Montag, 28. Februar 2011

TV-Tipp: Jana L-S in sat1

So, nachdem die Oscars seit heute Nacht verliehen worden sind, kann man sich am heimischen Bildschirm wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden - etwa diesen hier: Am 1. März, also tomorrow am Dienstag, kann der geneigte TV-Zuschauer Jana Linke-Sippl alias The Ripped Princess wieder in einen Fernsehbeitrag bewundern; sie hat ja da schon in der vergangeen Jahren einige absolviert.

Die Eckdaten fürs Vormerken:
Sender: sat1. 
Uhrzeit: 23.20 h. 
Sendung: Mein besonderes Leben. 

Und angesichts der bekannten außerordentlichen Muskulosität der schwarzhaarigen Dame mit der leisen, freundlichen Stimme sollten dann doch ordentliche Fauenmucki-Szenen dabei sein (all das unter der Prämisse, dass die fürs Programm Verantwortlichen nicht im letzten Moment umdisponieren).

Sonntag, 27. Februar 2011

Nachtrag zum Thema "IFBB vs. FBB-Division"


Einige Leutchen haben wohl mein vorangegangenes Posting zum Thema "Die IFBB will womöglich die FBB-Division kippen" aufmerksam gelesen und darauf mit einigen Zuschriften reagiert. Und da kamen auch einige neue Aspekte zum Tragen, an die ich noch gar nicht gedacht hatte.

Etwa der, dass es da sicherlich nicht um Sauberkeit des Sports gehen könne, ein Gutteil der Zuschriften verweist auf Athleten wie Vic Martinez, der vor knapp sieben Jahren als einer der besten US-Athleten nach Einsatz eines verdeckten Ermittlers hinter schwedischen Gardinen landete – als "drug dealer". Der gute Mann hat das später via Einrichtungen wie das BB Radio auch selber öffentlich gemacht. Ein kurzes Googeln zeitigt da IMHO schon interessante Ergebnisse.

Der Tenor der Mail beweist, dass viele Leute deswegen bei der IFBB ganz andere Triebfedern vermuten und dass demnach andere Gründe als die fraglos erstrebenswerte Reinheit der Athletik zum Tragen kommen.

Kann es möglich sein, dass unter anderem das, was im Web passiert, eine Rolle spielt? Nämlich, dass die Muskelmaedels versuchen, ihre Prachtbodies selber in klingende Münze umzusetzen? Durch Foto und Film. Durch Training und Studios, durch muscle worship sessions und was es sonst noch alles geben mag? Sprich: Stört es den großen Verband, dass da die ein oder andere durch Selfmarketing jenes Geld einzunehmen versucht, das sie zum Betreiben ihres BB-Lebensstils braucht und das sie wohl im übrigen nicht durch die üblichen, weil recht niedrigen Preisgelder erwirtschaften kann?

Mal ganz abgesehen davon, dass das mit den Plänen zum Abschaffen dieser Division womöglich auch gegen die Intention des verstorbenen IFBB-Granden Sir Ben Weider verstoßen könnte, immerhin gilt der Kanadier als Erfinder des modernen Wettkampf-Frauenbodybuilding ...

Mittwoch, 23. Februar 2011

IFBB: Kein Frauenbodybuilding mehr?


















An dieser Stelle war das ja schon mehrfach Thema, dass der ein oder andere Offizielle mit dem Frauenbodybuilding, oder genauer: den Wettkampf-Wertungsklassen für die richtig muskulösen Maedels, nichts anfangen kann. Das ist längst vielen Funktionären ein Dorn im Auge.

Jedoch konnten entsprechende Anwürfe wohl immer noch irgendwie und im sprichwörtlich letzten Moment abgewendet werden. Nun aber droht neues Ungemach: Die IFBB, so steht Web-weit zu lesen, will seine "female bodybuilding division" auflösen. Shocking.

Natürlich gibt's Leute, die das erklären und/oder verteidigen, auch solche, mit denen man nicht rechnet. Etwa Bill Wick, hartgesottenen Fans als einer der ersten Muskelmaedel-Fans bekannt, als einer, der immer gern Ringkämpfe mit Muskelmaedels gemacht und mit Videos zu dem Thema auch einiges an Geld verdient hat und der mit der unvergessenen Kay Baxter verheiratet war.

Wick sagt: "Es sind die DOPINGMITTEL, die das Problem darstellen --- NICHT die Frauen. ALLE Profi-Bodybuilder sind auf Droge, um ihre muskulöse Erscheinung zu verbessern, das wissen Sie, oder? Diese Mittel sind illegal, diese Leute Kriminelle, die bis jetzt noch nicht ertappt worden sind.

Die Tätigkeit, ob nun Kunstform oder athletischer Event,  ist nun nicht darauf ausgelegt, die Massen anzusprechen, welche es nicht billigen, Kriminellen dabei zuzusehen, dass sie dafür ausgezeichnet werden, die besten Chemiker zu haben, die so weit auffüllen, um die anderen auf der Bühne beim Flexen zu übertreffen.

Ohne die Männer hier mit einzubeziehen, scheint es hier die Möglichkeit einer sexuellen Diskriminierung zu geben? Die Lösung heißt: Doping-Tests von OLYMPISCHEM Kaliber ... Problem gelöst. Das verbleibende Problem sind die KOSTEN, die so im Bereich Bosman'scher Millionen liegen dürften ... ist es jetzt klar?"

(Bosman - das war der belgische Fußballer,der vor einigen Jahren durch seine Klage beim EU-Gerichtshof eine Flut von millionenschweren Transfers ausgelöst hat).


















Mag ja sein, dass das alles so stimmt, wie Mister Wick das sagt. Tatsache ist, dass er auch ganz gut davon profitiert hat. Und Tatsache ist meiner Meinung nach auch, dass der gesamte Leistungssport nicht ohne Doping auskommt, das gilt nicht nur fürs FBB. Mir kann niemand erzählen, dass Fußballer, Radfahrer, Zehnkämpfer, Schwimmer, Tennisspieler etc. IMMER völlig fit sind und Spitzenleistungen ausschließlich infolge ihrer tadellosen Vorbereitung erbringen. Wer das glaubt, nun, für den habe ich noch eine Brücke in Brooklyn --- ganz billig!

Insofern ist das ganze Bestreben der IFBB lächerlich, weil völlig verlogen. Man will die Frauen loswerden, mit deren Muskulosität man nichts anfangen kann, weil man sie nicht vermitteln kann und sie weder verteidigen noch akzeptieren kann. Es geht natürlich um's Geld, aber nicht das für die Doping-Kontrollen, sondern um das, was bei den Wettkämpfen, bei Shows undüber Anschlussgeschäfte wie Werbung, Videos und ähnliches eingenommen werden kann.

Extrem muskulöse Frauen erscheinen nicht mainstream-konform, nicht socially acceptable. Statt was dafür zu tun, sägt man dieses Segment lieber ab, so kommt mir das vor.

Klar kann man darüber streiten, inwieweit das Sinn ergibt oder gar gesund ist. Letzteres sicher weithin nicht - aber was ist mit den ganzen Magersüchtigen und den Dicken (gerade in Amerika ein Riesenproblem, weil es immer mehr werden, auch infolge der zunehmend industrialisierten Nahrungsproduktion)? Was mit den Leuten, die sich zu Tode qualmen, die trinken und überhaupt ein Leben haben, das infolge von Stress und Überlastung auf ein vorzeitiges Ende hinsteuert?


















Ich sehe es (nicht nur wegen meines Muckimaedel-Fetischs) so: Von jeher waren die muskulösen Frauen ungeliebt, auch im Verband. Ich erinnere an Athletinnen wie Laura Combes, Kay Baxter(!) oder Bev Francis, die alle mit Missfallen betrachtet und behandelt wurden, die seitens der Wertungsrichter so weit wie möglich vom Siegertreppchen weg platziert wurden. 

An dieser Attitüde hat sich nichts geändert, nur, dass man jetzt wieder andere Gründe vorschiebt, um sich dieses ungeliebten Anhängsels zu entledigen --- ganz nach dem Motto: Muskulöse Männer auf die Bühne, egal, wie sie stoffen (und entgegen der Äußerung von Herrn Wick ist das aus meiner Sicht klare Tendenz), und Frauen nur mit "mäßiger", "weiblicher" und vor allem "verkaufbarer" Muskulatur auf die Bühne, sozusagen Po und Möpse mit etwas Bizeps.

Niemand hat nun etwas gegen neue Klassen - im Gegenteil: je mehr Maedels etwas für ihre Physis tun, um so besser. Aber dann bitte auch mit der Konsequenz, diejenigen nicht auszuschließen, die das bis ins Extrem tun wollen - denn das war in diesem Sport immer die eigentliche treibende Kraft.

Nun, sei es wie es ist: Man kann via Web eine Online-Petition unterschreiben. Die findet man hier: http://savewomensbodybuilding.com/

Und nun noch mein ceterum censeo:

Sonntag, 20. Februar 2011

Muskelfee - Neue Story

Ab und zu mal eine neue Story - dieses Mal nicht von mir, sondern von jemandem namens DreaminMan, der seine Wunschvorstellung eines Wettkampfes in Worte gekleidet hat und mich um Veröffentlichung gebeten hat. Ich hoffe, es gefällt euch auch. Here we go:











Um mich herum brandet tosender Beifall auf, als die Athletinnen der Schwergewichtsklasse, neutral Frauen II - Klasse genannt, auf die Bühne treten. Das überwiegend männliche Publikum bekommt leuchtende Augen, als die Frauen sich aufstellen. Die 1. Grundpose, frontal zum Publikum. Alle Frauen spannen die Quadrizepse an. Latissimus und Schultern dehnen sich möglichst breit auf. Die Bauchmuskeln dürfen nicht vergessen werden. Die harten, dunkelgebräunten Körper, auf denen ein Mix aus Schweiß und Öl abzuperlen beginnt, werden durch viel bühnentypisches Make-Up, lange French-Nails und ein Lächeln mit weißen Zähnen konterkariert. Eine Melange aus Gegensätzen. Doch meine Augen sind auf Tunnelblick geschaltet. Ich habe nur eine Athletin im Blick. Ich fühle in Gedanken jeden Muskelstrang von zartdünner, pergamentartiger, fast wasser- und fettfreier Haut umwickelt. Der göttliche Anblick durchmischt sich mit Gedanken über den dritten Wunsch. Denn einen Wunsch habe ich noch gut bei ihr. Meine Gedanken schweifen ab auf das heute Vormittag Erlebte und zu den letzten Frühjahrs- und Herbstmeisterschaften.

Es begann vor einem Jahr mit den Herbstmeisterschaften. Doch zunächst muss ich gestehen: Wie so viele Männer hege ich bereits seit meiner Jugend eine nicht ganz offen gezeigte Vorliebe für Bodybuilderinnen. Dabei hatte ich schon immer einen enormen Respekt vor der sportlichen Leistung und dem Ergebnis, das auf der Bühne gezeigt wurde. Gleichermaßen finde ich die Kombination von Frau und Muskel in hohem Maße sexuell attraktiv. Bodybuildingmeisterschaften waren demnach der perfekte Ort, beides in Einklang zu genießen.

Das Kalenderjahr hatte zwei Höhepunkte für mich und meinen Fetisch. Es gab Frühjahrs- und Herbstmeisterschaften im Bodybuilding. Erstere fanden meist im April, letztere im November statt. Zumindest galt das für den Bodybuildingverband, dessen Athletinnen ich im hohen Maß respektierte und bewunderte.

 











Nun gab es nicht nur zwei Meisterschafts-Zeitpunkte. Es gab auch eine Zeit zwischendrin. Dabei half mir das allgegenwärtige Internet und einige Diskussionsforen zum Thema Bodybuilding. Besondere Aufmerksamkeit widmete ich dabei den Foren, in denen sich Muskelfrauen tummelten und/oder dort über diese und deren Fortschritte diskutiert wurde. In dem von mir eifrig verfolgten Forum waren viele deutsche Amateur-Athletinnen vertreten. Es ging fast immer mit Respekt zu. Deshalb erhielt man auch viele anregende Einblicke in die Trainingsfortschritte der muskulösen Damen. Viele Fotos ergänzten und würzten das Ganze. Natürlich war allen (sprich: Mann und Frau) klar, dass muskulöse Frauen bei Männern zu extremen Reaktionen führen. Man(n) findet Muskelfrauen entweder ekelig oder äußerst anziehend. Von Muskelpaketen, gut austrainiert, massig, definiert, voller herrlicher Symmetrie, in den Bann gezogen, diskutierte ich mit. Dabei merkte ich immer wieder, dass sich symbiotischerweise die Athletinnen auch gerne zeigten.

Nach der letzten Herbstmeisterschaft im vergangenen Jahr fiel mir eine Athletin auf. Sie hatte enorm zugelegt, ohne die äußere Attraktivität einzubüßen. Ihr Auftritt bei der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft zeigte einen, für den Amateurbereich, sehr gut ausgeprägten Körper. Bei den Grundposen (Frontal, linke Seite, Rücken, rechte Seite) präsentierte sie breite Schultern, recht gut ausgeprägte Brustmuskeln (ohne Silikon) mit leichter Streifung und einer feinen Ader quer über die rechte Seite. Sogar die bei Frauen oft schwer auszutrainierende Bauchmuskulatur zeigt die drei „Querbalken“. Nur die Beine hinkten der Gesamtentwicklung hinterher. Verständlich, sind doch die Beine der am schwersten aufzubauende Muskelbereich. Ich klatschte frenetisch in den Vergleichsrunden und bei der Kür. Sie wurde dritte, also keine Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

Im Forum, eine Woche später, lobte ich ihren Auftritt und ihren Körper. Ein Feedback von ihr gab es nicht, obgleich sie im Forum gelegentlich aktiv war. Es wurde ruhig um sie. Ab und an stellte ich Fotos von ihr ein, die ich anderswo fand. Wenig Feedback von anderen. Keiner nahm sie wahr.
















Die Monate flossen dahin. Die Frühjahrsmeisterschaft stand an. Ich war dort. Auf der Bühne erwartete ich sie nicht. Der Körper verkraftet nur einen Wettkampf pro Jahr. Insofern war ich erfreut, sie im Publikum zu sehen. Sie hatte ein knappes T-Shirt an. Sie war „off-season“. Ihre vollen Muskelbereiche zeigten sich unter dem Shirt. Zwar hatten ihre Arme keine sichtbaren Venen, dafür war die Größe von Bizeps und Trizeps umso mächtiger. Und sie spannte die Arme noch nicht mal an. Ihre Hose war eng. Die Quadrizepsmuskeln wölbten die Hose nach außen. Meine Hose wölbte sich auch, allerdings eher mittig. Asche auf mein Haupt: der Anblick von Frauenmuskeln aus nächster Nähe erregte mich. Und dazu noch diese sympathische Ausstrahlung. Frau pur. Ich war nervös, möglicherweise errötet, als ich sie ansprach. Von der letzten Herbstmeisterschaft redete ich, und dass sie dort hätte erste oder zweite werden sollen, zumindest wäre das mein Eindruck gewesen. Toll hätte sie ausgesehen und sich super bewegt auf der Bühne. Ein sehr natürliches Posing hätte sie. Etwas überrascht schaute sie mich an. Immerhin kannten wir uns nicht. Ich nannte ihr meinen Profilnamen aus dem Forum, in das sie schon lange nicht mehr reingeschaut hätte, wie sie äußerte. Mit einem knappen Lächeln und der Bemerkung, dass nun der Wettkampf losginge, drehte sie sich um und verschwand. Knapp abgefertigt hatte sie mich.

Und wieder gingen die Monate ins Land. Unterdessen war ich eifrig im Forum unterwegs. Doch von der Athletin, die ich im Frühjahr angesprochen hatte, hörte und sah ich nichts mehr. Hatte sie mit dem Sport aufgehört? Der Herbst nahte. Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft stand wieder an. Zeitpunkt, Ort und Halle waren wie letztes Jahr. Ein wenig lustlos fuhr ich hin. Ich war viel zu früh, die Vorwahl fing erst in einer Stunde an. Da ich bis vor einigen Jahren auch Wettkämpfe betrieben hatte, wusste ich, wo die Vorbereitungsräume waren: im Keller. Dort, wo die letzte Farbe aufgetragen wurde, wo die Athleten ihre Muskeln aufpumpten, wo das letzte Mal das Posing geübt wurde. Das unerreichbare Epizentrum des Muskelverehrers.

Da es noch früh war, wurde der Zugang noch nicht kontrolliert. Ein Schild warnte: „Nur für Athleten“. Ich schaute hinein. Und wen sah ich, noch komplett im Trainingsanzug, etwas wirr um sich blickend? SIE. Meine verschwunden geglaubte Heldin. Also hatte sie doch nicht die Wettkampfkarriere an den Nagel gehängt. Doch irgendwas fehlte ihr oder war falsch. Ich ging hin und fragte: „Du schaust dich fragend um? Suchst du irgendwas? Kann ich dir helfen?“ Erstaunt schaute sie mich an. „Was willst du denn hier? Machst du auch mit? Kenn ich dich nicht?“ Brav arbeitete ich alle drei Fragen ab: „Antwort 1: Ich will dir helfen. Antwort 2: Nein, die Wettkampf-Zeiten sind vorüber. Antwort 3: Ja, du kennst mich. Ich hatte dich auf der Frühjahrsmeisterschaft im April angesprochen.“

Sie erinnerte sich, dass sie mich in der Tat kannte und mich damals eiskalt hat stehen gelassen. Sie sei zu der Zeit innerlich mit sich am kämpfen gewesen, ob sie überhaupt noch mal antreten sollte. Ich zeigte Verständnis und meinte, dass die Jury sie damals missachtet hatte. Große Sorgen hatte ich mir gemacht, dass sie nicht mehr starten würde. Umso erfreuter war ich, dass sie offensichtlich wieder bereit war für die Bühne und ihr genetisches Potenzial für Muskelaufbau nicht hingeschmissen hatte.

Doch sie wehrte mein Lobgehudel und den Einschmeichelversuch ab. Das Lob ehre sie. Aber ob sie dem gerecht werden könne, wüsste sie nicht. Auf ihren fragend herumschwirrenden Blick erneut reagierend, bot ich nochmal an, ob ich helfen könnte. Schüchternes Wesen, das ich bin, erwartete ich spätestens zu diesem Zeitpunkt eine derbe Zurückweisung. Doch der „Korb“ blieb aus. Stattdessen schilderte sie mit verzweifelter Offenheit, dass eine Freundin sie offenbar versetzt hätte, die ihr beim Vorbereiten helfen wollte. Braunmachen, Wettkampfkleidung anlegen, Pumpen, Laden, Posing-Check. Doch am schlimmsten wäre, dass diese Freundin die Posing-Creme mitbringen wollte. Auf ihre Hände und ins Gesicht deutend meinte sie „polarbraun“. Gemeint war der Bodybuilder-Jargon für weiße ungebräunte Haut.

Im Kopf ging ich den entscheidenden Zeitablauf durch. Mit den Junioren würde die Vorwahl beginnen, dann folgten Frauen I und Frauen II. Gut eine Stunde würde es noch bis zum Aufruf der Frauen-II-Klasse dauern. Überraschend mutig fragte ich: „Du startest doch bei Frauen II, wenn ich dich richtig einschätze? Vorausgesetzt du traust mir, dann mach ich jetzt mal folgenden Vorschlag: Neben dem Eingang ist ein Bodybuilding Verkaufsstand, der auch Posing Creme anbietet. Ich bin wettkampferfahren und kann dir ...“

Das Folgende soll hier detailliert wiedergegeben werden, denn Träume werden selten wahr. Was sich hier anbahnte, war definitiv Traum-Niveau. Doch zunächst musste ich einen kritischen Blick von ihr überstehen.

Sie: Aha! Hast also auch schon auf der Bühne gestanden? Siehst mir aber gar nicht danach aus!

Ich: Body-Fitness-Klasse. 87 kg bei 189 cm. Ca. fünf Jahre ist es schon her. Rückenprobleme beendeten die Karriere. Aber: dir rennt die Zeit weg. Ich könnte dir bei allen notwendigen Vorbereitungen helfen. Bräunen, Kohlenhydrate rechtzeitig laden, Aufwärmen, letzter Pflicht-Posing-Check.

Ein Blick von ihr an die Decke brachte offenbar keine Alternativen hervor, so dass sie zu meiner Überraschung und großen Freude zustimmte.

Sie: OK, ich gebe mich geschlagen. Ich brauche jemand an meiner Seite für die Vorwahl und die Endrunde, der nur für mich da ist und nicht ständig zu x anderen rennt. Aber bilde dir bloß nicht ein ...

Ich: ... ich kapier schon. Keine unsittlichen Berührungen. Keine stillschweigenden Erwartungen.

Sie: Volltreffer. Denn wenn du mir wirklich helfen willst, dann kommen wir nicht umhin, dass du mich auch anfassen wirst. Unvermeidlicherweise fast am gesamten Körper. Die Knappheit meiner Kleidung ist dir klar. OK? Dann können wir es ja mal probieren.

Ich: Viel Zeit haben wir nicht mehr zum Probieren. Der Ernstfall steht an. In gut einer Stunde musst du bereit sein, wofür du lange und hart trainiert hast. Ich geh hoch, die Posing Creme holen.

Drei Minuten später wollte ich wieder in den Athletenbereich im Keller. Ein muskelbepackter Türsteher versperrte die Tür und zeigte auf das Schild. Ich zuckte zurück. Wie ein Athlet sah ich nicht aus. Und mächtig Respekt vor solch schweren Jungs hatte ich auch. Als ich mich verzweifelt rumzudrehen begann ertönte aus dem Athletenbereich eine weibliche Stimme, die, im Bodybuilding nicht untypisch, ein wenig „heiser“ klang. Der heisere Aspekt der Stimme wirkte dominant. Voller Respekt zuckte der Türsteher zusammen. Muskelfrau sticht Muskelmann. Ha!

Sie: Lass ihn verdammt noch mal rein. Der gehört zu mir .... Komm hier her. Hier ist ein kleiner Raum. Da haben wir Ruhe. Im Gang und bei den Gewichten ist zu viel Trubel. Hektik brauche ich jetzt nicht. Hast du die Posing-Creme?

Ich kam nähe und, starrte mit aufgerissenen Augen und Mund auf sie. Sie stand bekleidet mit Bikiniunterteil und T-Shirt da.

Sie: Mach den Mund zu. Brauchst mich nicht anzustarren. Denk an die Vereinbarung.

Ich: Mein Gott, deine Beine sind deutlich massiger und härter als vor einem Jahr. Die Oberschenkelmuskulatur war seinerzeit deine Schwäche. Was ich nun sehe ist beindruckend. Alle vier Muskelköpfe der Quadrizeps stechen hervor.

Sie: Meinst Du wirklich? Sie: Ich habe Kniebeugen gemacht, bis mir die Tränen aus den Augen kamen. Mich monatelang gequält. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass du einen Fortschritt siehst. Gleich wirst du mehr sehen. Dreh dich um. Ich ziehe jetzt das Oberteil an.

Ich sah, dass ihre Hände mit langen, herrlich weiß glänzenden French Nails nicht unbedingt eine Hilfe beim Bikini-Oberteil-Anziehen waren.

Sie: So, jetzt gehen wir zum praktischen Teil über. Kannst Du das Oberteil am Höschen verknoten?

Ich: Klar. Hinten über Kreuz an den Seitenteilen des Höschens verknoten. Dabei sollte das Unterteil möglichst an den Seiten bis über den Hüftknochen liegen. V-Form. So dass deine Beine möglichst lang wirken.

Sie: Sehr gut. Toll machst du das. Der Herr kennt sich aus im Geschäft. Und die erregende Röte im Gesicht hält sich in Maßen. Dabei sind deine Hände schön warm. Fühlt sich gut an.

Ich: Und deine Hände sind attraktiv. Ich mag French-Nails. Perfekt für Muskelfrauen.

Sie: Viele Männer finden French-Nails abstoßend. Nuttig sagte mal einer.

Ich: Eher muskelig, sozusagen. Passend zur Avantgarde-Muskelfrau. Übrigens fühlt sich deine Haut mit dem geringen subkutanen Fett- und Wasseranteil wie seidenweiches Pergament an. Gehen wir zum Bräunen über?

Sie: Leg los, die Zeit drängt. In knapp einer Stunde müsste die Frauen II-Klasse dran sein, wenn man dem Türsteher da draußen glauben darf. Der scheint auch der Organisator hier unten zu sein, der die Klassen hoch auf die Bühne schickt.

Ich: Arme vorstrecken. Ich fange mit den Armen an, dann Rücken, Bauch und zuletzt die Beine.














Während ich die Creme erst grob auftrug und dann klopfend gleichmäßig verteilte, schmunzelte sie.

Sie: Das Berühren meiner adrigen Haut muss dich doch total erregen. Verzeih, dass ich so nachtrete. Aber ich muss schmunzeln, wie toll du dich zurückhältst und nicht gleich über mich herfällst. Das rechne ich dir hoch an. Übrigens kannst du perfekt braunmachen. Das Klopfen können nicht alle.

Ich: Dein Bizeps und dein Trizeps fühlen sich toll an. Spann mal an. Wow, ein richtiges Hufeisen mit Streifen ist der Trizeps. So, die Arme sind fertig. Jetzt der Rücken.
















Nach dem Rücken folgten Brust und Bauch. Am Ende die Beine. Souverän bräunte ich auch die Haut, die unter den Rändern des Höschens lag. Wohl wissend, dass ich im Intimbereich rumwerkelte. Wir tauschten einen kurzen Blick aus: alles im grünen Bereich. Es folgte das Kohlenhydrate-Laden. Nun würde sich zeigen, wie stark die Aderung sein würde und ob Streifen hervorkommen würden.

Sie: Gib mir bitte das Piccolofläschen und den Kuchen aus der Tasche.

Ich: Trink aber nur einen Schluck Sekt. Das reicht. Sonst wird den Auftritt noch schwankend enden.

Sie: Dann lass uns anstoßen. Ein Schluck für mich, einer für dich, der Rest fürs Finale. Und nun den Kuchen. Zwei Monate musste ich auf Zucker verzichten. Die Diät ist eine Quälerei ohnegleichen. Und fünf mal die Woche Training.

Ich: In fünfzehn Minuten sollte es nach meiner Berechnung losgehen. Frauen I ist schon oben. Ich hatte im Foyer neben der Posing-Creme noch ein Gymnastikband aus breitem Gummi gekauft. Damit kannst du besser pumpen. Die Hanteln sind nämlich alle belegt.

Sie: Du bist ein Schatz. An was du alles denkst!












Sie wärmte sich auf. Rudern. Curls. Seitheben. Dips. Butterflies mit meiner Hilfe. Am unteren Rücken zeigten sich Streifen, die im Bodybuilding-Jargon ehrfürchtig „Christmas Tree“ genannt werden. An den Oberarmen traten die Adern hervor. Ich half ihr bei den Butterfly-Bewegungen, drückt mit den Armen nach außen. Dabei sah ich, wie sich ihre Brustmuskeln anspannten. Ich erkannte die Ader wieder, die ich bereits letztes Jahr gesehen hatte. Nur dieses Jahr zeigten sich zusätzlich die feinen Verästelungen und Streifen. Die Oberschenkel wurden nicht aufgepumpt. Dort musste das Blut eher rausfließen. Beine hochlegen sollte helfen. Die Pomuskeln bildeten das i-Tüpfelchen. Der Christmas-Tree des unteren Rückenbereichs war hier quasi nach unten gespiegelt. Die Streifen der Glutäus-Muskeln verliefen von Mitte oben nach schräg unten. Es war ein Zeichen für brutale Härte, wie Bodybuilder zu sagen pflegen. Beim letzten Check der Pflicht-Posen kam die Herrlichkeit eines muskulösen Frauenkörpers zum Vorschein.

Die letzten Minuten vor dem Aufruf der Frauen II-Klasse verbrachte sie im liegen. Ich saß an ihrem Fußende. Ihre Beine hatte sie auf meine Oberschenkel hochgelegt, damit das Blut aus den Beinen fließen konnte und so die Muskelstränge besser hervortreten konnten.

Sie: Hab ich mich schon bedankt? Ohne Deine Hilfe wäre ich „polarbraun“ auf die Bühne getorkelt, der Bikini von irgendjemandem schlecht verknotet. Weißt Du, ich bin zwar keine gute Fee, aber trotzdem will ich dir drei Wünsche schenken. Das hast du dir verdient.

Mein erster Wunsch war simpel. Ich wünschte ihr alles Gute dort oben auf der Bühne. Sie sollte dran denken: Breit machen bei der Front-Pose, Quadrizeps rauspressen, Bauch einziehen und anspannen. Die Wettkampfjury würde sofort bei der ersten Grundstellung sehen, wer was drauf hat. Anspannen, was das Zeug hält. Und lächeln. Das war mein erster Wunsch.

Die schweren Muskelfrauen wurden aufgerufen. Time to flex. Für meinen zweiten Wunsch beugte ich mich zu ihr, fasste ihre Hand und gab ihr ein sanftes Küsschen auf die Wange. Kein Widerstand.

Mit schwirrendem Kopf und Herzen rannte ich die Treppe hoch, um die Vorrunde mit den Pflichtposen zu sehen. Dabei ging mir durch den Kopf, was ich mir als dritten Wunsch ausdenken sollte. Kein Zweifel, ich wollte meine Heldin wiedersehen und zwar vor der nächsten Herbstmeisterschaft. Am besten gleich nach diesem Wettkampf.

Freitag, 18. Februar 2011

In eigener Sache und auch sonst

So, erst mal das hier: Zuerst kam mit dem Jahresbeginn ein mehrwöchiges, sehr arbeitsintensives Projekt, das mich voll und ganz beansprucht hat. Und als ich damit so langsam ins Endstadium kam, erwischte mich (wie einen großen Teil meines privaten und beruflichen Umfeldes) die Grippe (die richtige, leider). Folglich bin ich im Moment out of order, Kraft ist ganz weg, und ich huste so vor mich hin. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Tagen etwas legen wird. Aber erst mal muss und wird alles Private hinten anstehen müssen: Ich bitte, mir das nachzusehen, dass es im Moment nicht so klappt, wie ich das gern hätte.


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In den USA laufen die Vorbereitungen für die neue "Wonder Woman"-Fernsehserie. Und nach Linda Carter (fast schon ) seligen Angedenkens hat man nun mit der 27jährigen Adrianne Palicki die neue Darstellerin der Titelheldin gefunden.

Lange gesucht hat man wohl nicht, Palicki wurde als einzige Aktrice gecastet, wohl auch, weil sie schon bei "Smallville" und bei der voll daneben gegangenen "Aquaman"-Serie mitgespielt und damit Comic-Film-Erfahrung hat.

Und was zeigt uns das? Wieder guckt man nur aufs Gesicht, weniger auf den Body.

Wonder Woman ist ja die Frau mit den drei Identitäten – zum einen die bürgerlich lebende Diana Themyscira, dann die mit dem magischen Lasso und den ebenso magischen Armbändern bewehrte Superheldin mit dem Kampfnamen Wonder Woman im Kampf gegen das Böse und schließlich die Amazonenprinzessin Diana.

Zumindest in zwei dieser drei Identitäten wird von der Heldin aber einiges an physischer Aktivität verlangt, Springen, Rennen, Schwerterkämpfen und zudem auch, schwere Bösewichter wie nichts hochzuwuchten und durch die Gegend zuwerfen ... zum Aufwärmen, mitunter liftet Wonder Woman auch mächtige Betonplatten oder gleich ganze Panzer, wie mir ein schneller Blick in ein paar meiner Hefte zeigt. Ha! Und gut schaut sie dabei auch immer aus!

Nun ist die aus Ohio stammende Palicki zwar sehr hübsch und dazu groß und schlank, aber ich hoffe, sie legt sich noch ein paar Muckis mehr zu, um glaubwürdig in der Rolle zu sein – ungefähr so wie auf folgendem Cover:

Natürlich glauben selbst Muckimaedel-Fans wie ich nicht wirklich, dass kein Mensch dieses Maß an pyhsischer Aktivität bringen kann, das wäre unrealistisch. Und für die Lücke dazwischen gibt's ja schließlich die Tricktechnik. Aber, zumindest ein wenig soll dann doch der Schein der Illusion gewahrt bleiben, gerade bei so etwas der Realität entrücktem wie einer Fernsehserie über eine Comic-Superheldin. 

Und daher, so meine ich, gehören zu solch einer kraftvollen Heroine nun mal eben auch sichtbare Muskeln dazu, Muskeln, jawohl, stark und sexy. 

Wünschen wird man sich das ja wohl noch dürfen ... 

Samstag, 8. Januar 2011

Gluteus maximus femininus












Reden wir mal wieder über einen »meiner« liebsten Körperteile. Um präziser zu formulieren: Nicht über einen meiner eigenen Körperteile, sondern mithin denjenigen, dessentwegen ich diesen Blog (auch) betreibe. Ich meine den weiblichen Popo. Und das so, wie er sich bei gut austrainierten und stark bepackten Muskelmaedels findet. Um gleich zu warnen: Ja, es geht in der folgenden Ausführung auch um Sex. Um durchaus schlüpfrigen. Genaugenommen, geht es nur darum.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, was ich für Impressionen hatte, als ich erstmals Fotos richtig muskulöser Frauen in Form von Bodybuilderinnen sah: Erstmals waren da starke Maedels, die ihre Bodies nicht versteckten, die ihre Muskeln nicht als unabdingbare, aber lästige Folge ihres sportlichen Tuns hinstellten. Sondern Maedels, denen es haargenau um eben diese fleischgewordenen Zeugnisse ihrer Kraft ging.

Um sich wölbende Muskeln, prall und hart. Von ihren Besitzerinnen in Minimalbekleidung stolz vorgeführt – auf einer Bühne, unter starken Scheinwerfern und zu allem Überfluss auch noch von oben bis unten eingeölt, so dass all die Konturen, Ausprägungen und Unterteilungen um so deutlicher hervortraten.

Auf mich strahlten diese öltriefenden, starken und geschmeidigen Frauenkörper mit den schwellenden Formen vom Fleck weg eine unglaubliche, schwüle Erotik aus, deren Reiz bis heute besteht. Doch eins war da, das mir bei den ersten Fotos jener Jahre fehlte, das ich aber erst später zu benennen wusste. Es war nicht so sehr das sport- und fettreduktionsbedingte Schwinden des Busens (wie ich aus praktischen Erfahrungen gelernt habe, machen kleine genauso viel Spaß wie große, vor allem, wenn von Männerseite aus adäquat »bedient« ...).

Nein, mir fehlten irgendwie die Popos. Das wurde mir mit der Zeit klar. Zumindest gewann ich anfangs den Eindruck, dass sich die FBB-Fotografen vor allem auf die Muskeln in der Reihenfolge Oberarme, Bauch und Beine konzentrierten. Die Kehrseite lag anfangs nicht so sehr im Fokus der Objektive. Das kam zum einen daher, dass viele Muskelmaedels zwar auch ihren Rücken trainierten, dass aber ausladende Rückenformen bei Frauen lange nicht so sehr gern gesehen waren. Es dauerte seine Zeit, bis sich zum Beispiel in Muscle & Fitness die erste Format-füllende Latpose einer Frau fand.

Doch dann gab es ein Erweckungserlebnis in Form eines Backstage-Fotos mit mehreren Bodybuilderinnen, von hinten aufgenommen. Und da waren sie auf einmal im Brennpunkt der Linse und mitten im Artikel, die prallen, ausladenden, muskelkräftige Hintern in einer unübersehbar weiblichen Form. Und ich verspürte mit einem Mal, um es im Duktus des Mittelalters auszudrücken, ein plötzliches starkes Verlangen nach dem anderen Geschlecht, nach einer Vertreterin desselben und – bitte, bitte – bestückt in genau eben dieser Form.

Irgendwie war das wie ein Dammbruch. Als wäre bei den Lichtbildnern der Knoten der Erkenntnis geplatzt, als hätten sie erkannt, was ich sehen wollte. Danach stieß ich nämlich immer mehr und immer zuverlässiger auf Fotos solcher »muscle bootys«, wie man das in Amerika nennt. Und seither habe ich die felsenfeste Ansicht, dass kaum eine Sportlerin über ein derart attraktives Gesäß verfügt wie eine Bodybuilderin.

Muskelmaedelpopos. Sie stehen zum einen für nicht zu verbergende Weiblichkeit, die Kontur ist einfach (und Gott sei Dank) völlig anders als bei Männern. Und wenn ihre athletische Trägerin diese Körperpartie entsprechend zu bewegen und einzusetzen weiß, auch von enormem weiblichem Sex-Appeal.

Aber zum anderen steht dieser Bereich auch für die Körperkraft ihrer Besitzerin. Kein Wunder: Vom Volumen her ist das der größte Muskel, den wir Menschen haben. (Und mithin einer der stärksten – relativ gesehen, hat nur der Kaumuskel noch mehr Kraft).

Typen mit meiner Macke macht das enorm an. Verspricht doch der Blick auf eine solcherart gestaltete Körperpartie, dass es da eine Frau gibt, die mir spielerisch ihre weibliche Überlegenheit vorführen kann. Oder könnte, sofern ihr danach ist (das ist immer die Voraussetzung, so viel Respekt vor anderen Personen gehört einfach dazu).

Okay, mag mancher einwenden, was ist mit den Hintern anderen Athletinnen, die auf ihre Beine angewiesen sind? Etwa Eisschnellläuferinnen? Entsprechen die etwa nicht diesem Attraktivitätskriterium?

Zugestanden: Ich könnte jedes Mal hechelnd in den Fernseher hechten, wenn ich diese Sportlerinnen in ihren hautengen Anzügen sehe, unter denen sich die gewaltig austrainierten und ausbildeten Konturen ihrer Unterkörper abzeichnen. Und ganz »schlimm« wird es, wenn sie sich beim Losflitzen vornüberbeugen und die Kameras ihre attraktiven Kehrseiten zeigen.

Aaaaber: Meist passen die Oberkörper der schnellen Eisprinzessinnen in ihrer Ausprägung nicht zu den prächtig entwickelten Beinen und Popos. Verständlich: Je mehr Muckis es oben rum gibt, desto mehr Gewicht muss bewegt werden, desto mehr Energie und damit Kraft ist vonnöten, von der Windschlüpfigkeit einmal ganz abgesehen.

Die Folge jedoch ist eine nicht immer schöne, körperliche Disharmonie. Die symmetrische Ausprägung der Muskulatur ist nun bei Bodybuilderinnen, selbst solchen der zweiten Liga, denjenigen von Eisschnellläuferinnen um Lichtjahre voraus. Meine Meinung. Also: Ich bleibe dabei, dass Bodybuilderinnen die attraktivsten Hintern haben.

Yummy! Ich kann mich nach wie vor lange am Anblick dieser Muskelpartien weiden.
Daran, wie sich die halbrunden Formen bei jeder Bewegung im Wechsel anheben und absenken.
Daran, wie sich diese Partie bei verlockend-abknickender Hüfte weiblich rundet.
Daran, wie das noch anziehender wirkt, wenn sie in die Hocke geht (dabei High Heels an den Füßen ...).
Daran, wie diese Muskeln darüber liegenden Stoff spannen und ihn in ansprechende Falten wirft, vor allem die Andeutung der Spalte zwischen den beiden Muskelpartien.
Daran, wie mein Auge das erspähen kann, was je nach Körperhaltung mehr oder minder deutlich, aber immer verheißungsvoll zwischen den beiden Muskelhälften zu sehen ist und was jede Frau mit etwas Sex entsprechend verlockend präsentieren kann.
Daran, wie der Prallpopo aber auch von Kraft und Dominanz kündet, wenn aus Untersicht und bei gespreizten Beinen in stehender Haltung gesehen.

Neben dem Visuellen ist da noch der taktile, haptische Aspekt. Mithin bereitet mir mithin nichts mehr Freude, als einen richtig starken, prallen und runden Frauenmuckipopo zu streicheln, massieren, kneten, befühlen, abzutasten und auch, ihn einzucremen und einzuölen.

All das natürlich allerhöchstens aus Augenhöhe, besser noch von unten gesehen. Nah dran. Ganz nah. Noch näher. Ihr Duft. Ihre Haut. Mein Mund, wenn wir schon mal beim taktilen Empfinden sind: Ich unter ihr auf dem Rücken, sie folglich über mir, den straffen Popo ganz nah fordernd zur liebkosenden Bewunderung ausgestreckt. Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann – wer wäre ich denn, das zu tun?

Kommt le derriere noch näher, wird mir auch schon mal dunkel vor Augen. Ihr Gewicht auf mir. Am besten so, dass mir erst mal die Luft wegbleibt: Der Popo als Symbol ihrer Überlegenheit und meiner Niederlage. Demütigend. Erregend. Dann so, dass ich wieder Luft bekomme. Und es fühle. Rieche. Warm. Feucht. Würzig.

Und während ich das genieße und ihr, ihrer Kraft und Macht untertan, je nach Wunsch auch zu Diensten bin, beschäftigt sie sich auch. Hoffentlich. Steht ja genug rum. Wieder hoffentlich. Aber das bekommt sie in den Griff, den starken und gefühlvollen und den Zeitpunkt bestimmenden ...

Ach ja. Ich könnte das noch ewig weiter ausführen. Aber ich nehme mal an, dass mein Anliegen und mein Begehr nun hinlänglich verstanden sein sollten, oder? Oder?

Sonntag, 2. Januar 2011

Auf ein Neues!

Das neue Jahr ist da, die Feiertage sind endlich 'rum - alle Muskelmaedels, alle Leser und der Rest der Welt seien hiermit herzlich gegrüßt und ihnen allen das Beste gewünscht. Für mich selber will ich einmal hoffen, dass es mir 2011 etwas mehr als im vergangenen Jahr vergönnt sein wird, mich selber etwas fitter zu bekommen, und natürlich auch, dass ich etwas mehr mein Faible für muskulöse Frauen ausleben kann. Sei es durch Treffen, sei es durch Beiträge hier, durch Fotos (stellvertretend hier eins der ebenso entzückenden wie muskulösen Brigita Brezovac), durch Zeichnungen, durch Stories und vielleicht auch mal durch ein Buch ... 

Das Thema "RIP Frauenbodybuilding" hat allem Anschein die Gemüter doch erheblich erregt. Daher sei hier nun der Auszug aus einer Leser-Zuschrift wiedergegeben, der eine andere Sicht der Dinge bietet und eine (aus Sicht eines Funktionärs ganz bestimmt) provokante Fragestellung beinhaltet:

"Also, da wundert mich doch eines. Die Mädels trainieren eisern, hart, um einen wundervollen muskelummantelten Körper zu bekommen und stehen in der Gesellschaft unter der Beliebtheit von Stuttgarter Polizisten nach dem schwarzen Donnerstag, so scheint es. Aber warum lassen sich eigentlich Bodybuilderinnen gerade in Sachen Wettbewerben so demütigen und behandeln? Haben die tatsächlich kein Selbstbewusstsein, oder doch Komplexe? Warum erstellen sie nicht ihre eigenen Regeln und Wettbewerbe nach ihren eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Interessen? Wenn sie schon die Männerwelt mit ihren muskelbepackten Körpern schocken, wieso dann nicht auch mal mit ihren eigenen Wettbewerben oder gar einem Boykott? Warum lassen sich diese Damen in Regeln stecken, die sie selbst nicht akzeptieren oder nicht wünschen?"

Das wäre zweifelsohne eine Sache, wenn die Muskelmaedels ihre Wettkämpfe selber erfolgreich ausrichten könnten. In dem Zusammenhang wüsste ich gern, was die Betroffenen selber davon halten (abgesehen von dem Argument, dass man nicht zur selben Zeit trainieren/arbeiten und professionell organisieren, also als Funktionär tätig sein kann).

Montag, 27. Dezember 2010

It's never too late to be a muskelmaedel ...













Tja, Leute, starke Frau, was? Macht Liegestützen von oben nach unten, das auch noch mit Hantelscheibe auf dem Rücken und bleibt für den Fotografen mal eben in dieser Position. 

Dass sie stark ist, zeigt ein von ihr kursierendes Video, auf dem sie mal eben 56 Liegestütze abreißt, also in tadellos gestreckter Haltung ohne in der Mitte durchzuhängen, wovon ihr nur die letzte Handvoll richtig recht schwer zu fallen scheinen.

Okay, mag nun mancher denken, fitte Frau, fraglos. Auch ganz nette Muckis, sicher mehr, als so manch andere Dame, aber keine Christine Envall oder Marja Lehtonen. Zudem, wie ihr Gesicht aussieht, ´sicher auch nicht mehr die Jüngste. 

Und genau an der Stelle liegt der Hase im Pfeffer. Die gute Frau ist nicht etwa Ende 40 oder Mitte 50. Nein, zu kurz gesprungen. Sie ist Baujahr 1936 – das heißt: Sie wird im kommenden Jahr 75 Jahre alt. Und das gerade erwähnte Video, nun, das entstand wohl, als sie 72 Jahre alt war.

Wuff. 72 Jahre alt. Frau. Okay, mag man einwenden, gibt auch andere ältere Damen, die auch sporteln. Zugegeben. Nur sehen die meisten nicht im mindesten so gut, fit, stark, ja: und sexy aus wie diese Dame hier.













Ich bin deutlich jünger. Und froh, wenn ich mal 40 Liegestütze hinbekomme. 56 Stück habe ich schon sehr lange nicht mehr geschafft (wer die Zahl ihrer Wiederholungen nicht glaubt, gebe bei Youtube "72 year Old Women is Super Fit!" ein.). 

Und eine der ihren vergleichbare Form habe ich auch nicht. Wenn ich (auf meine Größe und mein Geschlecht umgerechnet) auch nur solche Arme mit derart gut ausgeprägten, festen Bizeps hätte, würde ich mich "von" schreiben.

Wer das ist? Sie heißt Wanja Sjödin, stammt aus Schweden, arbietete in jungen Jahren als Model, ist heute eine pensionierte Bankkauffrau, zweifache Mutter und vierfache Großmutter. Als Hobbys nennt sie neben dem Krafttraining noch Tanzen, Fotografieren, Lesen und die Familie.

Fit war sie wohl immer – sie lief mehrere Jahrzehnte lang, ehe sie mit 46 Jahren anfing, zusätzlich und quasi substituierend wöchentlich zum Eisenpumpen zu gehen. Mit 50 dann der erste Marathon. Mit 66 Jahren verschob sie dann ihre Prioritäten, setzte das Hanteltraining nach oben. Und ein Tattoo bei einer Frau dieses Alters finde ich auch nicht ohne ...

Übrigens nicht die einzige Dame ihrer Altersklasse, die derlei kann: Ernestine Shepherd aus den USA, seit 50 Jahren verheiratete Großmutter, ist jeden Morgen um drei aus den Federn, läuft jede Woche ihre 40 Kilometer und drückt 150 Pfund (also gut 68 Kilo). Und angefangen hat sie mit all dem erst, als sie 56 Jahre alt war.

Na, bis dahin hab ich ja noch ein bisschen Zeit ...

Aber ernsthaft: Beide Damen sind tolle Vorbilder, ohne Wenn und Aber, nicht nur für Frauen.

Freitag, 24. Dezember 2010

Zweierlei: 1. Miss I und 2. das Fest

So, seit gestern isse raus – ich meine die Liste der Muskelmaedels, die zur Miss International eingeladen werden. Dieser Wettbewerb findet innerhalb der Arnold Classic statt und die wiederum in Columbus im U.S.-Bundessstaat Ohio. Termin: 3. bis 6. März 2011. Also, eingeladen sind:

-Betty Adkins
-Maria Rita Bello
-Dayana Cadeau
-Tina Chandler
-Maria Gomez-Segura
-Sarah Hayes
-Iris Kyle
-Klaudia Larson
-Debi Laszewski
-Cathy LeFrançois
-Yaxeni Oriquen Garcia
-Jeannie Paparone
-Alina Popa
-Antoinette Thompson
-Isabelle Turell

Nochmal so. Alina Popa habe ich einen Tag vorm ersten Schnee des gerade vergangenen Herbstes getroffen; da war sie noch in Off Season, hatte aber schon den Start der Diätphase fest im Blick. Wobei mir auch ihr Zustand in Off Season ausnehmend gut gefallen hat (siehe Foto).

Abgesehen von Maria Rita Bello und Sarah Hayes birgt die Liste keine sonderlichen Überraschungen . Schon eher verwundert es, dass die Abräumerin des gerade zu Ende gehenden Jahres, Brigita Brezovac, nicht auf dem Zettel steht. Aber die wird wohl für 2011 möglicherweise anderes geplant haben.

Und dann noch das: Die Liste oben umfasst von „A“ wie „Adkins“ (besser bekannt als Viana) bis „T“ wie „Turell“ fuffzehn Namen. Insgesamt aber sind zur Anrold Classic 52 Maedels eingalden – die übrigen verteilen sich auf die Wettkämpfe Fitness International (14, darunter Regiane da Silva), Figure International (16) und Bikini International (17). Da darf jeder seine eigenen Konklusionen ziehen.

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Ich mag Weihnachten nicht, der ein oder andere wird’s schon mitbekommen haben.

-Jedes Jahr aufs Neue diese vor Kitsch nur so überlaufende Gefühlsduselei und Heuchelei.
-Jedes Jahr der Konsumterror und der damit verbundene Stress, sei es als Gebender, sei es als Empfangender. 
-Jedes Jahr die kollektive Gleichschaltung aller erdenklichen Medien.
-Jedes Jahr ein Trommelfeuer von enervierenden Artikeln, Filmen, TV- und Radio-Beiträgen und natürlich einem entsprechend selektierten Musikprogramm (ohne Rücksicht auf all die Heiden, Agnostiker, Hindus, Muslime, Buddhisten oder Naturreligiösen, die sich auch noch in den von diesen Weihnachtswahn befallenen Ländern tummeln).

Also: Mir geht’s, um im Bild zu bleiben, mächtig auf den Kranz. Weil das aber meine Meinung ist und weil vielleicht der ein oder andere meiner Leser das anders sieht, sei nichtsdestotrotz allen zumindest ein paar ruhige Tage und möglichst wenig Weihnachtstress gewünscht. In drei Tagen ist es ja rum ...

Sonntag, 19. Dezember 2010

JMStV --- und weg mit Schaden!

Anders lässt sich das nicht nennen: Der NRW-Landtag verweigerte dem legislativen Monstrum die Zustimmung. Nicht in letzter Sekunde und nicht als Last-Chance-Option, wie so oft zu lesen, denn Brandenburg und Schlweswig-Holstein hätten auch noch zustimmen müssen. Wobei - wenigstens ich - nirgends etwas dazu gelesen habe, wie man denn in der Sandbüchse und an der Waterkant geneigt gewesen wäre, dazu abzustimmen. Nehme mal an, dass man in Kiel und Potsdam froh darüber ist, dass Düsseldorf vorher "veto" gesagt hat.

Egal wie: Das Ding hat nur Schaden angerichtet.

- Zum einen hat es die berechtigten Belange des Jugendschutzes beschädigt. Und das ist das Schlimmste von allem.

- Zum zweiten hat es gezeigt, wie unbeholfen manche Ministerialen (hier die aus R-P, in deren Staatskanzlei diese geplante Novellierung "in mühsamer Kleinarbeit", so die Presse, ausgeheckt wurde) mit der Realität des Internet umgehen. Sachverstand: null. Aber dann alles regulieren wollen. Wie heißt es so schön? "Keine Zähne im Maul, aber La Paloma pfeifen!"

- Zum dritten handelt es sich hier - wie schon bei Stuttgart 21, bei der Elb-Philharmonie oder bei dem Euro-Rettungsschirm um feinste "Wir Klugen oben, ihr Dummen unten"-Politik. Sprich: Stichhaltige Einsprüche sachkundiger Personen sowie die Bedürfnisse bestimmter Gruppen wurden einfach ignoriert; der JMStV sollte "durchgepeitscht" werden. Danke, Zensursula und Konsorten!

- Zum vierten: Die Netzgemeinde dürfte fürderhin einmal mehr allen politischen Versuchen der Einflussnahme aufs Web noch kritischer als bisher gegenüberstehen. Das Vertrauen in die Politik ist beschädigt, einmal mehr.

- Zum fünften ließ sich der Verdacht nicht ausräumen (siehe den Text des AK Zensur), dass da massiv Klientelpolitik gemacht werden sollte: Die angedachten Rating-Maßnahmen hätten der ein oder anderen Institution genutzt, dem Rest des Web aber nicht und dem Jugendschutz auch nicht wirklich. Zumal es da wohl für diverse Parteienmauscheleien relevante Absprachen gegeben hat, die der nach außen verkündeten Absicht auch überhaupt nichts gebracht hätten.

Abschließend: Das Internet funktioniert unter anderem, weil sich hier nicht wenige anonym so mancherlei von der Seele schreiben können. Dass dabei viel Kappes rumkommt: zugestanden. Das aber rechtfertigt noch nicht die mit diesem Vorhaben einhergehende Möglichkeit zur staatlichen Schnüffelei: Wer seine Beiträge hätte klassifizieren und sich selbst gegen die Abmahnkamarilla hätte schützen wollen, hätte das nur ganz zuverlässig mit einem von den zuständigen staatlichen Stellen erstellten und damit auch kontrollierten Tool tun können: Ich nehme an, das Prinzip ist verstanden.

Vielleicht erwischt man so den ein oder anderen, dem ich auch mit Gusto in die Fresse hauen würde - wie gesagt, in meiner Verwandschaft gibt es auch Kinder. Aber viele Leute hätten sich mit ihrem Tun dem Staat gegenüber outen müssen. Und wozu muss der das - selbst bei vom Jugendschutz betroffenen Sachen - wissen, wenn die Betroffenen in dem Kontext insgesamt nichts Strafwürdiges tun? 

Auf Dauer wäre das der Tod des freien Wortes im Web gewesen - zumindest in dem von Deutschland aus bestückten Teil des Web. (Wobei abzuwarten bleibt, was Wikileaks noch für Folgen haben wird. Bei allem Verständnis: Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass hier ein völlig selbstgerechter und dazu maßlos eitler Weltverbesserer dem Rest des Globus seine Ansicht aufdrücken wollte - aber das ist ein anderes Thema.) 

Und das Dollste von allem: Das, was die deutsche Kontrollwut da verbrochen hätte, wäre doch nur für einen winzigen und zudem nicht besonders wichtigen Teil des Web von Bedeutung gewesen. Diejenigen, gegen die der JMStV vor allem gezielt hätte, wären doch im Nullkommanichts auf nicht deutscherseits betriebener Seite im Netz gewesen. Wahrscheinlich sind von denjenigen, welche die wirklichen Schweinereien einstellen und damit Geld verdienen, neunundneunzigkommaneun Prozent eh schon woanders.

Der Rest des demokratisch regierten Globus (abgesehen von Australien, da glaubt man auch, ähnlich agieren zu dürfen) hätte gleichsam den Kopf geschüttelt: Es heißt nun mal World Wide Web und nicht German Wide Web. Irgendwie erinnert mich der damit verbundene Größenwahn an etwas, das wir schon mal hatten und das zumindestens ich nicht wieder haben will - von wegen "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen".

So, genug davon. Hoffentlich. Mal sehen, was ich die Tage noch zu unserem Lieblingsthema zustande bringe. 

Samstag, 11. Dezember 2010

Terminologisches: Muscle Worship und so

Bild: Rowan41
Ab und zu findet man in den Weiten des Web etwas, das eigenes Tun und Begehren beschreibt – aber mal mit anderen Worten, als denjenigen, die man selber benutzen würde. Mitunter ist so etwas zur Selbstspiegelung ganz aufschlussreich. Daher und wegen gelegentlicher Nachfragen sei diese Definition des „muscle worship“ oder „body worship“ von Lori Braun hier übersetzt wiedergegeben.

Zuvor noch etwas Terminologie, des besseren Verständnisses wegen:

- Der Begriff „muscle/body worship beschreibt das Anbeten des Körpers einer anderen Person; in unserem Fall: derjenige einer extrem muskulösen Frau durch einen Mann.
- Der Buchstabensalat BDSM steht für den englischen Sammelterminus „bondage and discipline, dominance and submission, sadism and masochism“, deutsch: „Fesselung und Disziplinierung, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus“, in breve und in vulgo, aber unklarer: „Sado-Maso“.
- „Face sitting“ bedeutet, dass sie auf dem Gesicht des Delinquenten sitzt. Genaugenommen gehört das zum
- „smothering“: Also zu dem spielerischen Vorgang, bei dem man jemandem so umarmt oder sich, etwa mit den Brüsten, so auf ihn legt, dass ihm die Luft wegbleibt und ihm klargemacht wird, dass man ihr ausgeliefert ist.
- „Sub“ steht für „submissive“ und heißt so viel wie „demütig“, „devot“ oder „gefügig“.

Also, hier nun der kurze Text: 

»Body Worship beschreibt jede Methode, körperlich einem Teil vom Leib eines anderen Menschen seine Ehrfurcht zu erweisen. Und das findet üblicherweise statt als unterwürfiger Akt im Rahmen von BDSM. Body Worship ist unter Personen aller sexuellen Ausrichtungen und Geschlechtsidentitäten verbreitet.

Üblicherweise im Rahmen einer Unterwerfung, die das Gefühl der Minderwertigkeit verstärkt, leckt, küsst und saugt der Sub den Körperteil des Dominierenden, und es ist nicht gestattet, diesen in einer mehr konventionellen Weise zu berühren. Den Aspekt der erotischen Erniedrigung kann man vielleicht nachvollziehen, wenn man an den altbekannten Spruch „Leck mich am Arsch“ denkt.

Zum Body Worship kann es auch kommen, weil der Anbetende vor diesem Körperteil Ehrfurcht empfindet und nun dessen Schönheit zu preisen wünscht. Obwohl es eine Ermutigung geben kann, in Form von Worten oder Schlägen, wird das Body Worship üblicherweise mehr oder minder passiv entgegengenommen, die so angebetete Person gibt sich unnahbar. Face Sitting und Smothering sind Formen des Body Worships, die wegen ihrer aggressiven Haltung stark abweichen.« 

Wobei eins angemerkt sei: Solche Treffen („sessions“) mit den genannten Elementen gibt es. Aber ebenso richtig ist, dass diese Treffen so gut wie immer individuell vonstatten gehen. So richtig die zitierte Beschreibung auch ist, so sehr lässt sie diesen Aspekt außen vor. Aber eben dieser Aspekt der vorherigen Absprache ist das A und O dessen, was eine gute Session ausmacht. Das wiederum setzt voraus, dass man sich über die eigenen Wünsche im Klaren ist --- und auch die Courage aufbringt, darüber mit jemandem zu reden.

Folglich ist die in diesem kurzen Text vorgenommene Kategorisierung solcher Sessions aus meiner Sicht rein akademisch. Mag sein, dass der eine nur die Muckis einer extrem starken Frau bewundern möchte, der nächste aber ihre dominierende Kraft als Unterlegener spüren will. Also, ich will da immer von allem etwas. Und so hat bei den meisten Treffen, die ich erlebt habe, all das auch stattgefunden: Es sind ja schließlich meine Phantasie, mein Fetisch, meine Gelüste und meine Wünsche, um die es hier geht.

Wobei ich auch mal sehr interessiert wäre, mich bei einer Session auf Phantasie, Fetisch, Gelüste und Wünsche des jeweiligen Muskelmaedels einzulassen. Aber das ist dann wieder eine ganz anderes Thema ...

Freitag, 3. Dezember 2010

Das Kontroll-Monster oder DDR 2.0: JMStV

Heute mal etwas, das nicht direkt mit unserem Thema, aber dafür sehr konkret etwas mit dem Bloggen an und für sich zu tun hat (und mit dem Betreiben von Websites an und für sich). Dazu die Bitte: Das ist ein langer Wörterwurm, aber der Inhalt ist wichtig, weil es ALLE  DEM DEUTSCHEN RECHT UNTERWORFENEN BÜRGER IM WEB angeht - bitte lesen. Und gegebenfalls verbreiten. Danke!

"Der Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien", kürzer: "Jugendmedienschutz-Staatsvertrag", ganz kurz: "JMStV" - da steht das in seiner ungeschlachten, zungenbrecherischen Form typische Produkt deutscher Bürokraten-Formulierkunst.

Um das geht es: Von hehren Absichten getrieben, aber von keinerlei Sachkenntnis getrübt, will man unter dem Deckmäntelchen des Jugendschutzes ein Kontrollungeheuer installieren, das uU einen Großteil der deutschen Websitenbetreiber kriminalisiert, wenn es denn in Kraft tritt.

Starker Tobak?
Es kommt noch dicker.

Also: Der JMStV ist trotz des Wortes "Vertrag" ein Gesetz, das seit acht Jahren gilt. Er enthält - so Wikipedia -  Nachfolgeregelungen zu Jugendmedienschutzbestimmungen, die früher im Rundfunkstaatsvertrag und im Staatsvertrag über Mediendienste enthalten waren.

Soweit dies. Doch was nun für Zoff sorgt, ist die für den 1. Januar geplante Ergänzung, derzufolge es eine "Alterskennzeichnung von Inhalten im Internet" geben soll. Demnach soll jeder Betreiber einer deutschen Website seine - sofern nicht jugendgeeigneten - Beiträge entsprechend handhaben. Und zwar ALLE. Heißt: Die Seite technisch so aufbereiten und handhaben, dass die Kiddies auf die nicht für sie geeigneten Beiträge keinen Zugriff haben oder gar nicht erst auf die Seite kommen. Selbstverständlich gilt das rückwirkend, also für alles bereits gepostete Material, Kommentare und und und. 
Wie was handhaben?

Zitat: "...Angebote, die geeignet sind, die Entwicklung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu beeinträchtigen, für ein als geeignet anerkanntes Jugendschutzprogramm programmiert werden oder dass es ihnen vorgeschaltet wird." '(Abschnitt III, § 11, Ziffer 1)

Welches Programm?
Tja, zuerst wohl eins, das die staatlichen Kontrollmedien abgesegnet haben werden, alles andere dürfte ja nicht rechtsverbindlich sein.
Wer sonst hat die entsprechende Kompetenz?
Nur: So ein Programm gibt es noch gar nicht.
Eins, das für alles taugt.

Also: Entweder kennzeichnen und/oder - kein Witz! - erwachsenenkonforme Sendezeiten nach deutscher Zeit einrichten -- als ob sich ein einigermaßen versierter Websurfer (gleich welchen Alters), geschweige denn ein  richtig kundiger "Nerd" von so etwas bremsen ließe: Die Idee mit den Sendezeiten ist der schlagende Beweis dafür, dass sich hier jemand eine Regelung erdacht hat, die mit der Realität des Web überhaupt nichts zu tun hat.  Nur zur Erinnerung: "www" heißt "worldwide web" ... 

Und was ist überhaupt jugendgefährdend? Wer definiert das?

In letzter Instanz die staatlichen Gremien und die Gerichte. In erster Linie jeder selber. Heißt: Wer viel Geld hat, kann das via staatlich akzeptiertem Gremium oder sonstwem Spezialisierten machen lassen (siehe dazu unten meinen Nachtrag und den Link zur "Freien Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter"). Wem die Kohle fehlt, der muss selber. Und wer sein "verderbliches" Zeug auch als Deutscher anonym und geschickterweise übers Ausland der Welt zugänglich macht, den betrifft zwar das Gesetz wie jeden anderen Deutschen auch - nur erreicht das Gesetz ihn erst gar nicht. Das aber dürfte für die Masse dessen gelten, wogegen das Gesetz anzutreten vorgibt.   

Wobei das mit dem korrekten Einstufen der Inhalte und Angebote nicht so einfach ist: Entsprechend geschulte Fachleute (also nicht die üblicherweise aus dem Rinnstein hervorgekratzten "Experten", die man so aus dem Unterschichten-TV kennt) haben das mal ausprobieren lassen. Ergebnis: Gut vier Fünftel dessen, was Otto Normalverbraucher diesbezüglich als jugendgefährdet kategorisiert hatte, wäre falsch eingestuft gewesen.

Nun sind Anstrengungen, um Minderjährige vor sexuell, politisch, finanziell, pseudo-religiös oder sonstwie motivierten Übeltätern zu schützen, natürlich zu unterstützen - vollkommen selbstverständlich, das ist eine ureigene und nachgerade hochheilige Aufgabe jedes verantwortlich strukturierten Gemeinwesens. Hey, ich habe auch herzallerliebste Kinder in der Verwandschaft und will mir nicht ausmalen, was ich mit dem täte, der ihnen was täte.

Aber wenn schon ein Gesetz (nochmal, zum Mitschreiben: Das ist ein Gesetz, auch wenn das JMStV heißt), dann auch eins, das man umsetzen kann (vom Befolgen demokratischer Grundsätze einmal ganz abgesehen). Das wiederum geht aber nur, wenn sich die Legislative mit dem auskennt, was sie da reguliert, und wenn - in diesem Fall - die Umsetzung der Regulierung für die Betroffenen technisch machbar ist und die Bürger klar nachvollziehen können, ob oder inwieweit überhaupt sie betroffen sind. 

All das trifft nicht zu. Das ganze Machwerk ist übel: Gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Ist nicht nur meine Meinung, sondern vor allem diejenige von Fachleuten, die sich mit derlei auskennen. Es sind schon einige Blogs vom Netz genommen worden.

Juristisch versierte Blogger weisen darauf hin, dass der JMStV massive gestalterische Mängel aufweise. Und natürlich, so die Fachwelt, berge das damit einhergehend geplante, natürlich zentral gelenkte Bewertungssystem zur Einstufung der Beiträge die Gefahr dafür, dass man auf diesem Weg eine Web-Zensur installiert.

Überzogen?
Wenn wir erst mal alle nur noch unter Klarnamen und über den neuen Perso und den darin integrierten Chip ins Web können ...

Tritt das Gesetz in Kraft, sehen sich die Betroffenen einer amorphen Bestimmung gegenüber, welche die Meinungsvielfalt und das Bunte im Web kastriert. Die Web-Gemeinde, Juristen, Medienerzieher und auch der ein oder andere homo politicus halten dieses Gesetz für in der Praxis nicht durchführbar und gehen begründet davon aus, dass sein Effekt auf unsere demokratische Kultur katastrophal sein werde. 

Wie gesagt: Ich zitiere das, ich bin kein Fachmann, sondern nur jemand, der aus Spaß an seinem Thema ab und an bloggt.

Jemand, der das durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit für abgedeckt hält.
Jemand, der aus Spaß am Miteinander zwischen Männlein und Weiblein (in dem Fall mit Muckis) schreibt, was er schreibt.
Jemand, der natürlich nicht gegen das von diesem Gesetz Behandelte verstoßen will.
Aber ein Jemand, der wohl wie die große Masse der Blogger und Websitler nicht abschließend und letztgültig abschätzen kann, ob und wie er von diesem unausgegorenen Gesetz nicht auch betroffen ist. 
Und jemand, der insgesamt an freiheitliche Grundrechte glaubt und dafür als Wehrpflichtiger auch ehedem mal ein Gelöbnis abgelegt hat. 

Tritt das Ding in Kraft, werden noch sehr viel mehr Leutchen ihr Web-Dings zumachen. Aus Angst vor Repressalien. Repressalien? Klar: Strafen, Ordnungswidrigkeiten und natürlich all die Abmahnungen, die dann womöglich auf den ein oder anderen wegen unwillentlich falscher oder nicht vorhandener Kennzeichnung herabregnen werden.

Was wird nun konkret passieren?
Es gibt Anwälte und Web-Fachleute, die mahnen zur Gelassenheit.
Eben weil das praktisch nötige Instrumentarium zum Kennzeichnen fehle und die Regelungen insgesamt zu indifferent seien.
Andere bekannte Blogs etc. gehen zur Jahreswende offline, weil sich die Leute dahinter keinem nicht abschätzbarem Riskiko aussetzen wollen. Beispiele? Hier das wohl bekannteste: http://www.vzlog.de/2010/11/in-eigener-sache-wir-schliesen-am-31-dezember-2010/
Aus deren Begündung ein Zitat (bitte auch den Rest lesen): "... Ein erster Praxistest des AK Zensur hat gezeigt, dass Selbsteinstufung und Alterskennzeichnung nicht praktikabel sind und dem Jugendschutz nicht dienen. Die Altersgrenzen werden auch bei alltäglichen Inhalten, wie man sie in diesem Blog häufig genug finden dürfte, schnell erreicht...."Also: Genau hinsehen!

Und gegebenenfalls entsprechend reagieren.
Werde ich auch tun müssen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Stimme der Vernunft siegen und das Gesetz so geändert werden wird, dass es die Demokratie nicht beschädigen kann.   

Für den Fall, dass ich mich bei der Darstellung im Detail vertan habe, verweise ich auf folgende Seiten. Da möge im übrigen auch bitte jeder nachlesen, der mehr und Genaueres wissen will:

http://www.artikel5.de/gesetze/jmstv.html
Beck-Blog
http://www.lawblog.de/
http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/

Abschließend noch mal: Ist eigentlich nicht unser Thema, das weiß ich. Aber manchmal muss man auch was zu Dingen sagen, die einen weniger interessieren, aber dafür uns alle berühren: Auch mein "Blöglein" und seine kleine Leserschaft sind ein Teil des großen pluralistischen Ganzen; auch für uns gilt IMHO der in unserer Grundordnung aus sehr verständlichen Gründen und sehr zu Recht verankerte Schutz von Minderheiten. Diese gilt es in ihrer Vielfalt zu wahren - ebenso, wie man dem Jugendschutz durch undurchführbare Gesetze keinen Bärendienst erweisen soll.

In diesem Sinne war's gemeint.

Nachtrag 4. Dec. '10:
http://klawtext.blogspot.com/2010/11/blogger-und-der-jmstv.html
Riesenlinkliste zum Thema - aber man braucht Zeit, um das alles anzuklicken.
http://www.netzpolitik.org/tag/jmstv/
Hier wehrt man sich von Anfang an
http://jmstv-ablehnen.de/
Hier kann man abstimmen (und lesen, was die anderen davon halten)
http://www.fsm.de/de/jmstv-2011
Die Seite der "Freie Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter"- in feinstem Bürokratur-Chinesisch wird dem Bürger dort unter anderem erklärt, dass er mit Blick auf den Jugendschutz fortan sicher geht, wenn seine online getätigten Äußerungen zuerst über das FSM-Instrumentarium laufen. Laut dem JMStV sei man ja auch schon ohne die zZ umstrittene Ergänzung dazu verpflichtet - man lese, was unter "Gibt es gangbare Alternativen zum Labeln von Inhalten?" steht: Alles, was noch für unter Sechsjährige taugt, ist demnach frei. Es gibt sogar die Altersstufe "Ab 0 Jahren". Dazu die Frage: Seit wann gehen Zwei- oder Dreijährige ins Web, geschweige denn gezielt auf fremdsprachige Seiten mit gewaltverherrlichendem Kram oder so etwas? Das ist doch realitätsfern. Und ich unterstelle mal, dass die, die sich das ausdenken, das wissen. Warum also tun sie das? Zensur, ist das Wort, das mir dann einfällt. Die Schlagworte der Szene lauten denn auch "Zensursula" zu unserer Familienministerin und "Kindernet" zur Konsequenz dieses Moloch-Vorhabens.

Ja, und noch eins: Die drohende Abmahnwelle.

Dazu die Begründung des vzlog.de: "Auch wenn wir keinerlei jugendgefährdende Inhalte anbieten und entsprechend keine Kennzeichnung vornehmen müssten, bleibt ein wirklich zentrales Problem, dass erst mit dem neuen JMStV entsteht: Abmahnanwälte, die uns Aufgrund von Grauzonen oder uneindeutigen Klassifizierungen, die keine Behörde interessieren, teure Abmahnungen verschicken. Solche Abmahnungen passieren dann nicht mehr auf Basis des JMStV sondern wegen Verstoßes gegen den JMStV und damit verbundener “Wettbewerbsvorteile” mit dem Wettbewerbsrecht."

Ein Popanz? Kaum. Denn auch auf der FSM-Seite wird offenen Wortes bestätigt, dass man gegebenfalls von Abmahnabzockern heimgesucht werden kann - doch, so das FSM: "Für die allermeisten Anbieter bleibt eine Abmahnung nach wie vor sehr unwahrscheinlich, weil sie gar keine aus Jugendschutzsicht problematischen Inhalte anbieten." Wie tröstlich. Zumal die meisten das ja gar nicht sicher wissen können. Es wäre mal an der Zeit, diesem Abmahnwahn ein Ende zu bereiten, indem man, wie in anderen Ländern, eine niedrig bemessene finanzielle Obergrenze bei der Erst-Abmahnung einzieht. Aber das ist ein anderes Thema und nicht das dieses Blogs.

http://ak-zensur.de/download/JMStV-Stellungnahme-2010-12-02.pdf
Unbedingt lesen. Und feststellen, dass sich diesem Text vom Arbeitskreis Zensur zufolge handfeste wirtschaftliche Interessen hinter dem Vorhaben vermuten lassen.

Unter anderem so: Gabriele Schmeichel, in Personalunion Vorsitzende der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) und Jugendschutzberauftragte der Deutschen Telekom AG, fordert dieses Vorhaben. Aber gerade die Telekom  "betreibt mit Gamesload, Movieload und erotic lounge mehrere Portale, die von der neuen Gesetzeslage profitieren."

Sie wäre nicht die einzige, auch die Hersteller von Spielen und zur zertifizierenden Filmen würden von einem Verfahren profitieren, das analog der beim Fernsehen üblichen Praxis ist: "Ab 16" oder "ab 18" eingestuft, schon kann man das auch am Tag anbieten. Aber die Telekom wäre nachher gleichsam die "dunkle Seite der Macht", weil sie die Regeln definiert und - infolge der Zuständigkeit fürs Zulassen der entsprechenden Jugendschutzprogramme - auch deren Einhaltung überwacht: Praktisch, oder?

So, dann wollen wir mal hoffen, dass es "Muskelmaedels" auch 2011 noch geben wird. Und dazu noch dies: Diese Seite richtet sich an Erwachsene. Insofern spräche nichts gegen eine entsprechende Klassifizierung, gar keine Frage.

Aber darum geht es mir in diesem Falle mit diesem langen Posting nicht. Sondern darum, dass dieses Gesetz eine - gemessen am vorgeblichen Ziel - zu 100% ungeeignete Schutzmaßnahme darstellt. Es würde - sofern in Kraft gesetzt - der de-facto-Zensur Tür und Tor öffnen, die pluralistische Struktur und die Meinungsvielfalt des Internet beschädigen, Millionen von im Internet Tätigen der Gefahr von sehr kostenpflichtiger Abmahnerei aussetzen und zudem allem Anschein nach den ökonomischen Interessen großer Verbände und Unternehmen folgen.

Dem sollte Einhalt geboten und dem Jugendschutz im Web mit für dieses Umfeld geeigneten Maßnahmen geholfen werden, dies unbedingt. Der JMStV ist diese Maßnahme nicht, sondern zeigt, wie Politik nicht gemacht werden darf.

In einem der vorangegangenen Posts habe ich auf den berühmten Spruch von Max Liebermann verwiesen. Der gilt auch hier. Und wie der hier gilt!