Athleten. Auch das kann man nicht nur mit dem Hinweis aufs Gesellschaftliche erklären. Nein, das ist ganz klar der Versuch, das Frauenbodybuilding entsprechend zu steuern und in einer bestimmten Ecke zu halten. Dass man dann mit diversen anstößigen P-Wörtern einhergehende Folgen bei den Frauen hervorruft und die derart sich Betätigenden zumindest ächtet, wenn nicht gar ausschließt, das ist dann schlichtweg zynisch.   

Zumal die Verbände dabei eins aus den Augen lassen - die Fans. Davon gibt es weit mehr, als die Verbandsoberen annehmen. Beleg: Die unzähligen Seiten, Fotos, Filme, Streams im Internet - die gibt's ja bestimmt nicht nur, damit mattmuscle seinen Blog muskelmaedels.blogspot.de befüllen kann. Nein: Es gibt - ich sage das mal so - Millionen von Fans muskulöser Frauen. Und die wollen Frauen mit Muskeln. Prall, stark, gewaltign, definiert, symmetrisch - und nicht nach irgendwelchen Vorgaben reduziert. 

Kurzer Exkurs: Neben dem sexuellen Aspekt spielt für die Anhänger der Muskelmaedels auch derjenige der sportlichen Bewunderung und des Interesses eine ganz gewichtige Rolle. Ich weiß das, weil es bei mir so ist. Und fraglos auch bei vielen anderen Fans aus dieser "Szene". Nun wieder zurück zum Haupt-Argumentationsstrang (ich kenne Wörter ...):

Die Verbandsoberen schneiden sich mit diesem Vorgehen gleich mehrfach ins Fleisch:
- Sie agieren sexistisch.
- Sie verprellen Athletinnen.
- Sie verprellen unzählige Fans, die auch Eintritt für Shows mit richtigen Muskelmaedels zu zahlen bereit sind.
- Sie erreichen TROTZDEM nicht die gewünschte, allgemeine Akzeptanz.

Und: Es ist einfach nur eine Frage der Zeit, bis irgendwer das erkennt und beschließt, in die Lücke zu schlüpfen.    

        

Montag, 3. Juni 2013

Toronto --- und so ist es ausgegangen:

Hier die Ergebnisse aus der Abteilung "Women's Bodybuilding" (um es in einem Satz abzumachen: ein Ergebnis, angesichts dessen sich im Web Begriffe wie Verständnislosigkeit und Schiebung breitmachen - Jennifer Scarpetta ist fraglos eine feine Athletin, aber ob das in den Augen der Fans angesichts der Konkurrenz tatsächlich für Platz eins gereicht hat --- hm, hm ...)



1. Jennifer Scarpetta (ganz oben, beim Demonstrieren vom seitlichen Bizeps)
2. Anne Luise Freitas (eins tiefer, beim Vorführen ihrer Super-Guns)

3. Maria Rita Bello
4. Melody Spetko
5. Michelle Cummings
6. Athena Siganakis
7. Marina Lopez
8. Rene Marven
9. Maryse Manios
10. Sharon Mould
11. Christine Envall
12. Michelle Brent
13. Janeen Lankowski
14. Gillian Kovack
15. Laura Davies



Und hier die Resultate aus der Abteilung "Women's Physique":
1. Toni West
2. CeaAnna Kerr
3. Mindi O'Brien
4. Kim Tilden
5. Jill Rudison



6. Nathalie Falk (im Bild, bei der für ihre Klasse typische Bizeps-Pose, also "mit ohne" Fäuste - klasse Form: Herzlichen Glückwunsch!) 
7. Joelle Smith
8. Jen Ann Louwagie
9. Sandra Lombardo
10. Jill Dearmin
11. La Drissa Bonivel
12. Carmen Knights
13. Cynthia Jansen
14. Debbie Barrable-Leung
14. Michelle Krack
16. Janessa Roy
16. Tammy Patnode
16. Tammy Strome


Freitag, 31. Mai 2013

Toronto Pro Super Show - Kanadas Mucki-Show gibt's an diesem Wochenende ...


Sie ist sowas wie die FIBO in Deutschland, die Toronto Pro Super Show, abgehalten im Metro Toronto Convention Centre,  North Building, Exhibit Halls A & B und John Bassett Theatre. Sie fängt heute an und geht durch bis Sonntag.Wobei es bei dieser Veranstaltung an über 100 Ständen auch um das aktuelle Trainingsinstrumentarium und das ganze Rehab-Gedöns geht, aber vor allem - unter dem Sammelbegriff "Sports and Fitness Extravaganza" - um Wettkämpfe in diversen Sparten. Das umfasst Crossfit, Armwrestling, Strongman, Kickboxen, Wrestling, Powerlifting, Modellsuche für diverse Firmen und Bodybuilding. 

Nathalie Falk startet in Toronto -
viel Glück!
Das bringt uns natürlich zu den Muskelmaedels, denn wozu gäbe es sonst ja muskelmaedels.blogspot.de? Und dem ganzen Geraune im Web zufolge scheint die TPSS nichts zu sein, das man unter "na ja" abhaken sollte.

Anne Freitas - auch die brasilianische
Muckiwucht startet in Kanada.
Mit Maedels wie Christine Envall, Maryse Manios, Melody Spetko, Anne Freitas oder Maria Rita Bello stehen in der FBB-Abteilung ja einige richtige Muskelladies auf der Bühne, mit Carmen Knights und Guisy Caputo aber nur zwo Europäerinnen. 

Melody Spetko zeigt, wie ein
Muckimaedel-Bizeps aussieht - wow!

In der Physique-Klasse hingegen ist mit Nathalie Falk eine Landsfrau unterwegs - klar, dass auf dieser Seite des Großen Wassers und der Tastastur alle Daumen gedrückt sind! 


Und nochmal Nathalie - es ist halt
so eine schöne Pose ...
Nun der Blick auf die (derzeit natürlich noch ergebnislosen) Score Cards für die Frauenbodybuilding- und Physique-Klassen mit den nach jetzigem Kenntnisstand gemeldeten Starterinnen. Zu finden sind die und die der anderen Klassen (Männer/Frauen) hier unter dieser Adresse:






Montag, 20. Mai 2013

La reina de los bíceps:
Virginia Sanchez-Macias

WOW!!! Virginia Sanchez-Macias:
Was für mächtige Power-Arme!!!
Redaktioneller Nachtrag vom 10.9.'17: Hier in diesem Posting vom Mai 2013 steht noch der Doppelname "Sanchez-Macias", aber zwischenzeitlich tritt die Trägerin dieses Namens und dieser unglaublichen Muckis öffentlich nur unter "Sanchez" in Erscheinung. Daher habe ich die Label-Leiste rechts auf "Virgina Sanchez" angepasst.
---mattmuscle
  
Glaubt man den Verlautbarungen in manchen Bodybuilding-Gazetten, im Web und überhaupt, dann befindet sich das Frauenbodybuilding auf dem Rückzug. Aber --- kann es sein, dass der Trend insgesamt falsch erkannt wird? Kann es sein, dass in Wirklichkeit immer mehr muskulöse Frauen gibt? Nicht unbedingt auf der Bühne, aber im Leben? Einfach, weil immer mehr Frauen trainieren? Mit Hanteln ebenso wie bei Sportarten wie Crossfit? 

Prall, hart, dick - die Guns von Victoria Sanchez-Macias
Okay, das Ergebnis sieht dann oft eher aus wie Rachel McLish und Debbie Kruck, aber seltener wie Marja Lehtonen oder Betty Viana oder Alina Popa. Aber Tatsache (das behaupte ich jetzt einmal) bleibt: Es werden mehr! Wobei man aber differenzieren muss: Frauen, die man sofort als athletisch und sportlich erkennt, die aber auf den ersten Blick nicht über einen außerordentlichen Körperbau verfügen. Aber wenn dann die Hüllen fallen, ist man schon beeindruckt. Davon gibt es nun also mehr mehr - klasse. 

Und weil's so schön ist und sie so stolz drauf ...
Aber das ist nur die eine Seite. Es bleibt noch der Teil dieser Sportart, bei dem es um die richtigen Muskelmaedels geht. Solche, die alle Formate und damit auch alle Konventionen sprengen. Und die die Fans zum Johlen und so manche Hose schier zum Bersten bringen.

Angeblich werden die weniger.
Aber auch das glaube ich inzwischen nicht mehr. Denn ich finde laufend neue Namen, Gesichter und Super-Muckibodies, angesichts derer ich anfange zu lechzen und zu hecheln.
Traumhafte Muskelmaedels. 
Die nicht mehr unbedingt für den Verband traninieren, sondern auch und vor allem für sich selbst.
Solche wie Virginia Sanchez-Macias.
Virginia --- wer?

Ein starker Arm!

Tja. Das ist eine spanische Bodybuilderin. Brünett, riesige braune Augen und ein entzückender Schmollmund. An sich schon eine gefährliche Mischung. Studierte Ernährungswissen- schaftlerin und Personal Trainerin.1971 in Madrid geboren, seit ihrem 17. Lebensjahr dem Eisenpumpen verfallen, jedoch mit einer erziehungsbedingten Pause von mehreren Jahren. In der Zeit betätigte sie sich dann unter anderem auch als Model. Vor vier Jahren dann kam sie wieder zurück. 
 
Pump, Volumen, Venen und dazu eine lässige
Pose mit verführerischem Blick...

Und seitdem hat sie sich aufgemuskelt - das aber so richtig:  Glaubt man den im Web umhergeisternden Angaben, dann ist sie bei 1,64 Metern Größe 78 Kilogramm schwer, hat einen Brustumfang von 1,06 Metern und einen Hüftumfang von 99 Zentimetern. Ihr Oberschenkelmaß liegt bei gigantischen 66 Zentimetern. Ihre Waden bei 43 Zentimetern. Und ihre Bizeps bei sage und schreibe 43,5 Zentimetern - wow!

Passend zu den Armen auch der ausladende Rücken!

Und überhaupt. Ihre Bizeps. Virginia Sanchez-Macias ist allem Anschein nach so richtig stolz auf ihre zwei Kanonen. Denn auf fast allen Fotos zeigt sie diese unglaublich dick anmutenden Dinger - beim ersten Ansehen glaubt man noch an einen der derzeit leider allgegenwärtigen Morphs, die im Web bei Muskelmaedels in Sachen realistischer Körpermaße immer mehr den Blick auf die Realität vernebeln. Aber es können nicht ALLE Fotos von VS-M derart behandelt worden sein. 

 
Na, ihr Schwächlinge, zeigt her
eure Arme - wer kann mithalten?

Ergo muss die Spanierin TATSÄCHLICH über zwei dermaßen beeindruckende Oberarme verfügen - ich würde fast meinen: zwei der imposantesten aus Europas Muskelmaedel-Szene. Wenn sie flext, schwellen und runden sich ihre Muskeln in prächtiger Prallheit - ich habe beim Ansehen nur den Wunsch, zur größtmöglichen Ölflasche zu greifen und diese Super-Guns einzuölen und zu bewundern ...  


Und ab und zu  mal in
der Öffentlichkeit die Leute
etwas schocken ...
Ach ja. Wenn man sie denn für derlei erreichen könnte. Das aber sieht nicht so aus, gemäß meinem derzeitigen Wissensstand. Und "keine Sessions" heißt zumindest für mich "keine Sessions". Also heißt es aus der Ferne zu staunen und zu schmachten. Eine Website gibt es übrigens auch: www.virginia-sanchez-macias.com

26. Mai 2013 - ein Nachtrag: Wer mal diese herrlich prallen Super-Guns von Virginia Sanches-Macias quasi lebensnah in action sehen will, für den hat muskelmaedels.blogspot.de jetzt noch ein kleines Fundstück. Viel Spaß damit!

  

Donnerstag, 16. Mai 2013

Zwischen zwei Muskelhüninnen - neue Story


... er wollte es nicht glauben, als er sah, was für eine Frau ihm da mit einem Mal gegenüberstand. Nicht nur, dass der abgründige Spalt zwischen dem weit entblößten Doppelrund ihrer sommerbraunen Brüste auf einer Höhe mit seinem Adamsapfel lag, weil die Besitzerin dieser weiblichen Drallheit einen Kopf größer war als er, übrigens einen Kopf mit einem sehr schönen, noch dazu perfekt geschminkten Gesicht und langem losem fallendem Blondhaar. Sondern auch, dass diese Frau zu einem paar steiler Absätze einen ultraknappen und hautengen Minirock in Feuerrot trug. Und damit etwas, das ihren Körperbau allen Blicken - seinen und denjenigen aller anderen Besucher dieses Nachtclubs - freizügig aussetzte.

Denn mit dieser Frau erblickten seine Augen eine Hünin mit einem ihm kaum glaublich muskulösen Körperbau - allen Erfordernissen der Athletik gemäß präsentierten sich ihre Hüften als rund, ihr Popo als prall, ihre Taille als straff und schmal, ihre Schultern als breit und ausladend. Und für die Ausbildung ihrer Arme und Beine präsentierte ihm sein Gehirn unverzüglich das Adjektiv herkulisch. Die voluminöse Härte der Schenkel kündete ebenso von schier grenzenloser Kraft wie jedes der beiden kantigen Muskelmassive, die bei jedem Abwinkeln der Oberarme aufs Neue erheblichen Raum beanspruchten.

Dazu, so schien es ihm, bot sich in dem Gedränge des von rockigen Rhythmen durchdröhnten Raumes reichlich Gelegenheit - hier jemand, dem sie über die schweißfeuchten Köpfe hinweg zuwinkte, dort ihre Hand, die das Blondhaar in angeboren-weiblicher Geste aus dem Gesicht nach hinten schob. Und da der Bekannte, dessen Knie beim Handschlag mit ihr einknickten und dessen Gesichtsausdruck auch über die Distanz hinweg die stählerne Stärke ihrer Finger bezeugte.

Finger mit sommerlich pigmentierter Haut und flammroten Nägeln, an nervigen Händen und die wiederum an Unterarmen, angesichts derer er endlich die Bedeutung des Wortes Strang verstand. Denn als sie nun vor ihm stand, beherrschte ihre Physis sein Blickfeld und somit seine Wahrnehmung. Die aber beschränkte sich nicht nur auf das Visuelle - seine Haut genoss ihre Körperwärme, seine Nase delektierte sich an dem von ihr ausgehenden Moschusduft. Und die Kombination dieser drei Reize hatte die von der Natur gewünschten Folgen, aufgrund derer sich der Schlag seines Herzens spürbar verstärkte, seine Mundhöhle trocknete, seine Finger zitterten, seine Schweißdrüsen verstärkt sekretierten und sich ein Teil seines Hosenstoffes unter dem sich aufrichtenden Fleisch kuppelförmig spannte.

Was ihm so gar zuerst nicht bewusst war, weil sich sein Blick schließlich wie unter Zwang auf den ihren richtete und sein Unterbewusstsein die Farbe ihrer Iris als eisblau und den Ausdruck ihrer Augen als unverschämt, amüsiert und unwiderstehlich klassifizierte.

Er bekam Angst.

Sie hob die Hand, winkelte den Unterarm ab und fuhr sich, den Kopf dabei lässig nach hinten werfend, wieder durchs Haar. Ihr Bizeps wölbte sich zu einem ihm obszön scheinenden, weil derart unübersehbar großen Ausmaß - es schien ungerecht, solch stattliche Arme zu haben und sie derart ungeniert zu zeigen und das als Frau zu tun und ihn so neben der Angst in ein Gefühlswirrwarr aus Neid und Scham und Erregung und erneuter Scham zu stürzen.

Ein erneuter, bewusster Blick brachte ihm den erschütternden Eindruck, dass sie das erstens alles wusste, zweitens beabsichtigte und sich drittens deshalb köstlich amüsierte. Seine Augenlider flatterten, sein Kinn bebte, seine Finger zitterten, seine Knie schlotterten - nur ein Körperteil reagierte mit standhafter Härte, lange vermisst und daher wohlig empfunden und umso entsetzter registriert.

Entsetzen auch darüber, was sich ihm nun für Wünsche aufdrängten. Wünsche, die er mit sich so gar nicht ein Einklang zu bringen vermochte. Oder doch? Wollte er wirklich vor ihr in die Knie gehen? Zu ihr aufblicken? Sie berühren? Aber ja - und dabei den Inhalt einer Flasche duftenden Öles auf der warmen braunen Haut über diesen steinharten Muskeln verteilen. Langsam und mit so viel Hingabe, bis sie leise stöhnend Laute der Zufriedenheit äußere. 

Erschüttert erkannte er, dass es momentan für ihn nur dieses Eine gab. Das faszinierende Spiel ihrer schwellenden Muskeln zu spüren, auf dass sich ihm deren Stärke und Härte erschlösse und er ihre Unüberwindlichkeit erkenne. Von ihr niedergerungen und hochgehoben zu werden. Und verspottet, weil ihr derart unterlegen. Und dazu gezwungen, zu tun, was sie wünsche. Ihr Wille - sein Begehren. Ja, was wäre mit seinem Begehren?

Dieser Frage blieb sein Unterbewusstsein eine Antwort schuldig, weil nun etwas geschah, mit dem er nie und nimmer gerechnet hätte: Die blonde Hünin blickte mit einem Mal an ihm vorbei und sprach mit samtig-leiser Stimme - aber nicht zu ihm, sondern zu einer anderen Frau. Und die war - sein Verstand wollte sich weigern, wahrzunehmen und zu glauben - eine ebensolche Muskelgöttin wie die blonde Hünin vor ihm. Nach dazu gleichermaßen knapp bekleidet, aufreizend wie einschüchternd gleichermaßen
 
Unterschiede gab es dennoch: Die neu hinzugekommene Athletin war vom dunklen Typ, nussbraune Augen unter schwarzer Ponyfrisur. Und ebenso straff wie hauchdünn spannte sich über ihrer drallen Büste, dem strammen Leib, dem prallen Popo und den harten Armen schwarzglänzend ein Stoff, dessen Benennung ihm unbekannt war, während ihm der dadurch erzielte Effekt sehr zusagte. 

Ebenso wie jener Augenblick, indem die beiden sich neben ihm aufstellten, ihre warmen Leiber an ihn drückten, ihre gewaltigen Arme um seinen Rücken legten und je einen Oberschenkel anwinkelten, während sie ihre Füße auf einer praktischerweise vorhandenen Stufe platzierten. Diese Stufe war direkt vor ihm, dort, wo er stand, als erst die gewaltige Blondine und dann die schwarzhaarige Hünin auf ihn zukamen. Als sie nun zu dritt dastanden, ganz eng beieinander, und die beiden ihre wuchtigen Schenkel hoben und kreuzten, da berührten sie auch, was dahinter in den Raum ragte. Und rieben daran - sachte und langsam ...

Der Wecker schrillte.
Er schreckte auf.
Und bestimmte seine Lage - er allein. Nicht im übervollen, verschwitzten Rockschuppen. Sondern zuhause, im gut gelüfteten, stillen Schlafzimmer. In seinem bequemen Bett. Und allein.

"Uff", dachte er, "was für ein Traum! Furchtbar!"
Mit demselben Adjektiv aber belegte er unmittelbar darauf zweierlei: 

Erstens den unübersehbaren Zustand seiner Männlichkeit, im Wachsein so quälend-straff aufgerichtet wie gerade eben im Traum. Mindestens ebenso.

Zweitens einen Gegenstand auf seinem Nachttisch - ein Foto. Ganz neu. In Farbe. Und gestochen scharf. Darauf als Motiv er zwischen zwei außerordentlich hochgewachsenen, äußerst athletischen und attraktiven Frauen, die eine blond und in knapp bemessenem Rot, die andere brünett und in ähnlich sparsam zugeschnittenem Schwarz. Und beider Oberschenkel direkt vor seinem Schritt ... 


 © by mattmuscle Mai 2013. all rights reserved.     

Samstag, 11. Mai 2013

MMM = Marilyn Monroe als Muskelmaedel


Was wäre wenn ...
MM mit Muckis - Fotomontage
aus den Tiefen des Internet.
Auch Hollywoodstars müssen was tun, um in Form zu bleiben - das aber tun sie nicht erst seit heute, sondern schon von jeher. Und auch solche, von denen man es nicht annehmen würde. Etwa Norma Jean Baker alias Marilyn Monroe. Doch, doch, auch die most-sexiest Blondine der Welt hat schon ein bisschen Eisen gepumpt, zumindest zeitweise, wie diese Fotos zeigen. Auch wenn das ein oder andere wohl nur gepost war, für den Fotografen und nicht zugunsten eines ernsthaften Trainingseffektes:

 
Eisenpumpen unter freiem Himmel ist doch das Beste -
auch für solche Traumfrauen wie Marilyn Monroe!


Die nun folgenden drei Aufnahmen hat der Fotograf Philippe Halsman 1952 geschossen. Also zu einer Zeit, in der MM ganz am Beginn ihrer (leider viel zu) kurzen Laufbahn war. Und auch noch um einiges schlanker, als Ende der 1950er Jahre, da zeigten dann die unzähligen von ihr konsumierten Tabletten aufschwemmende Wirkung. Hier hingegen, mit Mitte 20, wirkt MM noch straff, schlank und durchaus fit.


Marilyn beim Kurzhantel-Drücken auf der Bank...

... und hier beim Nackendrücken mit der
Langhantel. Man beachte auch den BH - Frottee???

Und zwischendurch etwas ausruhen -
das Bild zeigt zumindest die Ansätze von
Trizeps-Muskeln. Nicht auszudenken, wenn
sie länger und härter trainiert hätte ...
Tja. Typen wie ich haben da ab und und zu Tagträume. Wie es wohl gewesen wäre, wenn MM eines Tages beschlossen hätte, sich dem Eisen mal so richtig zu widmen, etwa im Stil einer Grena Trumbo, einer Relma Brewer, einer Pudgy Stockton. Und wenn sie dann mal im kalifornischen Venice zum Muscle Beach gegangen wäre, hüftschwingend-stöckelnd in hautengem rosafarbenem Seidenkleid und mit dem bekannten, naiv wirkenden Gesichtausdruck. Und während alle Umstehenden Maulaffen feilhalten, bückt sich MM, streckt den Gaffern den straffen Prallpopo entgegen, greift sich lässig ein Paar sehr einschüchternder 45-Pfund-Hanteln und beginnt ganz langsam und gedankenverloren damit, ihre imposanten Bizeps-Muskeln aufzupumpen ...  

...dann hätte die berühmte Szene über dem
U-Bahn-Luftschacht vielleicht so
ausgesehen wie hier auf dem Bild des
bekannten Muskelmaedel-Zeichners

David C. Matthews!
    
PS: Und wenn das Blog-Programm täte, was es tun sollte, gäbe es auch in den Texten unter den Fotos ein- und dieselbe Typo ...


Sonntag, 5. Mai 2013

Über den Wolken: Jana hebt ab...

Jana auf dem U.S.-Flugplatz vor "ihrer" Cessna - auch
da gibt's eine Bizeps-Pose, als Gruß an die Fans. BTW:
Sieht fast so aus, als seien ihre Super Guns womöglich
 noch mal mächtiger geworden!!!
Was machen Muskelmaedels eigentlich so alles in ihrer Freizeit? Also dann, wenn sie nicht ihr Geld verdienen müssen und mal kein Eisen pumpen? Die müssen doch auch mal etwas anderes tun, oder? Genau so ist es: Nehmen wir einmal Jana Linke-Sippl alias The Ripped Princess: Sie nennt als Hobby Motorradfahren ebenso wie Schwimmen oder Inline Skating. Auch hat sie mir mal erzählt, sie habe früher "nur so aus Spaß" schon Fallschirmspringen betrieben. Nun, das setzt freilich voraus, dass man in ein Flugzeug steigt mit dem Entschluss, es freiwillig in der Luft zu verlassen, obwohl das Teil noch einwandfrei funktioniert. Und dass man hoch genug hinaufsteigt, damit man nach dem Sprung unten sanft-kontrolliert aufsetzt und nicht etwa mit Karacho auf Mutter Erde aufklatscht oder gar tief in den Boden einschlägt.

Genau diese Sache mit dem Fliegen, die hat unser schwarzhaariges Muskelmaedel mit der leisen Stimme und den anbetungswürdig-imposanten Armen und Schultern immer schon gereizt. Weswegen sie sich daran gemacht hat, die entsprechenden Lizenzen zu erwerben: Jana hat am vergangenen Wochenende den Privatpilotenschein in Amerika absolviert. Genauer nennt sich das "private pilote license" oder in den USA "private pilot certificate". Und es bildet eine Erlaubnis, die den Inhaber dazu berechtigt, als "pilot-in-command" bei einem Privatflugzeug zu agieren. Die Anforderungen dafür regelte die International Civil Aviation Authority (ICAO), es gibt aber wohl von Land zu Land variierende Anforderungen.

Wie auch immer: Jana hat in den USA die entsprechend vorgeschriebene Zahl an Flugstunden hinter sich gebracht und dann die Prüfung gemeistert - von dieser Seite aus herzlichen Glückwunsch! Aber bitte über das Fliegen nicht vergessen, den kraftvollen Prachtbody weiter zu stählen ...

http://rippedprincess-com.km36006.keymachine.de/images/dsc_0321b_480.jpg
Okay, den "Schein" für die Düsenjäger  gibt's dann ein
anderes Mal - hier klettert Jana auf einen in Skandinavien,
Finnland und Österreich eingesetzten Saab J-35 Drakken:
starkes Flugzeug, noch stärkere Frau ...
  

Samstag, 4. Mai 2013

Allison und Alison:
von Muskelmaedels und Sängerinnen...

In diesem Posting geht es um Buchstaben, die Unterschiede in den Namen zweier Frauen und um den Umstand, dass auch dieser Beitrag dem Thema dieses Blogs muskelmaedels.blogspot.de sehr gerecht wird. Doch alles auf Anfang, dann rollt sich das Garn auch in der richtigen Weise ab.

Also, es begann vor ein paar Tagen beim Gespräch mit einer Freundin. Die suchte per Internet eine britische Sängerin, die in den 1980er Jahren durch ihre mit herrlicher Altstimme vorgetragenen Balladen von sich reden gemacht hatte. Doch dann hatte meine Bekannte ein Problem: "Ich finde da immer nur eine Bodybuilderin. Die kann aber beim besten Willen nicht die Sängerin sein - mal abgesehen von diesen ganzen Muskeln ist sie auch zu jung und keine Engländerin". Beim Thema Bodybuilderin habe sie an mich denken müssen. Ob ich weiterhelfen könne?

Hm. Ich habe einen Computer. Eine Tastatur. Und einen Webzugang. Recherchieren habe ich gelernt, als Microfiches noch als zukunftsweisende Technik galten. An die fragliche Sängerin mit der umwerfend-bluesigen Stimme konnte ich mich auch noch erinnern, wähnte sie aber längst im Pop-Himmel oder wieder zurück am Bügelbrett. Wollen mal sehen. Zuerst gab ich den Namen so ein, wie von meiner Freundin angegegeben - also so:

Allison Moyer

Und tatsächlich - ich entdeckte ein Muskelmaedel, das mir auf Anhieb gefiel (wenn auch leider nur aus der Distanz), vor allem mit der zeitweilig vorhandenen burschikosen Kurzhaarfrisur. Bewehrt mit einer Unzahl amerikanischer Diplome, ist diese Figure-Athletin eine ausgebildete Trainerin. Unter anderem mit den Zielen, ihre IFBB Pro Card zu "machen" und erfolgreich als Crossfit-Athletin durchzustarten. Ihr Lieblingszitat stammt von Muhammad Ali (eins meiner Kindheitsidole), als Freizeitbeschäftigungen nennt sie CrossFit, meine vier Hunde, Wandern, Shopping, Yoga, Bibelstdien, Ins Kino Gehen, Lesen, Schreiben, Kochen, Reisen, Entspannen, das Betreiben meines Blogs  www.fitpaleo.com. Oh, die Zeit hätte ich auch gern...


Aber mit dem Geburtsort Lenhartsville in Pennsylvanien und einem Alter von 29 Jahren stammte sie indeed vom falschen Kontintent und war darüber hinaus viel zu jung - sprich: Diese gertenschlanke Besitzerin zweier auffälliger Bizeps-Muckis war noch nicht mal geboren, als die gesuchte Sängerin ihre Karriere begonnen hatte. Also probierte ich ein, zwei Schreibvarianten dieses Namens. Und mit einem "l" weniger sowie einem "t" anstelle eines "r" fand ich:

Alison Moyet

Das war tatsächlich die Gesuchte - Geneviève Alison Jane Moyet. Vor 51 Jahren in Essex geboren und unter anderem als Klavierstimmerin ausgebildet. Dann machte sie nach einiger Zeit als Punk zuerst international als Leadsängerin der britischen Synthesizer-Pop-Band "Yazoo" auf sich aufmerksam, ehe sie ihre Solo-Karriere startete (und "nebenher" drei Kinder in die Welt setzte). Ihre Erfolge in Kürze: Allein ihre britischen Album-Verkäufe haben die gesicherte Zahl von 2,3 Millionen Stück erreicht. Sie hat über eine Million Singles verkauft. Alle ihre sieben Studioalben and ihre drei Compilation-Alben schafften es in die Top 30 der britischen Album Charts, zwei davon kamen auf Platz eins. Alison Moyet brachte außerdem neun Top-30-Singles und fünf Top-10-Hits in den britischen Single-Charts unter.

So weit, so gut - aber es heißt doch Muskelmaedels, oder? Gemach, gemach: Alison Moyet war in ihren jüngeren Jahren eine Wuchtbrumme mit wahrhaftigem Rubens-Format, galt gar zeitweilig als die schwerste Brit-Pop-Sängerin. Zumindest hatte ich sie so "abgespeichert". Als begnadete Künstlerin, aber eben - uncharmant, aber ehrlich gesagt - aus der Gewichtsklasse eines Luciano Pavarotti. Nun, um so mehr war ich überrascht, als ich einige neuere Bilder von ihr fand: gertenschlank, offensichtlich fit und kaum noch wiederzuerkennen, wäre da nicht das für sie so unverwechselbare Lächeln mit allen Zähnen gewesen...

Nun, natürlich waren sie beim Nachrecherchieren sofort da, die in den Gossip-Seiten geäußerten, üblichen Verdächtigungen, Frau Moyet habe sich ein Magenband einsetzen lassen und alles überflüssige "Material" medizintechnisch entfernen lassen. Kann sein. Jedenfalls ist das Ergebnis frappant, wie der Vorher-Nachher-Vergleich unten zeigt. Aber nur vom Chirurgen bekommt man keine Figur wie die hier - zwar kein Muskelmaedel in unserem Sinne, aber sicher eins im Vergleich zu dem, was die Sängerin vorher mal war (und worunter sie laut eigenem Bekunden auch arg gelitten hat). Und bei der schlankeren Figur ist auch bestimmt auch Sport im Spiel, sonst sieht man mit um die 50 nicht mehr so aus: 


Also Alison Moyet und Allison Moyer - meine Bekannte meinte nur verdattert und etwas kleinlaut: "Darauf hätte ich ja selber kommen können. Aber, boh ey, was die abgenommen hat, Respekt!" 

Das war sie dann, meine kleine Geschichte, die zeigen sollte, welchen Unterschied zwei Buchstaben machen können. Und die uns dennoch wieder zu unserem Lieblingsthema geführt hat - nämlich, dass auch und vor allem Muskeln den weiblichen Körper formen ...

Donnerstag, 2. Mai 2013

Erregt durch die Muskeln der Ruderin
- eine neue Story, verfasst von einem Leser




So, und heute gibt es wieder einmal eine kleine Story. Dieses Mal stammt sie nicht von mir, statt dessen hat ein Leser namens Kevin sie an "muskelmaedels.blogspot.de" übersandt - viel Spaß beim Lesen. Falls gewünscht, so der Verfasser, gebe es auch eine Fortsetzung:

Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, aber es waren wohl nur ein paar Minuten, in denen er die Gelegenheit hatte, Lisa nachzuschauen, wie sie mit ihrem Knau vorbeiruderte, ihn kurz mit dem Paddel grüsste, dabei ihr Tempo nicht zu verringern brauchte oder aus ihrem Rhythmus kam. Ihre Ruderbewegungen waren gleichmäßig und kraftvoll. Diesmal trug sie kein ärmellanges T-Shirt, sondern ein ärmelloses Shirt. Deshalb fielen ihm sofort ihre braungebrannten Oberarme auf. Kraftvolle schlanke Arme, an denen kein Gramm Fett zuviel erkennbar war, dafür aber mit deutlich erkennbarer Muskelmasse ausgestattet, jeder Muskel in Aktion, Trizeps, Bizeps, Schultermuskeln, deren Name ihm so schnell nicht einfiel. 

Ihm blieb aber keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, weil sie an ihm vorbei glitt und er nur noch ihren Rücken sah, deren Anblick sofort seine Aufmerksamkeit bannte. Rechts und links neben dem schmalen Stoffstreifens des Shirts starrte er auf die braungebrannte Haut und auf ein von ihm noch nie gesehenes Schauspiel.
 

Was ihn völlig verwirrte, aber auch gleichzeitig merklich erregte und faszinierte, so dass er wohl, dachte er später, mit offenen Mund wie ein Idiot da stand. Das wiederum berührte ihn im Nachhinein peinlich. Zumal er auch merkte, dass ihn dieser Anblick sexuell erregte, was er sofort auf die Hitze des Tages schob und auf die Sonnenstrahlen, deren Strahlen auf der schweißnassen Haut funkelten, während darunter – so schien es ihm - gewaltige Muskelstränge pulsierten und sich auf und nieder bewegten, alles im Rhythmus der Ruderbewegungen, und in ihm das Bild von vollkommener Schönheit, Stärke und Eleganz hervorriefen.
 

Einen Gedanke, den er am liebsten schnell wegschieben wollte, der aber im Kopf hängen blieb, je länger er Lisa nach starrte, obwohl sie schon weit weg war. Aber es war nicht zu leugnen, der braungebrannte muskulöse Rücken und die kraftvollen Oberarme gefielen ihm nicht nur einfach, sondern wirkten so erotisch aufregend, wie er es bei einer Frau schon lange nicht mehr erlebt hatte. 

Trotzdem stellten sich schnell unangenehme Gedanken ein, die ihn aus der Erstarrung lösten und zum Weitergehen trieben. Ein Unbehagen ließ ihn nicht los, so sehr, wie er von dem kraftvollen, muskulösen Körper Lisa fasziniert war, so wenig gefiel ihm, dieser Muskelpower nichts entgegen setzen zu können, weil sie ihm einfach an Körperkraft um ein vielfaches überlegen wäre und weil er sich einfach zu schwach fühlte. 

"Ich fühle mich von Lisa’s muskulösen Körper angezogen, bin ihr aber an Kraft weit unterlegen, ein geradezu absurder Gedanke", dachte er empört. Schwächer als eine Frau zu sein, passte nicht in sein Bild von einem richtigen Mann. Schon lange haderte er immer wieder mit diesen sich widersprechenden Gefühlen und fand keine zufriedenstellende Lösung. Da rief eine Frauenstimme seinen Namen, "Tom", noch ein Mal, "Tooom". 

Er drehte seinen Kopf nach rechts. Und da sah er Lisette, ihm zuwinkend. Sie saß zusammen mit einer anderen, ebenfalls brünetten Frau auf einer Bank beim Vereinshaus des Rudervereins. Er winkte zurück und ging in Richtung der zwei Frauen und dachte dabei, "Lisette, noch eine starke Frau, das kann kein Zufall mehr sein. Starke Frauen pflastern heute meinen Weg, hoffentlich nicht meinen Untergang". 

Er hatte sie schon lange heimlich bewundert, eben wegen ihrer enormen Körperkräfte. Seit diesem gemeinsamen Zirkeltraining im Verein ging sie ihm lange nicht mehr aus dem Kopf. Mit welcher Leichtigkeit sie die Übungen meisterte, verschlug ihm schier den Atem, zumal er bei den Übungen eh schon nach Luft rang, aber sie war wirklich unglaublich. Während ihm nach drei Runden die Power ausging, machte sie im gleichen Tempo weiter. Vor allem beeindruckte ihn, mit welcher Geschwindigkeit sie Klimmzüge machte und das Seil hochschnellte, das offenbarte allen, die es noch nicht wussten - und zu denen gehörte er - ihre enormen Kräfte.
 
Unter den Männern galt es später als Witz, sich damit zu rühmen, Lisettes Bizeps gesehen zu haben, so, als sei es ihr Busen gewesen. Der überragende Erfolg beim Zirkeltraining umgab Lisette mit einer ganz besonderen Aura von Unnahbarkeit. Denn keiner hatte besser als sie beim Zirkeltraining abgeschnitten, was für viele eine große Schmach war. Von einer Frau an Kraft und Schnelligkeit übertroffen worden zu sein, löste bei ihnen gemischte Gefühle aus, stille Bewunderung, vor so viel Sportlichkeit und schier unermesslicher Kraft. Und Ehrfurcht, im direkten Vergleich beim Kräftemessen von ihr besiegt zu werden. So traute sich niemand, sie zum Armdrücken herauszufordern, um sich nicht zu blamieren.


Bei den Frauen löste Lisettes muskulöser Körper Bewunderung aus, was auch Anlass für so manchen Spaß auf Kosten der Männer war. Als sie merkten, wie einige Kerle reagierten, als sie erzählten, wie Lisette auf Bitten mancher Frauen unter der Dusche ihre Bauchmuskeln und ihren Bizeps spielen ließen. Sie ärgerten Männer damit, indem sie behaupteten, dass Lisettes Bizeps härter und größer sei als ihrer. Dies bedeutete für die Frauen zwar einen großen Spaß, zu beobachten, wie einige ihr Entsetzen zu überspielen versuchten. Aber Lisettes athletischer Körper löste auch Ablehnung aus. Soviel Kraft, Muskeln und Ausdauer schüchterte Männer nur ein, statt anzuziehen, aber genau dies, wollten sie mit ihrer aufblühende Weiblichkeit erreichen. Sexy sein und körperlich schwächer sein als ein Mann.

So empfanden wohl die meisten im Verein, aber hier tickte er wohl anders. Er dachte bei sich, was er selbstverständlich nie offen sagte, gerade Lisettes schier unglaubliche Kraft machte sie so attraktiv und faszinierend. "Ja", dachte er, "gerade ihre Kraft bietet ihr die Möglichkeit, Anmut und Eleganz bei ihren Sportübungen auszustrahlen". 


Sie war beileibe kein grober und linkischer Muskelklotz, sondern genau das Gegenteil, eine körperlich anziehende Frau mit wohlgeformten Muskeln, was für ihn kein Gegensatz war. Zumal Lisette auch ein hübsches Gesicht mit schönen Augen hatte. Durch ihren Sieg fiel sie ihm erst so richtig auf. So bewunderte er ihre Fitness und ihre Geschicklichkeit heimlich aus der Ferne, wenn sie wieder einen Sieg errungen hatte, freute es ihn für Lisette.
 
Langsam näherte er sich der Bank mit den beiden Frauen. Und verwirrt realisierte er, dass er nun Lisette gegenüber sitzen würde und sie wie immer umwerfend aussah. Aber was noch besser war: Sie trug ein ärmelloses T-Shirt. Und aus Angst, nur auf ihrer muskulösen Arme zu starren, vermied er den Blick darauf. Lisettes Stimme holte ihn wieder in die Gegenwart zurück: "Hey Tom, träumst du? Was ist los, wie immer mit deinen Gedanken woanders, wie? Bist du zu etwas Handfestem bereit, zu einem kleinen Wettkampf", fragte Lisette lächelnd, als er sich auf die Bank setzte. 


 "Ja klar", stammelte er und schaute Lisette direkt ins Gesicht. Ein spitzbübisches Lächeln huschte über ihr Gesicht. Und mit unsicherer Stimme fragte er: "Worum geht es? ..."